Die Sonne scheint, das Wasser des Meeres ist türkisblau, der Strand ist feinkörnig, und die Schaumkronen des Wassers bestücken die 1080 Pixel der Handykamera mit einem Instagramlächeln.
Bis um acht, wenn alle ausgeschlafen haben und jeder sein Recht auf Paradies einfordert. Dann wir plötzlich der Geheimtipp zum Hotspot, eingekreist von improvisierten Parkplätzen die vom Mond noch zu erkennen sein müssten.
Horden von Erholungssüchtigen stampfen mit allem was sich tragen lässt durch Mutter Natur und machen aus goldgelbem Strand, die Postkartenauslage von TUI und Neckermann.
Egal ob Planschbecken, Sonnenschirm, Förmchen Grill oder Dukebox, im Sommer findet sich in der Natur mehr Moderne als in üblichen Einfamilienparzellen mit Kleingarten in Kastrop Rauxel.
Wie Würstchen im Schlafrock quetschen sich Menschen aus allen Herren Ländern auf Gratishandtüchern von Hotels oder Werbegeschenken von Baufirmen.
Es ist Urlaubszeit und in 40 Grad Außentemperatur bereichert der Schweiß von Millionen die Luftfeuchtigkeit in Höhe von 81 Prozent. Hmmmmm, jetzt ein Eis und Pommes, oder doch eine Ananas? Da vorn dreht ja ein VW Caddy seine Runden und kündet bereits seit Stunden über eine Flüstertüte von Frische wie ein Priester auf einer Wallfahrt nach Lurdes.
„Cherry, Banana, Mandarine Olivenöl. Mal probiere?“ „Danke nein, ich hab noch fünf Liter“. Es ist schon fast ungewöhnlich, dass keine Klimaanlagen angeboten werden.
Wenn das der Urlaub ist, auf den Familie Müller und Co ein Jahr spart und sich auch noch darauf freuen, fragt man sich schon mal, wie über die anderen 50 Wochen im Jahr sein müssen.
Euer Ulf
In english
Never again on a beach vacation
The sun is shining, the sea water is turquoise blue, the beach is fine-grained and the whitecaps of the water fill the 1080 pixels of the cell phone camera with an Instagram smile.
Until eight o’clock, when everyone has had a good night’s sleep and demands their right to paradise. Then suddenly the insider tip becomes a hotspot, surrounded by improvised parking spaces that should still be recognizable from the moon.
Hordes of recreation addicts stomp through Mother Nature with everything they can carry and turn the golden yellow beach into a postcard display for TUI and Neckermann.
Whether paddling pool, parasol, ramekin barbecue or Dukebox, in summer there is more modernity to be found in nature than in the usual single-family plots with allotments in Kastrop Rauxel.
Like sausages in pajamas, people from all over the world squeeze onto free towels from hotels or promotional gifts from construction companies.
It’s vacation time and at 40 degrees outside, the sweat of millions adds to the 81 percent humidity. Hmmmmm, an ice cream and chips now, or a pineapple? Up ahead, a VW Caddy is doing its rounds and has been whispering about freshness for hours, like a priest on a pilgrimage to Lurdes.
„Cherry, banana, mandarin olive oil. Would you like a taste?“ „Thanks no, I still have five liters“. It’s almost unusual that no air conditioning is offered.
If this is the vacation that the Müller family and co. save up for and look forward to for a year, it makes you wonder what the other 50 weeks of the year must be like.
Your Ulf
En Francaise
Ne plus jamais partir en vacances à la plage
Le soleil brille, l’eau de la mer est turquoise, la plage a un grain fin et l’écume de l’eau équipe les 1080 pixels de l’appareil photo du téléphone portable d’un sourire Instagram.
Jusqu’à 20 heures, quand tout le monde a fait la grasse matinée et que chacun revendique son droit au paradis. C’est alors que l’endroit secret devient soudain un hotspot, entouré de parkings improvisés qui devraient encore être visibles depuis la lune.
Des hordes de personnes en quête de repos piétinent Mère Nature avec tout ce qui peut être porté et transforment la plage dorée en un étalage de cartes postales de TUI et Neckermann.
Qu’il s’agisse d’une pataugeoire, d’un parasol, d’un barbecue en forme de moule ou d’une Dukebox, on trouve en été plus de modernité dans la nature que dans les parcelles familiales habituelles avec un petit jardin à Kastrop Rauxel.
Comme des saucisses en croûte, des gens de tous les pays se serrent sur les serviettes gratuites des hôtels ou les cadeaux publicitaires des entreprises de construction.
C’est la saison des vacances et, par une température extérieure de 40 degrés, la sueur de millions de personnes enrichit l’humidité de l’air à hauteur de 81 pour cent. Hmmmmm, maintenant une glace et des frites, ou plutôt un ananas ? Là-bas, une VW Caddy fait des rondes et annonce depuis des heures, via un chuchoteur, qu’elle est fraîche, comme un prêtre en pèlerinage à Lurdes.
„Cerise, banane, huile d’olive mandarine. Tu veux goûter ?“ „Merci non, il m’en reste cinq litres“. Il est presque inhabituel qu’aucune climatisation ne soit proposée.
Si ce sont les vacances sur lesquelles la famille Müller et Cie économise depuis un an et qu’ils attendent avec impatience, on peut se demander à quoi doivent ressembler les 50 autres semaines de l’année.
Votre Ulf
El Español
Nunca más de vacaciones en la playa
El sol brilla, el agua del mar es azul turquesa, la playa es de grano fino y las olas blancas del agua llenan los 1080 píxeles de la cámara del móvil con una sonrisa de Instagram.
Hasta las ocho, cuando todo el mundo ha dormido bien y exige su derecho al paraíso. Entonces, de repente, el insider tip se convierte en un hotspot, rodeado de aparcamientos improvisados que aún deberían ser visibles desde la luna.
Hordas de adictos al ocio pisotean a la Madre Naturaleza con todo lo que pueden cargar y convierten la playa amarillo dorado en un escaparate de postal para TUI y Neckermann.
Ya sea piscina infantil, sombrilla, barbacoa de carne o Dukebox, en verano hay más modernidad en la naturaleza que en las habituales parcelas unifamiliares con huertos de Kastrop Rauxel.
Gente de todo el mundo se aprieta como salchichas en bata sobre las toallas gratis de los hoteles o los regalos promocionales de las constructoras.
Es tiempo de vacaciones y el sudor de millones de personas se suma al 81% de humedad de los 40 grados de temperatura exterior. Hmmmmm, ¿un helado con patatas fritas ahora, o una piña? Más adelante, un VW Caddy hace su ronda y lleva horas susurrando frescura, como un cura en peregrinación a Lurdes.
„Cereza, plátano, mandarina aceite de oliva. ¿Quieres probar?“ „Gracias no, todavía tengo cinco litros“. Es casi insólito que no se ofrezca aire acondicionado.
Si éstas son las vacaciones para las que la familia Müller y compañía ahorran y esperan durante un año, uno se pregunta cómo deben ser las otras 50 semanas del año.
Gestern saßen Silvana und ich am Strand und sprachen über die Zukunft. Ein Thema dabei war, dass ich mich wunderte, dass wir doch so hart am alternativen Leben arbeiten und dennoch nicht aus ritualisierten Sorgen entfliehen können.
Es geht einfach viel zu oft um Geld. Ständig denken wir über Rechnungen nach und deshalb notgedrungen auch über Geld verdienen. Ich hasse das und Silvana auch, denn eigentlich sind wir doch aufgebrochen, um davon los zu kommen, aber wir enden immer wieder im gleichen philosophischen Dilemma.
Warum kommen wir einfach nicht aus dieser Tretmühle heraus?
Weil wir immer noch glauben, dass Geld unsere Probleme lösen kann, aber das geht nicht. Aber nicht, weil wir nicht die Gelder generieren die wir brauchen, sondern weil wir auch nach allen bezahlten Rechnungen nicht das Gefühl haben, das war’s jetzt.
Geld kann also nicht das Problem sein und somit auch nicht die Lösung. Das Problem ist, das wir immer noch denken, dass Geld Probleme lösen kann.
Immer, wenn was nicht läuft scheint mehr Geld des Rätsels Lösung zu sein. Und erst jetzt merken wir, dass genau das das Problem ist.
Weil wir nicht davon loskommen so zu denken, stoßen wir immer wieder an die gleichen Grenzen: Scheiss Camper, Scheiss Arbeit, Scheiss Sinnkrise.
Aber so lange wir immer wieder dahin fahren, wo man Geld verdienen kann, wird sich das nie ändern. Denn da wo Internet ist, ist nicht nur Job, sondern auch eine Welt die wir so satt haben.
Wir müssen uns endlich trauen zu fliegen, statt weiter zu krabbeln. Ja, uns haben diese Jobs hier hin gebracht, aber wir müssen jetzt die Reiseart wechseln. Wir müssen uns trauen, den Gedanken des „verdienens“ loszulassen.
Was wir suchen, kann man sich nicht verdienen, man kann es finden, genießen und wieder ohne klarkommen müssen. Aber verdienen kann man nichts.
Man kann arbeiten und erwerben, aber ein Recht auf Glück oder Glückseligkeit gibt es nicht, also warum versuchen wir es immer noch zu kaufen?
Damit ist jetzt Schluss. Nein, wir versuchen nicht zu glauben, dass wir kein Geld brauchen und somit auch nicht, nicht mehr zu arbeiten, aber wir beginnen Alternativen zu suchen.
Als erstes melden wir uns bei Organisationen an, wo Menschen mit ähnlichen Idealen unterwegs sind und beenden dieses Campingplatzleben aus Dekadenz und Protz, das wir nicht mehr ertragen können.
Wir befreien uns vom Irrglauben, dass man irgendein Recht hat und konzentrieren uns aufs sein. Nie wieder zu wenig verdienen, nicht weil der Stundensatz üppig ist, sondern weil Lebenszeit mit Geld nie „gerecht entlohnt“ wäre.
Der Gedanke des „verdient haben“ ist die Wurzel allen Übels. Weil keiner, weder Glück noch Unglück verdient hat, sondern immer nur mal vermeintlich leichtere oder schwerere Lebensumstände zu meistern hat.
Und für diese gibt es oft so viel mehr Lösungsansätze als Geld.
Euer Ulf
P.S. Es tut mir leid, dass ich nicht so deutlich und klar werde, wie es gestern im Gespräch mit Silvana sich darstellte, aber ich hoffe, dass wer uns verstehen will, weiss, was wir meinen
In english
The money solution is the problem Yesterday, Silvana and I sat on the beach and talked about the future. One topic was that I wondered why we work so hard at alternative living and yet can’t escape from ritualized worries.
It’s all about money far too often. We are constantly thinking about bills and therefore inevitably also about earning money. I hate that and so does Silvana, because we actually set out to get away from it, but we always end up in the same philosophical dilemma.
