Der Angsthase

Libelle im Paradies

Manchmal ist es schon unwirklich, wie schön der erste Blick aus den geöffnete Tür des Jürmanns ist: strahlend blauer Himmel, eine Sonne, die so hell erstrahlt, als dürfe sie es nie wieder, ein Meer so türkisblau, dass kein Katalogbild mithalten kann und dann vor mir mein Kompensationsbauch und im Mund eine ungesunde Reminiszenz an vergange Leben.

Wann traue ich.mich endlich wirklich loszulassen? Wann höre ich endlich auf, auf mein Gefühl zu hören, das schlussendlich doch nur eine liebgewonnene Gewohnheit ist, die meinem trägen Gehirn geschuldet ist?
Wann höre ich endlich auf vor mir zu flüchten?

Nach der nächsten Katastrophe oder nach der übernächsten? Nie waren die Bedingungen besser. Das Geld ist da. Das Wetter toll und noch bin ich gesund?

Ich will nicht mehr der Alte sein. Ich will mich lösen von Frust, Kommerz und Stress. Deshalb bin ich hier und dennoch habe ich zwei falsche Freunde weiterhin im Gepäck.Bier und Zigaretten.

Ich musste und habe mich von so viel emanzipiert, was so viel Arbeit gekostet hat und denke immer noch das eben genannten genossen mir dabei geholfen haben. Dabei standen sie mir mehr im Weg als alles andere, denn sie waren es, die mich immer an der Kette hielten, wie einen Löwen, der Angst vor sich selbst hat und deshalb lieber in Gefangenschaft lebt.

Wenn der Ritt auf der Waiküre ein Erfolg werden soll und das ist ja der Grund warum ich gefahren bin, muss ich mich dieser Angst stellen.

Der Angst vor der Schwäche des eigenen Geistes, der so gern träge ist und auf Nummer Sicher geht. Dabei hab ich mich schon längst von der vermeintlichen Sicherheit gelöst und schon festgestellt, dass sie unbegründet ist.

Ich brauche keine Angst haben, denn ich weiss schon längst dass ich stark genug bin, ich glaub es mir nur noch nicht.

Zeit an meine Stärke zu glauben, denn so stark wie jetzt war ich noch nie und wer weiss, wann ich es je wieder sein werde.

Euer Ulf

In english

The scaredy-cat

Sometimes it’s unreal how beautiful the first glance out of the open door of the Jürmann’s is: a bright blue sky, a sun that shines so brightly as if it should never do so again, a sea so turquoise blue that no catalog picture can keep up and then in front of me my compensatory belly and in my mouth an unhealthy reminiscence of past lives.

When will I finally dare to really let go? When will I finally stop listening to my feelings, which are ultimately just a cherished habit caused by my sluggish brain?
When will I finally stop running away from myself?

After the next catastrophe or the one after that? The conditions have never been better. The money is there. The weather is great and I’m still healthy?

I don’t want to be the same old person anymore. I want to free myself from frustration, commerce and stress. That’s why I’m here and yet I still have two false friends in my luggage: beer and cigarettes.

I had to and have emancipated myself from so much that took so much work and I still think that the aforementioned friends helped me to do so. They stood in my way more than anything else, because they were the ones who always kept me on the chain, like a lion that is afraid of itself and therefore prefers to live in captivity.

If the ride on the Waiküre is to be a success, and that is the reason why I rode, I have to face up to this fear.

The fear of the weakness of my own mind, which likes to be lazy and play it safe. I have long since let go of this supposed security and have already realized that it is unfounded.

I don’t need to be afraid because I’ve known for a long time that I’m strong enough, I just don’t believe it yet.

It’s time to believe in my strength, because I’ve never been as strong as I am now and who knows when I’ll ever be again.

Your Ulf

En Francaise

L’angoisse

Il est parfois irréel de constater à quel point la première vue depuis la porte ouverte du Jürmann est belle : un ciel d’un bleu éclatant, un soleil qui brille comme s’il ne devait plus jamais briller, une mer d’un bleu turquoise qu’aucune photo de catalogue ne peut égaler et puis, devant moi, mon ventre de compensation et dans ma bouche, une réminiscence malsaine de vies passées.

Quand est-ce que j’oserai vraiment lâcher prise ? Quand cesserai-je d’écouter mon intuition, qui n’est en fin de compte qu’une chère habitude due à mon cerveau paresseux ?
Quand vais-je enfin arrêter de me fuir ?

Après la prochaine catastrophe ou celle d’après ? Les conditions n’ont jamais été aussi bonnes. L’argent est là. Le temps est magnifique et je suis encore en bonne santé ?

Je ne veux plus être comme avant. Je veux m’éloigner de la frustration, du commerce et du stress. C’est pour cela que je suis ici, et pourtant j’ai toujours deux faux amis dans mes bagages, de la bière et des cigarettes.

J’ai dû et j’ai réussi à m’émanciper de tant de choses qui m’ont coûté tant de travail et je pense toujours que ces mêmes amis m’ont aidé à le faire. Mais ils m’ont gêné plus que tout, car ce sont eux qui m’ont toujours tenu à la chaîne, comme un lion qui a peur de lui-même et qui préfère donc vivre en captivité.

Si je veux que cette chevauchée soit un succès, et c’est bien la raison pour laquelle j’ai pris le volant, je dois affronter cette peur.

La peur de la faiblesse de mon propre esprit, qui aime tant être paresseux et jouer la carte de la sécurité. Pourtant, je me suis déjà détaché depuis longtemps de cette prétendue sécurité et j’ai déjà constaté qu’elle n’est pas fondée.

Je n’ai pas besoin d’avoir peur, car je sais depuis longtemps que je suis assez forte, mais je ne me crois pas encore.

Il est temps de croire en ma force, car je n’ai jamais été aussi fort que maintenant et qui sait quand je le serai à nouveau.

Votre Ulf

El Español

El gato asustado

A veces es irreal lo bonita que es la primera mirada que se echa desde la puerta abierta de la Jürmann: un cielo azul brillante, un sol que brilla tanto como si no debiera permitírselo nunca más, un mar de un azul tan turquesa que ninguna foto de catálogo puede seguirle el ritmo y luego delante de mí mi barriga compensatoria y en mi boca una reminiscencia malsana de vidas pasadas.

¿Cuándo me atreveré por fin a soltarme de verdad? ¿Cuándo dejaré por fin de hacer caso a mis sentimientos, que a fin de cuentas no son más que un hábito acariciado provocado por mi perezoso cerebro?
¿Cuándo dejaré por fin de huir de mí mismo?

¿Después de la próxima catástrofe o de la siguiente? Las condiciones nunca han sido mejores. El dinero está ahí. Hace buen tiempo y sigo sano…

Ya no quiero ser la de antes. Quiero liberarme de la frustración, el comercio y el estrés. Por eso estoy aquí y, sin embargo, sigo llevando en mi equipaje dos falsos amigos: la cerveza y el tabaco.

Tuve y he tenido que emanciparme de tantas cosas que me costaron mucho trabajo y sigo pensando que los amigos mencionados me ayudaron a hacerlo. Me estorbaron más que otra cosa, porque fueron ellos los que me mantuvieron siempre en la cadena, como un león que se teme a sí mismo y por eso prefiere vivir cautivo.

Si quiero que la travesía del Waiküre sea un éxito, y esa es la razón por la que he montado, tengo que enfrentarme a este miedo.

El miedo a la debilidad de mi propia mente, a la que le gusta ser perezosa y jugar sobre seguro. Hace tiempo que dejé atrás esta supuesta seguridad y ya me he dado cuenta de que es infundada.

No necesito tener miedo porque hace tiempo que sé que soy lo suficientemente fuerte, sólo que aún no me lo creo.

Es hora de creer en mi fuerza, porque nunca he sido tan fuerte como ahora y quién sabe cuándo volveré a serlo.

Tu Ulf

City of nature

Stellt Euch vor, ihr seid in einer Metropole wie Bangkok. Pulsierende Großstadt mit unzähligen Menschen in lebendig gewordenen Wegen und Straßen die zwischen Ruinen und modernsten Gebäuden beinahe einen eigenen Herzschlag haben.

Und jetzt ersetzt die Häuser und Baukomplexe durch Gräser, Büsche und Bäume. Und die Menschen durch Millionen und Abermillionen von Tieren, mehr, als man sich vorstellen kann. Über Ihnen thronen unzählige funkelnde Sterne und die Geräuschkulisse ist nicht erfüllt von Stimmen, sondern von Vogelgesang, Quaken, Zirpen und vereinzeltem Heulen. Hier werden Sandhügel zu Bahnhöfen von Ameisenzügen und Grashalmen zu Start und Landebahnen von Libellen. Ein orchestrales Finale wie es schöner, bunter und lieblicher nicht sein kann.

Leben in all seiner großen und kleinen Vielfalt, einträchtig mit und beieinander. Würmer, Käfer, Spinnen, Ameisen, Mücken, Motten, Frösche, Kröten, Nachtigallen, Hunde, Katzen, Grashüpfer, Grillen und all die unzähligen Geschöpfe die ich noch vergessen habe, weil sie zu viligran für mein banal grobes Auge oder meine grobschlächtigen Ohren sind.

Könnt ihr es fühlen?

Dann seid ihr wie wir jetzt inmitten bulgarischer Gebirge, nach unzähligen Aufs und Abs durch Kuhherden und Schafen die vom Jüngsten bis zum Stammesältesten keinen vergessen. Im Tempo des jedem gegebenen, lebt hier Natur wie zu Zeiten, als Internet noch das war, was man Zukunftsmusik nannte und keiner vermisste.

Fressen und Gefressen werden in vollendeter Harmonie.

Ich wollte arbeiten, aber bin nach hunderten von Kilometern zum Entspannen und Genießen verdonnert, liege mit Silvana im offenen Jürmann und kann die Schönheit der Dunkelheit um uns herum nicht fassen.

Wir baden in einem Gefühl der Wohligkeit, wie es keine Errungenschaft der Zivilisation möglich machen könnte. Hier inhaliert man unbeschreiblichen Frieden, der alle Sinne berührt.

