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Reminiszenz an das Kind im Manne, unsere Dusche

(down below in english) Es ist soweit, wir fahren weiter. Der Faulpelz schreit „neeiiiin“ aber die kleine Silvana und der kleine Ulf wollen endlich los. Wie Kinder bei denen endlich die Sommerferien begonnen haben, hopsen sie auf imaginären Betten und freuen sich „Wir fahren heute zu den Wasserfällen, wir fahren heute zu den Wasserfällen“, während Mama und Papa Bär alles aufzählen, was eine Weiterfahrt verzögern könnte,“ich bin noch gar nicht richtig wach“ und “ ich brauche erstmal einen Kaffee“, aber der kleine Ulf grinst freundlich „Hier, hab ich schon gemahacht“

Und bevor ich es noch sagen kann, liegt auch schon die Morgenzigarette samt Feuerzeug an der Tür. Ich merke, wie mich die Euphorie ansteckt, das breite Lächeln auf dem dicklichen Gesicht, dem es egal ist, das wir vorher noch Wasser holen und den Van richten müssen.

Ein beinahe nervtötendes „ich helfe Dir“ und überambitioniertes „soll ich schon mal die Powerbox anschließen?“ wird dabei von Silvana mit buddhistischer Ruhe ertragen und der Frust über so viel Energie in die Decken geflüstert. Denn eigentlich haben die Kleinen ja Recht, weiss sie.

Erst gestern Abend haben sich beide in einem Gespräch noch einmal über die Reise, ihre Ziele und Intentionen unterhalten. In der Nacht noch schwor man sich „der Worte sind genug gewechselt, nun lasset endlich Taten folgen“, aber der Unterschied zu 20-jährigen ist, das die Trägheit kultiviert wurde „noch fünf Minuten“ oder „gleich, ja?“ Sind zu Allzweckwaffen geworden, die jeden Impuls im Keim zerstören können.

Nur gut, dass wir uns vor knapp sechs Monaten schon ganz anders aufgerafft haben, die Leinen der Routinen lösten und einfach losfuhren, denn dies ist grad das stärkste Moment, um sich selbst zu überzeugen. „Es lohnt sich“ wissen wir, schauen in die Sonne, streicheln den kleinen Ichs über den Kopf und genießen den Kaffee. Aber fünf Minuten haben wir noch.

Bis morgen,

Euer Ulf

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The time has come, we’re driving on. The lazy one screams „nooooo“ but little Silvana and little Ulf finally want to get going. Like children who have finally started their summer vacation, they hop on imaginary beds and are happy „We’re going to the waterfalls today, we’re going to the waterfalls today“, while mummy and daddy bear list everything that could delay the journey „I’m not really awake yet and need a coffee first“ but little Ulf grins friendly „Here, I’ve already made it“

And before I can say it, the morning cigarette and lighter are already at the door.I notice how the euphoria infects me, the broad smile on the chubby face, who doesn’t care that we have to fetch water and fix the van first.

An almost annoying „I’ll help you“ and an overambitious „Shall I plug in the power box?“ Silvana endures this with Buddhist calm and whispers her frustration about so much energy into the blankets, because she knows that the little ones are actually right.

Just last night, the two of them had another conversation about the trip, their goals and intentions. That night, they swore „enough words have been exchanged, now let’s finally take action“, but the difference to 20-year-olds is that the inertia has been cultivated „five more minutes“ or „right away, yes?“. Have become all-purpose weapons that can destroy any impulse in the bud.

It’s just as well that we pulled ourselves together in a completely different way almost six months ago, loosened the ropes of our routines and simply set off, because this is the strongest moment to convince ourselves. „It’s worth it“, we know, looking into the sun, stroking the little me over the head and enjoying the coffee. But we still have five minutes left.

See you tomorrow,

Your Ulf

Ich könnte singen

(down below in Englisch) Schule, Einkaufen, Apotheke schreiben, Wasser holen und Regen, nicht nur unsere physischen Akkus sind leer, sondern auch die Lithium gehen auf dem Zahnfleisch, kurz:

Sehr geehrte Fahrgäste, der Intermaster Jürmann von Horstmar um die Welt über Patras, Jiannistown und Izmir verspätet sich um etwas 24 Stunden. Grund für die Verzögerung ist einfach noch keine Lust.

Denn es ist grad sooooooo schön hier! Die Sonne scheint ich hab frei und der Herr sah, dass es gut war/ist.

Frühstück, auch wenn es aktuell nur Kippe und Kaffee ist, am Meer, geblendet von der Sonne, die immer gute Laune hat (gut, Silvana sagt: Die kann ja auch kommen und gehen wann sie will“).

Meine Inbrunst will “ Die Sonne, die Sonne und Du, gehörn dazuhuhuhu“ singen, aber ich möchte mit meim Günther Gabriel Organ nicht alles kaputt machen.

„Ja, sche is, gell Spatzerl?“
„Spatzerl?“

(Leichtes Schnarchen aus dem Schlafwagenabteil)

Ich schenk mir besser das „die Fahrscheine bitte und betrachte dabei „Deine Spuren im Sand“.

