Wie eine musikalische Fuge

(down below in english) Viele denken, dass unsere Tour eine echte Herausforderung ist, aber für mich ist in der düsteren Frühe aufstehen die wahre Challenge.

Wenn der Jürmann sich über Nacht auf Außentemperaturen von zwei bis drei Grad abgekühlt hat und es mit offenen Augen so dunkel ist, als hätte man sie noch geschlossen, klingt die Harfe und ruft sanft aber bestimmt zum Dienst.

Ich quäle mich dann aus warmer Decke gepellt erst zur Heizung und dann zum Gaskocher, um Wasser für Kaffee aufzusetzen.

Bevor ich mich setzte ziehe ich mir dann sofort meine Sachen an damit mich ja nicht die Gemütlichkeit im Nacken zurück ins Bett zieht. In diesem Momenten vermisse ich eine Wohnung, wo ich jetzt unter eine heiße Dusche gehen könnte, aber freue mich gleichzeitig, dass ich nicht nass werden muss, denn in den Tiefen meiner Seele bin ich Wasserscheu. Angucken und drüber schreiben ja, berühren muss aber nicht sein.

Nach solchen Momenten ist dann meist das Wasser heiß und ich brühe meinen halben Liter „Hallo wach“auf und Stelle mich mit Zigarette der Welt.

Tür auf, kalte Seeluft ins Gesicht und schnell ans Wasser, natürlich nur zum angucken, und dann tiiiief einatmen, einen großen Schluck aus der Campingtasse und plätscher, plätscher für die Seele. Dies versteht sich natürlich wie eine musikalische Fuge, also gleichzeitig vorwärts und rückwärts.plätscher, Gluck, hmmmmm…. . Und wieder ausatmen.

Man könnte sagen, ich sitze wie ein Passagier an einer Haltestelle der auf den Bus wartet, nur dass es bei mir die Sonne ist, die wenig später hinter einem Gipfel erscheint.

Und sobald wir uns sehen, ist, im Gegensatz zum Fahrgast im Bus, meine Welt wieder in Ordnung. Ich lächle zufrieden, drück die Kippe aus, hol mir noch einen Kaffee und freu mich auf ein Küsschen von Silvana.

Bis morgen,

Euer Ulf
Der sich jetzt wieder seiner Fuge widmet. Plätscher, plätscher, gluck, Gluck hmmmmm…

Like a musical fugue
Many people think that our tour is a real challenge, but for me, getting up in the dark early morning is the real challenge.

When the Jürmann has cooled down overnight to outside temperatures of two to three degrees and it is as dark with your eyes open as if you still had them closed, the harp sounds and gently but firmly calls me to duty.

I then drag myself out of the warm blanket to the heater and then to the gas stove to put on some water for coffee.

Before I sit down, I immediately put on my clothes so that the comfort in my neck doesn’t pull me back into bed. At this moment, I miss having an apartment where I could take a hot shower, but at the same time I’m glad that I don’t have to get wet, because in the depths of my soul I’m afraid of water. I can look at it and write about it, but I don’t have to touch it.

After such moments, the water is usually hot and I brew my half liter of „Hello awake“ and face the world with a cigarette.

Door open, cold sea air in my face and quickly to the water, just to look at it of course, and then take a deep breath, a big sip from the camping cup and splash, splash for the soul. This is of course like a musical fugue, i.e. forwards and backwards at the same time.splash, glug, hmmmmm…. . And exhale again.

You could say I’m sitting like a passenger at a bus stop waiting for the bus, only in my case it’s the sun that appears behind a peak a little later.

And as soon as we see each other, unlike the passenger on the bus, my world is in order again. I smile contentedly, put the cigarette out, get another coffee and look forward to a kiss from Silvana.

See you tomorrow,

Your Ulf
Who is now back to his fugue. Splash, splash, gurgle, gurgle hmmmmm…

SilVANa TV aktuell

(Down below in english) Es ist neun Uhr, Sie hören Nachrichten: Griechenland: in einem kleinen Renault Master mit Namen Jürmann, wartet ein deutsches Pärchen auf den Sommer, während man in Deutschland froh ist, dass es nicht zu winterlich wird.

Die Tatsache, von mitteleuropäischer Zivilisation abgeschnitten zu sein, zwingt die beiden, viel zu kuscheln und ihre wenigen Worte auf „du stehst im Schach“ zu reduzieren. In meditative Einöde liegt also am südlichen Zipfel des Peloponnes der Straßenhund begraben, während Katzen und Schakale sich in ihre Höhlen zurück gezogen haben.

Die neueste Erfindung, das sogenannte „Internet“, wird dabei vom Polarwind beflügelt, der auch die Einwohner Griechenlands unter ihre Decken verschwinden lässt und somit den kleinen Mann gleich arbeiten lassen.

Deutschland: In Horstmar war ein anderer kleiner Mann auf Schalke um eine Eisrevue zu bestaunen, während man sich in Köln beim Tanzen warme Gedanken macht. Vom Rest hört man nichts, was die Vermutung nahelegt, dass sich alle anderen Bewohner diverser Dörfer und Städte wohl im Winterschlaf befinden.

Das Tier des Tages ist eine rote Katze, die sich „oh wie niedlich“ auf Beutefang befindet.