Ich weiss nicht, ob ich gut oder überhaupt schlafen werde, aber eines ist sicher, dies ist eine der ergreifenden Nächte meines Lebens.

Euer Ulf

In english

City of Nature

Imagine you are in a metropolis like Bangkok. A pulsating metropolis with countless people in paths and streets that have come alive and almost have a heartbeat of their own between ruins and modern buildings.

And now the houses and building complexes have been replaced by grasses, bushes and trees. And the people with millions and millions of animals, more than you can imagine. Countless twinkling stars are enthroned above you and the soundscape is not filled with voices, but with birdsong, croaking, chirping and the occasional howl. Here, sand hills become stations for ant trains and blades of grass become runways for dragonflies to take off and land. An orchestral finale that could not be more beautiful, colorful and sweet.

Life in all its great and small diversity, in harmony with and next to each other. Worms, beetles, spiders, ants, mosquitoes, moths, frogs, toads, nightingales, dogs, cats, grasshoppers, crickets and all the countless creatures that I have forgotten because they are too delicate for my banally coarse eyes or my coarse ears.

Can you feel it?

Then you are like us now in the middle of the Bulgarian mountains, after countless ups and downs through herds of cows and sheep that forget no one from the youngest to the oldest. Here, nature lives at the pace of what everyone is given, as it did in the days when the internet was still a thing of the future and nobody missed it.

Eating and being eaten in perfect harmony.

I wanted to work, but after hundreds of kilometers I am forced to relax and enjoy myself, lying in the open Jürmann with Silvana and unable to grasp the beauty of the darkness around us.

We bathe in a feeling of well-being that no achievement of civilization could make possible. Here we inhale an indescribable peace that touches all our senses.

I don’t know whether I will sleep well or at all, but one thing is certain, this is one of the most moving nights of my life.

Yours Ulf

En Francaise

Ville de la nature

Imaginez que vous êtes dans une métropole comme Bangkok. Une grande ville vibrante avec d’innombrables personnes dans des chemins et des rues devenus vivants qui, entre les ruines et les bâtiments les plus modernes, ont presque leur propre battement de cœur.

Et maintenant, remplace les maisons et les complexes de construction par des herbes, des buissons et des arbres. Et les hommes par des millions et des millions d’animaux, plus que vous ne pouvez l’imaginer. Au-dessus de vous trônent d’innombrables étoiles scintillantes et le paysage sonore n’est pas rempli de voix, mais de chants d’oiseaux, de coassements, de stridulations et de hurlements isolés. Ici, les collines de sable deviennent des gares pour les trains de fourmis et les brins d’herbe des pistes de décollage et d’atterrissage pour les libellules. Un final orchestral on ne peut plus beau, plus coloré et plus doux.

La vie dans toute sa diversité, grande et petite, en harmonie avec les autres et les uns avec les autres. Vers, coléoptères, araignées, fourmis, moustiques, papillons de nuit, grenouilles, crapauds, rossignols, chiens, chats, sauterelles, grillons et toutes les innombrables créatures que j’ai encore oubliées parce qu’elles sont trop délicates pour mon œil banalement grossier ou mes oreilles grossières.

Vous pouvez le sentir ?

Alors vous êtes comme nous au milieu des montagnes bulgares, après d’innombrables montées et descentes de troupeaux de vaches et de moutons qui n’oublient personne, du plus jeune au plus âgé de la tribu. Au rythme de chacun, la nature vit ici comme au temps où Internet était encore ce qu’on appelait une musique d’avenir et que personne ne regrettait.

Manger et être mangé en parfaite harmonie.

Je voulais travailler, mais après des centaines de kilomètres, je suis contraint de me détendre et de profiter, allongé avec Silvana dans le Jürmann ouvert, et je n’arrive pas à saisir la beauté de l’obscurité qui nous entoure.

Nous baignons dans un sentiment de bien-être qu’aucune conquête de la civilisation ne pourrait rendre possible. Ici, on inhale une paix indescriptible qui touche tous les sens.

Je ne sais pas si je vais bien dormir ou si je vais dormir du tout, mais une chose est sûre, c’est l’une des nuits les plus émouvantes de ma vie.

Votre Ulf

El Espanol

Ciudad de la naturaleza

Imagine que se encuentra en una metrópolis como Bangkok. Una metrópoli palpitante con innumerables personas en callejuelas y calles que han cobrado vida y casi tienen latido propio entre ruinas y edificios modernos.

Y ahora las casas y los complejos de edificios han sido sustituidos por hierbas, arbustos y árboles. Y el pueblo por millones y millones de animales, más de los que puedas imaginar. Incontables estrellas centelleantes se entronizan sobre ti y el paisaje sonoro no se llena de voces, sino de cantos de pájaros, graznidos, gorjeos y algún que otro aullido. Aquí, las colinas de arena se convierten en estaciones ferroviarias para los trenes hormiga y las briznas de hierba en pistas de despegue y aterrizaje para las libélulas. Un final de orquesta que no puede ser más bello, colorido y dulce.

La vida en toda su gran y pequeña diversidad, armonizando con y juntos. Gusanos, escarabajos, arañas, hormigas, mosquitos, polillas, ranas, sapos, ruiseñores, perros, gatos, saltamontes, grillos y todas las innumerables criaturas que he olvidado porque son demasiado delicadas para mi banal ojo tosco o mis toscos oídos.

¿Puedes sentirlo?

Entonces estás como nosotros ahora en medio de las montañas búlgaras, tras innumerables subidas y bajadas entre rebaños de vacas y ovejas que no olvidan a nadie, desde el más joven al más viejo de la tribu. Aquí, la naturaleza vive al ritmo que a cada uno le da la gana, como en los tiempos en que internet era aún cosa del futuro y nadie lo echaba de menos.

Comer y ser comido en perfecta armonía.

Yo quería trabajar, pero después de cientos de kilómetros me veo obligado a relajarme y disfrutar, tumbado en el Jürmann abierto con Silvana e incapaz de captar la belleza de la oscuridad que nos rodea.

Nos bañamos en una sensación de bienestar que ningún logro de la civilización podría hacer posible. Aquí inhalamos una paz indescriptible que toca todos nuestros sentidos.

No sé si dormiré bien o del todo, pero una cosa es cierta, ésta es una de las noches más conmovedoras de mi vida.

Su Ulf

Wie spät ist es wirklich?

Seit einigen Tagen passiert etwas Merkwürdiges in mir. Mich umschleicht das Gefühl des „zu spät seins“

Wenn Abends meine Stunde um 19. 30 für mich beginnt, ist mir um sieben, als hätte die Stunde schon begonnen haben müssen und wenn ich gegen 23 zu Bett gehe, ist mir, als sei es schon 12.

Jetzt kann man berechtigt einwenden, dass ich weiss, dass die Zeit in Ungarn wieder eine Stunde zurück gestellt wird, aber ich glaube, dass mein Biorythmus sich an den Sonnenstand anpasst, auf eine Stunde genau, denn auch morgens erwache ich, erst seit wir in Rumänien sind, kurz nach sechs und nicht nach sieben, wie sonst.

Plötzlich wird eine globale Einheit eine menschliche Notwendigkeit zu bekommen. Es könnte mir ja eigentlich egal sein, wie spät es ist, zumindest, wenn ich keinen Unterricht gebe, aber so ist es nicht.

Mein Körper schreit nach Zeitzonenwechsel. Er spürt, dass der Sonnenstand von Griechenland nicht mehr mit dem von Rumänien deckungsgleich zu sein. Ist er ja auch nicht, die territoriale Gegebenheit ist eine andere und mein Körper lässt mich das spüren.

Ich habe oft darüber gestöhnt, dass sich ab Ungarn alles um eine Stunde nach vorne schiebt, aber jetzt wirkt es, als kann es irgendwas in mir kaum erwarten, zumindest, wenn wir nicht wieder Südwärts fahren.

Und das, machen wir ja leider erst wieder im August. Aber ich gebe zu, dass ich diese ganz intime Erfahrung der gefühlten Zeit jenseits des objektiven Alters, spannend finde und nicht missen möchte.

Ist schon großartig, was einem der Körper alles so zu erzählen hat, wenn man die Muße hat, ihm zu lauschen


Euer Ulf

In english

What’s the time in real?

Seit einigen Tagen passiert etwas Merkwürdiges in mir. Mich umschleicht das Gefühl des „zu spät seins“

Wenn Abends meine Stunde um 19. 30 für mich beginnt, ist mir um sieben, als hätte die Stunde schon begonnen haben müssen und wenn ich gegen 23 zu Bett gehe, ist mir, als sei es schon 12.

Jetzt kann man berechtigt einwenden, dass ich weiss, dass die Zeit in Ungarn wieder eine Stunde zurück gestellt wird, aber ich glaube, dass mein Biorythmus sich an den Sonnenstand anpasst, auf eine Stunde genau, denn auch morgens erwache ich, erst seit wir in Rumänien sind, kurz nach sechs und nicht nach sieben, wie sonst.

Plötzlich wird eine globale Einheit eine menschliche Notwendigkeit zu bekommen. Es könnte mir ja eigentlich egal sein, wie spät es ist, zumindest, wenn ich keinen Unterricht gebe, aber so ist es nicht.

Mein Körper schreit nach Zeitzonenwechsel. Er spürt, dass der Sonnenstand von Griechenland nicht mehr mit dem von Rumänien deckungsgleich zu sein. Ist er ja auch nicht, die territoriale Gegebenheit ist eine andere und mein Körper lässt mich das spüren.

Ich habe oft darüber gestöhnt, dass sich ab Ungarn alles um eine Stunde nach vorne schiebt, aber jetzt wirkt es, als kann es irgendwas in mir kaum erwarten, zumindest, wenn wir nicht wieder Südwärts fahren.

Und das, machen wir ja leider erst wieder im August. Aber ich gebe zu, dass ich diese ganz intime Erfahrung der gefühlten Zeit jenseits des objektiven Alters, spannend finde und nicht missen möchte.