Bis morgen,

Ihr ewiger Stenz

Aber „oder so“ ginge

I could sing


School, shopping, writing to the chemist, fetching water and rain, not only are our physical batteries empty, but the lithium is also running on empty, in short:

Dear passengers, the Intermaster Jürmann from Horstmar around the world via Patras, Jiannistown and Izmir is delayed by about 24 hours. The reason for the delay is simply that we are not in the mood yet.

Because it’s sooooooo beautiful here right now! The sun is shining, I’m free and the Lord saw that it was/is good.

Breakfast, even if it’s currently just a fag and coffee, by the sea, dazzled by the sun, which is always in a good mood (well, Silvana says: „It can come and go whenever it wants“).

My fervor wants to sing „Die Sonne, die Sonne und Du, gehörn dazuhuhuhu“, but I don’t want to ruin everything with my Günther Gabriel organ.

„Yes, it is, right Spatzerl?“
„Spatzerl?“

(Light snoring from the sleeping compartment)

I’d better give myself the „tickets please and look at „your tracks in the sand“.

See you tomorrow,

Your eternal Stenz

Frühlingserwachen

(down below in english) An unserer Wagenburg am Strand entsteht jeden Morgen die Welt. Man hört nur das Rauschen der Wellen, hin und wieder einen Jogger hecheln und die kleinen Vögel, die bald nach Deutschland fliegen.
Und alles vor einem Himmel, der auf einer kleinen Nebeldecke ruht, aus denen Berge erwachsen und die einen sanften übergang zu Wolken bilden, hinter denen gegen halb acht die Sonne erscheint.
Jeder hier, der Computerspezialist aus England, die Portugiesin, für die unsere Fluchtnacht nur ein Schauer war, sowie die ehemalige Bankkauffrau, die nicht aus ihrem Mercedes an in das neue Wohnmobil ihrer Freundes ziehen mag, ist still.
Man und Frau sitzen oder liegen im jeweiligen Bett und genießt das allmorgendlich Ritual der Weltentstehung.
Worte, so scheint es, sind zu gewöhnlich für so ungewöhnlich schöne Momente. Vielleicht werden sie auch wie von mir in einen Blog getippt, aber nicht gesprochen. Die Ruhe ist laut genug für den ersten Kaffee.
Hier haben die Augen noch Zeit, das sehen zu lernen, verfolgen die Möwen über dem Meer oder hängen an Morgentau von Pflanzen, die auf grünen Hälsen das Sonnenlicht inhalieren.
Griechenland hat Zeit, spürt man hier, wo man sich überflüssiger Zivilisation entzieht. Hier macht keiner das Radio an, um die Nachrichten zu hören, oder schimpft, dass man gleich arbeiten muss. Hier nickt man sich zu und nimmt sich die Zeit für unbeschreibliches Frühlingserwachen.
Hier ist kein Platz für Ablenkung, den hier will man das erleben was ist und alles, was nicht urwüchsig ist stört.
Hier bringt man sich Nussecken, flickt Kleider oder schreibt, nur damit alles so bleiben kann wie es ist.
2023, 24 und 25. Hier gibt es keine Zahlen, sondern nur ein Jetzt. Immer wieder und immer wieder einmalig und selbst das ist schon zu viel Schönheit für zwei Augen und eine Seele.

Man kann eben nicht alles haben. Aber mehr geht nicht.

Bis morgen,

Euer Ulf

Early morning awakening
Every morning, the world begins at our wagon castle on the beach. All you can hear is the sound of the waves, the occasional jogger panting and the little birds that will soon be flying off to Germany.
And all against a sky that rests on a small blanket of mist, from which mountains emerge and form a gentle transition to clouds, behind which the sun appears around half past seven.
Everyone here, the computer specialist from England, the Portuguese woman for whom our night of escape was just a shower, and the former bank clerk who doesn’t want to move out of her Mercedes and into her friend’s new camper van, is quiet.
Man and woman sit or lie in their respective beds and enjoy the morning ritual of the world coming to life.
Words, it seems, are too common for such unusually beautiful moments. Perhaps they are typed into a blog, as I did, but not spoken. The silence is loud enough for the first coffee.
Here, the eyes still have time to learn to see, following the seagulls over the sea or hanging on to morning dew from plants that inhale the sunlight on green necks.
You can sense that Greece has time here, where you can escape superfluous civilization. Here, nobody turns on the radio to listen to the news or complains that they have to go to work straight away. Here, people nod to each other and take the time for an indescribable spring awakening.
There is no room for distraction here, because here you want to experience what is, and everything that is not natural disturbs you.
Here you bring yourself nut corners, mend clothes or write, just so that everything can stay as it is.
2023, 24 and 25 – there are no numbers here, just a now. Again and again and again unique and even that is too much beauty for two eyes and one soul.

You can’t have everything. But more is not possible.

