(down below in english JJetzt hier am Pier eines kleinen Feriendorfes zu sitzen und von einem griechischen Motorradfahrer mit „Morgen“, lächelnd begrüßt zu werden, ist Glück, obwohl im Hintergrund gehämmert wird.
Keiner, der mich zurechtweist, dass ich nur eine Badehose trage,oder dass wir an prominentester Stelle geparkt haben, sondern einfach nur ein freundliches Miteinander als Nebeneinander, bei Sonnenaufgang wie jetzt oder Untergang wie gestern.
So kann man den Tag planen, auch wenn viele Aufgaben warten, denn die Umstände ermöglichen eine Druckbefreite Vorbereitung und Durchführung.
Glück ist, keine Angst zu haben zu versagen, weil auch das nicht Erreichen eines Ziels kein Weltuntergang ist, sondern nur eine Herausforderung, die noch gemeistert werden möchte.
Glück ist, wenn man die Sonne genießt und dabei vielleicht zufällig den Besitzer des Hafens kennenlernt und mit diesem Fasili Kapitalismus kritische Gespräche führt, auch wenn er am Ende Nikos heißt.
Wenn ein Lächeln im Gesicht durch nichts getrübt werden kann, weil das nächste Jetzt immer das Beste ist.
Wenn es kein Morgen, keine Zweifel und keinen Neid gibt, bekommt das Glück immer wieder einen neuen Namen. Das hab ich grad aus dem Gespräch mit Fasili gelernt, der sehr wohl wußte, dass er sich am Ende Nikos nannte.
Mein Glück heißt Zoé, Silvana und Jürmann. Und ihr Glück vielleicht hin und wieder auch Ulf.
Bis morgen,
Euer Adi
The many faces of happiness
Sitting here on the pier of a small vacation village and being greeted by a Greek motorcyclist with a smiling „Morning“ is happiness, even though there is hammering in the background.
No one reprimanding me for only wearing swimming trunks or for parking in the most prominent spot, but simply a friendly togetherness as a side-by-side, at sunrise like now or sunset like yesterday.
You can plan your day like this, even if there are a lot of tasks waiting, because the circumstances make it possible to prepare and carry out the day without any pressure.
Happiness is not being afraid of failing, because not achieving a goal is not the end of the world, but just a challenge that still needs to be mastered.
Happiness is enjoying the sun and perhaps meeting the owner of the harbor by chance and having critical conversations with this Fasili capitalist, even if his name ends up being Nikos.
When nothing can spoil the smile on your face, because the next now is always the best.
When there is no tomorrow, no doubt and no envy, happiness is always given a new name. I just learned that from my conversation with Fasili, who knew very well that he would end up calling himself Nikos.
My happiness is called Zoé, Silvana and Jürmann. And her happiness might be Ulf from time to time.
(down below in english) So oder so ähnlich klingt die häufigste Frage, die Silvana und ich zu beantworten haben, wenn wir von unserem Ritt auf der Waiküre sprechen. Nicht “ Wo wart ihr schon überall?“ Oder „“was habt ihr schon alles erlebt?“ All das scheint kaum zu interessieren. Im Fokus steht meist allein die Frage nach dem Geld, dass wir offensichtlich nicht haben.
Und dennoch wachen wir meist am Meer auf und haben selbst im November noch gut 20 Grad im Schatten.
Was ist also das Geheimnis von Pinky und Brain, die trotz aller widrigen Umstände jeden Abend aufs Neue ihre ganz eigene Welt erobern wollen?
Ich versuch es kurz zu umreißen: Während ich, der sich selbst gern als Hirn der Reise bezeichnet, für ein paar Cent Liebesbriefe an einsame Herzen in der alten Heimat schreibt, liegt meine Pinky im Bett hinter mir und schläft.
Das ist gut und wichtig, denn zum Einen beruhigt es mich ungemein, in stillen Momenten ihren Atem ruhig hinter mir zu hören. Aber viel wichtiger ist, dass sie morgens ausgeschlafen ist,
Denn während ich, wie mein Zeichentrickidol, jeden Morgen versucht zwanghaft die Weltherrschaft an mich zu reißen, begrüßt sie ganz beschwingt und beinahe Sorgenfrei jeden neuen Tag und ihren Gefährten mit einem breiten Lächeln und antwortet auf die meisten meiner so gern klug sein wollenden Gedanken mit einem müden: Mööp!
Für sie ist das alles nämlich nur ermüdende Theorie, die weder Geld noch Befriedigung oder gar auch nur den kleinsten Vorteil schafft.
So vergehen oft die ersten Stunden des Tages, mit einem schreibenden Adi am Strand und einer ganz im Verborgenen agierenden Silvana, die, während ich 1,50 verdiene, spült, aufräumt und ganz nebenbei das Blues Mobil auf Vordermann bringt.
Umbau, Dämmung, Solar, Batterien und all der Rest, den andere Vanlifer von Papa gestaltet bekommen, macht sie. Ganz allein, ohne zu knurren und Schuldige zu suchen.
Wie machen wir das eigentlich?