Zum Wetter: Arschkalt, aber wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen, will heißen Sonne.

Kommen Sie gut durch den Tag,

Bis morgen,

Ihr

Ulf

SilVANa TV current

It’s nine o’clock, you’re listening to the news: Greece: in a small Renault Master named Jürmann, a German couple is waiting for summer, while in Germany they are glad it’s not getting too wintry.

The fact that they are cut off from Central European civilization forces them to cuddle a lot and reduce their few words to „you’re in check.“ So the street dog lies buried in a meditative wasteland at the southern tip of the Peloponnese, while cats and jackals have retreated to their caves.

The latest invention, the so-called „Internet“, is spurred on by the polar wind, which also makes the inhabitants of Greece disappear under their blankets and thus puts the little man to work.

Germany: in Horstmar, another little man has been to Schalke to marvel at an ice revue, while in Cologne people are having warm thoughts while dancing. Nothing is heard from the rest, which suggests that all the other inhabitants of various villages and towns are probably in hibernation.

The animal of the day is a red cat that is „oh how cute“ and is on the prowl.

About the weather: cold as ass, but cloudy with a chance of meatballs, which means sunshine.

Have a good day,

See you tomorrow,

Yours

Ulf

Wir sind hier ja nicht im Urlaub

Der Mond ist noch nicht unter gegangen

(down below in english) Heute ist ein richtiger Montag. Das Wochenende liegt hinter einem, man hat schlecht geschlafen, der Wecker klingelt um sieben und es ist kalt.
Willkommen im Van Alltag von einem kostenlosen Parkplatz mit Straße im Hintergrund und dem Zivilisationsluxus, Mülltonne und gutem Internet, denn auch hier muss man, oder besser gesagt zumindest ich, arbeiten.

Ich will aber nicht meckern, sondern einfach Mal das zum Ausdruck bringen, was viele verschweigen, denn hinter all den Bildern von Sonnenuntergang und Aufgang, Strand und Meer, das wir trotz allem vor der Nase haben, gibt es auch Müll entsorgen, Klo leeren und Einkaufen gehen. Ach ja, die Klamotten gehören auch mal wieder in die Waschmaschine.

Das alles ist für uns natürlich nichts Neues mehr, aber dennoch, auch für uns, die Kehrseite der Medaille. Denn auch wir würden jetzt gerne zum Buffet gehen, uns in einem Wirlpool entspannen und danach in einem Bockspringbett ein bisschen weiter schlummern.

Aber, das ist der Deal für die Berghöhe, die wir gestern erklommen haben, den Mond, den man auf dem Bild oben schlecht, aber vom Ufer hier wie eine Sonne erkennen kann. Für schneebedeckte Bergspitzen im Sonnenaufgang und einem fröhliches „Calimera“, statt eines brummigen „Morgen“.

Hier fahren wir gleich an Palmen gesäumten Uferlandschaften zum Campingplatz mit Waschmaschine, Dusche und Strom, statt im Stau auf dem Weg in die Stadt zu stehen, wo das kleine Büro kein Jürmann, sondern nicht selten Stoff begangene Stellwände einzäunt und ein murrischer Chef nur auf Fehler wartet, während man Instantkaffee aus einer Diddlmazstasse trinkt.

Sicherlich ist das nicht bei jedem unserer Leser so, aber meiner hatte oft was davon und Silvana musste um diese Zeit schon auf ihren ersten Zwischenkaffee verzichten, weil es keinem mit seinen Brötchen schnell genug gehen konnte.

Es handelt sich also trotz aller pragmatischen Facetten unseres Ritts auf der Waiküre immer noch um einen Traum, der zwar manchmal nicht ideal, aber dennoch im Großen und Ganzen einfach großartig ist. Denn wo sonst, würden wir uns Abends am Strand versöhnen oder auf Berghängen feiern können, dass der Jürnann und wir wieder über uns hinaus gewachsen sind und die Aussicht wie im Bilderbuch ist?

Wir stehen ja nicht ewig hier und morgen ist ja auch schon Dienstag, oder Donnerstag? Welch ein Luxus, darüber nachdenken zu müssen.

Bis morgen,

Euer Ulf

We’re not on vacation here
Today is a real Monday. The weekend is behind you, you haven’t slept well, the alarm clock rings at seven and it’s cold.
Welcome to the everyday van life of a free parking lot with a road in the background and the luxuries of civilization, garbage cans and good internet, because even here you have to work, or at least I do.

But I don’t want to complain, I just want to express what many people fail to mention, because behind all the pictures of sunset and sunrise, the beach and the sea that we have right in front of our noses, there is also garbage to dispose of, toilets to empty and shopping to do. Oh yes, the clothes will have ti go in the washing machine again.

That. None of this is anything new to us, of course, but it’s the other side of the coin for us too. Because we would also like to go to the buffet now, relax in a whirlpool and then slumber a little longer in a trestle spring bed.

But, that’s the deal for the mountain height we climbed yesterday, the moon, which is hard to see in the picture above, but can be seen like a sun from the shore here. For snow-covered mountain peaks at sunrise and a cheerful „Calimera“ instead of a grumpy „Morning“.

