Endlich keine Hoffnung mehr

Klingt komisch, oder? Das habe ich auch lange gedacht, bis ich beim Ritt auf der Waiküre endlich eines Besseren belehrt wurde.

Die Hoffnung, so sagt man, schwindet zuletzt. Aber ist das eine qualitativ aufwertende Definition von Hoffnung? Ich glaube nicht, denn wer hat Hoffnung? Hoffnung hat der, der eigentlich keinen Grund zur Hoffnung hat. Die alternative deutsche Band Deichkind schreibt in einem Song: „Hoffnung ist die Zuflucht des Versagers!“ und ich glaube, das trifft es besser, auch wenn es deprimierend klingt. Denn Hoffnung ist doch das, was man hat, wenn man sein (vermeintlich) Schicksal nicht mehr selbst beeinflussen kann.

Aber was will man beeinflussen? Sein Sein mit einer persönlich zugeschnittenen Hoffnung, einem Glücksversprechen, das einem vorenthalten wird. Aber wer gibt einem dieses Versprechen? Man gibt es sich selbst, aus den Umständen seines Lebens, das sich ausschließlich aus Vergleichen nährt.

Man kann mehr Geld verdienen, weil man sieht, dass es Menschen gibt die mehr Geld verdienen oder reicher sind als man selbst (übrigens immer und wenn man der oder die Reichste ist, dann kann man dennoch reicher sein, denn das hinterfotzige an Geld ist doch, dass es immer mehr sein kann, weil es am Ende ja nur eine Zahl ist und Zahlen doch unendlich gesteigert werden können, wie deprimierend) und dann macht man den illegitimen Vergleich, dass Geld, was den einen scheinbar glücklicher macht, auch einen selbst zu mehr Zufriedenheit verhilft.

Wenn ich mehr Geld habe, dann kann ich mir mehr dies und das kaufen und dies und das ist wieder ein Vergleich, es ist nämlich das, was der oder die hat, einen größeren Fernseher, besseren Computer oder auch eine weitere Reise. Wenn ich mal so weit reisen kann, dann bin ich auch endlich glücklich, so denkt man, aber ist man das dann wirklich?

Was macht man dann mit dem größeren Fernseher, doch auch nur scheiße gucken, das gleiche Zeugs, was auch das kleinere Modell zeigte, nur dass man bei HD dann endlich sieht, wie billig die Serie wirklich produziert wurde und wenn man dann am Traumstrand ist, merkt man, dass es dort nicht nur den Sand am Strand gibt, sondern auch in den Schuhen, der Hose oder, wenn man wie wir mit einem Auto unterwegs ist in jeder Ritze des Wagens.

Da hilft nur eines: ein besseres Auto, oder ein anderer Strand. Bis man dann dort ist und merkt, jetzt hat es wirklich nur eines nicht mehr: Hoffnung, das es noch besser werden kann. Man ist also wieder deprimiert, denn was ist das Leben schon ohne Hoffnung auf ein vermeintlich besseres; was auch immer?

Der omnipräsente Konjunktiv II eines „wäre, hätte könnte“ lässt einen das „ist, hat und kann“ relativieren. Man freut sich nicht über frei haben, sondern über reisen können. Und wenn man es tut, könnte man auch wieder zu Hause mit Freunden ein Bier trinken oder arbeiten um nicht nach Griechenland, sondern in die Karibik fliegen um da zu realisieren, dass eine echte Liebe schöner ist als eine Gekaufte.

Ich arbeite ab heute nicht mehr an meinen Träumen, denn meine Träume sind der Ursprung allen Frustes. Ich versuche, egal was als das zu nehmen, was es ist: Ich kann nichts tun, ich tue nichts also bin ich glücklich, oder um es im Prinzip der Hoffnung zu formulieren „ Ich könnte jetzt nichts tun, ich kann nichts tun, also mache ich nichts: Ziel erreicht.

Zugegeben, das ist auch ein Ziel, aber eines, das ich jeden Tag, ja jeden Moment des Lebens erreichen kann. Das Sein ist ein Versprechen, dass sich immer dann erfüllt, wenn es ist und wenn das Sein mal so ist, dass es nicht ideal genug ist, weil ich eine Rechnung nicht bezahlen kann, dann ist das so; und ich genieße, dass ich noch bin, obwohl ich es nicht ändern kann. Wenn das mal keine unerwartete Überraschung ist und das ist doch wie ein geschenkt des Himmels, vielleicht das einzige, das noch schöner ist als die Vorfreude, also eine Erwartung (wieder eine Hoffnung).

Bis morgen.


Euer Ulf

P.S. Und was ist jetzt mit Kolumbien?

In english

No more hope at last

Sounds strange, doesn’t it? That’s what I thought for a long time until I was finally proven wrong while riding the Waiküre.

Hope, they say, fades last. But is that a qualitative definition of hope? I don’t think so, because who has hope? Hope is for those who actually have no reason to hope. The alternative German band Deichkind writes in a song: „Hope is the refuge of failure!“ and I think that’s more accurate, even if it sounds depressing. After all, hope is what you have when you can no longer (supposedly) influence your own fate.

But what do you want to influence? Your existence with a personalized hope, a promise of happiness that is withheld from you. But who gives you this promise? You give it to yourself, from the circumstances of your life, which is nourished exclusively by comparisons.

You can earn more money because you see that there are people who earn more money or are richer than you (always and if you are the richest, then you can still be richer, because the sneaky thing about money is that it can always be more, because in the end it is just a number and numbers can be increased infinitely, how depressing) and then you make the illegitimate comparison that money, which apparently makes you happier, also helps you to be happier.

If I have more money, then I can buy more of this and that and this and that is another comparison, because it’s what he or she has, a bigger TV, a better computer or even another trip. If I can travel that far, then I’ll finally be happy, you think, but will I really be happy?

What do you do with the bigger TV, just watch shit, the same stuff that the smaller model showed, only with HD you can finally see how cheaply the series was really produced and when you are on the beach of your dreams, you realize that there is not only sand on the beach, but also in your shoes, trousers or, if you are travelling in a car like us, in every crack of the car.

There’s only one thing that helps: a better car or a different beach. Until you get there and realize that there’s really only one thing left: hope that it can get any better. So you’re depressed again, because what is life without hope for a supposedly better; whatever?

The omnipresent subjunctive II of „would have, could have“ puts the „is, has and can“ into perspective. We are not happy about having freedom, but about being able to travel. And if you do, you could be back at home having a beer with friends or working so that you can fly to the Caribbean instead of Greece and realize that real love is better than bought love.

As of today, I am no longer working on my dreams, because my dreams are the source of all frustration. I try to take whatever for what it is: I can do nothing, I do nothing therefore I am happy, or to put it in the principle of hope “ I could do nothing now, I can do nothing so I do nothing: goal achieved.

Admittedly, this is also a goal, but one that I can achieve every day, indeed every moment of my life. Being is a promise that is always fulfilled when it is, and if being is not ideal enough because I can’t pay a bill, then that’s that; and I enjoy the fact that I’m still here, even though I can’t change it. If that’s not an unexpected surprise and it’s like a gift from heaven, perhaps the only thing more beautiful than anticipation, an expectation (another hope).

See you tomorrow.

Your Ulf

P.S. And what about Colombia now?

En francaise


Enfin, plus d’espoir


Ça a l’air bizarre, non ? C’est ce que j’ai longtemps pensé, jusqu’à ce que la chevauchée de la Waiküre me fasse enfin changer d’avis.


L’espoir, dit-on, disparaît en dernier. Mais est-ce une définition qualitativement valorisante de l’espoir ? Je ne crois pas, car qui a de l’espoir ? L’espoir, c’est celui qui n’a en fait aucune raison d’espérer. Le groupe alternatif allemand Deichkind écrit dans une chanson : „L’espoir est le refuge des ratés !“ et je pense que c’est plus juste, même si cela semble déprimant. Car l’espoir, c’est tout de même ce que l’on a quand on ne peut plus influencer soi-même son (prétendu) destin.


Mais que veut-on influencer ? Son être avec un espoir taillé sur mesure, une promesse de bonheur dont on est privé. Mais qui nous fait cette promesse ? On se la donne à soi-même, à partir des circonstances de sa vie, qui se nourrit exclusivement de comparaisons.



On peut gagner plus d’argent parce qu’on voit qu’il y a des gens qui gagnent plus d’argent ou qui sont plus riches que soi (d’ailleurs toujours et si on est le plus riche ou la plus riche, on peut quand même être plus riche, parce que le côté insidieux de l’argent, c’est qu’il peut toujours être plus, parce qu’au final ce n’est qu’un chiffre et que les chiffres peuvent quand même être augmentés à l’infini, comme c’est déprimant) et puis on fait la comparaison illégitime que l’argent, qui rend apparemment l’un plus heureux, nous rend aussi plus heureux.


Si j’ai plus d’argent, je peux m’acheter plus de ceci et de cela, et ceci et cela sont à nouveau une comparaison, car c’est ce que celui-ci ou celle-ci a, une plus grande télévision, un meilleur ordinateur ou même un plus grand voyage. Si je peux voyager aussi loin, alors je serai enfin heureux, pense-t-on, mais l’est-on vraiment ?


Que fait-on alors avec le plus grand téléviseur, on ne fait que regarder de la merde, les mêmes choses que le plus petit modèle, sauf qu’avec la HD, on voit enfin à quel point la série a été produite à bas prix et quand on est sur une plage de rêve, on remarque qu’il n’y a pas que du sable sur la plage, mais aussi dans les chaussures, les pantalons ou, si on est en voiture comme nous, dans chaque fissure de la voiture.


Une seule solution : une meilleure voiture ou une autre plage. Jusqu’à ce que l’on se rende compte qu’il n’y a vraiment plus qu’une chose qui manque : l’espoir que les choses puissent encore s’améliorer. On est donc à nouveau déprimé, car qu’est-ce que la vie sans l’espoir d’un soi-disant mieux, quel qu’il soit ?


L’omniprésence du subjonctif II d’un „serait, aurait pu“ permet de relativiser le „est, a et peut“. On ne se réjouit pas d’être libre, mais de pouvoir voyager. Et si c’est le cas, on pourrait à nouveau boire une bière à la maison avec des amis ou travailler pour s’envoler non pas en Grèce, mais dans les Caraïbes, pour y réaliser qu’un amour authentique est plus beau qu’un amour acheté.


À partir d’aujourd’hui, je ne travaille plus sur mes rêves, car mes rêves sont la source de toutes les frustrations. J’essaie de prendre n’importe quoi pour ce qu’il est : Je ne peux rien faire, je ne fais rien, donc je suis heureux, ou pour formuler le principe de l’espoir „Je ne pourrais rien faire maintenant, je ne peux rien faire, donc je ne fais rien : objectif atteint“.