See you tomorrow,

Your Ulf

Endlich wieder Vogelfänger

Und plötzlich sogar wieder Sonne

(down below in english) „Wo warst du denn? Die Frauen vom Kostüm sind schon da!“ „Welche Frauen vom Kostüm?“ „Na wir! Hier, zieh das mal an, was da auf dem Stuhl liegt!“
Ich tat, wie mir geheißen und nichts war komisch, denn ich kannte das Prozedere, leicht verkatert irgendwo einfach machen was man mir sagt, dann wird schon alles gut. Denn damals als Schauspieler war das normaler Alltag. Irgendwer holt mich irgeqndwo ab und betüddelt mich mit leichter Hektik,bis ich schlussendlich mit einem versifften Textbuch an einem Cateringbus auf meinen Einsatz warten musste.

Diesmal holte mich aber keine Regieassistentin ans Set, sondern der Wecker zurück ins Jetzt und das war waschküchengrau und kalt.

Ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern, wann es morgens mal so deutsch durchs Fenster winkte. Aber es machte mir eigentlich nichts aus, ich stellte das Kaffeewasser an, blickte in die Ferne und überlegte, wann ich letztmalig so Katastrophen arm geträumt habe.

Und während ich meinen Gedanken so nachhing, krabbelte plötzlich ein Kleinstinsekt an mir vorbei. „Wie schön“, ging es mir durch den Kopf, „ein Vorbote des Frühlings und dazu Vogelgezwitscher, dass mich wie eine mozartsche Ouvertüre vom Papageno in Erinnerungen entführte.

Plötzlich stand ich am Stadtrand von Wien, 10 Mark in der Tasche und auf dem Weg nach München. Danach auf dem alten Marktplatz in Rostock, trampend nach Berlin, mit der Vorfreude auf Döner und Großstadt im Bauch.

Herrlich, trotz Armut frohgemute wie ein Hans im Glück die Zukunft kaum erwarten zu können; selbst wenn das Wetter schlecht ist.

Ich vertraute einfach auf mich und mein Adressheft. Irgendeiner wird schon da sein und sich über das Bier, was ich für 10 Mark bekäme freuen.

Und da wir dann eh bis in die Nacht reden würden, bräuchte ich auch kein Bett, denn der Schlaf würde mich eh mitten im Satz heimsuchen, bis ich wieder erwachen würde und dran denke, dass unten bereits ein Wagen auf mich wartet und mich zur Kostümprobe holt, oder eine Castingdirektoren zwischen Tapes und Fotos dem kleinen Mann aus Westfalen guten Tag sagt.
Ich freue mich schon darauf, was heute Nacht passiert, aber jetzt erst einmal Kaffee und dann Schule, als Lehrer, auf den sich andere junge Menschen freuen, fast so wie ich damals, nur dass sie meist besser vorbereitet sind.

Bis morgen,

Euer Ulf

Bird catcher again at last
„Where have you been? The women from the costume are already here!“ „Which women from the costume?“ „Well, us! Here, put this on, what’s on the chair!“
I did as I was told and nothing was strange, because I knew the procedure – just do what I’m told, slightly hungover, and everything will be fine. Because back then, as an actor, that was normal everyday life. Someone would pick me up from somewhere and would pester me until I finally had to wait for my cue on a catering bus with a filthy textbook.

This time, however, it wasn’t an assistant director who brought me to the set, but the alarm clock brought me back to the present, which was cold and gray.

I can’t even remember when it waved so German through the window in the morning. But I didn’t really mind, I turned on the coffee water, looked into the distance and thought about the last time I had such a poor dream about a catastrophe.

And while I was pondering my thoughts, a tiny insect suddenly crawled past me. „How beautiful,“ it went through my head, „a harbinger of spring and the twittering of birds that transported me into memories like a Mozartian overture from Papageno.

Suddenly I was standing on the outskirts of Vienna, 10 marks in my pocket and on my way to Munich. Then on the old market square in Rostock, hitchhiking to Berlin, with the anticipation of kebabs and the big city in my stomach.

It’s wonderful to be able to look forward to the future like a happy-go-lucky Hans despite poverty, even if the weather is bad.

I simply trusted in myself and my address book. Someone will be there and will be happy about the beer I get for 10 marks.

And since we’d be talking into the night anyway, I wouldn’t need a bed, because sleep would haunt me in the middle of a sentence anyway, until I woke up again and remembered that a car was already waiting for me downstairs to take me to the costume rehearsal, or a casting director was saying hello to the little man from Westphalia between tapes and photos.
I’m looking forward to what happens tonight, but for now, coffee and then school, as a teacher, which other young people look forward to, almost like I did back then, only they’re usually better prepared.

See you tomorrow,

Your Ulf

I had a dream

(down below in english) Puuuh, hab ich einen Scheiss geträumt. Wir waren in New York und wie früher lief erst alles gut bis es plötzlich ins Gegenteil umschlug. Ich kämpfte nach Leibeskräften um gesellschaftliche Akzeptanz, die mir einfach nicht zu Teil werden wollte,weil ich die Dinge zu individuell betrachtete und dementsprechend auch anging.

