Ich bin nicht Jesus


(Down below in english en français Incluido el español) Wir sind weiter gezogen und an einem pragmatischen Strand gelandet. „Die paar Wohnmobile“, so dachten wir, „die machen uns nichts mehr aus“.

Aber sie machen uns etwas aus, aber nicht mehr, weil wir misantropisch unterwegs sind, sondern weil uns die dekadente Ignoranz stört.

Warum flüchtet man aus der Schweiz, Österreich, Deutschland oder Italien nach Griechenland, wenn man sich hier verhalten will wie zu Hause?

Warum lässt man von Monstertrucks beim Gespräch den Motor stundenlang laufen? Warum schaut man selektierend mit despektierlichem Blick auf arm?Warum lernt man scheinbar nichts auf der Tour, die doch so schön sein kann?

Überall lesen wir „räumt den Müll weg“ und sehen Menschen die alles wegwerfen. Wenn die Tonne voll ist, egal, dann daneben und wenn keine da ist, maximal alles auf einen Haufen.

Wir verstehen das nicht und schaffen nicht, dass es uns egal ist, obwohl wir es nicht ändern können. Manchmal fühle ich mich wie Jesus, der denkt und spricht, aber es interessiert keinen.

Alle diskutieren über Müllprobleme und über die Lieblosigkeit der Menschen und kultivieren sie mit jeder Handlung. Wie kann man Angst vor Krieg und Zerstörung haben, wenn man selbst Krieg und Zerstörung lebt?

Es ist wie Palmensonntag. Vor jedem Tempel Buden und Zauber, wo andächtig gebetet werden soll und das einzige was man macht ist den zu schelten, der den Finger in die Wunde legt.

Ich bin nicht Jesus und er (für mich) nicht (zwingend) der Sohn Gottes, aber Recht hatte er trotzdem.

Aber im Gegensatz zu früher macht mich das alles nicht mehr so sauer, sondern nur noch traurig.

Bis morgen,

Euer Ulf

English

I am not Jesus
We moved on and ended up on a pragmatic beach. „The few motorhomes“, we thought, „they don’t bother us anymore“.

But they do bother us, not because we are misanthropic, but because the decadent ignorance bothers us.

Why do people flee from Switzerland, Austria, Germany or Italy to Greece if they want to behave like they do at home?

Why do we leave the engines of monster trucks running for hours while we talk? Why do we selectively look at the poor with a disrespectful eye? Why do we seem to learn nothing on a tour that can be so beautiful?

Everywhere we read „clear away the garbage“ and see people throwing everything away. If the garbage can is full, it doesn’t matter, just put it next to it and if there isn’t one, just put everything in a pile.

We don’t understand this and don’t realize that we don’t care, even though we can’t change it. Sometimes I feel like Jesus, who thinks and speaks, but nobody cares.

Everyone discusses garbage problems and the unkindness of people and cultivates it with every action. How can you be afraid of war and destruction when you live war and destruction yourself?

It’s like Palm Sunday. In front of every temple there are stalls and spells where people are supposed to pray devoutly and the only thing they do is turn on the one who puts his finger in the wound.

I am not Jesus and he (for me) is not (necessarily) the Son of God, but he was still right.

But unlike in the past, it doesn’t make me so angry anymore, just sad.

See you tomorrow,

Your Ulf

En Francaise


Je ne suis pas Jésus
Nous avons continué à nous déplacer et avons atterri sur une plage pragmatique. „Les quelques camping-cars“, avons-nous pensé, „ne nous dérangent plus“.

Mais ils nous dérangent, non plus parce que nous sommes misanthropes, mais parce que leur ignorance décadente nous dérange.

Pourquoi fuit-on la Suisse, l’Autriche, l’Allemagne ou l’Italie pour se réfugier en Grèce si l’on veut s’y comporter comme chez soi ?

Pourquoi laisse-t-on le moteur des monster trucks tourner pendant des heures lors d’une conversation ? Pourquoi regarde-t-on les pauvres avec un regard méprisant et sélectif ? Pourquoi n’apprend-on apparemment rien pendant le voyage, qui peut pourtant être si agréable ?

Partout, nous lisons „ramassez les ordures“ et voyons des gens qui jettent tout. Si la poubelle est pleine, peu importe, on la met à côté et s’il n’y en a pas, on met tout en tas au maximum.

Nous ne comprenons pas cela et ne parvenons pas à nous en moquer, même si nous ne pouvons rien y changer. Parfois, je me sens comme Jésus, qui pense et parle, mais tout le monde s’en fiche.

Tout le monde discute des problèmes de déchets et du manque d’amour des gens et le cultive à chaque action. Comment peut-on avoir peur de la guerre et de la destruction quand on vit soi-même la guerre et la destruction ?

C’est comme le dimanche des Rameaux. Devant chaque temple, des stands et des sortilèges où il faut prier pieusement et la seule chose que l’on fait, c’est d’allumer celui qui met le doigt dans la plaie.

Je ne suis pas Jésus et il n’est (pour moi) pas (forcément) le fils de Dieu, mais il avait quand même raison.

Mais contrairement à avant, tout cela ne me met plus en colère, mais seulement en tristesse.

B
jusqu’à demain,

Votre Ulf

Espanol


No soy Jesús
Seguimos adelante y acabamos en una playa pragmática. „Las pocas autocaravanas“, pensamos, „ya no nos molestan“.

Pero sí nos molestan, no porque seamos viajeros misántropos, sino porque nos molesta su decadente ignorancia.

¿Por qué la gente huye de Suiza, Austria, Alemania o Italia a Grecia si quiere comportarse como en casa?

¿Por qué dejamos los motores de los monster trucks en marcha durante horas mientras hablamos? ¿Por qué miramos selectivamente a los pobres con una mirada irrespetuosa? ¿Por qué parece que no aprendemos nada en un viaje que puede ser tan hermoso?

En todas partes leemos „recoger la basura“ y vemos a la gente tirarlo todo. Si la papelera está llena, no importa, se pone al lado y si no hay, se amontona.

No lo entendemos y no nos damos cuenta de que no nos importa, aunque no podamos cambiarlo. A veces me siento como Jesús, que piensa y habla, pero a nadie le importa.

Todo el mundo habla de los problemas basura y de la falta de amor de la gente y lo cultiva con cada acción. ¿Cómo puedes tener miedo de la guerra y la destrucción cuando tú mismo vives la guerra y la destrucción?

Es como el Domingo de Ramos. Delante de cada templo hay puestos y amuletos donde se supone que la gente reza con devoción y lo único que hacen es encender al que mete el dedo en la llaga.

Yo no soy Jesús y él (para mí) no es (necesariamente) el Hijo de Dios, pero aun así tenía razón.

Pero a diferencia del pasado, ya no me da tanta rabia, solo tristeza.

Hasta mañana,

Tu Ulf

Konzerthalle Seele

Ausschlafen, das heißt mittlerweile bis kurz vor halb neun im Bett liegen, denn der Biorhythmus hat sich auf sieben Uhr griechischer Zeit eingestellt. Und mein Morgenritual ist ein zweistündiger Blick in die Weite mit reflektierten Gedanken.

Auch an Tagen wie heute, wo es die Sonne schwer hat, sich gegen die Wolken durchzusetzen und sogar einige Regentropfen fallen.

Aber das ist nicht schlimm, denn die Bedecktheit ist eine andere als jene, die wir vor kurzer Zeit in der Türkei erlebten, als der Wüstensand des Kontinents den wir als kommendes, langfristiges Ziel auserkoren haben.

Jetzt ist es einfach nur nicht freundlich hell, man könnte fast sagen, dass es heute freundlich grau ist, wo es vormals beängstigend rot und undurchsichtig war.

Auf Reisen wie diesen verändert sich der Blick auf die Welt und sich selbst. Wetterphänomene sind keine Randerscheinung mehr, die durch zivilisierten Luxus negiert werden können. Man sitzt mitten drin und spürt dies, denn die Seele passt sich an.

Bei strahlendem Sonnenschein triumphiert das Innere, während es bei Wolken verhangenen Himmel nachdenklich wird. Das Vogelgezwitscher verändert sich, für mich bekommt es sogar einen atmosphärischen Charakter wie in einer Konzerthalle, in dem jede „Note“ nachhaltig und tief in jede Faser des Körpers eindringt.

Wer weiss wie es ist, wenn wir uns jetzt bald Richtung Bulgarien aufmachen, an das mystische schwarze Meer, wo nördlich der Krieg tobt und südlich die faszinierende Türkei liegt?

Wir freuen uns vorbehaltlich. Aber nicht nicht bedingungslos, weil es sich bei dem Land mit der Hauptstadt Sophia, um ein vermeintlich ärmeres Land handelt, sondern weil zumindest ich mir das unbändige Hingeben abgewöhnt haben will, da ich so häufiger glücklich sein kann, weil nicht wenig ultimativ, sondern so viel intensiv gleich anders ist.

Ich will weg vom „sooo geil war es noch nie“ hin zu einem „wow, wieder spannend“ und es gelingt immer häufiger.

Und ja, es hat auch die Qualität von Rückweg, denn in der Tat machen wir uns jetzt langsam auf Richtung alter Heimat, denn unverschiebbare Pflichten wie Steuererklärung und Impfungen warten, aber auch sehnlichst erwartete Begegnungen mit meinem Engel und Mama, die mich täglich hier und im Herzen begleitet und mir überhaupt den Mut ins Herz gelegt hat, die Welt reflektiert Kennenlernen zu wollen, auch wenn sie beim Namen Afrika die Angst packt.

