Liebe ist…

Es gab und gibt vielleicht immer noch den deutschen Ein-Bild Comic „Liebe ist…“.

Man sieht eine süße Lady und einen jungen sympathischen Mann, die in verschiedenen Situationen des Lebens stecken. An einem See, auf der Couch vor dem Fernseher, auch am Flughafen. Oft sind es auch jene, in denen Liebe die nicht einfachste, aber immer beste Lösung ist.

Liebe ist, auf einander zu warten, Liebe ist Briefe zu schreiben, sich vermissen, verzeihen, Geduld.

Ein Bild gibt es nicht: Liebe ist bedingungslos. Ich war heute mit dicken Tränen in den Augen in diesem Bild.

Euer Ulf

In english

Love is….
There was and perhaps still is the German one-panel comic strip „Liebe ist…“.

You see a sweet lady and a young likeable man who are in different (romantic) situations in life. At a lake, on the couch in front of the TV, even at the airport. These are often situations in which love is not the easiest, but always the best solution.

Love is waiting for each other, love is writing letters, missing each other, forgiving, patience.

There is no one image: love is unconditional. I was in this picture today with big tears in my eyes.

Your Ulf

En francaise

L’amour est….
Il y a eu et il y a peut-être encore la bande dessinée allemande en une image „L’amour c’est…“.

On y voit une douce dame et un jeune homme sympathique qui se trouvent dans différentes situations de la vie. Au bord d’un lac, sur le canapé devant la télévision, ou encore à l’aéroport. Souvent, ce sont aussi des situations où l’amour n’est pas la solution la plus simple, mais toujours la meilleure.

L’amour, c’est s’attendre l’un à l’autre, l’amour, c’est s’écrire des lettres, se manquer, se pardonner, être patient.

Il n’y a pas d’image : l’amour est inconditionnel. Aujourd’hui, j’étais dans ce tableau avec de grosses larmes dans les yeux.

Votre Ulf

El Español

El amor es….
Existía, y tal vez siga existiendo, el cómic alemán de una sola viñeta „Liebe ist…“.

En ella se ve a una dulce dama y a un joven simpático que se encuentran en diversas situaciones de la vida. En un lago, en el sofá frente al televisor, incluso en el aeropuerto. A menudo también son situaciones en las que el amor no es la solución más fácil, pero siempre la mejor.

El amor es esperarse, el amor es escribirse cartas, echarse de menos, perdonarse, tener paciencia.

No hay una sola imagen: el amor es incondicional. Hoy estaba en esta foto con grandes lágrimas en los ojos.

Tu Ulf

Einfach gut

Was könnte ich mehr schreiben, als dass es schön ist? Gibt es eine Steigerung von schön oder gut?

Was ist schön (wert) wenn es schöner gibt? Was hab ist gut, wenn man nach besser strebt.

Heute ist also nicht der schönste Tag und es ist auch nicht besser als an anderen Tagen. Es ist einfach wieder schön, anders gut.

Ein toller Tag. Ein Tag von derzeit so vielen, die ich nie vergessen werde.

Auch und besonders, weil Zoé endlich da ist. Wir uns gut verstehen, lachen reden und einfach glücklich sind.

Es sind ein paar Wolken am Himmel, aber das macht es nicht weniger einmalig, sondern  einfach nur zu den Umständen eines guten und schönen Tag.

Ich will sagen, wenn ich zu heute besonders schön sage, weil Zoé da ist, können alle anderen Tage an denen mein Mädchen nicht da ist, nicht so schön werden, wären somit schlechter und das würde mich schon morgens in der Sicherheit wähnen, dass dieser oder jener Tag nicht auch einmalig schön sein kann. Und dabei erlebe ich viele einmalig schöne Tage und heute ist einmalig schön, weil meine Tochter endlich da ist.

Danke, dass ich diesen Tag erleben kann.

Euer Ulf

In english

Simply good
What more could I write than that it is beautiful? Is there an enhancement of beautiful or good?

What is beautiful (worth) when there is more beautiful? What is good when you strive for better?

So today is not the most beautiful day and it is not better than other days. It’s just nice again, different good.

A great day. One of so many days at the moment that I will never forget.

Also and especially because Zoé is finally here. We get on well, laugh, talk and are simply happy.

There are a few clouds in the sky, but that doesn’t make it any less unique, it just makes it a good and beautiful day.

I want to say that if I say today is particularly nice because Zoé is here, all the other days when my girl isn’t here can’t be as nice, would be worse and that would make me feel safe in the morning, that this or that day can’t also be uniquely nice. And yet I experience many uniquely beautiful days and today is uniquely beautiful because my daughter is finally here.

Thank you for letting me experience this day.

Your Ulf

En francaise

Tout simplement bon
Que pourrais-je écrire de plus que „c’est beau“ ? Y a-t-il une augmentation de beau ou de bon ?

Qu’est-ce qui est beau (vaut) quand il y a plus beau ? Qu’est-ce qui est bon quand on aspire à mieux.

Aujourd’hui n’est donc pas le plus beau jour et ce n’est pas non plus mieux que les autres jours. C’est simplement à nouveau beau, autrement bon.

Une belle journée. Un jour parmi tant d’autres actuellement, que je n’oublierai jamais.

Aussi et surtout parce que Zoé est enfin là. Nous nous entendons bien, nous rions, nous parlons et nous sommes tout simplement heureux.

Il y a quelques nuages dans le ciel, mais cela ne le rend pas moins unique, cela fait simplement partie des circonstances d’une bonne et belle journée.

Je veux dire que si je dis qu’aujourd’hui est particulièrement beau parce que Zoé est là, tous les autres jours où ma fille n’est pas là ne peuvent pas être aussi beaux, seraient donc moins bons et cela me ferait me sentir dès le matin dans la certitude que tel ou tel jour ne peut pas être aussi exceptionnellement beau. Et pourtant, je vis beaucoup de jours uniques et aujourd’hui est unique parce que ma fille est enfin là.

Merci de me permettre de vivre ce jour.

Votre Ulf

El Español

Simplemente bueno
¿Qué más podría escribir que es hermoso? ¿Existe un realce de lo bello o de lo bueno?

¿Qué es bello (vale) cuando hay más bello? ¿Qué es lo bueno cuando se aspira a lo mejor?

Así que hoy no es el día más bonito ni es mejor que otros días. Es simplemente bonito otra vez, bueno diferente.

Un gran día. Uno de tantos días en este momento que nunca olvidaré.

También y sobre todo porque Zoé por fin está aquí. Nos llevamos bien, reímos, hablamos y somos simplemente felices.

Hay algunas nubes en el cielo, pero eso no lo hace menos único, simplemente hace que sea un día bueno y bonito.

Quiero decir que si digo que hoy es particularmente bonito porque Zoé está aquí, todos los demás días en los que mi niña no está aquí no pueden ser tan bonitos, serían peores y eso me haría sentir segura por la mañana, que este o aquel día no puede ser también singularmente bonito. Y sin embargo experimento muchos días singularmente bonitos y hoy es singularmente bonito porque mi hija por fin está aquí.

Gracias por permitirme vivir este día.

Tu Ulf


Die wunderbare Welt des Internets

Please wait

Ich muss nicht extra erwähnen, dass die neue Türaufhängung auch nach knapp vier Wochen noch nicht da ist, oder?

Ja, das Internet ist eine tolle Sache, wie dumm nur, dass Metall in keine E-Mail passt. Aber in 10 Jahren haben wir ja alle 3D-Drucker und dann können wir uns ja alles was wir brauchen selbst produzieren, nur den Bauplan aus der Mail öffnen, das richtige Material einlege…, Moment, wo bekomme ich denn das dann her?

Na ja, vielleicht kann ich das ja direkt in Taiwan bekommen, wo ich mir, so China will, den Drucker persönlich abhole, denn woher bekommen meine Nachfahren denn sonst die Urne, um mich, wenn das Zeitliche mich segnete, entsorgen zu können?!

Aber wir wollen ja jetzt nicht alles schwarz malen. (Wie soll das auch gehen ohne schwarze Farbe?)

Hauptsache ist doch, dass Schenker jetzt den Dänen gehört, die deutsche Bahn ihre Finanzen konsolidiert hat und es wieder mehr Arbeitslose gibt, die genug Zeit haben auf ihr Paket, wo auch immer, zu warten, wichtig ist doch am Ende nur, dass die Rendite stimmt, denn gezahlt wird natürlich vorher, wahrscheinlich auf Kredit.

Ob sich die Großkopferden (bayerisch für Reiche) wohl bewusst sind, dass sie von ihrem „Ersparten“ die Rechnung zahlen müssen, weil der Rest kein Geld mehr hat?

Gut, dass dem Neoliberalismus Schulden sogar lieber sind, denn dass bringt über hörende Zinsen mehr Geld in den Kreislauf, der das moderne Leben doch erst so gemütlich macht.