Und wie kurz vor Beginn unserer Reise, bekam ich es mit der Angst zu tun, dass ich den Ausweg nicht fänd. Ich wusste, dass wir zum Flughafen mussten, aber fürchtete mich, dass ich den Weg nicht finden würde. Ich haderte an meinen Sprachkenntnissen und strampelte in meiner Traumwelt wie eine Fliege in Milch ums überleben.

Dann wurde ich wach und war noch ganz benommen von diesem comicartig pituresken Eindrücken in meinem Kopf und verstand gar nicht, was ich wohl damit verarbeitet habe, denn die Reise auf der ich mich mit Silvana befinde, läuft ausgesprochen gut. Wir finden, was wir suchen und haben keinerlei Sozialisationsprobleme. Im Gegenteil, nie hat man uns mit offenen Armen empfangen als auf unserem Ritt auf der Waiküre und nie war ich mir sicherer, auf dem richtigen Weg zu sein.

Vielleicht muss ich einfach mein Gestern mit dem heute versöhnen und begreifen, in was für einem Leben ich mich befand. Ein hilflos Suchender, der alles für einen Hinweis auf den richtigen Weg gegeben hätte, aber nie bekam.

Mein Fehler war wahrscheinlich, dass ich tief in mir drin, meiner Intention nicht traute, obwohl ich dieser Alternativlösung ausgeliefert war und bin. Mein Weg ist nicht der von vielen anderen, ja ich lebe nicht einmal in der gleichen Welt wie die meisten, nicht zwingend wegen der scheinbar objektiv gleichen Welt, die uns allen gegeben ist, sondern allein schon, wie ich sie sehe.

Andere mögen im Chaos einen Flughafen brauchen, weshalb auch ich mich nach diesem auf den Weg machte, aber mein Platz ist nicht in einer Boing von Lufthansa und Co mit Nahmen Landsberg oder Heidelberg, meine Arche Noah ist ein alter Transporter aus Frankreich mit dem Namen Jürmann.

Und diesen Renault Master fliegt kein Kapitän und ich bin kein Passagier, sondern ich sitze im Cockpit und Silvana ist mein Copilot. Und wir verschwinden nicht mit 1000 Kilometer pro Stunde auf Flügeln über den Wolken, sondern wir fahren mit 80 km/h mitten durchs Leben.

Und während andere in einem New York ankommen und dort zwei oder drei Wochen verweilen, quälen wir uns durch Bosnien, Slowenien und Griechenland, um an Orten wie diesen den ganzen Winter zu verweilen.

Wir reisen nicht um vieles zu sehen, sondern uns zu finden. Und unser Ziel ist die Weite und das Meer, statt verstopfte Straßen. Wo es in New York Gucci gibt haben wir Palmen und wo in der Zivilisation das Leben unruhig pulsiert, plätschern hier sanft die Wellen.

Und während alle fürchten, dass der Urlaub bald vorbei ist, warten wir nur auf den richtigen Moment an dem die Sonne und weiter führt, wohin auch immer.

Bis morgen,

Euer Ulf

I had a dream

Phew, I had a dream. We were in New York and, just like before, everything was going well until it suddenly turned into the opposite. I fought as hard as I could for social acceptance, which I simply didn’t want because I looked at things too individually and approached them accordingly.

And just like just before we started our trip, I was afraid that I wouldn’t find a way out. I knew that we had to get to the airport, but I was afraid that I wouldn’t be able to find the way. I struggled with my language skills and struggled to survive in my dream world like a fly in milk.

Then I woke up and was still in a daze from these comic-like pituresque impressions in my head and didn’t even understand what I was dealing with, because the journey I’m on with Silvana is going really well. We find what we are looking for and have no socialization problems whatsoever. On the contrary, people have never welcomed us with more open arms than on our ride on the Waiküre and I’ve never been more sure that I’m on the right track.

Maybe I just need to reconcile my yesterday with today and realize what kind of life I found myself in. A helpless seeker who would have given anything for a clue to the right path, but never got it.

My mistake was probably that deep down I didn’t trust my intention, even though I was and still am at the mercy of this alternative solution. My path is not that of many others, indeed I don’t even live in the same world as most, not necessarily because of the seemingly objectively identical world that we are all given, but simply because of how I see it.

Others may need an airport in the chaos, which is why I also set off for one, but my place is not in a Boeing from Lufthansa and Co called Landsberg or Heidelberg, my Noah’s Ark is an old van from France called Jürmann.

And this Renault Master is not driven by a captain and I am not a passenger, I sit in the cockpit and Silvana is my co-pilot. And we don’t disappear at 1000 kilometers per hour with wings above the clouds, but we drive right through life at 80 kilometers per hour.

And while others arrive in a New York and stay there for two or three weeks, we torture ourselves through Bosnia, Slovenia and Greece to spend the whole winter in places like these.