Wir zittern auch ein wenig, aber hören ja auf unser Herz, wie es uns schon am Bosporus wohlwollend geraten hat.

Wir haben endlich den Kompass zurück, den uns das alte Leben beinahe getötet hätte. Denn wir hören wieder unser Herz und vertrauen seinem Rat. Denn auch dieser Liebevolle Begleiter wächst an seinen Aufgaben.

Er führte uns in neun Monaten durch, ich glaube zwölf Länder und wird es weiter machen, wenn wir den wichtigsten Rat beherrschen, Dankbarkeit und Demut.

Bis morgen,

Euer Ulf

English

Concert hall soul
Sleeping in now means lying in bed until shortly before half past eight, because my biorhythm has adjusted to seven o’clock Greek time. And my morning ritual is a two-hour gaze into the distance with reflected thoughts.

Even on days like today, when the sun is struggling to break through the clouds and even a few raindrops are falling.

But that’s not a bad thing, because the overcast is different to the one we experienced a short time ago in Turkey, when the desert sands of the continent we have chosen as our next long-term destination.

Now it’s just not friendly bright, you could almost say that it’s friendly gray today, where before it was frighteningly red and opaque.

Traveling like this changes your view of the world and yourself. Weather phenomena are no longer a marginal phenomenon that can be negated by civilized luxury. You sit in the middle of it and feel it, because your soul adapts.

When the sun shines brightly, the inner self triumphs, while it becomes pensive when the sky is overcast. The birdsong changes, for me it even takes on an atmospheric character like in a concert hall, where every „note“ penetrates deeply and sustainably into every fiber of the body.

Who knows what it will be like when we soon set off for Bulgaria, to the mystical Black Sea, where war rages to the north and fascinating Turkey lies to the south?

We are conditionally looking forward to it. But not unconditionally, because the country with the capital Sophia is a supposedly poorer country, but because at least I want to get out of the habit of unbridled indulgence, because I can be happy more often this way, because not a little is ultimate, but so much is intensely different.

I want to move away from „it’s never been sooo cool“ to „wow, exciting again“ and I’m succeeding more and more often.

And yes, it also has the quality of a return journey, because we are now slowly making our way towards our old home, because unpostponable duties such as tax returns and vaccinations await, but also eagerly awaited encounters with my angel and mom, who accompanies me here and in my heart every day and has put the courage in my heart to want to get to know the world in a reflected way, even if she is gripped by fear at the name Africa.

We tremble a little too, but we listen to our hearts, as they have already benevolently advised us on the Bosporus.

We finally have the compass back that the old life almost killed us. Because we listen to our heart again and trust its advice. Because this loving companion also grows with his tasks.

He guided us through I think twelve countries in nine months and will continue to do so if we master the most important advice, gratitude and humility.

See you tomorrow,

Your Ulf

En Francaise

Salle de concert âme
Faire la grasse matinée, c’est désormais rester au lit jusqu’à un peu avant huit heures et demie, car le biorythme s’est réglé sur sept heures, heure grecque. Et mon rituel matinal est un regard de deux heures sur l’étendue avec des pensées réfléchies.

Même les jours comme aujourd’hui, où le soleil a du mal à s’imposer face aux nuages et où il tombe même quelques gouttes de pluie.

Mais ce n’est pas grave, car la couverture est différente de celle que nous avons connue il y a peu en Turquie, lorsque les sables du désert du continent que nous avons choisi comme destination à venir et à long terme.

Il n’est tout simplement pas agréablement lumineux, on pourrait presque dire qu’il est aujourd’hui agréablement gris, alors qu’il était auparavant rouge et opaque de manière inquiétante.

Lors de voyages comme celui-ci, le regard sur le monde et sur soi-même change. Les phénomènes météorologiques ne sont plus des phénomènes marginaux qui peuvent être niés par un luxe civilisé. On est assis au milieu et on le ressent, car l’âme s’adapte.

Lorsque le soleil brille, l’intérieur triomphe, tandis que lorsque le ciel se couvre de nuages, il devient pensif. Le chant des oiseaux change, pour moi il prend même un caractère atmosphérique comme dans une salle de concert, où chaque „note“ pénètre durablement et profondément dans chaque fibre du corps.

Qui sait ce qu’il en sera lorsque nous nous dirigerons bientôt vers la Bulgarie, vers la mystique mer Noire, où la guerre fait rage au nord et où se trouve la fascinante Turquie au sud ?

Nous nous réjouissons sous réserve. Mais pas inconditionnellement, parce que ce pays, dont la capitale est Sophia, est supposé être plus pauvre, mais parce que moi au moins, je veux perdre l’habitude de m’abandonner sans retenue, car je peux ainsi être plus souvent heureuse, parce que non pas peu de choses sont ultimes, mais tellement de choses sont intensément différentes.

Je veux m’éloigner du „sooo génial, ça n’a jamais été aussi bon“ pour aller vers un „wow, à nouveau passionnant“ et j’y parviens de plus en plus souvent.

Et oui, cela a aussi la qualité d’un retour, car en effet, nous nous mettons lentement en route en direction de notre ancienne patrie, car des devoirs inéluctables comme la déclaration d’impôts et les vaccinations nous attendent, mais aussi des rencontres très attendues avec mon ange et ma maman, qui m’accompagne chaque jour ici et dans mon cœur, et qui m’a mis au cœur le courage de vouloir connaître le monde de manière réfléchie, même si la peur la saisit au nom de l’Afrique.

Nous tremblons aussi un peu, mais écoutons notre cœur, comme il nous l’a déjà conseillé avec bienveillance sur le Bosphore.

Nous avons enfin retrouvé la boussole que notre ancienne vie avait failli nous faire perdre. Car nous écoutons à nouveau notre cœur et faisons confiance à ses conseils. Car cet Accompagnateur affectueux grandit lui aussi dans ses tâches.

Il nous a fait traverser, je crois, douze pays en neuf mois et il continuera à le faire si nous maîtrisons le conseil le plus important, la gratitude et l’humilité.

À demain, donc,

Votre Ulf

Espanol

Alma de sala de conciertos
Dormir hasta tarde ahora significa estar en la cama hasta poco antes de las ocho y media, porque mi biorritmo se ha ajustado a las siete en punto, hora griega. Y mi ritual matutino es una mirada a lo lejos de dos horas con pensamientos reflejados.

Incluso en días como hoy, en los que el sol lucha por imponerse a las nubes e incluso caen algunas gotas de lluvia.

Pero eso no es malo, porque el nublado es diferente al que experimentamos hace poco en Turquía, cuando las arenas desérticas del continente que hemos elegido como nuestro próximo destino a largo plazo.

Ahora no es amistosamente brillante, casi podría decirse que hoy es amistosamente gris, donde antes era espantosamente rojo y opaco.

Viajar así cambia tu visión del mundo y de ti mismo. Los fenómenos meteorológicos dejan de ser un fenómeno marginal que se puede negar con el lujo civilizado. Te sientas en medio y lo sientes, porque tu alma se adapta.

Cuando el sol brilla, el yo interior triunfa, mientras que se vuelve pensativo cuando el cielo está encapotado. El canto de los pájaros cambia, para mí incluso adquiere un carácter atmosférico como en una sala de conciertos, donde cada „nota“ penetra profunda y sostenidamente en cada fibra del cuerpo.

¿Quién sabe cómo será cuando pronto pongamos rumbo a Bulgaria, al místico Mar Negro, donde la guerra hace estragos al norte y la fascinante Turquía se encuentra al sur?

Lo esperamos con impaciencia. Pero no incondicionalmente, porque el país de la capital Sofía es un país supuestamente más pobre, sino porque al menos yo quiero abandonar el hábito de la indulgencia desenfrenada, porque así puedo ser feliz más a menudo, porque no es poco lo último, pero sí mucho lo intensamente diferente.

Quiero pasar del „nunca ha sido taaaan guay“ al „vaya, otra vez emocionante“ y cada vez lo consigo más a menudo.

Y sí, también tiene la cualidad de un viaje de vuelta, porque ahora estamos haciendo lentamente el camino de regreso a nuestro antiguo hogar, porque nos esperan deberes inaplazables como la declaración de la renta y las vacunas, pero también encuentros ansiosamente esperados con mi ángel y mamá, que me acompaña aquí y en mi corazón todos los días y ha puesto el coraje en mi corazón para querer conocer el mundo de una forma reflejada, aunque le tiemble el pulso ante el nombre de África.

Nosotros también temblamos un poco, pero escuchamos a nuestro corazón, que ya nos ha aconsejado favorablemente sobre el Bósforo.

Por fin tenemos de nuevo la brújula que la antigua vida casi nos mata. Porque volvemos a escuchar a nuestro corazón y confiamos en sus consejos. Porque este amoroso compañero también crece con sus tareas.

Nos guió a través de creo que doce países en nueve meses y seguirá haciéndolo si dominamos el consejo más importante, la gratitud y la humildad.

Hasta mañana,

Tu Ulf

Ja, ich Dich auch

(Down below in english en français Incluido el español) Man könnte denken, dass die Planung einer Reise die Zeit der Vorfreude ist und diese ja bekanntlich die schönste Freude ist. Aber wenn man unterwegs arbeiten muss UND dafür gleichzeitig sehr gutes Internet braucht und das auch noch regelmäßig, dann kann diese Vorfreude durchaus getrübt werden, denn Internetjobs werden meist (entgegen der Anpreisungen im Netz) scheiße bezahlt; und Wild-stehen ist meist verboten.