Why can’t we get off this treadmill?
Because we still believe that money can solve our problems, but it can’t. But not because we don’t generate the money we need, but because even after all the bills have been paid we don’t have the feeling that that’s it.
So money cannot be the problem and therefore not the solution. The problem is that we still think that money can solve problems.
Whenever something goes wrong, more money seems to be the solution. And only now do we realize that this is exactly the problem.
Because we can’t get away from thinking like this, we keep coming up against the same limits: shit camper, shit work, shit crisis of meaning.
But as long as we keep going to places where we can earn money, this will never change. Because where there is internet, there is not only a job, but also a world that we are so fed up with.
We must finally dare to fly instead of crawling. Yes, these jobs have brought us here, but now we have to change the way we travel. We have to dare to let go of the idea of „earning“.
You can’t earn what we’re looking for, you can find it, enjoy it and then have to manage without it again. But you can’t earn anything.
You can work and acquire, but there is no right to happiness or bliss, so why are we still trying to buy it?
That’s the end of it now. No, we are not trying to believe that we don’t need money and therefore we don’t need to work anymore, but we are starting to look for alternatives.
First of all, we register with organizations where people with similar ideals are on the move and put an end to this camping life of decadence and ostentation that we can no longer bear.
We free ourselves from the misconception that we have any rights and concentrate on being. Never earn too little again, not because the hourly rate is lavish, but because a lifetime with money would never be „fairly rewarded“.
The idea of „having earned“ is the root of all evil. Because no one deserves either happiness or misfortune, but always has to cope with supposedly easier or more difficult life circumstances.
And there are often so many more solutions to these than money.
Your Ulf
P.S. I’m sorry that I’m not as clear and precise as I was yesterday in my conversation with Silvana, but I hope that anyone who wants to understand us knows what we mean
En Francaise
La solution L’argent est le problème Hier, Silvana et moi étions assis sur la plage et nous parlions de l’avenir. Je me suis notamment demandé comment nous pouvions travailler si dur pour mener une vie alternative sans pouvoir échapper à des soucis rituels.
Il s’agit tout simplement trop souvent d’argent. Nous pensons sans cesse aux factures et donc, par la force des choses, à gagner de l’argent. Je déteste cela, et Silvana aussi, car nous sommes en fait partis pour nous en libérer, mais nous nous retrouvons toujours face au même dilemme philosophique.
Pourquoi ne parvenons-nous pas à sortir de cet engrenage ?
Parce que nous continuons à croire que l’argent peut résoudre nos problèmes, mais ce n’est pas le cas. Non pas parce que nous ne générons pas l’argent dont nous avons besoin, mais parce que même après avoir payé toutes nos factures, nous n’avons pas l’impression que c’est fini.
L’argent ne peut donc pas être le problème, et donc pas non plus la solution. Le problème, c’est que nous continuons à penser que l’argent peut résoudre les problèmes.
Chaque fois que quelque chose ne va pas, l’argent semble être la solution. Et ce n’est que maintenant que nous réalisons que c’est justement le problème.
Parce que nous n’arrivons pas à nous défaire de cette façon de penser, nous nous heurtons toujours aux mêmes limites : „Putain de campeur, putain de travail, putain de crise de sens“.
Mais tant que nous continuerons à aller là où il y a de l’argent à gagner, cela ne changera jamais. Car là où il y a Internet, il n’y a pas seulement du travail, mais aussi un monde dont nous sommes tellement fatigués.
Nous devons enfin oser voler au lieu de continuer à ramper. Oui, ces emplois nous ont amenés ici, mais nous devons maintenant changer de mode de voyage. Nous devons oser lâcher l’idée de „gagner“.
Ce que nous cherchons ne se mérite pas, on peut le trouver, en profiter et devoir à nouveau se débrouiller sans. Mais on ne peut rien gagner.
On peut travailler et acquérir, mais il n’y a pas de droit au bonheur ou à la félicité, alors pourquoi essayons-nous encore de l’acheter ?
C’est terminé maintenant. Non, nous n’essayons pas de croire que nous n’avons pas besoin d’argent et donc de ne plus travailler, mais nous commençons à chercher des alternatives.
Tout d’abord, nous nous inscrivons auprès d’organisations où se trouvent des personnes ayant des idéaux similaires et mettons fin à cette vie de camping faite de décadence et d’ostentation que nous ne pouvons plus supporter.
Nous nous libérons de la croyance erronée que l’on a un quelconque droit et nous nous concentrons sur l’être. Ne plus jamais gagner trop peu, non pas parce que le taux horaire est somptueux, mais parce que le temps de vie ne serait jamais „justement rémunéré“ avec de l’argent.
L’idée du „mérite“ est la racine de tous les maux. Parce que personne ne mérite ni le bonheur ni le malheur, mais doit toujours faire face à des circonstances de vie prétendument plus faciles ou plus difficiles.
Et pour celles-ci, il existe souvent bien plus de solutions que l’argent.
Votre Ulf
P.S. Je suis désolé de ne pas être aussi clair que je l’ai été hier lors de ma conversation avec Silvana, mais j’espère que ceux qui veulent nous comprendre savent ce que nous voulons dire.
El Español
La solución del dinero es el problema Ayer, Silvana y yo nos sentamos en la playa y hablamos del futuro. Uno de los temas era que me preguntaba por qué nos esforzamos tanto en llevar una vida alternativa y, sin embargo, no podemos escapar de las preocupaciones ritualizadas.
Demasiado a menudo todo gira en torno al dinero. Pensamos constantemente en las facturas y, por tanto, inevitablemente también en ganar dinero. Odio eso y Silvana también, porque en realidad nos propusimos alejarnos de ello, pero siempre acabamos en el mismo dilema filosófico.
¿Por qué no podemos salir de esta rueda de molino?
Porque seguimos creyendo que el dinero puede resolver nuestros problemas, pero no es así. Pero no porque no generemos el dinero que necesitamos, sino porque incluso después de haber pagado todas las facturas, seguimos sin creer que eso sea todo.
Así que el dinero no puede ser el problema y, por tanto, tampoco la solución. El problema es que seguimos pensando que el dinero puede resolver los problemas.
Siempre que algo va mal, más dinero parece ser la solución. Y sólo ahora nos damos cuenta de que ése es exactamente el problema.
Como no podemos dejar de pensar así, seguimos topándonos con los mismos límites: mierda de caravana, mierda de trabajo, mierda de crisis de sentido.
Pero mientras sigamos viajando a lugares donde podemos ganar dinero, esto nunca cambiará. Porque donde hay internet, no sólo hay trabajo, sino también un mundo del que estamos tan hartos.
Debemos atrevernos por fin a volar en lugar de arrastrarnos. Sí, estos trabajos nos han traído hasta aquí, pero ahora tenemos que cambiar nuestra forma de viajar. Tenemos que atrevernos a abandonar la idea de „ganar“.
No se puede ganar lo que buscamos, puedes encontrarlo, disfrutarlo y luego tener que volver a arreglártelas sin ello. Pero no se puede ganar nada.
Se puede trabajar y adquirir, pero no hay derecho a la felicidad ni a la dicha, así que ¿por qué seguimos intentando comprarla?
Se acabó. No, no intentamos creer que no necesitamos dinero y que, por tanto, ya no necesitamos trabajar, pero empezamos a buscar alternativas.
En primer lugar, nos inscribimos en organizaciones en las que se mueven personas con ideales similares y ponemos fin a esta vida acampada de decadencia y ostentación que ya no podemos soportar.
Nos liberamos de la falsa idea de que tenemos algún derecho y nos concentramos en ser. No volver a ganar poco, no porque el precio por hora sea fastuoso, sino porque una vida con dinero nunca sería „justamente recompensada“.
La idea de „haber ganado“ es la raíz de todos los males. Porque nadie merece ni la felicidad ni la desgracia, sino que siempre hay que hacer frente a circunstancias vitales supuestamente más fáciles o más difíciles.
Y para éstas suele haber muchas más soluciones que el dinero.
Su Ulf
P.D. Siento no ser tan claro y preciso como ayer en mi conversación con Silvana, pero espero que quien quiera entendernos sepa lo que queremos decir
Mir wurde heute von einer Leserin mitgeteilt, dass ich oft zu philosophisch sei und zu wenig von Land und Leuten spreche.
Nun, zuallererst muss ich zugeben, dass es mir auch auffällt, dass ich zu wenig von interessanten Menschen spreche, aber wir begegnen leider nicht vielen Menschen, deren Geschichte erzählenswert scheint.
Wir sind umgeben von Touristen und Campern, dessen erstes Ziel Freizeit in Griechenland verbringen ist. Sie stehen in Wohnwagengrüppchen mit Zeltplane auf dem Boden beieinander und machen das, was sie auch zu Hause machen:über Kinder und Job reden.
Wir arbeiten hier und sprechen nicht gerne über den Job und wir verprassen hier keine Rente oder Erspartes, sondern suchen einen neuen Lebenssinn. Wir essen nicht mehr Fleisch, sondern weniger, wir trinken nicht mehr, sondern weniger und wir reden nicht mehr, sondern, Sie wissen schon.
Wir nehmen hier keine Auszeit um bald wieder in Deutschland einzutauchen, wir wollen wegbleiben und wir wollen nicht neue deutsche Freunde, sondern Alternative aus der ganzen Welt, aber die sind grad verstreut und versuchen wie wir mit arbeiten den Sommer zu überstehen, damit man das Leben wieder genießen kann.
Wir sitzen Grad auf heißen Kohlen, weil das was alle hier suchen für uns nur Stress bedeutet. Kaufen, brutzeln profilieren. Wir warten auf die Nebensaison, wenn Griechenland wieder den Normalsterblichen und Aussteigern „gehört“.
Und irgendwann geht es dann weiter nach Afrika.
Euer Ulf
In english
Holy shit instead of holyday I was told by a reader today that I am often too philosophical and talk too little about the country and its people.
Well, first of all, I have to admit that I also notice that I don’t talk enough about interesting people, but unfortunately we don’t meet many people whose stories seem worth telling.
We are surrounded by tourists and campers whose primary goal is to spend their free time in Greece. They stand together in groups of caravans with tarpaulins on the ground and do what they do at home: talk about children and jobs.
We work here and don’t like to talk about our jobs, and we’re not squandering our pensions or savings, we’re looking for a new purpose in life. We don’t eat more meat, we eat less, we don’t drink more, we drink less and we don’t talk more, we talk, you know.
We’re not taking time out here to immerse ourselves in Germany again soon, we want to stay away and we don’t want new German friends, but alternatives from all over the world, but they’re scattered at the moment and, like us, are trying to get through the summer by working so that we can enjoy life again.
We’re sitting on pins and needles because what everyone is looking for here is just stress for us. Buying, sizzling, profiling. We’re waiting for the low season, when Greece „belongs“ to normal mortals and dropouts again.
