Liebe Silvana,

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag

als Du geboren wurdest, war Koks grad im Kommen und LSD noch en Vogue. Die Musik war Led Zeppelin, James Brown und Nina Simon.

Ja, die allgemeinen Weltumstände haben dir schon ein bisschen Ulf in die Wiege gelegt, ohne, dass Du davon wissen konntest.

Aber Du hast es seit jeher gespürt, dass Du nicht über Puppen und Geld, sondern Nietzsche und Kant reden möchtest.

Aber auch, wenn du das Böse oder völlerisch, man könnte fast sagen das Sodom und Gomorrha der Welt nie mochtest, hast Du dir doch einen Dionysos statt Apollon ins Nest geholt.

Wie kannst Du dich wundern, dass ich ihm Rollen anschraubte und Jürmann taufte?

Heute, ein paar Jahre später kommt die meiste Musik aus der Retorte, covert Helene Fischer Metallica und das LSD der Zukunft heißt Aperol Spritz.

Aber Dein Weg ist nicht über die Smartphonescreene der Welt in die Herzen der Menschen. Du schaust lieber den Ameisen beim Arbeiten oder den Fischen beim Futtern zu.

Du haderst nicht mit deinem Alter, so wie ich, du haderst mit Hitze, mit Gasherd und Zeran. Deine Baustelle ist der Jürmann, nicht ein virtuelles Image.

Ich weiss, dass Du auch Angst hast, nicht, dass ich nicht unser Leben gemeistert bekomme, sondern Dich nicht findest.

Ich glaube, das hast du schon längst, denn wer sich mich zum Partner sucht ist naiv oder schlau und wer nach über vier Jahren noch bei mir ist ist vielleicht immer noch keine Marie Curie, aber muss sehr genau wissen, was sie tut.

Alles Liebe zum Geburtstag mein Schatz,

Dein Ulf

In English

Dear Silvana,
When you were born, coke was on the rise and LSD was still in vogue. The music was Led Zeppelin, James Brown and Nina Simon.

Yes, the general circumstances of the world gave you a bit of Ulf in your cradle without you even knowing it.

But you’ve always sensed that you don’t want to talk about dolls and money, but Nietzsche and Kant.

But even if you have never liked the evil or the evil, one could almost say the Sodom and Gomorrah of the world, you have brought a Dionysus into your nest instead of Apollo.

How can you be surprised that I screwed castors on him and christened him Jürmann?

Today, a few years later, most music comes from the retort, Helene Fischer covers Metallica and the LSD of the future is called Aperol Spritz.

But your way into people’s hearts is not via the world’s smartphone screens. You’d rather watch the ants work or the fish feed.

You don’t struggle with your age like I do, you struggle with heat, with gas stoves and Zeran. Your construction site is the Jürmann, not a virtual image.

I know that you are also afraid, not that I won’t be able to master our lives, but that you won’t find yourself.

I think you already have, because anyone who looks for me as a partner is naive or clever and anyone who is still with me after more than four years may still not be a Marie Curie, but must know exactly what they are doing.

Happy birthday my darling,

Your Ulf

En Francaise

Chère Silvana,
Quand tu es née, la coke était en plein essor et le LSD encore en vogue. La musique était Led Zeppelin, James Brown et Nina Simon.

Oui, les circonstances générales du monde t’ont déjà donné un peu d’Ulf dans le berceau, sans que tu puisses le savoir.

Mais tu as senti depuis toujours que tu ne voulais pas parler de poupées et d’argent, mais de Nietzsche et de Kant.

Mais même si tu n’as jamais aimé le mal ou la gloutonnerie, on pourrait presque dire la Sodome et Gomorrhe du monde, tu as tout de même fait venir un Dionysos dans ton nid au lieu d’Apollon.

Comment peux-tu t’étonner que je lui ai vissé des roulettes et que je l’ai baptisé Jürmann ?

Aujourd’hui, quelques années plus tard, la plupart de la musique sort de la cornue, Helene Fischer reprend Metallica et le LSD du futur s’appelle Aperol Spritz.

Mais ton chemin ne passe pas par les écrans des smartphones du monde entier pour atteindre le cœur des gens. Tu préfères regarder les fourmis travailler ou les poissons se nourrir.

Tu ne te bats pas contre ton âge, comme moi, tu te bats contre la chaleur, la cuisinière à gaz et le zéran. Ton chantier, c’est le Jürmann, pas une image virtuelle.

Je sais que tu as aussi peur, non pas que je n’arrive pas à maîtriser notre vie, mais que tu ne te trouves pas.

Je pense que tu l’as déjà fait depuis longtemps, car celui qui me cherche comme partenaire est naïf ou intelligent et celui qui est encore avec moi après plus de quatre ans n’est peut-être pas encore Marie Curie, mais doit savoir très exactement ce qu’il fait.

Je te souhaite un bon anniversaire, ma chérie,

Ton Ulf

El Español

Querida Silvana,
Cuando naciste, la coca estaba en alza y el LSD seguía de moda. La música era Led Zeppelin, James Brown y Nina Simon.

Sí, las circunstancias generales del mundo te dieron un poco de Ulf en la cuna, sin que fueras consciente de ello.

Pero siempre has intuido que no quieres hablar de muñecas y dinero, sino de Nietzsche y Kant.

Pero aunque nunca te haya gustado el mal ni el mal, casi se podría decir la Sodoma y Gomorra del mundo, has metido en tu nido a un Dionisio en vez de a Apolo.

¿Cómo puedes extrañarte de que le echara castañuelas y lo bautizara como Jürmann?

Hoy, unos años después, la mayor parte de la música procede de la réplica, Helene Fischer versiona a Metallica y el LSD del futuro se llama Aperol Spritz.

Pero tu camino hacia el corazón de la gente no pasa por las pantallas de los smartphones del mundo. Prefieres ver trabajar a las hormigas o alimentarse a los peces.

No luchas con tu edad como yo, luchas con el calor, con las cocinas de gas y Zeran. Tu obra es la Jürmann, no una imagen virtual.

Sé que tú también tienes miedo, no de que yo no sea capaz de dominar nuestras vidas, sino de que tú no te encuentres a ti mismo.

Creo que ya lo has hecho, porque quien me busca como compañera es un ingenuo o un listo, y quien sigue conmigo después de más de cuatro años puede que aún no sea una Marie Curie, pero debe saber muy bien lo que hace.

Feliz cumpleaños, cariño mío,

Tu Ulf

Der Mond ist nicht aufgegangen

Sometimes….

In unserer alten Heimat Deutschland sieht man jede Nacht den Mond. Er geht am späten Nachmittag auf und am Vormittag wieder unter.

Zumindest dachte ich das. Denn manchmal sieht man ihn nicht und ich meine damit nicht Neumond.

Wenn ich ehrlich bin, ist mir das nie aufgefallen. Für mich war es einfach klar, dass des Nachts der Mond leuchtet, das war so sicher, dass ich nicht mal mehr nachschaute.

David Hume hätte diese Wahrheit wohl als „Matter of facs“ betrachtet.das war so, das ist so, das bleibt so.

Es ist aber nicht so. Denn erst jetzt in Griechenland entdecke ich den Mond in einer ganzen „relation of ideas“, also als wissenschaftliche Wahrheit.

Mal ist er so groß, dass die Sonne gegen ihn mikrig wirkt und manchmal so rot, dass man ihn für den Mars halten könnte.

Und manchmal ist er gar nicht da. Wir wollten es nicht glauben, bis Silvana sich über eine App schlau gemacht hat und tatsächlich entdeckte, dass er, wie letzte Nacht, unterm Horizont lag.

Man könnte sagen, es war eine Mond lose Nacht.

Ein merkwürdiges Gefühl, wenn man vergeblich den Mond sucht. Es ist Nacht und entgegen eines berühmten deutschen Kinderliedes scheint der Mond nicht aufgegangen.

Ein Mahnmal für mich, was Wahrheiten in meinem Kopf betrifft. Ist das wirklich so, oder ist es wie beim Mond, werde ich mich zukünftig versuchen zu disziplinieren und wie in der ersten Philosophiestunde freudig darüber wundern, was alles ist, wenn nur die Wahrheit nicht mehr ist.

Übrigens kann man in Mondlosen Nächten besser Sternschnuppen sehen. Bei uns soll es den nächsten Persiidenregen übrigens wieder am 12 August geben.

Ich habe leider vergessen, ob diese Nacht Mond los sein wird und: Haben Sie es wie ich Grad auch gemerkt? Jetzt weiss ich, dass es Nächte ohne Mond geben kann und schon denke ich, dass ist eine unverrückbare Wahrheit.

Verrückt wie selbstverliebt mein Geist aus uniquen Erfahrungen unverrückbare Tatsachen schaffen will, dabei wissen wir doch seit Wittgenstein, dass Tatsachen nur dass sind, was der Fall  ist.

Euer Ulf

In english

The moon has not risen
In our old homeland of Germany, you can see the moon every night. It rises in the late afternoon and sets again in the morning.

At least that’s what I thought. Because sometimes you don’t see it, and I don’t mean on a new moon.

To be honest, I never noticed that. It was just clear to me that the moon shines at night, it was so certain that I didn’t even look anymore.

David Hume would probably have regarded this truth as a „matter of facs“.that was so, that is so, that remains so.

But it is not. For it is only now in Greece that I am discovering the moon in a whole „relation of ideas“, i.e. as a scientific truth.