Ist schon großartig, was einem der Körper alles so zu erzählen hat, wenn man die Muße hat, ihm zu lauschen


Euer Ulf

En Francaise

Quelle heure est-il vraiment ?
Depuis quelques jours, il se passe quelque chose d’étrange en moi. J’ai l’impression d’être „en retard“.

Le soir, quand je commence mon cours à 19h30, à 7h j’ai l’impression que le cours a déjà commencé et quand je me couche vers 23h, j’ai l’impression qu’il est déjà 12h.

Maintenant, on peut légitimement objecter que je sais que l’heure est à nouveau reculée d’une heure en Hongrie, mais je pense que mon biorythme s’adapte à la position du soleil, à une heure près, car le matin aussi, je me réveille, seulement depuis que nous sommes en Roumanie, peu après six heures et non sept, comme d’habitude.

Soudain, une unité globale devient une nécessité humaine. En fait, je pourrais me moquer de l’heure qu’il est, du moins si je ne donne pas de cours, mais ce n’est pas le cas.

Mon corps réclame un changement de fuseau horaire. Il sent que la position du soleil en Grèce ne coïncide plus avec celle de la Roumanie. Ce n’est pas le cas, la réalité territoriale est différente et mon corps me le fait sentir.

J’ai souvent gémi sur le fait qu’à partir de la Hongrie, tout avance d’une heure, mais maintenant, j’ai l’impression que quelque chose en moi est impatient, du moins si nous ne repartons pas vers le sud.

Et cela, nous ne le ferons malheureusement pas avant le mois d’août. Mais j’avoue que je trouve cette expérience très intime du temps ressenti au-delà de l’âge objectif passionnante et que je ne voudrais pas m’en passer.

C’est vraiment génial ce que le corps a à nous raconter, si on a le temps de l’écouter.


Votre Ulf

El Español

¿Qué hora es en realidad?
Desde hace unos días me ocurre algo extraño. La sensación de llegar „demasiado tarde“ se ha ido apoderando de mí.

Cuando mi clase empieza a las 19.30 de la tarde, a las siete tengo la sensación de que la clase ya debería haber empezado y cuando me voy a la cama, a eso de las 23, tengo la sensación de que ya son las 12.

Ahora se podría argumentar que sé que la hora se retrasa una hora en Hungría, pero creo que mi ritmo biológico se ajusta a la posición del sol, a la hora más cercana, porque también me despierto por la mañana poco después de las seis y no después de las siete como de costumbre, sólo desde que estamos en Rumanía.

De repente, una entidad global se convierte en una necesidad humana. No podría importarme realmente qué hora es, al menos cuando no estoy dando clases, pero no es el caso.

Mi cuerpo pide a gritos un cambio de huso horario. Percibe que la posición del sol en Grecia ya no coincide con la de Rumanía. No es así, la situación territorial es diferente y mi cuerpo me lo hace sentir.

A menudo me he quejado de que a partir de Hungría todo se adelante una hora, pero ahora parece como si algo dentro de mí apenas pudiera esperar, al menos si no nos dirigimos de nuevo hacia el sur.

Y, por desgracia, no volveremos a hacerlo hasta agosto. Pero admito que esta experiencia tan íntima de percibir el tiempo más allá de la edad objetiva me parece emocionante y no querría perdérmela.

Es genial lo que tu cuerpo tiene que decirte cuando tienes tiempo para escucharlo


Tu Ulf

Das vielleicht imposanteste Irgendwo der Welt

(Down below in english en français Incluido el español) talien, Spanien, Portugal oder Griechenland, wer in Europa an Urlaub denkt, hat wahrscheinlich eines dieser Länder auf dem Zettel, aber Rumänien?

Sind da nicht nur Zigeuner, Diebe und Armut zu Hause? Nein, hier, in diesem osteuropäischen Underdog Land, dass mich ein bisschen an meine erste Freundin, eine Italienerin namens Romina erinnert, ist so viel mehr als mediales Klischee zu Hause.

Die Bäume und Gräser erinnern schon ein wenig an Deutschland, wenn auch, aufgrund der intensiveren Sonne bei etwas geringerem Niederschlag viel satteres Grün hier die Heimat von unfassbar facettenreicher Tierwelt ist.

Aber ich meine nicht fortwiegend offensichtlichere Tiergarten wie Wasserbüffel oder Bären, die hier auch beheimatet sind, sondern unauffälligiere Unterschiede.

Hier gibt es so bunte Schwalben die jede HD 4K Werbung in ihrer Farbpracht erblassen lassen und dazu Libellen, Finken, Spatzen Kukuks und natürlich Störche; man will fast fragen, wie es bei so vielen Babyboten nur so eine geringe Bevölkerungsdichte geben kann.

Aber die Rumäninnen und Rumänen, die einem hier begegnen, sind schon ein besonderes Völkchen. Etwas kautzig zerknautscht aber sehr freundlich, wenn man mit Ihnen ins Gespräch kommt und völlig unbegründet komplexbehaftet, denn Rumänien ist nicht nur unglaublich schön, was die Natur betrifft, sondern auch durchaus zielstrebig modern.

Sehr kostengünstiges Internet mit solider Netzabdeckung, überwiegend gute Straßen und vielen Indizien für Aufschwung. Hier wird gebaut, restauriert und umgebaut, dass man ins Staunen geraten kann. Aber im Gegensatz zu anderen Regionen, die wir bereits sahen, mit Augenmaß und sehr viel Liebe zum Detail.

Jedes Haus ein kleines Schlösschen und jeder Garten ein Blumenparadies. Und in keinem Land zwischen Deutschland, Italien, Albanien und Griechenland liegt so wenig Müll wie in Rumänien. Die Mülleimerdichte ist schon fast störend, aber in diesem Fall heilig der Zweck durchaus die Mittel.

Ja, der omnipräsente Genanbau ist eine Schattenseite, die einem nicht entgeht. Ich halte das für mehr als bedenklich, aber irgendwo muss der Aufschwung ja auch begründet sein.

Ich bin gespannt, wie sich das Land weiter entwickelt und würde mich nicht wundern, wenn es in wenigen Jahren in Europa ganz weit vorne ist.

Euer Ulf

In english

Perhaps the most impressive Anywhere in the world

Italy, Spain, Portugal or Greece – if you think of vacation in Europe, you probably have one of these countries on your mind, but Romania?

Isn’t it just home to gypsies, thieves and poverty? No, this Eastern European underdog country, which reminds me a little of my first girlfriend, an Italian called Romina, is home to so much more than media clichés.

The trees and grasses are a little reminiscent of Germany, although the more intense sunshine and slightly lower rainfall mean that the green here is much richer and home to incredibly diverse wildlife.

But I don’t mean more obvious wildlife such as water buffalo or bears, which are also at home here, but more subtle differences.

There are so many colorful swallows here that make any HD 4K advertisement pale in their splendor of color, as well as dragonflies, finches, sparrows, kukuks and of course storks; you almost want to ask how there can be such a low population density with so many baby birds.

But the Romanians you meet here are a special breed. A little cheeky but very friendly when you get talking to them and completely unfoundedly complex, because Romania is not only incredibly beautiful in terms of nature, but also resolutely modern.

Very inexpensive Internet with solid network coverage, mostly good roads and many signs of an upswing. Construction, restoration and conversion work is going on here to amaze you. But in contrast to other regions we have already seen, with a sense of proportion and great attention to detail.

Every house is a little castle and every garden a flower paradise. And in no other country between Germany, Italy, Albania and Greece is there as little garbage as in Romania. The density of garbage cans is almost disturbing, but in this case the end certainly justifies the means.

Yes, the omnipresent cultivation of genetically modified crops is a dark side that you cannot escape. I think it’s more than questionable, but the upswing has to be justified somewhere.

I’m excited to see how the country continues to develop and I wouldn’t be surprised if it is way ahead in Europe in a few years‘ time.

Your Ulf

En Francaise

Peut-être le Quelque part le plus imposant du monde

Italie, Espagne, Portugal ou Grèce, si vous pensez aux vacances en Europe, vous avez probablement l’un de ces pays en tête, mais la Roumanie ?

N’y a-t-il pas que des gitans, des voleurs et de la pauvreté ? Non, ici, dans ce pays underdog d’Europe de l’Est, qui me rappelle un peu ma première amie, une Italienne nommée Romina, il y a bien plus que des clichés médiatiques.

Les arbres et les herbes rappellent un peu l’Allemagne, même si, en raison d’un soleil plus intense et de précipitations un peu moins importantes, le vert est ici beaucoup plus riche et abrite une faune aux multiples facettes.

Mais je ne parle pas ici d’animaux plus visibles comme les buffles d’eau ou les ours, qui vivent aussi ici, mais de différences plus discrètes.

Ici, il y a des hirondelles si colorées qu’elles feraient pâlir n’importe quelle publicité HD 4K, ainsi que des libellules, des pinsons, des moineaux, des cigognes et bien sûr des cigognes ; on a presque envie de demander comment il peut y avoir une si faible densité de population avec autant de bébés messagers.

Mais les Roumains et les Roumaines que l’on rencontre ici sont déjà un petit peuple particulier. Un peu frileux, mais très aimables quand on engage la conversation avec eux, et d’une complexité totalement injustifiée, car la Roumanie n’est pas seulement incroyablement belle en termes de nature, mais aussi résolument moderne.

Internet très bon marché avec une couverture solide, des routes majoritairement bonnes et de nombreux indices d’essor. Ici, on construit, on restaure et on transforme à en rester bouche bée. Mais contrairement à d’autres régions que nous avons déjà vues, avec mesure et beaucoup d’amour du détail.

Chaque maison est un petit château et chaque jardin un paradis fleuri. Et dans aucun pays entre l’Allemagne, l’Italie, l’Albanie et la Grèce, il n’y a aussi peu de déchets qu’en Roumanie. La densité des poubelles est presque dérangeante, mais dans ce cas, la fin justifie les moyens.

Oui, la culture génétique omniprésente est un côté obscur qui n’échappe pas. Je trouve cela plus que préoccupant, mais l’essor doit bien être justifié quelque part.