And then at some point we’ll move on to Africa.
Your Ulf
En francaise
Holy Shit au lieu de holyday Une lectrice m’a fait remarquer aujourd’hui que j’étais souvent trop philosophique et que je ne parlais pas assez du pays et de ses habitants.
Eh bien, tout d’abord, je dois admettre que je remarque aussi que je ne parle pas assez des gens intéressants, mais nous ne rencontrons malheureusement pas beaucoup de personnes dont l’histoire semble digne d’être racontée.
Nous sommes entourés de touristes et de campeurs dont le premier objectif est de passer du temps libre en Grèce. Ils se tiennent les uns à côté des autres en groupes de caravanes avec une toile de tente sur le sol et font ce qu’ils font aussi chez eux : parler des enfants et du travail.
Nous travaillons ici et n’aimons pas parler du travail, et nous ne dépensons pas ici notre pension ou nos économies, mais cherchons un nouveau sens à notre vie. Nous ne mangeons pas plus de viande, mais moins, nous ne buvons pas plus, mais moins, et nous ne parlons pas plus, mais, vous savez.
Nous ne faisons pas une pause ici pour nous replonger bientôt en Allemagne, nous voulons rester à l’écart et nous ne voulons pas de nouveaux amis allemands, mais des alternatives du monde entier, mais ils sont actuellement dispersés et essaient, comme nous, de passer l’été en travaillant pour pouvoir à nouveau profiter de la vie.
Nous sommes sur des charbons ardents, car ce que tout le monde cherche ici n’est que stress pour nous. Acheter, griller, se profiler. Nous attendons la basse saison, quand la Grèce „appartiendra“ à nouveau au commun des mortels et à ceux qui ont quitté le pays.
Et un jour, nous partirons pour l’Afrique.
Votre Ulf
El Español
Santo cielo en vez de santo día Un lector me ha dicho hoy que a menudo soy demasiado filosófico y hablo demasiado poco del país y de su gente.
Bueno, en primer lugar tengo que admitir que yo también noto que no hablo lo suficiente de gente interesante, pero por desgracia no conocemos a mucha gente cuyas historias merezcan la pena ser contadas.
Estamos rodeados de turistas y campistas cuyo principal objetivo es pasar su tiempo libre en Grecia. Se juntan en grupos de caravanas con lonas en el suelo y hacen lo que hacen en casa: hablar de niños y trabajos.
Aquí trabajamos y no nos gusta hablar de nuestros trabajos, y no estamos malgastando nuestras pensiones o ahorros, estamos buscando un nuevo propósito en la vida. No comemos más carne, comemos menos, no bebemos más, bebemos menos y no hablamos más, hablamos, ya sabes.
No vamos a tomarnos un tiempo para sumergirnos de nuevo en Alemania pronto, queremos mantenernos alejados y no queremos nuevos amigos alemanes, sino alternativas de todo el mundo, pero de momento están dispersos y, como nosotros, intentan pasar el verano trabajando para poder volver a disfrutar de la vida.
Estamos en ascuas porque lo que todo el mundo busca aquí es sólo estrés para nosotros. Comprando, chisporroteando, perfilando. Estamos esperando la temporada baja, cuando Grecia vuelva a „pertenecer“ a los mortales normales y a los viajeros.
Y entonces, en algún momento, nos iremos a África.
Es wird ein bisschen langweilig. Und das macht uns zu schaffen. Denn unser Alltag besteht derzeit aus arbeiten, auf Geld warten und in der Sonne brutzeln.
Wir würden gerne weiter, aber merken ganz deutlich, dass die Pause hier, die richtige Idee war und ist. Wir müssen wieder aufstocken, die vergangenen und zukünftigen Rechnungen bezahlen und unsere Pläne konkretisieren.
Afrika, das reizt Grad sehr und auch schon einige Schüler freuen sich, uns endlich persönlich kennenzulernen, aber wir dürfen uns nicht vom inneren Druck der Neugierde stressen lassen.
Wir wussten, dass der Sommer stressig wird und sind hier, weil man in Griechenland auch einfach irgendwo stehen kann, um digital zu arbeiten, dass macht es nicht zwingend spektakulär, aber einfach und wenn die Nerven strapaziert sind, ist einfach keine schlechte Umstandsqualität.
Zwei Monate, dann ist das Schlimmste überstanden, drei Monate, dann kommt Zoé und dann werden wir sehen, wo wir stehen.
Es ist schön, ein Ziel zu haben, sogar unersetzlich, aber es ist oft gar nicht so einfach Ungeduld mit Vorfreude zu übersetzen. Es wird also Zeit, genau das zu lernen.
Euer Ulf
In english
Will we be there soon?! It’s getting a bit boring. And that’s getting to us. Because our everyday life currently consists of working, waiting for money and sizzling in the sun.
We would like to keep going, but we clearly realize that the break here was and is the right idea. We need to stock up again, pay past and future bills and concretize our plans.
Africa is very appealing to Grad and some students are already looking forward to finally meeting us in person, but we mustn’t let the inner pressure of curiosity stress us out.
We knew the summer would be stressful and we’re here because you can just stand somewhere in Greece and work digitally, which doesn’t necessarily make it spectacular, but it’s easy and when your nerves are frayed, it’s not a bad quality to have.
Two months, then the worst is over, three months, then Zoé arrives and then we’ll see where we stand.
It’s nice to have a goal, even irreplaceable, but it’s often not so easy to translate impatience into anticipation. So it’s time to learn to do just that.
Your Ulf
En francaise
On est bientôt arrivés ?! Ça devient un peu ennuyeux. Et cela nous inquiète. Car notre quotidien se résume actuellement à travailler, à attendre de l’argent et à bronzer au soleil.
Nous aimerions bien continuer, mais nous remarquons très clairement que la pause ici, était et est toujours la bonne idée. Nous devons nous réapprovisionner, payer les factures passées et futures et concrétiser nos projets.
L’Afrique est très attrayante pour Grad et certains élèves se réjouissent déjà de pouvoir enfin nous rencontrer personnellement, mais nous ne devons pas nous laisser stresser par la pression intérieure de la curiosité.
Nous savions que l’été serait stressant et nous sommes ici parce qu’en Grèce, on peut aussi simplement se tenir n’importe où pour travailler numériquement, cela ne rend pas forcément les choses spectaculaires, mais simples et quand les nerfs sont mis à rude épreuve, ce n’est tout simplement pas une mauvaise qualité de circonstance.
Deux mois, le pire sera passé, trois mois, Zoé arrivera et nous verrons alors où nous en sommes.
C’est bien d’avoir un objectif, c’est même irremplaçable, mais il n’est souvent pas si facile de traduire l’impatience par de l’anticipation. Il est donc temps d’apprendre à le faire.
Votre Ulf
El Español
¡¿Llegaremos pronto?! Se está volviendo un poco aburrido. Y eso nos está afectando. Porque actualmente nuestra vida cotidiana consiste en trabajar, esperar dinero y chisporrotear al sol.
Nos gustaría seguir adelante, pero nos damos cuenta claramente de que la pausa aquí era y es la idea correcta. Necesitamos aprovisionarnos de nuevo, pagar las facturas pasadas y futuras y concretar nuestros planes.
África es muy atractiva para Grad y algunos estudiantes ya están deseando conocernos por fin en persona, pero no debemos dejar que la presión interior de la curiosidad nos estrese.
Sabíamos que el verano sería estresante y estamos aquí porque se puede estar en algún lugar de Grecia y trabajar digitalmente, lo que no lo hace necesariamente espectacular, pero es fácil y cuando los nervios están crispados, simplemente no es una mala circunstancia.
Dos meses, luego pasa lo peor, tres meses, luego llega Zoé y entonces veremos a qué atenernos.
Es bonito tener un objetivo, incluso insustituible, pero a menudo no es tan fácil traducir la impaciencia en anticipación. Así que es hora de aprender a hacerlo.
Wir haben uns daran gewöhnt, dass unser Leben auch einen Alltag hat. Arbeiten, Wasser holen und entsorgen gehören dazu wie Plätze suchen.
All das ist meist kein Problem, denn wir wissen, was zu tun ist und haben bereits Routine darin. Aber in letzter Zeit werden wir vermehrt von Pänälen genervt, die versuchen, mit halsbrecherische Manövern, ohne Helm uns zu verjagen. Letzte Nacht sogar mit Limonen.
Es ist nicht so, als können wir nicht gar nicht verstehen, dass man uns nicht mag, aber diese feige Attitüde ist schon beängstigend.
Ich habe weniger Angst davor, dass man uns wirklich an den Kragen will als davor, was man riskiert, um uns zu verjagen und es fühlt sich ungut an, mit anderen in einen Topf geworfen zu werden, denn diese anderen, die mit Generator nachts Strom erzeugen oder mit Niviliergerät Gartenmöbel aufstellen, sind nicht Gäste wie wir. Wir wollen nicht Land erobern, wir freuen uns Gäste sein zu können.
Ich nehme an, so geht es den meisten Ausländern auf der ganzen Welt ob Migranten, Arbeiter oder Urlauber und dennoch sind immer alle das Problem.
Was bleibt von einer globalen Welt, in der man sich von Vielfältigkeit nur noch Angst verspricht? Was bleibt von den Errungenschaften der letzten 200 Jahre, wenn wir nur gelernt haben, dass man lieber allein ist?
Was bleibt vom Potential Zukunft, wenn man nur der Vergangenheit noch traut?
Ein Messenger Namens Telegram, bis wir auch die letzten Impulse einer Diversität mit Fremdenhass weil Unkenntnis dem Erdboden gleich gemacht haben.
Euer Ulf
In English
A bit of everyday life
We have become accustomed to the fact that our lives also have an everyday routine. Working, fetching water and disposing of waste are just as much a part of it as looking for places to go.
None of this is usually a problem because we know what to do and are already used to it. But recently, we’ve been increasingly annoyed by penguins trying to chase us away with breakneck maneuvers without helmets. Last night even with limes.
It’s not as if we can’t understand why people don’t like us, but this cowardly attitude is scary.
I’m less afraid of people really trying to get at us than of what they’re risking to chase us away and it doesn’t feel good to be lumped together with others, because these others, who generate electricity at night with generators or set up garden furniture with leveling equipment, are not guests like us. We don’t want to conquer land, we are happy to be guests.
I assume this is how most foreigners around the world feel, whether migrants, workers or vacationers, and yet everyone is always the problem.
What remains of a global world in which diversity is only expected to create fear? What remains of the achievements of the last 200 years if we have only learned that it is better to be alone? What remains of the potential of the future if we only trust the past?