Sometimes it is so big that the sun looks puny against it and sometimes so red that you could mistake it for Mars.

And sometimes it’s not there at all. We didn’t want to believe it until Silvana looked it up on an app and actually discovered that it was below the horizon, just like last night.

You could say it was a moonless night.

It’s a strange feeling when you look for the moon in vain. It’s night and, contrary to a famous German children’s song, the moon doesn’t seem to have risen.

A reminder for me of the truths in my head. Is that really the case, or is it like the moon, I will try to discipline myself in future and, as in the first philosophy lesson, wonder joyfully about what everything is, if only the truth is no longer there.

By the way, you can see shooting stars better on moonless nights. By the way, the next Persian shower is supposed to be on August 12th.

Unfortunately, I’ve forgotten whether there will be a moon that night and: Did you notice it like I did Grad? Now I know that there can be nights without a moon and I think that’s an immovable truth.

It’s crazy how self-absorbedly my mind wants to create immovable facts from unique experiences, even though we’ve known since Wittgenstein that facts are only what is the case.

Your Ulf

En francaise

La lune ne s’est pas levée
Dans notre ancienne patrie, l’Allemagne, on voit la lune toutes les nuits. Elle se lève en fin d’après-midi et se couche en milieu de matinée.

Du moins, c’est ce que je croyais. Car parfois, on ne la voit pas, et je ne parle pas de la nouvelle lune.

Pour être honnête, je ne l’avais jamais remarqué. Pour moi, il était simplement évident que la lune brillait la nuit, c’était tellement sûr que je ne regardais même plus.

David Hume aurait sans doute considéré cette vérité comme „Matter of facs“.C’était comme ça, c’est comme ça, ça reste comme ça.

Mais ce n’est pas le cas. Car ce n’est que maintenant, en Grèce, que je découvre la lune dans toute une „relation of ideas“, c’est-à-dire comme une vérité scientifique.

Tantôt elle est si grande que le soleil semble minuscule à côté d’elle, tantôt elle est si rouge qu’on pourrait la prendre pour Mars.

Et parfois, il n’est même pas là. Nous ne voulions pas y croire, jusqu’à ce que Silvana se renseigne sur une application et découvre effectivement qu’elle était, comme la nuit dernière, sous l’horizon.

On pourrait dire que c’était une nuit sans lune.

C’est un sentiment étrange que de chercher en vain la lune. C’est la nuit et, contrairement à une célèbre chanson allemande pour enfants, la lune ne semble pas se lever.

Un rappel pour moi en ce qui concerne les vérités dans ma tête. Si c’est vraiment le cas, ou si c’est comme la lune, j’essaierai à l’avenir de me discipliner et de m’étonner joyeusement, comme lors de la première leçon de philosophie, de tout ce qui est, quand seule la vérité n’est plus.

D’ailleurs, on peut mieux voir les étoiles filantes les nuits sans lune. Chez nous, la prochaine pluie de Persides devrait d’ailleurs avoir lieu le 12 août.

J’ai malheureusement oublié si cette nuit sera sans lune et : L’avez-vous remarqué comme moi ? Je sais maintenant qu’il peut y avoir des nuits sans lune et je pense déjà que c’est une vérité immuable.

C’est fou comme mon esprit, imbu de lui-même, veut créer des faits immuables à partir d’expériences univoques, alors que nous savons depuis Wittgenstein que les faits ne sont que ce qui est le cas.

Votre Ulf

El Español

La luna no ha salido
En nuestra antigua patria, Alemania, se puede ver la luna todas las noches. Sale a última hora de la tarde y vuelve a ponerse por la mañana.

Al menos eso es lo que yo pensaba. Porque a veces no se ve, y no me refiero a la luna nueva.

Para ser sincero, nunca me había dado cuenta. Simplemente tenía claro que la luna brilla por la noche, era tan cierto que ni siquiera miraba.

David Hume probablemente habría considerado esta verdad como una „cuestión de facs“.Era así, es así, sigue siendo así.

Pero no es así. Porque sólo ahora, en Grecia, estoy descubriendo la luna en toda una „relación de ideas“, es decir, como una verdad científica.

A veces es tan grande que el sol parece insignificante frente a ella y a veces es tan roja que podrías confundirla con Marte.

Y a veces ni siquiera existe. No queríamos creerlo hasta que Silvana utilizó una aplicación para averiguarlo y descubrió que estaba por debajo del horizonte, como anoche.

Se podría decir que era una noche sin luna.

Es una sensación extraña cuando buscas la luna en vano. Es de noche y, al contrario de lo que dice una famosa canción infantil alemana, la luna no parece haber salido.

Un recordatorio para mí de las verdades de mi cabeza. ¿Es realmente así o es como la luna? En el futuro intentaré disciplinarme y, como en la primera lección de filosofía, preguntarme alegremente qué es todo, aunque sólo sea porque la verdad ya no está ahí.

Por cierto, las estrellas fugaces se ven mejor en las noches sin luna. Por cierto, la próxima lluvia persa está prevista para el 12 de agosto.

Por desgracia, he olvidado si habrá luna esa noche y: ¿Te diste cuenta como yo Grad? Ahora sé que puede haber noches sin luna y creo que es una verdad inamovible.

Es una locura lo ensimismada que mi mente quiere crear hechos inamovibles a partir de experiencias únicas, aunque desde Wittgenstein sepamos que los hechos son sólo lo que es el caso.

Tu Ulf

Blaue Stunde

Es ist still morgens, wenn die Sonne aufgeht und nur einsame Schiffe den Horizont streifen.
Die leichte Kühle im nahenden Sonnenaufgang versetzt einen in längst vergangene Zeiten, als die Moderne noch in den Sternen stand.

Ein wenig Erfurvhtsvoll erwartet man die 45 Grad, die für heute angekündigt sind, denn wenn die Luft steht und die Sonne brennt, merkt man wie filigran der Körper ist.

Viel trinken wird geraten und wenig bewegen, heute geht dass, Wilo die Arbeit mit dem Rechner erledigt werden kann, aber vor hundert Jahren war es einfach nur heiß und man musste still zusehen, wie Naturgewalten die Ernte verbrannten, die man doch so dringend zum Leben braucht.

Man könnte nur warten und überlegen, wer die Wasserreserven bekommt, das Korn, das Vieh oder man selbst. Und täglich war es wie in dem Kinderspiel, bei dem die Musik spielt und ein Stuhl zu wenig vorhanden war. Wer wird heute nicht überleben?

Früher war das selten, weil keine Industrie mit ihrem Kohlenmonoxidausstoß diesen Prozess beflügelt hat. Heute ist diese Sengende Hitze ein wiederkehrendes Ritual, dem man mit genmanipuliertem Getreide und Wasserspeichern zu begegnen versucht, dessen Reserven schon jetzt nicht mehr für alle Menschen reichen, das Mittelmeer vor mir, dass auf der anderen Seite an Afrika grenzt spricht mit seinen Leichen aus Flüchtlingen eine deutliche Sprache.

Was muss noch passieren, dass der Mensch endlich begreift, dass er sich in einer Sackgasse befindet und das man der drohenden Katastrophe nur mit Verzicht begegnen kann?

Die drohenden Kriege an allen Fronten kämpfen nicht um Daseinsberechtigung für Religionen oder staatlicher Souveränität, es geht ums nackte Überleben.

Es geht um Trinkwasser für Getreide, Zeit und Mensch.

Euer Ulf

In english

Blue hour
It is quiet in the morning when the sun rises and only lonely ships brush the horizon.
The light coolness of the approaching sunrise transports you back to times long past, when modernity was still written in the stars.

The 45 degrees announced for today are awaited with a bit of dread, because when the air is still and the sun is burning, you realize how delicate your body is.

Drinking a lot and moving little is advised, today that works, Wilo the work can be done with the computer, but a hundred years ago it was just hot and you had to watch silently as the forces of nature burned the crops that you need so urgently to live.

You could only wait and think about who would get the water reserves, the grain, the cattle or yourself. And every day it was like the children’s game where the music was playing and there was one chair too few. Who will not survive today?

It used to be rare, because there was no industry to fuel the process with its carbon monoxide emissions. Today, this scorching heat is a recurring ritual that people are trying to counter with genetically modified grain and water reservoirs, the reserves of which are already no longer sufficient for all people; the Mediterranean Sea in front of me, which borders Africa on the other side, speaks for itself with its corpses of refugees.

What else needs to happen for people to finally realize that they are at a dead end and that the only way to counter the impending catastrophe is to do without?

The impending wars on all fronts are not about the raison d’être of religions or state sovereignty, they are about bare survival.

It is about drinking water for grain, time and people.

Your Ulf

En Francaise

L’heure bleue
Il fait calme le matin lorsque le soleil se lève et que seuls des bateaux solitaires frôlent l’horizon.
La légère fraîcheur à l’approche du lever du soleil nous ramène à des temps lointains, quand la modernité était encore dans les étoiles.

C’est avec un peu d’appréhension que l’on attend les 45 degrés annoncés pour aujourd’hui, car lorsque l’air est stagnant et le soleil brûlant, on se rend compte à quel point le corps est en filigrane.

Il est conseillé de boire beaucoup et de ne pas trop bouger, aujourd’hui cela va, Wilo le travail peut être fait avec l’ordinateur, mais il y a cent ans, il faisait tout simplement chaud et on devait regarder en silence comment les forces de la nature brûlaient les récoltes dont on a pourtant tellement besoin pour vivre.