Genug gemeckert, ab nach Athen, so lange die Menschen noch real reisen können, denn davon wird in zehn Jahren wohl auch meist nur noch ein virtuelles live Erlebnis übrig sein.

Bis morgen, mit weniger zynischen Gedanken,

Euer Ulf

In english

The wonderful world of the internet

Needless to say, the new door hanger still hasn’t arrived after almost four weeks, has it?

Yes, the internet is a great thing, it’s just silly that metal doesn’t fit into an email. But in 10 years‘ time we’ll all have 3D printers and then we’ll be able to produce everything we need ourselves, just open the blueprint from the email, insert the right material…, wait, where do I get that from then?

Well, maybe I can get it directly in Taiwan, where I can pick up the printer myself, if China wants, because where else will my descendants get the urn to dispose of me when I die?

But let’s not paint everything black. (How would that work without black paint?)

The main thing is that Schenker now belongs to the Danes, the German railroads have consolidated their finances and there are more unemployed people again who have enough time to wait for their package, wherever it may be, but in the end the only important thing is that the return is right, because of course it will be paid beforehand, probably on credit.

I wonder if the big-heads (Bavarian for rich people) are aware that they will have to pay the bill from their „savings“ because the rest have no more money.

It’s a good thing that neoliberalism actually prefers debt, because it brings more money into the cycle of interest that makes modern life so comfortable in the first place.

Enough grumbling, off to Athens, as long as people can still travel in real life, because in ten years‘ time it will probably only be a virtual live experience.

See you tomorrow, with less cynical thoughts,

Your Ulf

En francaise

Le monde merveilleux d’Internet

Inutile de préciser que la nouvelle suspension de porte n’est toujours pas arrivée après presque quatre semaines, n’est-ce pas ?

Oui, l’Internet est une chose formidable, comme c’est bête que le métal ne tienne pas dans un e-mail. Mais dans dix ans, nous aurons tous des imprimantes 3D et nous pourrons alors produire nous-mêmes tout ce dont nous avons besoin, il suffira d’ouvrir le plan de construction du mail, d’insérer le bon matériau…, attendez, où vais-je donc le trouver ?

Eh bien, peut-être que je peux l’obtenir directement à Taiwan, où, si la Chine le veut, je viendrai chercher l’imprimante en personne, car sinon, où mes descendants trouveront-ils l’urne pour pouvoir se débarrasser de moi quand le temps sera venu ?!

Mais ne peignons pas tout en noir. (Comment pourrait-on le faire sans peinture noire ?)

L’essentiel est que Schenker appartienne désormais aux Danois, que les chemins de fer allemands aient consolidé leurs finances et qu’il y ait de nouveau plus de chômeurs qui aient suffisamment de temps pour attendre leur paquet, où qu’il soit.

Les grosses têtes (en bavarois pour les riches) sont-elles conscientes qu’elles devront payer la facture avec leurs „économies“, car le reste n’a plus d’argent ?

Heureusement que le néolibéralisme préfère les dettes, car elles permettent d’injecter plus d’argent dans le circuit qui rend la vie moderne si agréable.

Assez râlé, en route pour Athènes, tant que les gens peuvent encore voyager réellement, car dans dix ans, il n’en restera probablement plus qu’une expérience virtuelle en direct.

A demain, avec des pensées moins cyniques,

Votre Ulf

El Español

El maravilloso mundo de Internet

Ni que decir tiene que el nuevo colgador de puerta aún no ha llegado después de casi cuatro semanas, ¿verdad?

Sí, Internet es algo maravilloso, pero es una tontería que el metal no quepa en un correo electrónico. Pero dentro de 10 años todos tendremos impresoras 3D y entonces podremos fabricar todo lo que necesitemos nosotros mismos, basta con abrir el plano de construcción del correo electrónico, insertar el material adecuado…, espera, ¿de dónde lo sacaré entonces?

Bueno, tal vez pueda conseguirlo directamente en Taiwán, donde yo mismo puedo recoger la impresora, si China quiere, porque ¿de dónde si no van a sacar mis descendientes la urna para deshacerse de mí cuando me muera?

Pero no pintemos todo de negro. (¿Cómo funcionaría eso sin pintura negra?)

Lo principal es que ahora Schenker pertenece a los daneses, el ferrocarril alemán ha consolidado sus finanzas y vuelve a haber más parados que tienen tiempo suficiente para esperar su paquete, esté donde esté, pero al final lo único importante es que la devolución sea correcta, porque por supuesto se pagará de antemano, probablemente a crédito.

¿Se dan cuenta los cabezones (bávaros para los ricos) de que tendrán que pagar la factura con sus „ahorros“ porque el resto no tiene más dinero?

Es bueno que el neoliberalismo en realidad prefiera la deuda, porque aporta más dinero al ciclo de intereses que hace la vida moderna tan acogedora en primer lugar.

Basta de quejas, nos vamos a Atenas, mientras la gente todavía pueda viajar en la vida real, porque dentro de diez años probablemente sólo será una experiencia virtual en vivo.

Hasta mañana, con menos
gracias,

Su Ulf

Hefte raus: Klassenarbeit!

Ich sage es nur ungern, aber sukzessive verstehe ich (viele) meiner Lehrer:innen. Es ist eine Sache lustig zu sein, aber es ist etwas anderes zu lernen.

Nein, beides muss sich nicht widersprechen, aber als Lehrer muss ich, wie man im Deutschen so schön sagt, die Hosen im Unterricht anhaben.

Und es liegt an meiner Entschlossenheit und Souveränität, wie viel gelernt wird.

Ich habe mich für einen Weg entschieden, der Spaß und lernen ermöglicht: viiiiel Schreiben und lustig sein im Wie, die Aufgaben und Restriktionen kommuniziert werden.

Deutsch ist unfassbar kompliziert, wie ich jetzt und nicht im Studium merkte und dafür Bedarf es enorm viel Disziplin, um nicht aufzugeben.

Deshalb lasse ich unendlich viel Schreiben. Macht es wie die Kinder, plappert es richtig nach, dann lernt ihr unbewusst sich wiederholende Strukturen.

Und so langsam stellt sich der Erfolg ein. Alle werden besser, inklusive mir, dem Lehrer. Und ganz nebenbei nicht nur als Deutschlehrer, sondern auch als Englischlerner, dann kann ich ja jetzt wieder mein Französisch intensivieren.

Hoffentlich hört der kleine Drecksack auch auf den alten Lehrer.

Bis morgen.

Euer Ulf

In english

Notebooks out: class work!
I hate to say it, but I’m gradually understanding (many of) my teachers. It’s one thing to be funny, but it’s something else to learn.

No, the two don’t have to contradict each other, but as a teacher I have to, as they say in German, wear the pants in class.

And it is up to my determination and sovereignty how much is learned.

I have opted for a way that allows for fun and learning: lots of writing and being funny in how the tasks and restrictions are communicated.

German is incredibly complicated, as I realized now and not during my studies, and it takes a lot of discipline not to give up.

That’s why I do so much writing. Do it like children, repeat it correctly, then you will unconsciously learn repetitive structures.

And slowly, success will come. Everyone gets better, including me, the teacher. And by the way, not only as a German teacher, but also as an English learner, so now I can work on my French again.

Hopefully the little scumbag will listen to the old teacher.

See you tomorrow.

Your Ulf

En francaise

Cahiers sortis : travail en classe !
Je n’aime pas le dire, mais je comprends peu à peu (beaucoup) de mes professeurs. C’est une chose d’être drôle, mais c’en est une autre d’apprendre.

Non, les deux ne sont pas forcément contradictoires, mais en tant que professeur, je dois, comme on le dit si bien en allemand, porter le pantalon en classe.

Et c’est ma détermination et mon aplomb qui déterminent la quantité d’apprentissage.

L’allemand est incroyablement compliqué, comme je m’en suis rendu compte maintenant et pas pendant mes études, et il faut énormément de discipline pour ne pas abandonner.

C’est pourquoi je fais écrire sans cesse. Faites comme les enfants, babillez correctement, vous apprendrez ainsi inconsciemment des structures répétitives.

Et petit à petit, le succès s’installe. Tout le monde s’améliore, y compris moi, le professeur. Et accessoirement, pas seulement en tant que professeur d’allemand, mais aussi en tant qu’apprenant de l’anglais, je peux donc maintenant intensifier mon français.

J’espère que le petit salaud écoutera aussi l’ancien professeur.

À demain.

Votre Ulf

El Español

Cuadernos fuera: ¡trabajo en clase!
Odio decirlo, pero poco a poco voy entendiendo a (muchos de) mis profesores. Una cosa es ser gracioso y otra aprender.

No, ambas cosas no tienen por qué contradecirse, pero como profesor tengo que, como se dice en alemán, llevar los pantalones en clase.

Y de mi determinación y soberanía depende cuánto se aprenda.

He optado por una forma que permite divertirse y aprender: mucha escritura y ser divertido en la forma de comunicar las tareas y las restricciones.