So oder so ähnlich klingt die häufigste Frage, die Silvana und ich zu beantworten haben, wenn wir von unserem Ritt auf der Waiküre sprechen. Nicht “ Wo wart ihr schon überall?“ Oder „“was habt ihr schon alles erlebt?“ All das scheint kaum zu interessieren. Im Fokus steht meist allein die Frage nach dem Geld, dass wir offensichtlich nicht haben.
Und dennoch wachen wir meist am Meer auf und haben selbst im November noch gut 20 Grad im Schatten.
Was ist also das Geheimnis von Pinky und Brain, die trotz aller widrigen Umstände jeden Abend aufs Neue ihre ganz eigene Welt erobern wollen?
Ich Versuch es kurz zu umreißen: Während ich, der sich selbst gern als Hirn der Reise bezeichnet, für ein paar Cent Liebesbriefe an einsame Herzen in der alten Heimat schreibt, liegt meine Pinky im Bett hinter mir und schläft.
Das ist gut und wichtig, denn zum Einen beruhigt es mich ungemein, in stillen Momenten ihren Atem ruhig hinter mir zu hören. Aber viel wichtiger ist, dass sie morgens ausgeschlafen ist,
Denn während ich, wie mein Zeichentrickidol, jeden Morgen versucht zwanghaft die Weltherrschaft an mich zu reißen, begrüßt sie ganz beschwingt und beinahe Sorgenfrei jeden neuen Tag und ihren Gefährten mit einem breiten Lächeln und antwortet auf die meisten meiner so gern klug sein wollenden Gedanken mit einem müden: Mööp!
Für sie ist das alles nämlich nur ermüdende Theorie, die weder Geld noch Befriedigung oder gar auch nur den kleinsten Vorteil schafft.
So vergehen oft die ersten Stunden des Tages, mit einem schreibenden Adi am Strand und einer ganz im Verborgenen agierenden Silvana, die, während ich 1,50 verdiene, spült, aufräumt und ganz nebenbei das Blues Mobil auf Vordermann bringt.
Umbau, Dämmung, Solar, Batterien und all der Rest, den andere Vanlifer von Papa gestaltet bekommen, macht sie. Ganz allein, ohne zu knurren und Schuldige zu suchen.
Und das ist nicht nur äusserst angenehm für mich, sondern auch die größte Hilfe für den Geldbeutel, denn all unsere Träume wären ohne ihr Talent und die Liebe zu noch so kleinen Detail unmöglich.
Und alles was sie dafür verlangt, ist, dass ich mit vorm Betreten des Jürmanns die Füße abtrete.
Aber jetzt muss ich rein, denn entgegen aller Klischees bleibt die Rollenverteilung in einer Sache beim Alten: Der Mann bringt den Müll raus.
„Ich komm schon Pinky, ich meine Brain!“
Bis morgen,
Euer Ulf
How do we actually do that?
This or something similar is the most common question that Silvana and I have to answer when we talk about our ride on the Waiküre. Not „Where have you been?“ Or „What have you experienced?“ None of that seems to be of interest. The focus is usually solely on the question of money, which we obviously don’t have.
And yet we usually wake up by the sea and even in November it’s still a good 20 degrees in the shade.
So what is the secret of Pinky and Brain, who want to conquer their very own world every evening despite all the adverse circumstances?
I’ll try to outline it briefly: while I, who likes to call myself the brain of the trip, write love letters to lonely hearts in the old country for a few cents, my Pinky lies in bed behind me and sleeps.
This is good and important, because on the one hand it calms me down immensely to hear her breathing quietly behind me in quiet moments. But more importantly, she is well rested in the morning,
Because while I, like my cartoon idol, obsessively try to take over the world every morning, she greets each new day and her companion with a broad smile and responds to most of my thoughts with a tired: „Mööp!
For her, it’s all just tedious theory that doesn’t generate money, satisfaction or even the slightest advantage.
This is how the first hours of the day often pass, with Adi writing on the beach and Silvana working in complete secrecy while I earn 1.50, washing up, tidying up and, incidentally, getting the Blues Mobil up to scratch.
She does the conversion, insulation, solar, batteries and all the rest that other vanlifers get done by dad. All by herself, without growling and looking for someone to blame.
And that is not only extremely pleasant for me, but also the biggest help for my wallet, because all our dreams would be impossible without her talent and attention to even the smallest detail.
And all she asks in return is that I wipe my feet before entering the Jürmanns.
But now I have to go in, because despite all the clichés, the roles remain the same in one respect: The man takes out the garbage.
„I’m coming Pinky, I mean Brain!“
See you tomorrow,
Your Ulf
Und das ist nicht nur äusserst angenehm für mich, sondern auch die größte Hilfe für den Geldbeutel, denn all unsere Träume wären ohne ihr Talent und die Liebe zu noch so kleinen Detail unmöglich.
Und alles was sie dafür verlangt, ist, dass ich mit vorm Betreten des Jürmanns die Füße abtrete.