On ne pouvait qu’attendre et se demander à qui reviendraient les réserves d’eau, au blé, au bétail ou à soi-même. Et chaque jour, c’était comme dans ce jeu d’enfant où la musique joue et où il manquait une chaise. Qui ne survivra pas aujourd’hui ?

Autrefois, c’était rare, car aucune industrie n’alimentait ce processus avec ses émissions de monoxyde de carbone. Aujourd’hui, cette chaleur torride est un rituel récurrent que l’on tente de contrer avec des céréales génétiquement modifiées et des réservoirs d’eau dont les réserves ne suffisent déjà plus pour tous les hommes, la Méditerranée devant moi, qui borde l’Afrique de l’autre côté, parle un langage clair avec ses cadavres de réfugiés.

Que doit-il encore se passer pour que l’homme comprenne enfin qu’il se trouve dans une impasse et qu’il ne peut faire face à la catastrophe imminente qu’en renonçant ?

Les guerres qui menacent sur tous les fronts ne portent pas sur la raison d’être des religions ou de la souveraineté des États, il s’agit de la survie pure et simple.

Il s’agit d’eau potable pour les céréales, le temps et les hommes.

Votre Ulf

El Español

La hora azul
La mañana es tranquila cuando sale el sol y sólo barcos solitarios rozan el horizonte.
El ligero frescor del amanecer que se aproxima te transporta a tiempos pasados, cuando la modernidad aún estaba escrita en las estrellas.

Los 45 grados anunciados para hoy se esperan con un poco de inquietud, porque cuando el aire está quieto y el sol quema, uno se da cuenta de lo delicado que es su cuerpo.

Se aconseja beber mucho y moverse poco, hoy eso funciona, Wilo el trabajo se puede hacer con el ordenador, pero hace cien años sólo hacía calor y tenías que mirar en silencio cómo las fuerzas de la naturaleza quemaban las cosechas que necesitas con tanta urgencia para vivir.

Sólo podías esperar y pensar en quién se quedaría con las reservas de agua, el grano, el ganado o tú mismo. Y cada día era como el juego de los niños en el que sonaba la música y sobraba una silla. ¿Quién no sobrevivirá hoy?

Antes era raro, porque no había industria que alimentara el proceso con sus emisiones de monóxido de carbono. Hoy, este calor abrasador es un ritual recurrente que la gente intenta contrarrestar con cereales modificados genéticamente y depósitos de agua, cuyas reservas ya no son suficientes para toda la gente; el mar Mediterráneo, frente a mí, que limita con África por el otro lado, habla un lenguaje claro con sus cadáveres de refugiados.

¿Qué más tiene que pasar para que la gente se dé cuenta por fin de que está en un callejón sin salida y de que la única forma de contrarrestar la catástrofe inminente es prescindir de todo?

Las inminentes guerras en todos los frentes no tienen que ver con la razón de ser de las religiones o la soberanía de los Estados, sino con la mera supervivencia.

Se trata del agua potable para el grano, el tiempo y las personas.

Su Ulf

City of nature

Stellt Euch vor, ihr seid in einer Metropole wie Bangkok. Pulsierende Großstadt mit unzähligen Menschen in lebendig gewordenen Wegen und Straßen die zwischen Ruinen und modernsten Gebäuden beinahe einen eigenen Herzschlag haben.

Und jetzt ersetzt die Häuser und Baukomplexe durch Gräser, Büsche und Bäume. Und die Menschen durch Millionen und Abermillionen von Tieren, mehr, als man sich vorstellen kann. Über Ihnen thronen unzählige funkelnde Sterne und die Geräuschkulisse ist nicht erfüllt von Stimmen, sondern von Vogelgesang, Quaken, Zirpen und vereinzeltem Heulen. Hier werden Sandhügel zu Bahnhöfen von Ameisenzügen und Grashalmen zu Start und Landebahnen von Libellen. Ein orchestrales Finale wie es schöner, bunter und lieblicher nicht sein kann.

Leben in all seiner großen und kleinen Vielfalt, einträchtig mit und beieinander. Würmer, Käfer, Spinnen, Ameisen, Mücken, Motten, Frösche, Kröten, Nachtigallen, Hunde, Katzen, Grashüpfer, Grillen und all die unzähligen Geschöpfe die ich noch vergessen habe, weil sie zu viligran für mein banal grobes Auge oder meine grobschlächtigen Ohren sind.

Könnt ihr es fühlen?

Dann seid ihr wie wir jetzt inmitten bulgarischer Gebirge, nach unzähligen Aufs und Abs durch Kuhherden und Schafen die vom Jüngsten bis zum Stammesältesten keinen vergessen. Im Tempo des jedem gegebenen, lebt hier Natur wie zu Zeiten, als Internet noch das war, was man Zukunftsmusik nannte und keiner vermisste.

Fressen und Gefressen werden in vollendeter Harmonie.

Ich wollte arbeiten, aber bin nach hunderten von Kilometern zum Entspannen und Genießen verdonnert, liege mit Silvana im offenen Jürmann und kann die Schönheit der Dunkelheit um uns herum nicht fassen.

Wir baden in einem Gefühl der Wohligkeit, wie es keine Errungenschaft der Zivilisation möglich machen könnte. Hier inhaliert man unbeschreiblichen Frieden, der alle Sinne berührt.

Ich weiss nicht, ob ich gut oder überhaupt schlafen werde, aber eines ist sicher, dies ist eine der ergreifenden Nächte meines Lebens.

Euer Ulf

In english

City of Nature

Imagine you are in a metropolis like Bangkok. A pulsating metropolis with countless people in paths and streets that have come alive and almost have a heartbeat of their own between ruins and modern buildings.

And now the houses and building complexes have been replaced by grasses, bushes and trees. And the people with millions and millions of animals, more than you can imagine. Countless twinkling stars are enthroned above you and the soundscape is not filled with voices, but with birdsong, croaking, chirping and the occasional howl. Here, sand hills become stations for ant trains and blades of grass become runways for dragonflies to take off and land. An orchestral finale that could not be more beautiful, colorful and sweet.

Life in all its great and small diversity, in harmony with and next to each other. Worms, beetles, spiders, ants, mosquitoes, moths, frogs, toads, nightingales, dogs, cats, grasshoppers, crickets and all the countless creatures that I have forgotten because they are too delicate for my banally coarse eyes or my coarse ears.

Can you feel it?

Then you are like us now in the middle of the Bulgarian mountains, after countless ups and downs through herds of cows and sheep that forget no one from the youngest to the oldest. Here, nature lives at the pace of what everyone is given, as it did in the days when the internet was still a thing of the future and nobody missed it.

Eating and being eaten in perfect harmony.

I wanted to work, but after hundreds of kilometers I am forced to relax and enjoy myself, lying in the open Jürmann with Silvana and unable to grasp the beauty of the darkness around us.

We bathe in a feeling of well-being that no achievement of civilization could make possible. Here we inhale an indescribable peace that touches all our senses.

I don’t know whether I will sleep well or at all, but one thing is certain, this is one of the most moving nights of my life.

Yours Ulf

En Francaise

Ville de la nature

Imaginez que vous êtes dans une métropole comme Bangkok. Une grande ville vibrante avec d’innombrables personnes dans des chemins et des rues devenus vivants qui, entre les ruines et les bâtiments les plus modernes, ont presque leur propre battement de cœur.

Et maintenant, remplace les maisons et les complexes de construction par des herbes, des buissons et des arbres. Et les hommes par des millions et des millions d’animaux, plus que vous ne pouvez l’imaginer. Au-dessus de vous trônent d’innombrables étoiles scintillantes et le paysage sonore n’est pas rempli de voix, mais de chants d’oiseaux, de coassements, de stridulations et de hurlements isolés. Ici, les collines de sable deviennent des gares pour les trains de fourmis et les brins d’herbe des pistes de décollage et d’atterrissage pour les libellules. Un final orchestral on ne peut plus beau, plus coloré et plus doux.

La vie dans toute sa diversité, grande et petite, en harmonie avec les autres et les uns avec les autres. Vers, coléoptères, araignées, fourmis, moustiques, papillons de nuit, grenouilles, crapauds, rossignols, chiens, chats, sauterelles, grillons et toutes les innombrables créatures que j’ai encore oubliées parce qu’elles sont trop délicates pour mon œil banalement grossier ou mes oreilles grossières.

Vous pouvez le sentir ?

Alors vous êtes comme nous au milieu des montagnes bulgares, après d’innombrables montées et descentes de troupeaux de vaches et de moutons qui n’oublient personne, du plus jeune au plus âgé de la tribu. Au rythme de chacun, la nature vit ici comme au temps où Internet était encore ce qu’on appelait une musique d’avenir et que personne ne regrettait.

Manger et être mangé en parfaite harmonie.

Je voulais travailler, mais après des centaines de kilomètres, je suis contraint de me détendre et de profiter, allongé avec Silvana dans le Jürmann ouvert, et je n’arrive pas à saisir la beauté de l’obscurité qui nous entoure.

Nous baignons dans un sentiment de bien-être qu’aucune conquête de la civilisation ne pourrait rendre possible. Ici, on inhale une paix indescriptible qui touche tous les sens.