Was macht man nun, wenn man dennoch nicht wieder nach Deutschland will?

Zuvorderst: an sich, den anderen und vor allem an die Idee glauben. Das hat uns schließlich hier hin gebracht, allen Zweifeln zum Trotz und wir finden, das ist uns hervorragend gelungen.

Damals hatten wir ein bisschen Geld und keine Ahnung, jetzt haben wir nicht nur über unendlich viele Erfahrungen mehr Ahnung, sondern auch feste Jobs, gut kein Festgeld, aber regelmäßiges Income und einen supergeilen Van mit allen Annehmlichkeiten.

Das Einzige, was wir jetzt wieder somit eigentlich nur brauchen ist wieder Mut an unsere Idee zu glauben. Und da wir wissen, bewiesen, dass der Glaube Berge versetzen kann, gibt es also keinen Grund an uns zu zweifeln, schließlich sind wir im Auftrag des Herrn unterwegs. Erst heute durfte ich einer Schildkröte das Leben retten.

Wir wissen genau was wir wollen, nur noch nicht exakt wie, aber wann wußten wir das in den letzten Monaten schon?!

Also: aufhören zu heulen, an die Kraft der Liebe glauben und der Frau seines Herzens einen freudigen Kuss geben, inbrünstig begleitet von einem leidenschaftlichen „ich liebe Dich“.

Auch wenn die Antwort manchmal nur ein knautschiges „ja, ich dich auch ist“, ich mein, wie lange hätte ich allein dafür mein Leben gegeben.

Bis morgen,


‌Euer Ulf

English

Yes, me too
You might think that planning a trip is a time of anticipation and, as we all know, anticipation is the best kind of joy. But if you have to work on the road AND at the same time need very good internet and do so regularly, then this anticipation can certainly be dampened, because internet jobs usually pay shit (contrary to what is advertised online); and standing in the wild is usually forbidden.

So what do you do if you still don’t want to go back to Germany?

First and foremost: believe in yourself, believe in others and, above all, believe in the idea. That’s what brought us here in the end, despite all our doubts, and we think we’ve succeeded brilliantly.

Back then we had a bit of money and no idea, now we not only have a lot of experience and more knowledge, but also steady jobs, no fixed income, but regular income and a super cool van with all the amenities.

The only thing we need now is the courage to believe in our idea again. And since we know that faith can move mountains, there is no reason to doubt ourselves, after all, we are on the Lord’s errand. Just today I was able to save the life of a turtle.

We know exactly what we want, just not exactly how, but when have we known that in the last few months?

So: stop crying, believe in the power of love and give the woman of your heart a joyful kiss, fervently accompanied by a passionate „I love you“.

Even if the answer is sometimes just a crumpled „yes, I love you too“, I mean, how long would I have given my life just for that?

See you tomorrow,
.your Ulf

En Francaise

Oui, moi aussi
On pourrait penser que la planification d’un voyage est le temps de l’anticipation et que celle-ci est, comme chacun sait, la plus belle des joies. Mais si l’on doit travailler en déplacement ET que l’on a besoin d’une très bonne connexion Internet, et ce régulièrement, cette joie anticipée peut être gâchée, car les jobs sur Internet sont généralement mal payés (contrairement à ce que l’on peut lire sur le net) ; et il est généralement interdit de rester sauvage.

Que faire si l’on ne veut pas retourner en Allemagne ?

Tout d’abord : croire en soi, en l’autre et surtout en l’idée. C’est ce qui nous a amenés ici, en dépit de tous les doutes, et nous pensons que nous avons parfaitement réussi.

À l’époque, nous avions un peu d’argent et aucune idée, maintenant nous avons non seulement plus d’expérience, mais aussi des emplois stables, pas d’argent fixe, mais des revenus réguliers et un super van avec toutes les commodités.

La seule chose dont nous avons besoin maintenant, c’est de retrouver le courage de croire en notre idée. Et comme nous savons que la foi peut déplacer des montagnes, nous n’avons aucune raison de douter de nous, car nous sommes en route pour le Seigneur. Aujourd’hui encore, j’ai pu sauver la vie d’une tortue.

Nous savons exactement ce que nous voulons, mais pas encore exactement comment, mais quand l’avons-nous su ces derniers mois ?

Alors : arrêter de pleurer, croire en la force de l’amour et donner un baiser joyeux à l’élue de son cœur, accompagné avec ferveur d’un „je t’aime“ passionné.

Même si la réponse n’est parfois qu’un „oui, moi aussi“, je veux dire, combien de temps aurais-je donné ma vie rien que pour ça.

À demain,
.votre Ulf

Espanol

Sí, yo también
Puede que pienses que planear un viaje es un momento de expectación y, como todos sabemos, la expectación es la mayor de las alegrías. Pero si tienes que trabajar mientras viajas Y al mismo tiempo necesitas muy buen internet y hacerlo con regularidad, entonces esta anticipación puede verse ciertamente empañada, porque los trabajos por internet suelen pagar una mierda (al contrario de lo que se anuncia online); y estar parado en la naturaleza suele estar prohibido.

Entonces, ¿qué hacer si sigues sin querer volver a Alemania?

Lo primero y más importante: creer en uno mismo, en los demás y, sobre todo, en la idea. Eso es lo que nos trajo aquí al final, a pesar de todas nuestras dudas, y creemos que lo hemos conseguido brillantemente.

Entonces teníamos un poco de dinero y ninguna idea, ahora no sólo tenemos mucha experiencia y más conocimientos, sino también trabajos estables, no ingresos fijos, sino ingresos regulares y una furgoneta superguay con todas las comodidades.

Lo único que necesitamos ahora es el valor de volver a creer en nuestra idea. Y como sabemos que la fe puede mover montañas, no hay motivo para dudar de nosotros mismos, al fin y al cabo viajamos en nombre del Señor. Hoy mismo he podido salvar la vida de una tortuga.

Sabemos exactamente lo que queremos, sólo que no sabemos exactamente cómo, pero ¿cuándo lo hemos sabido en los últimos meses?

Así que: deja de llorar, cree en el poder del amor y dale a la mujer de tu corazón un beso alegre, fervientemente acompañado de un apasionado „te quiero“.

Aunque a veces la respuesta sea sólo un arrugado „sí, yo también te quiero“, ¿cuánto tiempo habría dado la vida sólo por eso?

Hasta mañana,
.tu Ulf

Unterhaltung ohne zu sprechen

Oh man, je länger wir hier sind, desto tiefer steigen wir in die uns so fremde aber doch so faszinierende Kultur hinein. Der Muhezin wurde bereits zur willkommenen Overtüre am Abend und am Morgen. Und wenn ich oder wir die ersten Blicke gegen sieben aus dem Jürmann werfen, dann begrüßt uns eine Sonne, wie man sie sich nur wünschen kann.

Ich sitze dann häufig auf einer kleinen Mauer und führe ein Gespräch mit dem kleinen Ulf in mir und lausche, was der Kleine mir zu sagen hat und was er sich wüscht. Manchmal tadelt er mich, weil ich abends wieder Bier trank, aber manchmal dankt er mir auch, weil ich wie gestern lange mit Recip gesprochen habe, der uns nicht nur später noch mit einer leckeren Pasta gewürzt mit Cucuma und anderen Geschmacksrichtungen überraschte, sondern auch viel über das Land erzählte, in dem wir grad residieren dürfen.

Die Bäume, die hier wachsen, um das Land vor Erruption zu bewahren und viel Ödland urbar machen, weil sie mit ihrem tiefen Wurzelwerk alles Wasser anziehen und sandigen Boden bewohnbar machen. Oder das faszinierende Obst, dass ein wenig wie HImbeeren aussieht, aber erstens an einem Baum wächst und zweitens ganz anders süß schmeckt.

Solche Begegnungen machen einen offen für mehr, sodass sogar der ehemalige LKW Fahrer neben uns mich auf einen Kaffee einlädt und wir schweigend, mit dem Handy als Überseztzer ein stilles Gespräch führen, dass uns beide bereichert, ohne, dass auch nur ein Wort fällt.

Ich freue mich, dass wir den Schritt in die Türkei gewagt haben und ich freue mich auch, dass die längst überfälligen Vorbehalte wie eine Baumrinde abblättern und Platz für Neues machen. Neue Eindrücke, fremde und faszinierende Einblicke in Kulturen, die mir sonst verschlossen blieben sowie Politik, ohne dass man in Streit darüber gerät. Hier darf ich einfach erfahren, wie die Menschen denken, was sie bewegt und worüber sie sich freuen und natürlich auch, was sie sich wünschen.

Und dann geht man irgendwann wieder in sein kleines Heim, vorbei an einem zu einem Van umgebauten Fuerwehrwagen aus Deutschland, der einem positiv auffällt, weil er den Müll vor seiner Wagen beseitig, um mich dann vollends in Entsetzen zu stürzen, weil er nicht entsorgt, sondern nur verrückt. Still und heimlich landet der ungeliebte Müll nämlich einfach zehn Meter weiter in den Büschen, statt in einem der unzähligen Müllcontsainer überall, um dann zu Hause darüber zu lästern, wie dreckig fremde Kulturen sind.

Ich schäme mich.

Bis morgen,

Euer Ulf

english

Conversation without speaking

Oh man, the longer we are here, the deeper we get into this strange yet fascinating culture. The muhezin has already become a welcome overture in the evening and in the morning. And when I or we take our first look out of the Jürmann at around seven, we are greeted by the kind of sun you could only wish for.