Je suis curieux de voir comment le pays va évoluer et je ne serais pas étonné que dans quelques années, il soit en tête de liste en Europe.

Votre Ulf

El Español

Quizá el lugar más Impresionante del mundo

Italia, España, Portugal o Grecia: si piensa en vacaciones en Europa, probablemente tenga alguno de estos países en mente, pero ¿Rumanía?

¿No es sólo hogar de gitanos, ladrones y pobreza? No, este país desvalido de Europa del Este, que me recuerda un poco a mi primera novia, una italiana llamada Romina, alberga mucho más que clichés mediáticos.

Los árboles y la hierba recuerdan un poco a Alemania, aunque el sol más intenso y la menor pluviosidad hacen que la vegetación sea mucho más rica y albergue una fauna increíblemente diversa.

Pero no me refiero a la fauna más obvia, como los búfalos de agua o los osos, que también viven aquí, sino a diferencias más sutiles.

Aquí hay tantas golondrinas de colores que harían palidecer cualquier anuncio HD 4K por su esplendor cromático, así como libélulas, pinzones, gorriones, kukuks y, por supuesto, cigüeñas; casi dan ganas de preguntarse cómo puede haber una densidad de población tan baja con tantas crías de pájaro.

Pero los rumanos que se encuentran aquí son de una raza especial. Un poco descarados, pero muy simpáticos cuando te pones a hablar con ellos y completamente infundadamente complejos, porque Rumanía no sólo es increíblemente bella en términos de naturaleza, sino también completamente moderna.

Internet muy barato con una sólida cobertura de red, carreteras en su mayoría buenas y muchos signos de mejora. Aquí se construye, se restaura y se remodela como para asombrarse. Pero a diferencia de otras regiones que ya hemos visto, con sentido de la proporción y gran atención al detalle.

Cada casa es un pequeño castillo y cada jardín un paraíso floral. Y en ningún otro país entre Alemania, Italia, Albania y Grecia hay tan poca basura como en Rumanía. La densidad de papeleras es casi inquietante, pero en este caso el fin justifica los medios.

Sí, el omnipresente cultivo de plantas modificadas genéticamente es un lado oscuro que no se puede ignorar. Creo que es más que cuestionable, pero el auge tiene que justificarse por algún lado.

Tengo curiosidad por ver cómo seguirá desarrollándose el país, y no me extrañaría que dentro de unos años esté muy por delante de Europa.

Su Ulf

Zwischen Rumänien und Griechenland


(Down below in english en français Incluido el español) In Bulgarien ist das Leben hart. Man sieht es den Städten und Dörfern an und man sieht es in den Gesichtern der Menschen.

Es braucht, bis der Bulgare lächelt, denn seine Gesichtszüge scheinen auf Verzweiflung eingestellt.

Freilich nicht bei allen, aber bei vielen und die deren Gesichter nicht von Furchen der Sorgen durchpflügt sind, machen die der anderen nur noch tiefer. Weil sie oft mit einem überheblichen Grinsen auf jene herunterschauen, die nicht am Wirtschaftswunder partizipieren.

In Bulgarien trifft Deuz auf dolce gabana und L’oreal auf Gülle. Reminiszenzen der Moderne strecken sich wie Phoenix aus der Asche verkohlter Großstädte, während auf dem Land die Decke über jeder zweiten Behausung wackelt.

Es wirkt oft absurd, wie modernste Überwachungssystheme über Straßen hängen, die in anderen Teilen Europas nicht mal Pfade getauft würden, denn die Rechnung des Aufschwungs muss gezahlt werden, von allen.

Wenn BMW auf Kutsche prallt, die Polizei perfektes Deutsch spricht wo offensichtlich die wahren Probleme der Unterschicht unerhört bleiben dann ist man im neuen Europa, öhhh, Bulgarien.

Euer Ulf

In english

Between Romania and Greece
Life in Bulgaria is hard. You can see it in the towns and villages and you can see it on people’s faces.

Bulgarians need time to smile because their faces seem to be set for despair.

Not all of them, of course, but many, and those whose faces are not marked by worry lines only make those of others even deeper. Because they often look down with a haughty smile on those who are not part of the economic miracle.

In this country, Deuz meets Dolce Gabana and L’oreal meets Mud. Reminiscences of modernity rise like phoenixes from the ashes of charred cities, while in the countryside the ceiling swings over every second home.

It often seems absurd how ultra-modern surveillance systems hang over roads that wouldn’t even be called roads in other parts of Europe because the bill for the increase has to be paid by everyone.

When a BMW crashes into a car, the police speak perfect German and the real problems of the underclass are seemingly not heard, then you are in a new Europe, or rather Bulgaria.

Your Ulf

En Francaise

Entre la Roumanie et la Grèce
En Bulgarie, la vie est dure. Cela se voit dans les villes et les villages et se lit sur les visages des gens.

Il faut du temps pour que le Bulgare sourie, car ses traits semblent être réglés sur le désespoir.

Certes, pas chez tous, mais chez beaucoup, et ceux dont le visage n’est pas labouré par les sillons de l’inquiétude ne font que creuser ceux des autres. Parce qu’ils regardent souvent de haut, avec un sourire arrogant, ceux qui ne participent pas au miracle économique.

En Bulgarie, Deuz rencontre la dolce gabana et L’oreal le lisier. Les réminiscences de la modernité renaissent tel un phénix des cendres des grandes villes calcinées, tandis qu’à la campagne, le plafond d’une habitation sur deux vacille.

Il est souvent absurde de voir des systèmes de surveillance ultramodernes suspendus au-dessus de routes qui, dans d’autres régions d’Europe, ne seraient même pas baptisées sentiers, car la facture de l’essor doit être payée, par tous.

Quand une BMW heurte une calèche, que la police parle un allemand parfait et que les vrais problèmes des classes inférieures ne sont manifestement pas entendus, on est dans la nouvelle Europe, ou plutôt la Bulgarie.

Votre Ulf

El Español

Entre Rumanía y Grecia
La vida es dura en Bulgaria. Se ve en las ciudades y pueblos y se nota en las caras de la gente.

Los búlgaros tardan en sonreír, porque sus rasgos faciales parecen dispuestos para la desesperación.

No para todos, por supuesto, pero sí para muchos, y aquellos cuyos rostros no están surcados por surcos de preocupación no hacen sino ahondar aún más los de los demás. Porque a menudo miran con una sonrisa arrogante a los que no participan en el milagro económico.

En Bulgaria, Deuz se encuentra con dolce gabana y L’oreal con purines. Reminiscencias de la modernidad resurgen como ave fénix de las cenizas de las ciudades carbonizadas, mientras que en el campo el techo tiembla sobre una de cada dos viviendas.

A menudo parece absurdo cómo los sistemas de vigilancia de última generación cuelgan sobre carreteras que en otras partes de Europa ni siquiera se llamarían caminos, porque la factura del auge hay que pagarla, entre todos.

Cuando un BMW choca contra un carruaje, la policía habla un alemán perfecto y los verdaderos problemas de las clases bajas son obviamente desconocidos, entonces se está en la nueva Europa, o mejor dicho, en Bulgaria.

Su Ulf

Über das Gefühl der Unsterblichkeit

(Down below in english en français Incluido el español) Je jünger man ist, desto näher ist man am Geboren werden. Man ist also Grad erst da, warum sollte es also bald zu Ende sein sollen? Dann hätte man ja gar nicht erst geboren werden zu brauchen.

Zudem kennt man noch nichts, alles ist spannend und subjektiv nur dazu da, entdeckt und entschlüsselt zu werden und Todesängste sind nur ein abstraktes Glücksgefühl, des Kribbelns, das sich wohlig lebendig anfühlt.

In der Achterbahn freut man sich bei der Abfahrt nur auf dieses unbeschreibliche Kribbeln, das ein bisschen was von Verliebt sein hat und weil man ja angeschnallt ist, kann man ja nicht sterben.

Wo man mit 30 langsam skeptisch wird, weil man bereits so viele Ausnahmen kennengelernt hat, die die Ausnahme bestätigen, kennt man mit 15 nur die versierte Garantie eines Prüfsiegels „das steht ja nicht umsonst da“.

Mit 40 beginnt man dann langsam viel gesehen und erlebt zu haben. Beinahe jeder Regel kommt die Erfahrung einer sie bestätigenden Ausnahme hinzu. Eine Achterbahn ist schon verunglückt, ein Flugzeug abgestürzt und auch nahestehende Menschen sind schon verstorben. Langsam umschleicht einen die Gewissheit, dass nur das Ende sicher ist. Nur wann dies kommt, ist ungewiss.

Mit Ende 40 oder Anfang 50 hat man dann das Leben begriffen, so denkt man. Alles, was einem vor Augen, Nase, Mund oder andere Sinnesorgane gelangt ist nicht neu, sondern ein Versprechen aus Ursache und Wirkung, dessen Wahrscheinlichkeit durch Sorgsamkeit erhöht werden kann.

Das Auto fährt sehr lange, wenn man es wartet, regelmäßig reinigt und nicht heizt. Die Gesundheit bleibt, wenn man nicht raucht und trinkt und regelmäßig Sport treibt. Und das Leben ist und bleibt schön, wenn man nur genug Geld verdient, mit Versicherungen Vorsorge und natülich nichts von dem macht, was anderen bereits zum Verhängnis wurde.

Das Neue mit 50 ist nicht das Unbekannte, wie bei Kindern, sondern das vermeintliche Potential, seines eigenen Glückes Schmied sein zu können. Wenn ich nicht in die Achterbahn steige, kann ich nicht verunglücken, wenn man dem Flugzeug entsagt, kann man nicht abstürzen, wenn Versicherungen gezahlt und das Rauchen aufgegeben wurde, kann man in Ruhe alt werden; wehe nicht!

Je älter man wird, desto mehr prüft man das für einen scheinbar bekannte Sein auf sein prognostizierbares Glücksversprechen – wenn man das so macht, passiert das, das weiss doch jeder.

Aber weil man mittlerweile weiss, dass das ganze Leben, wenn überhaupt, nur eine Regel ist, wartet man bei jeder Aktion gespannt darauf, ob die doch so sicher geglaubte, ja gewusst sein sollte/ musste, auch eintritt.