El alemán es increíblemente complicado, como me he dado cuenta ahora y no durante mis estudios, y hace falta una enorme dosis de disciplina para no rendirse.

Por eso escribo tanto. Hazlo como los niños, repítelo correctamente, entonces aprenderás inconscientemente estructuras repetitivas.

Y poco a poco llegará el éxito. Todo el mundo mejora, incluido yo, el profesor. Y por cierto, no sólo como profesora de alemán, sino también de inglés, así que ahora puedo volver a intensificar mi francés.

Esperemos que el pequeño bastardo escuche al viejo profesor.

Hasta mañana.

Vuestro Ulf

Glücklich sein

Es wird anders. Ganz anders.Die Qualität des Ritts auf der Waiküre ändert sich derzeit radikal. So, wie wir uns anfangs darauf einstellen mussten, dass sich alles ändert, müssen wir jetzt lernen, dass alles anders bleibt.

Wir merken, dass es kein Urlaub mehr ist, denn auch der schönste Sonnenaufgang wird irgendwann zur Routine.

Jetzt gilt es vorsichtig zu sein, nicht in die Falle des verwöhnten Zivilisten zu tappen, der Platz und Luxus braucht. Das Leben fordert, und das täglich, eine Rückbesinnung auf die Ideale.

Weshalb sind wir hier und nicht mehr woanders? Und weshalb haben wir uns für diesen Weg entschieden?

Wir wollten frei sein und merken natürlich, dass wir nicht so frei sind, denn das ganze Leben, egal wo man es wie führt, eingebettet in ein Netz von Notwendigkeiten ist.

Ich spüre Grad, wie dieser Umstand Zeit der Versöhnung braucht. Man muss echter Freund von sich werden, um Freundschaft mit diesem Leben schließen zu können.

All unsere Probleme sind nicht vermeidbar, sondern Part of the Deal. Hier haben wir Jürmann Stress, in anderen Lebensentwürfen streikt die Waschmaschine.

Es ist wirklich, zumindest für mich, wie das erfüllte Leben eines Mönchs oder so. Schön ist nicht was man kaufen kann, sondern der innere Frieden, der uns wie gestern hinter der Windschutzscheibe einfach auf Meer und Berge schauen lässt und uns begreifen lässt, wie schön das Leben sein kann, wenn man sich über sowas freuen kann wie über ein neues Auto, ja noch viel mehr, denn das was wir erlebt haben, kann man nicht mit mehr Geld schöner kaufen

Euer Ulf

In english

Being  happy
It’s going to be different. The quality of the ride on the Waiküre is currently changing radically. Just as we initially had to adjust to the fact that everything changes, we now have to learn that everything remains different.

We realize that it is no longer a vacation, because even the most beautiful sunrise becomes routine at some point.

Now we have to be careful not to fall into the trap of the spoiled civilian who needs space and luxury. Life demands a daily return to ideals.

Why are we here and not somewhere else? And why have we chosen this path?

We wanted to be free and of course we realize that we are not that free, because all of life, no matter where you lead it and how, is embedded in a network of necessities.

I can sense how this circumstance requires time for reconciliation. You have to become a true friend of yourself in order to make friends with this life.

All our problems are not avoidable, but part of the deal. Here we have Jürmann stress, in other lifestyles the washing machine goes on strike.

It really is, at least for me, like the fulfilled life of a monk or something. What is beautiful is not what you can buy, but the inner peace that lets us simply look out at the sea and mountains from behind the windshield, as we did yesterday, and lets us realize how beautiful life can be when you can be happy about something like a new car, even more so, because what we have experienced cannot be bought more beautifully with more money

Your Ulf

En francaise

Être heureux
Les choses sont en train de changer. La qualité de la chevauchée sur la Waiküre change radicalement en ce moment. Tout comme nous avons dû nous préparer au début à ce que tout change, nous devons maintenant apprendre que tout reste différent.

Nous nous rendons compte qu’il ne s’agit plus de vacances, car même le plus beau lever de soleil finit par devenir une routine.

Il faut maintenant faire attention à ne pas tomber dans le piège du civil gâté qui a besoin d’espace et de luxe. La vie exige, et ce quotidiennement, un retour aux idéaux.

Pourquoi sommes-nous ici et non plus ailleurs ? Et pourquoi avons-nous choisi cette voie ?

Nous voulions être libres et nous nous rendons bien sûr compte que nous ne le sommes pas tant que ça, car toute la vie, quel que soit le lieu où on la mène et comment, est enchâssée dans un réseau de nécessités.

Je sens à quel point cette situation nécessite du temps pour se réconcilier. Il faut devenir un véritable ami de soi-même pour pouvoir se lier d’amitié avec cette vie.

Tous nos problèmes ne sont pas évitables, ils font partie de l’accord. Ici, nous avons le stress de Jürmann, dans d’autres projets de vie, la machine à laver fait grève.

C’est vraiment, du moins pour moi, comme la vie épanouie d’un moine ou quelque chose comme ça. Ce qui est beau, ce n’est pas ce que l’on peut acheter, mais la paix intérieure qui nous permet, comme hier, de regarder simplement la mer et les montagnes derrière le pare-brise et de comprendre à quel point la vie peut être belle, quand on peut se réjouir de quelque chose comme d’une nouvelle voiture, et même beaucoup plus, car ce que nous avons vécu ne peut pas être acheté plus beau avec plus d’argent.

Votre Ulf

El Español

Sé feliz
Va a ser diferente. La calidad de la conducción en el Waiküre está cambiando radicalmente. Al igual que al principio tuvimos que adaptarnos al hecho de que todo estaba cambiando, ahora tenemos que aprender que todo sigue siendo diferente.

Nos damos cuenta de que ya no son vacaciones, porque incluso el amanecer más hermoso se convierte en rutina en algún momento.

Ahora tenemos que tener cuidado de no caer en la trampa del civil mimado que necesita espacio y lujo. La vida exige un retorno diario a los ideales.

¿Por qué estamos aquí y no en otra parte? ¿Y por qué hemos elegido este camino?

Queríamos ser libres y, por supuesto, nos damos cuenta de que no lo somos tanto, porque toda nuestra vida, vivamos donde vivamos, está inmersa en una red de necesidades.

Puedo sentir cómo esta circunstancia requiere tiempo para la reconciliación. Tienes que convertirte en un verdadero amigo de ti mismo para poder hacerte amigo de esta vida.

Todos nuestros problemas no son evitables, sino parte del trato. Aquí tenemos el estrés de Jürmann, en otros estilos de vida la lavadora se pone en huelga.

Realmente es, al menos para mí, como la vida plena de un monje o algo así. Lo bonito no es lo que se puede comprar, sino la paz interior que nos permite simplemente mirar el mar y las montañas desde detrás del parabrisas, como hicimos ayer, y nos permite darnos cuenta de lo bonita que puede ser la vida cuando puedes alegrarte por algo como un coche nuevo, incluso más, porque lo que hemos vivido no se puede comprar más bonito con más dinero

Su Ulf

Interesting, interesting

Interesting interesting
Es soll ja schon mal vorgekommen sein, so munkelt man, dass Silvana und ich uns nicht mehr ertragen könnten. Angeblich hocken wir zu sehr aufeinander und die Kongruenz (Deckungsgleichheit) unserer Charaktere sei auch nur bedingt gegeben.

Böse Zungen behaupten sogar, wir harmonieren nicht, sondern agieren kontradiktorisch. Diese Kretins!

Es gab sogar Momente, natürlich nur angeblich, wo wir uns freuten, dass bald Silvanas Schwestern kommen und wir uns eine ganze Woche fast gar nicht sehen würden. Nach dem Motto: Ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf den Tischen.

Aber die Maus ist ja dank Jiannis Empfehlung einer Klebefalle tot und die andere Maus dann weg. Mit wem soll ich dann tanzen?

Und wer hört sich mein Genörgel an, weil wir wieder aufs Geld warten müssen? Wer reicht mir den Kaffee während der Sitzungen und erinnert mich an Waschen sowie Zähne putzen? Von rechtzeitig aufstehen ganz zu schweigen?

Muss Du wirklich die ganze Woche wegbleiben? Fragte ich sie deshalb heute und Silvana so: Hab ich auch schon dran gedacht. Aber jetzt spüle ich erst.

Muss das sein?

Bis morgen,

Euer Ulf

In english

Interesting interesting
Rumor has it that Silvana and I can no longer stand each other. It is said that we are too close to each other and that our characters are only partially congruent.

Malicious tongues even claim that we don’t harmonize, but act contradictorily. Those cretins!

There were even moments, only allegedly of course, when we were happy that Silvana’s sisters were coming soon and we wouldn’t see each other for a whole week. According to the motto: When the cat’s away, the mice dance on the tables.

But the mouse is dead thanks to Jianni’s recommendation of a glue trap and the other mouse is gone. Who should I dance with then?

And who will listen to my nagging because we have to wait for the money again? Who will serve me coffee during the sessions and remind me to wash and brush my teeth? Not to mention getting up on time?