Here we drive straight through palm-lined shorelines to the campsite with a washing machine, shower and electricity, instead of being stuck in a traffic jam on the way into town, where the small office is not a Jürmann, but often has fabric-covered partition walls and a grumpy boss just waiting for mistakes while you drink instant coffee from a Diddlmaz cup.

This is certainly not the case for every one of our readers, but mine often had some of it and Silvana had to give up her first coffee in between because no one could get their sandwiches fast enough.

So despite all the pragmatic facets of our ride on the Waiküre, it’s still a dream, which may not be ideal at times, but on the whole is simply great, because where else would we be able to make up on the beach in the evening or celebrate on mountain slopes, that Jürnann and we are growing beyond ourselves and the view is like in a picture book?

We won’t be here forever and tomorrow is already Tuesday, or Thursday? What a luxury to have to think about it.

See you tomorrow,

Your Ulf

Der Morgenmuffel


(Down below in english) Noch ein Mal Schlafen, dann ist der kürzeste Tag gekommen. Dann darf meine liebe Freundin Sonne mich wieder vier Minuten täglich länger glücklich machen. Zwei Morgens und zwei Abends.

Dann dauert es also nicht mehr lange, bis sie mich um sieben mit ihren Strahlen blendet und weckt, statt des Weckers. Wir uns also nicht gemeinsam mühsam in den Tag kämpfen müssen.

Natürlich wird mich als guter Deutscher dann genau das nerven. „Man Sonne, Werd ich dann hoffentlich nur denken, deine gute Laune kotzt mich an“.

Aber im Gegensatz zu Deutschland, scheint sie hier auf Palmen und Mandarinenbâume, spiegelt sich im Meer und funkelt auf vereinzelten Morgentau, wie ein Diamant. Und dieses Detail verliebte Spiel der Natur wird mich so faszinieren, dass ich ganz vergessen, wie früh es eigentlich ist.

Ja, ich bin ein Morgenmuffel. Meine Zeit beginnt eigentlich erst, wenn meine erste Online Stunde hinter mir liegt und die zweite wenig später beginnen wird, aber hier in Griechenland kann ich die schlechte Laune nicht zelebrieren, weil ich der einzige bin, der sie hat. Hier schweigt man in den Tag. Wartet einfach, bis man bereit ist, sein Tagwerk zu beginnen.

Siga, siga, ruhig, ruhig. Der Tag wird kommen, ob man will oder nicht und er wird vergehen, ob man sich aufregt oder alles einfach passieren lässt.

Ich höre hier Schritte, den Hahn und die Vögel, wenn ich meinen ersten Kaffee genieße. Vielleicht ein Auto oder zwei, aber keine Stimmen. Kein formulierter Unmut, der Frust in Worte fasst, beinahe so, als würde es keinen Stress geben, wenn man ihn nicht ausspricht.

Der Morgen am Peleponnes ist wie ein weißes Blatt Papier, das sich ohne menschliches Zutun in ein Bild verwandelt. Wie von Geisterhand tropfen Aquarellfarben ins Nichts und malen ein Bild, das zwischen sieben Uhr morgens und sechs Uhr Abends einem fließenden Wandel unterworfen ist und in Dunkelheit mit hellen Lichtpunkten am Ufer seine Vollendung findet.

Jeden Tag wieder. Und immer anders gleich, aber nie so wütend wie in Deutschland.

Das liegt bestimmt auch daran, dass ich mich verändert habe, aber die griechische Halbinsel hat es mir auch sehr leicht gemacht, mir nicht selbst im Weg zu stehen und jeden Tag so zu begreifen wie er ist, nicht immer spektakulär, aber auch nie wirklich schlecht.

Vielleicht schaffe ich ja, bis die Sonne den Wecker abgelöst hat, das Fluchen zu verlernen. Vielleicht auch nicht, aber nirgendwo wird es wahrscheinlicher als hier.

Bis morgen,

Euer Ulf

The morning grouch

One more sleep, then the shortest day has arrived. Then my dear friend the sun can make me happy for four minutes longer every day. Two in the morning and two in the evening.

So it won’t be long before she dazzles me with her rays and wakes me up at seven instead of the alarm clock. So we won’t have to struggle into the day together.

Of course, as a good German, that’s exactly what will annoy me. „Man sun, I hope I’ll just think, your good mood is pissing me off“.

But unlike in Germany, here it shines on palm trees and tangerine trees, is reflected in the sea and sparkles like a diamond on the occasional morning dew. And I’m so fascinated by this detailed interplay of nature that I completely forget how early it actually is.

Yes, I am a morning grouch. My time doesn’t actually start until my first online hour is behind me and the second will begin a little later, but here in Greece I can’t celebrate my bad mood because I’m the only one who has it. Here, you just go about your day in silence. Just wait until you’re ready to start your day’s work.

Cigar, cigar. Slowly, slowly. The day will come whether you want it to or not and it will pass whether you get excited or just let it all happen.

I hear footsteps here, the rooster and the birds as I enjoy my first coffee. Maybe a car or two, but no voices. No formulated displeasure that puts frustration into words, almost as if there is no stress if you don’t express it.

