Blaue Stunde

Es ist still morgens, wenn die Sonne aufgeht und nur einsame Schiffe den Horizont streifen.
Die leichte Kühle im nahenden Sonnenaufgang versetzt einen in längst vergangene Zeiten, als die Moderne noch in den Sternen stand.

Ein wenig Erfurvhtsvoll erwartet man die 45 Grad, die für heute angekündigt sind, denn wenn die Luft steht und die Sonne brennt, merkt man wie filigran der Körper ist.

Viel trinken wird geraten und wenig bewegen, heute geht dass, Wilo die Arbeit mit dem Rechner erledigt werden kann, aber vor hundert Jahren war es einfach nur heiß und man musste still zusehen, wie Naturgewalten die Ernte verbrannten, die man doch so dringend zum Leben braucht.

Man könnte nur warten und überlegen, wer die Wasserreserven bekommt, das Korn, das Vieh oder man selbst. Und täglich war es wie in dem Kinderspiel, bei dem die Musik spielt und ein Stuhl zu wenig vorhanden war. Wer wird heute nicht überleben?

Früher war das selten, weil keine Industrie mit ihrem Kohlenmonoxidausstoß diesen Prozess beflügelt hat. Heute ist diese Sengende Hitze ein wiederkehrendes Ritual, dem man mit genmanipuliertem Getreide und Wasserspeichern zu begegnen versucht, dessen Reserven schon jetzt nicht mehr für alle Menschen reichen, das Mittelmeer vor mir, dass auf der anderen Seite an Afrika grenzt spricht mit seinen Leichen aus Flüchtlingen eine deutliche Sprache.

Was muss noch passieren, dass der Mensch endlich begreift, dass er sich in einer Sackgasse befindet und das man der drohenden Katastrophe nur mit Verzicht begegnen kann?

Die drohenden Kriege an allen Fronten kämpfen nicht um Daseinsberechtigung für Religionen oder staatlicher Souveränität, es geht ums nackte Überleben.

Es geht um Trinkwasser für Getreide, Zeit und Mensch.

Euer Ulf

In english

Blue hour
It is quiet in the morning when the sun rises and only lonely ships brush the horizon.
The light coolness of the approaching sunrise transports you back to times long past, when modernity was still written in the stars.

The 45 degrees announced for today are awaited with a bit of dread, because when the air is still and the sun is burning, you realize how delicate your body is.

Drinking a lot and moving little is advised, today that works, Wilo the work can be done with the computer, but a hundred years ago it was just hot and you had to watch silently as the forces of nature burned the crops that you need so urgently to live.

You could only wait and think about who would get the water reserves, the grain, the cattle or yourself. And every day it was like the children’s game where the music was playing and there was one chair too few. Who will not survive today?

It used to be rare, because there was no industry to fuel the process with its carbon monoxide emissions. Today, this scorching heat is a recurring ritual that people are trying to counter with genetically modified grain and water reservoirs, the reserves of which are already no longer sufficient for all people; the Mediterranean Sea in front of me, which borders Africa on the other side, speaks for itself with its corpses of refugees.

What else needs to happen for people to finally realize that they are at a dead end and that the only way to counter the impending catastrophe is to do without?

The impending wars on all fronts are not about the raison d’être of religions or state sovereignty, they are about bare survival.

It is about drinking water for grain, time and people.

Your Ulf

En Francaise

L’heure bleue
Il fait calme le matin lorsque le soleil se lève et que seuls des bateaux solitaires frôlent l’horizon.
La légère fraîcheur à l’approche du lever du soleil nous ramène à des temps lointains, quand la modernité était encore dans les étoiles.

C’est avec un peu d’appréhension que l’on attend les 45 degrés annoncés pour aujourd’hui, car lorsque l’air est stagnant et le soleil brûlant, on se rend compte à quel point le corps est en filigrane.

Il est conseillé de boire beaucoup et de ne pas trop bouger, aujourd’hui cela va, Wilo le travail peut être fait avec l’ordinateur, mais il y a cent ans, il faisait tout simplement chaud et on devait regarder en silence comment les forces de la nature brûlaient les récoltes dont on a pourtant tellement besoin pour vivre.

On ne pouvait qu’attendre et se demander à qui reviendraient les réserves d’eau, au blé, au bétail ou à soi-même. Et chaque jour, c’était comme dans ce jeu d’enfant où la musique joue et où il manquait une chaise. Qui ne survivra pas aujourd’hui ?

Autrefois, c’était rare, car aucune industrie n’alimentait ce processus avec ses émissions de monoxyde de carbone. Aujourd’hui, cette chaleur torride est un rituel récurrent que l’on tente de contrer avec des céréales génétiquement modifiées et des réservoirs d’eau dont les réserves ne suffisent déjà plus pour tous les hommes, la Méditerranée devant moi, qui borde l’Afrique de l’autre côté, parle un langage clair avec ses cadavres de réfugiés.

Que doit-il encore se passer pour que l’homme comprenne enfin qu’il se trouve dans une impasse et qu’il ne peut faire face à la catastrophe imminente qu’en renonçant ?

Les guerres qui menacent sur tous les fronts ne portent pas sur la raison d’être des religions ou de la souveraineté des États, il s’agit de la survie pure et simple.

Il s’agit d’eau potable pour les céréales, le temps et les hommes.

Votre Ulf

El Español

La hora azul
La mañana es tranquila cuando sale el sol y sólo barcos solitarios rozan el horizonte.
El ligero frescor del amanecer que se aproxima te transporta a tiempos pasados, cuando la modernidad aún estaba escrita en las estrellas.

Los 45 grados anunciados para hoy se esperan con un poco de inquietud, porque cuando el aire está quieto y el sol quema, uno se da cuenta de lo delicado que es su cuerpo.

Se aconseja beber mucho y moverse poco, hoy eso funciona, Wilo el trabajo se puede hacer con el ordenador, pero hace cien años sólo hacía calor y tenías que mirar en silencio cómo las fuerzas de la naturaleza quemaban las cosechas que necesitas con tanta urgencia para vivir.

Sólo podías esperar y pensar en quién se quedaría con las reservas de agua, el grano, el ganado o tú mismo. Y cada día era como el juego de los niños en el que sonaba la música y sobraba una silla. ¿Quién no sobrevivirá hoy?

Antes era raro, porque no había industria que alimentara el proceso con sus emisiones de monóxido de carbono. Hoy, este calor abrasador es un ritual recurrente que la gente intenta contrarrestar con cereales modificados genéticamente y depósitos de agua, cuyas reservas ya no son suficientes para toda la gente; el mar Mediterráneo, frente a mí, que limita con África por el otro lado, habla un lenguaje claro con sus cadáveres de refugiados.

¿Qué más tiene que pasar para que la gente se dé cuenta por fin de que está en un callejón sin salida y de que la única forma de contrarrestar la catástrofe inminente es prescindir de todo?

Las inminentes guerras en todos los frentes no tienen que ver con la razón de ser de las religiones o la soberanía de los Estados, sino con la mera supervivencia.

Se trata del agua potable para el grano, el tiempo y las personas.

Su Ulf

Aufgeben gilt nicht

Weiter, weiter, immer weiter. In die Welt und mich hinein. Ich wusste ja nicht wie fremd ich mir war und hatte keine Ahnung wie egal ich der Welt bin.

Im globalen Kreislauf wird verlangt, unentwegt, schließlich leben wir in einer Welt aus Möglichkeiten, obwohl diese sehr zweidimensional sind. Entweder alles ist überteuert oder kostenlos. 100.000 sind für ein Auto kein Problem, aber Mindestlohn für Niedrigqualifizierte unmöglich.

Und Freiberufler? Job, na gut, ich hab einen, aber er wird leider nicht gut bezahlt und ob ich es dann rechtzeitig schaffe, weiss ich auch nicht. Aber hey, Du lebst ja am Strand, was willst Du mehr?!

Mich wundert der Rechtruck in der Welt ehrlich gesagt nicht, auch wenn ich ihn nicht unterstütze, aber wer gestern Le Pen oder Höcke wählte ist verzweifelt, weil sein Stück vom Kuchen des großen Geldes nicht mal Krümel sind.

Die Armen, also die Mehrheit der Gesellschaft sind die Stütze des Wohlstandes, den nur wenige genießen und das stinkt Ihnen gewaltig.

Was nützt ein paar Euro Ticket, das bis Paris gültig sein soll, wenn  um fünf noch kein Bus fährt?

Wer ließt Spiegel online für Geld, wenn es nicht mal für Brot reicht? Und wer kann im Bildungsland Deutschland seine Kinder schon fördern, wenn sogar die Politik überfordert ist?

Ich war und bin geschockt von den Ergebnissen gestern, aber ich bin nicht wütend auf die Wähler, sondern auf eine politisch wirtschaftliche Dekadenz die alles bedenkt nur die Unterschicht nicht.

Die einst so moderne Nation Deutschland ist so analog wie ein Rechenschieber und feiert sich mit Lorbeerblättern, die von Menschen gepflückt werden die aussterben, weil sie nicht lebensfähig sind.

Mal schauen, wie schnell KI Klos putzen, Brötchen verkaufen, Bus fahren und Schüler lehren kann, ohne, dass die fehlende menschliche Komponente negativ ins Gewicht fällt.

Mal schauen, wie schön es sein wird mit selbstfahrenden Autos nur noch durch Slums zu fahren. Zeit zum gucken hat man ja genug.

Und mal sehen wie geduldig die sind die jetzt andere schröpfen, wenn irgendwann sie das Ende der Nahrungsketten des Kapitalismus bilden.

Neoliberal? An sich schon absurd, denn warum „neu“ neu definieren? Der Grund kann nur sein, dass die Ideen für Neu ausgehen. Ich Wette, das man bei Geringverdienern genug Input fänd, man müsste ihnen nur zuhören.

Euer Ulf

In english

Giving up is not an option
Keep going, keep going, keep going. In the world and in myself. I had no idea how alien I was to myself and I had no idea how indifferent the world was.

In the global cycle, demands are made, again and again; after all, we live in a world of possibilities, even if they are very two-dimensional. Either everything is unaffordable, or everything is free. 100,000 is no problem for a car, but the minimum wage is impossible for low-skilled workers.

What about freelancers? Job, well, I have one, but unfortunately it doesn’t pay well and I don’t know if I’ll be able to make it in time. But well, you live on the beach, what more could you want?

To be honest, I’m not surprised by the right wing in the world, even if I don’t support it, but anyone who voted for Le Pen or Höcke yesterday is desperate because their slice of the big money pie isn’t even crumbs.

The poor, i.e. the majority of society, are the pillars of the prosperity that only a few enjoy, and that puts an enormous burden on you.

What use is a ticket for a few euros, which is supposedly valid as far as Paris, if there is still no bus at five in the morning?

Who reads Spiegel online for money when there’s not even enough for a loaf of bread? And who can support their children in Germany, the land of education, when even the politicians are overwhelmed?

I was and still am shocked by yesterday’s results, but I am not angry at the voters, but at a political and economic decadence that takes everything into account except the lower classes.

Germany, once such a modern nation, is as analog as a slide rule, celebrating itself with laurel leaves plucked from people who are dying out because they are not viable.

Let’s look at how quickly AI can clean toilets, sell sandwiches, drive buses and teach students without the absence of a human component having a negative impact.

Let’s see how pleasant it will be to drive through the slums in self-driving cars. We have enough time to watch.

And let’s look at how patient those who skim off others now will be when they one day form the end of capitalism’s food chains.

Neoliberal? Absurd in itself, because why redefine „new“? The reason can only be the exhaustion of ideas of new. I bet you would find enough ideas among the herring winners; you would just have to listen to them.

Yours Ulf

En Francaise

Ne pas abandonner
Continuer, continuer, toujours continuer. Dans le monde et en moi. Je ne savais pas à quel point j’étais étrangère à moi-même et je n’avais aucune idée de l’indifférence du monde.

Dans le cycle global, on exige, sans cesse, après tout, nous vivons dans un monde de possibilités, même si celles-ci sont très bidimensionnelles. Soit tout est hors de prix, soit tout est gratuit. 100.000, ce n’est pas un problème pour une voiture, mais le salaire minimum est impossible pour les personnes peu qualifiées.