Aber jetzt muss ich rein, denn entgegen aller Klischees bleibt die Rollenverteilung in einer Sache beim Alten: Der Mann bringt den Müll raus.
„Ich komm schon Pinky, ich meine Brain!“
Bis morgen,
Euer Ulf
How do we actually do that?
This or something similar is the most common question that Silvana and I have to answer when we talk about our ride on the Waiküre. Not „Where have you been?“ Or „What have you experienced?“ None of that seems to be of interest. The focus is usually solely on the question of money, which we obviously don’t have.
And yet we usually wake up by the sea and even in November it’s still a good 20 degrees in the shade.
So what is the secret of Pinky and Brain, who want to conquer their very own world every evening despite all the adverse circumstances?
I’ll try to outline it briefly: while I, who likes to call myself the brain of the trip, write love letters to lonely hearts in the old country for a few cents, my Pinky lies in bed behind me and sleeps.
This is good and important, because on the one hand it calms me down immensely to hear her breathing quietly behind me in quiet moments. But more importantly, she is well rested in the morning,
Because while I, like my cartoon idol, obsessively try to take over the world every morning, she greets each new day and her companion with a broad smile and responds to most of my thoughts with a tired: „Mööp!
For her, it’s all just tedious theory that doesn’t generate money, satisfaction or even the slightest advantage.
This is how the first hours of the day often pass, with Adi writing on the beach and Silvana working in complete secrecy while I earn 1.50, washing up, tidying up and, incidentally, getting the Blues Mobil up to scratch.
She does the conversion, insulation, solar, batteries and all the rest that other vanlifers get done by dad. All by herself, without growling and looking for someone to blame.
And that is not only extremely pleasant for me, but also the biggest help for my wallet, because all our dreams would be impossible without her talent and attention to even the smallest detail.
And all she asks in return is that I wipe my feet before entering the Jürmanns.
But now I have to go in, because despite all the clichés, the roles remain the same in one respect: The man takes out the garbage.
(down below in english) Gestern fühlte ich mich wie Tom Hanks in seiner Paraderolle, als er im Vietnamkrieg durch Reisfelder marschierte und es plötzlich zu Regnen begann. Es gab dicke satte Tropfen, als würde Gott die Erde gießen. Das Wasser kam aus allen Richtungen, von oben, unten, rechts und links.
Wasser, Wasser, Wasser und ich zu Fuß auf Bergpässen vom Dorf Richtung Jürmann mit Blick Richtung Himmel und grinsendem Gesicht mittendrin. . So schön kann Sauwetter sein, dachte ich und sang dazu lautstark Jimmy Hendricks Gitarrensolo von „Whatchtower“.
Es war nicht kalt und die Tropfen hagelten auch nicht so, wie man es aus Deutschland kennt, sondern ergossen sich wie warme Suppe bis in die letzte Faser.
Die ganze Luft war erfüllt von Feuchtigkeit wie in einer türkischen Sauna, sodass man kaum die Hand vor Augen sehen konnte. Jeder Abfluss und jede noch so kleine Fuge im Boden bot ideale Bedingungen für reißende Flüsse.
Es war nicht „raining man“,sondern „durch den Monsun“ und der kleine Ulf ein wandelnder Tropfstein, denn mein Name ist Forrest, Forrest Gump.
„Du denkst vielleicht das stört mich“, schleuderte ich Gebete gen Himmel, „aber ich liebe es! Mehr, mehr, mehr! Ich bin nicht Tina Turner, denn I can stand the rain! Lächelte ich trotzig und schwamm Schritt für Schritt mit Schokolade in klitschnassen Taschen unbeirrt zu meinem Schatz, den ich nach etwa einer Stunde auch Wet, Wet! Wet! erreichte.
Logisch, dass der Himmel wieder aufklarte, als ich vor Silvana stand. Ich fühlte mich, als hätte ich dem Herrgott getrotzt. Ich habe Feuer gemacht feierte sich meine Seele und setzte mich halb nackt vor die Wagenheizung und genoss die Vibrationen des Motors wie knisternde Flammen.
Aber jetzt müssen wir wirklich langsam die Heizung fertig bekommen.
Bis morgen,
Euer Ulf
Singing in the rain Yesterday, I felt like Tom Hanks in his signature role when he was marching through rice paddies in the Vietnam War and it suddenly started to rain. There were thick, rich drops, as if God were watering the earth. The water came from all directions, from above, below, right and left.
Water, water, water and me on foot on mountain passes from the village towards Jürmann with a view of the sky and a grinning face in the middle of it all. . This is how beautiful bad weather can be, I thought and sang Jimmy Hendrick’s guitar solo from „Whatchtower“ at the top of my voice.
It wasn’t cold and the drops weren’t hailing down like they do in Germany, but instead poured down like warm soup into every last fiber.
The whole air was filled with humidity like in a Turkish sauna, so that you could hardly see your hand in front of your eyes. Every drain and every crevice in the floor, no matter how small, provided ideal conditions for torrential rivers.
It wasn’t „raining man“, but „through the monsoon“ and little Ulf was a walking stalactite, because my name is Forrest, Forrest Gump.