Je ne sais pas si je vais bien dormir ou si je vais dormir du tout, mais une chose est sûre, c’est l’une des nuits les plus émouvantes de ma vie.

Votre Ulf

El Espanol

Ciudad de la naturaleza

Imagine que se encuentra en una metrópolis como Bangkok. Una metrópoli palpitante con innumerables personas en callejuelas y calles que han cobrado vida y casi tienen latido propio entre ruinas y edificios modernos.

Y ahora las casas y los complejos de edificios han sido sustituidos por hierbas, arbustos y árboles. Y el pueblo por millones y millones de animales, más de los que puedas imaginar. Incontables estrellas centelleantes se entronizan sobre ti y el paisaje sonoro no se llena de voces, sino de cantos de pájaros, graznidos, gorjeos y algún que otro aullido. Aquí, las colinas de arena se convierten en estaciones ferroviarias para los trenes hormiga y las briznas de hierba en pistas de despegue y aterrizaje para las libélulas. Un final de orquesta que no puede ser más bello, colorido y dulce.

La vida en toda su gran y pequeña diversidad, armonizando con y juntos. Gusanos, escarabajos, arañas, hormigas, mosquitos, polillas, ranas, sapos, ruiseñores, perros, gatos, saltamontes, grillos y todas las innumerables criaturas que he olvidado porque son demasiado delicadas para mi banal ojo tosco o mis toscos oídos.

¿Puedes sentirlo?

Entonces estás como nosotros ahora en medio de las montañas búlgaras, tras innumerables subidas y bajadas entre rebaños de vacas y ovejas que no olvidan a nadie, desde el más joven al más viejo de la tribu. Aquí, la naturaleza vive al ritmo que a cada uno le da la gana, como en los tiempos en que internet era aún cosa del futuro y nadie lo echaba de menos.

Comer y ser comido en perfecta armonía.

Yo quería trabajar, pero después de cientos de kilómetros me veo obligado a relajarme y disfrutar, tumbado en el Jürmann abierto con Silvana e incapaz de captar la belleza de la oscuridad que nos rodea.

Nos bañamos en una sensación de bienestar que ningún logro de la civilización podría hacer posible. Aquí inhalamos una paz indescriptible que toca todos nuestros sentidos.

No sé si dormiré bien o del todo, pero una cosa es cierta, ésta es una de las noches más conmovedoras de mi vida.

Su Ulf

Dadatatata

(Down below in english en français Incluido el español) Es war stressig, schön, inspirierend und überraschend, denn gestern Abend bekamen wir Besuch aus Gescher und aus dem Landkreis Starnberg; mit dem Rad, wohl bemerkt.

Man glaubt es kaum, aber als ich gestern noch Unterricht gab, hörte ich plötzlich Stimmen „die kommen aus Steinfurt“ und ich war so irritiert wie in der Türkei, als wir die Erdhörnchen sahen.

Leider musste ich noch die Stunde beenden, aber dann hatte auch ich Zeit mich unseren jetzt neuen Freunden vorzustellen. Unfassbar, dass man so weit fahren muss, um einen beinahe Nachbarn aus der alten Heimat zu treffen, dessen Mutter sogar aus Nienborg, einer Ortschaft die zu meiner elterlichen Gemeinde gehört kommt.

Wir saßen lange zusammen, sprachen über die Türkei, Griechenland, Albanien und mehr. Tauschten unsere Reiseziele und Erfahrungen aus und feierten den Mut des jeweils anderen und gingen erst spät ins Bett.

Wie schön, dass wir alle Traveler sind und noch spontan einen gemeinsamen Tag anhängen konnten, bevor morgen der eine über Georgien nach China fährt und der andere Richtung Iran aufbricht.

Aber tiefe philosophische Gespräche und noch mehr Themen fesselten uns alle mehrere Stunden bei Linsensuppe und Kuchen von Silvana, bis ich erneut zum Unterricht musste.

Egal, die Nacht ist noch lang, ich habe endlich frei und Menschen wie uns geht der Stoff wohl nie aus.

Dadatata, ich liebe es,

Bis morgen,


Euer Ulf

English



Dadatatata
It was stressful, beautiful, inspiring and surprising, because last night we had visitors from Gescher and from the district of Starnberg; by bike, I might add.

It’s hard to believe, but when I had the lesson yesterday, I suddenly heard voices saying „they’re from Steinfurt“ and I was as irritated as I was in Turkey when we saw the gophers.

Unfortunately, I still had to finish the lesson, but then I would also have time to introduce myself to our new friends. It’s unbelievable that you have to travel so far to meet an almost neighbor from your old home, whose mother is even from Nienborg, a village that belongs to my parental community.

We sat together for a long time, talking about Turkey, Greece, Albania and more. We shared our destinations and experiences, celebrated each other’s courage and didn’t go to bed until late.

How nice that we are all travelers and could spontaneously add another day together before one of us leaves for China via Georgia and the other for Iran tomorrow.

But deep philosophical conversations and even more topics kept us all enthralled for several hours over Silvana’s lentil soup and cake until I had to go to class.

Never mind, the night is still long, I’m finally free and people like us never run out of things to talk about.
Dadatata, I love it,

See you tomorrow,


Your Ulf

En francais

Dadatatata
C’était stressant, agréable, inspirant et surprenant, car hier soir, nous avons reçu des visiteurs de Gescher et du district de Starnberg ; à vélo, je le remarque.

C’est à peine croyable, mais lorsque j’ai donné mes cours hier, j’ai soudain entendu des voix dire „ils viennent de Steinfurt“ et j’ai été aussi irritée qu’en Turquie lorsque nous avons vu les écureuils terrestres.

Malheureusement, je devais encore terminer le cours, mais j’aurais alors eu le temps de me présenter à nos nouveaux amis. C’est incroyable que l’on doive aller si loin pour rencontrer un presque voisin de son ancien pays, dont la mère est même originaire de Nienborg, une localité qui fait partie de la commune de mes parents.

Nous sommes restés longtemps ensemble, à parler de la Turquie, de la Grèce, de l’Albanie et de bien d’autres choses encore. Nous avons échangé nos destinations et nos expériences, nous avons célébré le courage de chacun et nous nous sommes couchés tard.

Quel plaisir de savoir que nous sommes tous des travellers et que nous pourrions encore spontanément ajouter une journée ensemble avant que l’un ne parte demain pour la Chine via la Géorgie et l’autre pour l’Iran.

Mais de profondes discussions philosophiques et encore plus de sujets nous ont tous captivés pendant plusieurs heures autour d’une soupe aux lentilles et d’un gâteau de Silvana, jusqu’à ce que je doive aller en cours.

Peu importe, la nuit est encore longue, j’ai enfin congé et les gens comme nous ne manquent jamais de matière.
Dadatata, j’adore ça,

A demain, donc,


Votre Ulf

Espanol

Dadatatata
Fue estresante, hermoso, inspirador y sorprendente, porque anoche tuvimos visitantes de Gescher y del distrito de Starnberg; en bicicleta, debo añadir.

Es difícil de creer, pero cuando ayer tenía la lección, de repente oí voces que decían „son de Steinfurt“ y me irrité tanto como en Turquía cuando vimos a los topos.

Por desgracia, aún tenía que terminar la lección, pero entonces también tendría tiempo de presentarme a nuestros nuevos amigos. Es increíble que tengas que viajar tan lejos para conocer a un casi vecino de tu antigua casa, cuya madre es incluso de Nienborg, un pueblo que pertenece a mi comunidad paterna.

Estuvimos sentados juntos mucho tiempo, hablando de Turquía, Grecia, Albania y mucho más. Compartimos nuestros destinos y experiencias, celebramos la valentía de cada uno y no nos acostamos hasta tarde.

Qué bien que todos seamos viajeros y podamos añadir espontáneamente otro día juntos antes de que uno de nosotros viaje mañana a China vía Georgia y el otro ponga rumbo a Irán.

Pero profundas conversaciones filosóficas y aún más temas nos mantuvieron a todos embelesados durante varias horas con la sopa de lentejas y la tarta de Silvana hasta que tuve que ir a clase.

No importa, la noche sigue siendo larga, por fin estoy libre y a la gente como nosotros nunca se nos acaban las cosas.
Dadatata, me encanta

Hasta mañana

Tu Ulf

Sogar die Jürmanngrillen zirpen

(Down below in english en français Incluido el español) Über uns kreisten soeben junge Pelikane über die Gipfel, während hinter einem Gebüsch vor uns ein Fuchs kritisch beäugte, wer wir sind.

Silvana meinte, als sie einen Grashüpfer beobachtete, dass es sich großartig anfühlt, bei der Natur zu Gast zu sein, hier, wo auf den Autobahnen vor Bären, statt Rotwildwechsel gewarnt wird.

Vorgestern haben wir sogar einen Meteor samt Feuerschweif verglühen sehen und Glühwürmchen beim Paarungsverhalten zusehen dürfen.

Was die menschliche Bevölkerungsdichte angeht ist Griechenland wirklich dünn besiedelt, aber alles andere scheint es hier im Überfluss zu geben: Schmetterlinge in allen Farben, Schildkröten, Delphine und Insekten die so vielfältig sind, dass man zu fasziniert ist um an Ekel auch nur zu denken.