Et les indépendants ? Job, bon, j’en ai un, mais il n’est malheureusement pas bien payé et si j’arrive ensuite à le faire dans les temps, je ne sais pas non plus. Mais bon, tu vis sur la plage, que veux-tu de plus ?

Honnêtement, la droite dans le monde ne m’étonne pas, même si je ne la soutiens pas, mais celui qui a voté hier pour Le Pen ou Höcke est désespéré parce que sa part du gâteau du grand argent n’est même pas des miettes.

Les pauvres, c’est-à-dire la majorité de la société, sont le pilier de la prospérité dont seuls quelques-uns jouissent, et cela vous pèse énormément.

À quoi sert un billet de quelques euros, censé être valable jusqu’à Paris, si aucun bus ne circule encore à cinq heures ?

Qui lit Spiegel online pour de l’argent s’il n’y a même pas assez pour acheter du pain ? Et qui peut encourager ses enfants en Allemagne, pays de l’éducation, si même la politique est dépassée ?

J’ai été et je suis toujours choqué par les résultats d’hier, mais je ne suis pas en colère contre les électeurs, mais contre une décadence politique et économique qui prend tout en compte sauf les classes inférieures.

L’Allemagne, une nation autrefois si moderne, est aussi analogique qu’une règle à calcul et se célèbre avec des feuilles de laurier cueillies par des personnes qui s’éteignent parce qu’elles ne sont pas viables.

Voyons à quelle vitesse l’IA peut nettoyer les toilettes, vendre des petits pains, conduire des bus et enseigner aux élèves sans que l’absence de composante humaine ne pèse négativement.

Voyons à quel point il sera agréable de rouler dans les bidonvilles avec des voitures autopilotées. On a bien le temps de regarder.

Et voyons à quel point ceux qui écopent maintenant les autres sont patients lorsqu’ils constituent un jour la fin des chaînes alimentaires du capitalisme.

Néolibéral ? Absurde en soi, car pourquoi redéfinir „nouveau“ ? La raison ne peut être que l’épuisement des idées de nouveauté. Je parie qu’on trouverait suffisamment d’idées chez les gagneurs de harengs, il suffirait de les écouter.

Votre Ulf

El Español

Rendirse no es una opción
Sigue, sigue, sigue Hacia el mundo y hacia mí misma. No me daba cuenta de lo ajena que era a mí misma y no tenía ni idea de lo indiferente que era al mundo.

En el ciclo global, las exigencias son constantes, al fin y al cabo vivimos en un mundo de posibilidades, aunque sean muy bidimensionales. Todo está sobrevalorado o es gratis. 100.000 euros no es problema para un coche, pero el salario mínimo es imposible para los trabajadores poco cualificados.

¿Y los autónomos? Trabajo, bueno, yo tengo uno, pero por desgracia no está bien pagado y no sé si llegaré a tiempo. Pero bueno, vives en la playa, ¿qué más se puede pedir?

Para ser sincero, no me sorprende el retroceso de la derecha en el mundo, aunque no la apoye, pero quien votó ayer a Le Pen o a Höcke está desesperado porque su parte del pastel de las grandes fortunas no son ni migajas.

Los pobres, es decir, la mayoría de la sociedad, son los pilares de la prosperidad de la que sólo disfrutan unos pocos y eso apesta a gloria.

¿De qué sirve un billete de unos pocos euros que se supone válido hasta París si no hay autobús a las cinco?

¿Quién lee el Spiegel online para ganar dinero cuando no hay ni para el pan? ¿Y quién puede mantener a sus hijos en Alemania, país de educación, si hasta los políticos están desbordados?

Me escandalizaron y me escandalizan los resultados de ayer, pero no estoy enfadado con los votantes, sino con una decadencia política y económica que considera todo menos a las clases bajas.

La otrora tan moderna nación alemana es tan analógica como una regla de cálculo y se celebra a sí misma con hojas de laurel arrancadas a personas que se extinguen porque no son viables.

Veamos lo rápido que la IA puede limpiar retretes, vender panecillos, conducir autobuses y enseñar a los alumnos sin que el componente humano que falta tenga un impacto negativo.

Veamos lo agradable que será atravesar barrios marginales en coches autoconducidos. Habrá tiempo de sobra para verlo.

Y a ver qué paciencia tienen los que ahora esquilman a los demás cuando acaben formando el final de las cadenas alimenticias del capitalismo.

¿Neoliberal? Absurdo en sí mismo, porque ¿por qué redefinir „nuevo“? La razón sólo puede ser que las ideas para lo nuevo se están agotando. Apuesto a que encontrarías suficientes aportaciones de los ganaderos de arenques, sólo tendrías que escucharles.

Su Ulf


Emanzipation

(Down below in english en français Incluido el español) Es gibt viele Wege, sich unabhängig zu machen und noch mehr Notwendigkeiten, dies zu tun.

Als Frau ist das weit schwieriger, als Mann, denn sie müssen ihre Souveränität sogar im Alltag täglich neu erkämpfen. Da geht es um weit mehr als „wie stehe ich auf eigenen Beinen“, sondern etablierte Kulturen versuchen ihnen immer wieder weiss zu machen, dass sie das Recht dazu nicht besitzen.

Freilich sagen das nur wenige, aber Handkuss und andere Rituale implizieren immer noch ein „ich mach das wohl für Dich“, was natürlich nicht weit weg von „du kannst das ja nicht“ ist.

Während ich also nur an dem arbeiten, was man und frau gesellschaftlich von mir erwartet, muss Silvana beispielsweise immer wieder neu nivellieren, wo Höflichkeit aufhört und Belästigung anfängt.

Eine Aufgabe an der ich scheitern würde und die sie, jeden Tag mit großer Souveränität meistert.

Aber da wir gemeinsam auf dem Ritt der Waiküre sind, dürfen wir Ihren und meinen Problemen gemeinsam begegnen.

Wir diskutieren über kulturell und finanziell notwendiges anbidern sowie, dem gewählten Lebensweg geschuldeten Problemen, denn keinen festen Wohnsitz zu haben ist weit mehr als eine individuelle Entscheidung. Es ist in den bürokratischen Strukturen schlicht nicht vorgesehen, zur Konsum“Option“ „nein“ zu sagen.

Die GEZ (Gebühreneinzugszentrale für Rundfunk,Internet und Fernsehen) kann bis heute nicht verstehen, dass wir kein gebautes Heim mehr haben, das Finanzamt will uns keinen Online Zugang für eine notwendige Steuererklärung zukommen lassen und die Krankenversicherung erwartet auch eine Anschrift.

Es darf nicht sein, was der Normale nicht will und so wird aus der Entscheidung „nein zu Wohnsitz“ bei vielen eine notwendige Straftat, denn eine Adresse ohne Aufenthalt ist strafbar aber ohne Adresse keine Bankverbindung, Krankenkasse, Steuererklärung, also Verdienst usw.

Es bedarf oft unglaublicher Anstrengungen,um da einen legalen Weg zu finden, denn es ist zermürbend, jedem aufs Neue nicht nur den eigenen Lebensweg darzulegen, sondern auch dem Gegenüber seine Aufgabe zu erklären, denn die meisten sind mit der Ausnahme, die die Regel bestätigt, völlig überfordert; zu Recht, wie ich anmerken muss, den das Problem liegt nicht bei ihnen, sondern bei einer schlechten Schulung und einer völlig überforderten Staatsorganisation, die sich, egal welche Partei am Ruder ist, völlig überfordert ist.

Wir haben die ersten Schritte bereits hinter uns und widmen uns nun den nächsten,weil wir nie wieder zurück wollen, aber wenn ich ein Gegenargument zu unserem Weg wirklich legitim akzeptieren kann, dann ist es die Kapitulation vor der Bürokratie.

Euer Ulf

In english

Emancipation
There are many ways to become independent and even more ways to do so.

As a woman, this is far more difficult than as a man, because you have to fight for your independence every day, even in everyday life. It’s about far more than „how do I stand on my own two feet“, but established cultures keep trying to tell them that they don’t have the right to do so.

Admittedly, only a few people say this, but kissing hands and other rituals still imply „I’ll do it for you“, which of course is not far removed from „you can’t do it“.

So while I only work on what is socially expected of me, Silvana, for example, has to constantly redefine where politeness ends and harassment begins.

A task that I would fail at and that she masters with great aplomb every day.

But since we are on the Waiküre ride together, we can face your and my problems together.

We discuss cultural and financial necessities as well as problems caused by the chosen path in life, because not having a permanent residence is much more than an individual decision. The bureaucratic structures simply do not provide for saying „no“ to the consumption „option“.

The GEZ (fee collection center for radio, internet and television) still cannot understand that we no longer have a built home, the tax office does not want to give us online access for a necessary tax return and the health insurance company also expects an address.

It must not be what the normal person does not want and so the decision „no to residence“ becomes a necessary criminal offense for many, because an address without residence is a criminal offense but without an address no bank account, health insurance, tax return, i.e. earnings, etc..

It often takes an incredible effort to find a legal way, because it is gruelling not only to explain your own life to everyone anew, but also to explain your task to the other person, because most of them are completely overwhelmed by the exception that proves the rule; rightly so, as I must point out, because the problem is not with them, but with poor training and a completely overwhelmed state organization that is completely out of its depth, regardless of which party is at the helm.

We have already taken the first steps and are now devoting ourselves to the next, because we never want to go back, but if there is one counter-argument to our path that I can really legitimately accept, it is capitulation to bureaucracy.

Your Ulf

En Francaise

Émancipation
Il existe de nombreuses façons de devenir indépendant et encore plus de nécessités de le faire.

En tant que femme, c’est beaucoup plus difficile qu’en tant qu’homme, car elles doivent lutter quotidiennement pour leur souveraineté, même au quotidien. Il s’agit de bien plus que de „comment se tenir debout sur ses deux jambes“, mais les cultures établies essaient toujours de leur faire comprendre qu’elles n’en ont pas le droit.

Bien sûr, peu de gens le disent, mais les baisers de la main et autres rituels impliquent toujours un „je fais ça pour toi“, ce qui n’est évidemment pas très loin de „tu ne peux pas le faire“.

Alors que je ne fais que travailler sur ce que l’on et les femmes attendent de moi socialement, Silvana doit par exemple toujours remettre à niveau où s’arrête la politesse et où commence le harcèlement.

Une tâche à laquelle j’échouerais et qu’elle maîtrise chaque jour avec un grand aplomb.

Mais comme nous sommes ensemble à cheval sur la Waiküre, nous pouvons affronter ensemble vos problèmes et les miens.

Nous discutons de la nécessité culturelle et financière de s’installer, ainsi que des problèmes dus au choix de vie, car ne pas avoir de domicile fixe est bien plus qu’une décision individuelle. Les structures bureaucratiques ne prévoient tout simplement pas de dire „non“ à l'“option“ de consommation.

La GEZ (centrale de perception des redevances pour la radio, l’Internet et la télévision) ne peut toujours pas comprendre que nous n’ayons plus de domicile construit, le fisc ne veut pas nous donner un accès en ligne pour une déclaration d’impôts nécessaire et l’assurance maladie attend également une adresse.

Il ne doit pas y avoir ce que le commun des mortels ne veut pas et c’est ainsi que la décision „non au domicile“ se transforme pour beaucoup en un délit nécessaire, car une adresse sans séjour est punissable, mais sans adresse, pas de compte bancaire, de caisse maladie, de déclaration d’impôts, donc de revenus, etc.

Il faut souvent faire des efforts incroyables pour trouver une voie légale, car il est épuisant d’exposer à nouveau à chacun non seulement son propre parcours de vie, mais aussi d’expliquer à l’autre sa mission, car la plupart sont complètement dépassés par l’exception qui confirme la règle ; à juste titre, je dois le faire remarquer, car le problème ne vient pas d’eux, mais d’une mauvaise formation et d’une organisation étatique complètement dépassée, quel que soit le parti aux commandes.