The morning on the Peloponnese is like a white sheet of paper that transforms into a picture without human intervention. As if by magic, watercolors drip into the void and paint a picture that is subject to a fluid change between seven in the morning and six in the evening and finds its completion in darkness with bright points of light on the shore.

Every day again. And always the same, but never as furious as in Germany.

I’m sure that’s partly because I’ve changed, but the Greek peninsula has also made it very easy for me not to get in my own way and to understand each day for what it is, not always spectacular, but never really bad either.

Maybe by the time the sun has taken over from the alarm clock, I’ll manage to unlearn how to swear. Maybe not, but nowhere is it more likely than here.

See you tomorrow,

Your Ulf

Was macht einen Ort zu einem Zuhause?

(Down below in english) Was muss ein Ort haben, um die Qualität eines Zuhauses zu haben? Ist es die Gestaltung der Häuser, die Anordnung der Straßen oder ist es die Vertrautheit der Menschen, die einem begegnen?

Und, muss man schon lange an einem Ort verweilen, um ihm das Prädikat heimatlich verleihen zu können?

Wir denken, dass all dies nicht zwingend nötig ist, denn es gibt einen großen Unterschied zwischen Heimat und der Qualität zu Hause.

Eine Heimat ist der Ort, an dem man aufgewachsen ist. Man lernt in der Heimat laufen und den Umgang mit verschiedensten Menschen kennen. Dass man die Straßen und Wege der ersten Schritte schön findet, ist dafür nicht notwendig und dass die Menschen denen man begegnet einem wohl gesonnen sind, auch nicht.

Sicherlich ist es für Kinder beinahe unmöglich, die ersten Pfade hässlich zu finden, denn der Umstand sie zu „begehen“ ist so spannend revolutionär und eine sicherlich phänomenale Selbsterfahrung, dass man das Bewerten durchaus vergessen oder zumindest vernachlässigen kann. Und die Menschen, die einem das Sprechen, Laufen und Welt entdecken lehren, sind viel zu unmittelbar unersetzlich, um sie nicht zu mögen oder als Kind gar zu lieben.

Man muss sich als Eltern schon viel Mühe geben, um von seinem Kind nicht gemocht zu werden, denn besonders die Eigenen sind ja auf Gedeihen und Verderb auf einen angewiesen. Sie müssen quasi den Eltern vertrauen, denn alleine können sie nicht überleben.

Die Heimat ist also wie Eltern, nur nicht selten in Stein und Beton gegossen. Man hat ein sehr intimes Verhältnis zur Heimat, weil man vielleicht nichts so gut kennt wie den Ort, an dem man groß wurde.

Bei einem Zuhause ist das nicht so zwingend. Klar, das erste ist bei den Eltern oder anderen, denen man „schutzbefohlen“ ausgeliefert ist, aber irgendwann wird man selbst erwachsen und sucht sich seinen Platz im Leben und der Welt. Einen neuen Mittelpunkt als Dreh und Angelpunkt des Seins. Einen Ort wo man im Idealfall die Wege und Straßen behaglich oder beeindruckend findet und noch viel wichtiger, die Menschen mag.

So einen Ort, haben Silvana und ich hier gefunden. Natürlich können wir nach wenigen Tagen hier noch kein endgültiges Urteil fällen, aber für uns hat Kalamata alles, was ein Zuhause braucht.

Und dazu noch Strand und Palmen. Ob diese kleine Stadt unser Lebensmittelpunkt wird, wissen wir noch nicht, wir haben unsere Reise ja auch noch nicht beendet, aber wenn wir uns irgendwann für ein neues Zentrum entscheiden müssen, ist Kalamata mehr als nur irgendeine Option, sondern ein echter Platz zum Wohlfühlen.

Bis morgen,

Euer Ulf

What makes a place a home?
What does a place have to have to have the quality of a home? Is it the design of the houses, the layout of the streets or is it the familiarity of the people you meet?

And do you have to have lived in a place for a long time to be able to call it home?

We think that none of this is absolutely necessary, because there is a big difference between home and the quality of home.

A home is the place where you grew up. Home is where you learn to walk and interact with a wide variety of people. It is not necessary that you like the streets and paths where you take your first steps, nor is it necessary that the people you meet are well-disposed towards you.

It is certainly almost impossible for children to find the first paths ugly, because the fact of „walking“ them is so excitingly revolutionary and a phenomenal self-awareness that you can forget or at least neglect judging. And the people who teach you to talk, walk and discover the world are far too immediately irreplaceable not to like them or even love them as a child.

As a parent, you have to go to great lengths not to be liked by your child, because your own children in particular are dependent on you for their well-being. They have to trust their parents, so to speak, because they can’t survive on their own.

So the home is like parents, only often cast in stone and concrete. You have a very intimate relationship with your home, because perhaps you know nothing as well as the place where you grew up.

With a home, that’s not so compelling. Of course, the first home is with your parents or others, to whom you are „under their protection“, but at some point you grow up and look for your own place in life and the world. A new center as the pivotal point of your being. A place where, ideally, you find the paths and streets comfortable or impressive and, even more importantly, you like the people.

Silvana and I have found such a place here. Of course, we can’t make a final judgment after a few days here, but for us Kalamata has everything a home needs.