Certes, c’est aussi un objectif, mais un objectif que je peux atteindre chaque jour, voire chaque instant de ma vie. L’être est une promesse qui se réalise chaque fois qu’il est, et si l’être est tel qu’il n’est pas assez idéal parce que je ne peux pas payer une facture, alors c’est ainsi ; et je savoure le fait d’être encore là, même si je ne peux pas le changer. Si ce n’est pas une surprise inattendue, et c’est comme un cadeau du ciel, peut-être la seule chose qui soit encore plus belle que l’anticipation, c’est-à-dire une attente (encore un espoir).


A demain, donc.


Votre Ulf


P.S. Et maintenant, qu’en est-il de la Colombie ?

El Español

Por fin se acabó la esperanza

Suena extraño, ¿verdad? Eso es lo que pensé durante mucho tiempo hasta que por fin me demostraron lo contrario mientras montaba en el Waiküre.

La esperanza, dicen, se desvanece al final. Pero, ¿es ésa una definición cualitativa de la esperanza? No lo creo, porque ¿quién tiene esperanza? La esperanza es para los que en realidad no tienen motivos para tenerla. El grupo alternativo alemán Deichkind escribe en una canción: „¡La esperanza es el refugio del fracaso!“ y creo que es más acertado, aunque suene deprimente. Al fin y al cabo, la esperanza es lo que uno tiene cuando ya no puede (supuestamente) influir en su propio destino.

Pero, ¿en qué quieres influir? Tu existencia con una esperanza personalizada, una promesa de felicidad que se te oculta. Pero, ¿quién te da esta promesa? Te la das tú mismo, a partir de las circunstancias de tu vida, que se alimenta exclusivamente de comparaciones.

Puedes ganar más dinero porque ves que hay gente que gana más dinero o es más rica que tú (siempre y si eres el más rico, pues todavía puedes ser más rico, porque lo rastrero del dinero es que siempre puede ser más, porque al final es sólo un número y los números se pueden aumentar infinitamente, qué deprimente) y entonces haces la comparación ilegítima de que el dinero, que aparentemente te hace más feliz, también te ayuda a serlo.

Si tengo más dinero, entonces puedo comprar más de esto y aquello y esto y aquello es otra comparación, porque es lo que tiene él o ella, una televisión más grande, un ordenador mejor o incluso viajar más. Si puedo viajar tanto, por fin seré feliz, piensas, pero ¿seré realmente feliz?

¿Qué haces con el televisor más grande, sólo ver mierda, lo mismo que mostraba el modelo más pequeño, excepto que con la alta definición por fin ves lo baratas que eran realmente las series producidas y cuando estás en la playa de tus sueños, te das cuenta de que no sólo hay arena en la playa, sino también en tus zapatos, pantalones o, si viajas en coche como nosotros, en cada rendija del coche.

Sólo hay una cosa que ayuda: un coche mejor o una playa diferente. Hasta que llegas allí y te das cuenta de que en realidad sólo queda una cosa: la esperanza de que pueda mejorar. Entonces vuelves a deprimirte, porque ¿qué es la vida sin la esperanza de un supuestamente mejor; lo que sea?

El subjuntivo II omnipresente de „habría, podría haber“ te hace relativizar el „es, tiene y puede“. No te alegras de ser libre, sino de poder viajar. Y si lo haces, podrías estar en casa tomándote una cerveza con los amigos o trabajando para poder volar al Caribe en vez de a Grecia y darte cuenta de que el amor de verdad es mejor que el comprado.

A día de hoy, ya no trabajo en mis sueños, porque mis sueños son la fuente de toda frustración. Intento tomármelo todo por lo que es: No puedo hacer nada, no hago nada por lo tanto soy feliz, o dicho en el principio de la esperanza “ No podría hacer nada ahora, no puedo hacer nada, por lo tanto no hago nada: objetivo conseguido.

Es cierto que también se trata de un objetivo, pero un objetivo que puedo alcanzar cada día, es más, cada momento de mi vida. Ser es una promesa que siempre se cumple cuando se cumple, y si ser no es lo suficientemente ideal porque no puedo pagar una factura, pues eso; y disfruto del hecho de seguir aquí, aunque no pueda cambiarlo. Si eso no es una sorpresa inesperada y eso es como un regalo del cielo, tal vez lo único más hermoso que la anticipación, una expectativa (otra esperanza).

Hasta mañana.

Tu Ulf

P.D. ¿Y qué pasa ahora con Colombia?

Es ist einmal (gewesen)

„Guten Morgen Herr Münstermann, na haben wir heute Nacht wieder von Griechenland geträumt?“.
„Da können Sie einen drauf lassen“.
„Und, war der Jürmann wieder krank?“
„Ach der Jürmann, der war schon fast wieder fertig, eigentlich mussten wir nur noch die Türscharniere ersetzen. Ich war kaputt. Das war damals im Spätsommer 24,als der Russe die Raketen von den Mullahs bekamen.
Eigentlich ein großartiger Tag. Endlich mal nicht so heiß, weil Nachts ein Sturm Aufzug, und die Wellen wie an der Nordsee wild stürmten“.


„Jetzt müssen aber die Wellen kurz warten, denn, wir müssen ja auch noch aufs Klo, oder?“
„Ich muss nicht aufs Klo, Sie können aber gerne gehen“.


„Ich bin ein Robot, ich brauche nur hin und wieder neues Öl, aber wenn Sie nicht wollen“, sprach die Blechdose, als plötzlich eine leise Stimme aus dem Hintergrund erklang „würden Sie ein bisschen weiter erzählen?“

„Das dürfen sie dem nicht sagen, dann hört der nie wieder auf“, kommentierte der Robot und verschwand.

„Wo war ich stehen geblieben?“ – „Bei dem Sturm wie in der Nordsee“ lispelte die Stimme und schon ging es weiter “ Jedenfalls stürmte es wie beim Armageddon, mein Bein war noch geschwollen, als plötzlich die Tür wieder aus den Angeln fiel“ – mitten im Regen?“ Unterbrach die Stimme, „na ja, sagen wir kurz davor, jedenfalls wurde alles immer schlimmer, ich bekam Rückenprobleme, die Maus war noch frei, weil die Mausefalle nicht funktionierte, stellen Sie sich mal vor, die hat den Käse von der Falle gefressen ohne das sie zu schnappte und auch unsere Kunden zahlten und zahlten auch nicht.

Silvana und ich waren fertig. Mir standen die Tränen in den Augen, aber meine Frau, Gott hab sie selig, nahm mich in den Arm und sagte “ Wir sind im Auftrag des Herrn unterwegs“  küsste mich und lächelte “ Wir machen das schon“.

„Und jetzt muss ich aber wirklich aufs Klo, Schwester!“

„Und wie geht’s weiter?“

„Morgen lieber Freund, ich muss gleich ein bisschen schlafen. Es war so viel, dass ich allein vom Reden schon wieder ganz KO bin“.

Dann küsste Ulf den Ring vom Keilriemen, um seinen Hals und humpelte ins Bad, „lahmarschieger Robot, wohl Made in Greece, wie übigens auch die Mausefalle“.

Euer Ulf

In english

It ist (long ago)…
„Good morning Mr. Münstermann, did we dream about Greece again tonight?“.
„You can leave one there“.
„So, was Jürmann sick again?“
„Oh Jürmann, he was almost ready again, we just had to replace the door hinges. I was broken. That was back in the late summer of ’24, when the Russians got the missiles from the mullahs.
It was actually a great day. At last it wasn’t so hot, because at night there was a storm and the waves were crashing like the North Sea“.
„But now the waves will have to wait a moment, because we still have to go to the loo, don’t we?“
„I don’t have to go to the loo, but you’re welcome to“.
„I’m a robot, I only need new oil every now and then, but if you don’t want to,“ said the tin can, when suddenly a soft voice sounded from the background, „would you tell me a little more?“

„You mustn’t tell him that, then he’ll never stop,“ commented the robot and disappeared.

„Where was I?“ – „In the storm like in the North Sea,“ the voice lisped and continued, „Anyway, it was storming like Armageddon, my leg was still swollen when suddenly the door fell off its hinges again“ – in the middle of the rain?“ The voice interrupted, „well, let’s say just before that, anyway, everything got worse and worse, I got back problems, the mouse was still free because the mousetrap didn’t work, imagine, it ate the cheese from the trap without snapping and our customers paid and didn’t pay either.

Silvana and I were devastated. I had tears in my eyes, but my wife, God rest her soul, took me in her arms and said „We’re on a mission from the Lord“, kissed me and smiled „We’ll manage“.

„And now I really have to go to the loo, sister!“

„And what’s next?“

„Morning dear friend, I need to get some sleep. It’s been so much that I’m already knocked out again just from talking.“

Then Ulf kissed the ring from the V-belt around his neck and hobbled into the bathroom, „lame-ass robot, probably made in Greece, like the mousetrap, by the way“.

Your Ulf

En francaise

Il est (était) une fois…
„Bonjour Monsieur Münstermann, avons-nous encore rêvé de la Grèce cette nuit ?
„Vous pouvez y mettre le feu“.
„Alors, Jürmann était-il encore malade ?“
„Ah, le Jürmann, il était déjà presque prêt, en fait, il ne nous restait plus qu’à remplacer les charnières de la porte. J’étais cassé. C’était à la fin de l’été 24, quand les Russes ont reçu les missiles des mollahs.
En fait, c’était une journée formidable. Enfin, il ne faisait pas si chaud, parce que la nuit, une tempête s’est levée et les vagues se sont déchaînées comme sur la mer du Nord“.
„Mais maintenant, les vagues doivent attendre un peu, parce qu’on doit aller aux toilettes, n’est-ce pas ?“
„Je n’ai pas besoin d’aller aux toilettes, mais vous pouvez y aller“.
„Je suis un robot, j’ai juste besoin d’huile de temps en temps, mais si vous ne voulez pas“, dit la boîte de conserve, quand soudain une petite voix retentit à l’arrière-plan, „pourriez-vous continuer à raconter un peu ?“

„Vous ne pouvez pas lui dire ça, il ne s’arrêtera plus“, commenta le robot avant de disparaître.

„Où en étais-je ?“ – „Avec cette tempête comme dans la mer du Nord“, zézaie la voix, et déjà elle continue „En tout cas, il y avait une tempête comme à Armageddon, ma jambe était encore enflée quand soudain la porte est sortie de ses gonds“ – en pleine pluie ?“ interrompit la voix, “ enfin, disons juste avant, en tout cas, tout s’est aggravé, j’ai commencé à avoir des problèmes de dos, la souris était encore libre parce que le piège à souris ne fonctionnait pas, imaginez, elle a mangé le fromage du piège sans qu’il se referme et même nos clients ont payé et n’ont pas payé non plus.