Nous avons déjà franchi les premières étapes et nous nous consacrons maintenant aux suivantes, car nous ne voulons plus jamais revenir en arrière, mais s’il y a bien un contre-argument à notre démarche que je peux accepter de manière vraiment légitime, c’est la capitulation devant la bureaucratie.

Votre Ulf

Español

Emancipación
Hay muchas formas de independizarse y aún más necesidades para hacerlo.

Como mujer, esto es mucho más difícil que como hombre, porque tienes que luchar por tu independencia cada día, incluso en la vida cotidiana. Se trata de mucho más que „cómo me valgo por mí misma“, pero las culturas establecidas intentan constantemente hacerles ver que no tienen derecho a hacerlo.

Es cierto que sólo unos pocos lo dicen, pero el besamanos y otros rituales siguen implicando „yo lo haré por ti“, lo que por supuesto no está muy lejos de „tú no puedes hacerlo“.

Así que mientras yo sólo trabajo en lo que socialmente se espera de mí, Silvana, por ejemplo, tiene que renivelar constantemente dónde acaba la cortesía y empieza el acoso.

Una tarea en la que yo fracasaría y que ella domina con gran aplomo cada día.

Pero como estamos juntos en el viaje Waiküre, podemos afrontar juntos sus problemas y los míos.

Hablamos de necesidades culturales y financieras, así como de problemas causados por el camino elegido en la vida, porque no tener una residencia permanente es mucho más que una decisión individual. Las estructuras burocráticas simplemente no permiten decir „no“ a la „opción“ del consumo.

El GEZ (centro de recaudación de tasas de radio, internet y televisión) sigue sin entender que ya no tengamos una vivienda construida, la Agencia Tributaria no nos da acceso en línea para una declaración de impuestos necesaria y la compañía de seguros médicos también espera una dirección.

No debe ser lo que la persona normal no quiere y así la decisión „no a la residencia“ se convierte para muchos en un delito penal necesario, porque una dirección sin residencia es un delito penal, pero sin dirección no hay datos bancarios, seguro médico, declaración de la renta, es decir, ingresos, etc.

A menudo cuesta un esfuerzo increíble encontrar una vía legal, porque es agotador no sólo volver a explicar tu vida a todo el mundo, sino también explicar tu tarea a la otra persona, porque la mayoría de ellos están completamente abrumados por la excepción que confirma la regla; con razón, como debo señalar, porque el problema no está en ellos, sino en una formación deficiente y en una organización estatal completamente desbordada que está completamente fuera de sí, independientemente del partido que esté al timón.

Ya hemos dado los primeros pasos y ahora nos dedicamos a los siguientes, porque no queremos volver atrás, pero si hay un argumento en contra de nuestro camino que realmente puedo aceptar legítimamente, es la capitulación ante la burocracia.

Su Ulf

Im roten Bereich

(Down below in english en français Incluido el español)  Was sich hier bewegt, ist funktionsfähig, aber bewegt sich am Limit. Und genau dort befinden wir uns aktuell.

Die Moderne, so scheint es, bietet alle Möglichkeiten, nur nicht mehr die der Alternative. Immer mehr Länder rüsten nicht nur militärisch auf sondern auch materiell.

Es geht um Jobs, koste es was es wolle. Da werden in wenigen Monaten ganze Städte aus dem Boden gestampft,wo vor wenigen Monaten noch ein grüner Standplatz für Menschen wie uns war.

Aber das ist Geschichte. Es wird lieber Land an Investoren verschenkt als in Lebenskultur investiert. Wahrscheinlich werden wir schon ab morgen dazu gezwungen sein, auf teuren Campingplätzen zu residieren, statt in der Einöde zu kampieren.

Nirgendwo kann man mehr stehen, weil Lidl, Takko und Co. Den Platz bereits besetzt haben.
Vögel, Füchse und andere Tiere sowie Menschen müssen Platz für den Kapitalismus machen, der alles kaputt macht.

Es geht mir aber nicht darum, aus Prinzip alles schlecht zu reden, denn Rumänien beispielsweise mausert sich Grad in einem so  atemberaubenden Tempo, dass mir die Spucke weg bleibt. Man sieht, dass es vielen deutlich besser geht, wirklich sehr vielen.

Aber warum darf es uns mit weniger nicht auch  gut gehen? Wie sollen wir dem Jürmann die einzelnen Wunden verbinden, wenn wir das Geld für Campingplätze brauchen?

Ich glaube, der Neoliberalismus hat Angst vor Menschen wie uns, weil wir zeigen, dass es noch etwas anderes als Geld gibt um glücklich zu sein. Der Neoliberalismus will keinen glücklich wissen, er will nur alle glauben machen, glücklich werden zu können, aber wer wird am Ende glücklich, wenn man statt zu kochen arbeitet, um sich eine Pizza bei Dominos leisten zu können?

Ich glaube nicht einmal die Aktionäre, denn wer sammelt, wovon man nie genug bekommen kann, also Geld, der kann niemals glücklich sein.

Euer Ulf

In english

In the red zone
What is moving here is functional, but is moving at the limit. And that is exactly where we currently find ourselves.

Modernity, it seems, offers all possibilities, except for the alternative. More and more countries are not only arming themselves militarily but also materially.

It’s all about jobs, whatever the cost. In just a few months, entire cities are being built where just a few months ago there was a green field for people like us.

But that is history. It is better to give away land to investors than to invest in the culture of life. From tomorrow, we will probably be forced to live on expensive campsites instead of camping in the wasteland.

There will be nowhere to stand because Lidl, Takko and the like will have already taken over the space.
Birds, foxes, other animals and people have to make room for capitalism, which is destroying everything.

But I don’t want to talk down everything on principle, because Romania, for example, is moulting at such a breathtaking pace that it leaves me speechless. You can see that many people are doing much better, a lot of people really.

But why can’t we also be doing well with less? How are we supposed to dress Jürmann’s individual wounds if we need the money for campsites?

I think neoliberalism is afraid of people like us because we show that there is something other than money to be happy. Neoliberalism doesn’t want anyone to be happy, it just wants everyone to think they can be happy, but who ends up being happy if you work instead of cooking so you can afford a pizza at Dominos?

I don’t think even the shareholders, because if you collect what you can never get enough of, i.e. money, you can never be happy.

Your Ulf

En francaise

Dans la zone rouge
Ce qui bouge ici est fonctionnel, mais bouge à la limite. Et c’est là que nous nous trouvons actuellement.

La modernité, semble-t-il, offre toutes les possibilités, sauf celle de l’alternative. De plus en plus de pays ne s’arment pas seulement militairement, mais aussi matériellement.

Il s’agit d’emplois, quel qu’en soit le prix. En quelques mois, des villes entières sortent de terre, là où il y a quelques mois encore, il y avait une place verte pour des gens comme nous.

Mais c’est de l’histoire ancienne. On préfère donner des terrains à des investisseurs plutôt que d’investir dans la culture de vie. Dès demain, nous serons probablement contraints de résider dans des campings hors de prix plutôt que de camper dans des endroits déserts.

On ne peut plus se tenir nulle part, car Lidl, Takko et autres ont déjà pris la place.
Les oiseaux, les renards et autres animaux ainsi que les hommes doivent faire place au capitalisme qui détruit tout.

Mais il ne s’agit pas pour moi de dire du mal de tout par principe, car la Roumanie, par exemple, se transforme à une vitesse si époustouflante que j’en ai la bave aux lèvres. On voit que beaucoup de gens vont nettement mieux, vraiment beaucoup.

Mais pourquoi ne pouvons-nous pas aller bien avec moins ? Comment allons-nous panser les différentes plaies de Jürmann si nous avons besoin d’argent pour les campings ?

Je pense que le néolibéralisme a peur de gens comme nous, parce que nous montrons qu’il y a autre chose que l’argent pour être heureux. Le néolibéralisme ne veut que personne ne soit heureux, il veut juste faire croire à tout le monde qu’il est possible d’être heureux, mais au final, qui sera heureux si, au lieu de cuisiner, on travaille pour pouvoir se payer une pizza chez Dominos ?

Je ne pense même pas aux actionnaires, car ceux qui accumulent ce dont on ne se lasse pas, c’est-à-dire l’argent, ne pourront jamais être heureux.

Votre Ulf

El Español

En la zona roja
Lo que se mueve aquí es funcional, pero se mueve al límite. Y ahí es exactamente donde nos encontramos actualmente.

La modernidad, al parecer, ofrece todas las posibilidades, excepto la alternativa. Cada vez son más los países que no sólo se arman militarmente, sino también materialmente.

Se trata de puestos de trabajo, cueste lo que cueste. En pocos meses se están construyendo ciudades enteras del suelo donde hace sólo unos meses había un campo verde para gente como nosotros.

Pero eso ya es historia. La gente prefiere regalar terrenos a los inversores que invertir en una cultura de la vida. A partir de mañana, probablemente nos veremos obligados a vivir en campings caros en lugar de acampar en el descampado.

No habrá ningún sitio donde pararse porque Lidl, Takko y similares ya han ocupado el espacio.
Pájaros, zorros y otros animales y personas tienen que hacer sitio al capitalismo, que lo está destruyendo todo.

Pero no quiero criticarlo todo por principio, porque Rumanía, por ejemplo, se está desarrollando a un ritmo tan vertiginoso que me deja sin palabras. Se ve que a mucha gente le va mucho mejor, a muchos realmente.

Pero, ¿por qué no nos puede ir bien también a nosotros con menos? ¿Cómo vamos a curar las heridas individuales de Jürmann si necesitamos el dinero para campings?

Creo que el neoliberalismo tiene miedo de gente como nosotros porque demostramos que hay algo más que dinero para ser feliz. El neoliberalismo no quiere que nadie sea feliz, sólo quiere que todo el mundo piense que puede ser feliz, pero ¿quién acaba siendo feliz si trabajas en vez de cocinar para poder permitirte una pizza en Dominos?

Creo que ni siquiera los accionistas, porque si coleccionas lo que nunca te sobra, es decir, dinero, nunca podrás ser feliz.

Tu Ulf

Vanlife Socializing

(Down below in english en français Incluido el español) Manchmal werden wir in Gesprächen nach Kontakten gefragt und wie das so ist mit dem „Leute-kennen-lernen“. Meist muss ich zugeben: Nicht so einfach.

Denn, wer wie wir motorisiert unterwegs ist, weiss genau, wen er oder sie kennenlernen will. Da sind wir nicht anders als andere.

Aber da man im Gegensatz zu Radfahrern eine Tür hinter sich schließen kann, ist die Selektion härter. Man muss sich nicht unterhalten, wenn man an der Grenze oder auf einem Stellplatz steht und man muss sich auch nicht absprechen, wenn es eng wird, wie bei Radreisenden. Dafür hat der Camper eine Hupe, eine Knautschzone und eine Versicherung; oft mit Rechtsschutzversicherung.

Hinzu kommt, dass die meisten Van- oder Wohnmobilreisenden Urlauber sind, weshalb  auch die Intention der Reise oft eine ganz andere als die Unsrige ist.

Man will Urlaub machen. In wenigen Monaten meist viel sehen und Abends mit Gleichgesinnten bei Weissweinschorle über das Gleiche wie Zu Hause plaudern. Nicht über Keilriemen oder kaputte Türen, sondern wie Flugreisende über den schiefen Turm von Pisa und den Eifelturm.
„Guck mal, da waren wir uns da!“ Und man erntet oft ein staunendes „ohhh, obwohl der Zuhörer oft kurz vorher mit nahezu dem gleichen Bild geprahlt hat.

Wir sind nicht auf diesem Weg. Wir sind wie die Radreisenden auf einer Sinnsuche. Wir führen philosophische Gespräche und müssen arbeiten. Egal wo und wann. Unser Eiffelturm ist beispielsweise ein romantisches Abendessen bei Kerzenschein an der Donau, wie gestern oder ein rattern der Geldautomat, wenn er unverhofft für uns singt.

Das sieht man uns an und man macht nicht selten einen Bogen um uns. Wir sind auf diesem Weg oft nichts anderes als im alten Leben: merkwürdige Gestalten die zu kritisieren scheinen, wo es nichts zu kritisieren gibt.