David Hume wußte das bereits im 18. Jahrhundert und hat ein Buch darüber geschrieben „concerning human understanding“ (frei übersetzt: Gedanken über den menschlichen Verstand).

Er legt den Finger direkt in die Wunde und behauptet: wir sehen A und B und denken, nur weil oft A auf B folgte, dass A und B notwendig zusammenhängen. Wie naiv, konstatierte selbst Kant.

Ich nehme an, dass der ehemalige Kettenraucher Helmut Schmidt ihn gelesen hat, aber was kann ich mir von der Logik kaufen, die ich mir oben zurecht gezimmert habe?

Vielleicht nur eines: Glaube nie zu wissen, sondern vertraue in die Ganzheit. Sie „weiss“ was muss, wir können (nur) genießen, dass wir. Teil eines Kreislaufs sind, den wir nie ganz verstehen aber auch nie entrinnen können.

„Memento mori“ (bedenke, dass du sterblich bist), das Credo des 30-jährigen Krieges ist also keine Warnung, sondern eine Motivation, das Leben nicht mit denken zu verschwenden sondern mit Genuss Geschenk zu lassen.

Carpe Diem (nutze den Tag) heißt also NICHT! sei fleißig, sondern, „bleibe sensibel“, denn jeden Augenblick, kann die Möglichkeit des Genießen könnens (des Wunders Leben) vorbei sein, auch wenn man alles gemacht hat, um diesem Moment zu entgehen.

Bis morgen,

Euer Ulf

English

About the feeling of immortality

The younger you are, the closer you are to being born. So you’re only just there, so why should it end soon? Then you wouldn’t have needed to be born in the first place.

What’s more, you don’t know anything yet, everything is exciting and subjectively just there to be discovered and deciphered, and fear of death is just an abstract feeling of happiness, a tingling sensation that feels pleasantly alive.

On the rollercoaster, you’re just looking forward to this indescribable tingling sensation on the descent, which is a bit like being in love and because you’re strapped in, you can’t die.

Where at 30 you slowly become skeptical because you have already met so many exceptions that confirm the exception, at 15 you only know the experienced guarantee of a test seal „it’s not there for nothing“.

At 40, you slowly start to have seen and experienced a lot. Almost every rule is followed by the experience of an exception that confirms it. A roller coaster has already crashed, an airplane has crashed and people close to you have died. Slowly the certainty creeps over you that only the end is certain. But when this will happen is uncertain.

In your late 40s or early 50s, you think you have understood life. Everything that comes before your eyes, nose, mouth or other sensory organs is not new, but a promise of cause and effect, the probability of which can be increased by being careful.

Your car will run for a very long time if you maintain it, clean it regularly and don’t heat it. Your health will last if you don’t smoke or drink and exercise regularly. And life is and remains beautiful if you earn enough money, take precautions with insurance and, of course, don’t do anything that has already been the undoing of others.

The new thing at 50 is not the unknown, as with children, but the supposed potential of being able to make your own luck. If I don’t get on a rollercoaster, I can’t have an accident, if I don’t get on an airplane, I can’t crash, if I’ve paid my insurance and given up smoking, I can grow old in peace; woe betide me!

The older you get, the more you scrutinize your seemingly familiar existence for its predictable promise of happiness – if you do that, it will happen, everyone knows that.

But because we now know that the whole of life is, if anything, just a rule, we wait anxiously for every action to see whether what we believe to be so certain, and indeed should/had to be known, will actually happen.

David Hume already knew this in the 18th century and wrote a book about it entitled „concerning human understanding“.

He put his finger directly in the wound and claimed that we see A and B and think that A and B are necessarily connected simply because A often followed B. How naive, even Kant stated.

I assume that the former chain smoker Helmut Schmidt has read him, but what can I buy from the logic that I have constructed for myself above?

Perhaps only one thing: never believe you know, but trust in wholeness. It „knows“ what needs to happen, we can (only) enjoy the fact that we. We are part of a cycle that we can never fully understand but also never escape.

„Memento mori“ (remember that you are mortal), the credo of the Thirty Years‘ War, is therefore not a warning, but a motivation not to waste life thinking, but to let it be a gift of pleasure.

Carpe Diem (seize the day) does NOT mean: be diligent, but „remain sensitive“, because at any moment, the opportunity to enjoy (the miracle of life) can be over, even if you have done everything to avoid this moment.

See you tomorrow,

Your Ulf

Frensh

Sur le sentiment d’immortalité

Plus on est jeune, plus on est proche de la naissance. On n’est donc qu’au début, pourquoi la fin serait-elle proche ? Dans ce cas, on n’aurait même pas besoin de naître.

De plus, on ne connaît encore rien, tout est passionnant et subjectif, juste là pour être découvert et décrypté, et la peur de la mort n’est qu’un sentiment de bonheur abstrait, de fourmillement, qui se sent bien vivant.

Dans les montagnes russes, on ne se réjouit, lors de la descente, que de ce picotement indescriptible, qui a un petit air d’être amoureux, et comme on est attaché, on ne peut pas mourir.

Alors qu’à 30 ans, on commence à être sceptique parce qu’on a déjà rencontré tant d’exceptions qui confirment l’exception, à 15 ans, on ne connaît que la garantie avisée d’un label de contrôle „ce n’est pas là pour rien“.

A 40 ans, on commence à avoir vu et vécu beaucoup de choses. Presque à chaque règle s’ajoute l’expérience d’une exception qui la confirme. Des montagnes russes ont déjà eu un accident, un avion s’est écrasé et des proches sont déjà décédés. Peu à peu, la certitude s’installe que seule la fin est certaine. Mais on ne sait pas quand elle arrivera.

A la fin de la quarantaine ou au début de la cinquantaine, on a compris la vie, pense-t-on. Tout ce qui arrive devant les yeux, le nez, la bouche ou d’autres organes sensoriels n’est pas nouveau, mais une promesse de cause à effet dont la probabilité peut être augmentée en faisant attention.

La voiture roule très longtemps si on l’entretient, si on la nettoie régulièrement et si on ne la chauffe pas. La santé demeure si l’on ne fume pas, si l’on ne boit pas et si l’on fait régulièrement du sport. Et la vie est et reste belle si l’on gagne suffisamment d’argent, si l’on prend des précautions avec les assurances et si, bien sûr, on ne fait rien de ce qui a déjà été fatal à d’autres.

La nouveauté à 50 ans n’est pas l’inconnu, comme pour les enfants, mais le potentiel supposé de pouvoir être l’artisan de son propre bonheur. Si je ne monte pas dans les montagnes russes, je ne peux pas avoir d’accident, si l’on renonce à l’avion, on ne peut pas s’écraser, si les assurances ont été payées et que l’on a arrêté de fumer, on peut vieillir en paix ; malheur à nous !

Plus on vieillit, plus on examine l’existence, apparemment connue pour soi, à la lumière de sa promesse de bonheur prédictible – si on fait comme ça, ça arrive, tout le monde le sait.

Mais comme on sait entre-temps que la vie entière, si elle existe, n’est qu’une règle, on attend avec impatience à chaque action de voir si ce que l’on croyait si sûr, que l’on devrait/devait même savoir, va se produire.

David Hume le savait déjà au 18e siècle et a écrit un livre à ce sujet, „concerning human understanding“ (traduit librement : pensées sur l’esprit humain).

Il met le doigt directement dans la plaie et affirme : nous voyons A et B et pensons, uniquement parce que A a souvent suivi B, que A et B sont nécessairement liés. Quelle naïveté, constatait même Kant.

Je suppose que l’ancien fumeur à la chaîne Helmut Schmidt l’a lu, mais que puis-je acheter de la logique que je me suis construite ci-dessus ?

Peut-être une seule chose : ne jamais croire que l’on sait, mais faire confiance à la totalité. Elle „sait“ ce qui doit être, nous pouvons (seulement) apprécier que nous. Nous faisons partie d’un cycle que nous ne comprendrons jamais complètement mais auquel nous ne pourrons jamais échapper non plus.

„Memento mori“ (souviens-toi que tu es mortel), le credo de la guerre de Trente Ans n’est donc pas un avertissement, mais une motivation pour ne pas gaspiller la vie en pensant, mais pour laisser le cadeau se faire avec plaisir.

Carpe Diem (profite de la journée) ne signifie donc PAS „sois assidu“, mais „reste sensible“, car à chaque instant, la possibilité de profiter (du miracle de la vie) peut s’évanouir, même si l’on a tout fait pour éviter ce moment.

À demain, donc,

Votre Ulf

Espanol

Sobre el sentimiento de inmortalidad

Cuanto más joven eres, más cerca estás de nacer. Así que apenas estás ahí, ¿por qué debería acabar pronto? Entonces no habrías necesitado nacer.

Además, aún no sabes nada, todo es excitante y subjetivamente está por descubrir y descifrar, y el miedo a la muerte es sólo un sentimiento abstracto de felicidad, un cosquilleo que te hace sentir agradablemente vivo.

En la montaña rusa, sólo esperas con impaciencia ese cosquilleo indescriptible de la bajada, que es un poco como estar enamorado y, como estás atado, no puedes morir.

Donde a los 30 poco a poco te vuelves escéptico porque ya has conocido tantas excepciones que confirman la excepción, a los 15 sólo conoces la garantía experimentada de un sello de prueba „no está ahí para nada“.

A los 40, poco a poco empiezas a haber visto y experimentado mucho. A casi toda regla le sigue la experiencia de una excepción que la confirma. Ya se ha estrellado una montaña rusa, se ha estrellado un avión y han muerto personas cercanas a ti. Poco a poco se va imponiendo la certeza de que sólo el final es seguro. La única incertidumbre es cuándo llegará.

A finales de los 40 o principios de los 50, crees haber entendido la vida. Todo lo que se presenta ante tus ojos, nariz, boca u otros órganos sensoriales no es nuevo, sino una promesa de causa y efecto, cuya probabilidad puede aumentarse siendo precavido.