„You might think that bothers me,“ I hurled prayers to the heavens, „but I love it! More, more, more! I’m not Tina Turner, because I can stand the rain! I smiled defiantly and swam step by step with chocolate in soaking wet pockets to my treasure, which I also reached after about an hour Wet, Wet! Wet!
Logically, the sky cleared up again when I stood in front of Silvana. I felt like I had defied the Lord God. I made a fire, my soul celebrated and sat half naked in front of the car heater, enjoying the vibrations of the engine like crackling flames.
But now we really have to get the heating ready.
See you tomorrow,
Your Ulf
Nicht schön, aber selten und im Hintergrund ein Himmel, als wäre nichts gewesen
(down below in english) Wie sagt man in der Religion so schön „wie die Jungfrau zum Kind“‚, kamen wir zu Jeff, einer klitzekleinen weißbraunen Miezekatze. Pause für meine Mutter, die jetzt wohl den Kaffee verschüttet hat.
Also, … Gestern sind wir zum Waschen als auch seelischen wie Litiumakkus aufladen, bei einem Campingplatz gelandet, wo wir bereits von Andrea aus Stade so begrüßt wurden, als kennen wir uns schon ewig.
Bei strömendem Regen dachte sie sogar an Klopapier, während ich schon vergessen hatte, welche Notdurft für mich am dringendsten war.
Als es mir dann wieder ein und ordnungsgemäß in den Abfluß fiel, war der Kaffee bereits fertig und Silvana auf ihrem Platz an der Sonne, denn das Wetter wechselt hier schneller als oftmals meine Launen.
Dann begann auch schon Andrea ungefragt und wie der Regen zuvor von süßen kleinen Kätzchen und deren Kastration zu plaudern. Und während mich beinahe solidarisch Phantomschmerzen plagten, begann Silvana das jetzt zeugungsunfähige Würmchen Jeffrey zu kraulen.
Jeder Widerstand meinerseits wäre zwar nicht zweck- aber herzlos gewesen. Denn dieses kleine Wesen schenkt Silvana genau die Zuneigung, zu der ich in der Hektik unseres aufregenden Lebens derzeit oft nicht fähig bin. Deshalb musste ich sie auch beinahe dazu überreden, den kleinen Jeffrey zu adoptieren.
Als ich nämlich gen Abend vom Wäschwaschen zurückkam, saß sie mit Tränen in den Augen auf der Couch und wollte sich selbst davon überzeugen, den kleinen Kater nicht zu lieben, während dieser durch einen kleinen Winkel in der Armbeuge auf ihren Schoß krabbelte.
Mit der Gewissheit im Rücken, dass Jeffrey zeugungsunfähig und geimpft war, könnten folglich 10 Euro für Katzenfutter im Monat kein ausreichendes Argument gegen einen Stubentiger sein und der Egoismus Vorwurf von Silvana ist so absurd, dass wir logischerweise und unumkehrbar beschlossen, von nun an zu Dritt weiter zu reisen.
Und während ich diese Zeilen schreibe, schiebt bereits Donny sein winziges Köpfchen in meine Armbeuge und schläft, aber zwei Haustiere haben in unserem Jürmann nun wirklich keinen Platz; auch wenn es mir jetzt Grad beinah das Herz bricht.
Bis morgen,
Euer Ulf
Und mich mag er auch noch, …
The little Jeffrey Lebowski
As they say in religion, „like a virgin to a child“, we came across Jeff, a tiny little white and brown pussycat. A break for my mother, who must have spilled her coffee.
So… yesterday we ended up at a campsite to wash and recharge our batteries, of soul and litium, where we were greeted by Andrea from Stade as if we had known each other forever.
In the pouring rain, she even thought of toilet paper, while I had already forgotten which emergency need was the most urgent for me.
By the time I’d got it back in and properly down the drain, the coffee was already ready and Silvana was in her place in the sun, because the weather here changes faster than my moods often do.
Then Andrea started chatting about cute little kittens and their neutering, unasked and like the rain before. And while I was suffering from phantom pains almost in solidarity, Silvana began to cuddle Jeffrey, who was now unable to conceive.
Any resistance on my part would have been futile but heartless. Because this little creature gives Silvana exactly the affection that I am often incapable of in the hectic pace of our exciting lives at the moment. That’s why I almost had to persuade her to adopt little Jeffrey.
When I came back from doing the laundry in the evening, she was sitting on the couch with tears in her eyes, trying to convince herself that she didn’t love the little cat, while he crawled onto her lap through a little nook in the crook of her arm.
With the certainty behind us that Jeffrey was unable to conceive and had been vaccinated, 10 euros a month for cat food could not be a sufficient argument against a house cat and Silvana’s accusation of selfishness was so absurd that we logically and irreversibly decided to continue traveling as a threesome from now on.
And as I write these lines, Donny is already pushing his tiny head into the crook of my arm and sleeping, but two pets really have no place in our Jürmann; even if it almost breaks my heart now.