Silvana et moi étions épuisés. J’avais les larmes aux yeux, mais ma femme, paix à son âme, m’a pris dans ses bras et m’a dit „Nous sommes en route pour le Seigneur“ en m’embrassant et en souriant „Nous allons nous en sortir“.

„Et maintenant, je dois vraiment aller aux toilettes, ma sœur“.

„Et ensuite ?“

„Bonjour cher ami, je dois tout de suite dormir un peu. J’en ai tellement fait que rien que d’en parler, je suis déjà tout à fait KO“.

Puis Ulf embrassa l’anneau de la courroie trapézoïdale autour de son cou et partit en boitant vers la salle de bain, „robot boiteux, probablement Made in Greece, comme la souricière d’ailleurs“.

Votre Ulf

El Español

Érase una vez…
„Buenos días Sr. Münstermann, ¿hemos vuelto a soñar con Grecia esta noche?“.
„Puedes dejar uno allí“.
„Entonces, ¿Jürmann estaba enfermo otra vez?“.
„Oh Jürmann, estaba casi listo de nuevo, sólo tuvimos que cambiar las bisagras de la puerta. Estaba roto. Eso fue a finales del verano del 24, cuando los rusos consiguieron los misiles de los mulás.
En realidad fue un gran día. Por fin no hacía tanto calor, porque por la noche hubo tormenta y las olas rompían como el Mar del Norte.
„Pero ahora las olas tendrán que esperar un momento, porque todavía tenemos que ir al baño, ¿no?“.
„Yo no tengo que ir al baño, pero tú sí“.
„Soy un robot, sólo necesito aceite nuevo de vez en cuando, pero si no quieres“, dijo la lata, cuando de repente sonó una voz tranquila desde el fondo, „¿me cuentas un poco más?“.

„No le digas eso, no parará nunca“, comentó el robot y desapareció.

„¿Dónde estaba?“ – „En la tormenta, como en el Mar del Norte“, ceceó la voz y continuó: „En fin, llovía como el Armagedón, aún tenía la pierna hinchada cuando, de repente, la puerta volvió a caerse de sus goznes“ -¿en medio de la lluvia?“. La voz interrumpió, „bueno, digamos que justo antes, de todos modos, todo fue empeorando, tuve problemas de espalda, el ratón seguía libre porque la ratonera no funcionaba, imagínate, se comía el queso de la trampa sin chasquear y nuestros clientes pagaban y tampoco pagaban.

Silvana y yo estábamos destrozadas. Yo tenía lágrimas en los ojos, pero mi mujer, que en paz descanse, me cogió en brazos y me dijo „Estamos en una misión del Señor“, me besó y sonrió „Ya nos apañaremos“.

„¡Y ahora sí que tengo que ir al baño, hermana!“.

„¿Y ahora qué?“

„Buenos días querida amiga, necesito dormir un poco. Ha sido tanto que ya estoy noqueada otra vez sólo de hablar“.

Entonces Ulf se besó el anillo del cinturón en V que llevaba al cuello y entró cojeando en el cuarto de baño, „robot de culo cojo, probablemente fabricado en Grecia, igual que la ratonera por cierto“.

Tu Ulf

Ich schwächel, also bin ich

Typewriter No computer

Das ich Werbetexter bin, ist für die meisten Leser hier ein offenes Geheimnis und dass mich viele für nur bedingt gut halten, ist mir nicht neu.

Klar, tut mir das nicht zwingend gut, um nicht zu sagen weh, denn natürlich bin ich als Kreativer von der Qualität meiner ungewöhnlichen Windungen meist überzeugt.

„Findse gut? Das ist schon mal schlecht“, pflegte ein ehemaliger Chef von mir zu sagen und meinte meist damit, dass ich geistige Sprünge machte, denen man (und frau und Co) in dem Bruchteil einer Aufmerksamkeitssekunde nicht folgen kann.

Eine berechtigte Kritik, denn oft verliere ich mich im Netz meiner Gedanken, die natürlich nur für mich zugänglich sind. Ich spare mir an dieser Stelle Beispiele, da ich mich erstens nicht vorführen möchte und es zweitens schwer ist, das kurz und prägnant zu zeigen. Stellen Sie sich einfach vor, dass die Verbindung von Auto und Klopapier in Bezug auf Kinderliebe sinnig sein kann.

Aber ich hatte und habe immernoch eine Schwäche: ich haue gerne drauf. Ich bashe gern, wie man so schön neudeutsch sagt und das ist nicht gut, sondern in den allermeisten Fällen richtig schlecht(tes Handwerk).

Aber was ich persönlich noch schlechter finde, ist anbiedern. Wenn aus einer zielgerichteten Ansprache für eine Zielgruppe ein Anbidern an alle ist.

Alle Geschlechter, alle Hautfarben, alle Generationen und alle intellektuellen Horizonte. Denn dann wird aus der Kernkompetenz „Träume zu wecken“ ein maximal schnödes Widergeben einer langweiligen Gesellschaft, deren Kernkompetenz in der Angst nicht geliebt zu werden besteht, weil sie sich nicht traut, zu ihren Schwächen zu stehen. Und Schwächen sind doch die Kernkompetenz des Schnittpunkts von Werbung, Produkt und Zielgruppe.

Werbung suggeriert, dass das beworbene Produkt diese individuelle Schwäche,wie Hunger und Durst, ganz schnell und auf angenehmste Weise kompensieren kann.

Ich liebe Dich (dafür), sozusagen.

Als ich jung war, hatte Werbung noch etwas davon. Ich war Feuer und Flamme und ich war damit nicht allein. Heute ist man nicht allein, wenn man sagt, dass Werbung nervt, weil sie ihren Entertainingcharakter verloren hat.

Sie schreit meist nur noch „ich bin geil‘ und will nicht mehr mit Qualität überzeugen, sondern mit der Penetranz der Wiederholung.

Wie kann ein Traumberuf so verkommen? Weil wir in einer Zeit leben, in der es mehr restriktivere Konventionen gibt als je zuvor. Es gibt nur noch No-Gos und wer das nicht berücksichtigt wir an den digitalen Pranger gestellt.

Eine schwache Zielgruppe verzeiht keine Schwächen und beraubt sich darüber seinem eigenen Verlangen nach Individualität.

Wie soll das gehen, wenn man nicht mehr anecken darf sondern nur noch zu gefallen hat? Und was ist das Besondere an „Du gefällst mir“ wenn mir alles gefällt?

Mein Weg aus der Misere, diesem beinahe philosophischen Dilemmas ist, lieber niedriglohnig frei,als hochbezahlt mit billiger Rechtshetze genau das gleiche zu machen, was ich an dieser politischen Richtung so verachte:ihre Ignoranz.

Dafür schreibe und denke ich einfach zu gern kreativ, zur Not auch mal  so, dass es nur mir gefällt.

Bis morgen,

Euer Ulf

In english


I am weak, therefore I am
It’s an open secret to most readers here that I’m a copywriter and it’s not news to me that many people think I’m only good to a certain extent.

Of course, this doesn’t necessarily do me any good, not to say any harm, because as a creative I am usually convinced of the quality of my unusual turns of phrase.

„You think it’s good? That’s bad“, a former boss of mine used to say, usually meaning that I made mental leaps that you (and women and co) couldn’t follow in a fraction of a second of attention.

A justified criticism, because I often get lost in the web of my thoughts, which are of course only accessible to me. I’ll spare myself examples at this point because, firstly, I don’t want to show myself off and, secondly, it’s difficult to do so succinctly. Just imagine that the connection between a car and toilet paper can make sense in terms of loving children.

But I had and still have a weakness: I like to bash. I like to bash, as the saying goes, and that’s not good, but in the vast majority of cases really bad (craftsmanship).

But what I personally find even worse is chumming up. When a targeted approach for one target group is turned into chumming up to everyone.

All genders, all skin colors, all generations and all intellectual horizons. Because then the core competence of awakening dreams becomes a maximally disdainful reflection of a boring society whose core competence is the fear of not being loved because it does not dare to admit its weaknesses, and weaknesses are the core competence of the intersection of advertising, product and target group.

Advertising suggests that the advertised product can compensate for these individual weaknesses, such as hunger and thirst, very quickly and in the most pleasant way.

I love you (for that), so to speak.

When I was young, advertising still had something of this and I was on fire and I wasn’t alone. Today, you’re not alone when you say that advertising is annoying because it has lost its entertaining character.

It mostly just shouts ‚I’m horny‘ and no longer wants to convince with quality, but with the insistence of repetition.

How can a dream job degenerate like this? Because we live in a time in which there are more restrictive conventions than ever before, there are only no-goes and anyone who doesn’t take this into account is put in the digital pillory.

A weak target group does not forgive any weaknesses and deprives itself of its own desire for individuality.

How is that supposed to work if you are no longer allowed to offend but only have to please?
And what is so special about „I like you“ if I like everything?

My way out of this misery, this almost philosophical dilemma, is to do exactly the same thing that I despise so much about this political direction: its ignorance.

I just like to write and think creatively, if necessary in a way that only I like.

See you tomorrow,

Your Ulf

En francaise

Je m’affaiblis, donc je suis
Le fait que je sois rédacteur publicitaire est un secret de polichinelle pour la plupart des lecteurs ici et le fait que beaucoup ne me considèrent que partiellement bon n’est pas nouveau pour moi.

Bien sûr, cela ne me fait pas forcément du bien, pour ne pas dire du mal, car bien sûr, en tant que créatif, je suis généralement convaincu de la qualité de mes circonvolutions inhabituelles.

„Findse gut ? C’est déjà mauvais“, avait l’habitude de dire un de mes anciens patrons, signifiant généralement que je faisais des bonds intellectuels que l’on (et la femme et compagnie) ne pouvait pas suivre en une fraction de seconde d’attention.

Une critique justifiée, car je me perds souvent dans le réseau de mes pensées, qui ne sont bien sûr accessibles qu’à moi. Je m’épargne ici des exemples, d’abord parce que je ne veux pas me montrer et ensuite parce qu’il est difficile de le montrer de manière concise. Imaginez simplement que l’association d’une voiture et de papier toilette puisse avoir du sens en termes d’amour des enfants.

Mais j’avais et j’ai toujours un point faible : j’aime taper dessus. J’aime basher, comme on le dit si bien en allemand moderne, et ce n’est pas bon, mais dans la plupart des cas vraiment mauvais (métier).

Mais ce que je trouve personnellement encore plus mauvais, c’est de faire du racolage. Quand un discours ciblé sur un groupe cible se transforme en un discours qui s’adresse à tous.