A messenger called Telegram, until we have razed the last impulses of diversity to the ground with xenophobia because of ignorance. Your Ulf
En Francaise
Un peu trop de quotidien
Nous nous sommes habitués à ce que notre vie ait aussi un côté quotidien. Travailler, aller chercher de l’eau et jeter des déchets en font partie, tout comme chercher des places.
Tout cela ne pose généralement pas de problème, car nous savons ce qu’il faut faire et avons déjà une certaine routine. Mais ces derniers temps, nous sommes de plus en plus souvent agacés par les canards qui essaient de nous chasser en faisant des manœuvres dangereuses, sans casque. La nuit dernière, ils ont même utilisé des citrons verts.
Ce n’est pas que nous ne puissions pas comprendre que l’on ne nous aime pas, mais cette attitude lâche est assez effrayante.
J’ai moins peur que l’on veuille vraiment nous faire la peau que de ce que l’on risque pour nous chasser, et cela fait mauvais effet d’être mis dans le même sac que les autres, car ces autres qui produisent de l’électricité la nuit avec un générateur ou qui installent des meubles de jardin avec un nivellement ne sont pas des hôtes comme nous. Nous ne voulons pas conquérir des terres, nous sommes heureux de pouvoir être des hôtes.
Je suppose qu’il en va de même pour la plupart des étrangers dans le monde, qu’il s’agisse de migrants, de travailleurs ou de vacanciers, et pourtant, tous sont toujours le problème.
Que reste-t-il d’un monde global dans lequel la diversité n’est plus qu’une source de peur ? Que reste-t-il des acquis des 200 dernières années si nous avons seulement appris que l’on préfère être seul ? Que reste-t-il du potentiel de l’avenir si l’on ne fait plus confiance qu’au passé ?
Une messagerie appelée Telegram, jusqu’à ce que nous ayons rasé les dernières impulsions de la diversité par la xénophobie et l’ignorance. Votre Ulf
El Español
Un poco de vida cotidiana
Nos hemos acostumbrado a que nuestra vida también tenga una rutina diaria. Trabajar, ir a buscar agua y tirar la basura forman parte de ella tanto como buscar sitios a los que ir.
Nada de esto suele suponer un problema porque sabemos lo que hay que hacer y ya estamos acostumbrados. Pero últimamente nos molestan cada vez más los pingüinos que intentan ahuyentarnos con maniobras vertiginosas sin casco. Anoche incluso con limas.
No es que no entendamos por qué no gustamos a la gente, pero esta actitud cobarde da bastante miedo.
Me da menos miedo que la gente realmente intente meterse con nosotros que lo que arriesgan para ahuyentarnos y no me sienta bien que nos metan en el mismo saco que a los demás, porque estos otros que generan electricidad por la noche con generadores o montan muebles de jardín con equipos de nivelación no son huéspedes como nosotros. No queremos conquistar tierras, estamos contentos de ser huéspedes.
Supongo que así se sienten la mayoría de los extranjeros del mundo, ya sean emigrantes, trabajadores o veraneantes, y sin embargo todos son siempre el problema.
¿Qué queda de un mundo global en el que sólo se espera que la diversidad genere miedo? ¿Qué queda de los logros de los últimos 200 años si sólo hemos aprendido que es mejor estar solos? ¿Qué queda del potencial del futuro si sólo confiamos en el pasado?
Un mensajero llamado Telegram, hasta que hayamos arrasado los últimos impulsos de diversidad con xenofobia por ignorancia. Tu Ulf
Wir sind gestern wieder gefahren, um die Gastfreundschaft des Ortes nicht über zu strapazieren. Also los, Richtung Tesaloniki vorbei an Mautstationen die so teuer waren, dass Tanken zum Schnäppchen wurde.
100 Kilometer 20 Euro, das ist wirklich eine Frechheit, waren wir uns einig und beschlossen Autobahnen zu meiden. Eine gute Idee, bis zum Epirusgebierge, denn hier wurde die Fahrt, ganz ohne Übertreibung zur Lebens gefährdenden Angelegenheit.
Anstiege so schräg, dass ganze Kiesberger von LKW Ladungen beinahe die gesamte Spur blockierten. Danach ganze Fels orsprünge samt Baum und Wurzelwerk so weit in der Straßenmitte, dass Umdrehen unmöglich und weiter kommen ähnlich kompliziert war.
Aber hier hatten wir erst zwei von 25 Kilometern bewältigt. Teilweise sind ganze Straßenstücke dur Erderusionen den einfach ausgebrochen. Die Straßendecke war so brüchig, dass 20 Zentimeter tiefe Risse und Kleinwagengroße Felsblöcke das Fahren zur Nervenproben machten.
Gestern hab ich das erste Mal wie ein Grieche über die Politik geschimpft, denn für den Normalsterblichen machen die Nachfahren von Aristoteles und Platon nichts.
Die, wovon in Griechenland die meisten gibt, sind der Politik Scheiss egal. Diese Straße wäre sogar in Italien aufgrund von Lebensgefahr geschlossen gewesen und die Maut wäre sogar für Draghi unzumutbar gewesen. Dazu ein Mehrwertsteuersatz von 25 Prozent und eine sechs Tage Woche.
Selten hat eine Regierung so „Fick Dich“ zur eigenen Seele gesagt, seinem Volk. Kein Wunder, dass jeder hier versucht den Staat zu beschießen. Ohne könnte man nicht überleben.
Ich bin entsetzt
Euer Ulf
In english
At your own risk! We drove again yesterday so as not to overstretch the hospitality of the place. So off we went towards Tesaloniki and toll stations that were so expensive that refueling became a bargain.
We agreed that 100 kilometers for 20 euros was really outrageous and decided to avoid the freeways. A good idea, until we reached the Epirus Mountains, because here the journey became, without exaggeration, a life-threatening affair.
Climbs so steep that entire gravel piles from truck loads blocked almost the entire lane. Then whole rocky outcrops with trees and roots so far into the middle of the road that turning around was impossible and getting on was similarly complicated.
But here we had only managed two of the 25 kilometers. In some places, whole sections of the road simply broke away due to soil erosion. The road surface was so brittle that cracks 20 centimetres deep and boulders the size of small cars made driving a test of nerves.
Yesterday, for the first time, I grumbled like a Greek about politics, because the descendants of Aristotle and Plato do nothing for ordinary mortals.
Politicians don’t give a shit about them, of which there are the most in Greece. This road would have been closed even in Italy due to danger to life and the toll would have been unreasonable even for Draghi. Plus a VAT rate of 25 percent and a six-day week.
Rarely has a government said „fuck you“ to its own soul, its people. No wonder everyone here is trying to bombard the state. You couldn’t survive without it.
I am appalled.
Your Ulf
En Francaise
À vos risques et périls ! Nous avons repris la route hier pour ne pas abuser de l’hospitalité du lieu. Nous sommes donc partis en direction de Tesaloniki et des péages qui étaient si chers que faire le plein était devenu une aubaine.
100 kilomètres, 20 euros, c’est vraiment scandaleux, nous sommes tombés d’accord et avons décidé d’éviter les autoroutes. Une bonne idée jusqu’aux montagnes de l’Épire, car ici, sans exagérer, le trajet devenait une affaire de vie ou de mort.
Des montées si raides que des montagnes de gravier de camions bloquaient presque toute la voie. Ensuite, des rochers entiers avec des arbres et des racines si loin au milieu de la route qu’il était impossible de faire demi-tour et qu’il était tout aussi compliqué d’avancer.
Mais ici, nous n’avions parcouru que deux des 25 kilomètres. Par endroits, des tronçons entiers de la route se sont tout simplement détachés à cause des illusions de la terre. Le revêtement de la route était si fragile que des fissures de 20 centimètres de profondeur et des blocs de rochers de la taille d’une petite voiture mettaient les nerfs des conducteurs à rude épreuve.
Hier, pour la première fois, j’ai râlé comme un Grec contre la politique, car pour le commun des mortels, les descendants d’Aristote et de Platon ne font rien.
Ceux-là, qui sont les plus nombreux en Grèce, la politique n’en a rien à foutre. Cette route aurait été fermée même en Italie pour cause de danger de mort et le péage aurait été inacceptable même pour Draghi. A cela s’ajoute un taux de TVA de 25 pour cent et une semaine de six jours.
Rarement un gouvernement aura dit „va te faire foutre“ à sa propre âme, à son peuple. Pas étonnant que tout le monde ici essaie de tirer sur l’État. On ne pourrait pas survivre sans.
Je suis horrifié.
Votre Ulf
El Español
Por tu cuenta y riesgo. Ayer volvimos a conducir para no abusar de la hospitalidad del lugar. Así que nos dirigimos a Tesalónica y a unos peajes tan caros que repostar se convirtió en una ganga.
Coincidimos en que 100 kilómetros por 20 euros era una auténtica barbaridad y decidimos evitar las autopistas. Una buena idea hasta que llegamos a las montañas del Epiro, porque aquí el viaje se convirtió, sin exagerar, en un asunto de vida o muerte.
Subidas tan empinadas que montones enteros de grava de camiones bloqueaban casi todo el carril. A continuación, afloramientos rocosos enteros con árboles y raíces tan metidos en el centro de la carretera que era imposible dar la vuelta y seguir adelante era igualmente complicado.
Pero aquí sólo habíamos pasado dos de 25 kilómetros. En algunos lugares, tramos enteros de la carretera simplemente se rompieron debido a la erosión del suelo. El firme era tan quebradizo que las grietas de 20 centímetros de profundidad y los pedruscos del tamaño de coches pequeños convertían la conducción en una prueba de nervios.
Ayer, por primera vez, me quejé como un griego de la política, porque los descendientes de Aristóteles y Platón no hacen nada por el común de los mortales.
A los políticos les importan una mierda, de los que hay muchos en Grecia. Esta carretera se habría cerrado incluso en Italia por peligro para la vida y el peaje habría sido irrazonable incluso para Draghi. Además de un tipo de IVA del 25% y una semana de seis días.
Pocas veces un gobierno ha dicho „jódete“ a su propia alma, a su pueblo. No es de extrañar que aquí todo el mundo intente bombardear al Estado. No podrían sobrevivir sin él.
Es geht ja immer weiter, ne?! Wir stehen grad bei einer Werkstatt in Neo Mamia (die neue Mama, wie passend) und während ich beinahe zusammenbreche hört der Chef zu:“this one?“ Und ich „yes, this one“. „“Nice“, sein kurzer Kommentar mit Lächeln. Dann legt er sich unters Zuhause. Er zeigt auf die Kurbelwelle des Keilriemens, „broke“. „War klar“,mein Kommentar und ich senkte den Kopf.
Papiere, warten,Kippen holen, dann „kostet 250 Euro, 200 das Teil und 50 der Einbau. Ist um fünf da“, so der versierte Blick, der anfangs bei der griechischen Übersetzung meines Problems auch nur Hieroglyphen sah.