(down below in english) 7 Uhr klingelt bei uns der Wecker. Zumindest meistens, denn das Leben ist zu kurz, um es zu verschlafen. Ich mach dann frisch aufgebrühten Kaffee und verzieh mich ganz leise samt Tasse an den Strand, Wachwerden.
Wellenrauschen,Vögelzwitschern, Sonneaufgang, am liebsten alles mit geschlossenen Augen genießen. Der Geist ist dann noch viel zu träge für Probleme und sinniert wie heute über gestern, ein kleines Weihnachten.
Es gab frischen Salat und dazu Brot mit Schinken und Spiegelei. Als Nachtisch Milka und Kino im Bett mit ganz viel kuscheln.
Geschlafen haben wir dann schon um etwa halb 10. In Löffelchenstellung mit Sternenhimmel am Firmament.
Das mag für manche langweilig klingen, aber für uns ist das der Himmel auf Erden. Im Traum war es schon Winter, aber nicht matschig oder so, sondern heimelig, weil die Heizung schon funktionierte. Und als ich erwachte, weil mir Silvana einen Schneeball ins Gesicht warf und lachte, drehte ich mich einfach wieder um, weil sogar die Baustelle Job erledigt ist.
Deshalb sind wir gefahren. Weil hier sogar früh aufstehen, zumindest für mich, ein Vergnügen ist. Keine Menschenseele weit und breit, Zivilisation nur als Dampfer am Horizont und Hintergrund erwacht mein Schatz und freut sich über den schon duftenden Kaffee.
Ob gleich die Akkus rechtzeitig voll sind, weiss ich nicht und es ist mir auch egal. Ich sammle grad Erinnerungen für die Ewigkeit.
Wer weiß, wann es mal wieder so schön sein wird?
Bis morgen,
Euer Ulf
Shhhhht, Silvana is still asleep
The alarm clock rings at 7 o’clock. At least most of the time, because life is too short to oversleep. I then make freshly brewed coffee and quietly slip off to the beach with my cup to wake up.
The sound of the waves, birdsong, the sunrise, preferably enjoying everything with my eyes closed. The mind is still far too lazy for problems and thinks about yesterday, like today, a little Christmas.
We had a fresh salad and bread with ham and a fried egg. Milka for dessert and a movie in bed with lots of cuddling.
We fell asleep at about half past nine in the spoon position with a starry sky in the firmament.
That may sound boring to some, but for us it’s heaven on earth. In my dream it was already winter, but not slushy or anything, it was cozy because the heating was already working. And when I woke up because Silvana was throwing a snowball in my face and laughing, I just turned around again because even the building site job was done.
That’s why we drove. Because even getting up early is a pleasure here, at least for me. Not a soul far and wide, civilization only as a steamer on the horizon and in the background my darling wakes up and is happy about the already fragrant coffee.
I don’t know whether the batteries will be full in time and I don’t care. I’m just collecting memories for eternity.
(down below in english) Der Jürmann bog sich förmlich in den Winden und versuchte mit letzter Kraft ein bisschen Standfestigkeit zu bewahren, während der Regen aus allen Richtungen auf ihn einprasselte und dieses Decresendo der Naturgewalten uns aus dem Schlaf riss.
„Nichts Neues“, dachten wir uns, von den Erfahrungen der letzten Wochen geschult und riskieren nur einen beiläufigen Blick aus dem kleinen Fenster, um das Spektakel der Blitze in den Bergen zu bestaunen.
Wir sahen jedoch keine Blitze, sondern nur Baumreste und anderen Morast von Wind und Wellen zum tanzen gebracht. „Weg, weg, wir müssen hier sofort weg!“, rief ich Panik erfüllt zu Silvana, während diese, cool wie eine alte Hühnerglucke, ihren kleinen Ulf mit „bleib ruhig, Schatz!“ Zur Besinnung mahnte und sich anzog.
Ich konnte also nicht wie früher durchdrehen und in wilden Aktionismus verfallen, sondern mich nur mit Pullover, Hose und Schuhwerk bewaffnen, um im Anschluss mit aller Gewalt die vom Sturm verriegelte Tür zu öffnen.
Es war beängstigend und großartig zugleich, sich auf vormals festem Boden wie auf hoher See zu fühlen, nur das man hier nicht verzweifelt mit einem Eimer das Deck vom Wasser versucht zu befreien, sondern sich vorsichtig durch tiefe Pfützen am Jürmann entlang in die Fahrerkabine zu kämpfen hatte.
Zum Glück ließ uns der Motor nicht im Stich und sprang sofort an, aber an vorwärtskommen war nicht zu denken. Also im Rückwärtsgang, beinahe blind in den Schutzhafen der Saisonhütten für Badegäste, wo wir erstmalig nach gefühlten Stunden (,es können nur Minuten gewesen sein), durchatmen konnten.
Als die Sonne dann schließlich mühsam einige Strahlen durch die dicke Wolkendecke bohrte, beruhigte sich auch die See ein wenig, aber es regnete weiterhin sogar von unten.