Ist doch gut in Deutschland und Frankreich, Italien oder Österreich. Alles ist sauber und in Ordnung und das Geld stimmt doch auch.

Mag sein, dass das bei normalen Lehrern oder meist Rentnern der Fall ist, bei uns war es das nicht. Silvana arbeitete wie ein Tier und wurde wie ein Hungerlöhner bezahlt und ich  fand ob meines Alters nicht mal einen Job, trotz Einserabi und einer durchaus ansehnlichen Vita.

Für Menschen wie uns ist das Substantiv Lebensqualität nicht vorgesehen, weil wir statistisch nicht fassbar sind. Qualität hat klare Merkmale denen wir nicht entsprechen, aber nicht weil es an ihr selbst fehlt, sondern an den skalaren Insignien.

Das anzuprangern schickt sich nicht, spürten wir zu Hause, diesen Teufelskreis die Zunge rauszustrecken aber auch nicht, denn Deutschlands ist überall. Keine Nation ist weltweit so präsent wie die Deutsche.

Egal ob dickste Wohnmobile, Motorräder oder Fahrradfahrer, die meisten Reisenden sind Deutsche. Ich frag mich nur, warum reisen die Deutschen so gerne, wenn doch in der Heimat alles in Ordnung ist?

Ich glaube, dass auch die, die uns meiden, die gleiche Sehnsucht plagt, sie wissen es oft nur nicht und man bleibt auf Distanz, weil man daran erinnert werden könnte, dass es doch eine Alternative zum Status Quo gibt.

„Wie, du bist Online Lehrer? Warum geh ich dann noch zur Schule?“ Oder „Wie, das hasst du alles selbst gemacht, ohne Ausbildung?“ (In Bezug auf Silvana und den Ausbau des Jürmanns samt 230 Volt Strom).

Ja, haben wir und ja, warum gehst Du noch zur Schule? Wegen der Schüler oder wegen des Lebensstandards, also der eigenen Gemütlichkeit?

Ich habe tolle Schüler aus der ganzen Welt. Ich liebe den Job, auch wenn er kaum über Mindestlohn (deutsch) bezahlt wird, weil ich leben will und das tue ich. Jeden Tag sehen wir die Welt mit neuen Augen, weil jeden Tag alles anders ist.

Es hat gedauert, das Gewand des alten Adis abzulegen, zu verstehen was wirklich wichtig ist und zu genießen was es heißt, möglichst ungebunden zu sein.

Wie eingangs erwähnt, ist das nicht immer einfach und auch wir sehen uns manchmal nach Gleichgesinnten, die wir leider viel zu selten treffen.

Aber erstens nicht nie, denn wir haben großartige Menschen getroffen und ich behaupte, auch Freunde gefunden, um nicht zu sagen, vielleicht sogar eine neue Heimat. Und zweitens haben wir auf diesem Weg, im Gegensatz zur Heimat die Möglichkeit, wenn uns die Gesellschaft nicht passt, einfach weiter zu ziehen und manchmal den kleinen Vorteil gegenüber Radreisenden zu nutzen, einfach die Tür des Jürmanns hinter uns zu schließen.

Aber meistens ist sie offen.

Euer Ulf
In english

Vanlife Socializing
Sometimes we are asked in conversations about contacts and how it is with „getting to know people“. Most of the time, I have to admit: It’s not that easy.

Because, if you’re motorized like us, you know exactly who you want to get to know. We are no different to anyone else.

But because, unlike cyclists, you can close a door behind you, the selection process is tougher. You don’t have to talk to each other when you’re at the border or on a pitch and you don’t have to talk to each other when things get tight, as is the case with cyclists. On the other hand, the camper has a horn, a crumple zone and insurance; often with legal expenses insurance.

In addition, most van or motorhome travelers are holidaymakers, which is why the intention of the trip is often very different from ours.

They want to go on vacation. They usually want to see a lot in just a few months and chat with like-minded people in the evenings over white wine spritzers about the same things they do at home. Not about fan belts or broken doors, but like air travelers about the Leaning Tower of Pisa and the Eiffel Tower.
„Look, that’s where we were!“ And you often get an astonished „ohhh, although the listener has often bragged about almost the same picture shortly before.

We are not on this path. Like the cyclists, we are on a quest for meaning. We have philosophical conversations and we have to work. No matter where and when. Our Eiffel Tower, for example, is a romantic candlelit dinner by the Danube, like yesterday, or a rattling ATM when it unexpectedly sings for us.

You can see that in our faces and people often give us a wide berth. We are often no different on this path than we were in our old lives: strange characters who seem to criticize where there is nothing to criticize.

It’s fine in Germany and France, Italy or Austria. Everything is clean and in order and the money is right too.

That may be the case with normal teachers or mostly pensioners, but it wasn’t the case with us. Silvana worked like an animal and was paid like a peon and I couldn’t even find a job because of my age, despite my A-levels and a respectable CV.

The noun quality of life is not intended for people like us because we are not statistically measurable. Quality has clear characteristics that we do not meet, not because we lack it, but because we lack the scalar insignia.

It is not appropriate to denounce this, we feel at home, but it is also not appropriate to stick out our tongues in this vicious circle, because Germany is everywhere. No nation is as present worldwide as Germany.

No matter whether it’s the biggest motorhomes, motorcycles or cyclists, most travelers are German. I just wonder why Germans like to travel so much when everything is fine at home?

I believe that those who avoid us are also plagued by the same longing, they just often don’t know it and you keep your distance because you might be reminded that there is an alternative to the status quo after all.

„What, you’re an online teacher? Why am I still going to school then?“ Or „What, you did all that yourself, without any training?“ (In reference to Silvana and the expansion of the Jürmanns including 230 volt electricity).

Yes, we did and yes, why do you still go to school? Because of the pupils or because of the standard of living, i.e. your own comfort?

I have great students from all over the world. I love the job, even though it barely pays above minimum wage (German), because I want to live and I do. Every day we see the world with new eyes because everything is different every day.

It has taken time to shed the garb of the old adi, to understand what is really important and to enjoy what it means to be as unattached as possible.

As mentioned at the beginning, this is not always easy and we sometimes look for like-minded people, which we unfortunately meet far too rarely.

But firstly, not never, because we have met great people and I would say we have also found friends, not to say perhaps even a new home. And secondly, unlike at home, we have the opportunity to simply move on if we don’t like the company and sometimes have a small advantage over cyclists. We can simply close the Jürmann’s door behind us.

But most of the time it is open.

Your Ulf
En francaise


Vanlife Socializing
Parfois, dans les conversations, on nous demande si nous avons des contacts et comment cela se passe pour „rencontrer des gens“. La plupart du temps, je dois l’admettre : Pas si simple.

Car ceux qui, comme nous, sont motorisés, savent exactement qui ils ou elles veulent rencontrer. Sur ce point, nous ne sommes pas différents des autres.

Mais comme on peut fermer une porte derrière soi, contrairement aux cyclistes, la sélection est plus dure. On n’a pas besoin de se parler quand on est à la frontière ou sur un emplacement et on n’a pas non plus besoin de se concerter quand on est à l’étroit, comme c’est le cas pour les voyageurs à vélo. En revanche, le camping-car dispose d’un klaxon, d’une zone déformable et d’une assurance ; souvent avec une assurance protection juridique.

De plus, la plupart des voyageurs en van ou en camping-car sont des vacanciers, ce qui explique que l’intention du voyage soit souvent très différente de la nôtre.

On veut passer des vacances. Voir beaucoup de choses en quelques mois et discuter le soir avec des personnes partageant les mêmes idées qu’à la maison autour d’un verre de vin blanc. Pas de courroies trapézoïdales ou de portes cassées, mais, comme les voyageurs en avion, de la tour penchée de Pise et de la tour Eiffel.
„Regarde, c’est là qu’on s’est rencontrés !“ Et on récolte souvent un „ohhh“ d’étonnement, même si l’auditeur s’est souvent vanté peu de temps auparavant de presque la même image.

Nous ne sommes pas sur ce chemin. Nous sommes, comme les cyclotouristes, en quête de sens. Nous avons des discussions philosophiques et nous devons travailler. Peu importe où et quand. Notre tour Eiffel, c’est par exemple un dîner romantique aux chandelles au bord du Danube, comme hier, ou un cliquetis de distributeur de billets quand il chante pour nous à l’improviste.

Cela se voit sur notre visage et il n’est pas rare que l’on nous évite. Sur ce chemin, nous ne sommes souvent rien d’autre que dans notre ancienne vie : des personnages étranges qui semblent critiquer là où il n’y a rien à critiquer.

Tout va bien en Allemagne et en France, en Italie ou en Autriche. Tout est propre et en ordre, et l’argent est bien là.

C’est peut-être le cas pour les enseignants normaux ou, le plus souvent, pour les retraités, mais chez nous, ce n’était pas le cas. Silvana travaillait comme une bête et était payée comme une misère, et moi, malgré mon âge, je ne trouvais même pas de travail, malgré un baccalauréat et un CV tout à fait respectable.

Le substantif „qualité de vie“ n’est pas prévu pour des personnes comme nous, car nous ne sommes pas saisissables statistiquement. La qualité a des caractéristiques claires auxquelles nous ne répondons pas, non pas parce qu’elle manque en elle-même, mais parce que les insignes scalaires font défaut.

Il n’est pas convenable de dénoncer cela, si nous le sentions chez nous, mais il n’est pas non plus convenable de tirer la langue à ce cercle vicieux, car l’Allemagne est partout. Aucune nation n’est aussi présente dans le monde que l’Allemagne.

Qu’il s’agisse des plus gros camping-cars, des motos ou des cyclistes, la plupart des voyageurs sont allemands. Je me demande seulement pourquoi les Allemands aiment tant voyager alors que tout va bien dans leur pays ?

Je pense que ceux qui nous évitent sont également rongés par la même nostalgie, mais ils ne le savent souvent pas et on reste à distance, car on pourrait nous rappeler qu’il existe tout de même une alternative au statu quo.

„Comment ça, tu es prof en ligne ? Pourquoi est-ce que je vais encore à l’école alors ?“ Ou „Comment, tu as fait tout ça toi-même, sans formation ?“ (En référence à Silvana et à l’extension du Jürmann, y compris le courant 230 volts).

Oui, nous l’avons fait et oui, pourquoi vas-tu encore à l’école ? Pour les élèves ou pour le niveau de vie, c’est-à-dire pour ton propre confort ?

J’ai des élèves formidables qui viennent du monde entier. J’aime ce travail, même s’il est à peine payé au-dessus du salaire minimum (allemand), parce que je veux vivre et je le fais. Chaque jour, nous voyons le monde avec de nouveaux yeux, car chaque jour, tout est différent.

Il m’a fallu du temps pour me débarrasser de l’habit du vieil Adis, pour comprendre ce qui est vraiment important et pour apprécier ce que signifie être le moins attaché possible.

Comme nous l’avons dit au début, ce n’est pas toujours facile et nous aussi, nous cherchons parfois des personnes partageant les mêmes idées, que nous rencontrons malheureusement trop rarement.

Mais premièrement, pas jamais, car nous avons rencontré des personnes formidables et, je l’affirme, nous nous sommes aussi fait des amis, pour ne pas dire, peut-être même une nouvelle patrie. Et deuxièmement, sur ce chemin, contrairement à la patrie, nous avons la possibilité, si la société ne nous convient pas, de passer tout simplement à autre chose et parfois d’avoir le petit avantage sur les cyclotouristes. Il suffit de fermer la porte du Jürmann derrière nous.


Mais la plupart du temps, elle est ouverte.

Votre Ulf
El español


Vanlife Socialización
A veces nos preguntan en conversaciones sobre los contactos y cómo es eso de „conocer gente“. La mayoría de las veces, tengo que admitirlo: No es tan fácil.

Al fin y al cabo, si eres motorizado como nosotros, sabes perfectamente a quién quieres conocer. No somos diferentes a los demás.

Pero como, a diferencia de los ciclistas, puedes cerrar una puerta tras de ti, el proceso de selección es más duro. No tienes que hablar cuando estás en la frontera o en un campo y no tienes que hablar con los demás cuando las cosas se ponen tensas, como ocurre con los ciclistas. Por otro lado, la autocaravana tiene claxon, zona de deformación y seguro, a menudo con seguro de defensa jurídica.