Plus the beach and palm trees. We don’t know yet whether this little town will become the center of our lives, we haven’t finished our trip yet, but if we have to decide on a new center at some point, Kalamata is more than just an option, it’s a real place to feel at home.

See you tomorrow,

Your Ulf

Heimatgefühle

(Down below in english) Wir sind heute an einem Ort, der für viele das Paradies auf Erden ist, einem Campingplatz. Es gibt Strom, Waschmaschinen, einen Minimarkt und, wenn man die Nummernschilder sowie Satelitenschüsseln betrachtet, auch wohl RTL.

Selbst das Wetter ist wie in Deutschland: Grau. Man könnte sagen, wir fühlen uns wie Zuhause, nur die Rasenmäher fehlen, aber es ist ja auch Winter, selbst in Griechenland.

Aber unser Plan war doch weg zu fahren. Mehr als 4000 Kilometer haben wir zurück gelegt, um all dem zu entfliehen, aber ich bin eben Deutscher, muss also arbeiten und leider gibt es nur hier einigermaßen gutes Internet.

Kultivieren wir also, dass wir uns in einer germanischen Enklave befinden und nutzen die Gelegenheit, mal wieder Wäsche zu waschen, richtig zu duschen und den Strom aus der Steckdose zu beziehen.

Genießen wir, den Umstand, die Sprache der Einheimischen zu kennen. Mit rollenden „R“ wie in „guten Morgen“ und richtiger Grammatik, die ich gleich unterrichten muss. Freuen wir uns, wie in Horstmar aufs Wochenende, das morgen beginnt. Nur mit dem kleinen Unterschied, dass wir dann zu einsamen Stränden reisen und nicht zum Weihnachtsmarkt gehen.

Ja, diese gemütliche Behaglichkeit der Weihnachtszeit vermissen wir hier ein wenig. Denn blinkende Lichter an einem Plastikbaum, können einen echten Weihnachtsbaum nicht ersetzen, aber ein bisschen Schwund ist ja immer.

Bis morgen,

Euer Ulf

Feelings of home
Today we are in a place that for many is paradise on earth, a campsite. There is electricity, washing machines, a mini-market and, judging by the license plates and satellite dishes, probably RTL.

Even the weather is like in Germany: gray. You could say we feel at home, only the lawnmowers are missing, but it’s winter, even in Greece.

But our plan was to leave. We’ve covered more than 4,000 kilometers to get away from it all, but I’m German, so I have to work and unfortunately there’s only reasonably good internet here.

So let’s cultivate the fact that we’re in a Germanic enclave and take the opportunity to do the laundry again, take a proper shower and get electricity from the socket.

Let’s enjoy the fact that we know the language of the locals. With a rolling „R“ as in „good morning“ and proper grammar, which I have to teach in a moment. Just like in Horstmar, let’s look forward to the weekend, which starts tomorrow. The only difference is that we’ll be traveling to secluded beaches instead of going to the Christmas market.

Yes, we miss the cozy comfort of the Christmas season a little here. After all, twinkling lights on a plastic tree can’t replace a real Christmas tree, but there’s always a bit of wastage.

See you tomorrow,

Your Ulf

1. Advent in

(down below in english) Hier, am Übergang vom Festland zum Pelepones erblickt man eine gigantische Brücke über das Mittelmeer, die mich an die Köhlbrandbrücke in Hamburg erinnerte. Gut, Letztere ist etwas kürzer, dafür kostet die Überfahrt auch keine 21 Euro.

Mehr Bilder unter der englischen Version. Technik und Ulf,… . Es dauerte mir sonst einfach zu lange, sry.



Aber wir wollen weniger klagen, war unser Vorsatz und so tauchten wir wie ein eingetrockneter Pinsel in einen bunten Farbtopf Großstadt, die recht modern wirkt, aber dennoch wenig Liebenswürdigkeit ausstrahlt.

Unendlich viele mittelgroße Hochhäuser, die von so viel Grün bewuchert waren, dass man als Mitteleuropäer nur staunen kann. Orangen, die einem wie im Paradies von öffentlichen Wegen beinahe in den Mund fielen, aber auch Bauruinen, die ungesichert von „lost places“ kündeten und dennoch wie Mausefallen nur darauf warteten, dass Kinder darin ein Abenteuer suchen und den Tod finden.

Patras, von dem wir immer noch nicht wissen, ob es mit oder ohne „s“ geschrieben wird (man findet beide Schreibweisen überall) ist nicht schön, dass darf man wohl sagen, denn hier ist alles etwas zu nützlich und viel zu wenig Detail verliebt.

Es wirkt ein bisschen wie zum EU Eintritt aus dem Boden gestampft, ganz nach dem Motto: Wir können auch modern.Aber selbst Berlin wirkt dazu im Vergleich, zumindest für mich, wie Paris oder Florenz.

Der Brunnen mit einer enthaupteten Skulptur, bringt es für mich auf den Punkt: Patras wirkt wie eine kopflose Dame, ihr fehlt, trotz typisch griechischer Freundlichkeit, einfach ein freundliches Gesicht, die Seele, die aus irgendwas eine bewundernswerte Persönlichkeit macht.