Irgendwann folgte ich Capitänin Jürgens Anweisungen und erkundete den einzig möglichen Fluchtweg in die Freiheit. Denn wir wollten auf keinen Fall mit den Bewohnern wie auf Guilligens Insel hier länger als nötig verweilen.
„Ja, es sind noch große und tiefe Pfützen zu überwinden, aber die größten Hürden hab ich beseitigt“, rapportierte ich und erntete einen dicken Schmatzer zum Dank dafür.
„Also los“, beschloss Silvana,“ die Wellen cruisen sich hoch ein. Jetzt oder nie!“
Und. Während ich nervös ein Kreuzzeichen schlug, befestigte die Frau meiner Träume, die mich also auch in Alpträumen nicht allein ließ, unser Hab und Gut im Jürmann.
Dann stellten wir uns der Natur mit 2.5 Tonnen auf 100 PS.
Es wackelte und schaukelte. Aber jedem Abrutschen könnte entgegen gelenkt werden, bis wir, mit Schutzblech auf dem Bett wieder in Sicherheit waren.
Durchatmen, umarmen und knutschen, bis die Anspannung langsam nachließ. „Besser hätte man es nicht machen können“, schlug ich mir selbst auf die Schultern. Nur Silvana fand dann doch noch ein Haar in der Suppe “ Wir haben den Handfeger vergessen“.
Bis morgen,
Euer Ulf
Hooray, we’re still alive!
The Jürmann was literally bending in the winds, trying with his last ounce of strength to maintain a bit of stability while the rain pelted down on him from all directions and this decresendo of the forces of nature tore us from our sleep.
„Nothing new,“ we thought to ourselves, trained by the experiences of the last few weeks, and only risked a casual glance out of the small window to marvel at the spectacle of lightning in the mountains.
However, we didn’t see any lightning, just the remains of trees and other debris made to dance by the wind and waves. „Away, away, we have to get out of here now!“ I shouted in panic to Silvana, while she, cool as an old hen’s cluck, urged her little Ulf to calm down with „stay calm, darling!“ and got dressed.
So I couldn’t go crazy and go into wild actionism like I used to, I could only arm myself with a sweater, trousers and shoes and then force open the door that had been locked by the storm.
It was scary and great at the same time to feel like you were on the high seas on previously solid ground, except that here you didn’t have to desperately try to clear the deck of water with a bucket, but had to carefully fight your way through deep puddles along the Jürmann into the driver’s cab.
Fortunately, the engine didn’t let us down and started immediately, but there was no way of moving forward. So we reversed, almost blindly, into the shelter of the seasonal cabins for bathers, where we were able to take a deep breath for the first time after what felt like hours (it could only have been minutes).
When the sun finally managed to pierce a few rays through the thick cloud cover, the sea calmed down a little, but it was still raining, even from below.
At some point, I followed Captain Jürgen’s instructions and explored the only possible escape route to freedom. We didn’t want to stay here longer than necessary with the inhabitants of Guilligen’s Island.
„Yes, there are still large and deep puddles to overcome, but I’ve cleared the biggest hurdles,“ I reported and received a big pat in return.
„So let’s go,“ Silvana decided, „the waves are getting high. It’s now or never!“
And. While I nervously made the sign of the cross, the woman of my dreams, who wouldn’t leave me alone even in my nightmares, secured our belongings in the Jürmann.
Then we faced nature with 2.5 tons at 100 hp.
It wobbled and rocked. But we were able to counteract any slippage until we were safe again with a protective sheet on the bed.
We took a deep breath, hugged and smooched until the tension slowly subsided. „It couldn’t have been done any better,“ I slapped myself on the back. Only Silvana found a fly in the ointment: „We forgot the hand brush“.
(down below in englisch) Die Welt des Zeus endet am Styx, dem Fluss, der die Lebenden von den Toten trennt. Genau hier findet ergo auch das Reich des Hades seinen Anfang, die Unterwelt.
Wörtlich genommen ist folglich, wenn der Gott der Unterwelt zu seiner geliebten Frau Persephone eilt, oder Orpheus nur mit einer Laute bewaffnet hier seine Eurydike befreien möchte, ein Untergang.
Die symbolische Wortbedeutung, nahm wohl mit Schiffsuntergängen wie dem der Titanic 1912 ihren Anfang und erreichte mit Zeitenwendepunkten wie dem Ende des Römischen Reiches oder der Regentschaft Napoleons nach seiner Niederlage bei Leipzig 1812, wohl seine ganze (negative) Strahlkraft.
Warum, spricht man also auch bei einem der schönsten Momente die ein Mensch erleben kann, beim Sonnenuntergang von Untergang und nicht beispielsweise von einem Finale oder dem Sonnenkuss?
Weil sie Abends so einmalig wie ein glückliches Gesicht ins Meer zu tauchen scheint, beinah wie unser Jürmann heute Morgen, als die Wellen ihn sanft untergruben, weshalb wir schnell flüchten mussten und erst jetzt schreiben können.
Hier standen wir
Da war wirklich Untergangsstimmung, weshalb ich zukünftig bei der innigen Berührung von Sonne und Meer von einem Liebesspiel zweier Planeten sprechen möchte und nie wieder Untergang.