Además, la mayoría de los viajeros de furgoneta o autocaravana son veraneantes, por lo que la intención del viaje suele ser muy distinta a la nuestra.

Quieren irse de vacaciones. Suelen querer ver mucho en pocos meses y pasar las tardes charlando con gente de ideas afines mientras toman unos spritz de vino blanco sobre las mismas cosas que hacen en casa. No sobre correas de ventilador o puertas rotas, sino como viajeros aéreos sobre la Torre de Pisa y la Torre Eiffel.
„¡Mira, ahí es donde estábamos!“. Y a menudo se obtiene un asombrado „ohhh, aunque el oyente haya presumido a menudo de casi la misma foto poco antes.

Nosotros no viajamos así. Como los viajeros del ciclo, estamos en una búsqueda de sentido. Mantenemos conversaciones filosóficas y tenemos que trabajar. No importa dónde ni cuándo. Nuestra Torre Eiffel, por ejemplo, es una cena romántica a la luz de las velas junto al Danubio, como ayer, o el traqueteo del cajero automático cuando inesperadamente canta para nosotros.

Eso se nos nota en la cara y la gente suele darnos largas. A menudo no somos diferentes en este camino de lo que éramos en nuestras antiguas vidas: extraños personajes que parecen criticar donde no hay nada que criticar.

Todo va bien en Alemania y Francia, Italia o Austria. Todo está limpio y en orden y el dinero también está bien.

Puede que sea el caso de los profesores normales o, sobre todo, de los pensionistas, pero no era nuestro caso. Silvana trabajaba como un animal y cobraba como un jornalero muerto de hambre y yo ni siquiera encontraba trabajo por mi edad, a pesar de tener el bachillerato y un currículum respetable.

El sustantivo calidad de vida no está pensado para gente como nosotros, porque estadísticamente no somos medibles. La calidad tiene características claras que nosotros no cumplimos, no porque carezcamos de ella, sino porque carecemos de la insignia escalar.

No conviene denunciarlo, nos sentimos como en casa, pero tampoco conviene sacar la lengua en este círculo vicioso, porque Alemania está en todas partes. Ninguna nación está tan presente en todo el mundo como Alemania.

Ya sean las autocaravanas más grandes, las motos o los ciclistas, la mayoría de los viajeros son alemanes. Sólo me pregunto por qué a los alemanes les gusta tanto viajar cuando todo va bien en casa.

Creo que los que nos evitan también están aquejados del mismo anhelo, sólo que a menudo no se dan cuenta y uno mantiene las distancias porque podría recordarles que, después de todo, existe una alternativa al statu quo.

„¿Qué, eres profesor online? Entonces, ¿por qué sigo yendo a la escuela?“. O „¿Qué, has hecho todo eso tú solo, sin ninguna formación?“. (En referencia a Silvana y la ampliación de los Jürmann con electricidad de 230 voltios).

Sí, lo hicimos y sí, ¿por qué sigues yendo a la escuela? ¿Por los alumnos o por el nivel de vida, es decir, por tu propia comodidad?

Tengo alumnos estupendos de todo el mundo. Me encanta el trabajo, aunque apenas pague por encima del salario mínimo (alemán), porque quiero vivir y lo hago. Cada día vemos el mundo con ojos nuevos porque todo es diferente cada día.

Me ha llevado tiempo despojarme de los ropajes de la vieja adi, comprender lo que es realmente importante y disfrutar de lo que significa estar lo más desvinculado posible.

Como decía al principio, no siempre es fácil y a veces buscamos personas afines, que por desgracia encontramos demasiado pocas veces.

Pero, en primer lugar, nunca, porque hemos conocido a gente estupenda y yo diría que también hemos encontrado amigos, por no decir quizás incluso un nuevo hogar. Y en segundo lugar, a diferencia de lo que ocurre en casa, tenemos la posibilidad de irnos simplemente si la compañía no nos conviene y a veces tenemos una pequeña ventaja sobre los ciclistas. Podemos simplemente cerrar la puerta de Jürmann detrás de nosotros.

Pero la mayoría de las veces está abierta.

Tu Ulf

Zwischen Rumänien und Griechenland


(Down below in english en français Incluido el español) In Bulgarien ist das Leben hart. Man sieht es den Städten und Dörfern an und man sieht es in den Gesichtern der Menschen.

Es braucht, bis der Bulgare lächelt, denn seine Gesichtszüge scheinen auf Verzweiflung eingestellt.

Freilich nicht bei allen, aber bei vielen und die deren Gesichter nicht von Furchen der Sorgen durchpflügt sind, machen die der anderen nur noch tiefer. Weil sie oft mit einem überheblichen Grinsen auf jene herunterschauen, die nicht am Wirtschaftswunder partizipieren.

In Bulgarien trifft Deuz auf dolce gabana und L’oreal auf Gülle. Reminiszenzen der Moderne strecken sich wie Phoenix aus der Asche verkohlter Großstädte, während auf dem Land die Decke über jeder zweiten Behausung wackelt.

Es wirkt oft absurd, wie modernste Überwachungssystheme über Straßen hängen, die in anderen Teilen Europas nicht mal Pfade getauft würden, denn die Rechnung des Aufschwungs muss gezahlt werden, von allen.

Wenn BMW auf Kutsche prallt, die Polizei perfektes Deutsch spricht wo offensichtlich die wahren Probleme der Unterschicht unerhört bleiben dann ist man im neuen Europa, öhhh, Bulgarien.

Euer Ulf

In english

Between Romania and Greece
Life in Bulgaria is hard. You can see it in the towns and villages and you can see it on people’s faces.

Bulgarians need time to smile because their faces seem to be set for despair.

Not all of them, of course, but many, and those whose faces are not marked by worry lines only make those of others even deeper. Because they often look down with a haughty smile on those who are not part of the economic miracle.

In this country, Deuz meets Dolce Gabana and L’oreal meets Mud. Reminiscences of modernity rise like phoenixes from the ashes of charred cities, while in the countryside the ceiling swings over every second home.

It often seems absurd how ultra-modern surveillance systems hang over roads that wouldn’t even be called roads in other parts of Europe because the bill for the increase has to be paid by everyone.

When a BMW crashes into a car, the police speak perfect German and the real problems of the underclass are seemingly not heard, then you are in a new Europe, or rather Bulgaria.

Your Ulf

En Francaise

Entre la Roumanie et la Grèce
En Bulgarie, la vie est dure. Cela se voit dans les villes et les villages et se lit sur les visages des gens.

Il faut du temps pour que le Bulgare sourie, car ses traits semblent être réglés sur le désespoir.

Certes, pas chez tous, mais chez beaucoup, et ceux dont le visage n’est pas labouré par les sillons de l’inquiétude ne font que creuser ceux des autres. Parce qu’ils regardent souvent de haut, avec un sourire arrogant, ceux qui ne participent pas au miracle économique.

En Bulgarie, Deuz rencontre la dolce gabana et L’oreal le lisier. Les réminiscences de la modernité renaissent tel un phénix des cendres des grandes villes calcinées, tandis qu’à la campagne, le plafond d’une habitation sur deux vacille.

Il est souvent absurde de voir des systèmes de surveillance ultramodernes suspendus au-dessus de routes qui, dans d’autres régions d’Europe, ne seraient même pas baptisées sentiers, car la facture de l’essor doit être payée, par tous.

Quand une BMW heurte une calèche, que la police parle un allemand parfait et que les vrais problèmes des classes inférieures ne sont manifestement pas entendus, on est dans la nouvelle Europe, ou plutôt la Bulgarie.

Votre Ulf

El Español

Entre Rumanía y Grecia
La vida es dura en Bulgaria. Se ve en las ciudades y pueblos y se nota en las caras de la gente.

Los búlgaros tardan en sonreír, porque sus rasgos faciales parecen dispuestos para la desesperación.

No para todos, por supuesto, pero sí para muchos, y aquellos cuyos rostros no están surcados por surcos de preocupación no hacen sino ahondar aún más los de los demás. Porque a menudo miran con una sonrisa arrogante a los que no participan en el milagro económico.

En Bulgaria, Deuz se encuentra con dolce gabana y L’oreal con purines. Reminiscencias de la modernidad resurgen como ave fénix de las cenizas de las ciudades carbonizadas, mientras que en el campo el techo tiembla sobre una de cada dos viviendas.

A menudo parece absurdo cómo los sistemas de vigilancia de última generación cuelgan sobre carreteras que en otras partes de Europa ni siquiera se llamarían caminos, porque la factura del auge hay que pagarla, entre todos.

Cuando un BMW choca contra un carruaje, la policía habla un alemán perfecto y los verdaderos problemas de las clases bajas son obviamente desconocidos, entonces se está en la nueva Europa, o mejor dicho, en Bulgaria.

Su Ulf

Das wahre Glück, nicht die Ware

(Down below in english en français Incluido el español) Ja, wir merken, dass wir nicht mehr in Griechenland sind. Es wird wirklich Abends wieder so kalt, dass wir die Heizung anmachen müssen, aber wir stehen an einem schönen Platz mit einem herrlichen Blick auf den Strand und des Nachts singen die Nachtigallen direkt um uns herum.

Aber es lässt sich nicht vehehlen, dass wir beide die Wärme vermissen und uns der bulgarische Pragmatismus ein wenig zu schaffen macht. Wir merken, wie wir uns verändert haben, unsere Bedürfnisse und Wünsche.

Während ich früher in derlei Momenten aufs Handy schaute, nötige ich mir heute die Abstinenz ab, denn die Welt aus „so schön“ ist nicht mehr unsere. Unsere Schönheit ist individuell und unvergleichlich und jeder Blick ins Netz verseucht den Geist, wirft uns zurück in Vergleiche denen wir nicht standhalten wollen noch können.

Anfangs dachten wir, dass wir nicht die richtigen Vanlifer sind, heute wissen wir, dass das, was wir da sehen nicht echt ist, nur Blendwerk, dass Missgunst in die Herzen pflanzt.

Jean Bouldrillard meinte einst, dass wir uns in einer Zeit befinden, in der es den Menschen sukzessive schwerer fällt zu verstehen, was die eigentliche Realität ist und genau das spüre ich.

Die tägliche Arbeit vorm Computer suggeriert mir eine Wahrheit, die nicht mehr die meine ist. Wir stehen in der Natur und dennoch umgeben wir uns mit Sachen, die so weit weg von uns sind.

Hier gibt es kein Amazon und andere Kommerztempel, hier gibt es Ruhe, saftige Wiesen, selbstgebackenes Brot und frische Luft.

Hier ist die echte Welt, nicht immer schön, aber greifbar. Das Grün vor mir ist wirklich von Morgentau bedeckt, der Müll muss wirklich entsorgt werden und jeder Blick in Film oder Bild auf sozialen Netzwerken wirft uns zurück in ein Gestern, das unzufrieden macht, weil es omnipräsent nach Bewunderung schreit, zu der ich nicht mehr bereit bin.

Ich will nicht mehr zu IKEA oder Kaufland, ich will zu Nachtigallen, Pelikanen, Störchen, Schildkröten und Füchsen. Ich will wieder Gast in der Welt sein, nicht Eroberer. Ich will nicht mehr kaufen, um schlechtes zu ertragen, sondern Jetzt genießen,um alles andere leichter als das Wahre Böse zu entblößen.

Ich will atmen und die Sonne genießen, wie jetzt mich einfach nur frei fühlen und nie zurück in eine Welt in der ich nur einen skalaren Punkt aus mehr und weniger einnehme.

Ich will leben, weil das Leben schön ist und nicht als Vehikel zum vermeintlichen Reichtum anderer all meine Zeit im Aktionismus vergeuden.

Es lebe der Hedonismus ganz ohne Betäubung, es lebe das wahre Glück, nicht die Ware.

Bis morgen,

Euer Ulf

In english

True happiness, not the goods

Yes, we realize that we are no longer in Greece. It gets so cold again in the evening that we have to turn on the heating, but we are in a beautiful spot with a wonderful view of the beach and at night the nightingales sing right in and around us.