„Geht klar“, musste ich antworten obwohl ich froh war, dass hier alles so unkompliziert ist. „Ich muss um halb acht arbeiten, schaffen wir das?“ Und nachdem ich ihm sagte, dass ich dafür nur einen Rechner brauche, lächelte er „Dann bleib hier steh’n. Wird nur ein bisschen heiẞ“.
„Kein Ding, dass kenn ich“ grinste ich über das ersparte Hotel in mich rein, Griff zum kalten Bier und geh jetzt erst einmal mit Silvana spazieren. Vielleicht zum Lidl, den es um die Ecke geben soll, oder zum Minimarkt mit einer Besitzerin aus Gütersloh, wie ich beim Kippen holen erfuhr, aber auf jeden Fall erleichtert.
Euer Ulf
In english
Still cheaper than another Jürmann
It goes on and on, doesn’t it? We’re standing at a workshop in Neo Mamia (the new Mama, how fitting) and while I almost collapse, the boss overhears: „this one?“ And I say „yes, this one“. „Nice“, his brief comment with a smile. Then he lies down under the house. He points to the crankshaft of the V-belt, „broken“. „That was obvious“, my comment and I lowered my head.
Papers, wait, get fags, then „costs 250 euros, 200 for the part and 50 for fitting. It’ll be there at five,“ said the knowledgeable man, who initially only saw hieroglyphics in the Greek translation of my problem.
„Sure,“ I had to reply, although I was glad that everything was so uncomplicated here. „I have to work at half past seven, can we make it?“ And after I told him that I only needed a computer for that, he smiled „Then stay here. It’ll just be a bit hot“.
„No problem, I know that,“ I grinned at the hotel I’d saved, grabbed a cold beer and went for a walk with Silvana. Maybe to Lidl, which is supposed to be around the corner, or to the mini-market with an owner from Gütersloh, as I found out when I went to get a fag, but in any case I was relieved.
Your Ulf
En Francaise
Toujours moins cher qu’un autre Jürmann
Ça va toujours plus loin, non ? Nous nous trouvons devant un garage à Neo Mamia (la nouvelle maman, comme c’est approprié) et pendant que je m’effondre presque, le patron m’écoute : „this one ?“. Et moi : „yes, this one“. „Nice“, son bref commentaire avec un sourire. Puis il se couche sous la maison. Il montre le vilebrequin de la courroie trapézoïdale, „broke“. „C’était évident“, mon commentaire et je baisse la tête.
Les papiers, l’attente, les cigarettes, puis „c’est 250 euros, 200 pour la pièce et 50 pour la pose. C’est là à cinq heures“, dit le regard averti qui, au début, ne voyait que des hiéroglyphes dans la traduction grecque de mon problème.
J’ai dû répondre : „Ça va“, même si j’étais content que tout soit si simple ici. „Je dois travailler à sept heures et demie, on va y arriver ?“. Et après que je lui ai dit que je n’avais besoin que d’un ordinateur pour cela, il a souri „Alors reste ici. Ça va juste être un peu chaud“.
„Pas de problème, je connais ça“, ai-je souri en pensant à l’hôtel que j’avais économisé, j’ai pris une bière fraîche et je suis parti me promener avec Silvana. Peut-être au Lidl qu’il y a au coin de la rue, ou à la supérette dont la propriétaire vient de Gütersloh, comme je l’ai appris en allant chercher des cigarettes, mais en tout cas soulagée.
Votre Ulf
El Español
Sigue siendo más barato que otro Jürmann
Sigue y sigue, ¿verdad? Estamos parados en un taller de Neo Mamia (la nueva mamá, qué apropiado) y mientras yo casi me derrumbo, el jefe escucha: „¿ésta?“. Y yo le digo „sí, éste“. „Bonito“, su breve comentario con una sonrisa. Luego se tumba debajo de la casa. Señala el cigüeñal de la correa trapezoidal: „roto“. „Eso era obvio“, mi comentario y bajé la cabeza.
Papeles, espera, pitillos, luego „cuesta 250 euros, 200 por la pieza y 50 por el montaje. Estará allí a las cinco“, dijo el hombre entendido, que al principio sólo veía jeroglíficos en la traducción griega de mi problema.
„Claro“, tuve que responder, aunque me alegré de que aquí todo fuera tan sencillo. „Tengo que trabajar a las siete y media, ¿podemos llegar?“. Y después de decirle que sólo necesitaba un ordenador para eso, sonrió „Entonces quédate aquí. Sólo hará un poco de calor“.
„No hay problema, ya lo sé“, sonreí al hotel que me había guardado, cogí una cerveza fría y me fui a dar un paseo con Silvana. Tal vez al supermercado Lidl, a la vuelta de la esquina, o al minimercado con un dueño de Gütersloh, como descubrí mientras me fumaba un pitillo, pero definitivamente aliviado.
(Down below in english en français Incluido el español) … am rauschenden Bach, klip klap, klip klap, klip klap. Und es klingt so schlimm, dass wir morgen in die Werkstatt fahren. Wir befürchten das Schlimmste, aber bleiben gefasst, denn wir sind im Auftrag des Herrn unterwegs und wollen weiter.
Vielleicht sind es nur Steine, aber wo? Vielleicht nur Schrauben, aber welche? Vielleicht, vielleicht, vielleicht.
Ich werde jetzt jedenfalls arbeiten, um für den worst case, was immer das heißt, gewappnet zu sein. Wie sagte Walther Ulbricht, der Statsratsvorsitzende der DDR so schön: vorwärts immer, rückwärts nimmer!
Und „seine“ Internationale, selten war sie so passend wie heute: Auferstanden aus Ruinen und der Zukunft zu-gewandt.
Bis morgen,
Euer Ulf
P.s. Spenden gerne an PayPal @Silvana379
In english
The mill rattles… …by the rushing brook, klip klap, klip klap, klip klap. And it sounds so bad that we’re going to the workshop tomorrow. We fear the worst, but remain calm, because we are on the Lord’s errand and want to keep going.
Maybe it’s just stones, but where? Maybe just screws, but which ones? Maybe, maybe, maybe.
In any case, I will work now to be prepared for the worst case scenario, whatever that means. As Walther Ulbricht, the Chairman of the GDR Council, said so beautifully: always forwards, never backwards!
And „his“ International has rarely been as fitting as it is today: rising from the ruins and facing the future.
See you tomorrow,
Your Ulf
P.s. Donations are welcome via PayPal @Silvana379
En Francaise
Le moulin fait du bruit… …au ruisseau qui murmure, klip klap, klip klap, klip klap. Et ça sonne si mal que nous irons demain à l’atelier. Nous craignons le pire, mais nous restons sereins, car nous sommes en route pour le Seigneur et nous voulons continuer.
Peut-être que ce ne sont que des pierres, mais où ? Peut-être juste des vis, mais lesquelles ? Peut-être, peut-être, peut-être.
En tout cas, je vais travailler maintenant pour être prêt à affronter le pire des cas, quoi que cela signifie. Comme le disait si bien Walther Ulbricht, le président du Conseil d’État de la RDA : en avant toujours, en arrière jamais !
Et „son“ Internationale, elle a rarement été aussi appropriée qu’aujourd’hui : renaître de ses ruines et se tourner vers l’avenir.
À demain,
Votre Ulf
P.s. Les dons sont les bienvenus sur PayPal @Silvana379
El Español
El molino traquetea… …junto al arroyo klip klap, klip klap, klip klap. Y suena tan mal que mañana iremos al taller. Nos tememos lo peor, pero mantenemos la calma, porque viajamos por el recado del Señor y queremos seguir adelante.
Quizá sólo sean piedras, pero ¿dónde? Quizá sólo tornillos, pero ¿cuáles? Puede que sí, puede que no.
En cualquier caso, trabajaré ahora para estar preparado para el peor de los casos, signifique eso lo que signifique. Como bien dijo Walther Ulbricht, Presidente del Consejo de Estado de la RDA: ¡hacia adelante siempre, hacia atrás nunca!
Y „su“ Internacional pocas veces ha estado tan a la altura como hoy: resurgiendo de las ruinas y encarando el futuro.
Ich glaube, dass ich vor einem Jahr Angst hatte. Die Wohnung war noch so gut wie voll, der Jürmann noch lange nicht fertig und ich saß mitten im Studium, verzweifelte an einer Hausarbeit über den Zauberberg und bangte davor, wie wir das alles hinbekommen sollen, denn das Ersparte schmolz bereits signifikant und die einzigen Einnahmen waren meine Buchverkäufe und die Überraschungseiersammlung eines Nachbarn.
Und dabei wussten wir noch gar nicht, welche Katastrophen noch alle auf uns warten würden.
Aber was ich auch nicht wusste, war, wie sehr mich mein Leben mit all seinen Erinnerungen und schlechten Erfahrungen im Würgegriff hielt. Es war so viel mehr als die Trennung von Frau und Kind und so, es war mein Geist, besessen von der Phobie, auf alles vorbereitet sein zu müssen, obwohl ich schon längst hätte gelernt haben müssen, dass man nicht auf alles vorbereitet sein kann.
Es gab kein Buch oder keine Zeitung, die ich nicht gierig verschlang und dennoch wollte mich mein Professor nicht bestehen lassen. Und als ich das begriff, immerhin hatte ich für seine Arbeit sämtliche Werke von Freud und vieles von Jung gelesen, übte ich nicht, dies zu akzeptieren, sondern steigerte mich in die Wut, es ihm dennoch zu beweisen. Vergeblich.
So vergeblich wie der Wunsch, die Welt verstehen zu können, all der Hass, Neid, die Missgunst und Zwietracht. Ich konnte und wollte nicht verstehen, was jetzt, ein Jahr später langsam meine neue Wahrheit wurde und wird.
In einer Welt, die angefüllt ist von Kaufkraft, wo Qualität aufgrund der Notwendigkeit, dass so gut wie nichts mehr natürlich ist, ausschlieślich skalare Bedeutung hat, kommt man nicht umhin, sich im Spinnennetz der Vergleiche zu verfangen.
Alles kann größer und besser sein und alle streben, gefangen in ihrer eigenen kleinen Welt nach mehr. Was man auch sieht und fühlt und hört und riecht, nichts ist gut, alles ist immer in einem Steigerungspotential verortet und deshalb ein omnipräsenter Motivator zur Selbstoptimierung und darüber zur Geisel der Seele.
Ich konnte einfach nicht mehr glücklich sein, weil überall die Fratze des Ungenügens meinen Ehrgeiz provozierte und mich in den Abgrund der bedingungslosen Kapitulation riss.
Kein einziges Ding oder Wesen ließ mich zur Ruhe kommen, entweder ich oder mein Gegenüber konfrontierte mich mit holen Phrasen des Neoliberalismus wie: „Sei fleißiger“ oder „Du schaffst das, wenn Du nur willst“.