I often sit on a small wall and have a conversation with the little Ulf inside me and listen to what he has to tell me and what he wants. Sometimes he scolds me for drinking beer again in the evening, but sometimes he thanks me because, like yesterday, I had a long chat with Recip, who not only surprised us later with a delicious pasta dish seasoned with cucuma and other flavors, but also told us a lot about the country where we are currently staying.

The trees that grow here to protect the land from eruption and make a lot of wasteland arable because they attract all the water with their deep roots and make the sandy soil habitable. Or the fascinating fruit that looks a bit like raspberries, but firstly grows on a tree and secondly tastes completely different.

Encounters like this make you open to more, so much so that even the former truck driver next to us invites me in for a coffee and we have a quiet conversation in silence, using our cell phones as a translator, which enriches us both without a single word being spoken.

I am delighted that we dared to take the step to Turkey and I am also pleased that the long overdue reservations are peeling off like the bark of a tree and making way for something new. New impressions, foreign and fascinating insights into cultures that would otherwise remain closed to me, as well as politics without getting into arguments about it. Here I can simply find out what people think, what moves them, what they are happy about and, of course, what they want.

And then at some point you go back to your little home, past a German fire engine that has been converted into a van, which catches your eye positively because it removes the garbage in front of its vehicle, only to plunge me into complete horror because it doesn’t dispose of garbage, it just goes crazy. Quietly and secretly, the unloved garbage simply ends up ten meters away in the bushes instead of in one of the countless garbage containers everywhere, only to then complain at home about how dirty foreign cultures are.

I am ashamed.

See you tomorrow,

Your Ulf

Francaise

Conversation sans parler

Oh là là, plus nous restons ici, plus nous nous enfonçons dans cette culture qui nous est si étrangère et pourtant si fascinante. Le muhezin est déjà devenu une porte d’entrée bienvenue le soir et le matin. Et lorsque moi ou nous jetons les premiers coups d’œil hors du Jürmann vers sept heures, c’est un soleil comme on en rêve qui nous accueille.

Je m’assois souvent sur un petit muret et je discute avec le petit Ulf qui est en moi et j’écoute ce qu’il a à me dire et ce qu’il souhaite. Parfois, il me réprimande parce que j’ai encore bu de la bière le soir, mais parfois aussi il me remercie parce que, comme hier, j’ai longuement parlé avec Recip, qui non seulement nous a surpris plus tard avec de délicieuses pâtes assaisonnées de Cucuma et d’autres saveurs, mais qui nous a aussi beaucoup parlé du pays dans lequel nous avons le droit de résider actuellement.

Les arbres qui poussent ici pour préserver le pays de l’éruption et rendre cultivables de nombreuses terres incultes, car leurs racines profondes attirent toute l’eau et rendent le sol sablonneux habitable. Ou les fruits fascinants qui ressemblent un peu à des fraises, mais qui poussent sur un arbre et ont un goût sucré très différent.

De telles rencontres nous ouvrent à d’autres horizons, si bien que même l’ancien chauffeur de camion à côté de nous m’invite à prendre un café et que nous avons une conversation silencieuse, avec notre téléphone portable en guise de témoin, qui nous enrichit tous les deux sans qu’un seul mot ne soit prononcé.

Je me réjouis que nous ayons osé faire le pas vers la Turquie et je me réjouis également que les réserves qui auraient dû être émises depuis longtemps s’écaillent comme l’écorce d’un arbre et laissent place à la nouveauté. De nouvelles impressions, des aperçus étranges et fascinants de cultures qui me seraient autrement restées fermées, ainsi que la politique, sans que l’on se dispute à ce sujet. Ici, je peux simplement apprendre comment les gens pensent, ce qui les touche et ce qui les réjouit, et bien sûr aussi ce qu’ils souhaitent.

Et puis, à un moment donné, on retourne dans sa petite maison, on passe devant un camion de pompier allemand transformé en fourgon, qui attire notre attention de manière positive parce qu’il enlève les ordures devant son camion, pour ensuite me plonger complètement dans l’horreur, parce qu’il n’enlève pas les ordures, mais seulement la folie. En effet, les ordures mal aimées finissent tout simplement dix mètres plus loin, dans les buissons, au lieu d’être déposées dans l’une des innombrables bennes à ordures partout, avant de rentrer chez soi et de se lamenter sur la saleté des cultures étrangères.

A demain, tout le monde,

Votre Ulf

Espanol

Conversar sin hablar

Cuanto más tiempo pasamos aquí, más nos sumergimos en esta extraña y fascinante cultura. El muhezin ya se ha convertido en una obertura de bienvenida por la noche y por la mañana. Y cuando nos asomamos por primera vez al Jürmann, hacia las siete, nos recibe el tipo de sol que sólo se puede desear.

A menudo me siento en un pequeño muro y charlo con el pequeño Ulf que llevo dentro y escucho lo que tiene que decirme y lo que quiere. A veces me regaña por volver a beber cerveza por la noche, pero otras me da las gracias porque, como ayer, tuve una larga charla con Recip, que no sólo nos sorprendió más tarde con un delicioso plato de pasta aromatizado con cucuma y otros sabores, sino que también nos contó muchas cosas sobre el país en el que nos encontramos.

Los árboles que crecen aquí para proteger la tierra de la erosión y hacer cultivables muchos terrenos baldíos porque atraen el agua con sus profundas raíces y hacen habitable el suelo arenoso. O la fascinante fruta que se parece un poco a las frambuesas, pero que, en primer lugar, crece en un árbol y, en segundo lugar, tiene un sabor completamente diferente.

Encuentros como éste te hacen abrirte a más, tanto que incluso el antiguo camionero que está a nuestro lado me invita a un café y mantenemos una conversación en silencio, utilizando nuestros teléfonos móviles como traductor, que nos enriquece a ambos sin pronunciar una sola palabra.

Estoy encantada de haber dado el paso y también de que las reservas que tanto tiempo llevábamos guardadas se desprendan como la corteza de un árbol y dejen paso a algo nuevo. Nuevas impresiones, visiones ajenas y fascinantes de culturas que de otro modo permanecerían cerradas para mí, así como de política sin entrar en discusiones al respecto. Aquí puedo simplemente averiguar lo que piensa la gente, lo que les conmueve, lo que les hace felices y, por supuesto, lo que quieren.

Y entonces, en algún momento, vuelves a tu casita, pasas por delante de un camión de bomberos alemán convertido en furgoneta, que te llama la atención positivamente porque retira la basura que hay delante de su vehículo, sólo para dejarme completamente horrorizado porque no se deshace de la basura, simplemente se vuelve loco. En silencio y en secreto, la basura que no se quiere simplemente acaba diez metros más allá, entre los arbustos, en lugar de en uno de los innumerables contenedores de basura que hay por todas partes, para luego quejarse en casa de lo sucias que son las culturas extranjeras.

Estoy avergonzado.

Hasta mañana,

Tu Ulf

Darf ich das so schreiben?

(Down below in english en français Incluido el español) In der Welt aus der ich komme, schien mir, dass  Schönheit etwas ist, das man erreichen kann. Wenn man sich selbst optimiert, kann man schöner werden. Aber warum optimieren?

Die Natur passt sich nicht an, indem man sich aktiv verändert, alles ist da schön, wo es lebensfähig ist. Ein Nashorn ist in der Kalahari schön, eine Schwalbenart mit blau, rot, braunen Flügeln und weißer Kehle ist hier schön und Heidi Klum in New York

Ich bin da wie ein Nashorn oder Rinozeroß, schwerfällig mit traurigem Blick und dickem Fell, ja beinahe einer Lederhaut. Meine ökologische Nische der Schönheit ist nicht in der Zivilisation, sie ist nomadisch, in der Natur, zwischen wilden Hunden und bunten Vögeln, auf satten Wiesen die alle Wunder hervorbringt, die man sich nur vorstellen kann und mehr.

Und hier am Bosporus stelle ich fest, warum die Menschen hier gläubig sind, warum der Muhezingesang überall ruft „Allah (Gott) ist groß“, weil eine solche Vielfalt und Schönheit unbegreiflich ist.

Hier wächst alles, ganz ohne Pestizide. Die Natur sät und das Lebendige darf ernten, aus einer dekadenten Fülle, die für jeden das Nötige bereit hält.

Wilder Weizen und Roggen, inmitten von Blumen aller Coleur die so vielem ein Zuhause bietet, dass einem der Atem stockt. Man kann sich das evolutionär erklären wollen, aber es ist auch nicht unverständlich, dass man hier zuvorderst danken will. Man macht die Augen auf und sieht den Garten Eden vor sich. Da kann man schon mal demütig werden und es ist nicht verwunderlich, dass viele aus dem danken nicht mehr rauskommen.

Ich finde das gut, weil es liebevoll ist und schön. Schöner als Punk, es ist pure Harmonie. Hier werde ich nicht genötigt mitzubeten sondern mir selbst im Wunderland überlassen aber wenn ich mag bin ich bei jedem Gebet willkommen und man muss nicht von mir erwarten können, dass ich mich anpasse.

Ich kann nicht anders. Nicht weil ich ein Muslim bin, sondern weil wir eine ähnliche Perspektive auf die Welt zu haben scheinen: Dankbarkeit dafür, dass man sie erleben darf. Ob man selbst schön ist, entscheiden da nicht andere und man kann das auch nicht beeinflussen. Wenn ich mich irgendwo wohl fühle, es schön finde, bin ich ein Teil dieser Schönheit und wenn nicht, dann kann ich einfach weiter ziehen.