Bis morgen,
Euer Ulf
Endlich weder festen Boden unter den Rädern
Never again sunset The world of Zeus ends at the Styx, the river that separates the living from the dead. This is also where the realm of Hades, the underworld, begins.
Taken literally, therefore, when the god of the underworld rushes to his beloved wife Persephone, or Orpheus, armed only with a lute, wants to free his Eurydice here, it is a downfall.
The symbolic meaning of the word probably began with the sinking of ships such as the Titanic in 1912 and reached its full (negative) radiance with turning points such as the end of the Roman Empire or Napoleon’s reign after his defeat at Leipzig in 1812.
So why do we talk about one of the most beautiful moments a person can experience, the sunset, and not, for example, a finale or the kiss of the sun?
Because in the evening it seems to dive into the sea as uniquely as a happy face, almost like our Jürmann this morning when the waves gently undermined him, which is why we had to flee quickly and are only now able to write.
It really was doom and gloom, which is why in future I would like to speak of the intimate contact between sun and sea as a love match between two planets and never again of doom.
(down below in english) Die Kiesel am Strand scheinen weißer als gestern und das Wasser wirkt auch irgendwie, wie soll ich sagen, … matter. Ein bisschen wie eine flüssige Pampe…
Auch die Wolken sehen ganz anders aus als in den letzten Tagen, düsterer, ja beinahe schwarz. Und auf meiner Haut bilden sich merkwürdige kleine Pickel.
Aber sie jucken nicht, sondern, wie soll ich sagen, es ziept ein wenig so, als ziehe sich die Haut zusammen. Kein Schmerz, sondern mehr ein Kitzeln vom Wind, der inmitten diese Miniaturhügelchen kleinste Tornados bildet.
Auch die Sonne ist nicht zu sehen, obwohl es hell ist. Vor wem oder was sie sich wohl versteckt hat?
Beim suchenden Blick am Horizont entdecke ich sie dann schließlich doch. Ganz weit links erkennt man ein paar vereinzelte Strahlen auf grauem Grund, weil die Wolkendecke eben doch keine Mauer, sondern nur aufgeplusterte Luft ist.
Ich freue mich, so als wäre es wie beim Verstecken spielen früher, meine Aufgabe gewesen, sie zu finden. Dennoch ist das Glück etwas getrübt, denn mein Körper vermisst auf der ganzen Haut ihre sanften Streicheleinheiten.
Wenn ich nur wüsste, was mir grad so sehnsüchtig fehlt?
Beim Grübeln darüber, geh ich ein Stück und die Pickelchen verschwinden urplötzlich, aber nur bis ich wieder stehen bleibe. Dann fällt es mir wie Schuppen von den Augen. Meine Begierde verlangt nach einem Rolli, und Socken.
Ich glaub, mich fröstelt es ein wenig.
Komisch, früher fand ich das … gar nicht gut, aber jetzt begrüße ich den Herbst mit offenen Armen und hoffe heimlich dennoch, dass er nur auf der Durchreise ist.
Bis morgen,
Euer Ulf
What IS this?
The pebbles on the beach seem whiter than yesterday and the water also seems somehow, how shall I put it … more matt. A bit like a liquid slurry…
The clouds also look completely different to the last few days, darker, almost black. And strange little spots are forming on my skin.
But they don’t itch, instead, how can I put it, it’s a bit of a pull, as if the skin is contracting. No pain, but more a tickling sensation from the wind, which forms tiny tornadoes in the middle of these miniature mounds.
You can’t see the sun either, even though it’s bright. Who or what is it hiding from?
Looking around the horizon, I finally spot it. Far to the left, you can make out a few isolated rays on a gray background, because the cloud cover isn’t a wall after all, but just puffy air.
I’m happy, as if it was my job to find them, just like when I used to play hide and seek. Nevertheless, my happiness is somewhat dampened because my body misses her gentle caresses all over my skin.
If only I knew what I’m missing so longingly right now?
Pondering this, I walk a little and the spots suddenly disappear, but only until I stop again. Then the scales fall from my eyes. My desire calls for a turtleneck and socks.
I think I feel a little chilly.
Funny, I used to think that … Not good at all, but now I welcome autumn with open arms and still secretly hope that it’s just passing through.
(down below in english) Es ist schön heute. Ein bisschen kälter als sonst, aber die Sonne strahlt wie am jüngsten Tag und das Meer plätschert, noch ein wenig verunreinigt von den sinflutartigen Regenfällen der Nacht, seicht im Wind.
Genau der richtige Zeitpunkt, um Bäume auszureißen. Aber nein, ausgerechnet jetzt breitet die Zeit ihre weiten Schwingen über meinen Geist und erfüllt die Gedanken mit Melancholie.
Ich dachte, dieser Moment überkommt mich, wenn der Jürmann in irgendeiner fremden Welt auf einer Hebebühne weilt und ich sein Urteil erwarte, oder ich mich in einem Polizeirevier für einen Unfall zu verantworten habe.