Gewiss haben wir haben nur sehr wenig von dieser Stadt gesehen. Wir wußten ja, dass es auch Kultur gibt, aber vieles hatte geschlossen und Lust zum Flanieren, bis wir beispielsweise das römische Amphitheater sahen, machte uns Patras leider auch nicht.

Deshalb beschlossen wir, um vier wieder zu fahren. Und auf dem Weg Richtung Strand dachten wir noch an Athen, wo wir eigentich Weihnachten feiern wollten.

Als jedoch die Natur einfach nicht wieder aufblühen wollte und alles den Pragmatismus von Straßen und Zivilisation behielt, drehten wir kurzerhand um und dachten: Nee, was wir brauchen sind Einsamkeit, Palmen und, wenn wir Peter glauben dürfen, Schildkröten, und keine Gyrosbuden oder italienische Restaurants mit Kunststoffblumen.


Aber das kann sich auch alles wieder ändern.
Bis morgen,

Euer Ulf

1st Advent in Patras(s)
Here, at the crossing from the mainland to the Pelepones, you can see a gigantic bridge over the Mediterranean, which reminded me of the Köhlbrand Bridge in Hamburg. Well, the latter is a little shorter, but the crossing doesn’t cost 21 euros.

But we wanted to complain less, was our resolution, and so we dived like a dried brush into the colorful paint pot of the big city, which looks quite modern, but still radiates little loveliness.

An endless number of medium-sized skyscrapers overgrown with so much greenery that Central Europeans can only marvel. Oranges that almost fell into our mouths from public paths, as if in paradise, but also ruined buildings that were unsecured „lost places“ and yet, like mousetraps, were just waiting for children to seek adventure and find death in them.

Patras, which we still don’t know whether it is spelled with or without an „s“ (you can find both spellings everywhere), is not pretty, it’s fair to say, because everything here is a little too utilitarian and far too lacking in detail.

It looks a bit like it was made for EU entry, according to the motto: We can also be modern, but even Berlin looks like Paris or Florence in comparison, at least to me.

The fountain with a decapitated sculpture sums it up for me: Patras looks like a headless lady, despite its typical Greek friendliness, it simply lacks a friendly face, the soul that makes something an admirable personality.

We have certainly seen very little of this city. We knew that there was also culture, but many things were closed and unfortunately Patras didn’t make us want to stroll around until we saw the Roman amphitheater, for example.

So we decided to leave again at four o’clock. On the way to the beach, we thought about Athens, where we actually wanted to celebrate Christmas.

But when nature just didn’t want to blossom again and everything kept the pragmatism of roads and civilization, we turned around without further ado and thought: Nah, what we need is solitude, palm trees and, if we can believe Peter, turtles and not gyro stalls or Italian restaurants with plastic flowers.


But that can all change again.
See you tomorrow,

Your Ulf

Plön unter Palmen

(Down below in english)Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man auch denken, dass wir grad in Plön an der Ostsee sind. Kleine Kurhotels, Rentner mit Walkingsticks auf gut geteerten Straßen und im Hintergrund eine leichte Brise aus Richtung Meer.

Gut, es scheint Grad Frühling und nicht Weihnachtszeit zu sein und die guten deutschen Eichen sind Palmen, aber sonst?

Mit 20 hätte ich gesagt, hier ist der Hund begraben, mit 30, endlich Strand und Meer, jetzt hat es ein bisschen was von “ Schon wieder nur schöner Strand“.

Gut, dass es in dieser griechischen Kleinstadt Idylle nicht nur Rentner gibt, sondern auch Jannis und seinen Waschsalon. Zugegeben, er ist weder Acropolis noch In-Club, aber dennoch ein echtes Highlight zwischen Rheumapatienten und eingefärbten Gehwegplatten für halbblinde Spaziergänger auf ihrem Weg zwischen Diesseits und Jenseits.

Ich glaube, dass ich sagen darf, dass Jannis unser griechischer Waschsalon Betreiber aus Dortmund auch ein wenig angeödet von Mytikas ist, denn zwischen Waschmaschine und Trockner träumt er nicht von Strand und Meer, sondern von Star Wars.

Eigentlich, wäre er damit für mich schon uninteressant gewesen, denn ich hasse nichts mehr als Science Fiction, ich bin ja eher der Pulp Fiction Typ, aber wie Jannis in bekanntem Ruhrpott Humor von Prinzessin Lea und Co schwärmte und ganz nebenbei unsere Socken reinigte, war ganz großes Kino.

Folgerichtig wurde aus unserem Zwischenstop ein Kurzaufenthalt, denn bei Kaffee und weißer Riese entdeckten wir ungeahnte Parallelen zwischen Goethe und George Lucas.

Danke Jannis, dass du uns genötigt hast hier zu rasten, wo sich nicht Hase und Igel, sondern Oma und Opa mit faltigen Lippen einen guten Nacht Kuss geben, denn ohne Dich, hätten wir erstens keine sauberen Sachen und zweitens nicht unseren so lang vermissten Humor wieder gefunden.

Bis morgen,

Euer Ulf

Plön under palm trees

If you didn’t know any better, you’d think we were in Plön on the North Sea. Small spa hotels, pensioners with walking sticks on well-paved roads and a light breeze from the sea in the background.

Well, it seems to be spring and not Christmas time and the good German oaks are palm trees, but otherwise?