Tous les sexes, toutes les couleurs de peau, toutes les générations et tous les horizons intellectuels. Car alors, la compétence clé qui consiste à faire rêver se transforme en un reflet dédaigneux maximal d’une société ennuyeuse dont la compétence clé consiste en la peur de ne pas être aimée parce qu’elle n’ose pas assumer ses faiblesses, et les faiblesses sont pourtant la compétence clé de l’intersection entre la publicité, le produit et le groupe cible.

La publicité suggère que le produit promu peut compenser très rapidement et de la manière la plus agréable cette faiblesse individuelle comme la faim et la soif.

Je t’aime (pour cela), pour ainsi dire.

Quand j’étais jeune, la publicité avait encore quelque chose de cela et j’étais tout feu tout flamme, et je n’étais pas seul dans ce cas. Aujourd’hui, on n’est pas seul à dire que la publicité est agaçante parce qu’elle a perdu son caractère d’entertainment.

La plupart du temps, elle ne crie plus que „je suis excité“ et ne cherche plus à convaincre par la qualité, mais par l’insistance de la répétition.

Comment un métier de rêve peut-il se dégrader à ce point ? Parce que nous vivons à une époque où les conventions sont plus restrictives que jamais, il n’y a plus que des no-go et ceux qui ne les respectent pas sont mis au pilori numérique.

Un groupe cible faible ne pardonne pas les faiblesses et se prive ainsi de son propre désir d’individualité.

Comment cela peut-il être possible si l’on n’a plus le droit de choquer mais seulement de plaire ?
Et quelle est la particularité de „tu me plais“ si tout me plaît ?

Mon moyen de sortir de la misère, de ce dilemme presque philosophique, est de préférer un salaire bas et libre à un salaire élevé et à un discours de droite bon marché, et de faire exactement la même chose que ce que je méprise tant dans cette orientation politique : son ignorance.

Pour cela, j’aime trop écrire et penser de manière créative, au besoin de manière à ce que cela ne plaise qu’à moi.

A demain, donc,

Votre Ulf

El Español

Soy débil, luego existo
Es un secreto a voces para la mayoría de los lectores que soy redactor publicitario y no es nuevo para mí que mucha gente piense que sólo soy bueno hasta cierto punto.

Por supuesto, esto no me hace necesariamente ningún bien, por no decir ningún mal, porque como creativo suelo estar convencido de la calidad de mis giros inusuales.

„¿Crees que es bueno? Eso es malo“, solía decir un antiguo jefe mío, normalmente queriendo decir que daba saltos mentales que tú (y las mujeres y compañía) no podíais seguir en una fracción de segundo de atención.

Una crítica justificada, porque a menudo me pierdo en la telaraña de mis pensamientos, que por supuesto sólo son accesibles para mí. Me ahorraré ejemplos en este punto porque, en primer lugar, no quiero exhibirme y, en segundo lugar, es difícil hacerlo de forma sucinta. Basta con imaginar que la conexión entre un coche y el papel higiénico puede tener sentido en términos de amar a los niños.

Pero tenía y sigo teniendo una debilidad: me gusta machacar. Me gusta machacar, como suele decirse, y eso no es bueno, sino en la inmensa mayoría de los casos realmente malo (artesanía).

Pero lo que personalmente encuentro aún peor es el choteo. Cuando un planteamiento dirigido a un grupo objetivo se convierte en un chantaje a todo el mundo.

Todos los géneros, todos los colores de piel, todas las generaciones y todos los horizontes intelectuales. Porque entonces la competencia central de despertar sueños se convierte en el reflejo máximo desdeñoso de una sociedad aburrida cuya competencia central es el miedo a no ser amada porque no se atreve a admitir sus debilidades, y las debilidades son la competencia central de la intersección de la publicidad, el producto y el grupo objetivo.

La publicidad sugiere que el producto anunciado puede compensar estas debilidades individuales, como el hambre y la sed, muy rápidamente y de la forma más agradable.

Te quiero (por eso), por así decirlo.

Cuando yo era joven, la publicidad aún tenía algo de esto y yo estaba que ardía, y no era el único. Hoy en día, no eres el único que dice que la publicidad es molesta porque ha perdido su carácter entretenido.

Casi siempre se limita a gritar „estoy caliente“ y ya no quiere convencer con calidad, sino con la insistencia de la repetición.

¿Cómo puede degenerar así un trabajo de ensueño? Porque vivimos en una época en la que hay convenciones más restrictivas que nunca, sólo hay prohibiciones y quien no lo tiene en cuenta es puesto en la picota digital.

Un grupo objetivo débil no perdona las debilidades y se priva así de su propio deseo de individualidad.

¿Cómo va a funcionar eso si ya no está permitido ofender, sino que sólo hay que agradar?
¿Y qué tiene de especial el „me gustas“ si me gusta todo?

Mi salida a esta miseria, a este dilema casi filosófico, es hacer exactamente lo mismo que desprecio tanto de esta dirección política: su ignorancia.

Es que me gusta demasiado escribir y pensar creativamente para eso, si es necesario de una forma que sólo me guste a mí.

Hasta mañana,

Tu Ulf

1.Kapitel: Die Ruhe im Sturm

Wir müssen uns derzeit ein bisschen zwingen, dass uns der Frust über viele kleine und große Misgeschicke nicht auffrisst.

Besonders das Warten(!) (auf Zoé, Silvanas Schwestern und mein noch geschwollener Fuss sowie das ungeplante Minus auf dem Konto nagen an unseren Nerven.

Es fühlt sich ein bisschen wie gefangen im Paradies an. 

Aber es war ja klar, dass auch dieser Moment irgendwann einmal eintreten wird und eigentlich bin ich ja froh, dass wir unterwegs dennoch so viel hinbekommen haben.

Wir müssen einfach akzeptieren, dass es so ist und mit Blick nach vorn genießen, was das Schicksal uns bietet.

Mir hilft, dass ich alles, wirklich alles, was uns derzeit passiert, als selbst gewählt sehe. Ich war platt vom arbeiten und zwang mich selbst mit dem Unfall zur Pause, denn sonst hätten wir vielleicht mehr Geld, aber unsere Baustelle wäre die Beziehung, weil ich überarbeitet unausstehlich bin.

In Deutschland wäre uns eine äquivalente Misere ja auch nicht erspart geblieben und hier hilft die Abgeschiedenheit, um sich nicht noch nervöser machen zu lassen.

Wir müssen uns einfach ertragen lernen, gegenseitig und uns selbst, in guten wie in schlechten Zeiten, das ist die Challange des Lebens. 

Und ja, wie alle nah an der Verzweiflung, hilft mir die Hoffnung des Glaubens. Ich fühle mich beschützt, weil am Ende doch trotz vieler Niederlagen alles geklappt hat.

Es ist mir egal, ob es da was gibt oder nicht, mir hilft es zu denken „danke, dass Du bei mir bist“ und mir hilft es genauso, dass hier, im Gegensatz zur Zivilisation nich ständig gesagt wird, wie wir es machen sollten, was wir für Fehler gemacht haben könnten und wie schlimm doch das alles ist.

Ist es nicht, ich muss viel am Strand liegen und nebenbei mit Aua Fuss ab heute wieder mehr arbeiten. Das ist alles.

Und, man sollte ja nicht vergessen: Wir haben das meiste ja jetzt hinter uns und nicht mehr vor uns!

Bis morgen,

Euer Ulf

In english

Chapter I: the calm in the storm
At the moment, we have to force ourselves a little to keep the frustration of many small and large misfortunes from consuming us.

Especially the wait(!) (for Zoé, Silvana’s sisters and my still swollen foot as well as the unplanned minus on the account are gnawing at our nerves.

It feels a bit like being trapped in paradise.

But it was clear that this moment would come at some point and I’m actually glad that we still managed to get so much done along the way.

We just have to accept that this is the way it is and look ahead and enjoy what fate has to offer us.

It helps me that I see everything, really everything, that is happening to us at the moment as being of our own choosing. I was flat from working and forced myself to take a break with the accident, because otherwise we might have more money, but our construction site would be the relationship because I’m overworked and obnoxious.

In Germany, we wouldn’t have been spared an equivalent misery and here the seclusion helps us not to get even more nervous.

We simply have to learn to put up with each other and ourselves, in good times and bad, that’s the challenge of life.

And yes, like everyone close to despair, the hope of faith helps me. I feel protected because everything worked out in the end despite many defeats.

I don’t care whether there is something or not, it helps me to think „thank you for being with me“ and it also helps me that here, in contrast to civilization, we are not constantly being told how we should do it, what mistakes we might have made and how bad it all is.

It’s not, I have to lie on the beach a lot and work more from today onwards. That’s all.

And, you shouldn’t forget: We have most of it behind us now and no longer in front of us!

See you tomorrow,

Your Ulf

En francaise


Chapitre I : le calme dans la tempête
En ce moment, nous devons nous forcer un peu pour que la frustration liée à de nombreuses petites et grandes mésaventures ne nous ronge pas.

L’attente ( !) (de Zoé, des sœurs de Silvana et de mon pied encore enflé, ainsi que le solde négatif imprévu de notre compte en banque, notamment, rongent nos nerfs.

On a un peu l’impression d’être pris au piège au paradis.

Mais il était évident que ce moment arriverait un jour, et je suis contente que nous ayons réussi à faire autant de choses en route.

Nous devons simplement accepter que c’est ainsi et profiter de ce que le destin nous offre en regardant vers l’avant.

Ce qui m’aide, c’est que je considère que tout, absolument tout ce qui nous arrive en ce moment est un choix. J’étais épuisée de travailler et je me suis forcée à faire une pause avec l’accident, car sinon nous aurions peut-être plus d’argent, mais notre chantier serait la relation, car je suis insupportable à force de travailler.

En Allemagne, nous n’aurions pas échappé à une misère équivalente et ici, l’isolement nous aide à ne pas nous laisser rendre encore plus nerveux.

Nous devons simplement apprendre à nous supporter les uns les autres et à nous supporter nous-mêmes, dans les bons comme dans les mauvais moments, c’est le défi de la vie.

Et oui, comme tous ceux qui sont proches du désespoir, l’espoir de la foi m’aide. Je me sens protégée parce qu’en fin de compte, malgré de nombreuses défaites, tout a fonctionné.

Je me fiche de savoir s’il y a quelque chose ou non, cela m’aide de penser „merci d’être avec moi“ et cela m’aide aussi de savoir qu’ici, contrairement à la civilisation, on ne nous dit pas constamment comment nous devrions faire, quelles erreurs nous aurions pu commettre et à quel point tout cela est mauvais.

Ce n’est pas le cas, je dois passer beaucoup de temps à la plage et, en plus, travailler davantage à partir d’aujourd’hui avec un pied douloureux. C’est tout.