Bis morgen,

Euer Ulf

English

Can I write it like that?
In the world I come from, it seemed to me that beauty is something you can achieve. If you optimize yourself, you can become more beautiful. But why optimize?

Nature does not adapt by actively changing itself, everything is beautiful where it is viable. A rhino is beautiful in the Kalahari, a species of swallow with blue, red, brown wings and a white throat is beautiful here and Heidi Klum is beautiful in New York

I am there like a rhinoceros or a rhinoceros hornbill, ponderous with a sad look and thick fur, almost a leather skin. My ecological niche of beauty is not in civilization, it is nomadic, in nature, among wild dogs and colorful birds, in lush meadows that produce all the wonders you can imagine and more.

And here on the Bosphorus, I realize why people here are believers, why the muhezing chant everywhere shouts „Allah (God) is great“, because such diversity and beauty is incomprehensible.

Everything grows here without any pesticides. Nature sows and the living is allowed to reap, from a decadent abundance that provides what everyone needs.

Wild wheat and rye, surrounded by flowers of all kinds that provide a home for so many things that it takes your breath away. You can try to explain this in evolutionary terms, but it is also not incomprehensible that people want to give thanks here first and foremost. You open your eyes and see the Garden of Eden before you. That can make you humble and it’s not surprising that many people can’t stop giving thanks.

I think it’s good because it’s loving and beautiful. It’s more beautiful than punk, it’s pure harmony. I’m not forced to join in the prayers here, I’m left to my own devices in wonderland, but if I like I’m welcome at every prayer and I don’t have to be expected to conform.

I can’t help it. Not because I am a Muslim, but because we seem to have a similar perspective on the world: Gratitude for being allowed to experience it. It’s not up to others to decide whether you yourself are beautiful and you can’t influence that either. If I feel comfortable somewhere and find it beautiful, then I am part of this beauty and if not, then I can simply move on.

See you tomorrow,

Your Ulf

Francaise

Puis-je l’écrire ainsi ?
Dans le monde d’où je viens, il me semblait que la beauté était quelque chose que l’on pouvait atteindre. Si l’on s’optimise soi-même, on peut devenir plus beau. Mais pourquoi optimiser ?

La nature ne s’adapte pas en changeant activement, tout est beau là où il est viable. Un rhinocéros est beau dans le Kalahari, une espèce d’hirondelle aux ailes bleues, rouges, brunes et à la gorge blanche est belle ici et Heidi Klum à New York.

Je suis là comme un rhinocéros ou un rhinocéros, lourd avec un regard triste et un pelage épais, presque une peau de cuir. Ma niche écologique de beauté n’est pas dans la civilisation, elle est nomade, dans la nature, parmi les chiens sauvages et les oiseaux multicolores, dans les prairies verdoyantes qui produisent toutes les merveilles que l’on peut imaginer et plus encore.

Et c’est ici, au bord du Bosphore, que je constate pourquoi les gens sont croyants ici, pourquoi le chant du muezzine crie partout „Allah (Dieu) est grand“, parce qu’une telle diversité et une telle beauté sont incompréhensibles.

Ici, tout pousse, sans pesticides. La nature sème et le vivant peut récolter, d’une abondance décadente qui tient à disposition de chacun ce dont il a besoin.

Du blé et du seigle sauvages, au milieu de fleurs de toutes sortes, qui abritent tant de choses que l’on en a le souffle coupé. On peut vouloir expliquer cela par l’évolution, mais il n’est pas incompréhensible non plus que l’on veuille ici remercier en premier lieu. On ouvre les yeux et on voit le jardin d’Eden devant soi. On peut alors devenir humble et il n’est pas étonnant que beaucoup ne puissent plus s’empêcher de remercier.

Je trouve ça bien parce que c’est affectueux et beau. Plus beau que le punk, c’est de l’harmonie pure. Ici, on ne me force pas à participer à la prière, on me laisse me débrouiller dans le pays des merveilles, mais si j’aime, je suis la bienvenue à chaque prière et on ne doit pas pouvoir attendre de moi que je m’adapte.

Je ne peux pas faire autrement. Non pas parce que je suis musulman, mais parce que nous semblons avoir une perspective similaire sur le monde : La gratitude pour le fait de pouvoir en faire l’expérience. Ce ne sont pas les autres qui décident si l’on est beau ou non, et on ne peut pas non plus l’influencer. Si je me sens bien quelque part, si je le trouve beau, je fais partie de cette beauté et si ce n’est pas le cas, je peux simplement passer à autre chose.

A demain, donc,

Votre Ulf

Espanol

¿Puedo escribirlo así?
En el mundo del que vengo, me parece que la belleza es algo que se puede conseguir. Si te optimizas, puedes ser más bella. Pero, ¿por qué optimizar?

La naturaleza no se adapta cambiando activamente, todo es bello allí donde es viable. Un rinoceronte es bello en el Kalahari, una especie de golondrina con alas azules, rojas, marrones y garganta blanca es bella aquí y Heidi Klum es bella en Nueva York

Yo soy allí como un rinoceronte o un cálao rinoceronte, pesado, de mirada triste y pelaje espeso, casi una piel de cuero. Mi nicho ecológico de belleza no está en la civilización, es nómada, en la naturaleza, entre perros salvajes y pájaros de colores, en praderas exuberantes que producen todas las maravillas que puedas imaginar y más.

Y aquí, en el Bósforo, me doy cuenta de por qué la gente de aquí es creyente, por qué el canto de los muelles grita por todas partes „Alá (Dios) es grande“, porque tanta diversidad y belleza son incomprensibles.

Aquí todo crece sin pesticidas. La naturaleza siembra y a los vivos se les permite cosechar, de una abundancia decadente que proporciona lo que todos necesitan.

Trigo y centeno silvestres, rodeados de flores de todos los colores que dan cobijo a tantas cosas que quitan el aliento. Puedes intentar explicarlo en términos evolutivos, pero tampoco es incomprensible que la gente quiera dar gracias aquí ante todo. Abres los ojos y ves el Jardín del Edén ante ti. Eso puede hacerte humilde y no es de extrañar que mucha gente no pueda dejar de dar las gracias.

Creo que es bueno porque es amoroso y hermoso. Es más bello que el punk, es pura armonía. No me obligan a rezar aquí, me dejan a mi aire en el país de las maravillas, pero si quiero soy bienvenido a todas las oraciones y no se espera que me conforme.

No puedo hacer otra cosa. No porque sea musulmán, sino porque parece que tenemos una perspectiva similar del mundo: Gratitud por poder experimentarlo. No corresponde a los demás decidir si tú misma eres bella y tampoco puedes influir en ello. Si me siento a gusto en algún lugar y lo encuentro bello, entonces formo parte de esa belleza y si no, simplemente puedo seguir adelante.

Hasta mañana,

Tu Ulf

Endlich wieder blauer Himmel

(Down below in english en français Incluido el español) Es ist nur schwer zu erklären, was ein düsterer Himmel mit einem macht, wenn wie hier und in Griechenland Saharasand die Luft undurchsichtig macht und einem das Gefühl von bedrückender Stille vermittelt.

Wenn Geräusche gestillt, die Sonne unsichtbar und die Luft trocken ist, fühlt man sich wie eingesperrt im Leben. Alles wirkt trist und hoffnungslos, weil einem die Luft und der Horizont zum Atmen fehlt.

Wenn dann wie heute, der Spuk vorbei scheint und man nach gefühlten Wochen endlich wieder der Tag mit einem „guten Morgen liebe Sonne“ begrüßt werden kann, ist das wie ein Erwachen aus dem Winterschlaf, auch wenn die Stimme noch immer belegt ist.

Wir können dennoch heute endlich über die längste Hängebrücke der Welt bei Canakkale fahren, weil auch die Seele wieder will, denn Sonne gibt nicht nur Vitamin D, sondern Hoffnung.

Unbeschreiblich und wenn ich ehrlich bin, auch ein bisschen sakral, wie ich heute bemerkte, denn still und heimlich, beim Blick auf das spiegelglatte Meer, das wie ein See wirkt, habe ich mich beim Heiligen Antonius bedankt, dass er die Qualen beendet hat.

Bis morgen,

Euer Ulf

English
Blue skies again at last
It’s hard to explain what a gloomy sky does to you when, as here and in Greece, Saharan sand makes the air opaque and gives you a feeling of oppressive silence.

When sounds are muffled, the sun is invisible and the air is dry, you feel like you’re trapped in life. Everything seems dreary and hopeless because there is no air or horizon to breathe.

When, like today, the haunting seems to be over and after what feels like weeks you can finally greet the day again with a „good morning dear sun“, it’s like waking up from hibernation, even if your voice is still busy.

Nevertheless, we can finally drive over the longest suspension bridge in the world near Canakkale today, because the soul wants to again, because the sun doesn’t just give us vitamin D, it gives us hope.

Indescribable and, to be honest, also a little sacred, as I noticed today, because quietly and secretly, looking at the mirror-smooth sea, which looks like a lake, I thanked St. Anthony for ending the agony.

See you tomorrow
,

Your Ulf

Francaise

Enfin le retour du ciel bleu
Il est difficile d’expliquer ce qu’un ciel sombre fait à quelqu’un lorsque, comme ici et en Grèce, le sable du Sahara rend l’air opaque et lui donne une sensation de silence oppressant.