Es surrt, klappert und zirpt wie im Paradies, während tagsüber die verschiedensten Vögel singen und nachts die Grillen zirpen. Und dieses sanfte Brumpftgebaren ist so schön, dass selbst der  Van keine Störgeräusche macht sondern wieder den Chor der Jürmanngrillen ihr Solo präsentieren lässt.

Und dazu ein Stausee, wie man ihn wohl sonst nur in Neuseeland bewundern kann. In einem Weihnachtslied heißt es „still und starr ruht der See“, jetzt weiss ich, was gemeint ist, obwohl er alles andere als bewegungslos ist.

Hier ist alles lebendig und jede Bewegung zeugt von natürlicher Intelligenz, wie sie wohl nur von einer Ganzheit kreiert werden konnte.

Man spürt, dass jedes Sein ob Fliege, Käfer oder buschartig gewachsenes Fabelwesen gleichermaßen richtig und wichtig ist.

Ich dachte eben, dass ich nicht weiss, ob es so etwas wie Gott gibt, aber wenn, dann hat er einen Satz mit Sicherheit nicht gesagt: Macht Euch die Erde untertan.

Hier, zwischen Larissa und Alexandra verlierezumindest ich die Angst vorm Tod, denn wie viel lieber wäre ich jetzt Grashüpfer, Ente, Grashalm oder Enzian, statt Mensch.

Hier können alle in Frieden miteinander sein und nur ein Geist wie ich ihn habe muss sich immer wieder sagen, wir schön es hier ist, statt es einfach zu genießen.

Bis morgen,

Euer Ulf

English

Even the Jürmann crickets are chirping
Above us, young pelicans were just circling over the peaks, while behind a bush in front of us a fox critically eyed who we were.

Silvana said, as she watched a grasshopper, that it felt great to be a guest of nature here, where there are warnings on the highways about bears instead of deer.

The day before yesterday we even saw a meteor and its tail of fire burn up and watched fireflies mating.

In terms of human population density, Greece is really sparsely populated, but everything else seems to be in abundance here: butterflies in all colors, turtles, dolphins and insects that are so diverse that you are too fascinated to even think about disgust.

It buzzes, rattles and chirps like paradise, while all kinds of birds sing during the day and crickets chirp at night. And this gentle humming is so beautiful that even the van doesn’t make any disturbing noises but lets the choir of Jürmann crickets present their solo again.

And then there’s a reservoir that you can probably only admire in New Zealand. In a Christmas carol it says „still and rigid the lake rests“, now I know what is meant, although it is anything but motionless.

Everything here is alive and every movement testifies to a natural intelligence that could only be created by a whole.

One senses that every being, whether fly, beetle or bush-like mythical creature, is equally right and important.

I was just thinking that I don’t know if there is such a thing as God, but if there is, there’s one sentence he certainly didn’t say: subdue the earth.

Here, between Larissa and Alexandra, at least I lose my fear of death, because I would much rather be a grasshopper, duck, blade of grass or gentian than a human being.

Everyone can be at peace with each other here and only a ghost like me has to keep telling myself how beautiful it is here instead of just enjoying it.

See you tomorrow,

Your Ulf

français

Même les grillons de Jürmann chantent.
Au-dessus de nous, de jeunes pélicans tournaient au-dessus des sommets, tandis que derrière un buisson devant nous, un renard regardait d’un œil critique qui nous étions.

Silvana a déclaré, en observant une sauterelle, que c’était formidable d’être l’hôte de la nature, ici, où les autoroutes mettent en garde contre les ours, au lieu de changer de cerf.

Avant-hier, nous avons même vu un météore se consumer avec sa queue de feu et avons pu observer des lucioles s’accoupler.

En termes de densité de population humaine, la Grèce est vraiment peu peuplée, mais tout le reste semble y abonder : des papillons de toutes les couleurs, des tortues, des dauphins et des insectes si variés qu’on est trop fasciné pour ne serait-ce que penser au dégoût.

Ça ronronne, ça cliquette et ça gazouille comme au paradis, tandis que les oiseaux les plus divers chantent le jour et que les criquets stridulent la nuit. Et ce doux ronronnement est si beau que même le van ne fait pas de bruit parasite mais laisse à nouveau le chœur des grillons de Jürmann présenter son solo.

Et en plus, il y a un lac de barrage comme on ne peut en admirer qu’en Nouvelle-Zélande. Dans un chant de Noël, il est dit „still und starr ruht der See“, je sais maintenant de quoi il s’agit, bien qu’il soit tout sauf immobile.

Ici, tout est vivant et chaque mouvement témoigne d’une intelligence naturelle qui n’a pu être créée que par une totalité.

On sent que chaque être, qu’il s’agisse d’une mouche, d’un scarabée ou d’une créature mythique qui a poussé comme un buisson, est tout aussi juste et important.

Je pensais justement que je ne savais pas s’il existait quelque chose comme Dieu, mais si c’était le cas, il y a une phrase qu’il n’a certainement pas prononcée : „Soumettez la terre“.

Ici, entre Larissa et Alexandra, je perds au moins la peur de la mort, car combien je préférerais être une sauterelle, un canard, un brin d’herbe ou une gentiane, plutôt qu’un être humain.

Ici, tout le monde peut être en paix les uns avec les autres et seul un esprit comme le mien doit se dire sans cesse à quel point c’est beau ici, au lieu de simplement en profiter.

A demain, donc,

Votre Ulf

español

Hasta los grillos de Jürmann pían
Por encima de nosotros, unos jóvenes pelícanos volaban en círculos sobre las cumbres, mientras detrás de un arbusto frente a nosotros, un zorro escrutaba críticamente quiénes éramos.

Silvana dijo, mientras observaba un saltamontes, que se sentía muy bien ser huésped de la naturaleza aquí, donde en las autopistas hay advertencias sobre osos en lugar de ciervos.

Anteayer incluso vimos arder un meteorito y su cola de fuego, y observamos cómo se apareaban las luciérnagas.

En términos de densidad de población humana, Grecia está realmente poco poblada, pero todo lo demás parece abundar aquí: mariposas de todos los colores, tortugas, delfines e insectos tan diversos que uno se siente demasiado fascinado para pensar siquiera en el asco.

Zumba, cascabelea y chirría como el paraíso, mientras todo tipo de pájaros cantan durante el día y los grillos gorjean por la noche. Y este suave zumbido es tan hermoso que ni siquiera la furgoneta hace ruido, sino que deja que el coro de grillos Jürmann vuelva a interpretar su solo.

Y luego hay un embalse como sólo se puede admirar en Nueva Zelanda. Hay un villancico que dice „quieto y quieto descansa el lago“, ahora sé a qué se refiere, aunque es cualquier cosa menos inmóvil.

Aquí todo está vivo y cada movimiento atestigua una inteligencia natural que sólo podría ser creada por un todo.

Percibes que cada ser, ya sea mosca, escarabajo o criatura mítica parecida a un arbusto, tiene la misma razón y es igual de importante.

Estaba pensando que no sé si existe Dios, pero si existe, hay una frase que desde luego no dijo: Someted la tierra.

Aquí, entre Larissa y Alexandra, al menos pierdo el miedo a la muerte, porque prefiero ser un saltamontes, un pato, una brizna de hierba o una genciana que un ser humano.

Aquí todo el mundo puede estar en paz con los demás y sólo un fantasma como yo tiene que seguir diciéndose a sí mismo lo hermoso que es esto en lugar de simplemente disfrutarlo.

Hasta mañana,

Tu Ulf

Und dazu Popel

Und dazu Popel
(Down below in english en français Incluido el español) Seit dem 1. September sind Silvana und ich unterwegs und man darf sagen, dass wir diesen Schritt nicht bereuen.

Länder, Menschen, Gezeiten, Jahreszeiten und Probleme, wir haben so viel erlebt und gesehen, dass mir morgens kurz schwindlig ist, da meine ganzen Erfahrungen neu überschrieben werden.

Es ist beinahe so, als beginne ich, wie ein Neugeborenes alles neu zu entdecken. Grün, rot, blau und weiß sind neue Eindrücke, die beim Erwachen, wie nach einer Reinkarnation irgendwie schon mal gesehen, aber noch nicht bekannt scheinen.

Wenn die Vögel mit Melodien wie aus tropischen Dokumentationen singen und des Nachts mich wahrhaft echte Glühwürmchen beim Spazieren begleiten, während über mir Cassiopaia, der Gürtel des Orion und andere Sternbilder ein Leben wie in einem Bild von Gaugin bereiten, fühlt sich Leben endlich so an, wie man es sich als Kind gewünscht hat, wenn einem die Geschichte von Peter Pan erzählt wird.

Und wie dieser Held meiner Vergangenheit sein Dängelräng wieder entdecken musste, begreife auch ich langsam was mir so im Leben gefehlt hat: Zauber, der feste Glaube an Wunder und eine nur dem Sein geschuldete Neugierde.

Man sucht am Strand nicht nach brauchbarem für etwas sondern entdeckt neues und erforscht seine Qualität unbekannt. Wow, wie weich, hart, glatt oder glânzend, statt: wie praktisch.

Ganz so wie Zoé es mir gezeigt hat, als sie klein war und ich gemeinsam mit ihr die Welt und das Leben entdecken durfte.

Da ist ein Popel nicht ekelig, sondern einfach nur witzig glibberig und schmecken tut er auch noch.