Tu coche funcionará mucho tiempo si lo mantienes, lo limpias con regularidad y no lo calientas. Tu salud durará si no fumas ni bebes y haces ejercicio regularmente. Y la vida es y sigue siendo buena si ganas suficiente dinero, tomas precauciones con los seguros y, por supuesto, no haces nada que ya haya sido la perdición de otros.

Lo nuevo a los 50 no es lo desconocido, como con los hijos, sino el supuesto potencial de poder hacer tu propia suerte. Si no me subo a una montaña rusa, no puedo tener un accidente, si no me subo a un avión, no puedo estrellarme, si he pagado mi seguro y he dejado de fumar, puedo envejecer en paz; ¡ay de mí!

Cuanto mayor te haces, más escudriñas tu existencia aparentemente familiar en busca de su previsible promesa de felicidad: si haces eso, sucederá, todo el mundo lo sabe.

Pero como ahora sabemos que toda la vida es, en todo caso, sólo una regla, esperamos ansiosos cada acción para ver si lo que creemos seguro, y de hecho deberíamos/debíamos saber, se materializará realmente.

David Hume ya lo sabía en el siglo XVIII y escribió un libro sobre ello titulado „Acerca del entendimiento humano“.

Puso el dedo directamente en la llaga y afirmó que vemos A y B y pensamos que A y B están necesariamente conectados simplemente porque A siguió a menudo a B. Qué ingenuo, hasta Kant se dio cuenta.

Supongo que el ex fumador empedernido Helmut Schmidt le habrá leído, pero ¿qué puedo comprar de la lógica que me he construido más arriba?

Quizá sólo una cosa: nunca creas que sabes, sino confía en la totalidad. Se „sabe“ lo que tiene que ser, podemos (sólo) disfrutar del hecho de que nosotros. Formamos parte de un ciclo que nunca podremos comprender del todo, pero del que tampoco podremos escapar.

„Memento mori“ (recuerda que eres mortal), el credo de la Guerra de los Treinta Años, no es por tanto una advertencia, sino una motivación para no malgastar la vida pensando, sino para dejar que sea un regalo de placer.

Carpe Diem (aprovecha el día) NO significa: sé diligente, sino „permanece sensible“, porque en cualquier momento puede acabarse la posibilidad de poder disfrutar (del milagro de la vida), aunque hayas hecho todo lo posible por evitar ese momento.

Hasta mañana,

Tu Ulf

Darf ich das so schreiben?

(Down below in english en français Incluido el español) In der Welt aus der ich komme, schien mir, dass  Schönheit etwas ist, das man erreichen kann. Wenn man sich selbst optimiert, kann man schöner werden. Aber warum optimieren?

Die Natur passt sich nicht an, indem man sich aktiv verändert, alles ist da schön, wo es lebensfähig ist. Ein Nashorn ist in der Kalahari schön, eine Schwalbenart mit blau, rot, braunen Flügeln und weißer Kehle ist hier schön und Heidi Klum in New York

Ich bin da wie ein Nashorn oder Rinozeroß, schwerfällig mit traurigem Blick und dickem Fell, ja beinahe einer Lederhaut. Meine ökologische Nische der Schönheit ist nicht in der Zivilisation, sie ist nomadisch, in der Natur, zwischen wilden Hunden und bunten Vögeln, auf satten Wiesen die alle Wunder hervorbringt, die man sich nur vorstellen kann und mehr.

Und hier am Bosporus stelle ich fest, warum die Menschen hier gläubig sind, warum der Muhezingesang überall ruft „Allah (Gott) ist groß“, weil eine solche Vielfalt und Schönheit unbegreiflich ist.

Hier wächst alles, ganz ohne Pestizide. Die Natur sät und das Lebendige darf ernten, aus einer dekadenten Fülle, die für jeden das Nötige bereit hält.

Wilder Weizen und Roggen, inmitten von Blumen aller Coleur die so vielem ein Zuhause bietet, dass einem der Atem stockt. Man kann sich das evolutionär erklären wollen, aber es ist auch nicht unverständlich, dass man hier zuvorderst danken will. Man macht die Augen auf und sieht den Garten Eden vor sich. Da kann man schon mal demütig werden und es ist nicht verwunderlich, dass viele aus dem danken nicht mehr rauskommen.

Ich finde das gut, weil es liebevoll ist und schön. Schöner als Punk, es ist pure Harmonie. Hier werde ich nicht genötigt mitzubeten sondern mir selbst im Wunderland überlassen aber wenn ich mag bin ich bei jedem Gebet willkommen und man muss nicht von mir erwarten können, dass ich mich anpasse.

Ich kann nicht anders. Nicht weil ich ein Muslim bin, sondern weil wir eine ähnliche Perspektive auf die Welt zu haben scheinen: Dankbarkeit dafür, dass man sie erleben darf. Ob man selbst schön ist, entscheiden da nicht andere und man kann das auch nicht beeinflussen. Wenn ich mich irgendwo wohl fühle, es schön finde, bin ich ein Teil dieser Schönheit und wenn nicht, dann kann ich einfach weiter ziehen.

Bis morgen,

Euer Ulf

English

Can I write it like that?
In the world I come from, it seemed to me that beauty is something you can achieve. If you optimize yourself, you can become more beautiful. But why optimize?

Nature does not adapt by actively changing itself, everything is beautiful where it is viable. A rhino is beautiful in the Kalahari, a species of swallow with blue, red, brown wings and a white throat is beautiful here and Heidi Klum is beautiful in New York

I am there like a rhinoceros or a rhinoceros hornbill, ponderous with a sad look and thick fur, almost a leather skin. My ecological niche of beauty is not in civilization, it is nomadic, in nature, among wild dogs and colorful birds, in lush meadows that produce all the wonders you can imagine and more.

And here on the Bosphorus, I realize why people here are believers, why the muhezing chant everywhere shouts „Allah (God) is great“, because such diversity and beauty is incomprehensible.

Everything grows here without any pesticides. Nature sows and the living is allowed to reap, from a decadent abundance that provides what everyone needs.

Wild wheat and rye, surrounded by flowers of all kinds that provide a home for so many things that it takes your breath away. You can try to explain this in evolutionary terms, but it is also not incomprehensible that people want to give thanks here first and foremost. You open your eyes and see the Garden of Eden before you. That can make you humble and it’s not surprising that many people can’t stop giving thanks.

I think it’s good because it’s loving and beautiful. It’s more beautiful than punk, it’s pure harmony. I’m not forced to join in the prayers here, I’m left to my own devices in wonderland, but if I like I’m welcome at every prayer and I don’t have to be expected to conform.

I can’t help it. Not because I am a Muslim, but because we seem to have a similar perspective on the world: Gratitude for being allowed to experience it. It’s not up to others to decide whether you yourself are beautiful and you can’t influence that either. If I feel comfortable somewhere and find it beautiful, then I am part of this beauty and if not, then I can simply move on.

See you tomorrow,

Your Ulf

Francaise

Puis-je l’écrire ainsi ?
Dans le monde d’où je viens, il me semblait que la beauté était quelque chose que l’on pouvait atteindre. Si l’on s’optimise soi-même, on peut devenir plus beau. Mais pourquoi optimiser ?

La nature ne s’adapte pas en changeant activement, tout est beau là où il est viable. Un rhinocéros est beau dans le Kalahari, une espèce d’hirondelle aux ailes bleues, rouges, brunes et à la gorge blanche est belle ici et Heidi Klum à New York.

Je suis là comme un rhinocéros ou un rhinocéros, lourd avec un regard triste et un pelage épais, presque une peau de cuir. Ma niche écologique de beauté n’est pas dans la civilisation, elle est nomade, dans la nature, parmi les chiens sauvages et les oiseaux multicolores, dans les prairies verdoyantes qui produisent toutes les merveilles que l’on peut imaginer et plus encore.

Et c’est ici, au bord du Bosphore, que je constate pourquoi les gens sont croyants ici, pourquoi le chant du muezzine crie partout „Allah (Dieu) est grand“, parce qu’une telle diversité et une telle beauté sont incompréhensibles.

Ici, tout pousse, sans pesticides. La nature sème et le vivant peut récolter, d’une abondance décadente qui tient à disposition de chacun ce dont il a besoin.

Du blé et du seigle sauvages, au milieu de fleurs de toutes sortes, qui abritent tant de choses que l’on en a le souffle coupé. On peut vouloir expliquer cela par l’évolution, mais il n’est pas incompréhensible non plus que l’on veuille ici remercier en premier lieu. On ouvre les yeux et on voit le jardin d’Eden devant soi. On peut alors devenir humble et il n’est pas étonnant que beaucoup ne puissent plus s’empêcher de remercier.

Je trouve ça bien parce que c’est affectueux et beau. Plus beau que le punk, c’est de l’harmonie pure. Ici, on ne me force pas à participer à la prière, on me laisse me débrouiller dans le pays des merveilles, mais si j’aime, je suis la bienvenue à chaque prière et on ne doit pas pouvoir attendre de moi que je m’adapte.

Je ne peux pas faire autrement. Non pas parce que je suis musulman, mais parce que nous semblons avoir une perspective similaire sur le monde : La gratitude pour le fait de pouvoir en faire l’expérience. Ce ne sont pas les autres qui décident si l’on est beau ou non, et on ne peut pas non plus l’influencer. Si je me sens bien quelque part, si je le trouve beau, je fais partie de cette beauté et si ce n’est pas le cas, je peux simplement passer à autre chose.

A demain, donc,

Votre Ulf

Espanol

¿Puedo escribirlo así?
En el mundo del que vengo, me parece que la belleza es algo que se puede conseguir. Si te optimizas, puedes ser más bella. Pero, ¿por qué optimizar?

La naturaleza no se adapta cambiando activamente, todo es bello allí donde es viable. Un rinoceronte es bello en el Kalahari, una especie de golondrina con alas azules, rojas, marrones y garganta blanca es bella aquí y Heidi Klum es bella en Nueva York

Yo soy allí como un rinoceronte o un cálao rinoceronte, pesado, de mirada triste y pelaje espeso, casi una piel de cuero. Mi nicho ecológico de belleza no está en la civilización, es nómada, en la naturaleza, entre perros salvajes y pájaros de colores, en praderas exuberantes que producen todas las maravillas que puedas imaginar y más.

