Bauer sucht Frau

(down below in english) und jetzt das Wetter. Es ist bewölkt und diesig bei fiesen Nieselregen und gefühlten 12 Grad. Man könnte auch sagen “ Hallo Niedersachsen“. Deshalb geben wir jetzt auch direkt ab zu Inka Bause. „Hall Inka“ -„Hallo Gerd. Ich bin hier heute in Griechenland in der Nähe von Kalamata, wo man wie immer schon seit sieben auf den Beinen ist, denn so ein Vanleben auf dem Acker nimmt keine Rücksicht auf „Schietwetter“ sagt man hier, nicht wahr?“ – „Jo“. Das neben mir ist übrigens der ungemütliche Ulf, der Tag ein Tag aus mit 100 Pferdestärken dafür sorgt, dass man in der gesamten Republik mit Texten versorgt wird.
Hallo Gerd“ -„Calimera Inka“.
„Calimera, das ist hier die Landessprache und heißt sowas wie Moin, Moin. Ich sag dann auch mal Calimera uriger Ulf. Du suchst also eine Frau, die mit dir an diesem tollen Strand mit echt nordischen Temperaturen morgens Müsli und Kaffee teilt um im Anschluss die Camper zu verscheuchen, stimmt das?“
(Nicken)
„Wie sollte diese Traumfrau denn sein?“
„No jo, sie muss morgens vor mir aufsteh’n, Kaffee machen, mein Büro aufbau’n un nicht so viel snacken, nicht?!“
„Das klingt nach einem echten Aschenputtel das der ungeduldige Ulf sucht. Aber wir wollen an dieser Stelle auch nicht zu viel verraten. Nur soviel, das die sympathische Silvana, eine frohgemute Bäckereiverkäuferin aus Horstmar sich mit dem Jürmann auf den Weg zu unserem Ulf gemacht hat und die beiden gleich hier.auf vier Quadratmetern so manchen Frust ohne Schnaps runter schlucken muss. Bleiben Sie also dran. Ich geb zurück ins Studio.

Bis morgen

Eure Labertasche des Vertrauens

Farmer seeks wife


„And now the weather. It’s cloudy and hazy with a nasty drizzle and what feels like 12 degrees. You could also say „Hello Lower Saxony“. That’s why we’re going straight to Inka Bause. „Hello Inka“ – „Hello Gerd. I’m here today in Greece near Kalamata, where, as always, people have been on their feet since seven, because such a van life in the field doesn’t take „bad weather“ into account, don’t they say here?“ – „Yes.“ By the way, the guy next to me is the uncomfortable Ulf, who works day in, day out with 100 horsepower to ensure that you are supplied with texts all over Germany.
Hello Gerd“ – „Calimera Inka“.
„Calimera, that’s the local language here and means something like Moin, Moin. I’ll say Calimera quaint Ulf. So you’re looking for a woman to share muesli and coffee with you on this great beach with really Nordic temperatures in the morning and then scare the campers away, is that right?“
(Nodding)
„What would this dream woman be like?“
„No yo, she has to get up before me in the morning, make coffee, set up my office and not snack so much, right?“
„That sounds like a real Cinderella that impatient Ulf is looking for. But we don’t want to give too much away at this point. Just so much that the likeable Silvana, a cheerful bakery saleswoman from Horstmar, has made her way to our Ulf with Jürmann and the two of them have to swallow a lot of frustration right here on four square meters without a schnapps. So stay tuned. I’ll return to the studio.

See you tomorrow

Your trusted chatterbox

Über die Konstruktivität von doofen Ideen

(down below in english) Oh man, wenn ihr mich fragt, bekommt das Leben gerade ein wenig zu viel Alltagsfeeling. Ich arbeite zu viel und genieße zu wenig, weshalb ich auch zwei Tage nicht gechattet habe. Es war einfach mal wieder Zeit, Abends mir Silvana zu sprechen, statt mit jenen, die nicht selten begründet allein sind.

Denn Silvan hört viel zu selten das von mir, was ich allabendlich in Kasernen, Wohn- und Schlafzimmer der Republik sende.

Allerdings fand sie gestern viele meiner Ideen doof, weshalb ich ab heute wohl wieder chattet und meine Liebe wieder mit Talern zum Ausdruck bringe. Strafe muss sein.

Aber gestern konnten wir dennoch unseren Kompass mal wieder richten. Sprachen über unsere Ziele und wie es sie zu erreichen möglich sein könnte, nämlich mit nähen und schreiben. Bis jetzt, so stellten wir fest, haben wir uns eingelebt, Rituale entwickelt und uns in unserem neuen Leben als Vanlifer gefestigt.

Aber nun gilt es, die Autonomie zu nutzen. wieder mehr Zeit im Wohnzimmer zu verbringen und weniger im Büro. Anfangs mussten wir beweisen, dass man so Geld verdienen kann, jetzt heißt es das Wie etwas spinozistischer zu interpretieren und wenn es nur deshalb ist, damit ich weniger oder gar endlich ganz aufhöre zu rauchen, denn das kostet so viel wie mindestens die Hälfte meiner Nächte vorm Rechner.

Bitte versteht mich nicht falsch, der Job macht mir Spaß denn ich liebe das Schreiben, aber der kleine Ulf in mir kann nicht allabendlich die unendliche Einsamkeit ertragen, die meine Gesprächspartner oft deprimiert, vielleicht, weil ich selbst so oft und lange alleine war.