Et puis, il ne faut pas oublier : La plupart des choses sont maintenant derrière nous et non plus devant nous !

À demain,

Votre Ulf

El Español

Capítulo I: la calma en la tormenta
En este momento, tenemos que forzarnos un poco para evitar que la frustración de muchas pequeñas y grandes desgracias nos consuma.

Especialmente la espera (¡!) (de Zoé, las hermanas de Silvana y mi pie aún hinchado, así como los imprevistos menos en la cuenta nos roen los nervios.

Es como estar atrapado en el paraíso.

Pero estaba claro que este momento llegaría en algún momento y la verdad es que me alegro de que hayamos conseguido hacer tantas cosas por el camino.

Sólo tenemos que aceptar que esto es así y mirar hacia delante y disfrutar de lo que el destino nos depare.

Me ayuda ver que todo, realmente todo, lo que nos está ocurriendo en este momento lo hemos elegido nosotros. Me quedé sin trabajo y me obligué a hacer una pausa con el accidente, porque de lo contrario tendríamos más dinero, pero nuestra obra sería la relación porque trabajo demasiado y soy odiosa.

En Alemania no nos habríamos librado de una miseria equivalente y aquí la reclusión nos ayuda a no ponernos aún más nerviosos.

Sólo tenemos que aprender a soportarnos unos a otros y a nosotros mismos, en las buenas y en las malas, ése es el reto de la vida.

Y sí, como a todos los que están cerca de la desesperación, la esperanza de la fe me ayuda. Me siento protegida porque al final todo salió bien a pesar de muchas derrotas.

Me da igual que haya algo o no, me ayuda pensar „gracias por estar conmigo“ y también me ayuda que aquí, al contrario que en la civilización, no nos estén diciendo constantemente cómo tenemos que hacerlo, qué errores hemos podido cometer y lo malo que es todo.

No lo es, tengo que tumbarme mucho en la playa y trabajar más a partir de hoy. Eso es todo.

Y no hay que olvidarlo: La mayor parte ha quedado atrás y ya no la tenemos delante.

Hasta mañana,

Tu Ulf

Danke!

Wie oft hätte ich schon danken müssen? Wie oft hab ich schon danken wollen?Wie dringend möchte ich jetzt danke sagen!

Diesmal nicht meiner Mutter oder Freunden, die hoffentlich oft genug bedacht werden, sondern Euch und Ihnen liebe Leserinnen und Leser!

Ihr tragt mich, ihr ertragt mich, ihr seid bei mir, wenn es gut läuft und in letzter Zeit auch oft, wenn es nicht so funktioniert wie geplant.

Ihr macht mich glücklich, weil Euer Interesse mich nicht mit meinen Gedanken allein lässt. Ihr gebt mir oft Mut und Kraft, wenn alles nur scheisse scheint, ihr schenkt Beistand, Aufmerksamkeit und Nähe, obwohl wir uns nicht kennen, oder besser, ich Euch nicht kenne.

Ich freue mich über jedes Like, jeden Kommentar und bei manchmal zu anspruchsvollen, zu verkopften oder gar langweiligen Blogs mit Eurem Lesen.

Ich schreibe seit knapp einem Jahr und teile Freude und Leid mit Euch, manchmal, für Silvanas Geschmack, zu viel, aber ich fühle mich positiv verpflichtet, weil ich euch mit auf die Reise genommen habe und deshalb auch in intimeren Momenten nicht aussen vor lassen will.

Wir werden wieder reisen, zu meinen Schülern nach Afrika, zu meinem Tripp nach Columbien und zu so vielen anderen Orten, auch wenn es derzeit anders scheint, aber die Reise ist wie das Leben:

John Lennon sagte „leben ist, was passiert, wenn man Grad was anderes vorhat. Leider hat das Leben derzeit oft was anderes vor, aber mit euch, Silvana, Mama, Bärbel, Max, Jiannis, Willi (Jens) Peter, Katharina und dem guten alten Jürmann, macht es unglaublich viel Spaß, nicht aufzugeben und immer weiter „on the road“ zu sein. Bis morgen!

Euer Ulf

In english

Thank you!
How many times have I had to say thank you? How often have I wanted to say thank you? How urgently do I want to say thank you now!

This time not to my mother or friends, who I hope are thanked often enough, but to you, dear readers!

You carry me, you bear with me, you are with me when things are going well and, lately, often when things don’t work out as planned.

You make me happy because your interest doesn’t leave me alone with my thoughts. You often give me courage and strength when everything seems like shit, you give me support, attention and closeness, even though we don’t know each other, or rather, I don’t know you.

I appreciate every like, every comment and your reading of blogs that are sometimes too demanding, too cerebral or even boring.

I have been writing for almost a year and share joys and sorrows with you, sometimes too much for Silvana’s taste, but I feel positively obliged because I have taken you with me on the journey and therefore don’t want to be left out even in more intimate moments.

We will travel again, to my students in Africa, to my trip to Columbia and to so many other places, even if it seems otherwise at the moment, but travel is like life:

John Lennon said „living is what happens when you have degrees of something else going on“. Unfortunately, life often has other plans at the moment, but with you, Silvana, Mama, Bärbel, Max, Jiannis, Willi (Jens) Peter, Katharina and good old Jürmann, it’s a lot of fun not to give up and to keep on being „on the road“. See you tomorrow!

Your Ulf

En francaise

Merci !
Combien de fois aurais-je dû remercier ? Combien de fois ai-je déjà voulu remercier ? Comme il est urgent que je dise merci maintenant !

Cette fois-ci, ce n’est pas à ma mère ou à mes amis, qui, je l’espère, sont souvent remerciés, mais à vous, chers lecteurs et lectrices !

Vous me portez, vous me supportez, vous êtes avec moi quand tout va bien et, ces derniers temps, souvent aussi quand les choses ne fonctionnent pas comme prévu.

Vous me rendez heureuse, car votre intérêt ne me laisse pas seule avec mes pensées. Vous me donnez souvent du courage et de la force quand tout semble merdique, vous m’offrez votre soutien, votre attention et votre proximité, bien que nous ne nous connaissions pas, ou plutôt, que je ne vous connaisse pas.

Je me réjouis de chaque like, de chaque commentaire et, dans le cas de blogs parfois trop exigeants, trop cérébraux ou même ennuyeux, de votre lecture.

J’écris depuis près d’un an et je partage avec vous joies et peines, parfois, au goût de Silvana, trop, mais je me sens positivement engagée parce que je vous ai emmenés en voyage et que je ne veux donc pas vous laisser à l’écart, même dans des moments plus intimes.

Nous voyagerons à nouveau, pour rejoindre mes élèves en Afrique, pour mon voyage en Colombie et dans tant d’autres endroits, même si cela semble différent pour le moment, mais le voyage est comme la vie :

John Lennon disait „vivre, c’est ce qui se passe quand on a prévu autre chose pour les examens“. Malheureusement, la vie a souvent prévu autre chose en ce moment, mais avec vous, Silvana, Mama, Bärbel, Max, Jiannis, Willi (Jens) Peter, Katharina et le bon vieux Jürmann, c’est incroyablement amusant de ne pas abandonner et de continuer à être „on the road“. À demain !

Votre Ulf

El Español

¡Gracias!
¿Cuántas veces he tenido que dar las gracias? ¿Cuántas veces he querido dar las gracias? ¡Con qué urgencia quiero dar las gracias ahora!

Esta vez no a mi madre ni a mis amigos, a quienes espero dar las gracias con la suficiente frecuencia, sino a vosotros, queridos lectores.

Me lleváis, me soportáis, estáis conmigo cuando las cosas van bien y, últimamente, a menudo cuando las cosas no salen como estaba previsto.

Me hacéis feliz porque vuestro interés no me deja sola con mis pensamientos. A menudo me das valor y fuerza cuando todo parece una mierda, me das apoyo, atención y cercanía, aunque no nos conozcamos, o mejor dicho, yo no te conozca a ti.

Agradezco cada like, cada comentario y vuestra lectura de blogs a veces demasiado exigentes, demasiado cerebrales o incluso aburridos.

Llevo casi un año escribiendo y compartiendo alegrías y penas con vosotros, a veces demasiado para el gusto de Silvana, pero me siento positivamente obligada porque os he llevado conmigo en el viaje y por eso no quiero que me dejéis de lado ni siquiera en los momentos más íntimos.

Volveremos a viajar, a mis estudiantes en África, a mi viaje a Colombia y a tantos otros lugares, aunque de momento parezca lo contrario, pero viajar es como la vida:

John Lennon decía que „vivir es lo que ocurre cuando tienes grados de otra cosa en marcha“. Por desgracia, la vida suele tener otros planes en este momento, pero contigo, Silvana, mamá, Bärbel, Max, Jiannis, Willi (Jens) Peter, Katharina y el bueno de Jürmann, es muy divertido no rendirse y seguir „en el camino“. Hasta mañana
¡mañana!

Vuestro Ulf

Humpelstielzchen

Es war einmal ein kleiner Mann, der legte sich eines Morgens beim Begrüßen der Sonne furchtbar auf die Fresse (man muss es so sagen, es war nichts gesittetes dabei).

Oh weh, wie schmerzte dem kleinen Wicht das Bein und wie dick es wurde. Es erinnerte beinahe an die Läufe eines Elefanten, nur das unser Wicht nicht so sensibel wie die Dickhäuter wurden, die mit Hilfe ihrer Beine ihr Magengrummeln über acht Kilometer als Kommunikationsmittel nutzen können.

Unser Held kommunizierte jedoch nur über Wehklagen, dass sich die griechischen Götter erbarmen wollten.

Kein Laufen, kein Chatten keine Bewegung.

Eine Ruhe die beinahe an jene im Mutterleine erinnerte, folglich schon sehr lange her war.

Aber in diesem Märchen gab es keine arme Müllerstochter die zum Goldspinnen animierte, sondern nur eine holde Maid die mit lieblicher Stimme flüsterte “ du bist eh zu fett. Dann müssen wir eben schmachten“.

„Das hat dir der Teufel gesagt“, fluchte das Männlein und fügte sch in sein Schicksal, tanzte des Nachts nicht ums Feuer, stahl der Königin nicht ihr Kind und verweilte mit Kühlakku und Kaffee im Bettelein, was Schneewittchen somit nicht richten konnte und ihr gar nicht Recht war, aber die Ruhe genossen sie irgendwann beide.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann werden sie wohl auch noch in den kommenden Tagen hungern und schweigen.

Euer Ulf

In english

Humpelstielzchen

Once upon a time there was a little man who fell on his face one morning when greeting the sun (it has to be said, there was nothing civilized about it).