Y aquí, en el Bósforo, me doy cuenta de por qué la gente de aquí es creyente, por qué el canto de los muelles grita por todas partes „Alá (Dios) es grande“, porque tanta diversidad y belleza son incomprensibles.

Aquí todo crece sin pesticidas. La naturaleza siembra y a los vivos se les permite cosechar, de una abundancia decadente que proporciona lo que todos necesitan.

Trigo y centeno silvestres, rodeados de flores de todos los colores que dan cobijo a tantas cosas que quitan el aliento. Puedes intentar explicarlo en términos evolutivos, pero tampoco es incomprensible que la gente quiera dar gracias aquí ante todo. Abres los ojos y ves el Jardín del Edén ante ti. Eso puede hacerte humilde y no es de extrañar que mucha gente no pueda dejar de dar las gracias.

Creo que es bueno porque es amoroso y hermoso. Es más bello que el punk, es pura armonía. No me obligan a rezar aquí, me dejan a mi aire en el país de las maravillas, pero si quiero soy bienvenido a todas las oraciones y no se espera que me conforme.

No puedo hacer otra cosa. No porque sea musulmán, sino porque parece que tenemos una perspectiva similar del mundo: Gratitud por poder experimentarlo. No corresponde a los demás decidir si tú misma eres bella y tampoco puedes influir en ello. Si me siento a gusto en algún lugar y lo encuentro bello, entonces formo parte de esa belleza y si no, simplemente puedo seguir adelante.

Hasta mañana,

Tu Ulf

Endlich wieder blauer Himmel

(Down below in english en français Incluido el español) Es ist nur schwer zu erklären, was ein düsterer Himmel mit einem macht, wenn wie hier und in Griechenland Saharasand die Luft undurchsichtig macht und einem das Gefühl von bedrückender Stille vermittelt.

Wenn Geräusche gestillt, die Sonne unsichtbar und die Luft trocken ist, fühlt man sich wie eingesperrt im Leben. Alles wirkt trist und hoffnungslos, weil einem die Luft und der Horizont zum Atmen fehlt.

Wenn dann wie heute, der Spuk vorbei scheint und man nach gefühlten Wochen endlich wieder der Tag mit einem „guten Morgen liebe Sonne“ begrüßt werden kann, ist das wie ein Erwachen aus dem Winterschlaf, auch wenn die Stimme noch immer belegt ist.

Wir können dennoch heute endlich über die längste Hängebrücke der Welt bei Canakkale fahren, weil auch die Seele wieder will, denn Sonne gibt nicht nur Vitamin D, sondern Hoffnung.

Unbeschreiblich und wenn ich ehrlich bin, auch ein bisschen sakral, wie ich heute bemerkte, denn still und heimlich, beim Blick auf das spiegelglatte Meer, das wie ein See wirkt, habe ich mich beim Heiligen Antonius bedankt, dass er die Qualen beendet hat.

Bis morgen,

Euer Ulf

English
Blue skies again at last
It’s hard to explain what a gloomy sky does to you when, as here and in Greece, Saharan sand makes the air opaque and gives you a feeling of oppressive silence.

When sounds are muffled, the sun is invisible and the air is dry, you feel like you’re trapped in life. Everything seems dreary and hopeless because there is no air or horizon to breathe.

When, like today, the haunting seems to be over and after what feels like weeks you can finally greet the day again with a „good morning dear sun“, it’s like waking up from hibernation, even if your voice is still busy.

Nevertheless, we can finally drive over the longest suspension bridge in the world near Canakkale today, because the soul wants to again, because the sun doesn’t just give us vitamin D, it gives us hope.

Indescribable and, to be honest, also a little sacred, as I noticed today, because quietly and secretly, looking at the mirror-smooth sea, which looks like a lake, I thanked St. Anthony for ending the agony.

See you tomorrow
,

Your Ulf

Francaise

Enfin le retour du ciel bleu
Il est difficile d’expliquer ce qu’un ciel sombre fait à quelqu’un lorsque, comme ici et en Grèce, le sable du Sahara rend l’air opaque et lui donne une sensation de silence oppressant.

Lorsque les bruits sont étouffés, que le soleil est invisible et que l’air est sec, on a l’impression d’être enfermé dans la vie. Tout semble triste et sans espoir, parce que l’on manque d’air et d’horizon pour respirer.

Alors quand, comme aujourd’hui, la hantise semble terminée et qu’après ce qui semble être des semaines, on peut enfin saluer la journée avec un „bonjour cher soleil“, c’est comme si l’on sortait de l’hibernation, même si la voix est encore occupée.

Nous pouvons néanmoins enfin traverser aujourd’hui le plus long pont suspendu du monde près de Canakkale, parce que l’âme aussi en veut à nouveau, car le soleil ne donne pas seulement de la vitamine D, mais aussi de l’espoir.

Indescriptible et, si je suis honnête, un peu sacré aussi, comme je l’ai remarqué aujourd’hui, car en silence et en secret, en regardant la mer lisse comme un miroir et qui ressemble à un lac, j’ai remercié Saint Antoine d’avoir mis fin à mon supplice.

À demain, donc,

Votre Ulf

Espanol

Por fin el cielo vuelve a ser azul
Es difícil explicar lo que te produce un cielo sombrío cuando, como aquí y en Grecia, la arena sahariana opaca el aire y te da una sensación de silencio opresivo.

Cuando los sonidos se amortiguan, el sol es invisible y el aire está seco, uno se siente atrapado en la vida. Todo parece lúgubre y sin esperanza porque no hay aire ni horizonte que respirar.

Cuando, como hoy, el atormentamiento parece haber terminado y después de lo que parecen semanas por fin puedes volver a saludar al día con un „buenos días querido sol“, es como despertar de la hibernación, aunque la voz siga ocupada.

Sin embargo, hoy por fin podemos pasar en coche por el puente colgante más largo del mundo, cerca de Canakkale, porque nuestra alma lo desea de nuevo, porque el sol no sólo nos da vitamina D, nos da esperanza.

Indescriptible y, para ser sincero, también un poco sagrado, como me he dado cuenta hoy, porque en silencio y en secreto, mirando al mar liso como un espejo, que parece un lago, he dado las gracias a San Antonio por haber puesto fin a la agonía.

Hasta mañana,

Tu Ulf

Darwinismus der Moderne

(Down below in english en français Incluido el español) Wenn andere über die Türkei schreiben, dann ist von Kultur die Rede und von modernen Straßen und so.

Wenn ich türkisch träume, dann denke ich an Blumen und sattes Grün, so weit das Auge reicht. Die Türkei ist wie ein Garten Eden aus fruchtbarster Erde und fleißigen Landwirten, die auf Wiesen und Feldern, mal mit modernsten Mähdreschern und mal mit einer Handesche oder einem Eselszug das Feld bearbeiten, während Vögel und Käfer verschiedenster Arten ihre Art in die nächste Generation bringen.

Hier gibt es gigantische Ameisen und Marienkäfer mit den Beinen von Spinnen, alles, nur nicht kulturell gezüchtigt.

Ich fühle mich ein wenig wie Darwin, wenn ich im Gras die Natur entdecke, die mit der mir bekannten verwand, aber schon seit Jahrhunderten nicht mehr paarungsfähig ist.

Die Türkei ist ein autonomer Zwitter aus Asien und Europa, der mir bekannt und fremd ist,aber nicht unsympathisch, denn hier versucht auch jeder nur sein Leben zu meistern, nur dass hier die meisten, zumindest mir begegneten, nicht ständig fluchen, sondern einfach ihr Leben annehmen, mal beschwerlich, mal leicht, aber immer einmalig.

Bis morgen,

Euer Ulf

English

Darwinism of modernity

When others write about Turkey, they talk about culture and modern streets and so on.

When I dream in Turkish, I think of flowers and lush greenery as far as the eye can see. Turkey is like a Garden of Eden with the most fertile soil and industrious farmers working the fields and meadows, sometimes with the most modern combine harvesters and sometimes with a hand ash or a donkey train, while birds and beetles of all kinds bring their species into the next generation.

There are gigantic ants and ladybugs with the legs of spiders, everything but culturally chastened.

I feel a bit like Darwin when I discover nature in the grass that is related to the one I know but has not been able to mate for centuries.

Turkey is an autonomous hybrid of Asia and Europe, which is both familiar and strange to me, but not unappealing, because here, too, everyone is just trying to get on with their lives, except that most people here, at least those I’ve met, don’t swear all the time, but simply accept their lives, sometimes difficult, sometimes easy, but always unique.

See you tomorrow,

Your Ulf

Francais

Le darwinisme de la modernité

Quand d’autres écrivent sur la Turquie, ils parlent de culture, de rues modernes et de tout le reste.

Quand je rêve en turc, je pense à des fleurs et à de la verdure à perte de vue. La Turquie est comme un jardin d’Eden fait de la terre la plus fertile et d’agriculteurs laborieux qui travaillent dans les prés et les champs, tantôt avec des moissonneuses-batteuses ultramodernes, tantôt avec un frêne à bras ou une charrette à ânes, tandis que les oiseaux et les coléoptères des espèces les plus diverses transmettent leur espèce à la génération suivante.

On y trouve des fourmis géantes et des coccinelles aux pattes d’araignées, tout sauf culturellement châtiées.

Je me sens un peu comme Darwin lorsque je découvre dans l’herbe une nature apparentée à celle que je connais, mais qui n’est plus capable de s’accoupler depuis des siècles.

La Turquie est un hybride autonome d’Asie et d’Europe que je connais et qui m’est étranger, mais qui n’est pas antipathique, car ici aussi chacun essaie simplement de maîtriser sa vie, sauf qu’ici la plupart des gens, du moins ceux que j’ai rencontrés, ne jurent pas en permanence, mais acceptent simplement leur vie, parfois pénible, parfois facile, mais toujours unique.