When I was 20, I would have said the dog was buried here, at 30, finally beach and sea, now it’s a bit like „just another beautiful beach“.

It’s a good thing that there are not only pensioners in this idyllic little Greek town, but also Jannis and his launderette. Admittedly, it’s neither Acropolis nor an in-club, but it’s still a real highlight among the rheumatism patients and colored paving slabs for half-blind walkers on their way between this world and the hereafter.

I think I can say that Jannis, our Greek laundromat operator from Dortmund, is also a little bored of Mytikas, because between the washing machine and dryer, he’s not dreaming of the beach and the sea, but of Star Wars.

Actually, that would have made him uninteresting for me, because I hate nothing more than science fiction, I’m more of a pulp fiction type, but the way Jannis raved about Princess Lea and co. in his familiar Ruhrpott humor and cleaned our socks on the side was great cinema.

Consequently, our stopover turned into a short stay, as we discovered unexpected parallels between Goethe and George Lucas over coffee and a white giant.

Thank you Jannis for forcing us to rest here, where not hare and hedgehog, but grandma and grandpa with wrinkled lips kiss each other goodnight, because without you, firstly we wouldn’t have clean clothes and secondly we wouldn’t have found our long-missed sense of humor again.

See you tomorrow,

Your Ulf

Oh black Lady

(Down below in english) Aufwachen an diesem Strand ist wie sich jeden Tag an einem anderen Platz zu befinden. Denn hier ist die Wassermasse des Mittelmeers immer wieder eine andere.

Als wir ankamen, war sie türkisblau und der Strand karibisch schön. Hell weiche Sandmassen so weit das Auge reichte und Wellen so freundlich schön, dass kein Foto die Einmaligkeit festhalten konnte.

Kurze Zeit später zeigte Poseidon, wie viel Kraft in ihm stecken kann. Gestein, in Massen, als hätten unzählige Radlader ihre Schaufeln nachts ununterbrochen mit Kieseln gefüllt, säumten den Strand und verliehen der Atmosphäre den Klang von Eiswürfeln in einem Whiskyglas. Gluckgluckgluckgluckgluck.Gluckgluckgluckgluckgluck.

Dann wurde es ruhig, die Wellen, wie glatt gebügelt, bildeten einen dunkelblauen Teppich aus Wasser, der nur die Sonne spiegeln sollte. Und der Strand bildete den Rahmen dieses Kunstwerks aus Milliarden kleiner Körnchen, die alle einst Kiesel oder gar Felsbrocken waren. Kein Plätschern, keine Schaumkrone, einfach nur Spiegel einer unendlichen Schönheit.

Und heute erstrahlt das Meer wie eine Königin der Nacht. Als habe sie die Schwärze der Dunkelheit in sich aufgenommen, um sich von ihr als Seetank zu befreien. Die black Lady spuckt Algen, als müsse sie sich davon wie bei Raucherkatharr befreien.

Jede Woge abertausende Kilo pechschwarzes Etwas, dass den Strand in beängstigender Schönheit erstrahlen lässt. Und die Wolken am Himmel verdunkeln die Sonne, damit sie nicht den düsteren Eindruck mit freundlichem Licht verwässern solle.

Ich weiss nicht, ob das alles eine Reminiszenz an den Klimawandel oder schlicht ein Abbild wechselnder Gezeiten ist, aber in mir ruft das Rauschen heute Warnrufe der Zeit ins Ohr: Pass auf mich auf.

Ich habe Dich gehört und gesehen habe ich die die düsteren Zeichen einer warnenden Natur.
Wir müssen aber gemeinsam Acht geben, dass die Schönheit der Welt nicht dauerhaft vom Ausfluss des Argwohns wütender Meere getrübt wird.

Bis morgen von anderer Stelle,

Euer Ulf

Oh black lady
Waking up on this beach is like standing in a different place every day. Because the waters of the Mediterranean here are always different.

When we arrived, it was turquoise blue and the beach was Caribbean in beauty. Bright, soft masses of sand as far as the eye could see and waves so friendly and beautiful that no photo could capture their uniqueness.

A short time later, Poseidon showed just how much power he can have. Rocks in masses, as if countless wheel loaders had continuously filled their shovels with pebbles at night, lined the beach and lent the atmosphere the sound of ice cubes in a whisky glass. Chortle chuddle chuddle chuddle chuddle chuddle chuddle.

Then it became calm, the waves, as if ironed smooth, formed a dark blue carpet of water that only reflected the sun. And the beach formed the frame of this work of art made of billions of small grains, all of which were once pebbles or even boulders. No ripples, no whitecaps, just a mirror of infinite beauty.

And today the sea shines like a queen of the night. As if she had absorbed the blackness of darkness in order to free herself from it as a sea tank. The black lady spews algae as if she has to rid herself of it like a smoker’s catarrh.

Every wave is thousands of kilos of pitch-black something that makes the beach glow with frightening beauty. And the clouds in the sky darken the sun so that it doesn’t dilute the gloomy impression with friendly light.

I don’t know whether this is all a reminiscence of climate change or simply a reflection of the changing tides, but today the noise calls out to me as a warning of the times: Take care of me.