We don’t travel to see many things, but to find ourselves. And our destination is the vastness and the sea, rather than congested streets. Where there is Gucci in New York, we have palm trees and where life pulsates restlessly in civilization, the waves lapping gently here.

And while everyone fears that the vacation will soon be over, we’re just waiting for the right moment for the sun to take us onwards, wherever that may be.


See you tomorrow,

Your Ulf

Wir sind im Auftrag des Herrn unterwegs 2

(Down below in english) 6 Uhr 30 ist wirklich verdammt früh, aber es nutzt ja nichts, die Schüler warten und sie haben ein gutes Netz verdient. Es kann ja keiner etwas dafür, dass wir dachten, hier könnte das mit dem 4G auch funktionieren; nicht.

Also müssen wir gleich zu meinem anderen Büro fahren und diese Idylle hier verlassen, die Just von einem so unfassbar schönen Sonnenaufgang geprägt ist, dass es einem den Atem raubt.

Aber auch meine Aussenstelle ist im Gegensatz zu dem Büro in Hamburg, München, Frankfurt oder dem Raum in Münster der einst mein Zuhause war, ein Traum, denn auch sie liegt am Strand; nur eben 26 Kilometer weiter.

Sie denken jetzt möglicherweise, dass 26 Kilometer inklusive Stadtverkehr Stress sind, aber wir sind hier ja nicht in Deutschland, hier hupt keiner im Stau, hier sind die meisten wie ich, verschlafen, träge und zu müde zum meckern und motzen: Siga, Siga.

Also freue ich mich auf superfreundliche Schülerinnen und Schüler aus aller Herren Länder, ein Büro am Strand und auf die Zukunft, denn unsere kleine Insel wartet und Silvana und ich sind so entspannt, wie wir es beide wohl noch nie um 6 Uhr dreißig waren. Obwohl, es ist ja jetzt schon sieben Uhr zwanzig.

Danke Griechenland für diesen Seelenfrieden, danke Silvana für Deine ruhige Art, sodass wir uns selbst auf kleinstem Raum nicht auf die Nerven fallen und danke Nickki, dass ich das Gefühl habe, auch beruflich nicht allein zu sein.

Was soll ich sagen? Wir sind halt im Auftrag des Herrn unterwegs. Jetzt müssen wir aber wirklich langsam los.

Bis morgen,.
Euer Ulf

We are on the Lord’s errand 2
6:30 a.m. is really damn early, but it’s no use, the students are waiting and they deserve a good network. It’s no one’s fault that we thought 4G might work here too; it doesn’t.

So we have to drive straight to my other office and leave this idyllic place, which is just so incredibly beautiful at sunrise that it takes your breath away.

But unlike the office in Hamburg, Munich, Frankfurt or the room in Münster that used to be my home, my other office is also a dream, because it is also on the beach, just 26 kilometers away.

You might think that 26 kilometers including city traffic is stressful, but this isn’t Germany, nobody honks their horn in traffic jams here, most people are like me, sleepy, lazy and too tired to complain and grumble: Siga, Siga.

So I’m looking forward to super-friendly students from all over the world, an office on the beach and the future, because our little island is waiting and Silvana and I are more relaxed than we’ve ever been at 6.30 am. Although, it is already seven twenty now.

Thank you Greece for this peace of mind, thank you Silvana for your calm manner, so that we don’t get on each other’s nerves even in the smallest of spaces, and thank you Nickki for giving me the feeling that I’m not alone, even professionally.

What can I say? We are simply on the Lord’s errand. But now we really have to get going.

See you tomorrow.
Your Ulf

Ein guter Plan

(down below in english) Der Schlaf war unruhig und geweckt wurden wir, wie fast immer, von Militärflugzeugen, die über der Bucht ihre Übungen machten. Das alles ist schon so normal, dass es mich nicht einmal mehr aufregt.

Denn sobald die Seitentür des Jürmanns geöffnet wird, springt und die Sonne wie ein Liebes hungriges Hundewelpen an. Ihre warmen Strahlen lecken voller Zuneigung übers Gesicht und, obwohl alles ein bisschen viel ist, kann zumindest ich nicht umhin zu lächeln.

Und wenn mir dann von Silvana noch ein Kaffee gereicht wird, kann man wahrhaftig von Eudemonaia sprechen „Glückseligkeit“. Dann will ich nicht mehr fahren, entdecken, Jürmann umbauen oder Geld verdienen, sondern einfach nur mit Jacke, Mütze und Sonnenbrille atmen. Einfach sein.

Das ist es, wonach wir auf der Suche waren, diese Momente. Wenn Silvana auf dem Klo sitzt und sagt “ wer hat schon von der Toilette einen solchen Ausblick“ weiss ich, wofür wir losgefahren sind und was unser Ziel ist: dieses Gefühl.

Mehr brauchen wir beide nicht. Der Jürmann ist groß genug für alle zivilen Bedürfnisse. Er hat ein gemütliches Bett, eine kleine Küche, einen Hocker für den ersten Kaffee am Strand und es gibt genügend Sonne um zu schreiben.