Oh my, how his leg hurt and how thick it became. It was almost reminiscent of an elephant’s legs, except that our runt wasn’t as sensitive as the pachyderms, which can use their stomach rumblings as a means of communication for eight kilometers with the help of their legs.

However, our hero only communicated by wailing for the Greek gods to take pity on him.

No running, no chatting, no movement.

A silence that was almost reminiscent of that in the mother lode, which was therefore a very long time ago.

But in this fairy tale, there was no poor miller’s daughter who encouraged gold spinning, just a fair maiden who whispered in a sweet voice „You’re too fat anyway. Then we’ll just have to languish“.

„The devil told you that“, cursed the little man and resigned himself to his fate, did not dance around the fire at night, did not steal the queen’s child and stayed in bed with a cold pack and coffee, which Snow White could not fix and was not at all to her liking, but they both enjoyed the peace and quiet at some point.

And if they didn’t die, they will probably still be hungry and silent in the days to come.

Your Ulf

En francaise

Bumpelstielzchen
Il était une fois un petit homme qui, un matin, en saluant le soleil, se mit terriblement sur la gueule (il faut bien le dire, il n’y avait rien de civilisé là-dedans).

Oh là là, comme la jambe du petit bonhomme lui faisait mal et comme elle devenait grosse. Cela rappelait presque les courses d’un éléphant, sauf que notre avorton n’était pas aussi sensible que les pachydermes, qui peuvent utiliser leurs grognements d’estomac comme moyen de communication sur huit kilomètres à l’aide de leurs jambes.

Notre héros ne communiquait cependant que par des lamentations, que les dieux grecs voulaient bien prendre en pitié.

Pas de course, pas de chat, pas de mouvement.

Un calme qui rappelait presque celui de la Ligne Mère, donc déjà très lointain.

Mais dans ce conte, il n’y avait pas de pauvre fille de meunier qui incitait à filer de l’or, mais seulement une charmante jeune fille qui murmurait d’une voix suave „de toute façon, tu es trop grosse. Alors, nous devons languir“.

„C’est le diable qui te l’a dit“, jura le petit homme, qui se résigna à son sort, ne dansa pas autour du feu la nuit, ne vola pas l’enfant de la reine et resta dans son petit lit avec des glaçons et du café, ce que Blanche-Neige ne pouvait donc pas réparer et qui ne lui convenait pas du tout, mais ils finirent par profiter tous les deux du repos.

Et s’ils ne sont pas morts, ils continueront probablement à avoir faim et à se taire dans les jours à venir.

Votre Ulf

El Español

Humpelstielzchen
Érase una vez un hombrecillo que se cayó de bruces una mañana al saludar al sol (hay que decir que no tenía nada de civilizado).

Ay, cómo le dolía la pierna y qué gruesa se le había puesto. Casi recordaba a las patas de un elefante, salvo que nuestro enano no era tan sensible como los paquidermos, que pueden utilizar el ruido de sus estómagos como medio de comunicación durante ocho kilómetros con la ayuda de sus patas.

Sin embargo, nuestro héroe sólo se comunicaba lamentándose para que los dioses griegos se apiadaran de él.

Ni correr, ni charlar, ni moverse.

Un silencio que casi recordaba al de la madre alondra.

Pero en este cuento de hadas no había una pobre hija de molinero que animara a hilar oro, sino una bella doncella que susurraba con voz dulce: „De todas formas estás demasiado gordo. Entonces tendremos que languidecer“.

„Eso te lo dijo el diablo“, maldijo el hombrecillo y se resignó a su suerte, no bailó alrededor del fuego por la noche, no robó el hijo de la reina y se quedó en la cama con una compresa fría y café, que Blancanieves no pudo arreglar y no le sentó nada bien, pero ambos disfrutaron de la paz y la tranquilidad en algún momento.

Y si no murieron, probablemente seguirán pasando hambre y silencio en los próximos días.

Tu Ulf

Alles erledigt


Es ist ein beinahe ungutes Gefühl wenn (fast) alles erledigt ist. Es überkommt einen eine Leere, die man vormals mit nicht selten blinden Aktionismus gefüllt hat und wenn ich überlege wie teuer und Kraft aufwendig die letzten Monate waren, weiss ich nicht ob ich erschrecken oder beseelt sein soll.

Gut 5000 Euro wurden mit Minijobs meist in den Jürmann und manchmal sogar nur in die Möglichkeit zu arbeiten investiert.

Es war so viel, dass, wenn ich es vorher gewusst hätte, wohl nicht gefahren wäre. Unendlich viele Stunden im Wagen, um gutes Internet zu bersorgen und dann in der Welt zu finden und unendlich viele Nerven, die daran gewachsen aber auch oft verstorben sind.

Und jetzt? Es ist fertig.

Der Wagen läuft besser denn je und auch das Internet ist am Strand besser als in der Innenstadt von Berlin. Zoés Flug und die KFZ Versicherung sind bezahlt und wir sind nur theoretisch über die Kredtkarte im Minus, weil wir heute für 1,459 tanken konnten, aber das wird ja erst Ende September vom Konto abgezogen, wenn bereits die für unsere Verhältnisse üppigen Gehälter wieder eingegangen sind.

Ich glaube man kann sagen, lasset die Reise beginnen. Denn so frei wie jetzt waren wir noch nie.

Ich kann einfach schlafen, mitten in der Woche, während das Gewitter aus der Ferne hoffentlich auch bei uns noch die Luft reinigt.

Gut, dass ich noch nicht weiss, was in Zukunft noch alles passiert, aber noch besser ist, dass ich besser, ja viel besser geworden bin, im nich daran denken.

Gute Nacht,

Euer Ulf

In english

Everything done

It’s almost an uneasy feeling when (almost) everything is done. You’re overcome by an emptiness that you used to fill with what was often blind activism, and when I think about how expensive and energy-intensive the last few months have been, I don’t know whether to be frightened or inspired.

Round about 5000 euros were invested in mini-jobs, mostly in the Jürmann and sometimes even just in the opportunity to work.

It was so much that if I had known beforehand, I probably wouldn’t have driven. Endless hours in the car to get good internet and then to find it in the world and endless nerves that grew but also often died.

And now? It’s finished.

The car runs better than ever and the internet is better on the beach than in the city center of Berlin. Zoé’s flight and the car insurance are paid for and we are only theoretically in the red via the credit card because we were able to fill up for 1.459 today, but that won’t be deducted from the account until the end of September, when our salaries, which are lavish by our standards, have been received again.

I think we can say, let the journey begin. Because we’ve never been as free as we are now.

I can just sleep, in the middle of the week, while the thunderstorm from afar hopefully clears the air here too.

It’s good that I don’t yet know what will happen in the future, but it’s even better that I’ve become better, much better, at not thinking about it.

Good night,

Your Ulf

En Francaise


Tout est fait

C’est un sentiment presque désagréable lorsque (presque) tout est terminé. On se sent envahi par un vide que l’on remplissait auparavant avec un activisme souvent aveugle, et quand je pense à quel point les derniers mois ont été coûteux et ont demandé beaucoup d’énergie, je ne sais pas si je dois être effrayé ou inspiré.

Près de 5000 euros ont été investis dans des mini-jobs le plus souvent dans le Jürmann et parfois même seulement dans la possibilité de travailler.

C’était tellement énorme que si j’avais su à l’avance, je ne serais probablement pas partie. Un nombre infini d’heures passées dans la voiture à s’occuper d’un bon Internet, puis à le trouver dans le monde, et un nombre infini de nerfs qui en sont sortis grandis, mais aussi souvent morts.

Et maintenant ? C’est terminé.

La voiture fonctionne mieux que jamais et l’Internet est meilleur à la plage qu’au centre-ville de Berlin. Le vol de Zoé et l’assurance automobile sont payés et nous ne sommes théoriquement dans le rouge que par le biais de la carte de crédit, car nous avons pu faire le plein aujourd’hui pour 1,459, mais cela ne sera déduit de notre compte que fin septembre, lorsque les salaires, qui sont déjà généreux pour nous, auront été perçus.

Je crois qu’on peut dire que le voyage commence. Car nous n’avons jamais été aussi libres que maintenant.

Je peux tout simplement dormir, en plein milieu de la semaine, alors que l’orage venu du lointain purifie encore l’air chez nous, je l’espère.

C’est bien que je ne sache pas encore tout ce qui va se passer à l’avenir, mais c’est encore mieux que je sois devenu meilleur, oui beaucoup meilleur, en n’y pensant pas.

Bonne nuit à tous,

Votre Ulf

El Español

Todo hecho

Es casi una sensación incómoda cuando (casi) todo está hecho. Te invade un vacío que antes llenabas con lo que a menudo era activismo ciego y cuando pienso en lo caros y energéticos que han sido los últimos meses, no sé si asustarme o inspirarme.

Se invirtieron casi 5.000 euros en minitrabajos, sobre todo en la Jürmann y a veces incluso sólo en la oportunidad de trabajar.

Era tanto que, de haberlo sabido de antemano, probablemente no habría conducido. Interminables horas en el coche para conseguir un buen internet y luego encontrarlo en el mundo e interminables nervios que crecían pero también a menudo morían.

¿Y ahora? Se acabó.

El coche funciona mejor que nunca e internet es mejor en la playa que en el centro de Berlín. El vuelo de Zoé y el seguro del coche están pagados y sólo estamos teóricamente en números rojos con la tarjeta de crédito porque hoy hemos podido repostar 1.459, pero eso no se descontará de la cuenta hasta finales de septiembre, cuando volvamos a cobrar nuestros sueldos, que son fastuosos para nuestros estándares.

Creo que podemos decir que comience el viaje. Porque nunca hemos sido tan libres como ahora.

Puedo simplemente dormir, a mitad de semana, mientras la tormenta que viene de lejos con suerte todavía despeja el aire aquí.

Es bueno que aún no sepa qué pasará en el futuro, pero es aún mejor que me haya vuelto mejor, mucho mejor, para no pensar en ello.

Buenas noches,

Tu Ulf

Nomen est Omen


Der Montag ist ein interessanter Tag. Einerseits ist es der Tag des Neubeginns der Woche. Ein Tag des Aufbruchs und des Durchstartens. Montag steht von allen Tagen der Woche für „jetzt geht’s los“.

Aber Montags beginnt oft nicht nur das Potential des Guten, sondern auch des Schlechten. Montags beginnen die Probleme. Montags Morgens ist der Kaffee weniger nicht fertig als Sonntags, denn Sonntags hat man meist noch Zeit um sich noch mal umzudrehen.