Do you really have to stay out all week? That’s why I asked her and Silvana today: I’ve already thought about it. But now I’m doing the dishes first.

Do you have to?

See you tomorrow,

Your Ulf

En francaise

Intéressant intéressant
Il paraît que Silvana et moi ne nous supportons plus, selon la rumeur. On dit que nous sommes trop l’un sur l’autre et que la congruence de nos caractères n’est que partiellement assurée.

Les mauvaises langues prétendent même que nous ne sommes pas en harmonie, mais que nous agissons de manière contradictoire. Ces crétins !

Il y a même eu des moments, supposés bien sûr, où nous nous réjouissions de l’arrivée prochaine des sœurs de Silvana et où nous ne nous verrions presque pas pendant une semaine entière. Selon la devise : quand le chat est parti, les souris dansent sur les tables.

Mais la souris est morte grâce à la recommandation de Jianni d’utiliser un piège à colle et l’autre souris est partie. Avec qui vais-je donc danser ?

Et qui va m’écouter me plaindre parce que nous devons à nouveau attendre l’argent ? Qui me sert le café pendant les séances et me rappelle de me laver et de me brosser les dents ? Sans parler de se lever à temps ?

Tu dois vraiment rester absent toute la semaine ? C’est la question que je lui ai posée aujourd’hui, ainsi qu’à Silvana : J’y ai déjà pensé. Mais maintenant je fais la vaisselle.

C’est vraiment nécessaire ?

À demain,

Votre Ulf

El Español

Interesante interesante
Se rumorea que Silvana y yo ya no nos soportamos. Se dice que estamos demasiado cerca el uno del otro y que nuestros caracteres sólo son parcialmente congruentes.

Las malas lenguas afirman incluso que no armonizamos, sino que actuamos de forma contradictoria. ¡Esos cretinos!

Incluso hubo momentos, sólo supuestamente por supuesto, en los que nos alegramos de que las hermanas de Silvana llegaran pronto y no nos viéramos en toda una semana. Según el lema: Cuando el gato no está, los ratones bailan sobre las mesas.

Pero el ratón está muerto gracias a la recomendación de Jianni de una trampa de pegamento y el otro ratón se ha ido. ¿Con quién debo bailar entonces?

¿Y quién escuchará mis quejas porque hay que volver a esperar el dinero? ¿Quién me servirá el café durante las sesiones y me recordará que debo lavarme y cepillarme los dientes? ¿Por no hablar de levantarme a la hora?

¿De verdad tienes que estar fuera toda la semana? Por eso se lo he preguntado hoy a ella y a Silvana: Ya lo he pensado. Pero ahora voy a lavar primero los platos.

¿Tienes que hacerlo?

Hasta mañana,

Tu Ulf

„ich bin so“ ein Mensch

„Ich bin so“ ein Mensch

Es ist ja schon peinlich: Je unbedeutender die Person, desto dekadenter der Auftritt. Ich darf das sagen, denn ich weiß was es heißt unbedeutend und dekadent zu sein, denn ich nannte mich einst Schauspieler.

Ich glaube, dass liegt daran, dass die kleinen Chefs so hart für ihre Position kämpfen mussten, dass sie Arbeitszeit mit Kompetenz verwechseln. Aber wenn sie doch kompetent wären, würden sie weder ihre Angestellten wie Dreck behandeln noch so fahrlässige Fehler machen, wie die,  jene die wirklich kompetent sind (auch wenn sie auf der Hühnerleiter weiter unten stehen), versuchen zu bescheissen.

Ihre Perspektive ist, wer unter mir arbeitet, muss auch dümmer sein als ich und das impliziert manchmal schon eine verdammt unfassbare Dummheit, denn oft frag ich mich, ob der Bodensatz der Intelligenz überhaupt noch unterschritten werden kann, schließlich  befindet man sich ja schon am Horizont des Regenwurmniveaus.

Und dennoch sind es genau die, die es endlich auch mal genießen wollen, auf andere  herab zu schauen. Denn sie haben ihre Position nicht aus dem Wunsch wirklich etwas zu erreichen erlangt, sondern nur aus der Wut, nicht oben zu sein, erfrustet.

Und sobald sie auf den Stufen des Kölner Doms die erste erklommen haben, fühlen sie sich berechtigt und daraus (warum auch immer) genötigt, wie einst selbst getreten worden zu sein, auf andere treten zu müssen.

Da wird beklaut, gelogen, die Steuer betrogen, bis sich die Balken biegen und sich dann gewundert, dass sie diejenigen sind, die die Zahl der Insolventen Unternehmen in die Höhe treiben.

Sie unterliegen einem gravierenden Denkfehler: Denn: Sie glauben, nur weil sie sich alles haben gefallen lassen, würde das jeder andere auch machen, aber, da kommt der wesentliche Vorteil des Menschen zum Ausdruck: Menschen sind nicht objektiv logisch wie KI. Menschen sind willkürlich, weil jeder seine eigenen Erfahrungen hat, die einem zum jeweiligen Leben und jedes Mal zur Individuellen Denkweise nötigen.

Keine KI würde als Mensch Geld auf der Straße liegen lassen, weil mehr immer mehr ist und somit immer besser zu sein scheint. Nur ein reicher echterMensch sagt zu 50 Cent auf dem Boden „hab ich nicht nötig“, wenn ich dafür alle Treppen von der Turmspitze des Doms in Köln wieder in den Keller hinabsteigen muss.

Ich bin so ein Mensch.

Euer Ulf

In english

„I am such“ a human being

It’s embarrassing: the more insignificant the person, the more decadent the performance. I can say that because I know what it means to be insignificant and decadent, because I once called myself an actor.

I think it’s because the little bosses have had to fight so hard for their position that they confuse working hours with competence. But if they were competent, they wouldn’t treat their employees like crap nor make the careless mistakes that those who are truly competent (even if they are lower on the chicken ladder) try to screw over.

Their perspective is, whoever works below me must be stupider than me and that sometimes implies a damn unbelievable stupidity, because I often wonder whether it is even possible to fall below the bottom of the intelligence scale, after all, you are already on the horizon of earthworm level.

And yet it is precisely those who finally want to enjoy looking down on others. Because they have not gained their position out of a desire to really achieve something, but only out of anger at not being at the top.

And as soon as they have climbed to the top of the steps of Cologne Cathedral, they feel entitled and compelled (for whatever reason) to step on others as they were once stepped on themselves.

They steal, lie, cheat the taxman until the beams bend and then wonder why they are the ones driving up the number of insolvent companies.

They make a serious mistake in their thinking: they believe that just because they put up with everything, everyone else would do the same, but this is where the main advantage of humans comes to the fore: humans are not objectively logical like AI. Humans are arbitrary, because everyone has their own experiences that force them to think individually every time.

No AI would leave money on the street as a human because more is always more and therefore always seems to be better. Only a rich real person would say „I don’t need it“ to 50 cents on the ground if I had to climb down all the stairs from the top of the cathedral tower in Cologne to the basement.

I am that kind of person.

Your Ulf

En Francaise



„Je suis comme ça“ un être humain

C’est assez embarrassant : plus la personne est insignifiante, plus son apparence est décadente. Je peux le dire, car je sais ce que signifie être insignifiant et décadent, puisque je me suis un jour appelé acteur.

Je pense que c’est parce que les petits chefs ont dû se battre si dur pour obtenir leur position qu’ils confondent temps de travail et compétence. Mais s’ils étaient compétents, ils ne traiteraient pas leurs employés comme de la merde et ne feraient pas d’erreurs de négligence comme ceux qui essaient d’arnaquer ceux qui sont vraiment compétents (même s’ils sont plus bas dans l’échelle des poules).

Leur perspective est que celui qui travaille en dessous de moi doit aussi être plus bête que moi, et cela implique parfois déjà une sacrée stupidité, car je me demande souvent si l’on peut encore descendre en dessous de la lie de l’intelligence, après tout, on se trouve déjà à l’horizon du niveau du ver de terre.

Et pourtant, ce sont précisément ceux qui veulent enfin profiter de regarder les autres de haut. Car ils n’ont pas obtenu leur position par le désir d’atteindre vraiment quelque chose, mais seulement par la colère de ne pas être en haut, frustrés.

Et dès qu’ils ont gravi la première marche de la cathédrale de Cologne, ils se sentent autorisés et contraints (pour une raison ou pour une autre) à marcher sur les autres comme ils l’ont fait autrefois.

Ils volent, mentent, fraudent le fisc jusqu’à ce que les poutres se plient et s’étonnent ensuite que ce soient eux qui fassent grimper le nombre d’entreprises en faillite.

Ils sont victimes d’une grave erreur de raisonnement : ils pensent que parce qu’ils ont tout accepté, tout le monde ferait la même chose, mais c’est là que l’avantage essentiel de l’être humain s’exprime : les êtres humains ne sont pas objectivement logiques comme les IA. Les humains sont arbitraires, parce que chacun a ses propres expériences qui l’obligent à vivre et à penser individuellement à chaque fois.