Und beim denken dieser Gedanken überfällt mich die Sehnsucht all meine Lieben wieder in den Arm nehmen zu können: Meine Tochter, die als stolze Frau immer noch gern mein kleines Mädchen ist, meine Mama, die mit unbändiger Hingabe diese Reise so unterstützt, wie kein anderer Mensch,weil sie da war und ist wenn wir sie brauchen, ohne dass ich fragen muss. Und mein Freund Max, der mir so teuer ist wie Zoé, Silvana und Mama und mit dem ich unbedingt mal wieder spazieren und philosophieren will, ja muss.

In den letzten sieben Monaten wurde aus dem Nehmer der Geben-woller, zurück geben, was man mir  in der Vergangenheit gewesen ist, wichtiger Mensch an der Seite, für den man was Besonderes sein darf, schwach, stark, verletzlich, neugierig und einfach da, wenn man ihn braucht.

An alle da draussen: Ich bin da für Euch, so wie ihr es für mich seid und es ist mir unangenehm das zugeben zu müssen, aber ich brauchte die Ferne und Weite um zu begreifen, wie wichtig und unersätzlich ihr für mich seid.

Und wo auch immer ich das Leben grad neu entdecke, ein Wink genügt und ich bin da, nicht versprochen, sondern gerne!

Bis morgen,

Euer

Papa, Schatz, Adolf, Adi, Ulf und lustiger kleiner Typ grad in Griechenland

English

And boogers to boot
Silvana and I have been on the road since September 1 and it’s fair to say that we have no regrets.

Countries, people, tides, seasons and problems, we have experienced and seen so much that I feel dizzy for a moment in the morning as all my experiences are rewritten.

It’s almost as if I’m starting to rediscover everything like a newborn baby. Green, red, blue and white are new impressions that, when I wake up, as if after reincarnation, somehow seem to have been seen before but are not yet familiar.

When the birds sing with melodies as if from tropical documentaries and at night I am accompanied on my walk by real fireflies, while above me Cassiopaia, Orion’s belt and other constellations create a life like in a painting by Gaugin, life finally feels like what you wished for as a child when you were told the story of Peter Pan.

And just as this hero of my past had to rediscover his Danish dream, I too am slowly realizing what I have been missing in my life: Magic, a firm belief in miracles and a curiosity owed only to being.

You don’t look for something useful on the beach, you discover something new and explore its unknown quality. Wow, how soft, hard, smooth or shiny, instead of: how practical.

Just like Zoé showed me when she was little and I was allowed to discover the world and life together with her.

A booger isn’t disgusting, it’s just funny and gooey and it tastes good too.

And when I think these thoughts, I am overcome with a longing to be able to hold all my loved ones in my arms again: My daughter, who as a proud woman still loves being my little girl, my mom, who supports this journey with unbridled devotion like no other person, because she was and is there when we need her, without me having to ask. And my friend Max, who is as dear to me as Zoé, Silvana and my mom and with whom I really want, indeed need, to go for a walk and philosophize again.

In the last seven months, I’ve gone from being a taker to a giver, giving back what you’ve been to me in the past, an important person at my side, for whom you can be special, weak, strong, vulnerable, curious and simply there when you need him.

To everyone out there: I am there for you, just as you are for me, and it is unpleasant for me to have to admit it, but I needed the distance and expanse to realize how important and irreplaceable you are to me.

And wherever I am rediscovering life, a wave is enough and I am there, not promised, but gladly!

See you tomorrow,

Your

Dad, darling, Adolf, Adi, Ulf and funny little guy just in Greece

français

Et en plus, des crottes de nez
Depuis le 1er septembre, Silvana et moi sommes en route et on peut dire que nous ne regrettons pas cette étape.

Les pays, les gens, les marées, les saisons et les problèmes, nous avons vécu et vu tellement de choses que le matin, j’ai un peu le vertige, car toutes mes expériences sont réécrites.

C’est presque comme si, tel un nouveau-né, je commençais à tout redécouvrir. Le vert, le rouge, le bleu et le blanc sont de nouvelles impressions qui, au réveil, comme après une réincarnation, semblent en quelque sorte déjà vues, mais pas encore connues.

Lorsque les oiseaux chantent sur des airs de documentaires tropicaux et que, la nuit, de véritables lucioles m’accompagnent dans ma promenade, tandis qu’au-dessus de moi Cassiopée, la ceinture d’Orion et d’autres constellations me préparent une vie digne d’un tableau de Gaugin, la vie ressemble enfin à ce que l’on souhaitait, enfant, lorsqu’on nous racontait l’histoire de Peter Pan.

Et comme ce héros de mon passé a dû redécouvrir sa peur de l’oie, je commence moi aussi à comprendre ce qui m’a tant manqué dans la vie : La magie, la ferme croyance dans les miracles et une curiosité qui n’est due qu’à l’être.

On ne cherche pas sur la plage quelque chose d’utile, mais on découvre quelque chose de nouveau et on explore sa qualité inconnue. Wow, comme c’est doux, dur, lisse ou brillant, au lieu de : comme c’est pratique.

Tout comme Zoé me l’a montré quand elle était petite et que j’ai pu découvrir le monde et la vie avec elle.

Une crotte de nez n’est pas dégoûtante, elle est simplement drôle et gluante, et en plus elle a bon goût.

Et en pensant à cela, j’ai envie de serrer tous ceux que j’aime dans mes bras : Ma fille, qui, en tant que femme fière, aime toujours être ma petite fille, ma maman, qui soutient ce voyage avec un dévouement sans bornes comme personne d’autre, parce qu’elle était et est toujours là quand nous avons besoin d’elle, sans que je doive demander. Et mon ami Max, qui m’est aussi cher que Zoé, Silvana et maman, et avec qui je veux, et même dois, absolument me promener et philosopher.

Au cours des sept derniers mois, le preneur est devenu celui qui veut donner, rendre ce qu’on a été pour moi dans le passé, quelqu’un d’important à mes côtés, pour qui on peut être spécial, faible, fort, vulnérable, curieux et simplement là quand on a besoin de lui.

À tous ceux qui sont là : Je suis là pour vous, tout comme vous l’êtes pour moi, et il m’est désagréable de devoir l’admettre, mais j’avais besoin de l’éloignement et de l’espace pour comprendre à quel point vous êtes importants et indispensables pour moi.

Et quel que soit l’endroit où je redécouvre la vie, il suffit d’un signe pour que je sois là, non pas par promesse, mais avec plaisir !

À demain,

Votre

Papa, chéri, Adolf, Adi, Ulf et le drôle de petit gars en Grèce.

español


Y mocos
Silvana y yo llevamos de viaje desde el 1 de septiembre y es justo decir que no nos arrepentimos de nada.

Países, personas, mareas, estaciones y problemas, hemos vivido y visto tantas cosas que por un momento me mareo por las mañanas al reescribir todas mis experiencias.

Es casi como si empezara a redescubrirlo todo como un recién nacido. El verde, el rojo, el azul y el blanco son nuevas impresiones que, cuando me despierto, como tras una reencarnación, de algún modo parecen haber sido vistas antes pero aún no me resultan familiares.

Cuando los pájaros cantan melodías como sacadas de documentales tropicales y por la noche me acompañan en mi paseo luciérnagas de verdad, mientras por encima de mí Cassiopaia, el cinturón de Orión y otras constelaciones crean una vida como en un cuadro de Gaugin, la vida por fin se parece a lo que uno deseaba de niño cuando le contaban la historia de Peter Pan.

Y al igual que este héroe de mi pasado tuvo que redescubrir su sueño danés, yo me estoy dando cuenta poco a poco de lo que me ha faltado en mi vida: Magia, una firme creencia en los milagros y una curiosidad que sólo se debe al ser.

En la playa no se busca algo útil, se descubre algo nuevo y se explora su cualidad desconocida. Vaya, qué suave, duro, liso o brillante, en lugar de: qué práctico.

Como me enseñó Zoé cuando era pequeña y me permitió descubrir el mundo y la vida junto a ella.

Un moco no es asqueroso, simplemente es divertido y pegajoso, y además sabe bien.

Y cuando pienso en estas cosas, me invade el anhelo de poder volver a tener en mis brazos a todos mis seres queridos: Mi hija, que como mujer orgullosa sigue adorando ser mi niña pequeña, mi mamá, que apoya este viaje con una devoción desenfrenada como ninguna otra persona, porque estuvo y está ahí cuando la necesitamos, sin que yo tenga que pedírselo. Y mi novio Max, que me es tan querido como Zoé, Silvana y mamá, y con quien realmente quiero, es más, necesito, salir a pasear y volver a filosofar.

En los últimos siete meses, he pasado de ser una tomadora a una dadora, devolviendo lo que tú has sido para mí en el pasado, una persona importante a mi lado por la que puedes ser especial, débil, fuerte, vulnerable, curiosa y simplemente estar ahí cuando lo necesitas.

A todos los que estáis ahí: Estoy ahí para ti, igual que tú lo estás para mí, y me resulta desagradable tener que admitirlo, pero necesitaba la distancia y la extensión para darme cuenta de lo importante e insustituible que eres para mí.

Y allí donde estoy redescubriendo la vida, basta una ola y allí estoy, no prometido, ¡pero con gusto!

Hasta mañana,

Tu

Papá, querido, Adolf, Adi, Ulf y el pequeño gracioso que acaba de llegar a Grecia.






Rachlust

(Down below in english en français Incluido el español) Edgar Alan Poe, einer der Meister des Horrors und Grusels, spielte viel mit der Imagination, also Vorstellungskraft seiner Protagonisten.