Montags hingegen beginnt das Potential Zeit in der Währung Geld zu schrumpfen, denn jede Sekunde zählt, weil Geschäfte nicht geschlossen sind sondern schließen, weil alles was man beginnt Freitags fertig zu sein hat und weil man sich erst Montags um Rechnungen kümmern kann, die Samstags eintrudelten (achten Sie mal drauf, Versicherungsrechnungen etc. Kommen gehäuft Freitags und Samstags, weil man dann schon zwei Tage der Gewährleistungsfrist verstreichen lassen muss, aber das ist ein anderes spannendes Thema).

Interessant ist übrigens, dass früher die Woche mit Sonntag begann und erst im Zuge des Neoliberalismus der Montag zum Wochenanfang wurde.

Montags ist wie der gnadenlose Blick in den Zahnarztspiegel des Alltags: „Da haben wir den Salat (dt. Phrase für, „das ist die ungeschönte Wahrheit)“.

Wenn der Montag doch nur wirklich wie der Mond wäre und manchmal einfach nicht da, oder zumindest unsichtbar wäre. Nur eine Woche im Monat, die mit Dienstag beginnen würde.

Denn Montags denkt man bereits beim Aufstehen an Freitags und spätestens im Stau zur Arbeit hasst man ihn. Dabei würde Slavoi Zizêk sagen „du hast nicht Montag, sondern Kapitalismus“.

Ich will den Montag nicht mehr hassen. Ich will Gleichberechtigung unter den Tagen. Montag gleich Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Samstag und Sonntag.

Das geht doch nicht, weil Sonntags eben andere Gesetze gelten und so, aber merken Sie es?

Unsere Begrenztheit beginnt schon dabei selbst geschaffenes, Künstliches sozusagen wie eine unumstössliche „Wahrheit“ zu behandeln.

Nomen est Omen, der Name ist Programm. Und somit wird Montag zu einem Baum, der kein Auto sein kann, nur weil er den Namen Montag trägt.

Und jetzt überlegen Sie mal, was passiert, wenn ich mich in so einer Welt mit meinem Taufnamen Adolf vorstelle.

Bis morgen,

Euer Ulf

In english

Nomen est Omen
Monday is an interesting day. On the one hand, it marks the start of a new week. A day of new beginnings and a fresh start. Of all the days of the week, Monday stands for „here we go“.

But Mondays are often not only the start of the potential for good, but also for bad. Problems start on Mondays. On Monday mornings, the coffee is less unfinished than on Sundays, because on Sundays you usually still have time to turn around.

On Mondays, on the other hand, the potential time in the currency of money begins to shrink, because every second counts, because stores are not closed but close, because everything you start has to be finished on Fridays and because you can only deal with bills that arrived on Saturdays on Mondays (pay attention, insurance bills etc.). Insurance invoices, etc. come in frequently on Fridays and Saturdays, because you then have to let two days of the warranty period pass, but that’s another exciting topic).

Incidentally, it is interesting to note that the week used to start on Sunday and it was only in the wake of neoliberalism that Monday became the start of the week.

Mondays are like the merciless look in the dentist’s mirror of everyday life: „There we have the salad (German phrase for, „that’s the unvarnished truth)“.

If only Mondays really were like the moon and sometimes just weren’t there, or at least invisible. Just one week a month that would start on Tuesday.

Because on Mondays you start thinking about Fridays as soon as you get up and you hate it when you’re stuck in traffic on the way to work. Slavoi Zizêk would say „it’s not Monday, it’s capitalism“.

I don’t want to hate Mondays anymore. I want equality among the days. Monday equals Tuesday, Wednesday, Thursday, Friday, Saturday and Sunday.

That’s not possible because different laws apply on Sundays and all that, but do you realize it?

Our limitedness already begins to treat self-created, artificial things as an irrefutable „truth“, so to speak.

Nomen est Omen, the name says it all. And so Montag becomes a tree that can’t be a car just because it bears the name Montag.

And now think what would happen if I introduced myself in such a world with my baptismal name Adolf.

See you tomorrow,

Your Ulf

En francaise


Nomen est Omen
Le lundi est un jour intéressant. D’une part, c’est le jour du nouveau départ de la semaine. C’est un jour de renouveau et de départ. Parmi tous les jours de la semaine, le lundi est synonyme de „c’est parti“.

Mais le lundi est souvent le jour où commence non seulement le potentiel du bien, mais aussi celui du mal. Le lundi, les problèmes commencent. Le lundi matin, le café n’est pas aussi prêt que le dimanche, car le dimanche, on a généralement encore le temps de se retourner.

Le lundi, en revanche, le potentiel du temps en monnaie commence à se réduire, car chaque seconde compte, parce que les magasins ne sont pas fermés mais ferment, parce que tout ce que l’on commence doit être terminé le vendredi et parce que l’on ne peut s’occuper que le lundi des factures qui sont arrivées le samedi (faites attention aux factures d’assurance, etc.). arrivent souvent le vendredi et le samedi, car il faut alors déjà laisser passer deux jours de garantie, mais c’est un autre sujet passionnant).

Il est d’ailleurs intéressant de noter qu’auparavant, la semaine commençait par le dimanche et que ce n’est qu’avec le néolibéralisme que le lundi est devenu le début de la semaine.

Le lundi, c’est comme regarder sans pitié dans le miroir du dentiste du quotidien : „Voilà la salade (expression française pour, „c’est la vérité crue)“.

Si seulement le lundi était vraiment comme la lune et parfois simplement absent, ou du moins invisible. Juste une semaine par mois qui commencerait par le mardi.

Car le lundi, on pense déjà au vendredi en se levant et on le déteste au plus tard dans les embouteillages pour aller au travail. Pourtant, Slavoi Zizêk dirait „tu n’as pas de lundi, mais du capitalisme“.

Je ne veux plus détester le lundi. Je veux l’égalité entre les jours. Le lundi est égal au mardi, au mercredi, au jeudi, au vendredi, au samedi et au dimanche.

Ce n’est pas possible, parce que le dimanche, il y a d’autres lois, mais vous le remarquez ?

Nos limites commencent déjà par traiter ce que nous avons créé nous-mêmes, ce qui est artificiel, comme une „vérité“ indiscutable.

Nomen est Omen, le nom est tout un programme. Et c’est ainsi que Montag devient un arbre qui ne peut pas être une voiture, simplement parce qu’il porte le nom de Montag.

Et maintenant, réfléchissez à ce qui se passerait si je me présentais dans un tel monde avec mon nom de baptême, Adolf.

A demain, donc,

Votre Ulf

El Español


Nomen est Omen
El lunes es un día interesante. Por un lado, marca el comienzo de una nueva semana. Un día de nuevos comienzos y de empezar de nuevo. De todos los días de la semana, el lunes significa „allá vamos“.

Pero los lunes no sólo suelen ser el comienzo de lo bueno, sino también de lo malo. Los problemas empiezan los lunes. Los lunes por la mañana, el café está menos inacabado que los domingos, porque los domingos suele dar tiempo a darse la vuelta.

Los lunes, en cambio, el tiempo potencial en la moneda del dinero empieza a reducirse, porque cada segundo cuenta, porque las tiendas no están cerradas sino que cierran, porque todo lo que empiezas tiene que estar terminado los viernes y porque sólo puedes ocuparte los lunes de las facturas que llegaron los sábados (atención, facturas de seguros, etc.). Las facturas de seguros, etc. llegan los viernes y los sábados porque hay que dejar pasar dos días del periodo de garantía, pero ese es otro tema interesante).

Por cierto, es interesante señalar que la semana solía empezar el domingo y que sólo a raíz del neoliberalismo el lunes se convirtió en el inicio de la semana.

Los lunes son como la mirada despiadada en el espejo del dentista de la vida cotidiana: „Ahí tenemos la ensalada“.

Ojalá los lunes fueran como la luna y a veces simplemente no existieran, o al menos fueran invisibles. Sólo una semana al mes que empezara en martes.

Porque los lunes piensas en los viernes nada más levantarte y los odias a más tardar cuando estás en el atasco para ir a trabajar. Slavoi Zizêk diría „no es el lunes lo que tienes, es el capitalismo“.

Ya no quiero odiar los lunes. Quiero igualdad entre los días. Lunes igual a martes, miércoles, jueves, viernes, sábado y domingo.

Eso no es posible porque los domingos se aplican leyes diferentes y todo eso, pero ¿te das cuenta?

Nuestra limitación ya empieza a tratar las cosas artificiales creadas por nosotros mismos como una „verdad“ irrefutable, por así decirlo.

Nomen est Omen, el nombre lo dice todo. Y así Montag se convierte en un árbol que no puede ser un coche sólo porque lleva el nombre de Montag.

Y ahora piensen qué pasaría si me presentara en un mundo así con mi nombre de bautismo Adolf.

Hasta mañana,

Tu Ulf

Stille Post

Ich weiss ja, dass die griechische Regierung unter Tsirpas die Post kaputt gespart hat, deshalb hoffe ich dass weder der Läufer mit den Sachen von Mama noch der mit Starlibk unterwegs überfallen wurde.

210 Kilometer von Athen bis Kalamata sind zu Fuss ein langer Weg und in sieben Tagen kann viel passieren. Ich hoffe, dass der jeweils letzte nicht in Kalamata tot umfällt, denn die Frau an der Poststation sieht mir nicht so aus, als könne sie erste Hilfe leisten.

Ehrlich gesagt frag ich mich, ob sie neben einigermaßen gut aussehen überhaupt was kann.

Sie meinte, dass die Pakete vielleicht bei ACS oder einer anderen Stationen angekommen sei, auch, nachdem ich ihr sagte, dass ich Ihre Adresse von der Visitenkarte doch verwandte.

Warum konnte sie nicht sagen, aber verwundert gucken , weil ich meinte, dass ich Ihr nicht traue und lieber täglich vorbei schaue. Freilich, dass gut aussehen beim doof gucken gelang ihr gut, aber sie schien auch sonst nicht viel zu tun zu haben.

Meine These ist ja, dass Griechenland so teuer ist, weil Fussgänger beim Postaustragen teurer sind als Sprit, aber das ist auch nur eine Vermutung. Vielleicht kann sich die Post auch die Autobahngebühren nicht leisten und ist wie wir über die Berge gefahren und abgestürzt.

Weiss mans? Wenn das passiert, kann es allerdings lange dauern, bis man Fahrer und Pakete findet, denn wenn man von abrutschnden Staßen berichtet, bekommt man nur ein „ich weiss“ zu hören.

Aber wir holen ja in sechs Wochen Zoé aus Athen, da lass ich dann Silvana mal genauer links und rechts nach Paketen oder Postboten Ausschau halten.

Vielleicht macht der Postbote ja auch grad Urlaub, weil August ist. Weiss mans?

Euer Ulf

In english

Silent mail
I know that the Greek government under Tsirpas has ruined the postal service, so I hope that neither the runner with Mom’s things nor the one with Starlibk was mugged on the way.