Und wenn ich schreibe, rauche ich nicht und mich umfängt kein Frust, der mit einem Bier kompensiert werden muss. Wenn die Tage so sind wie heute, dann sind wir angekommen in unserem Paradies.

Hier stört mich nur eines, auch wenn es mich nicht mehr aus der Fassung bringt, das Militär. Ich will mich nicht verteidigen, denn wir haben beinahe nichts, was man uns nehmen kann. Und selbst wenn das genommen würde besteht mein „Problem“ nur darin, im Sand sitzen zu müssen und statt zu tippen mit einem Stock in den Strand schreiben zu müssen.

Wenn der Verteidigungsminister also sagt, dass wir fünf Jahre zur Vorbereitung auf den Krieg haben, haben wir noch fünf Jahre Zeit zu sparen, um auf die kleine Insel zu kommen, bei der heute immer ist.

Wir schafften in einem Jahr Jürmann, wo liegt also das Problem?

Bis morgen,

Euer Ulf

A good plan
Our sleep was restless and, as almost always, we were woken up by military planes doing their exercises over the bay. It’s all so normal that it doesn’t even upset me anymore.

Because as soon as the side door of the Jürmann is opened, the sun jumps out at us like a hungry puppy. Its warm rays lick affectionately across my face and, although it’s all a bit much, at least I can’t help but smile.

And when Silvana then serves me a coffee, you can truly speak of Eudemonaia „bliss“. Then I no longer want to drive, discover, convert Jürmann or earn money, I just want to breathe with my jacket, cap and sunglasses on. Just be.

That’s what we were looking for, these moments. When Silvana sits on the toilet and says „who has a view like this from the toilet“, I know what we set off for and what our goal is: this feeling.

That’s all we both need. The Jürmann is big enough for all civilian needs. It has a comfortable bed, a small kitchen, a stool for the first coffee on the beach and there is enough sun to write in.

And when I’m writing, I don’t smoke and I’m not surrounded by frustration that needs to be compensated for with a beer. If the days are like today, then we have arrived in our paradise.

There is only one thing that bothers me here, even if it no longer upsets me: the military. I don’t want to defend myself, because we have almost nothing that can be taken away from us. And even if that were taken, my „problem“ is just having to sit in the sand and write on the beach with a stick instead of typing.

So if the Secretary of Defense says we have five years to prepare for war, we still have five years to save up to get to the little island where today is always.

We managed Jürmann in a year, so what’s the problem?

See you tomorrow,

Your Ulf

Trueman Show

(down below in english) Es ist ein kleines bisschen kalt, weshalb eine Jacke gewünschte Wärme spendet und man sieht heimlich einem komischen Vogel in gelb karierter Shorts über grauer Trainingshose beim Bambusstöcke in den Strand stecken zu.
Er verfolgt dabei ganz offensichtlich einen Plan, denn die Konstruktion wird immer wieder begutachtet und umgestaltet. Ich höre nichts, außer sanftem Meeresrauschen, obwohl er nur wenige Schritte von mir entfernt seiner Arbeit nachgeht.

Dann geht er, genauso plötzlich und leise wie er gekommen ist, wirft keinen prüfenden Blick zurück und verschwindet in den kleinen mit Bambusfarnen besetzten Hügeln, als plötzlich die Sonne auftaucht und ihre Strahlen auf die Wolkendecke legt.

Ich muss unweigerlich die Augen schließen und durchatmen, da die Wärme ganz zärtlich mein Gesicht streichelt. Irgendwie verspüre auch ich Tatendrang, aber halte mich zurück, denn ich will die Ruhe nicht stören.

Es fühlt sich alles ein bisschen unwirklich an, befreit von Raum und Zeit, weil einfach nichts einen nötigt oder an Pflichten erinnert. Kein Jogger und kein Auto, das kreuzt. Nur ein Spatz, der gemütlich hopsend auf Futtersuche mein Blickfeld entert.

Schön, zu schön, um diesem Frieden den Namen Sonntag oder auch nur Tag oder Morgen zu verleihen. Zu wohlig um sich überhaupt zu bewegen. Ich fühle mich ein wenig wie eine Kulisse in einem Bild, die mit liebevollen Pinselstrichen gemalt gehört, als wolle der Moment sagen „jetzt bitte still halten“.

Und da:Zwei Schüsse hinter mir. Dumpf, gar nicht brachial, ein bisschen wie eine Basedrum, die einen Takt anschlägt, der den Tag bestimmen wird. Aber dennoch hoffe ich, dass der Jäger hinter mir kein Glück hatte und Rebhuhn oder Wildschwein flüchten könnten. Denn auch wenn heute die Qualität von jüngster Tag hat, ist es dennoch kein Tag zum Sterben.

Bis morgen,

Euer Ulf

Trueman show
It’s a little bit cold, which is why a jacket provides the desired warmth and secretly watches a funny bird in yellow checked shorts over gray tracksuit bottoms sticking bamboo sticks into the beach.
He is clearly following a plan, because the construction is constantly being inspected and rearranged. I hear nothing but the gentle sound of the sea, even though he is only a few steps away from me, going about his work.