Aucune IA ne laisserait de l’argent dans la rue en tant qu’être humain, parce que plus est toujours plus et semble donc toujours meilleur. Seul un homme riche et authentique dit à 50 centimes par terre „je n’en ai pas besoin“, même si je dois descendre tous les escaliers du sommet de la cathédrale de Cologne jusqu’au sous-sol.

Je suis ce genre de personne
Je suis un homme.

Votre Ulf

El Español



„Soy tal“ ser humano

Es vergonzoso: cuanto más insignificante es la persona, más decadente es la actuación. Puedo decirlo porque sé lo que significa ser insignificante y decadente, porque una vez me llamé a mí mismo actor.

Creo que se debe a que los jefecillos han tenido que luchar tanto por su puesto que confunden horas de trabajo con competencia. Pero si fueran competentes, no tratarían a sus empleados como basura ni cometerían los errores por descuido que intentan fastidiar los que son verdaderamente competentes (aunque estén más abajo en la escala de los pollos).

Su perspectiva es, quien trabaja por debajo de mí debe ser más tonto que yo y eso a veces implica una estupidez condenadamente increíble, porque a menudo me pregunto si el sedimento de la inteligencia se puede rebajar del todo, después de todo, ya estás en el horizonte del nivel de la lombriz de tierra.

Y, sin embargo, son precisamente los que al final quieren disfrutar mirando a los demás por encima del hombro. Porque no alcanzaron su posición por el deseo de lograr realmente algo, sino sólo por la rabia de no estar en la cima.

Y en cuanto han subido a lo más alto de la escalinata de la catedral de Colonia, se sienten con derecho y obligados (por la razón que sea) a pisar a los demás como antes les pisaron a ellos.

Roban, mienten, engañan al fisco hasta que se les doblan las vigas y luego se preguntan por qué son ellos los que hacen aumentar el número de empresas insolventes.

Cometen un grave error en su forma de pensar: creen que porque ellos lo aguantan todo, todos los demás harían lo mismo, pero aquí es donde sale a relucir la principal ventaja de los humanos: los humanos no son objetivamente lógicos como la IA. Los humanos son arbitrarios porque cada uno tiene sus propias experiencias que le obligan a pensar individualmente cada vez.

Ninguna IA dejaría dinero en la calle como un humano porque más siempre es más y, por tanto, siempre parece ser mejor. Sólo una persona rica de verdad diría „no lo necesito“ a 50 céntimos en el suelo si tuviera que bajar todas las escaleras desde lo alto de la torre de la catedral de Colonia hasta el sótano.

Yo soy ese tipo de persona.

Su Ulf

Du willst es doch auch!

Unbezahlbar

Es gibt viel, was man lernt, auch wenn man scheinbar nicht von der Stelle kommt und manchmal hab ich das Gefühl, dass man nur dann wirklich lernt, denn wenn man sich bewegt, muss man gelernt haben.

So war es, bevor wir los fuhren und so ist es unterwegs.

Ich erinnere mich noch genau, wie wir voller Tatendrang jeden vermeintlichen Schritt planten, haben wir dies und jenes und in regelmäßigen Etappen gaben scheinbares Vorankommen in Siebenmeilenstiegen und Stagnation sich die Klinke in die Hand.

In den ersten drei Monaten wurde nur sondiert, abgewogen und hypostasiert, man hätte denken können, dass wir nichts tun und plötzlich war die Zeit da, als Verträge gekündigt, Sachen verkauft und Bedarf beschafft wurde.

Wie haben wir das nur in so kurzer Zeit geschafft? Fragten wir uns dann, als plötzlich 100 Quadratmeter volle Wohnung leer waren, aber im Moment des Ergebnisses, haben wir nur die Vorbereitungen nicht im Blick gehabt.

Was musste passieren, bis 3000 Bücher den Besitzer wechseln konnten, die Heizung am ausgebauten Tank angeschlossen und Batterien, Solarzellen und Schränke eingebaut waren?

Unmengen Stunden bei Recherche und theoretischer Planungen mussten vergehen. Und wir mussten uns auch vorbereiten auf das was kommen wird. Allein wir wussten nicht, was das sein kann.

Und erst das Sortieren von dem was mitkommt und dem was mitkommt, ein Prozess, der immer noch nicht vollends beendet ist.

Und dann, kurz bevor es los ging, explodierten die Kosten. Der Klimawandel ist eine Schnecke im Vergleich zum Tempo der schmilzenden Geldreserven.

Los kamen wir dennoch, obwohl eine Woche vor der Abfahrt sogar noch die Bremsen erneuert werden mussten.

Und dann 2500 Kilometer erst gen Süden und dann Osten. Italien, Österreich, Slowenien, Bosnien, Kroatien, Montenegro und Albanien.

Schlussendlich Griechenland. Und da? Erstmal gefühlte 100 Jahre, Strom, Vermieter, Autoversicherung und andere Bürokratika in ihrer wirklichen Langsamkeit davon überzeugen, dass wir das sind, was eigentlich nicht vorgesehen ist: Nein, wir haben wirklich keine Wohnung mehr. Das hat fast mehr Zeit gekostet als Jobsuchen und zu Ende Ausbauen zusammen.

Und dann der Winter in Kalamata. Alles scheinbar gut, aber das konnten wir wohl nicht ertragen, also ging es wieder los, rein ins Ungewisse und mitten rein in die Probleme. Hohe Sprit und Autobahnkosten. Endlich den notwendig neuen Rechner besorgen und mal was anderes sehen.

Alles gut? Wir fuhren weiter. Gen Osten. Türkei war das Ziel, aber die erste Ehekrise das Problem.

Dann wirklich Türkei, Bulgarien, Rumänien und dann? Ach, keine Lust zurück nach Deutschland, Dinge klären. Also wieder Griechenland und diesmal Extremsommer und Tür einbauen. So oft, dass wir das mittlerweile schon zwischen Kaffee und Stunden geben können. Aber nur weil ich Mrs. MacGyver dabei habe.

Und jetzt? All das, wofür vorher keine Zeit war, mal krank werden, Auto wirklich kaputt und wie, die Zusatzkrankenversicherung ist eine Haftpflichtversicherung? Für fast 300 Euro, schade, aber gut, dass wir im Stress geübt sind und ich viel arbeiten konnte, denn theoretisch ist das meiste bezahlt, (wenn alle endlich zahlen würden,) dann kann man ja auch mal wen einladen, oder Superinternet bestellen, ach ja Autoversicherung, ADAC und Steuern, ganz vergessen, irgendwie war ja auch wieder alles gut.

Also, drehen wir uns grad auf der Stelle? Ganz bestimmt nicht, wir lernen nur derzeit cool zu bleiben. Der Tag wird kommen, wo wir es brauchen, denn auch hier werden wir irgendwann wieder denken: Alles ist gut. Wir freuen uns schon.

Bis morgen,

Euer Ulf

In english

You want it too
There’s a lot you learn, even if you don’t seem to get off the ground and sometimes I have the feeling that you only really learn when you’re moving, because if you’re moving, you must have learned.

That’s how it was before we set off and that’s how it is on the road.

I still remember exactly how we were full of zest for action, planning every supposed step, we did this and that and in regular stages, apparent progress in seven-mile climbs and stagnation went hand in hand.

In the first three months, we only explored, weighed up and hypothesized, one could have thought that we were doing nothing and suddenly the time came when contracts were terminated, things were sold and needs were procured.

How did we manage that in such a short time? We then asked ourselves when suddenly 100 square meters of full apartment were empty, but at the moment of the result, we just didn’t have the preparations in view.

What had to happen before 3000 books could change hands, the heating was connected to the removed tank and batteries, solar cells and cupboards were installed?

Countless hours of research and theoretical planning had to be done. And we also had to prepare ourselves for what was to come. Only we didn’t know what it could be.

And then there was the sorting out of what was coming and what was going, a process that is still not completely finished.

And then, just before it started, the costs exploded. Climate change is a snail’s pace compared to the pace of melting cash reserves.

We still managed to set off, even though the brakes had to be replaced a week before departure.

And then 2500 kilometers first south and then east. Italy, Austria, Slovenia, Bosnia, Croatia, Montenegro and Albania.

Finally Greece. And there? First of all, what felt like 100 years, convincing electricity companies, landlords, car insurance companies and other bureaucrats in their real slowness that we were what we weren’t supposed to be: No, we really don’t have an apartment anymore. That took almost more time than looking for a job and finishing the extension put together.

And then the winter in Kalamata. Everything seemed fine, but we couldn’t bear it, so off we went again, into the unknown and right into the middle of the problems. High fuel and highway costs. Finally get the necessary new computer and see something different.

All good? We drove on. Eastwards. Turkey was the destination, but the first marriage crisis was the problem.

