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Das sind wir, auf unserem Ritt auf der Waiküre

Hallo! Wir sind Silvana und Ulf und wir entdecken grad die Welt mit unserem selbst ausgebauten Van Jürmann

Meine neuesten Beiträge


  • Noch nicht menschlich
    Der Mann, der Ihnen gerade einige Zeilen schreibt, hadert mit seinem Alter. Dabei könnte er es doch wie seine Lieblingssängerin Björk sehen: Milliarden von Teilen setzen sich kaleidoskopisch zu einer Kathedrale zusammen und bilden nach fünfzig Jahren evolutionärer Entwicklung dieses wundervoll abstrakte Gebäude namens Körper – mal kritisch betrachtet, mal bewundert, aber niemals gewöhnlich. Es ist mehr als eine Bibliothek oder Universität, die innerhalb weniger Jahre hochgezogen wird, den Geist ihrer Zeit einfängt und irgendwann wieder verschwindet. Dieses Gebäude bleibt. Wie ein alter Kotten am Wegesrand, der längst nur noch von seiner eigenen Geschichte getragen wird und aus jeder Ritze„Noch nicht menschlich“ weiterlesen
  • La, La Lachaussée
    Ich versteh dich, obwohl ich deine Sprache nicht spreche und höre dich, obwohl du nur wisperst. Leise hauchst du mir Wahrheiten ins Ohr, die weit über Sinn und Bedeutung hinaus gehen. Dein Ausdruck, eine Mischung aus warmer Sommerluft und kühlen Wassertröpfchen ist ernst, aber gelassen, liebevoll ohne schmeichelnd zu sein, obwohl dein zufälliger Adressat nach nichts mehr als zärtlichsten Worte giert. Adressat, wie anmaßend, als würde der französische Frieden nur um meiner Willen sein; mitnichten. Das Lauschende ist doch nur Reisender, zufälliger Nutznießer einer günstigen Gelegenheit von Demut, wie beim Meteor in Griechenland, der von der Atmosphäre entflammt tief in„La, La Lachaussée“ weiterlesen
  • Ich liebe es
    Rollin‘, rollin‘, rollin‘ – und die Geräuschkulisse weidender Kühe wird zum Hintergrundrauschen des nächsten Teils unseres Ritts auf der Waiküre. Diesem waghalsigen Unterfangen, das mal nicht enden will, mal jederzeit enden könnte und manchmal sogar beides gleichzeitig. Die ersten zwei Jahre der Euphorie und des Überschwangs liegen hinter uns – heute Erinnerungen voller Unglauben, Bewunderung und Genugtuung. Der Schritt war richtig, aber ohne diesmal zu untertreiben: Er war und ist unvorhergesehen anstrengend. Wasser holen, Internet suchen sowie neue Kunden gewinnen, alte Kunden und die Frau bei Laune halten – das ist nicht selten eine ambitionierte Tagesroutine. Bislang eine erfolgreiche, wie„Ich liebe es“ weiterlesen
  • Bitte nicht retten!
    Wie beginnt man nach so langer Zeit wieder zu schreiben?Natürlich gibt es triftige Gründe für meine lange Schreibabstinenz. Aber wer möchte schon lesen, was man sich selbst längst viel bunter und lebensfroher ausgemalt hat? Wer möchte Probleme – in Farbe, mit Echtheitszertifikat? Also beginne ich in Meschede. Im Sauerland. Zwischen Brilon, Warstein und Soest. Von einem latent schrägen Parkplatz aus, auf dem unser Zuhause gerade ein wenig schiefer wirkt als sonst. Der Ritt auf der Walküre – oder besser: die Kür als Kunst – hat jedenfalls an Ernsthaftigkeit gewonnen. Sechstausend Euro und acht Monate später wohnen Silvana und Ulf seit„Bitte nicht retten!“ weiterlesen
  • Noch zwei Monate
    Ich weiss, ich weiss, ich mache mich Grad rar, was auch mir nicht gefällt, aber es scheint, als bereiten sich köper und Seele auf eine große Herausforderung vor. Ich schlafe viel, ernähre mich meist extrem gesund, kein Alkohol, wenig rauchen und all das, was ich von mir erwarten kann, meistere ich grad souverän, aber es kostet viel Kraft, denn ich gewöhne mir das Aufregen und Fluchen ab. Man könnte sagen, es gelingt, aber wie bei einer schweren Krankheit scheinen sich alle Kämpfer Potentiale auf diese Feinde eingeschossen und lassen mich allzu oft wie ein geleert es Projektil zu Boden fallen.EsIn„Noch zwei Monate“ weiterlesen