Lorsque les bruits sont étouffés, que le soleil est invisible et que l’air est sec, on a l’impression d’être enfermé dans la vie. Tout semble triste et sans espoir, parce que l’on manque d’air et d’horizon pour respirer.

Alors quand, comme aujourd’hui, la hantise semble terminée et qu’après ce qui semble être des semaines, on peut enfin saluer la journée avec un „bonjour cher soleil“, c’est comme si l’on sortait de l’hibernation, même si la voix est encore occupée.

Nous pouvons néanmoins enfin traverser aujourd’hui le plus long pont suspendu du monde près de Canakkale, parce que l’âme aussi en veut à nouveau, car le soleil ne donne pas seulement de la vitamine D, mais aussi de l’espoir.

Indescriptible et, si je suis honnête, un peu sacré aussi, comme je l’ai remarqué aujourd’hui, car en silence et en secret, en regardant la mer lisse comme un miroir et qui ressemble à un lac, j’ai remercié Saint Antoine d’avoir mis fin à mon supplice.

À demain, donc,

Votre Ulf

Espanol

Por fin el cielo vuelve a ser azul
Es difícil explicar lo que te produce un cielo sombrío cuando, como aquí y en Grecia, la arena sahariana opaca el aire y te da una sensación de silencio opresivo.

Cuando los sonidos se amortiguan, el sol es invisible y el aire está seco, uno se siente atrapado en la vida. Todo parece lúgubre y sin esperanza porque no hay aire ni horizonte que respirar.

Cuando, como hoy, el atormentamiento parece haber terminado y después de lo que parecen semanas por fin puedes volver a saludar al día con un „buenos días querido sol“, es como despertar de la hibernación, aunque la voz siga ocupada.

Sin embargo, hoy por fin podemos pasar en coche por el puente colgante más largo del mundo, cerca de Canakkale, porque nuestra alma lo desea de nuevo, porque el sol no sólo nos da vitamina D, nos da esperanza.

Indescriptible y, para ser sincero, también un poco sagrado, como me he dado cuenta hoy, porque en silencio y en secreto, mirando al mar liso como un espejo, que parece un lago, he dado las gracias a San Antonio por haber puesto fin a la agonía.

Hasta mañana,

Tu Ulf

Und die Erdmännchen winkten

Unterwegs sein, heißt lernen, über andere und sich und ich gebe zu, mich kennenzulernen ist eine Tortur.

Es gibt Seiten an mir, die sind unerträglich, nicht weil es meine Schattenseiten sind, sondern meine Schokoladenseiten.

Es tut so weh, mein Gewissen zu spüren, wenn es einfacher wäre, einfach alles zu negieren. Ich fühle mich schlecht, wenn ich mich selbst ertappe, wenn ich bin, wie ich nicht sein will, zum Beispiel feige.

Wir waren gestern in einem entlegenen Dorf und fühlten uns wie Tiere im Zoo, nicht nur, weil wir blond sind, sondern weil es uns schlecht ging, inmitten von Menschen, denen es gut ging, obwohl es Ihnen auf den ersten Blick an vielem fehlte.

Wir besorgten also schnell, was wir brauchten und ich setzte wieder zurück. Nur schnell weg und beinahe hätte ich dabei ein anderes Auto gestreift. Hab ich nicht, aber ich fühlte mich so unwohl in meiner Haut, dass wir beinahe fluchtartig von Dannen zogen.

Zurück an unserem Platz überfiel mich dann mein schlechtes Gewissen. Nicht weil ich vielleicht eine Beule in ein fremdes Fahrzeug machte, sondern weil ich so Angst gesteuert war, dass ich uns regelrecht verpisste.

Es war eine Schande, wie feige ich mich benahm und ich konnte nicht mehr in den Spiegel sehen, weshalb ich Silvana bat, heute erneut mit mir in das Dorf zu fahren, um uns für unser Verhalten zu entschuldigen.

Wir schliefen also schlecht, ich machte mühevoll meine Stunden und im Anschluss fuhren wir, von Erdmännchen zum Abschied beäugt zurück ins Dorf, wo man uns gefühlt schon erwartete.

Man lachte uns an, bot uns einen Platz und herrlichen Tee an und ich konnte mit ganzem Körpereinsatz mein Anliegen zum Ausdruck bringen. Silvana hatte Tränen in den Augen und ich hab vor Rührung gezittert.

Teküler efendim, verabschiedete ich mich mit einer Umarmung und besorgte mit Silvana noch kurz einen Beutel dieses herrlichen Tees und eine Flasche Wein für heute Abend.

Alle lächelten und mein Herz hüpfte vor Freude. Mag sein, dass ich also für eine solche Reise zu sensibel bin, aber ich bin froh, dass ich  immer auf mein Gewissen hören muss.

Bis morgen,

Euer Ulf

English


And the meerkats waved

Being on the road means learning about others and yourself and I admit that getting to know myself is an ordeal.

There are sides to me that are unbearable, not because they are my dark sides, but my chocolate sides.

It hurts so much to feel my conscience when it would be easier to just negate everything. I feel bad when I catch myself being what I don’t want to be, for example cowardly.

We were in a remote village yesterday and felt like animals in a zoo, not just because we were blonde, but because we were miserable, surrounded by people who were fine, even though at first glance they lacked many things.

So we quickly got what we needed and I went back. I just got away quickly and almost hit another car. I didn’t, but I felt so uncomfortable in my own skin that we almost left in a hurry.

Back at our spot, my guilty conscience got the better of me. Not because I might have made a dent in someone else’s vehicle, but because I was so fear-driven that I literally pissed us off.

It was a shame how cowardly I was behaving and I couldn’t look in the mirror anymore, which is why I asked Silvana to drive back to the village with me today to apologize for our behaviour.

So we slept badly, I laboriously did my lessons and then we drove back to the village, eyed by meerkats as we said goodbye, where it felt like we were already expected.

They laughed at us, offered us a seat and delicious tea and I was able to express my concerns with all my body. Silvana had tears in her eyes and I was trembling with emotion.

Teküler efendim, I said goodbye with a hug and went with Silvana to get a bag of this delicious tea and a bottle of wine for tonight.

Everyone smiled and my heart leapt for joy. So maybe I’m too sensitive for a trip like this, but I’m glad I always have to listen to my conscience.

See you tomorrow,

Your Ulf

Francaise

Et les suricates m’ont fait signe

Être en route, c’est apprendre sur les autres et sur soi-même, et j’avoue que me connaître est une torture.

Il y a des côtés de moi qui sont insupportables, non pas parce qu’il s’agit de mon côté sombre, mais plutôt de mon côté chocolat.

Cela fait tellement mal de sentir ma conscience alors qu’il serait plus simple de tout nier. Je me sens mal quand je me surprends à être ce que je ne veux pas être, par exemple lâche.

Hier, nous étions dans un village reculé et nous nous sentions comme des animaux dans un zoo, pas seulement parce que nous sommes blonds, mais parce que nous étions mal, au milieu de gens qui allaient bien, même si, à première vue, vous manquiez de beaucoup de choses.

Nous nous sommes donc empressés de nous procurer ce dont nous avions besoin et je suis repartie. Je suis parti rapidement et j’ai failli heurter une autre voiture. Je ne l’ai pas fait, mais je me sentais tellement mal dans ma peau que nous sommes presque partis en courant.

De retour à notre place, j’ai eu mauvaise conscience. Non pas parce que j’ai peut-être fait une bosse dans le véhicule d’un autre, mais parce que j’étais si effrayée que j’ai littéralement pissé.

J’avais honte de ma lâcheté et je ne pouvais plus me regarder dans le miroir, c’est pourquoi j’ai demandé à Silvana de m’accompagner à nouveau au village aujourd’hui pour nous excuser de notre comportement.

Nous avons donc mal dormi, j’ai fait mes heures avec difficulté et nous sommes retournés au village, sous le regard des suricates qui nous disaient au revoir, où l’on nous attendait déjà.

On nous a ri au nez, on nous a offert une place et du bon thé, et j’ai pu exprimer ma demande avec tout mon corps. Silvana avait les larmes aux yeux et je tremblais d’émotion.

Teküler efendim, j’ai pris congé de Silvana en l’embrassant et en lui achetant un sachet de ce merveilleux thé et une bouteille de vin pour ce soir.

Tout le monde souriait et mon cœur sautait de joie. Il se peut donc que je sois trop sensible pour un tel voyage, mais je suis heureuse de devoir toujours écouter ma conscience.

À demain, donc,

Votre Ulf

Espanol

Y los suricatos saludan

Estar de viaje significa aprender sobre los demás y sobre uno mismo, y admito que llegar a conocerme es un calvario.

Hay lados míos que son insoportables, no porque sean mis lados oscuros, sino mis lados de chocolate.

Me duele tanto sentir mi conciencia cuando sería más fácil simplemente negarlo todo. Me siento mal cuando me sorprendo siendo lo que no quiero ser, por ejemplo cobarde.

Ayer estuvimos en un pueblo remoto y nos sentimos como animales en un zoo, no sólo porque éramos rubios, sino porque nos sentíamos miserables, rodeados de gente que estaba bien, aunque a primera vista les faltaran muchas cosas.

Conseguimos rápidamente lo que necesitábamos y volví otra vez. Me alejé rápidamente y estuve a punto de chocar con otro coche. No lo hice, pero me sentía tan incómoda en mi propia piel que nos fuimos casi a toda prisa.

De vuelta a nuestro sitio, mi mala conciencia pudo conmigo. No porque pudiera haberle hecho una abolladura al vehículo de otra persona, sino porque tenía tanto miedo que, literalmente, nos cabreé.