Aber was sollte das denn sein, was ich schaffe? Mehr Geld um noch weniger zu spüren, was ich eigentlich will?! Hab ich ernsthaft geglaubt, die Welt zu verstehen oder gar ihre Probleme zu lösen, wenn ich nur genug Zeitung lese?
Warum nötigte mich irgendwas in mir und außer mir ständig, mir zu jedem Scheiss eine Meinung zu machen? Egal ob Lebensstil, Politik, Musik oder Poesie, ich hatte meine Position und weil ich mich für belesen hielt, war sie natürlich richtig, auch was sag ich richtiger, am richtigsten.
Und damit befand ich mich in guter Gesellschaft. Als ein Teil einer „ich-weiss-es-besser-Gesellschaft“, verstrich mein Leben in völlig unnützen Diskussionen über alles. Geld, Liebe, Politik und noch so viel mehr. Mein Geist machte vor nichts halt und merkte nicht, dass die Vorwürfe, die ihn zermürbten, nur deshalb wirken konnten, weil ich sie mir selber auch machte.
Man könnte sagen, dass ich mit Atomwaffen für Pazifismus kämpfte und mich wunderte, dass ich nicht voran kam.
Heute hab ich das alles immer noch nicht überwunden, aber ich zapple auch nicht mehr, wie eine Opferfliege vergeblich im Spinnennetz.
Ich schneide mich täglich mit einer friedlichen Erfahrung Stück für Stück frei. Ich freue mich jeden Tag über das Gefühl, endlich wieder etwas bewegen zu können, was schon verloren schien. Natürlich wird mich die Spinne am Ende dennoch fressen, aber weil ich aufhöre, die ganze Lebensqualität an der Utopie zu messen, diesen Kampf zu gewinnen wird ein Zeh bewegen wieder zum Glücksmoment und mittlerweile, kann ich schon wieder den ganzen linken Fuss bewegen, zumindest ein bissen.
Euer Ulf
In english
Born stupid and getting dumber by the day
I think I was scared a year ago. The apartment was still as good as full, the Jürmann was far from finished and I was in the middle of my studies, desperately working on a term paper about The Magic Mountain and worried about how we were going to manage it all, because our savings were already melting significantly and the only income was my book sales and a neighbor’s surprise egg collection.
And we didn’t even know what disasters were still waiting for us.
But what I also didn’t know was how much my life had a stranglehold on me with all its memories and bad experiences. It was so much more than being separated from my wife and child and such, it was my mind obsessed with the phobia of having to be prepared for everything, even though I should have learned long ago that you can’t be prepared for everything.
There wasn’t a book or newspaper that I didn’t devour voraciously and yet my professor wouldn’t let me pass. And when I realized this – after all, I had read all of Freud’s works and much of Jung’s for his paper – I didn’t practice accepting this, but instead worked myself up into a rage to prove it to him anyway. In vain.
As futile as the desire to understand the world, all the hatred, envy, resentment and discord. I could not and would not understand what now, a year later, was and is slowly becoming my new truth.
In a world filled with purchasing power, where quality has an exclusively scalar meaning due to the necessity that almost nothing is natural anymore, you can’t help but get caught up in the spider’s web of comparisons.
Everything can be bigger and better and everyone, trapped in their own little world, strives for more. Whatever you see and feel and hear and smell, nothing is good, everything is always located in a potential for improvement and is therefore an omnipresent motivator for self-optimization and therefore a hostage to the soul.
I simply couldn’t be happy anymore because the grimace of inadequacy provoked my ambition everywhere and dragged me into the abyss of unconditional surrender.
Not a single thing or being allowed me to rest, either I or my counterpart confronted me with neoliberalism’s catchphrases such as: „Be more diligent“ or „You can do it if you only want to“.
But what was I supposed to achieve? More money to feel even less of what I actually want? Did I seriously believe that I could understand the world or even solve its problems if I just read enough newspapers?
Why was something inside and outside of me constantly forcing me to form an opinion on every piece of shit? Whether it was lifestyle, politics, music or poetry, I had my position and because I considered myself well-read, it was of course the right one, or what do I call the most right?
And that put me in good company. As part of an „I-know-better society“, my life was spent in completely useless discussions about everything. Money, love, politics and so much more. My mind stopped at nothing and didn’t realize that the accusations that were wearing it down could only work because I was doing them to myself.
You could say that I fought for pacifism with nuclear weapons and wondered why I wasn’t getting anywhere.
Today I still haven’t got over all that, but I’m no longer floundering in vain like a sacrificial fly in a spider’s web.
I cut myself free bit by bit every day with a peaceful experience. Every day I rejoice in the feeling of finally being able to move something again that seemed lost. Of course, the spider will still eat me in the end, but because I stop measuring the whole quality of life against the utopia of winning this battle, moving a toe becomes a moment of happiness again and in the meantime, I can already move my whole left foot again, at least a bit.
Your Ulf
En Francaise
Né stupide et devenu plus stupide chaque jour
Je crois que j’avais peur il y a un an. L’appartement était encore quasiment plein, le Jürmann loin d’être terminé et j’étais en pleines études, désespérant de faire un devoir sur la Montagne magique et craignant de savoir comment nous allions nous en sortir, car les économies fondaient déjà de manière significative et les seuls revenus étaient mes ventes de livres et la collection d’œufs surprise d’un voisin.
Et nous ne savions pas encore quelles catastrophes nous attendaient encore.
Mais ce que je ne savais pas non plus, c’est à quel point ma vie me tenait en haleine avec tous ses souvenirs et ses mauvaises expériences. C’était tellement plus que la séparation de ma femme et de mon enfant et tout ça, c’était mon esprit, obsédé par la phobie de devoir être prêt à tout, alors que j’aurais dû apprendre depuis longtemps qu’on ne peut pas être prêt à tout.
Il n’y avait pas un livre ou un journal que je ne dévorais pas avidement, et pourtant mon professeur ne voulait pas me laisser réussir. Et quand je l’ai compris, après tout, j’avais lu pour son travail tous les ouvrages de Freud et beaucoup de ceux de Jung, je ne me suis pas entraîné à l’accepter, mais je me suis mis en colère pour le lui prouver quand même. En vain.
Aussi vaine que la volonté de comprendre le monde, toute la haine, l’envie, la jalousie et la discorde. Je ne pouvais et ne voulais pas comprendre ce qui, un an plus tard, est devenu et deviendra lentement ma nouvelle vérité.
Dans un monde rempli de pouvoir d’achat, où la qualité a une signification exclusivement scalaire en raison de la nécessité de ne plus rien avoir de naturel, on ne peut pas éviter de se faire prendre dans la toile d’araignée des comparaisons.
Tout peut être plus grand et meilleur, et tous aspirent à plus, prisonniers de leur propre petit monde. Quoi que l’on voie, que l’on ressente, que l’on entende ou que l’on sente, rien n’est bon, tout est toujours situé dans un potentiel d’amélioration et donc un motivateur omniprésent pour l’optimisation de soi et, par là même, un otage de l’âme.
Je ne pouvais tout simplement plus être heureux, car partout le visage de l’insuffisance provoquait mon ambition et m’entraînait dans l’abîme de la capitulation inconditionnelle.
Pas une seule chose ou un seul être ne me permettait de trouver le repos, soit moi, soit mon interlocuteur me confrontait à des phrases récupérées du néolibéralisme telles que : „Sois plus assidu“ ou „Tu peux y arriver si tu le veux“.
Mais qu’est-ce que je devrais réussir ? Plus d’argent pour sentir encore moins ce que je veux vraiment ?! Pensais-je sérieusement comprendre le monde ou même résoudre ses problèmes en lisant suffisamment les journaux ?
Pourquoi quelque chose en moi et en dehors de moi m’obligeait-il constamment à me faire une opinion sur n’importe quelle connerie ? Qu’il s’agisse de style de vie, de politique, de musique ou de poésie, j’avais ma position et comme je me considérais comme lettré, elle était bien sûr la plus juste, et même la plus juste.
Et en cela, je me trouvais en bonne compagnie. En tant que membre d’une société du „je sais mieux“, ma vie s’est écoulée en discussions totalement inutiles sur tout. L’argent, l’amour, la politique et tant d’autres choses encore. Mon esprit ne s’arrêtait devant rien et ne se rendait pas compte que les reproches qui le minaient ne pouvaient avoir d’effet que parce que je me les faisais aussi à moi-même.
On pourrait dire que je me battais pour le pacifisme avec des armes nucléaires et que je m’étonnais de ne pas avancer.
Aujourd’hui, je n’ai toujours pas surmonté tout cela, mais je ne me débats plus non plus, comme une mouche sacrifiée, en vain dans une toile d’araignée.
Chaque jour, je me libère petit à petit grâce à une expérience paisible. Je me réjouis chaque jour du sentiment de pouvoir enfin faire bouger quelque chose qui semblait perdu. Bien sûr, l’araignée finira quand même par me manger, mais comme je cesse de mesurer toute la qualité de ma vie à l’utopie de gagner ce combat, bouger un orteil redevient un moment de bonheur et, entre-temps, je peux à nouveau bouger tout le pied gauche, du moins une partie. au moins un peu.
Votre Ulf
El Español
Nacido estúpido y cada día más tonto
Creo que hace un año tenía miedo. El piso aún estaba como lleno, el Jürmann estaba lejos de terminarse y yo estaba en mitad de mis estudios, desesperada por un trabajo trimestral sobre La montaña mágica y preocupada por cómo íbamos a arreglárnoslas con todo, porque nuestros ahorros ya se estaban derritiendo considerablemente y los únicos ingresos eran mis ventas de libros y la colección sorpresa de huevos de un vecino.
Y ni siquiera sabíamos qué desastres nos esperaban todavía.
Pero de lo que tampoco me había dado cuenta era de hasta qué punto mi vida me atenazaba con todos sus recuerdos y malas experiencias. Era mucho más que la separación de mi mujer y mi hijo y cosas así, era mi mente, obsesionada con la fobia de tener que estar preparado para todo, aunque debería haber aprendido hace mucho tiempo que no se puede estar preparado para todo.
No había libro ni periódico que no devorara con voracidad y, sin embargo, mi profesor no me dejaba aprobar. Y cuando me di cuenta de ello -al fin y al cabo, había leído todas las obras de Freud y gran parte de las de Jung para su tesis- no me ejercité en aceptarlo, sino que monté en cólera para demostrárselo de todos modos. En vano.
Tan inútil como el deseo de comprender el mundo, todo el odio, la envidia, el resentimiento y la discordia. No podía ni quería entender lo que ahora, un año después, se estaba convirtiendo poco a poco en mi nueva verdad.
En un mundo lleno de poder adquisitivo, donde la calidad tiene un significado exclusivamente escalar debido a la necesidad de que casi nada sea ya natural, no puedes evitar quedar atrapado en la tela de araña de las comparaciones.