But there’s no getting away from the fact that we both miss the warmth and that Bulgarian pragmatism is getting to us a little. We realize how we have changed, our needs and desires.

While I used to look at my cell phone in moments like this, I now force myself to abstain, because the world of „so beautiful“ is no longer ours. Our beauty is individual and incomparable and every glance online contaminates our minds, throwing us back into comparisons that we are neither willing nor able to withstand.

At first we thought. Today we know that what we see there is not real, just a dazzle that plants resentment in our hearts.

Jean Bouldrillard once said that we are in a time when people are finding it increasingly difficult to understand what reality really is, and that is exactly what I feel.

My daily work in front of the computer suggests to me a truth that is no longer mine. We are in nature and yet we surround ourselves with things that are so far away from us.

There is no Amazon and other temples of commerce here, there is peace and quiet, lush meadows, home-baked bread and fresh air.

Here is the real world, not always beautiful, but tangible. The green in front of me really is covered in morning dew, the garbage really does need to be disposed of and every glance at a movie or picture on social networks throws us back to a yesterday that makes us dissatisfied because it screams omnipresently for admiration, which I am no longer ready for.

I no longer want to go to IKEA or Kaufland, I want to see nightingales, pelicans, storks, turtles and foxes. I want to be a guest in the world again, not a conqueror. I no longer want to buy in order to endure bad things, but to enjoy now in order to expose everything else more easily as true evil.

I want to breathe and enjoy the sun, like now I just feel free and never go back to a world where I only occupy a scalar point of more and less.

I want to live because life is beautiful and not waste all my time in actionism as a vehicle for the supposed wealth of others.

Long live hedonism without anesthesia, long live true happiness, not commodities.

See you tomorrow,

Your Ulf

En Francaise

Le vrai bonheur pas la marchandise

Oui, nous remarquons que nous ne sommes plus en Grèce. Il fait vraiment à nouveau si froid le soir que nous devons allumer le chauffage, mais nous nous trouvons à un bel endroit avec une vue magnifique sur la plage et la nuit, les rossignols chantent directement dans et autour.

Mais il est impossible de guérir le fait que la chaleur nous manque à tous les deux et que le pragmatisme bulgare nous pèse un peu. Nous remarquons que nous avons changé, que nos besoins et nos désirs ont changé.

Alors qu’auparavant, je regardais mon téléphone portable dans ces moments-là, je m’impose aujourd’hui l’abstinence, car le monde de „si beau“ n’est plus le nôtre. Notre beauté est individuelle et incomparable, et chaque coup d’œil sur le web contamine l’esprit, nous renvoie à des comparaisons que nous ne voulons ni ne pouvons soutenir.

Au début, nous pensions. Nous pensions que nous n’étions pas les bons vanlificateurs, mais aujourd’hui nous savons que ce que nous voyons n’est pas réel, que ce n’est que de l’éblouissement, que du ressentiment qui s’installe dans les cœurs.

Jean Bouldrillard a dit un jour que nous nous trouvons à une époque où les gens ont de plus en plus de mal à comprendre ce qu’est la réalité, et c’est exactement ce que je ressens.

Le travail quotidien devant l’ordinateur me suggère une vérité qui n’est plus la mienne. Nous sommes dans la nature et pourtant nous nous entourons de choses qui sont si loin de nous.

Ici, il n’y a pas Amazon et d’autres temples du commerce, ici, il y a le calme, les prairies verdoyantes, le pain fait maison et l’air frais.

Ici, c’est le monde réel, pas toujours beau, mais tangible. La verdure devant moi est vraiment recouverte de la rosée du matin, les déchets doivent vraiment être évacués et chaque regard dans un film ou une image sur les réseaux sociaux nous renvoie à un hier qui rend insatisfait parce qu’il crie de manière omniprésente une admiration à laquelle je ne suis plus prête.

Je ne veux plus aller chez IKEA ou Kaufland, je veux aller voir des rossignols, des pélicans, des cigognes, des tortues et des renards. Je veux à nouveau être un invité dans le monde, pas un conquérant. Je ne veux plus acheter pour supporter le mal, mais profiter maintenant pour dénuder plus facilement tout le reste comme le vrai mal.

Je veux respirer et profiter du soleil, comme maintenant me sentir simplement libre et ne jamais retourner dans un monde où je n’occupe qu’un point scalaire de plus et de moins.

Je veux vivre parce que la vie est belle et ne pas perdre tout mon temps dans l’actionnisme en tant que vecteur de la prétendue richesse des autres.

Vive l’hédonisme sans anesthésie, vive le vrai bonheur, pas la marchandise.

À demain,

Votre Ulf

El Español

La verdadera felicidad, no la mercancía

Sí, nos damos cuenta de que ya no estamos en Grecia. Por la noche vuelve a hacer tanto frío que tenemos que encender la calefacción, pero estamos en un lugar precioso con unas vistas maravillosas de la playa y por la noche los ruiseñores cantan a nuestro alrededor.

Pero no podemos negar que los dos echamos de menos el calor y que el pragmatismo búlgaro nos está afectando un poco. Nos damos cuenta de cómo hemos cambiado, de nuestras necesidades y deseos.

Si antes miraba el móvil en momentos así, ahora me obligo a abstenerme, porque el mundo de „tan guapos“ ya no es el nuestro. Nuestra belleza es individual e incomparable y cada mirada en línea contamina nuestra mente, lanzándonos de nuevo a comparaciones que no queremos ni podemos soportar.

Al principio pensamos. Hoy sabemos que lo que vemos allí no es real, sólo un deslumbramiento que planta resentimiento en nuestros corazones.

Jean Bouldrillard dijo una vez que estamos en una época en la que a la gente le resulta cada vez más difícil comprender lo que es realmente la realidad, y eso es exactamente lo que yo siento.

Mi trabajo diario frente al ordenador me sugiere una verdad que ya no es la mía. Estamos en la naturaleza y, sin embargo, nos rodeamos de cosas que están tan lejos de nosotros.

Aquí no hay Amazon ni otros templos del comercio, hay paz y tranquilidad, prados exuberantes, pan casero y aire fresco.

Aquí está el mundo real, no siempre bello, pero tangible. El verdor frente a mí realmente está cubierto de rocío matutino, la basura realmente necesita ser eliminada y cada mirada a una película o foto en las redes sociales nos devuelve a un ayer que nos hace sentir insatisfechos porque grita omnipresentemente por admiración, para la que ya no estoy preparado.

Ya no quiero ir a IKEA o a Kaufland, quiero ver ruiseñores, pelícanos, cigüeñas, tortugas y zorros. Quiero volver a ser un invitado en el mundo, no un conquistador. Ya no quiero comprar para soportar lo malo, sino para disfrutar ahora, para desenmascarar más fácilmente todo lo demás como verdadero mal.

Quiero respirar y disfrutar del sol, como ahora sólo me siento libre y no volver a un mundo donde sólo ocupo un punto escalar de más y menos.

Quiero vivir porque la vida es bella y no perder todo mi tiempo en el accionismo como vehiculo de la supuesta riqueza ajena.

Viva el hedonismo sin anestesia, viva la verdadera felicidad, no las mercancías.

Hasta mañana,

Tu Ulf

II Kapitel

(Down below in english en français Incluido el español) Vor vielen Jahren musste ich in Rostock an der Schauspielschule vorsprechen. Ich war um die 20 und ich dachte, dass ich unbesiegbar sei. Bis ich in den Vorsprechraum kam und mir gegenüber eine Prüfungskomission aus Professoren und Studenten älterer Jahrgänge saß und ein Dozent meinte: sie glauben Sie sind unheimlich stark Herr Münstermann, oder?

Ich grinste leicht selbstzufrieden,obwohl ich geistig und körperlich am Ende war, denn ich musste die Nacht davor durchtrampen und war völlig übermüdet, hungrig und mit den Nerven am Ende. „Ziehen Sie sich bitte bis auf die Unterhosen aus und singen und Hänschen klein (ein Kinderlied)“.

„Jetzt“, fragte ich irritiert und alles lachte „ja, jetzt“, war die Antwort einer dunklen Stimme und ich musste schlucken, denn ich war weder körperlich ein Adonis, noch könnte ich singen, aber ich wollte nicht einknicken, also tat ich, wie mir geheißen und sang. Es gab vereinzelte Lächeln auf Gesichtern, aber die meisten waren still.

Abends war ich einer von 20, die aus über. 2000 ausgewählt wurden und ich weinte vor Erleichterung, weil ich mich noch nie selbst derlei besiegt habe. Ich war nicht stolz, sondern erleichtert, dass nicht mein Ego die Oberhand behielt, sondern mein Wille.

Seit diesem Tag habe ich meinen Willen nie mehr in Frage gestellt. Jede Hürde war eine Herausforderung und keine Option zur Niederlage mehr. Bis heute.

Wir saßen im Regen auf einem Parkplatz und berieten uns, wie es weiter gehen solle. Zurück nach Griechenland in die Sonne oder weiter durch Osteuropa. Durch wirklich fremde und teilweise beängstigende Kulturen die nicht viel von Vanlife happylife suggerierten.

„Wir fahren weiter“ nötigte mir Silvana auf, indem Sie mich mit meinen eigenen Waffen schlug. „Weltreise oder Urlaub, was willst Du?

Ich war Schachmatt.

Später dann, saßen wir am schwarzen Meer und die Heizung waberte zu vertrauten Wellenrauschen in den Ohren. „Ich bin so müde“, offenbarte sie mir und ich wußte, was sie meinte, da ich mich ähnlich schwach fühlte.

„Mein Schatz“, gestand ich ihr, „wenn wir einknicken, verliere ich die Hoffnung und dann ist nicht nur die Tour zu Ende“.

Ich schämte mich für meine Schwäche, dass Deutschland für mich keine Alternative mehr ist und warum. Dann nahmen wir uns in den Arm und schwören uns, nie wieder vor der Trägheit zu kapitulieren.

Es geht nicht um schnellstmöglich um die Welt, sondern um tief in die Seele und wir beide haben in den letzten Monaten so tief in die eigene und die Seele des anderen geschaut, dass es wirklich kein Geheimnis mehr gibt, dass der andere nicht zumindest ahnt. Nichts würde sie an mir oder mich an ihr mehr überraschen und nichts wird uns trennen.

Und wenn es jetzt Scheiss Wetter ist? Gut, dann kann ich endlich meinen Fokus wieder aufs Geld verdienen legen und sie sich wieder an Englisch machen.

Alles hat seine richtige Zeit und die Zeit des Vorbereitens auf die nächste Trabantenebene unserer Reise steht kurz bevor. Die Zeit des Ausruhens und ins neue Leben improvisieren ist vorbei. Wir wollen weiter die längste Reise antreten, die man nur Wagen kann, die Reise ins ich.

Früher hatte ich nur Ängste, heute habe ich mit Sicherheit nicht alle besiegt, aber ich kenne jede einzelne Persönlich, jetzt kann ich endlich beginnen, sie zu überwinden und wenn ich wieder schwach werde, hab ich eine Frau an meiner Seite die mich zur Not ans Singen erinnert.

Bis morgen,

Euer Ulf

English

Chapter II
Many years ago, I had to audition for drama school in Rostock. I was around 20 and I thought I was invincible. Until I walked into the audition room and an examination board of professors and students from older years sat opposite me and a lecturer said: you think you’re incredibly strong Mr. Münstermann, don’t you?

I grinned slightly self-satisfied, although I was mentally and physically at the end of my tether, because I’d had to tramp through the night before and was completely overtired, hungry and at the end of my tether. „Please strip down to your underpants and sing Hänschen klein (a nursery rhyme)“.

„Now“, I asked irritably and everyone laughed „yes, now“, was the reply from a dark voice and I had to swallow, because I was neither physically an Adonis nor could I sing, but I didn’t want to give in, so I did as I was told and sang. There were a few smiles on faces, but most people were silent.

In the evening I was one of 20 chosen from over. 2000 and I cried with relief because I have never beaten myself like that before. I wasn’t proud, but relieved that it wasn’t my ego that had the upper hand, but my will.