Fue una vergüenza lo cobarde que me comporté y no pude mirarme más en el espejo, por eso le pedí a Silvana que hoy me acompañara de nuevo al pueblo para disculparnos por nuestro comportamiento.

Tampoco hemos dormido bien, he hecho mis clases con dificultad y luego hemos vuelto en coche al pueblo, donde ya nos esperaba la gente, oteada por suricatas mientras nos despedíamos.

Se rieron de nosotros, nos ofrecieron asiento y un té delicioso y pude expresar mis preocupaciones con todo mi cuerpo. Silvana tenía lágrimas en los ojos y yo temblaba de emoción.

Teküler efendim, me despedí con un abrazo y fui con Silvana a por una bolsa de este delicioso té y una botella de vino para esta noche.

Todos sonrieron y mi corazón saltó de alegría. Puede que sea demasiado sensible para un viaje así, pero me alegro de tener que escuchar siempre a mi conciencia.

Hasta mañana,

Tu Ulf

Darwinismus der Moderne

(Down below in english en français Incluido el español) Wenn andere über die Türkei schreiben, dann ist von Kultur die Rede und von modernen Straßen und so.

Wenn ich türkisch träume, dann denke ich an Blumen und sattes Grün, so weit das Auge reicht. Die Türkei ist wie ein Garten Eden aus fruchtbarster Erde und fleißigen Landwirten, die auf Wiesen und Feldern, mal mit modernsten Mähdreschern und mal mit einer Handesche oder einem Eselszug das Feld bearbeiten, während Vögel und Käfer verschiedenster Arten ihre Art in die nächste Generation bringen.

Hier gibt es gigantische Ameisen und Marienkäfer mit den Beinen von Spinnen, alles, nur nicht kulturell gezüchtigt.

Ich fühle mich ein wenig wie Darwin, wenn ich im Gras die Natur entdecke, die mit der mir bekannten verwand, aber schon seit Jahrhunderten nicht mehr paarungsfähig ist.

Die Türkei ist ein autonomer Zwitter aus Asien und Europa, der mir bekannt und fremd ist,aber nicht unsympathisch, denn hier versucht auch jeder nur sein Leben zu meistern, nur dass hier die meisten, zumindest mir begegneten, nicht ständig fluchen, sondern einfach ihr Leben annehmen, mal beschwerlich, mal leicht, aber immer einmalig.

Bis morgen,

Euer Ulf

English

Darwinism of modernity

When others write about Turkey, they talk about culture and modern streets and so on.

When I dream in Turkish, I think of flowers and lush greenery as far as the eye can see. Turkey is like a Garden of Eden with the most fertile soil and industrious farmers working the fields and meadows, sometimes with the most modern combine harvesters and sometimes with a hand ash or a donkey train, while birds and beetles of all kinds bring their species into the next generation.

There are gigantic ants and ladybugs with the legs of spiders, everything but culturally chastened.

I feel a bit like Darwin when I discover nature in the grass that is related to the one I know but has not been able to mate for centuries.

Turkey is an autonomous hybrid of Asia and Europe, which is both familiar and strange to me, but not unappealing, because here, too, everyone is just trying to get on with their lives, except that most people here, at least those I’ve met, don’t swear all the time, but simply accept their lives, sometimes difficult, sometimes easy, but always unique.

See you tomorrow,

Your Ulf

Francais

Le darwinisme de la modernité

Quand d’autres écrivent sur la Turquie, ils parlent de culture, de rues modernes et de tout le reste.

Quand je rêve en turc, je pense à des fleurs et à de la verdure à perte de vue. La Turquie est comme un jardin d’Eden fait de la terre la plus fertile et d’agriculteurs laborieux qui travaillent dans les prés et les champs, tantôt avec des moissonneuses-batteuses ultramodernes, tantôt avec un frêne à bras ou une charrette à ânes, tandis que les oiseaux et les coléoptères des espèces les plus diverses transmettent leur espèce à la génération suivante.

On y trouve des fourmis géantes et des coccinelles aux pattes d’araignées, tout sauf culturellement châtiées.

Je me sens un peu comme Darwin lorsque je découvre dans l’herbe une nature apparentée à celle que je connais, mais qui n’est plus capable de s’accoupler depuis des siècles.

La Turquie est un hybride autonome d’Asie et d’Europe que je connais et qui m’est étranger, mais qui n’est pas antipathique, car ici aussi chacun essaie simplement de maîtriser sa vie, sauf qu’ici la plupart des gens, du moins ceux que j’ai rencontrés, ne jurent pas en permanence, mais acceptent simplement leur vie, parfois pénible, parfois facile, mais toujours unique.

A demain, donc,

Votre Ulf

Espanol

Darwinismo de la modernidad

Cuando otros escriben sobre Turquía, hablan de cultura y calles modernas, etcétera.

Cuando sueño en turco, pienso en flores y exuberante vegetación hasta donde alcanza la vista. Turquía es como un Jardín del Edén, con la tierra más fértil y agricultores muy trabajadores que labran los prados y los campos, a veces con las cosechadoras más modernas y otras con una ceniza de mano o una caravana de burros, mientras pájaros y escarabajos de todo tipo llevan su especie a la siguiente generación.

Hay hormigas gigantes y mariquitas con patas de araña, de todo menos culturalmente castizas.

Me siento un poco como Darwin cuando descubro en la hierba una naturaleza emparentada con la que conozco pero que lleva siglos sin aparearse.

Turquía es un híbrido autónomo de Asia y Europa, que me resulta a la vez familiar y extraño, pero no poco atractivo, porque también aquí todo el mundo intenta simplemente seguir con su vida, con la diferencia de que la mayoría de la gente de aquí, al menos los que he conocido, no dicen palabrotas todo el tiempo, sino que simplemente aceptan su vida, a veces difícil, a veces fácil, pero siempre única.

Hasta mañana,

Tu Ulf

We got it back

(Down below in english en français Incluido el español) Der Morgen graut und die Sonne schaut nur zaghaft durch die Wolken: Haben sich Kai und Gerda wieder gefunden?

Ja, sie haben und freuen sich sehr darüber. Denn Ärger ist ein Passagier zu viel im Jürmann. Das wissen beide und haben sich erst hitzig und dann immer liebevoller unterhalten, bis sie irgendwann wieder eng umschlungen eingeschlafen sind.

Ein Kinderfilm hat schlussendlich geholfen, die letzte Wut zu zerstreuen und in beide Gesichter wieder ein Lächeln zu zaubern. Denn so wie Horten das Hu, wussten beide, dass noch Liebe zwischen beiden um Hilfe schrie und nur die Kängurugene diese Schreie negieren wollte.

Aber die Liebe, die auf dieser Tour zwischen uns gewachsen ist, gab nicht auf, sodass heute die Reise weiter gehen kann; ins Morgenland, denn die Sterne aus 1001 Nacht warten bereits auf romantische Abende auf der Trittstufe des Jürmanns, um von uns beiden bewundert zu werden.

Bis morgen,

Euer Ulf



English

We got it Back!


Der Morgen graut und die Sonne schaut nur zaghaft durch die Wolken: Haben sich Kai und Gerda wieder gefunden?

Ja, sie haben und freuen sich sehr darüber. Denn Ärger ist ein Passagier zu viel im Jürmann. Das wissen beide und haben sich erst hitzig und dann immer liebevoller unterhalten, bis sie irgendwann wieder eng umschlungen eingeschlafen sind.

Ein Kinderfilm hat schlussendlich geholfen, die letzte Wut zu zerstreuen und in beide Gesichter wieder ein Lächeln zu zaubern. Denn so wie Horten das Hu, wussten beide, dass noch Liebe zwischen beiden um Hilfe schrie und nur die Kängurugene diese Schreie negieren wollte.

Aber die Liebe, die auf dieser Tour zwischen uns gewachsen ist, gab nicht auf, sodass heute die Reise weiter gehen kann; ins Morgenland, denn die Sterne aus 1001 Nacht warten bereits auf romantische Abende auf der Trittstufe des Jürmanns darauf von uns beiden bewundert zu werden.

Bis morgen,

Euer Ulf



En français

We got it back !


Le matin se lève et le soleil perce timidement les nuages : Kai et Gerda se sont-ils retrouvés ?

Oui, ils l’ont fait et ils en sont très heureux. Car les ennuis sont un passager de trop chez Jürmann. Ils le savent tous les deux et se sont d’abord parlé avec fougue, puis avec de plus en plus d’amour, jusqu’à ce qu’ils se rendorment un jour, étroitement enlacés.

Un film pour enfants a finalement aidé à dissiper les dernières colères et à faire réapparaître un sourire sur les deux visages. Car à la manière de Horten le Hu, tous deux savaient que l’amour entre eux deux criait encore à l’aide et que seul le gène du kangourou voulait nier ces cris.

Mais l’amour qui s’est développé entre nous au cours de cette tournée n’a pas cédé, de sorte qu’aujourd’hui, le voyage peut continuer ; vers l’Orient, car les étoiles des 1001 nuits attendent déjà d’être admirées par nous deux lors de soirées romantiques sur le marchepied du Jürmann.

À demain, donc,

Votre Ulf



español

¡Lo hemos recuperado!


Amanece y el sol se asoma tímidamente entre las nubes: ¿se han reencontrado Kai y Gerda?

Sí, y están muy contentos. Porque un problema es un pasajero de más en el Jürmann. Ambos lo saben y mantienen una charla acalorada y cada vez más cariñosa hasta que acurrucados acaban por dormirse.