Todo puede ser más grande y mejor y cada uno, atrapado en su pequeño mundo, se esfuerza por conseguir más. Veas lo que veas, sientas lo que sientas, escuches lo que escuches y huelas lo que huelas, nada es bueno, todo está siempre situado en un potencial de mejora y, por tanto, es un motivador omnipresente de la autooptimización y, por tanto, un rehén del alma.
Simplemente ya no podía ser feliz porque la mueca de insuficiencia provocaba mi ambición por todas partes y me arrastraba al abismo de la rendición incondicional.
Ni una sola cosa o ser me permitía descansar, ni yo ni mi contraparte me enfrentábamos a latiguillos del neoliberalismo como: „Sé más diligente“ o „Puedes hacerlo si sólo quieres“.
Pero, ¿qué se suponía que debía conseguir? ¿Más dinero para sentir aún menos lo que realmente quiero? ¿Creía seriamente que podría entender el mundo o incluso resolver sus problemas con sólo leer suficientes periódicos?
¿Por qué algo dentro y fuera de mí me obligaba constantemente a formarme una opinión sobre cada mierda? Ya se tratara de estilo de vida, política, música o poesía, yo tenía mi postura y, como me consideraba una persona culta, por supuesto era la correcta, o como yo la llamo, la más correcta.
Y eso me colocaba en buena compañía. Como parte de una „sociedad del yo sé más“, mi vida transcurría en discusiones completamente inútiles sobre todo. Dinero, amor, política y mucho más. Mi mente no se detenía ante nada y no se daba cuenta de que las acusaciones que la desgastaban sólo podían funcionar porque me las hacía a mí mismo.
Se podría decir que luchaba por el pacifismo con armas nucleares y me preguntaba por qué no llegaba a ninguna parte.
Hoy todavía no he superado todo eso, pero ya no revoloteo en vano como una mosca sacrificada en una tela de araña.
Cada día me libero poco a poco con una experiencia de paz. Cada día me regocijo en la sensación de ser capaz por fin de volver a mover algo que parecía perdido. Por supuesto, al final la araña seguirá comiéndome, pero como dejo de medir toda la calidad de vida en función de la utopía de ganar esta batalla, mover un dedo del pie vuelve a ser un momento de felicidad y, mientras tanto, ya puedo volver a mover todo el pie izquierdo, al menos un poco.
Ein Text von meinem Blog Freund David ( https://wp.me/serSuQ-memories) aus den USA hat mich inspiriert, über Erinnerung zu schreiben.
Was ist Erinnerung, so sollte man vielleicht zuvorderst beginnen, also nicht mit „was sind Erinnerungen“, denn an dieser Stelle würde Sokrates wohl einhaken, begibt man sich auf die Ebene der Beispiele und man geht nicht an die Wurzel der Sache, das Erinnerung vor allem ein Strukturprinzip des Geistes ist.
Erinnerung ist zuvorderst ein Potential, Erlebtes geistig, also theoretisch, zu reproduzieren. Erinnerung ist folglich der Versuch, das was man aufgrund bedingter Sinne unzureichend „wahr-genommen“ (also für wahr genommen hat, was nie wahr war) hat, geistig nachzubauen.
Diese Nachbauen geschieht notgedrungen mit dem Mobiliar dessen, was geistig da ist. Und da Aktuelles frischer aufgenommen wurde, ist es schneller cognitiv zur Hand als Älteres. Man versucht also auch ein längst vergangenes Ereignis mit den Bildern eines Heute zu bauen.
Erinnerung ist also, ohne zu übertreiben ein vollständiger Betrug des Geistes an dem Verstand, wenn auch unbeabsichtigt, denn, dass Mobiliar und Szenerie aus verschiedenen Töpfen stammen, wird vom Hirn spinozistisch großzügig verschwiegen.
Dennoch erinnert sich mindestens der menschliche Geist ständig. Er kann sich nicht nicht erinnern, denn die Funktion des Geistes ist, aus Erlebtem eine reproduzierbare Erfahrung zu machen, um weniger zu denken und „wahr-scheinlich-er“ (scheinbar wahr, also auch nicht wahr) zu überleben.
In Etwa „So war das mal, vielleicht bald wieder. Gestern trug der Baum Äpfel, um mich zu sättigen, vielleicht klappt es heute wieder.“ Wenn man bedenkt, dass kein Apfel dem andern gleicht, ist es in dieser Hinsicht sogar gut, in ungefähr Kategorien und Abstraktionen zu denken, denn sonst müsste man jeden Apfel immer wieder neu auf seine Essbarkeit untersuchen, denn er sieht ja -hier mit Sicherheit- anders als der Gestrige aus.
Unser Geist kultiviert jedoch diese Schwäche und macht auch in Unangemessenem eine böse Phrase zum Prinzip: kennste einen, kennste alle. Von Apfel bis Mensch, ohne Unterschied.
Dabei fokussiert er sich auf Signifikanzen wie „rund“ und negiert Details wie Wurmansatz unten Links. Wenn man ihn nicht sucht, sieht man ihn nicht. (Wissenschaftlich bewiesen und manchmal auch sehr lustig: https://youtu.be/xNSgmm9FX2s?si=kZ0sxy3aDlh0uocv) Man kann sogar soweit gehen zu sagen, der Geist will es nicht wahrnehmen, weil er sonst völlig überfordert wäre.
Savans, also sogenannte „Inselbegabte“, haben diese Schwäche übrigens nicht und so wird diese Stärke in einer Welt wie der Unsrigen zur Schwäche. Savans sind schlicht von einer Fülle an Details ständig überfordert und somit oft allein unfähig ein Leben autonom zu meistern.
Die Normalen, wenn man „normal“ nicht als positiv konnotiert, sondern als meist vertreten interpretiert, haben ein anderes Problem: Sie erinnern so grobschlächtig, dass sie sich eigentlich fast nichts merken können und dennoch oft davon überzeugt sind, die Wahrheit ( also das für wahr Gehaltene als das Wahre) nicht nur zu kennen sondern auch zu besitzen.
Wie soll das gehen, wenn man das Wirkliche ( als so Gewirktes und somit unbestreitbar so und nicht anders Seiendes) aufgrund bedingter Sinne auch nicht nur ein einziges Mal in Gänze perzipiert worden sein kann?!. Das Wort „perzipiert“ muss an dieser Stelle gewählt werden, weil es präziser ist als wahr-genommen, denn das schließt ja schon unpräzise im Wort, also ontologisch mit ein.
Ich versuche zu beenden. Erinnern, ontologisch für das Innere wieder geistig zu aktivieren, ist das Anwenden von notwendig Unwarem ohne „h“ also von Ungewesenem, wenn man so will, ist Vermeintlich Wesentliches, also Relevantes zu memorieren.
Wesentliches, wird dabei kurzerhand mit dem Prädikat „wichtig“ versehen, weil es praktisch ist dies zu wissen (wissen kommt übrigens von gesehen haben „wi sah“ (das nennt man auch Präteritopräsentia), „wi“ ist ein altes Partizip wie „ge“ in „gesehen“ – sehen ich sah) also schon einmal gesehen zu haben.
Kurz: Wir erinnern uns an Wesentliches. Hegel würde sagen „Wesen kommt von gewesen“. Wesentlich ist beispielsweise der erste Kuss und „küssen“ ist schön, also war der erste Kuss schön, bis man das Foto des ersten Kussparners wieder sieht, dann wird der Kuss, was er einst war, mehr feucht als schön, aber was wäre daran schon erinnerungswürdig?
Deshalb sind Erinnerungen schön, aber eben nur dann, wenn sie keine Reminiszenz mehr an die Realität besitzen, denn zu viel Wahrheit ist meist nur maximal praktisch und selbst das oft nicht.
What is memory, perhaps we should start with that first, not with „what are memories“, because at this point Socrates would probably intervene, if we go to the level of examples and do not get to the root of the matter, which is that memory is above all a structural principle of the mind.
Memory is first and foremost a potential to mentally, i.e. theoretically, reproduce what has been experienced. Memory is therefore the attempt to mentally reconstruct what one has inadequately „perceived“ (i.e. taken for true what was never true) due to conditioned senses.
This reconstruction necessarily takes place with the furniture of what is mentally there. And since the current has been absorbed more freshly, it is more readily available cognitively than older things. So you also try to build a long-past event with the images of today.
Memory is therefore, without exaggeration, a complete deception of the mind against the intellect, albeit unintentionally, because the fact that furniture and scenery come from different pots is generously concealed by the brain in a Spinozistic manner.
Nevertheless, at least the human mind is constantly remembering. It cannot not remember, because the function of the mind is to turn what has been experienced into a reproducible experience in order to think less and survive „true-apparently-er“ (apparently true, therefore also not true).
Something like „That’s how it used to be, maybe soon again. Yesterday the tree bore apples to fill me up, maybe it will work again today.“ If you consider that no two apples are the same, it is even good to think in approximate categories and abstractions in this respect, because otherwise you would have to examine every apple again and again to see if it is edible, because it certainly looks different from yesterday’s apple.
However, our mind cultivates this weakness and makes a nasty phrase into a principle even in inappropriate situations: know one, know them all. From apple to man, without distinction.
He focuses on significances such as „round“ and negates details such as the worm base at the bottom left. If you’re not looking for it, you won’t see it. (Scientifically proven and sometimes very funny: https://youtu.be/xNSgmm9FX2s?si=kZ0sxy3aDlh0uocv) You can even go so far as to say that the mind doesn’t want to perceive it because otherwise it would be completely overwhelmed.
Savans, the so-called „island gifted“, do not have this weakness and so this strength becomes a weakness in a world like ours. Savans are simply constantly overwhelmed by a wealth of details and are therefore often incapable of mastering life on their own.
The normals, if you interpret „normal“ not as having a positive connotation but as being mostly represented, have a different problem: they remember so coarsely that they can actually remember almost nothing and yet are often convinced that they not only know the truth (i.e. what they believe to be true) but also possess it.
How is this supposed to work if the real (as that which is thus effected and thus indisputably so and not otherwise) cannot have been fully perceived even once due to conditioned senses? The word „perceived“ must be chosen at this point because it is more precise than true-perceived, because that already includes imprecise in the word, i.e. ontologically.
I am trying to finish. Remembering, ontologically reactivating mentally for the inside, is the application of the necessarily unreal without the „h“, i.e. of the unreal, if you will, is to memorize the supposedly essential, i.e. the relevant.
Essential things are simply given the predicate „important“ because it is practical to know this (by the way, knowing comes from having seen „wi sah“ (this is also called preteritopresentia), „wi“ is an old participle like „ge“ in „gesehen“ – see I saw), i.e. to have seen before.
In short: we remember essential things. Hegel would say „essence comes from having been“. For example, the first kiss is essential and „to kiss“ is beautiful, so the first kiss was beautiful until you see the photo of the first kiss again, then the kiss becomes what it once was, more wet than beautiful, but what would be worth remembering about it?