Since that day, I have never questioned my will again. Every hurdle was a challenge and no longer an option to defeat. Until today.

We sat in the rain in a parking lot and discussed what to do next. Back to Greece in the sun or onwards through Eastern Europe. Through really foreign and sometimes frightening cultures that didn’t suggest much of vanlife happylife.

„We’re going on“ Silvana forced me to say, beating me with my own weapons. „World trip or vacation, what do you want?

I was checkmated.

Later, we were sitting by the Black Sea, the heating wafting in our ears to the familiar sound of waves. „I’m so tired,“ she revealed to me and I knew what she meant as I felt similarly weak.

„My darling“, I confessed to her, „if we give in, I’ll lose hope and then it won’t just be the end of the tour“.

I was ashamed of my weakness, that Germany was no longer an option for me and why. Then we hugged each other and swore never to surrender to inertia again.

It’s not about going around the world as quickly as possible, but about going deep into our souls and we have both looked so deeply into our own and each other’s souls over the last few months that there really is no secret left that the other doesn’t at least suspect. Nothing would surprise her about me or me about her anymore and nothing will separate us.

What if it’s shitty weather now? Good, then I can finally focus on earning money again and she can get back to English.

Everything has its right time and the time to prepare for the next satellite stage of our journey is just around the corner. The time for resting and improvising into a new life is over. We want to continue on the longest journey you can possibly take, the journey into the self.

In the past I only had fears, today I have certainly not conquered them all, but I know each one personally, now I can finally begin to overcome them and if I get weak again, I have a woman by my side who will remind me to sing if necessary.

See you tomorrow,

Your Ulf

En Francaise

II Chapitre
Il y a de nombreuses années, j’ai dû passer une audition à l’école d’art dramatique de Rostock. J’avais une vingtaine d’années et je me croyais invincible. Jusqu’à ce que j’arrive dans la salle d’audition et qu’une commission d’examen composée de professeurs et d’étudiants plus âgés soit assise en face de moi et qu’un professeur me dise : vous pensez que vous êtes incroyablement fort, Monsieur Münstermann, n’est-ce pas ?

J’ai eu un léger sourire satisfait, même si j’étais à bout de forces mentales et physiques, car j’avais dû faire du stop toute la nuit précédente et que j’étais complètement fatiguée, affamée et à bout de nerfs. „Veuillez vous déshabiller jusqu’à vos sous-vêtements et chanter et Hänschen klein (une chanson pour enfants)“.

„Maintenant“, ai-je demandé, irrité, et tout le monde a ri „oui, maintenant“, a été la réponse d’une voix sombre et j’ai dû déglutir, car je n’étais pas physiquement un Adonis et je ne pouvais pas chanter, mais je ne voulais pas craquer, alors j’ai fait ce qu’on m’a demandé et j’ai chanté. Il y avait quelques sourires sur les visages, mais la plupart restaient silencieux.

Le soir, j’étais l’une des 20 personnes sélectionnées parmi plus de. 2000 ont été sélectionnés et j’ai pleuré de soulagement, car je ne m’étais jamais battue de la sorte. Je n’étais pas fier, mais soulagé que ce ne soit pas mon ego qui prenne le dessus, mais ma volonté.

Depuis ce jour, je n’ai plus jamais remis en question ma volonté. Chaque obstacle était un défi et non plus une option de défaite. Jusqu’à aujourd’hui.

Nous étions assis sous la pluie sur un parking et nous nous demandions comment nous allions continuer. Retourner en Grèce au soleil ou continuer à travers l’Europe de l’Est. A travers des cultures vraiment étrangères et parfois effrayantes, qui ne suggéraient pas beaucoup de Vanlife happylife.

„Nous continuons“, m’a imposé Silvana en me frappant avec mes propres armes. „Tour du monde ou vacances, qu’est-ce que tu veux ?

J’étais échec et mat.

Plus tard, nous nous sommes assis au bord de la mer noire et le chauffage a résonné dans nos oreilles avec le bruit familier des vagues. „Je suis tellement fatiguée“, m’a-t-elle révélé et je savais ce qu’elle voulait dire, car je me sentais tout aussi faible.

„Ma chérie“, lui ai-je avoué, „si nous cédons, je perdrai tout espoir et ce ne sera pas seulement la fin de la tournée“.

J’avais honte de ma faiblesse, du fait que l’Allemagne n’était plus une alternative pour moi et pourquoi. Puis nous nous sommes pris dans les bras et nous avons juré de ne plus jamais capituler devant l’inertie.

Il ne s’agit pas de faire le tour du monde le plus vite possible, mais d’aller au plus profond de son âme, et nous avons tous les deux regardé si loin dans notre âme et dans celle de l’autre au cours des derniers mois qu’il n’y a vraiment plus aucun secret que l’autre ne puisse au moins soupçonner. Rien ne la surprendrait plus chez moi, ni moi chez elle, et rien ne nous séparera.

Et si c’est un temps de merde ? Bien, alors je peux enfin me concentrer à nouveau sur le fait de gagner de l’argent et elle peut se remettre à l’anglais.

Il y a un temps pour tout et le temps de la préparation pour le prochain satellite de notre voyage est proche. Le temps du repos et de l’improvisation dans la nouvelle vie est terminé. Nous voulons continuer à entreprendre le plus long voyage que l’on puisse entreprendre, le voyage vers le moi.

Avant, je n’avais que des peurs, aujourd’hui je ne les ai certainement pas toutes vaincues, mais je les connais toutes personnellement, maintenant je peux enfin commencer à les surmonter et si je faiblis à nouveau, j’ai une femme à mes côtés qui me rappelle de chanter si nécessaire.

À demain,

Votre Ulf

El espanol

II Capítulo
Hace muchos años, tuve que hacer una audición para la escuela de arte dramático de Rostock. Tenía unos 20 años y me creía invencible. Hasta que entré en la sala de audiciones y un tribunal formado por profesores y alumnos de años anteriores se sentó frente a mí y un profesor dijo: se cree usted increíblemente fuerte, señor Münstermann, ¿verdad?

Sonreí un poco satisfecho de mí mismo, a pesar de que estaba mental y físicamente al límite de mis fuerzas, porque la noche anterior había tenido que vagabundear y estaba completamente agotado, hambriento y al límite de mis fuerzas. „Por favor, quítate los pantalones y canta Hänschen klein (una canción infantil)“.

„Ahora“, pedí irritado y todos se rieron „sí, ahora“, fue la respuesta de una voz oscura y tuve que tragar saliva, porque ni físicamente era un Adonis ni sabía cantar, pero no quería ceder, así que hice lo que me decían y canté. Había algunas sonrisas en las caras, pero la mayoría de la gente estaba en silencio.

Por la noche fui una de las 20 elegidas entre más de 2000 y lloré de alivio porque nunca me había vencido así. No me sentí orgulloso, sino aliviado de que no fuera mi ego el que se impusiera, sino mi voluntad.

Desde aquel día, nunca he vuelto a cuestionar mi voluntad. Cada obstáculo era un reto y ya no una opción a vencer. Hasta hoy.

Nos sentamos bajo la lluvia en un aparcamiento y discutimos qué hacer a continuación. Volver a Grecia bajo el sol o seguir por Europa del Este. A través de culturas realmente extrañas y a veces aterradoras que no sugerían mucho de una vida feliz en furgoneta.

„Seguimos“, me obligó a decir Silvana, golpeándome con mis propias armas. „Viaje por el mundo o vacaciones, ¿qué quieres?

Me quedé a cuadros.

Más tarde, estábamos sentados junto al Mar Negro, con la calefacción sonando en nuestros oídos al son familiar de las olas. „Estoy tan cansada“, me reveló y supe a qué se refería porque yo me sentía igual de débil.

„Cariño mío“, le confesé, „si cedemos, perderé la esperanza y entonces no será sólo el final de la gira“.

Me avergoncé de mi debilidad, de que Alemania ya no fuera una opción para mí y de por qué. Luego nos abrazamos y juramos no volver a rendirnos a la inercia.

No se trata de dar la vuelta al mundo lo más rápido posible, sino de profundizar en nuestras almas, y ambos hemos mirado tan profundamente en la nuestra y en la del otro en los últimos meses que realmente no queda ningún secreto que el otro no sospeche al menos. Ya nada la sorprendería de mí ni a mí de ella y nada nos separará.

¿Y si ahora hace un tiempo de mierda? Bien, entonces por fin podré volver a centrarme en ganar dinero y ella podrá volver al inglés.

Todo tiene su momento y el momento de prepararse para el siguiente nivel satélite de nuestro viaje está a la vuelta de la esquina. Se acabó el tiempo de descansar e improvisar una nueva vida. Queremos continuar el viaje más largo que se puede hacer, el viaje hacia el interior de uno mismo.

Antes sólo tenía miedos, hoy ciertamente no los he vencido todos, pero conozco cada uno personalmente, ahora por fin puedo empezar a superarlos y si vuelvo a flaquear, tengo a mi lado a una mujer que me recordará cantar si es necesario.

Hasta mañana,

Tu Ulf

Zwei deutsche Zigeuner in Bulgarien

(Down below in english en français Incluido el español) Bulgarien, ein Land, dass ich wie die meisten Deutschen wahrscheinlich auch vorwiegend aus medialer Verseuchung kannte.

Da soll es Zigeuner geben, was beinahe mit Dieben und Missetätern gleichgesetzt wird.

Das Wort stammt ja auch vom „ziehenden Gauner“ ab. Aber wenn man hier ist, scheint wie immer alles anders. Die Menschen sind -wie immer- sehr freundlich und hilfsbereit, ein wenig verschlossener, möglicherweise, aber keineswegs bösartig.

Gut, das Wetter war scheiße. Wir sind drei Stunden durch wirklich strömenden Regen gefahren, um unser erstes Ziel zu erreichen, die heilenden Quellen kurz vor Burgas.

Aber ansonsten? Irgendwie schon sehr mittel- oder gar nordeuropäisch in den Städten, mit DM und H&M, New Yorker und Co.

Allerdings ist das Gefälle zwischen Arm und Reich gewaltig. Auf dem Land findet man so ärmliche Baracken, dass viele Haustiere in Deutschland luxuriöser zu leben scheinen, aber die Natur ist atemberaubend.

Und wie in Albanien und dem europäischen Teil der Türkei, um nur einige Beispiele zu nennen, sind die Menschen zwar wirklich teilweise sehr arm, aber so verzweifelt pessimistisch wie ich es selbst oft noch bin, scheint hier entweder keiner, oder keiner sein zu wollen, den auf den meisten Gesichtern findet sich zumindest ein verstecktes, kleines Lächeln.

Bis morgen,

Euer Ulf

In english

Two German gypsies in Bulgaria

Bulgaria, a country that I, like most Germans, probably knew mainly from media contamination.

There are supposed to be gypsies there, which is almost equated with thieves and miscreants.

The word also comes from „wandering crooks“. But when you are here, as always, everything seems different. The people are – as always – very friendly and helpful, a little more secretive, perhaps, but by no means malicious.

Well, the weather was crap. We drove for three hours through really pouring rain to reach our first destination, the healing springs just outside Burgas.

But apart from that? Somehow the towns are very Central or even Northern European, with DM and H&M, New Yorker and the like.

However, the gap between rich and poor is huge. In the countryside you will find such poor shacks that many pets in Germany seem more luxurious, but the nature is breathtaking.

And as in Albania and the European part of Turkey, to name just a few examples, the people really are very poor in places, but nobody seems to be as desperately pessimistic as I often am myself, or nobody wants to be, because on most faces there is at least a hidden, small smile.

See you tomorrow,

Your Ulf

En Francaise

Deux tziganes allemands en Bulgarie

La Bulgarie, un pays que, comme la plupart des Allemands, je connaissais probablement surtout par la contamination médiatique.

Il y aurait des Tsiganes, ce qui est presque assimilé à des voleurs et à des malfaiteurs.

Le mot vient d’ailleurs de l’expression „ziehenden Gauner“. Mais quand on est ici, tout semble différent, comme toujours. Les gens sont -comme toujours- très aimables et serviables, un peu plus fermés, peut-être, mais pas du tout méchants.