Wenn Polizisten concludieren, entsteht ein philosophisches Feuerwerk aus Ursache und Wirkung, wie sie nur menschlicher Geist erdenken oder verstehen kann.

Seine Kompetenz lag meines Erachtens also nicht im gruseligen Tatbestand der Vergiftung, um nur ein Beispiel zu nennen,sondern in der Verbindung zwischen Opfer und Täter.

Opfer und Täter waren,in den meisten Geschichten Unschuldige, die, wie eine Mutter zum Kind kamen. Plötzlich, meist bei Nacht, oder zumindest zu kalter, Farbarmer Stunde, wenn es nieselt oder der Nebel alles in eine undurchsichtige Wolke taucht, platzt einem der Kragen oder konkretisiert sich ein Schlachtplan. Um 5 oder noch früher da oder da, am Galgen, ohne Kopf, leblos.

Besser, wenn alle noch schlafen. Dann kann es jeder gewesen sein, denn da wird man ja nicht gesehen. Aber das Netz persönlichkeitsbestimmender Erfahrungen verliert auch Nachts nicht den Halt, man sieht es nur scheinbar noch weniger als Tagsüber, denn Nachts sieht man seine eigenen Fehler nicht, vielleicht übersehen sie ja andere auch?

Die Nacht scheint mir wie ein Dachboden für Kinder. Wenn keiner da ist, traut man sich zu gucken; in die Truhe, die Seele und die Nacht.

Denn nie brennt das Feuer der Rachelust so heiß, wie Abends, wenn man spürt, wie leer der Tag eigentlich war, oder?

Bis morgen Abend,

Euer Ulf

English

Lust for revenge


Edgar Alan Poe, one of the masters of horror and horror, played a lot with the imagination of his protagonists.

When policemen conspire, the result is a philosophical firework display of cause and effect that only the human mind can conceive or understand.

In my opinion, his expertise lay not in the gruesome crime of poisoning, to name just one example, but in the connection between victim and perpetrator.

In most stories, the victims and perpetrators were innocent people who came to the child like a mother. Suddenly, usually at night, or at least at a cold, low hour, when it is drizzling or the fog bathes everything in an opaque cloud, one’s collar bursts or a battle plan takes shape. There or there at 5 or even earlier, on the gallows, headless, lifeless.

Better if everyone is still asleep. Then it could have been anyone, because you can’t be seen. But the web of personality-defining experiences doesn’t lose its grip at night either, you just seem to see it even less than during the day, because at night you don’t see your own mistakes, maybe others overlook them too?

The night seems to me like an attic for children. When no one is around, you dare to look into the chest, the soul and the night.

Because the fire of revenge never burns as hot as in the evening, when you can feel how empty the day has actually been, can you?

See you tomorrow evening,

Your Ulf



français

Envie de vengeance


Edgar Alan Poe, l’un des maîtres de l’horreur et de l’épouvante, a beaucoup joué avec l’imagination de ses protagonistes.

Lorsque des policiers conspirent, il en résulte un feu d’artifice philosophique de causes et d’effets que seul l’esprit humain peut appréhender ou comprendre.

Selon moi, sa compétence ne résidait pas dans le crime atroce de l’empoisonnement, pour ne citer qu’un exemple, mais dans le lien entre la victime et le criminel.

Dans la plupart des histoires, les victimes et les coupables étaient des personnes innocentes qui, comme une mère, venaient voir l’enfant. Soudain, généralement la nuit ou du moins à une heure froide et profonde, quand il bruine ou que le brouillard enveloppe tout d’un nuage opaque, le col explose ou un plan de bataille prend forme. Là ou là, à cinq heures ou même plus tôt, à la potence, sans tête, sans vie.

Mieux vaut que tout le monde dorme encore. Alors tout le monde pourrait l’avoir fait, car on ne peut pas être vu. Mais le réseau des expériences qui déterminent la personnalité ne perd pas sa prise, même la nuit, on semble seulement le voir encore moins que le jour, parce que la nuit, on ne voit pas ses propres erreurs, peut-être que d’autres les ignorent aussi ?

La nuit me semble être un grenier pour les enfants. Quand personne n’est là, on ose regarder dans sa poitrine, dans son âme et dans la nuit.

Car le feu de la vengeance ne brûle jamais aussi fort que le soir, quand on sent à quel point la journée a été en fait vide, n’est-ce pas ?

À demain soir,

Ton Ulf



español

Deseo de venganza


Edgar Alan Poe, uno de los maestros del horror y el terror, jugaba mucho con la imaginación de sus protagonistas.

Cuando los policías conspiran, surge una pirotecnia filosófica de causas y efectos que sólo la mente humana puede captar o comprender.

En mi opinión, su maestría no residía en el horripilante crimen del asesinato por envenenamiento, por poner un ejemplo, sino en la conexión entre víctima y victimario.

En la mayoría de los relatos, la víctima y el autor eran personas inocentes que visitaban al niño como una madre. De repente, normalmente de noche o al menos a una hora baja y fría, cuando llovizna o la niebla lo envuelve todo en una nube opaca, estalla el collar o toma forma un plan de batalla. Aquí o allá, a las cinco o incluso antes, a la horca, sin cabeza, sin vida.

Lo mejor es que todos sigan durmiendo. Entonces todos podrían haberlo hecho, porque no te pueden ver. Pero la red de experiencias que determina tu personalidad no pierde fuerza por la noche, sólo que parece que la ves aún menos que durante el día, porque por la noche no ves tus propios errores, ¿quizá los demás también los ignoran?

La noche me parece un desván para los niños. Cuando no hay nadie cerca, te atreves a mirar en tu propio pecho, en tu propia alma y en la noche.

Porque el fuego de la venganza nunca arde con tanta fuerza como por la noche, cuando te das cuenta de lo vacío que ha estado realmente el día, ¿verdad?

Hasta mañana por la noche,

Tu Ulf

„schluff, schluff“

Kalt, flüssig, nass

„schluff, schluff“
(Down below in english en français Incluido el español) Man kann eine Geschichte der Dunkelheit erleben, aber um sie zu erzählen, braucht man eine Welt des Lichts. Denn erstens ist unsere Spezies vielfarbsehend, aber darüber hinaus, auch wenn ein Satz wie „er ging die Straße entlang und es machte „klong!““, vielleicht noch Witz hätte, im Dunkeln -streng genommen- sieht man keine Straße, sondern nur Schwarz. Man fühlt Sprache, wenn man so will. Also müsste der Satz “ er ging bis es Klong machte“ heißen. Bei Gedanken versunken schlenderte er durch Paris gar nur „schluff, schluff“.

Es braucht die Erfahrung, die im Kopf das Bild erstellt und wir sprechen deshalb von Bild, weil es ein Ding ist, das man vor seinem inneren Auge, in der Fantasie sehen kann und auch für dieses Bild braucht es Licht, selbst für das Bild einer nicht brennenden Kerze.

Das Interessante an der Dunkelheit ist aber, das die Qualität von Dingen bei Tag mit denen der Nacht gleichgesetzt werden. Man weiss sie zwar in der Dunkelheit noch, aber sieht sie nicht mehr. Die Laterne auf der Straße ist Teil der Dunkelheit für unsere Augen. Es ist beinahe so, als würde das Schwarz die physikalische Dichte ändern, von dunkler Energie oder Materie, was immer das ist, in Hart wie Kruppstahl,ohne, dass sich etwas außer dem oder jener die sich stößt, nichts verändert hat.

Das Moment der Überraschung des Seins. Alles wird spekulativ wie bei „etwas da, vielleicht“ oder „ich dachte dort“und „wow, ist das hart“.

Aber wenn wir lange genug in der Dunkelheit sind, lernen wir sie zu sehen, nutzen jede Idee von Licht und verwandeln schwarz in eine bunte Welt, auch wenn wir eigentlich kaum mehr sehen als in der totalen Dunkelheit.

Aber das Faszinierenste an der Nacht ist wohl, das uns Menschen dieses Mysterium „blind“ zwar abschreckt, doch nicht selten mehr Neugierde provoziert als das „Wahre, Sichtbare“.

Die Ironie ist, dass wir sehend auch nur präziser über etwas genauso Unbekanntes sprechen können, jedoch denken, alles er-kannt zu haben, obwohl wir nur ge-sehen haben

Bis morgen Abend,

Euer Ulf

English

„schluff, schluff“
You can experience a story of darkness, but to tell it, you need a world of light. Because firstly, our species has multi-colored vision, but beyond that, even if a sentence like „he was walking down the street and it went „klong!““ might still be funny, in the dark – strictly speaking – you don’t see stones, only black. You feel language, if you like. So the sentence should read „he walked until it went klong“. Lost in thought, he strolled through Paris with only „schluff, schluff“.

It takes experience to create an image in the mind, and we speak of an image because it is something that you can see in your mind’s eye, in your imagination, and this image also requires light, even for the image of a candle that is not burning.

The interesting thing about darkness, however, is that the quality of things during the day is equated with that of the night. You still know them in the dark, but you can no longer see them. The lantern on the street is part of the darkness for our eyes. It’s almost as if the black changes the physical density, from dark energy or matter, whatever that is, to hard as nails, without anything having changed except the one or the ones who bump into each other.

The moment of surprise of being. Everything becomes speculative as in „something there, maybe“ or „I thought there“ and „wow, that’s hard“.