Al final, una película infantil les ayudó a disipar el último enfado y les devolvió la sonrisa. Porque, como le dijo Horten a Hu, ambos sabían que el amor seguía clamando entre ellos y sólo los genes canguro querían negar esos gritos.

Pero el amor que ha crecido entre los dos en esta gira no se dio por vencido, así que hoy el viaje puede continuar; hacia Oriente, porque las estrellas de 1001 noches ya esperan románticas veladas en las escaleras del Jürmann para ser admiradas por los dos.

Hasta mañana,

Tu Ulf

Paint it black

(Down below in english en français Incluido el español) Heute ist ein schwarzer Tag. wir haben Streit. es kracht und beide ziehen sich in ihre Routinen zurück. Was bei Silvana ABBA ist, ist mein Type o Negative oder Judas Priest.

Wir können uns nicht mehr sehen, riechen und überhaupt, wir können uns grad nicht mehr ertragen. Das ist hoffentlich nicht schlimm, denn wir haben beide unsere Geschichte hinter uns und uns hat jeweils Das zu dem gemacht was wir heute sind.

Silvana ist eine unendlich liebe Frau mit wahnsinnig sinnlichen Seiten, während ich im tiefsten meines Innern ein Zerstörer bin. Ich brauche Trash Metal und ähnliches um abzuschalten, ich kann nicht anders und das zeigt Silvana wer ich bin: ein Mensch vor dem sie Angst hat, denn sie kennt mich so nicht.

Ich bin kein lieber Kerl, sondern ein Ekel und an Tagen wie heute bin ich stolz darauf. Ich brauche Zerstörung auf den Ohren: I want to paint it black, während sie sich nach weiss sehnt, aber ich kann in Momenten wie jetzt nicht weiss, ich werde zum Putin, ich will kaputt machen, das Leidende sehen und mitleiden. Ich will schreien, so laut, dass ich nichts mehr sagen kann.

Wir sind beide off. Wir lieben uns aber wir merken, wie es einst Nietsche sagte, man kann sich nie vestehen, sondern nur einer Meinung sein.

Was ich grad nach drei Bier merke ist, dass ich seelisch kaputt bin, ich leide, habe Angst vor der Türkei. Nicht weil ich wirklich glaube, dass ich nicht durch das Land derer fahren möchte, die ich aus meiner Zeit als Aussätziger kenne, sondern weil man mich für das hält, was ich bin und nicht sein möchte: ein Arschloch.

Ich bin doch nur seelisch kaputt. All der Ehrgeiz und all der blinde Aktionsimus hat mich zu dem gemacht, was ich bin, ein Wichser. Ich bin Adolf und hasse es. Der Mann der so voller Wut und Agressionen ist und ich werde es nicht los. Es holt mich immer wieder ein.

Immer wieder. Ich liebe, streichle und bin zärtlich, aber wenn ich mich an die Wand gestellt fühle, werde ich zum Tier. Ich schlage nicht, ich leide und schreie in mich rein.

Wie hasse ich das. Morgen werden wir weiter sehen, heute betrinke ich mich, höre meinen Matal und Björk, genieße es zu leiden, damit ich morgen wieder sein kann, wer ich will.

Euer Ulf

english

Paint it black
Today is a black day. We have a fight. There’s a row and both of us retreat into our routines. Silvana’s ABBA is my Type o Negative or Judas Priest.

We can no longer see each other, smell each other or see each other at all. hopefully that’s not a bad thing, because we both have our history behind us and that’s what made us who we are today.

Silvana is an infinitely sweet woman with an insanely sensual side, while deep down I’m a destroyer. I need trash metal and the like to switch off, I can’t help it and that shows Silvana who I am: a person she is afraid of, because she doesn’t know me like that.

I’m not a nice guy, I’m disgusting and on days like today3 I’m proud of it. I need destruction on my ears: I want to paint it black, while she longs for white, but I can’t be white in moments like now, I become Putin, I want to break, to see the suffering and to suffer with it. I want to scream, so loud that I can’t say anything.

We’re both off. We love each other but we realize, as Nietsche once said, you can never understand each other, you can only agree.

What I realize after three beers is that I’m mentally broken, I’m suffering, I’m afraid of Turkey. Not because I really believe that I don’t want to drive through the country of those I know from my time as a leper,

but because people think I am what I am and don’t want to be: an arsehole.

I’m just mentally broken. All the ambition and all the bline actionism has made me what I am, a wanker. I am Adolf and I hate it. the man who is so full of rage and aggression and I can’t get rid of it. it keeps getting me.

Again and again. I love, caress and am tender, but when I feel up against the wall, I become an animal. I don’t hit, I suffer and scream inside.

How I hate that. Tomorrow we’ll see, today I get drunk, listen to my Matal and Björk, enjoy suffering so that tomorrow I can be who I want again.

Your Ulf

francais

Paint it black

Aujourd’hui, c’est un jour noir. on se dispute. ça se casse la gueule et chacun se replie sur sa routine. Ce qui est ABBA pour Silvana est Type o Negative ou Judas Priest pour moi.

Nous ne pouvons plus nous voir, nous ne pouvons plus nous sentir, nous ne pouvons plus nous voir du tout. J’espère que ce n’est pas grave, car nous avons tous les deux notre histoire derrière nous et c’est ce qui nous a fait devenir ce que nous sommes aujourd’hui.

Silvana est une femme infiniment gentille avec un côté très sensuel, alors que je suis un destructeur au plus profond de moi. J’ai besoin de trash metal et autres pour me détendre, je ne peux pas m’en empêcher et cela montre à Silvana qui je suis : une personne dont elle a peur, car elle ne me connaît pas ainsi.

Je ne suis pas un gentil gars, je suis un dégoûtant et les jours comme aujourd’hui3, j’en suis fier. J’ai besoin de destruction sur les oreilles : I want to püaint it black, alors qu’elle a envie de blanc, mais dans des moments comme maintenant, je ne peux pas être blanc, je deviens Poutine, je veux casser, voir celui qui souffre et souffrir avec lui. Je veux crier, si fort que je ne peux plus rien dire.

Nous sommes tous les deux off. Nous nous aimons mais nous remarquons, comme l’a dit Nietsche, qu’on ne peut jamais se comprendre, mais seulement être d’accord.

Ce que je remarque juste après trois bières, c’est que je suis cassé psychologiquement, je souffre, j’ai peur de la Turquie. Pas parce que je pense vraiment que je ne veux pas la conduire à travers le pays de ceux que j’ai connus quand j’étais lépreux, mais parce qu’on me prend pour ce que je suis et que je ne veux pas être : un connard.

Je suis juste cassé psychologiquement. Toute cette ambition et tout cet activisme béat ont fait de moi ce que je suis, un branleur. Je suis Adolf et je le déteste. L’homme qui est si plein de colère et d’agressivité et je ne peux pas m’en débarrasser. Il me rattrape toujours.

Encore et encore. J’aime, je caresse, je suis tendre, mais quand je me sens mis au pied du mur, je deviens un animal. je ne frappe pas, je souffre et je crie en moi.

comme je déteste cela. Demain nous verrons, aujourd’hui je me saoule, j’écoute mon Matal et Björk, j’apprécie de souffrir pour que demain je puisse à nouveau être qui je veux.

Votre Ulf

espanol

Paint it black

Hoy es un día oscuro. Nos peleamos. Hay bronca y los dos nos refugiamos en nuestras rutinas. El ABBA de Silvana es mi Type o Negative o Judas Priest.

Ya no podemos vernos, ni olernos, ni vernos en absoluto. Esperemos que eso no sea malo, porque ambos tenemos nuestra historia detrás y eso es lo que nos ha convertido en lo que somos hoy.

Silvana es una mujer infinitamente dulce con un lado insanamente sensual, mientras que en el fondo yo soy un destructor. Necesito trash metal y similares para desconectar, no puedo evitarlo y eso le demuestra a Silvana quién soy: una persona a la que teme, porque no me conoce así.

No soy un buen tipo, soy asqueroso y en días como hoy3 estoy orgulloso de ello. Necesito destrucción en mis orejas: Quiero pintarla de negro, mientras ella anhela el blanco, pero no puedo ser blanco en momentos como ahora, me convierto en Putin, quiero romperme, ver el sufrimiento y sufrir con ella. Quiero gritar tan fuerte que no puedo decir nada.

Los dos estamos apagados. Nos queremos, pero nos damos cuenta de que, como dijo Nietsche una vez, nunca puedes entender al otro, sólo puedes estar de acuerdo.

De lo que me acabo de dar cuenta después de tres cervezas es de que estoy mentalmente roto, estoy sufriendo, tengo miedo de Turquía. No porque realmente piense que no quiero conducir por el país de los que conozco de mi época de leproso, sino porque piensan que soy lo que soy y no quiero ser: un gilipollas.

Estoy mentalmente destrozado. Toda la ambición y todo el accionismo de bline me han convertido en lo que soy: un gilipollas. Soy Adolf y lo odio. el hombre que está tan lleno de rabia y agresividad y no puedo deshacerme de ello. me sigue atrapando.

Una y otra vez. Amo, acaricio y soy tierno, pero cuando me siento contra la pared, me convierto en un animal. No golpeo, sufro y grito en mi interior.

Cómo odio eso. Mañana ya veremos, hoy me emborracho, escucho a mi Matal y a Björk, disfruto sufriendo para mañana volver a ser quien quiero.

Tu Ulf