Then really Turkey, Bulgaria, Romania and then? Oh, no desire to go back to Germany and sort things out. So Greece again and this time extreme summer and door. So often that we can now do it between coffees and hours. But only because I have Mrs. MacGyver with me.

And now? All the things we didn’t have time for before, getting sick, car really broken and how, the additional health insurance is liability insurance? For almost 300 euros, too bad, but it’s a good thing we’re used to stress and I was able to work a lot, because theoretically most of it is paid for, (if everyone would finally pay,) then you can invite someone over, or order super internet, oh yes, car insurance, ADAC and taxes, completely forgotten, somehow everything was good again.

So, are we just spinning our wheels? Definitely not, we’re just learning to stay cool at the moment. The day will come when we need it, because at some point we’ll think again: everything is fine. We’re already looking forward to it.

See you tomorrow,

Your Ulf

En francaise

Toi aussi, tu en as envie
Il y a beaucoup de choses que l’on apprend, même si l’on semble ne pas vouloir bouger et j’ai parfois l’impression que l’on n’apprend vraiment qu’à ce moment-là, car si l’on bouge, c’est que l’on a appris.

C’était comme ça avant de partir et c’est comme ça sur la route.

Je me souviens encore très bien comment, pleins d’énergie, nous planifiions chaque étape supposée, nous avons fait ceci et cela et, à des étapes régulières, l’avancée apparente dans les sept miles et la stagnation se donnaient la réplique.

Pendant les trois premiers mois, on n’a fait que sonder, peser et hypostasier, on aurait pu penser que nous ne faisions rien et soudain, le temps est venu de résilier des contrats, de vendre des choses et de se procurer des besoins.

Comment avons-nous réussi à faire cela en si peu de temps ? nous demandions-nous alors, quand soudain 100 mètres carrés d’appartement plein se sont retrouvés vides, mais au moment du résultat, nous n’avons juste pas eu le temps de regarder les préparatifs.

Que fallait-il faire pour que 3000 livres changent de mains, que le chauffage soit raccordé au réservoir démonté et que les batteries, les panneaux solaires et les armoires soient installés ?

Des heures de recherche et de planification théorique ont dû s’écouler. Et nous devions aussi nous préparer à ce qui allait arriver. Seuls, nous ne savions pas ce que cela pouvait être.

Et d’abord le tri entre ce qui vient et ce qui vient, un processus qui n’est toujours pas totalement terminé.

Et puis, juste avant de commencer, les coûts ont explosé. Le changement climatique est un escargot comparé au rythme de la fonte des réserves d’argent.

Nous sommes tout de même partis, bien que les freins aient dû être remplacés une semaine avant le départ.

Et puis 2500 kilomètres, d’abord vers le sud, puis vers l’est. Italie, Autriche, Slovénie, Bosnie, Croatie, Monténégro et Albanie.

Enfin, la Grèce. Et là-bas ? D’abord 100 ans à convaincre l’électricité, le loueur, l’assurance automobile et d’autres bureaucraties dans leur lenteur réelle que nous sommes ce qui n’est pas vraiment prévu : Non, nous n’avons vraiment plus de logement. Cela nous a pris presque plus de temps que la recherche d’un emploi et la fin de l’aménagement réunis.

Et puis l’hiver à Kalamata. Tout allait bien en apparence, mais nous ne pouvions pas le supporter, alors nous sommes repartis, dans l’inconnu et au milieu des problèmes. Frais d’essence et d’autoroute élevés. Enfin, se procurer le nouvel ordinateur nécessaire et voir autre chose.

Tout va bien ? Nous avons continué à rouler. En direction de l’est. La Turquie était notre objectif, mais la première crise conjugale était le problème.

Puis vraiment la Turquie, la Bulgarie, la Roumanie et ensuite ? Ah, pas envie de retourner en Allemagne, de régler les choses. Donc à nouveau la Grèce et cette fois-ci l’été extrême et la porte. Tellement souvent qu’entre-temps, nous pouvons déjà donner cela entre le café et les heures. Mais seulement parce que j’ai emmené Mme MacGyver.

Et maintenant ? Tout ce pour quoi il n’y avait pas de temps avant, tomber malade de temps en temps, voiture vraiment en panne et comment, l’assurance maladie complémentaire est une assurance responsabilité civile ? Pour presque 300 euros, c’est dommage, mais heureusement que nous sommes habitués au stress et que j’ai pu travailler beaucoup, car en théorie, la plupart des choses sont payées, (si tout le monde payait enfin,) alors on peut aussi inviter quelqu’un ou commander Super Internet, ah oui, l’assurance voiture, l’ADAC et les impôts, on a oublié, d’une certaine manière tout était à nouveau bon.

Alors, est-ce que nous tournons en rond ? Certainement pas, nous apprenons juste à rester cool en ce moment. Le jour viendra où nous en aurons besoin, car là aussi, nous penserons un jour que tout va bien. Nous nous réjouissons déjà.

A demain, donc,

Votre Ulf

El Español

Tú también lo quieres
Se aprenden muchas cosas, aunque parezca que no despegas y a veces tengo la sensación de que sólo se aprende de verdad cuando estás en movimiento, porque seguro que has aprendido.

Así era antes de salir y así es en la carretera.

Todavía recuerdo exactamente cómo estábamos llenos de ganas de acción, planificando cada supuesto paso, hacíamos esto y aquello y en etapas regulares, el aparente progreso en subidas de siete millas y el estancamiento iban de la mano.

En los tres primeros meses, sólo explorábamos, sopesábamos e hipotetizábamos, se podría haber pensado que no hacíamos nada y, de repente, llegó el momento en que se cancelaron contratos, se vendieron cosas y se adquirieron necesidades.

¿Cómo lo conseguimos en tan poco tiempo? Nos preguntamos entonces, cuando de repente 100 metros cuadrados de piso estaban vacíos, pero en el momento del resultado, no teníamos los preparativos a la vista.

¿Qué tenía que pasar para que 3000 libros cambiaran de manos, se conectara la calefacción al depósito retirado y se instalaran baterías, células solares y armarios?

Había que dedicar incontables horas a la investigación y la planificación teórica. Y también tuvimos que prepararnos para lo que estaba por venir. Sólo que no sabíamos lo que podía ser.

Y luego hubo que ordenar lo que venía y lo que se iba, un proceso que aún no ha terminado del todo.

Y luego, justo antes de empezar, los costes se dispararon. El cambio climático va a paso de tortuga comparado con la velocidad a la que se derriten las reservas de dinero.

Aun así, conseguimos salir, aunque hubo que cambiar los frenos una semana antes de la partida.

Y luego 2500 kilómetros hacia el sur y luego hacia el este. Italia, Austria, Eslovenia, Bosnia, Croacia, Montenegro y Albania.

Por último, Grecia. ¿Y allí? En primer lugar, lo que parecieron 100 años, convenciendo a las compañías eléctricas, a los caseros, a las aseguradoras de coches y a otros burócratas en su verdadera lentitud de que éramos lo que no debíamos ser: No, en realidad ya no tenemos piso. Eso nos llevó casi más tiempo que buscar trabajo y terminar la ampliación juntos.

Y luego el invierno en Kalamata. Todo parecía ir bien, pero no pudimos soportarlo, así que nos fuimos de nuevo, hacia lo desconocido y directos a los problemas. Altos costes de combustible y autopista. Por fin conseguimos el necesario ordenador nuevo y vemos algo diferente.

¿Todo bien? Seguimos conduciendo. Hacia el este. Turquía era el destino, pero la primera crisis matrimonial fue el problema.

Luego realmente Turquía, Bulgaria, Rumanía y ¿luego? Oh, ningún deseo de volver a Alemania y arreglar las cosas. Así que Grecia de nuevo y esta vez verano extremo y puerta. Tan a menudo que ahora podemos hacerlo entre cafés y horas. Pero sólo porque tengo a la señora MacGyver conmigo.

¿Y ahora? Todas las cosas que no tuvimos tiempo para antes, enfermar, coche realmente roto y cómo, el seguro de salud adicional es el seguro de responsabilidad civil? Por casi 300 euros, una pena, pero menos mal que estamos acostumbrados al estrés y he podido trabajar mucho, porque teóricamente la mayor parte está pagada (si todo el mundo pagara por fin), entonces puedes invitar a alguien a casa, o pedir super internet, oh sí, seguro del coche, ADAC e impuestos, completamente olvidados, de alguna manera todo estaba bien otra vez.

Entonces, ¿estamos perdiendo el tiempo? Desde luego que no, sólo estamos aprendiendo a mantener la calma. Llegará el día en que lo necesitemos, porque aquí también volveremos a pensar en algún momento: todo va bien. Ya estamos deseando que llegue.

Hasta mañana,

Vuestro Ulf

Ich schwächel, also bin ich

Typewriter No computer

Das ich Werbetexter bin, ist für die meisten Leser hier ein offenes Geheimnis und dass mich viele für nur bedingt gut halten, ist mir nicht neu.