A demain, donc,

Votre Ulf

Espanol

Darwinismo de la modernidad

Cuando otros escriben sobre Turquía, hablan de cultura y calles modernas, etcétera.

Cuando sueño en turco, pienso en flores y exuberante vegetación hasta donde alcanza la vista. Turquía es como un Jardín del Edén, con la tierra más fértil y agricultores muy trabajadores que labran los prados y los campos, a veces con las cosechadoras más modernas y otras con una ceniza de mano o una caravana de burros, mientras pájaros y escarabajos de todo tipo llevan su especie a la siguiente generación.

Hay hormigas gigantes y mariquitas con patas de araña, de todo menos culturalmente castizas.

Me siento un poco como Darwin cuando descubro en la hierba una naturaleza emparentada con la que conozco pero que lleva siglos sin aparearse.

Turquía es un híbrido autónomo de Asia y Europa, que me resulta a la vez familiar y extraño, pero no poco atractivo, porque también aquí todo el mundo intenta simplemente seguir con su vida, con la diferencia de que la mayoría de la gente de aquí, al menos los que he conocido, no dicen palabrotas todo el tiempo, sino que simplemente aceptan su vida, a veces difícil, a veces fácil, pero siempre única.

Hasta mañana,

Tu Ulf

Paint it black

(Down below in english en français Incluido el español) Heute ist ein schwarzer Tag. wir haben Streit. es kracht und beide ziehen sich in ihre Routinen zurück. Was bei Silvana ABBA ist, ist mein Type o Negative oder Judas Priest.

Wir können uns nicht mehr sehen, riechen und überhaupt, wir können uns grad nicht mehr ertragen. Das ist hoffentlich nicht schlimm, denn wir haben beide unsere Geschichte hinter uns und uns hat jeweils Das zu dem gemacht was wir heute sind.

Silvana ist eine unendlich liebe Frau mit wahnsinnig sinnlichen Seiten, während ich im tiefsten meines Innern ein Zerstörer bin. Ich brauche Trash Metal und ähnliches um abzuschalten, ich kann nicht anders und das zeigt Silvana wer ich bin: ein Mensch vor dem sie Angst hat, denn sie kennt mich so nicht.

Ich bin kein lieber Kerl, sondern ein Ekel und an Tagen wie heute bin ich stolz darauf. Ich brauche Zerstörung auf den Ohren: I want to paint it black, während sie sich nach weiss sehnt, aber ich kann in Momenten wie jetzt nicht weiss, ich werde zum Putin, ich will kaputt machen, das Leidende sehen und mitleiden. Ich will schreien, so laut, dass ich nichts mehr sagen kann.

Wir sind beide off. Wir lieben uns aber wir merken, wie es einst Nietsche sagte, man kann sich nie vestehen, sondern nur einer Meinung sein.

Was ich grad nach drei Bier merke ist, dass ich seelisch kaputt bin, ich leide, habe Angst vor der Türkei. Nicht weil ich wirklich glaube, dass ich nicht durch das Land derer fahren möchte, die ich aus meiner Zeit als Aussätziger kenne, sondern weil man mich für das hält, was ich bin und nicht sein möchte: ein Arschloch.

Ich bin doch nur seelisch kaputt. All der Ehrgeiz und all der blinde Aktionsimus hat mich zu dem gemacht, was ich bin, ein Wichser. Ich bin Adolf und hasse es. Der Mann der so voller Wut und Agressionen ist und ich werde es nicht los. Es holt mich immer wieder ein.

Immer wieder. Ich liebe, streichle und bin zärtlich, aber wenn ich mich an die Wand gestellt fühle, werde ich zum Tier. Ich schlage nicht, ich leide und schreie in mich rein.

Wie hasse ich das. Morgen werden wir weiter sehen, heute betrinke ich mich, höre meinen Matal und Björk, genieße es zu leiden, damit ich morgen wieder sein kann, wer ich will.

Euer Ulf

english

Paint it black
Today is a black day. We have a fight. There’s a row and both of us retreat into our routines. Silvana’s ABBA is my Type o Negative or Judas Priest.

We can no longer see each other, smell each other or see each other at all. hopefully that’s not a bad thing, because we both have our history behind us and that’s what made us who we are today.

Silvana is an infinitely sweet woman with an insanely sensual side, while deep down I’m a destroyer. I need trash metal and the like to switch off, I can’t help it and that shows Silvana who I am: a person she is afraid of, because she doesn’t know me like that.

I’m not a nice guy, I’m disgusting and on days like today3 I’m proud of it. I need destruction on my ears: I want to paint it black, while she longs for white, but I can’t be white in moments like now, I become Putin, I want to break, to see the suffering and to suffer with it. I want to scream, so loud that I can’t say anything.

We’re both off. We love each other but we realize, as Nietsche once said, you can never understand each other, you can only agree.

What I realize after three beers is that I’m mentally broken, I’m suffering, I’m afraid of Turkey. Not because I really believe that I don’t want to drive through the country of those I know from my time as a leper,

but because people think I am what I am and don’t want to be: an arsehole.

I’m just mentally broken. All the ambition and all the bline actionism has made me what I am, a wanker. I am Adolf and I hate it. the man who is so full of rage and aggression and I can’t get rid of it. it keeps getting me.

Again and again. I love, caress and am tender, but when I feel up against the wall, I become an animal. I don’t hit, I suffer and scream inside.

How I hate that. Tomorrow we’ll see, today I get drunk, listen to my Matal and Björk, enjoy suffering so that tomorrow I can be who I want again.

Your Ulf

francais

Paint it black

Aujourd’hui, c’est un jour noir. on se dispute. ça se casse la gueule et chacun se replie sur sa routine. Ce qui est ABBA pour Silvana est Type o Negative ou Judas Priest pour moi.

Nous ne pouvons plus nous voir, nous ne pouvons plus nous sentir, nous ne pouvons plus nous voir du tout. J’espère que ce n’est pas grave, car nous avons tous les deux notre histoire derrière nous et c’est ce qui nous a fait devenir ce que nous sommes aujourd’hui.

Silvana est une femme infiniment gentille avec un côté très sensuel, alors que je suis un destructeur au plus profond de moi. J’ai besoin de trash metal et autres pour me détendre, je ne peux pas m’en empêcher et cela montre à Silvana qui je suis : une personne dont elle a peur, car elle ne me connaît pas ainsi.

Je ne suis pas un gentil gars, je suis un dégoûtant et les jours comme aujourd’hui3, j’en suis fier. J’ai besoin de destruction sur les oreilles : I want to püaint it black, alors qu’elle a envie de blanc, mais dans des moments comme maintenant, je ne peux pas être blanc, je deviens Poutine, je veux casser, voir celui qui souffre et souffrir avec lui. Je veux crier, si fort que je ne peux plus rien dire.

Nous sommes tous les deux off. Nous nous aimons mais nous remarquons, comme l’a dit Nietsche, qu’on ne peut jamais se comprendre, mais seulement être d’accord.

Ce que je remarque juste après trois bières, c’est que je suis cassé psychologiquement, je souffre, j’ai peur de la Turquie. Pas parce que je pense vraiment que je ne veux pas la conduire à travers le pays de ceux que j’ai connus quand j’étais lépreux, mais parce qu’on me prend pour ce que je suis et que je ne veux pas être : un connard.

Je suis juste cassé psychologiquement. Toute cette ambition et tout cet activisme béat ont fait de moi ce que je suis, un branleur. Je suis Adolf et je le déteste. L’homme qui est si plein de colère et d’agressivité et je ne peux pas m’en débarrasser. Il me rattrape toujours.

Encore et encore. J’aime, je caresse, je suis tendre, mais quand je me sens mis au pied du mur, je deviens un animal. je ne frappe pas, je souffre et je crie en moi.

comme je déteste cela. Demain nous verrons, aujourd’hui je me saoule, j’écoute mon Matal et Björk, j’apprécie de souffrir pour que demain je puisse à nouveau être qui je veux.

Votre Ulf

espanol

Paint it black

Hoy es un día oscuro. Nos peleamos. Hay bronca y los dos nos refugiamos en nuestras rutinas. El ABBA de Silvana es mi Type o Negative o Judas Priest.

Ya no podemos vernos, ni olernos, ni vernos en absoluto. Esperemos que eso no sea malo, porque ambos tenemos nuestra historia detrás y eso es lo que nos ha convertido en lo que somos hoy.

Silvana es una mujer infinitamente dulce con un lado insanamente sensual, mientras que en el fondo yo soy un destructor. Necesito trash metal y similares para desconectar, no puedo evitarlo y eso le demuestra a Silvana quién soy: una persona a la que teme, porque no me conoce así.

No soy un buen tipo, soy asqueroso y en días como hoy3 estoy orgulloso de ello. Necesito destrucción en mis orejas: Quiero pintarla de negro, mientras ella anhela el blanco, pero no puedo ser blanco en momentos como ahora, me convierto en Putin, quiero romperme, ver el sufrimiento y sufrir con ella. Quiero gritar tan fuerte que no puedo decir nada.

Los dos estamos apagados. Nos queremos, pero nos damos cuenta de que, como dijo Nietsche una vez, nunca puedes entender al otro, sólo puedes estar de acuerdo.

De lo que me acabo de dar cuenta después de tres cervezas es de que estoy mentalmente roto, estoy sufriendo, tengo miedo de Turquía. No porque realmente piense que no quiero conducir por el país de los que conozco de mi época de leproso, sino porque piensan que soy lo que soy y no quiero ser: un gilipollas.

Estoy mentalmente destrozado. Toda la ambición y todo el accionismo de bline me han convertido en lo que soy: un gilipollas. Soy Adolf y lo odio. el hombre que está tan lleno de rabia y agresividad y no puedo deshacerme de ello. me sigue atrapando.

Una y otra vez. Amo, acaricio y soy tierno, pero cuando me siento contra la pared, me convierto en un animal. No golpeo, sufro y grito en mi interior.

Cómo odio eso. Mañana ya veremos, hoy me emborracho, escucho a mi Matal y a Björk, disfruto sufriendo para mañana volver a ser quien quiero.

Tu Ulf