I have heard you and I have seen the gloomy signs of a warning nature.
But together we must take care that the beauty of the world is not permanently tarnished by the outpouring of the suspicion of angry seas.

See you tomorrow from another place,

Your Ulf

Licht und Schatten

(down below in english) Auch wenn mir einige in der alten Heimat es kaum glauben können, ich bin Pflicht bewusst. Das heißt, dass ich die mir anvertrauten Aufgaben sehr ernst nehme und alles in meiner Macht stehende bereit bin dafür zu geben, dass ich mein Geld wert bin

Auf dieser Reise muss ich jedoch erstmalig feststellen, dass ich nicht alles machen kann, was ich denke tun zu müssen, denn dann könnte ich nicht überleben. Ich gebe Deutschunterricht für Aupairs, eine wundervolle Aufgabe, aber auch eine sehr arbeitsintensive. Ich freue mich jeden Tag den Frauen und Männern meine Heimatsprache näher bringen zu können, also das, was ich so liebe beizubringen. Aber ich bin zu ambitioniert. Beantworte alle Fragen und will, dass jeder mitkommt, das ist jedoch leider unmöglich, denn der Tag hat nur 24 Stunden und Chatmoderator bin ich ja auch noch.

Wie soll man also den eigenen Anspruch mit der Realität versöhnen, die gnadenlos fordert, dass man isst, trinkt, sich ausruht und die Wohnmöglichkeit in Schuss hält?

Indem man Abstriche macht. Den Lebensstandard hinabsetzt, gegen die eigene Intention, manche im Kurs zurücklässt und Nachts nicht bis 4, sondern nur bis 2 chattet, sonst fehlt die notwendige Zeit dafür, warum man unterwegs ist, Regeneration.

Ich wollte doch bei mir ankommen und nicht wieder in einem Hamsterrad aus Aufgaben und schlechtem Gewissen landen. Ich wollte doch endlich leben und mit Silvana die Welt entdecken. Aber dafür muss ich seelisch härter werden. Abschalten lernen und die Pflicht wieder auf den Platz verweisen, an den sie gehört, auf die nicht so prominenten Plätze.

Ich darf mir Unmöglichkeiten wie perfekte Vorbereitung als Erstellung von Arbeitsmaterialien sowie 10 Stunden nachts vorm Computer einsamen Seelen beistehen, nicht mehr selbst zum Vorwurf machen. Ich kann das nicht alles miteinander versöhnen, weil auch das, was ich als meine eigentliche Aufgabe sah, zu schreiben, nicht mehr realisiere. Und das ist doch meine eigentliche Leidenschaft.

Das bedeutet aber, weniger fahren, weniger Optimieren und weniger sparen, um genau zu sein nichts, denn so gut zahlt die Welt nicht, die doch mit dem Versprechen lockt, dass mit Fleiss alles möglich ist.

Vielleicht helfen Sie uns, mit kleinen Spenden an PayPal (@Silvana379), vielleicht mit Aufträgen, die ich als Autor für Sie übernehmen kann, aber vielleicht hilft auch einfach der heilige Antonius, indem er mir die Kraft gibt, unter Verzicht nicht mehr zu leiden und damit zu leben, was ich habe und kann, viel Idealismus und noch mehr Liebe zum Leben.

Bis morgen, wieder etwas weniger rational,

Euer Ulf

Light and shadow
Even if some people in the old country can hardly believe it, I am aware of my duty. This means that I take the tasks entrusted to me very seriously and am prepared to do everything in my power to ensure that I am worth my salt

On this trip, however, I have to realize for the first time that I can’t do everything I think I have to do, because then I wouldn’t be able to survive. I teach German to au pairs, which is a wonderful job, but also very labor-intensive. I’m happy every day to be able to teach the women and men my native language, the thing I love so much. But I am too ambitious. I answer all the questions and want everyone to follow along, but unfortunately that’s impossible because there are only 24 hours in a day and I’m also a chat moderator.

So how can you reconcile your own ambitions with reality, which mercilessly demands that you eat, drink, rest and keep your accommodation in good condition?

By making sacrifices. By lowering your standard of living, against your own intentions, leaving some people behind and chatting until 2 a.m. instead of 4 a.m., otherwise you won’t have the time you need to find out why you’re on the road, to regenerate.

I wanted to find myself and not end up back in a hamster wheel of tasks and a guilty conscience. I wanted to finally live and discover the world with Silvana. But to do that, I had to toughen up mentally. Learn to switch off and put my duties back where they belong, in the less prominent places.

I can no longer blame myself for impossibilities such as perfect preparation as the creation of work materials and 10 hours at night in front of the computer to help lonely souls. I can’t reconcile it all, because I no longer realize what I saw as my actual task of writing. And that is my real passion.

But that means driving less, optimizing less and saving less, or to be precise, nothing, because the world doesn’t pay that well, even though it lures you in with the promise that anything is possible with hard work.

Maybe you can help us, with small donations to PayPal (@Silvana379), maybe with commissions that I can take on for you as an author, but maybe St. Anthony will simply help by giving me the strength to stop suffering from renunciation and to live with what I have and can, a lot of idealism and even more love for life.and even more love for life

See you tomorrow, a little less rational again,

Your Ulf