Bon, le temps était pourri. Nous avons roulé trois heures sous une pluie battante pour atteindre notre première destination, les sources thermales juste avant Burgas.

Mais à part ça ? D’une certaine manière, les villes sont déjà très européennes, voire nord-européennes, avec DM et H&M, New Yorker et compagnie.

Toutefois, le fossé entre les riches et les pauvres est énorme. A la campagne, on trouve des baraques si pauvres que de nombreux animaux domestiques semblent plus luxueux en Allemagne, mais la nature est à couper le souffle.

Et comme en Albanie et dans la partie européenne de la Turquie, pour ne citer que quelques exemples, les gens sont certes en partie très pauvres, mais personne ne semble vouloir être aussi désespérément pessimiste que je le suis encore souvent, ou alors personne, car sur la plupart des visages, on trouve au moins un petit sourire caché.

A demain, donc,

Votre Ulf

El Espanol

Dos gitanos alemanes en Bulgaria

Bulgaria, un país que yo, como la mayoría de los alemanes, probablemente conocía sobre todo por los medios de comunicación.

Se supone que allí hay gitanos, lo que casi se equipara a ladrones y malhechores.

La palabra también deriva de „delincuente errante“. Pero cuando uno está aquí, como siempre, todo parece diferente. La gente es -como siempre- muy amable y servicial, un poco más reservada, quizá, pero en absoluto maliciosa.

El tiempo era una mierda. Condujimos durante tres horas bajo una lluvia torrencial para llegar a nuestro primer destino, los manantiales curativos a las afueras de Burgas.

Pero aparte de eso… De alguna manera, las ciudades son muy centroeuropeas o incluso noreuropeas, con DM y H&M, neoyorquinas y similares.

Sin embargo, la diferencia entre ricos y pobres es enorme. En el campo encontrarás chabolas tan pobres que muchas mascotas en Alemania parecen más lujosas, pero la naturaleza es impresionante.

Y como en Albania y la parte europea de Turquía, por citar sólo algunos ejemplos, algunas de las personas son realmente muy pobres, pero nadie parece ser tan desesperadamente pesimista como a menudo lo sigo siendo yo, o nadie quiere serlo, porque en la mayoría de los rostros hay al menos una pequeña sonrisa oculta.

Hasta mañana,

Tu Ulf

Auf Wiedersehen

(Down below in english en français Incluido el español) Irgendwann musste er kommen, der Tag an dem wir die geliebte neue Heimat für längere Zeit verlassen müssen. Heute ist er da.

Und als wenn uns die Götter verabschieden wollten, scheint die Sonne so lieblich, dass man ihr winken möchte.

Vielleicht hat man gemerkt, wie sehr mir Griechenland ans Herz gewachsen ist. Dieses Land, dass man nach der Definition einer Regel auch als Arschloch-freie-Zone bezeichnen kann, denn nirgendwo sonst habe ich so viele so angenehme Menschen getroffen.

Wenn man hier falsch steht, wird man höflich gebeten, umzuparken und anschließend bedankt man sich. Nicht weil man es muss, denn nur wir mussten uns bewegen, sondern weil es wohl im hellenischen Blut liegt, freundlich zu sein.

Wie oft haben wir es erlebt, dass Geschäftsleute sich gegenseitig helfen. Wie damals in Preveza, als wir den Schlüssel nachmachen mussten. Der Mann vom Schlüsseldienst konnte kein Englisch und bat den Metzger von nebenan um Hilfe, der mich sogar noch mit dem Roller kurzerhand zum Parkplatz brachte, weil der Schlüsselmann seinen Job im Jürmann kontrollieren musste.

Und als ich mich anschließend mit einem Souflakikauf bedanken wollte, empfahl er mir einen anderen Imbiss, weil er nur Frischfleisch darbot.

Oder Thannos und David, die Freunde von Jiannis, die uns unbekannt zum Grillen einluden oder der Baggerfahrer in Kalamata, der nicht den Strand in einen Parkplatz verwandeln wollte, sondern uns nur kurz auf Staats- oder Stadtkosten, wer weiss das schon, den Boden ebnete, damit wir besser stehen konnten.

Kein Wunder. Dass so viele. Vanlifer und Aussteiger hier stranden, denn in Griechenland wird man in Ruhe gelassen. Hier nötigt man weder Freundlichkeit noch Hilfe auf, hier nervt man nicht mit Fürsorge und Tipps, hier ist man da, wenn man gebraucht wird und bleibt ansonsten mit einem freundlichen „Yiassu“, „Yiassas“ oder „Calimera“ bei sich.

Danke, dass wir hier sein durften, danke, dass man uns unsere Unsicherheiten nie böse nahm, danke für selbstverständliches Vorfahren zum gesuchten Laden durch Alexandropolis und vielen, vielen Dank fürs Dich als Freund gewinnen dürfen lieber Jiannis.

Wie könnten wir nie wieder kommen, wo ihr uns alle mit so viel selbstverständlicher Zuneigung begegnet seid und wir mit Peter, Kathi, Irina, Mareike, Marvin und David auch Freunde, Bekannte oder Verwandte im Geiste Kennenlernen durften und wo der Jürmann erwachsen geworden ist.

Bis bald,

Euer Ulf

English

Goodbye!
It had to come sometime, the day when we had to leave our beloved new home for a long time. Today it is here.

And as if the gods wanted to bid us farewell, the sun is shining so sweetly that you want to wave to it.

You may have noticed how much I have grown fond of Greece. This country that can also be described as an asshole-free zone according to the definition of a rule, because nowhere else have I met so many such pleasant people.

If you are parked in the wrong place here, you are politely asked to move and then thanked. Not because you have to, because we were the only ones who had to move, but because it is probably in the Hellenic blood to be friendly.

How often have we seen business people helping each other? Like the time in Preveza when we had to copy the key. The man from the locksmith couldn’t speak English and asked the butcher next door for help, who even took me to the parking lot on his scooter because the key man had to check his job at Jürmann.

And when I wanted to thank him afterwards by buying a souflaki, he recommended another snack bar because it only served fresh meat.

Or Thannos and David, Jiannis‘ friends, who invited us to a barbecue, unbeknownst to us, or the digger driver in Kalamata, who didn’t want to turn the beach into a parking lot, but just wanted to level the ground for us at the expense of the state or city, who knows, so that we could stand better.

No wonder. That so many. Vanlifers and dropouts get stranded here, because in Greece you are left alone. They don’t impose friendliness or help here, they don’t bother you with care and tips, they are there when you are needed and otherwise stay with you with a friendly „Yiassu“, „Yiassas“ or „Calimera“.

Thank you for letting us be here, thank you for never taking our insecurities badly, thank you for driving us through Alexandropolis to the store we were looking for and thank you very, very much for letting us make you a friend, dear Jiannis.

How could we ever come back when you all met us with so much natural affection and we were able to get to know Peter, Kathi, Irina, Mareike, Marvin and David as friends, acquaintances or relatives in spirit and where the Jürmann has grown up.

See you soon,

Your Ulf

En francaise

Au revoir, au revoir !
Il devait arriver un jour ou l’autre, le jour où nous devions quitter notre nouvelle patrie bien-aimée pour une période prolongée. Aujourd’hui, il est là.

Et comme si les dieux voulaient nous dire au revoir, le soleil brille si agréablement qu’on a envie de lui faire signe.

Vous avez peut-être remarqué à quel point je me suis attaché à la Grèce. Ce pays que l’on peut aussi qualifier de zone sans trou du cul, selon la définition d’une règle, car nulle part ailleurs je n’ai rencontré autant de gens aussi agréables.

Ici, quand on est mal garé, on nous demande poliment de changer de place et on nous remercie ensuite. Non pas parce qu’on y est obligé, car nous étions les seuls à devoir nous déplacer, mais parce que c’est probablement dans le sang des Hellènes d’être aimables.

Combien de fois avons-nous vu des hommes d’affaires s’entraider. Comme cette fois-là à Preveza, où nous avons dû faire un double de la clé. L’homme du serrurier ne parlait pas anglais et a demandé de l’aide au boucher d’à côté, qui m’a même amené sans hésiter au parking en scooter, car le serrurier devait contrôler son travail chez Jürmann.

Et lorsque j’ai voulu le remercier en achetant un souflaki, il m’a recommandé un autre snack-bar parce qu’il ne proposait que de la viande fraîche.

Ou Thannos et David, les amis de Jiannis, qui nous ont invités à un barbecue sans que nous le sachions, ou encore le conducteur de la pelleteuse à Kalamata, qui ne voulait pas transformer la plage en parking, mais qui nous a juste aplani brièvement le sol aux frais de l’État ou de la ville, qui sait, afin que nous puissions mieux nous tenir debout.

Ce n’est pas étonnant. Que tant de gens. Vanlifer et les marginaux échouent ici, car en Grèce, on nous laisse tranquilles. Ici, on n’impose ni gentillesse ni aide, on n’agace pas avec des soins et des conseils, on est là quand on a besoin de nous et on se contente d’un „Yiassu“, „Yiassas“ ou „Calimera“ amical.

Merci de nous avoir permis d’être ici, merci de ne jamais avoir pris nos incertitudes en mauvaise part, merci de nous avoir naturellement conduits jusqu’au magasin que nous cherchions à travers Alexandropolis et merci beaucoup, beaucoup de nous avoir permis de te considérer comme un ami, cher Jiannis.

Comment pourrions-nous ne jamais revenir, alors que vous nous avez tous rencontrés avec tant d’affection naturelle et qu’avec Peter, Kathi, Irina, Mareike, Marvin et David, nous avons pu faire la connaissance d’amis, de connaissances ou de parents dans l’esprit et que Jürmann est devenu adulte.

A très bientôt,

Votre Ulf

El espanol

El adiós
Tenía que llegar en algún momento, el día en que tuviéramos que dejar nuestro querido nuevo hogar durante mucho tiempo. Hoy ha llegado.

Y como si los dioses quisieran despedirse de nosotros, el sol brilla tan dulcemente que dan ganas de saludarlo.

Ya os habréis dado cuenta de lo mucho que me he encariñado con Grecia. Este país que también puede describirse como una zona libre de gilipollas según la definición de una regla, porque en ningún otro lugar he conocido a tanta gente tan agradable.

Aquí, si aparcas en el lugar equivocado, te piden educadamente que te muevas y luego te dan las gracias. No porque tengas que hacerlo, porque fuimos los únicos que tuvimos que movernos, sino porque probablemente esté en la sangre helénica ser amable.

¿Cuántas veces hemos visto a empresarios ayudándose unos a otros? Como aquella vez en Preveza cuando tuvimos que copiar la llave. El hombre de la cerrajería no hablaba inglés y pidió ayuda al carnicero de al lado, que incluso me llevó al aparcamiento en su scooter porque el cerrajero tenía que comprobar su trabajo en Jürmann.

Y cuando después quise agradecérselo comprándome un souflaki, me recomendó otra comida para llevar porque sólo servían carne fresca.

O Thannos y David, los amigos de Jiannis, que nos invitaron a una barbacoa, sin que lo supiéramos, o el conductor de la excavadora en Kalamata, que no quería convertir la playa en un aparcamiento, sino que se limitó a allanarnos el terreno a costa del Estado o de la ciudad, quién sabe, para que pudiéramos estar mejor de pie.

No es de extrañar. Que tantos Vanlifers y abandonados se queden varados aquí, porque en Grecia te dejan en paz. Aquí no te imponen amabilidad ni ayuda, no te molestan con atenciones y propinas, están ahí cuando te necesitan y si no se quedan contigo con un amistoso „Yiassu“, „Yiassas“ o „Calimera“.

Gracias por dejarnos estar aquí, gracias por no tomarte nunca a mal nuestras inseguridades, gracias por conducirnos por Alexandropolis hasta la tienda que buscábamos y muchas, muchas gracias por dejarnos hacerte amigo, querido Jiannis.

Cómo íbamos a volver cuando nos recibisteis con tanto cariño natural y pudimos conocer a Peter, Kathi, Irina, Mareike, Marvin y David como amigos, conocidos o parientes en espíritu y donde el Jürmann ha crecido.

Hasta pronto,

Vuestro Ulf