Then he leaves, just as suddenly and quietly as he came, never glancing back and disappearing into the small hills covered in bamboo, when the sun suddenly appears, casting its rays on the cloud cover.

I inevitably have to close my eyes and take a deep breath as the warmth caresses my face tenderly. Somehow, I also feel a thirst for action, but I hold back because I don’t want to disturb the peace.

It all feels a little unreal, freed from space and time, because there is simply nothing to force you or remind you of your duties. No joggers or cars crossing the road. Just a sparrow that enters my field of vision, leisurely hopping in search of food.

Beautiful, too beautiful to give this peace the name Sunday or even just day or morning. Too pleasant to even move. I feel a little like a backdrop in a painting that should be painted with loving brushstrokes, as if the moment wants to say „please hold still now“.

And then: two shots behind me. Muffled, not at all brute, a bit like a base drum that strikes a beat that will define the day. But I still hope that the hunter behind me wasn’t lucky and that the partridge or wild boar might flee. Because even if today has the quality of the most recent day, it’s still not a day to die.

See you tomorrow,

Your Ulf

Sehnsucht zum Frühstück

(Down below in english) Die Sonne geht unter, die Sonne geht auf,… Die Sonne geht auf,…. Die…., ja wo ist sie denn? Ist sie bei euch in Deutschland oder bei den Kollegen in Spanien oder Marokko? Hier ist sie jedenfalls nicht. Gut, man kann schon wieder die Hand vor Augen erblicken,aber Sonne? Ich meine diesen gelben Punkt, der es immer so schön warm macht und das kleine Dorf hier samt Umgebung in so freundliches Licht wie in einem kitschigen Film taucht.

Alle Vögel sind schon da, die Ziegenglocken Leuten und sogar ich bin schon wach. David Hume hatte wohl doch Recht als er sagte, dass wir uns an Ursache und Wirkung nur gewöhnt haben, weil zwei verschiedene Bilder wie laufende Nase und Tempo sich im Winter regelmäßig berühren.

Aber Dunkelheit und Sonne scheinen diesem Gesetz hier wohl nur in der Regel zu folgen. Na ja, ich muss eh gleich arbeiten und meine erste Prüfung stellen, vielleicht will sich das helle Zentrum unserer Galaxie diesen peinlichen Moment ersparen. Wir sind ja alle nur Menschen?

Dann werde ich jetzt mal nicht mehr auf die warten und mich anziehen, wahrscheinlich hat sie einfach nur verschlafen und will mir, wie ich gestern nur mal verdeutlichen, dass man nichts für selbstverständlich nehmen sollte.

Es sei ihr gegönnt, der kleine Ofen wärmt ja auch und es ist vielleicht besser, dass ich meine liebe Freundin auch mal vermisse, um sie wieder richtig schätzen zu lernen. Immerhin können wir ja auch im Haus das Licht anmachen, was ja auch irgendwie ein nicht unspektakuläres Wunder ist, oder nicht?

Aber wenn sie jemand sieht, dann wäre es lieb ihr zu sagen, dass ich sie wirklich vermisse, denn selbst Silvana lächelt mich nicht immer so freundlich an wie die gute alte Sonne. Aber ihr „guten Morgen Kuss“ ist verlässlicher, beinahe so zuverlässig wie das Meet and Greet von laufender Nase und Tempo.

Bis morgen, (hoffentlich auch du, liebe Sonne,)

Euer Ulf

Longing for breakfast

The sun sets, the sun rises,… The sun rises,…. The…., where is she? Is it with you in Germany or with your colleagues in Spain or Morocco? It’s certainly not here. Well, you can see your hand in front of your eyes again, but the sun? I mean that yellow dot that always makes it so nice and warm and bathes the little village here and its surroundings in such a friendly light like in a cheesy movie.

All the birds are already here, the goat bells are ringing and even I’m already awake. David Hume was probably right when he said that we have only become accustomed to cause and effect because two different images such as a runny nose and speed regularly touch in winter.

But darkness and sunshine only seem to follow this law here as a rule. Well, I have to go to work and take my first test anyway, maybe the bright center of our galaxy wants to spare itself this embarrassing moment. We’re all only human?

Well, I’m not going to wait for her and get dressed, she’s probably just overslept and just wants to show me, like I did yesterday, that you shouldn’t take anything for granted.

I don’t begrudge her it, the little stove is warming too and perhaps it’s better that I miss my dear friend once in a while to learn to really appreciate her again. After all, we can turn the light on in the house, which is somehow a miracle that is not unspectacular, isn’t it?

But if anyone sees her, it would be nice to tell her that I really miss her, because even Silvana doesn’t always smile at me as friendly as the good old sun. But when her „good morning kiss is more reliable, almost as reliable as the meet and greets of runny nose and speed.