Aber nein, dann sind Ich, Über-Ich und Es viel zu geschäftig für kritische, gegenseitige Betrachtungen.
Erst dann, wenn die Zeit stillzustehen scheint, löst man das Ticket für das Karussell des Bullshitbingos, das dem Ich seine ganz eigenen Geschichten aus gemachten Erfahrungen kredenzt.
Wenn es heißt: Die nächste Runde geht rückwärts, wird es Zeit zu meditieren. Mithilfe des Atems die Geschwindigkeit des Denkens zu drosseln, bis es im Jetzt verweilen kann.
Wenn aus Silvana neben mir, wieder die Liebe meines Lebens wird, die mit Müsli in der Hand grinsend die Stille genießt und meine Seele wieder mit so wohlig vertrauter Wärme erfüllt,wie es keine Sonne jemals zuvor vermochte.
Bis morgen,
Euer Ulf
Stand back please!
It is beautiful today. A little colder than usual, but the sun shines like the last day and the sea, still a little polluted by the sin flood rains of the night, ripples shallowly in the wind.
Just the right time to pull out trees. But no, now of all times spreads its wide wings over my mind and fills the thoughts with melancholy.
I thought this moment would come over me when the Jürmann was in some strange world on a lifting platform and I was awaiting his verdict, or when I had to answer for an accident in a police station.
But no, then ego, superego and id are much too busy for critical, mutual reflections.
Only then, when time seems to stand still, does one release the ticket for the carousel of bullshit bingo, which serves the ego its very own stories from experiences made.
When it says: The next round goes backwards, it’s time to meditate. With the help of the breath, to slow down the speed of thinking until it can dwell in the now.
When Silvana next to me becomes the love of my life again, grinning with muesli in her hand, enjoying the silence and filling my soul with such a pleasantly familiar warmth as no sun has ever been able to do before.
(down below in english) Sonnenschein und Gewitter geben sich hier derzeit beinahe täglich die Klinke in die Hand. Das ist wunderschön, denn tagsüber kann man, auch jetzt im November, im T-Shirt an den Strand. Und Abends kuschelt es sich bei Blitz und Donner nochmal so schön.
Manchmal frag ich mich dennoch, was die Wildhunde so treiben, wenn es wie aus Eimern gießt.
Sie hocken vielleicht aneinandergeschmiegt irgendwo in einer Felsspalte oder unter einem Vorsprung und warten mit stoischer Ruhe auf das Ende von Zeus‘ Himmelsspektakel, während wir im Jürmann schlummern dürfen.
Ein Hundewetter sieht für sie wohl anders aus.
Erst morgens, wenn nur noch gigantische Pfützen von Starkregen und brachial gefällte Astgabeln auf Wegen und im Meer von Blitzen zeugen, kommen diese treuen Gefährten langsam wieder aus ihren Löchern gekrabbelt.
Ganz ohne Gebell, als wäre nichts passiert, machen sie sich erneut auf Futtersuche oder sitzen wie ich am Wasser und genießen die Morgensonne.
Es sei denn, es hat durch einen kleinen Schlitz in der Tür rein geregnet, sodass meine Schuhe so nass sind, dass man sie auswringen könnte.
Dann knütter ich mich barfuß über Kieselsteine, die am Ufer wie Eiswürfel in einem Whiskeyglas umherkullern und genieße eine Morgenzigarette.
Aber wenn dann plötzlich Johnny, als wolle er meine Not lindern, mit angespülten Schuhen im Maul vor mir steht und sich auf Streicheleinheiten freut, ist meine schlechte Laune gleich wieder verschwunden. Auch wenn er sich neugierig über meinen Kaffee hermacht.
Ich wünsche allen einen ähnlich schönen guten Morgen
Euer Ulf
Here’s Johnny!
Sunshine and thunderstorms are almost a daily occurrence here. That’s wonderful, because during the day you can go to the beach in a T-shirt, even now in November. And in the evening, it’s so nice to snuggle up with thunder and lightning.
Sometimes I wonder what the wild dogs are doing when it’s pouring with rain.
They might be huddled together somewhere in a crevice or under a ledge, waiting with stoic calm for the end of Zeus‘ celestial spectacle while we slumber in the Jürmann.
Dog weather probably looks different to them.
Only in the morning, when only gigantic puddles of heavy rain and brute forks of branches on paths and in the sea bear witness to lightning, do these faithful companions slowly come crawling out of their holes again.
Quite without barking, as if nothing had happened, they set off again in search of food or, like me, sit by the water and enjoy the morning sun.
Unless it has rained purely through a small slit in the door, so that my shoes are so wet that you could wring them out.
Then I kneel barefoot over pebbles that roll around on the shore like ice cubes in a whiskey glass and enjoy a morning cigarette.
But when suddenly Johnny, as if he wanted to relieve my distress, stands in front of me with washed-up shoes in his mouth, looking forward to being stroked, my bad mood disappears right away. Even when he curiously gets hold of my coffee.
I wish everyone a similarly beautiful good morning