Klar, tut mir das nicht zwingend gut, um nicht zu sagen weh, denn natürlich bin ich als Kreativer von der Qualität meiner ungewöhnlichen Windungen meist überzeugt.

„Findse gut? Das ist schon mal schlecht“, pflegte ein ehemaliger Chef von mir zu sagen und meinte meist damit, dass ich geistige Sprünge machte, denen man (und frau und Co) in dem Bruchteil einer Aufmerksamkeitssekunde nicht folgen kann.

Eine berechtigte Kritik, denn oft verliere ich mich im Netz meiner Gedanken, die natürlich nur für mich zugänglich sind. Ich spare mir an dieser Stelle Beispiele, da ich mich erstens nicht vorführen möchte und es zweitens schwer ist, das kurz und prägnant zu zeigen. Stellen Sie sich einfach vor, dass die Verbindung von Auto und Klopapier in Bezug auf Kinderliebe sinnig sein kann.

Aber ich hatte und habe immernoch eine Schwäche: ich haue gerne drauf. Ich bashe gern, wie man so schön neudeutsch sagt und das ist nicht gut, sondern in den allermeisten Fällen richtig schlecht(tes Handwerk).

Aber was ich persönlich noch schlechter finde, ist anbiedern. Wenn aus einer zielgerichteten Ansprache für eine Zielgruppe ein Anbidern an alle ist.

Alle Geschlechter, alle Hautfarben, alle Generationen und alle intellektuellen Horizonte. Denn dann wird aus der Kernkompetenz „Träume zu wecken“ ein maximal schnödes Widergeben einer langweiligen Gesellschaft, deren Kernkompetenz in der Angst nicht geliebt zu werden besteht, weil sie sich nicht traut, zu ihren Schwächen zu stehen. Und Schwächen sind doch die Kernkompetenz des Schnittpunkts von Werbung, Produkt und Zielgruppe.

Werbung suggeriert, dass das beworbene Produkt diese individuelle Schwäche,wie Hunger und Durst, ganz schnell und auf angenehmste Weise kompensieren kann.

Ich liebe Dich (dafür), sozusagen.

Als ich jung war, hatte Werbung noch etwas davon. Ich war Feuer und Flamme und ich war damit nicht allein. Heute ist man nicht allein, wenn man sagt, dass Werbung nervt, weil sie ihren Entertainingcharakter verloren hat.

Sie schreit meist nur noch „ich bin geil‘ und will nicht mehr mit Qualität überzeugen, sondern mit der Penetranz der Wiederholung.

Wie kann ein Traumberuf so verkommen? Weil wir in einer Zeit leben, in der es mehr restriktivere Konventionen gibt als je zuvor. Es gibt nur noch No-Gos und wer das nicht berücksichtigt wir an den digitalen Pranger gestellt.

Eine schwache Zielgruppe verzeiht keine Schwächen und beraubt sich darüber seinem eigenen Verlangen nach Individualität.

Wie soll das gehen, wenn man nicht mehr anecken darf sondern nur noch zu gefallen hat? Und was ist das Besondere an „Du gefällst mir“ wenn mir alles gefällt?

Mein Weg aus der Misere, diesem beinahe philosophischen Dilemmas ist, lieber niedriglohnig frei,als hochbezahlt mit billiger Rechtshetze genau das gleiche zu machen, was ich an dieser politischen Richtung so verachte:ihre Ignoranz.

Dafür schreibe und denke ich einfach zu gern kreativ, zur Not auch mal  so, dass es nur mir gefällt.

Bis morgen,

Euer Ulf

In english


I am weak, therefore I am
It’s an open secret to most readers here that I’m a copywriter and it’s not news to me that many people think I’m only good to a certain extent.

Of course, this doesn’t necessarily do me any good, not to say any harm, because as a creative I am usually convinced of the quality of my unusual turns of phrase.

„You think it’s good? That’s bad“, a former boss of mine used to say, usually meaning that I made mental leaps that you (and women and co) couldn’t follow in a fraction of a second of attention.

A justified criticism, because I often get lost in the web of my thoughts, which are of course only accessible to me. I’ll spare myself examples at this point because, firstly, I don’t want to show myself off and, secondly, it’s difficult to do so succinctly. Just imagine that the connection between a car and toilet paper can make sense in terms of loving children.

But I had and still have a weakness: I like to bash. I like to bash, as the saying goes, and that’s not good, but in the vast majority of cases really bad (craftsmanship).

But what I personally find even worse is chumming up. When a targeted approach for one target group is turned into chumming up to everyone.

All genders, all skin colors, all generations and all intellectual horizons. Because then the core competence of awakening dreams becomes a maximally disdainful reflection of a boring society whose core competence is the fear of not being loved because it does not dare to admit its weaknesses, and weaknesses are the core competence of the intersection of advertising, product and target group.

Advertising suggests that the advertised product can compensate for these individual weaknesses, such as hunger and thirst, very quickly and in the most pleasant way.

I love you (for that), so to speak.

When I was young, advertising still had something of this and I was on fire and I wasn’t alone. Today, you’re not alone when you say that advertising is annoying because it has lost its entertaining character.

It mostly just shouts ‚I’m horny‘ and no longer wants to convince with quality, but with the insistence of repetition.

How can a dream job degenerate like this? Because we live in a time in which there are more restrictive conventions than ever before, there are only no-goes and anyone who doesn’t take this into account is put in the digital pillory.

A weak target group does not forgive any weaknesses and deprives itself of its own desire for individuality.

How is that supposed to work if you are no longer allowed to offend but only have to please?
And what is so special about „I like you“ if I like everything?

My way out of this misery, this almost philosophical dilemma, is to do exactly the same thing that I despise so much about this political direction: its ignorance.

I just like to write and think creatively, if necessary in a way that only I like.

See you tomorrow,

Your Ulf

En francaise

Je m’affaiblis, donc je suis
Le fait que je sois rédacteur publicitaire est un secret de polichinelle pour la plupart des lecteurs ici et le fait que beaucoup ne me considèrent que partiellement bon n’est pas nouveau pour moi.

Bien sûr, cela ne me fait pas forcément du bien, pour ne pas dire du mal, car bien sûr, en tant que créatif, je suis généralement convaincu de la qualité de mes circonvolutions inhabituelles.

„Findse gut ? C’est déjà mauvais“, avait l’habitude de dire un de mes anciens patrons, signifiant généralement que je faisais des bonds intellectuels que l’on (et la femme et compagnie) ne pouvait pas suivre en une fraction de seconde d’attention.

Une critique justifiée, car je me perds souvent dans le réseau de mes pensées, qui ne sont bien sûr accessibles qu’à moi. Je m’épargne ici des exemples, d’abord parce que je ne veux pas me montrer et ensuite parce qu’il est difficile de le montrer de manière concise. Imaginez simplement que l’association d’une voiture et de papier toilette puisse avoir du sens en termes d’amour des enfants.

Mais j’avais et j’ai toujours un point faible : j’aime taper dessus. J’aime basher, comme on le dit si bien en allemand moderne, et ce n’est pas bon, mais dans la plupart des cas vraiment mauvais (métier).

Mais ce que je trouve personnellement encore plus mauvais, c’est de faire du racolage. Quand un discours ciblé sur un groupe cible se transforme en un discours qui s’adresse à tous.

Tous les sexes, toutes les couleurs de peau, toutes les générations et tous les horizons intellectuels. Car alors, la compétence clé qui consiste à faire rêver se transforme en un reflet dédaigneux maximal d’une société ennuyeuse dont la compétence clé consiste en la peur de ne pas être aimée parce qu’elle n’ose pas assumer ses faiblesses, et les faiblesses sont pourtant la compétence clé de l’intersection entre la publicité, le produit et le groupe cible.

La publicité suggère que le produit promu peut compenser très rapidement et de la manière la plus agréable cette faiblesse individuelle comme la faim et la soif.

Je t’aime (pour cela), pour ainsi dire.

Quand j’étais jeune, la publicité avait encore quelque chose de cela et j’étais tout feu tout flamme, et je n’étais pas seul dans ce cas. Aujourd’hui, on n’est pas seul à dire que la publicité est agaçante parce qu’elle a perdu son caractère d’entertainment.

La plupart du temps, elle ne crie plus que „je suis excité“ et ne cherche plus à convaincre par la qualité, mais par l’insistance de la répétition.

Comment un métier de rêve peut-il se dégrader à ce point ? Parce que nous vivons à une époque où les conventions sont plus restrictives que jamais, il n’y a plus que des no-go et ceux qui ne les respectent pas sont mis au pilori numérique.

Un groupe cible faible ne pardonne pas les faiblesses et se prive ainsi de son propre désir d’individualité.

Comment cela peut-il être possible si l’on n’a plus le droit de choquer mais seulement de plaire ?
Et quelle est la particularité de „tu me plais“ si tout me plaît ?

Mon moyen de sortir de la misère, de ce dilemme presque philosophique, est de préférer un salaire bas et libre à un salaire élevé et à un discours de droite bon marché, et de faire exactement la même chose que ce que je méprise tant dans cette orientation politique : son ignorance.