See you tomorrow, (hopefully you too, dear sun)

Your Ulf

Die Krone der Schöpfung

(down below in english) Vogelküken piepsen, wenn man in Nikolaos die ersten Schritte vor die Tür macht. Und irgendwie fühlt man sich selbst wie eines, das von der Sonne mit den ersten warmen Strahlen des Tages daran erinnert wird, das man Hunger hat.

Zugegeben, ich vavorisiere Mûsli mit Milch und dazu einen heißen Kaffee statt Würmern, aber mit der Schale in der Hand ist es ein echter Traum, dem neuen noch jungen Leben beim Rufen der Eltern beizuwohnen. Denn die lieblichen Töne werden hier von nichts gestört.

Kein Auto, keine menschliche Stimme und kein anderes Geräusch außer Vater und Mutter Piepmatz, die ihre Brut versorgen. Und sie haben viel zu tun, denn schon bald müssen die Kinder dahin fliegen, wo wir mit dem Jürmann gestartet sind. Über 4000 Kilometer Richtung Westen, um dort den Sommer zu verbringen, weil es hier zu heiß wird.

Ihre Aufgabe im Leben ist nicht eine Hausarbeit über Ethik zu schreiben, Brötchen zu verkaufen oder sich mit Ämtern und Stromanbietern herumärgern. Sie müssen nicht rechnen, schreiben und lesen lernen, um mit ihren kleinen Flügeln das Mittelmeer zu überqueren.

Amsel, Drossel, Fink und Star sagen sich nicht „oh fuck, ich hab gar keinen Bock drauf, bald nach Deutschland, Holland oder Polen zu fliegen“ und es fiept ihnen auch keiner was vom Ernst des Lebens mit Worten wie „Jetzt stell Dich nicht so an“ vor. Sie piepen einfach so lange, bis sie stark genug sind, die lange Reise anzutreten. Und wenn der Tag gekommen ist, legen sie einfach los. Ohne Versicherungen zu checken, Proviant einzupacken und den Wetterbericht zu prüfen, breiten sie die Schwingen aus, legen sich auf den Wind und fliegen.

Ihr kleines Gehirn folgt nur einem inneren Kompass, der sie dahin führt, wo sie hin müssen, um selbstständig Würmer zu speisen und Äste für ihren Nachwuchs zu besorgen.

Sie pfeifen im wahrsten Sinne des Wortes auf politische Weltlage und Zukunftssorgen. Sie überflattern Grenzen, Berge und Täler ganz ohne Angst, auch wenn jeder Zentimeter der letzte sein könnte, denn sie wissen es nicht.

All unser Wissen brauchen sie nicht, um zu überleben. Wenn sie ein Ziel erreichen, ist es gut und wenn nicht sind sie eben nicht mehr.

Das einzige was ihnen etwas bedeutet ist zu sein. Epicurs philosophische Weisheit vom Leben, das nichts mit dem Tod zu tun hat und umgekehrt, wurde nicht über Jahre studiert, sondern ist einfach Tatsache, die man nicht kultivieren oder gar lernen muss. Sie ist alternativlose Wahrheit, nicht ontologische, sondern pragmatische.

Fragt sich, wer hier die Krone der Schöpfung ist.

Bis morgen,

Euer Ulf
The crown of creation
Bird chicks chirp when you take your first steps outside the door in Nikolaos. And somehow you feel like one yourself, reminded by the sun with the first warm rays of the day that you’re hungry.

Admittedly, I prefer mûsli with milk and a hot coffee instead of worms, but with a bowl in my hand, it’s a real dream to witness the new, still young life calling its parents. Because nothing disturbs the sweet sounds here.

No cars, no human voices and no other noises apart from the father and mother peeps caring for their brood. And they have a lot to do, because soon the children have to fly to where we started with the Jürmann. Over 4000 kilometers to the west to spend the summer there because it gets too hot here.

Their task in life is not to write a term paper on ethics, sell bread rolls or deal with the authorities and electricity providers. They don’t have to learn to count, write and read in order to cross the Mediterranean on their little wings.

Blackbirds, thrushes, finches and starlings don’t say to themselves „oh fuck, I don’t feel like flying to Germany, Holland or Poland any time soon“ and no-one whispers to them about the seriousness of life with words like „don’t be like that“. They just beep until they are strong enough to make the long journey. And when the day arrives, they simply set off. Without checking insurance, packing provisions or checking the weather forecast, they spread their wings, lie down on the wind and fly.

Their little brains just follow an internal compass that guides them to where they need to go to feed worms and get branches for their offspring.

They literally don’t give a damn about the political world situation and worries about the future. They cross borders, mountains and valleys without fear, even if every centimeter could be their last, because they don’t know it.

They don’t need all our knowledge to survive. If they reach a goal, it is good and if not, they are no more.

The only thing that matters to them is to be. Epicurus‘ philosophical wisdom about life having nothing to do with death and vice versa has not been studied for years, but is simply a fact that does not need to be cultivated or even learned. It is truth without alternative, not ontological, but pragmatic.

The question is, who is the crown of creation here?

See you tomorrow,

Your Ulf