  • Wenn sogar der Preis der Liebe ein Geschenk ist
    Man sagt ja, dass Alter nur eine Zahl ist, aber spätestens, wenn man wie ich auf die 50, mittlerweile zu rennt, wird es persönlich. Plötzlich, beinahe über Nacht, verträgt man den Alkohol nicht mehr, irgendwie ist die Bewegungsfreiheit eingeschränkt, was auch am zunehmenden Gewicht liegt, da der Stoffwechsel sich verlangsamt und der Geist träge wird. Süßigkeiten zur Seelen Beruhigung werden „sich gegönnt, obwohl man weiß: Eine wirklich gute Idee ist das nicht. Und aus den Fressattacken nachts, wird still und leise eine angehängte Pinkelpause, aber irgendwie kommt nicht viel. Oh, oh…. Ich muss einiges ändern, dachte ich und überlegte, wo„Wenn sogar der Preis der Liebe ein Geschenk ist“ weiterlesen
  • Neuland in Sicht
    Oh man, es ist Zeit geworden. Silvana und ich bekommen langsam einen Sesshaftigkeits und Inselkoller. Ja, auch hier auf Norderney ist es ein spannendes Abenteuer, erst gestern ist mir gar inmitten der wilden Schneelandschaft ein junger Hirsch begegnet, so als wäre er ein humanoider Nachbar. Auf in Aug standen wir uns in maximal zwei Meter Distanz gegenüber. Sein Blick war frisch und neugierig, mit einer Idee von Skepsis, aber nicht, weil ich ein Mensch war, daran war er offensichtlich gewöhnt, denn er floh, selbst dann nicht, als ich näher kam. Es war mehr die Frage, warum ich noch hier bin.„Neuland in Sicht“ weiterlesen
  • 2026
    Das neue Jahr nimmt Fahrt auf. Das ist gut, denn für Lethargie bleibt kaum Platz. Der Schnee um uns herum hüllt alles ein wenig in gefrorener Starre und lädt so zur Betrachtung einer winterlichen Momentaufnahme ein. Plötzlich ist eine vermeintliche Katastrophe kein Prozess, der in der Vergangenheit begründet und in die Zukunft reicht, sondern wie ein Blattloser Ast, der seine ganz eigene Faszination ausstrahlt. Die Sonne, die all morgendliche über den Schneelandschaften erstrahlt wird dabei zur glühenden Leidenschaft, die ihre Ansprüche erhebt: Folge mir! Sieh nach oben! Hier findest Du die Wärme, nach der deine geschundene Seele sich so sehr„2026“ weiterlesen
  • Hoffen verboten
    Es fällt mir schwer zu schreiben, da mir gefühlt der Boden entzogen wird. Ich bekomme Lob für meinen Unterricht von denen die kommen aber viele kommen nicht mehr. Ich ertrage es, mit größter Anstrengung zur Wurde, aber es fällt Grad schwer an mich zu glauben. So viel billig, dass ich nicht mithalten kann. So viel Desinteresse, dass es kaum zu ertragen ist. Durchhalten sagt mein Lebensmensch. Aber wie? Wie immer geb ich alles und fühle mich mehr und mehr wie ein Eimer der sich leert.was jetzt? Was dann? Ich muss wohl Grobes verbrochen haben, dass ich mich so gestraft fühle.„Hoffen verboten“ weiterlesen
  • You make me swing
    Dis Dur dances. Da ein Cis. Schwingungen sind alles. Ob groß oder klein, dick oder dünn, alt oder jung.in dem was uns ungleich macht, also maximal 2 Prozent DNA, sitzen die Schwingungsunterschiede von Bach und Mozart, Ulf und Dir. Ich schwinge, also bin ich. Ulf. Silvana, Weihnachtsmann, auch Ulf als Weihnachtsmann. Die dritte Kerze. Alles wird ein kleines bisschen schneller. Bald die Vierte. Wieder. Und ich kann nichts dagegen tun, also genieße ich’s. Schwinge absichtlich ein bisschen langsamer, um das Schwingen zu fühlen, das von Middelberg hinter dem Glastresen als Schwingung unter der von „was kann ich für Sie tun“,„You make me swing“ weiterlesen
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