But if we are in the dark long enough, we learn to see it, use every idea of light and turn black into a colorful world, even if we actually see little more than we do in total darkness.

But the most fascinating thing about the night is probably that although this mystery of „blindness“ frightens us humans, it often provokes more curiosity than the „real, visible“.

The irony is that we can only speak more precisely about something equally unknown when we can see, but we think we know everything, even though we have only seen it

See you tomorrow evening,

Your Ulf

français

„schluff, schluff“
On peut vivre une histoire dans l’obscurité, mais pour la raconter, il faut un monde de lumière. Car tout d’abord, notre espèce a une vision des couleurs, mais en plus, même si une phrase comme „il marchait dans la rue et ça a fait „klong !““ peut être amusante, dans l’obscurité – à proprement parler – on ne voit pas les pierres, mais seulement le noir. On ressent la langue, si l’on veut. La phrase devrait donc être : „Il déambula jusqu’à ce que ça fasse clong“. Perdu dans ses pensées, il déambulait dans Paris avec seulement „schluff, schluff“.

Il faut de l’expérience pour faire naître une image dans l’esprit, et nous parlons d’une image parce que c’est quelque chose que l’on peut voir devant l’œil de l’esprit, dans l’imagination, et cette image a aussi besoin de lumière, même pour l’image d’une bougie qui ne brûle pas.

Mais ce qui est intéressant dans l’obscurité, c’est que la qualité des choses le jour est assimilée à celle de la nuit. Dans l’obscurité, on les connaît encore, mais on ne les voit plus. Le réverbère dans la rue fait partie de l’obscurité pour nos yeux. C’est presque comme si le noir changeait de densité physique, passant d’une énergie ou d’une matière sombre, quelle qu’elle soit, à une matière dure comme du béton, sans que rien n’ait changé, si ce n’est celui ou ceux qui se heurtent.

Le moment de la surprise de l’être. Tout devient spéculatif dans le sens „il y a quelque chose, peut-être“ ou „je pensais que c’était là“ et „wow, c’est dur“.

Mais si nous restons assez longtemps dans l’obscurité, nous apprenons à voir, à utiliser chaque idée de lumière et à transformer le noir en un monde coloré, même si nous ne voyons en fait rien de plus que dans l’obscurité totale.

Mais ce qui est sans doute le plus fascinant dans la nuit, c’est que ce mystère de la „cécité“ nous fait certes peur, à nous les humains, mais qu’il éveille souvent plus de curiosité que ce qui est „vraiment visible“.

L’ironie réside dans le fait que nous ne pouvons parler plus précisément de quelque chose d’également inconnu que si nous pouvons voir, mais nous croyons tout savoir alors que nous n’avons fait que le voir

À demain soir,

Ton Ulf

español

„schluff, schluff“
Se puede vivir una historia en la oscuridad, pero para contarla se necesita un mundo de luz. Porque, en primer lugar, nuestra especie tiene visión cromática, pero más allá de eso, aunque una frase como „Caminaba por la calle y se puso „¡klong!““ pueda tener gracia, en la oscuridad -en sentido estricto- no se ven piedras, sólo se ve negro. Si quieres, puedes sentir el lenguaje. Así que la frase debería decir: „Se paseó hasta que tintineó“. Perdido en sus pensamientos, paseó por París con sólo „schluff, schluff“.

Se necesita experiencia para crear una imagen en la mente, y hablamos de imagen porque es algo que puede verse en el ojo de la mente, en la imaginación, y esta imagen también necesita luz, incluso para la imagen de una vela que no está encendida.

Pero lo interesante de la oscuridad es que la calidad de las cosas durante el día se equipara a la calidad de las cosas por la noche. En la oscuridad, aún se reconocen, pero ya no se ven. La farola de la calle forma parte de la oscuridad para nuestros ojos. Es casi como si la oscuridad cambiara su densidad física, de energía o materia oscura, sea lo que sea, a materia dura como el hormigón, sin que nada haya cambiado salvo el o los que chocan.

Es el momento de la sorpresa del ser. Todo se vuelve especulativo en el sentido de „hay algo ahí, tal vez“ o „creía que estaba ahí“ y „vaya, qué duro“.

Pero si permanecemos en la oscuridad el tiempo suficiente, aprendemos a ver, a utilizar cualquier idea de luz y a convertir la oscuridad en un mundo colorido, aunque en realidad no veamos nada más que en completa oscuridad.

Pero quizá lo más fascinante de la noche es que, aunque este misterio de la „ceguera“ nos asuste a los humanos, a menudo despierta más curiosidad que lo „realmente visible“.

La ironía es que no podemos hablar con más precisión de algo igualmente desconocido que cuando podemos ver, pero creemos saberlo todo aunque sólo lo hayamos visto.

Hasta mañana por la tarde,

Tu Ulf




As time goes by

(down below in english) Während am Anfang die Zeit, Korn für Korn beinahe in Zeitlupe durch die Sanduhr lief, scheinen derzeit Baggerschaufeln voll Gestein mit jedem bewußten Augenblick unbewusst vergangen zu sein.

Ein schlechtes Zeichen, denn es bedeutet, dass sich Routine eingestellt hat und das Besondere an unserem Trip ein wenig verloren gegangen scheint. In einem Van zu leben und zu arbeiten ist also Alltag geworden, den man, mal mehr, mal weniger glücklich bewältigt.

Zugegeben, ich bin glücklicher denn je, rege mich kaum noch auf und genieße jeden Abend die schönsten Sternenhimmel und morgens Sonnenschein über Mittelmeer, aber Griechenland ist für uns wie eine Art Zuhause geworden, wo man Öffnungszeiten und Wege kennt und bereits in Landessprache die ersten Floskeln parlieren kann.

Aber als Rolling Stone fühle ich mich ein wenig wie in eine Kuhle gekullert, die zwar sehr gemütlich ist, aber auch wenig Neues bereit hält.

Wie gut, dass ich Silvana dabei habe, die mich seit Längerem schon mit Ausflügen motivieren will, die Komfort Zone zu verlassen und wie morgen auf den Karneval nötigt.

Bisher fühltte ich mich dazu oft nicht bereit, weil die Aufgaben nicht vernachlässigt werden durften und ich dachte, sie fordern alle Aufmerksamkeit, doch jetzt merke ich, dass alles im Fluss ist.


Die Schule ist freudige Aufgabe, keine Bürde mehr, denn es ist unheimlich erfüllend, anderen zu helfen und dabei neue Kulturen kennen zu lernen und mit dem neuen Rechner ist weder Unterricht noch Chatten aktig. Rechner auf und los.


Natürlich muss ich mich konzentrieren und weiter machen (wie bisher), aber ich brauche nicht mehr zu befürchten, dass ich der Aufgabe, dieses Leben zu finanzieren, nicht gewachsen bin.

Jetzt kann ich mich endlich erneut und jetzt noch beschwingter, der wahren Qualität dieser Reise widmen: erleben. Mit Silvana den naheliegenden Wald erkunden,  mit ihr und unserem Freund Jiannis Karneval feiern sowie bald Geburtstag, aber dann auch wieder reisen.

Weiter Richtung Orient in die Türkei, wo wir dank des Sohnes dieses kautzig freundlichen Mannes bereits eine Anlaufstelle in Bodrum haben und dieses unbekannte Land inhalieren dürfen, um im Anschluss den Kontinent Richtung Westen zu durchqueren, damit der nächste Winter hinter Casablanca unserem Leben neue Impulse schenken kann.

Ich freue mich,

Bis morgen,

Euer Ulf


As time goes by


While in the beginning time ran through the hourglass, grain by grain, almost in slow motion, at present excavator shovels full of rock seem to have passed unconsciously with every conscious moment.

A bad sign, because it means that routine has set in and the special thing about our. Trip seems to have been lost a little. So living and working in a van has become part of everyday life, which we cope with, sometimes more, sometimes less happily.

Admittedly, I’m happier than ever, I hardly get upset anymore and enjoy the most beautiful starry skies every evening and sunshine over the Mediterranean in the morning, but Greece has become a kind of home for us, where we know opening times and routes and can already parrot the first phrases in the local language.

But as a Rolling Stone, I feel a bit like I’ve rolled into a hollow, which is very cozy, but also has little new to offer.

How good it is that I have Silvana with me, who has been trying to motivate me to leave the comfort zone with excursions for a while now and will force me to go to the carnival tomorrow.

Until now, I often didn’t feel ready to do this because the tasks could not be neglected and I thought they demanded all my attention, but now I realize that everything is in a state of flux.


School is a joyful task, no longer a burden, because it is incredibly fulfilling to help others and get to know new cultures, and with the new computer, neither lessons nor chatting are active. Computer on and go.


Of course I have to concentrate and keep going (as before), but I no longer have to worry that I’m not up to the task of financing this life.

Now I can finally devote myself to the true quality of this journey again, and now even more exhilarated: experiencing. Exploring the nearby forest with Silvana, celebrating carnival with her and our friend Jiannis and soon a birthday, but then traveling again.

Onwards towards the Orient to Turkey, where we already have a place to stay in Bodrum thanks to the son of this cheeky, friendly man, and where we can inhale the unknown Country before crossing the continent to the west so that the next winter behind Casablanca can give our lives new impetus.

I’m looking forward to it,

See you tomorrow,

Your Ulf