That’s why memories are beautiful, but only when they are no longer reminiscent of reality, because too much truth is usually only maximally practical and even that is often not.
Your Ulf
P.s. I am so sorry, that it may cannot be sufgiciant translated, because of German ontology. I hope it is nevertheless maybe just a bit entertaining.
En Francaise
La connaissance, le pouvoir de l’ignorance
Un texte de mon ami de blog David ( https://wp.me/serSuQ-memories) des Etats-Unis m’a inspiré pour écrire sur la mémoire.
Qu’est-ce que la mémoire, c’est peut-être ainsi qu’il faut commencer, c’est-à-dire pas par „qu’est-ce que les souvenirs“, car c’est là que Socrate s’arrêterait probablement, on se place au niveau des exemples et on ne va pas à la racine de la chose, à savoir que la mémoire est avant tout un principe structurel de l’esprit.
La mémoire est avant tout un potentiel de reproduction mentale, c’est-à-dire théorique, de ce qui a été vécu. La mémoire est donc la tentative de reproduire mentalement ce que l’on a „perçu“ de manière insuffisante en raison de ses sens conditionnés (c’est-à-dire ce que l’on a pris pour vrai et qui ne l’a jamais été).
Cette reconstruction se fait nécessairement avec le mobilier de ce qui est mentalement présent. Et comme l’actualité est plus fraîchement assimilée, elle est plus rapidement à portée de main cognitive que les choses plus anciennes. On essaie donc aussi de construire un événement passé depuis longtemps avec les images d’aujourd’hui.
Le souvenir est donc, sans exagérer, une tromperie complète de l’esprit sur la raison, même si c’est involontaire, car le fait que le mobilier et le décor proviennent de pots différents est généreusement passé sous silence par le cerveau spinoziste.
Pourtant, au moins l’esprit humain se souvient constamment. Il ne peut pas ne pas se souvenir, car la fonction de l’esprit est de faire de ce qu’il a vécu une expérience reproductible, afin de moins penser et de survivre „plus-vraiment“ (apparemment vrai, donc pas non plus vrai).
Par exemple : „C’était comme ça avant, peut-être bientôt. Hier, l’arbre a porté des pommes pour me rassasier, peut-être qu’aujourd’hui ça marchera encore“. Si l’on considère qu’aucune pomme ne ressemble à une autre, il est même bon à cet égard de penser en termes de catégories et d’abstractions approximatives, car sinon il faudrait toujours réexaminer chaque pomme pour savoir si elle est comestible, car elle a – ici avec certitude – un aspect différent de celle d’hier.
Notre esprit cultive toutefois cette faiblesse et érige en principe une phrase malveillante, même dans ce qui est inapproprié : si tu en connais un, tu les connais tous. De la pomme à l’homme, sans distinction.
Ce faisant, il se focalise sur des signifiants comme „rond“ et nie des détails comme le début d’un ver en bas à gauche. Si on ne le cherche pas, on ne le voit pas. (C’est scientifiquement prouvé et parfois très drôle : https://youtu.be/xNSgmm9FX2s?si=kZ0sxy3aDlh0uocv). On peut même aller jusqu’à dire que l’esprit ne veut pas le percevoir, car il serait alors complètement dépassé.
Les Savans, c’est-à-dire les soi-disant „surdoués insulaires“, n’ont d’ailleurs pas cette faiblesse et c’est ainsi que cette force devient une faiblesse dans un monde comme le nôtre. Les savants sont tout simplement dépassés en permanence par une multitude de détails et sont donc souvent incapables de maîtriser une vie de manière autonome.
Les normaux, si l’on interprète „normal“ non pas comme connoté positivement, mais comme étant le plus souvent représenté, ont un autre problème : ils mémorisent de manière si grossière qu’ils ne peuvent en fait presque rien retenir et sont pourtant souvent convaincus non seulement de connaître la vérité ( c’est-à-dire ce qui est tenu pour vrai comme étant le vrai), mais aussi de la posséder.
Comment cela peut-il être possible si, en raison des sens conditionnés, on ne peut pas avoir perçu une seule fois le réel (en tant qu’il est ainsi fait et donc indiscutablement ainsi et pas autrement) dans son intégralité ?! Le mot „perçu“ doit être choisi ici parce qu’il est plus précis que perçu, car ce dernier inclut déjà imprécisément dans le mot, donc ontologiquement.
J’essaie de terminer. Se souvenir, ontologiquement réactiver mentalement pour l’intérieur, est l’application de ce qui est nécessairement immatériel sans „h“, donc de ce qui n’a pas été, si l’on veut, c’est mémoriser ce qui est supposé être essentiel, donc pertinent.
L’essentiel est alors rapidement doté du prédicat „important“, parce qu’il est pratique de le savoir (savoir vient d’ailleurs de avoir vu „wi sah“ (on appelle cela aussi la prétéritoprescience), „wi“ est un ancien participe comme „ge“ dans „gesehen“ – voir j’ai vu), c’est-à-dire d’avoir déjà vu.
Bref, nous nous souvenons de l’essentiel. Hegel dirait que „l’essence vient de avoir été“. L’essentiel, c’est par exemple le premier baiser et „embrasser“ est beau, donc le premier baiser était beau, jusqu’à ce que l’on revoit la photo du premier épargnant de baiser, alors le baiser devient ce qu’il était autrefois, plus humide que beau, mais qu’est-ce qui serait digne de mémoire à ce sujet ?
C’est pourquoi les souvenirs sont beaux, mais seulement lorsqu’ils ne possèdent plus aucune réminiscence de la réalité, car trop de vérité n’est généralement qu’au maximum pratique, et même cela souvent pas.
Votre Ulf
P.s. Je suis vraiment désolée que ce texte ne puisse pas être traduit, à cause de l’ontologie allemande. J’espère qu’il est néanmoins un peu divertissant.
El Español
Conocimiento, el poder de la ignorancia
Un texto de mi amigo de blog David ( https://wp.me/serSuQ-memories) de los EE.UU. me inspiró a escribir sobre la memoria.
Qué es la memoria, quizá deberíamos empezar por eso primero, no por „qué son los recuerdos“, porque en este punto probablemente intervendría Sócrates, si nos vamos al nivel de los ejemplos y no llegamos a la raíz del asunto, que es que la memoria es ante todo un principio estructural de la mente.
La memoria es ante todo un potencial para reproducir mentalmente, es decir, teóricamente, lo que se ha experimentado. La memoria es, por tanto, el intento de recrear mentalmente lo que uno ha „percibido“ inadecuadamente (es decir, ha tomado por verdadero lo que nunca lo fue) debido a los sentidos condicionados.
Esta reconstrucción se hace inevitablemente con el mobiliario de lo que mentalmente está ahí. Y puesto que lo actual ha sido absorbido más recientemente, está cognitivamente disponible más rápidamente que las cosas más antiguas. Así que también se intenta construir un acontecimiento del pasado con las imágenes del presente.
La memoria es por tanto, sin exagerar, un completo engaño de la mente contra el intelecto, aunque sea involuntariamente, porque el hecho de que los muebles y el decorado procedan de ollas diferentes es generosamente ocultado por el cerebro de forma spinozista.
Sin embargo, al menos la mente humana recuerda constantemente. No puede no recordar, porque la función de la mente es convertir lo experimentado en una experiencia reproducible para pensar menos y sobrevivir „verdadero-aparentemente-er“ (aparentemente verdadero, por lo tanto tampoco verdadero).
Algo así como „Así era antes, quizá pronto vuelva a ser. Ayer el árbol dio manzanas para llenarme, quizá hoy vuelva a funcionar“. Si tenemos en cuenta que no hay dos manzanas iguales, incluso es bueno pensar en categorías aproximadas y abstracciones a este respecto, porque de lo contrario tendríamos que estar reexaminando cada manzana para ver si es comestible, porque sin duda tiene un aspecto distinto al de la manzana de ayer.
Sin embargo, nuestra mente cultiva esta debilidad y convierte una frase desagradable en un principio incluso en situaciones inapropiadas: conoce a uno, conócelos a todos. De la manzana al hombre, sin distinción.
Se centra en significados como „redondo“ y niega detalles como la base del gusano en la parte inferior izquierda. Si no lo buscas, no lo verás. (Demostrado científicamente y a veces muy divertido: https://youtu.be/xNSgmm9FX2s?si=kZ0sxy3aDlh0uocv) Incluso se puede llegar a decir que la mente no quiere percibirlo porque, de lo contrario, se vería completamente desbordada.
Los sabios, los llamados „superdotados de la isla“, no tienen esta debilidad, por lo que esta fortaleza se convierte en una debilidad en un mundo como el nuestro. Sencillamente, los savanos se ven constantemente abrumados por una gran cantidad de detalles y, por lo tanto, a menudo son incapaces de dominar la vida por sí mismos.
Los normales, si se interpreta „normal“ no con una connotación positiva sino con una representación mayoritaria, tienen un problema diferente: recuerdan de forma tan burda que en realidad no pueden recordar casi nada y, sin embargo, a menudo están convencidos de que no sólo conocen la verdad (es decir, lo que creen que es verdad) sino que además la poseen.
¿Cómo se supone que funciona esto si lo real (como algo que es así trabajado y por tanto indiscutiblemente así y no de otro modo) no puede haber sido percibido plenamente ni siquiera una vez debido a los sentidos condicionados? En este punto hay que elegir la palabra „percibido“ porque es más precisa que percibido, porque eso ya incluye imprecisión en la palabra, es decir, ontológicamente.
Intento terminar. Recordar, reactivar ontológicamente mentalmente para el interior, es la aplicación de lo necesariamente irreal sin la „h“, es decir, de lo irreal, si se quiere, es memorizar lo supuestamente esencial, es decir, lo relevante.
Las cosas esenciales reciben sumariamente el predicado „importante“ porque es práctico conocerlas (por cierto, conocer viene de haber visto „wi sah“ (esto también se llama preteritopresentia), „wi“ es un participio antiguo como „ge“ en „gesehen“ – véase vi), es decir, haber visto antes.
En resumen: recordamos las cosas esenciales. Hegel diría que „la esencia viene de haber sido“. Por ejemplo, el primer beso es esencial y „besar“ es bello, así que el primer beso fue bello hasta que vuelves a ver la foto del primer beso, entonces el beso se convierte en lo que fue, más húmedo que bello, pero ¿qué valdría la pena recordar de él?
Por eso los recuerdos son bellos, pero sólo cuando ya no tienen ninguna reminiscencia de la realidad, porque demasiada verdad suele ser sólo máximamente práctica e incluso eso muchas veces no lo es.
Tu Ulf
P.s. Siento mucho que no se pueda traducir, debido a la ontología alemana. Espero que no obstante sea un poco entretenido.