Pour cela, j’aime trop écrire et penser de manière créative, au besoin de manière à ce que cela ne plaise qu’à moi.

A demain, donc,

Votre Ulf

El Español

Soy débil, luego existo
Es un secreto a voces para la mayoría de los lectores que soy redactor publicitario y no es nuevo para mí que mucha gente piense que sólo soy bueno hasta cierto punto.

Por supuesto, esto no me hace necesariamente ningún bien, por no decir ningún mal, porque como creativo suelo estar convencido de la calidad de mis giros inusuales.

„¿Crees que es bueno? Eso es malo“, solía decir un antiguo jefe mío, normalmente queriendo decir que daba saltos mentales que tú (y las mujeres y compañía) no podíais seguir en una fracción de segundo de atención.

Una crítica justificada, porque a menudo me pierdo en la telaraña de mis pensamientos, que por supuesto sólo son accesibles para mí. Me ahorraré ejemplos en este punto porque, en primer lugar, no quiero exhibirme y, en segundo lugar, es difícil hacerlo de forma sucinta. Basta con imaginar que la conexión entre un coche y el papel higiénico puede tener sentido en términos de amar a los niños.

Pero tenía y sigo teniendo una debilidad: me gusta machacar. Me gusta machacar, como suele decirse, y eso no es bueno, sino en la inmensa mayoría de los casos realmente malo (artesanía).

Pero lo que personalmente encuentro aún peor es el choteo. Cuando un planteamiento dirigido a un grupo objetivo se convierte en un chantaje a todo el mundo.

Todos los géneros, todos los colores de piel, todas las generaciones y todos los horizontes intelectuales. Porque entonces la competencia central de despertar sueños se convierte en el reflejo máximo desdeñoso de una sociedad aburrida cuya competencia central es el miedo a no ser amada porque no se atreve a admitir sus debilidades, y las debilidades son la competencia central de la intersección de la publicidad, el producto y el grupo objetivo.

La publicidad sugiere que el producto anunciado puede compensar estas debilidades individuales, como el hambre y la sed, muy rápidamente y de la forma más agradable.

Te quiero (por eso), por así decirlo.

Cuando yo era joven, la publicidad aún tenía algo de esto y yo estaba que ardía, y no era el único. Hoy en día, no eres el único que dice que la publicidad es molesta porque ha perdido su carácter entretenido.

Casi siempre se limita a gritar „estoy caliente“ y ya no quiere convencer con calidad, sino con la insistencia de la repetición.

¿Cómo puede degenerar así un trabajo de ensueño? Porque vivimos en una época en la que hay convenciones más restrictivas que nunca, sólo hay prohibiciones y quien no lo tiene en cuenta es puesto en la picota digital.

Un grupo objetivo débil no perdona las debilidades y se priva así de su propio deseo de individualidad.

¿Cómo va a funcionar eso si ya no está permitido ofender, sino que sólo hay que agradar?
¿Y qué tiene de especial el „me gustas“ si me gusta todo?

Mi salida a esta miseria, a este dilema casi filosófico, es hacer exactamente lo mismo que desprecio tanto de esta dirección política: su ignorancia.

Es que me gusta demasiado escribir y pensar creativamente para eso, si es necesario de una forma que sólo me guste a mí.

Hasta mañana,

Tu Ulf

Humpelstielzchen

Es war einmal ein kleiner Mann, der legte sich eines Morgens beim Begrüßen der Sonne furchtbar auf die Fresse (man muss es so sagen, es war nichts gesittetes dabei).

Oh weh, wie schmerzte dem kleinen Wicht das Bein und wie dick es wurde. Es erinnerte beinahe an die Läufe eines Elefanten, nur das unser Wicht nicht so sensibel wie die Dickhäuter wurden, die mit Hilfe ihrer Beine ihr Magengrummeln über acht Kilometer als Kommunikationsmittel nutzen können.

Unser Held kommunizierte jedoch nur über Wehklagen, dass sich die griechischen Götter erbarmen wollten.

Kein Laufen, kein Chatten keine Bewegung.

Eine Ruhe die beinahe an jene im Mutterleine erinnerte, folglich schon sehr lange her war.

Aber in diesem Märchen gab es keine arme Müllerstochter die zum Goldspinnen animierte, sondern nur eine holde Maid die mit lieblicher Stimme flüsterte “ du bist eh zu fett. Dann müssen wir eben schmachten“.

„Das hat dir der Teufel gesagt“, fluchte das Männlein und fügte sch in sein Schicksal, tanzte des Nachts nicht ums Feuer, stahl der Königin nicht ihr Kind und verweilte mit Kühlakku und Kaffee im Bettelein, was Schneewittchen somit nicht richten konnte und ihr gar nicht Recht war, aber die Ruhe genossen sie irgendwann beide.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann werden sie wohl auch noch in den kommenden Tagen hungern und schweigen.

Euer Ulf

In english

Humpelstielzchen

Once upon a time there was a little man who fell on his face one morning when greeting the sun (it has to be said, there was nothing civilized about it).

Oh my, how his leg hurt and how thick it became. It was almost reminiscent of an elephant’s legs, except that our runt wasn’t as sensitive as the pachyderms, which can use their stomach rumblings as a means of communication for eight kilometers with the help of their legs.

However, our hero only communicated by wailing for the Greek gods to take pity on him.

No running, no chatting, no movement.

A silence that was almost reminiscent of that in the mother lode, which was therefore a very long time ago.

But in this fairy tale, there was no poor miller’s daughter who encouraged gold spinning, just a fair maiden who whispered in a sweet voice „You’re too fat anyway. Then we’ll just have to languish“.

„The devil told you that“, cursed the little man and resigned himself to his fate, did not dance around the fire at night, did not steal the queen’s child and stayed in bed with a cold pack and coffee, which Snow White could not fix and was not at all to her liking, but they both enjoyed the peace and quiet at some point.

And if they didn’t die, they will probably still be hungry and silent in the days to come.

Your Ulf

En francaise

Bumpelstielzchen
Il était une fois un petit homme qui, un matin, en saluant le soleil, se mit terriblement sur la gueule (il faut bien le dire, il n’y avait rien de civilisé là-dedans).

Oh là là, comme la jambe du petit bonhomme lui faisait mal et comme elle devenait grosse. Cela rappelait presque les courses d’un éléphant, sauf que notre avorton n’était pas aussi sensible que les pachydermes, qui peuvent utiliser leurs grognements d’estomac comme moyen de communication sur huit kilomètres à l’aide de leurs jambes.

Notre héros ne communiquait cependant que par des lamentations, que les dieux grecs voulaient bien prendre en pitié.

Pas de course, pas de chat, pas de mouvement.

Un calme qui rappelait presque celui de la Ligne Mère, donc déjà très lointain.

Mais dans ce conte, il n’y avait pas de pauvre fille de meunier qui incitait à filer de l’or, mais seulement une charmante jeune fille qui murmurait d’une voix suave „de toute façon, tu es trop grosse. Alors, nous devons languir“.

„C’est le diable qui te l’a dit“, jura le petit homme, qui se résigna à son sort, ne dansa pas autour du feu la nuit, ne vola pas l’enfant de la reine et resta dans son petit lit avec des glaçons et du café, ce que Blanche-Neige ne pouvait donc pas réparer et qui ne lui convenait pas du tout, mais ils finirent par profiter tous les deux du repos.

Et s’ils ne sont pas morts, ils continueront probablement à avoir faim et à se taire dans les jours à venir.

Votre Ulf

El Español

Humpelstielzchen
Érase una vez un hombrecillo que se cayó de bruces una mañana al saludar al sol (hay que decir que no tenía nada de civilizado).

Ay, cómo le dolía la pierna y qué gruesa se le había puesto. Casi recordaba a las patas de un elefante, salvo que nuestro enano no era tan sensible como los paquidermos, que pueden utilizar el ruido de sus estómagos como medio de comunicación durante ocho kilómetros con la ayuda de sus patas.

Sin embargo, nuestro héroe sólo se comunicaba lamentándose para que los dioses griegos se apiadaran de él.

Ni correr, ni charlar, ni moverse.

Un silencio que casi recordaba al de la madre alondra.

Pero en este cuento de hadas no había una pobre hija de molinero que animara a hilar oro, sino una bella doncella que susurraba con voz dulce: „De todas formas estás demasiado gordo. Entonces tendremos que languidecer“.

„Eso te lo dijo el diablo“, maldijo el hombrecillo y se resignó a su suerte, no bailó alrededor del fuego por la noche, no robó el hijo de la reina y se quedó en la cama con una compresa fría y café, que Blancanieves no pudo arreglar y no le sentó nada bien, pero ambos disfrutaron de la paz y la tranquilidad en algún momento.

Y si no murieron, probablemente seguirán pasando hambre y silencio en los próximos días.

Tu Ulf