210 kilometers from Athens to Kalamata is a long way on foot and a lot can happen in seven days. I hope that the last one doesn’t drop dead in Kalamata, because the woman at the post office doesn’t look like she’d be able to give first aid.

To be honest, I wonder if she can do anything at all apart from looking reasonably good.

She said that the parcels might have arrived at ACS or another station, even after I told her that I had used your address from the business card.

She couldn’t say why, but looked puzzled because I said that I didn’t trust her and preferred to check in every day. Of course, she managed to look good while looking stupid, but she didn’t seem to have much else to do.

My theory is that Greece is so expensive because pedestrians are more expensive to deliver mail than gasoline, but that’s just a guess. Maybe the post office can’t afford the highway tolls and, like us, has driven over the mountains and crashed.

Does anyone know? If that happens, it can take a long time to find drivers and parcels, because if you report slippery roads, all you get is „I know“.

But we’re getting Zoé from Athens in six weeks‘ time, so I’ll have Silvana keep a closer eye out for parcels and letter carriers left and right.

Maybe the postman is on vacation because it’s August. Does anyone know?

Your Ulf

En Francaise

Poste silencieuse
Je sais que le gouvernement grec de Tsirpas a fait des économies sur la poste, j’espère donc que ni le coureur avec les affaires de maman ni celui avec Starlibk n’ont été agressés en route.

210 kilomètres d’Athènes à Kalamata, c’est un long chemin à parcourir à pied et il peut se passer beaucoup de choses en sept jours. J’espère que le dernier ne tombera pas raide mort à Kalamata, car la femme du relais de poste ne me semble pas capable de prodiguer les premiers soins.

Honnêtement, je me demande si elle sait faire autre chose que d’avoir l’air à peu près bien.

Elle m’a dit que les paquets étaient peut-être arrivés chez ACS ou dans une autre station, même après que je lui ai dit que j’avais utilisé votre adresse sur la carte de visite.

Elle n’a pas pu me dire pourquoi, mais elle a eu l’air étonnée parce que je lui ai dit que je ne lui faisais pas confiance et que je préférais passer la voir tous les jours. Bien sûr, elle a réussi à faire bonne figure tout en faisant l’imbécile, mais elle ne semblait pas avoir beaucoup d’autres choses à faire.

Ma thèse est que la Grèce est si chère parce que les piétons sont plus chers que l’essence pour porter le courrier, mais ce n’est qu’une supposition. Peut-être que la Poste ne peut pas non plus se permettre de payer les frais d’autoroute et qu’elle a traversé les montagnes et s’est écrasée comme nous.

Le sait-on ? Si cela se produit, il peut toutefois se passer beaucoup de temps avant que l’on retrouve les conducteurs et les colis, car si l’on parle de routes glissantes, on n’obtient qu’un „je sais“.

Mais comme nous allons chercher Zoé à Athènes dans six semaines, je vais demander à Silvana de regarder plus attentivement à gauche et à droite pour trouver des colis ou des facteurs.

Peut-être que le facteur est en vacances parce que c’est le mois d’août. Est-ce qu’on sait ?

Votre Ulf

El Español

Correo silencioso
Sé que el gobierno griego de Tsirpas ha arruinado el servicio postal, así que espero que ni el corredor con las cosas de mamá ni el de Starlibk hayan sido asaltados por el camino.

210 kilómetros de Atenas a Kalamata es un largo camino a pie y pueden pasar muchas cosas en siete días. Espero que la última persona no caiga muerta en Kalamata, porque la mujer de la oficina de correos no tiene pinta de ser capaz de prestar primeros auxilios.

Para ser sincero, me pregunto si puede hacer algo aparte de tener un aspecto razonablemente bueno.

Dijo que los paquetes podrían haber llegado a ACS o a otra estación, incluso después de que le dijera que había utilizado tu dirección de la tarjeta de visita.

No supo decirme por qué, pero me miró extrañada porque le dije que no me fiaba de ella y que prefería mirar todos los días. Por supuesto, se las arregló para quedar bien mientras parecía estúpida, pero no parecía tener mucho más que hacer.

Mi teoría es que Grecia es tan cara porque los peatones son más caros que la gasolina a la hora de repartir el correo, pero es sólo una suposición. A lo mejor la oficina de correos no puede pagar los peajes de las autopistas y ha conducido por las montañas como nosotros y se ha estrellado.

¿Alguien lo sabe? Si eso ocurre, puede llevar mucho tiempo encontrar conductores y paquetes, porque si informas de carreteras resbaladizas, lo único que oirás es „lo sé“.

Pero dentro de seis semanas nos traen a Zoé de Atenas, así que le diré a Silvana que vigile más de cerca los paquetes y los carteros a diestro y siniestro.

A lo mejor el cartero está de vacaciones porque es agosto. ¿Alguien lo sabe?

Su Ulf

Ausgerastet

Not amused

Gestern ist mir der Kragen geplatzt; so richtig. Hätte mir nicht passieren sollen und dürfen, war aber unvermeidbar, denn ich arbeite wie ein Berserker, aber warte auf alles.

Ich bin zuverlässig aber kann keine Zuverlässigkeit erwarten. In unserer modernen Supergesellschaft ist es nicht einmal möglich zu arbeiten, denn das Einzigen, worauf die Technik nicht vorbereitet ist, ist Hitze.

Und so ist es nicht verwunderlich, dass das Internet selbst mir Geräten auf Kühlakkus streiken. Ich nehme an, dass den Sendemasten hier auch die Kühlakkus fehlen und wie schön, dass ich deshalb grad nicht meinen Hilfsjob machen kann, denn ich bin fertig.

Gleich nicht arbeiten, sondern nur warten auf die Stunde heute Abend, die ich in der Innenstadt von Messini nachholen kann, weil gestern fiel ja aus, wegen ist nicht.

Ich bin einfach hochgradig genervt, dass nur das nicht funktioniert, was wir aus der Zivilisation brachen. Überweisungen und Internet.

Leben auf Enge geht, fahren geht, Job suchen geht, Arbeiten? Leider nein.

So viele die mir sagten, das, was wir machen, sei nicht so einfach, wobei sie wohl die kleine Trenntoilette oder das Platz suchen gemeint ist.

Keiner sagt dir, dass die Welt nicht so modern ist, wie sie tut, keiner sagt Dir, dass die Zivilisation unzuverlässig ist, nicht unsere Idee.

Aber eigentlich hätte man sich das ja denken können, denn menschlicher Fortschritt ist oft eine Scheissidee, man muss nur warten, bis das Neue weg ist, dann sieht man es.


Euer Ulf

In english

Freaked out
Yesterday I blew my top; really blew my top. It shouldn’t and shouldn’t have happened to me, but it was unavoidable because I work like a berserker but wait for everything.

I’m reliable but can’t expect reliability. In our modern super-society, it’s not even possible to work, because the only thing technology isn’t prepared for is heat.

And so it’s not surprising that the internet itself strikes me devices on cold packs. I assume that the transmission masts here also lack cooling batteries and how nice that I can’t do my unskilled job at the moment because I’m finished.

Not working right now, just waiting for the lesson tonight, which I can make up for in the center of Messini, because yesterday was canceled, because of is not.

I’m just really annoyed that the only things that don’t work are the things we broke from civilization. Bank transfers and the internet.

Living in confinement works, driving works, looking for a job works, working? Unfortunately not.

So many who told me that what we do is not so easy, probably referring to the small separation toilet or finding a place.

No one tells you that the world is not as modern as it pretends to be, no one tells you that civilization is unreliable, not our idea.

But actually you could have guessed that, because human progress is often a shitty idea, you just have to wait until the new thing is gone, then you’ll see it.

Your Ulf

En Francaise

Pris de panique
Hier, j’ai explosé ; vraiment. Cela n’aurait pas dû et ne devrait pas m’arriver, mais c’était inévitable, car je travaille comme un forcené, mais j’attends tout.

Je suis fiable mais je ne peux pas attendre de fiabilité. Dans notre super société moderne, il n’est même pas possible de travailler, car la seule chose à laquelle la technique n’est pas préparée, c’est la chaleur.

Il n’est donc pas surprenant que l’Internet fasse grève, même pour des appareils sur accumulateurs de froid. Je suppose que les antennes de transmission manquent également de batteries de refroidissement et que c’est une bonne chose que je ne puisse pas faire mon travail d’appoint, car j’ai terminé.

Pas de travail tout de suite, juste attendre le cours de ce soir, que je peux rattraper dans le centre-ville de Messini, parce qu’hier a été annulé, parce que ce n’est pas le cas.

Je suis simplement très agacée que seul ce que nous avons rompu avec la civilisation ne fonctionne pas. Les virements et Internet.

Vivre à l’étroit va, conduire va, chercher du travail va, travailler ? Malheureusement, non.

Tant de gens qui m’ont dit que ce que nous faisions n’était pas si simple, en parlant sans doute des petites toilettes séparatrices ou de la recherche de place.

Personne ne te dit que le monde n’est pas aussi moderne qu’il le prétend, personne ne te dit que la civilisation n’est pas fiable, pas notre idée.

Mais en fait, on aurait pu s’en douter, car le progrès humain est souvent une idée de merde, il suffit d’attendre que la nouveauté disparaisse pour la voir.

Votre Ulf

El Español

Enloquecido
Ayer se me fue la olla; se me fue la olla de verdad. No debería ni debería haberme pasado, pero era inevitable porque trabajo como un berserker pero espero para todo.

Soy fiable pero no puedo esperar fiabilidad. En nuestra supersociedad moderna, ni siquiera es posible trabajar, porque para lo único que no está preparada la tecnología es para el calor.

Y por eso no es de extrañar que el propio Internet me parezca un dispositivo a base de paquetes fríos. Supongo que los postes de transmisión de aquí también carecen de paquetes de refrigeración y qué bien que no puedo hacer mi trabajo no cualificado en este momento porque estoy acabado.

Ahora mismo no trabajo, sólo espero mi clase de esta tarde, que puedo recuperar en el centro de Messini, porque la de ayer se canceló.

Me fastidia mucho que las únicas cosas que no funcionen sean las que rompimos con la civilización. Transferencias bancarias e internet.

Vivir encerrado funciona, conducir funciona, buscar trabajo funciona, ¿trabajar? Por desgracia, no.

Mucha gente me ha dicho que lo que hacemos no es tan fácil, probablemente refiriéndose al pequeño retrete separador o a encontrar un sitio.

Nadie te dice que el mundo no es tan moderno como pretende ser, nadie te dice que la civilización no es fiable, no es nuestra idea.

Pero en realidad lo podías haber adivinado, porque el progreso humano es a menudo una mierda de idea, sólo tienes que esperar a que lo nuevo desaparezca, entonces lo verás.

Tu Ulf