Drei Mal die Woche möchte ich einsamen „formally Ichs“ widmen, aber dreimal will ich auch andere Dinge schreiben und einmal die Woche soll der ganze Tag und Abend Silvana gehören, auch wenn sie meine Ideen doof findet. Wer weiss, vielleicht sind sie es ja wirklich und werden dann wieder besser?

Bis morgen,

Euer Ulf

On the constructiveness of stupid ideas


Oh man, if you ask me, life is getting a little too much of a daily grind right now. I’m working too much and enjoying myself too little, which is why I haven’t chatted for two days. It was just time to talk to Silvana again in the evening instead of those who are often alone for good reason.

Silvana hears far too little of what I say every evening in the barracks, living rooms and bedrooms of the Republic.

However, she found many of my ideas stupid yesterday, which is probably why I’m chatting again from today and expressing my love with coins again. Punishment is necessary.

But yesterday we were still able to set our compass straight again. We talked about our goals and how it might be possible to achieve them, namely by sewing and writing. So far, we realized, we have settled in, developed rituals and established ourselves in our new life as vanlifers.

But now we have to make the most of our autonomy and spend more time in the living room and less in the office. In the beginning, we had to prove that we could earn money this way, but now we have to interpret the how in a more spinozistic way, even if it’s just so that I smoke less or even finally stop smoking altogether, because that costs as much as at least half of my nights in front of the computer.

Please don’t get me wrong, I enjoy my job because I love writing, but the little Ulf in me can’t bear the endless loneliness that often depresses my conversation partners every evening, perhaps because I’ve been alone so often and for so long myself.

Three times a week I want to devote to lonely „formally me“, but three times I also want to write other things and once a week the whole day and evening should belong to Silvana, even if she thinks my ideas are stupid. Who knows, maybe they really are and then they’ll be better again?

See you tomorrow,

Your Ulf

Die Zeichen stehen auf Abschied

(down below in english) „Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es auch noch nicht zu Ende“, hörte man früher von mir, wenn es Grund zur Klage gab.
Und gestern gab es weiss Gott Grund zur Klage, denn erneut ist uns die Tür aus den Angeln gefallen.

Aber diesmal nicht ein bisschen, sondern ganz. Sämtliche Schrauben und diverse Muttern haben sich gelöst und einige waren sogar ganz verschwunden. Geübt im Improvisieren und dank unseres netten Nachbarn [Saja] könnten wir aber mit selbst für uns verwunderlich viel Geschick natürlich alles wieder hin bekommen.

Ein souveräner Blick in den Werkzeugkasten, Ersatzschraube und Mutter gesucht, Gelenke eingesetzt, hier und da ein bisschen geruckelt und gedrückt, Zack, war alles wieder so gut wie neu. Danach noch unter die heiße Dusche und im Anschluss bei Feierabendbier und Zauberzigarette ein unfassbar netter Plausch zum Sonnenuntergang.

Und obwohl das alles schon genug Glück für mindestens drei Tage war, hat Silvana Abends sogar noch gekocht und zum Nachtisch gab es Schokopudding und Pläztchen.

Ich fiel glücklich zurück ins Bett und sagte zu Silvana: „Du weißt, was ich früher immer sagte, oder?“ – „Ja“ grinste sie mich an und wir wussten, dass unsere Zeit hier jetzt zu Ende geht. Besser kann es nicht werden, streichelten wir uns seelig in den Schlaf und wurden heute morgen von Tieffliegern geweckt.

Das gibt es hier häufiger, weil ein Flugplatz in der Nähe ist, aber heute störte es mehr als sonst. Ich steckte also die Nase in den Wind und erblickte den leeren Platz von Katharina und erinnerte mich auch an [Sajas] letzte Worte „Morgen fahr ich zu den heißen Quellen“.

Es ist auch für uns Zeit, merkte ich. Nicht weil es plötzlich doof ist, sondern weil die Zeichen auf Abschied stehen. Wir können gehen, weil der Winter vorbei ist und wir im neuen Leben angekommen sind. Jannis, und die Türkei warten und unsere Herzen sind bereit für Neues.

Ja, die Sitzungen bis Donnerstag werden wir hier in Würde und ohne Stress bewältigen, aber am Freitag wird vollgetankt und der Weg Richtung Waschsalon des Vertrauens angegangen. Nicht am Stück, sondern mit dem ein oder anderen Stop an heißen Quellen oder anderen Geheimtipps, die man sich uns im Laufe der Zeit anvertraute, aber wir schnüren die Schnürsenkel, wecken den heiligen Antonius und machen wieder das, was wir uns als Lebensinhalt ausgesucht haben, wir reisen.

Bis morgen,

Euer Ulf

The signs say goodbye

„And if it’s not good yet, then it’s not over yet,“ I used to say when there was reason to complain.
And God knows there was reason to complain yesterday, because the door fell off its hinges again.

But this time not a little, but completely. All the screws and various nuts had come loose and some had even disappeared completely. However, thanks to our friendly neighbor [Saja] and with a surprising amount of skill, we were able to put everything back together again.

A confident look in the toolbox, a search for a replacement screw and nut, inserting the joints, a little tugging and pushing here and there, and bang, everything was as good as new again. Afterwards, a hot shower and then an incredibly nice chat over an after-work beer and a magic cigarette as the sun went down.

And although all that was enough happiness for at least three days, Silvana even cooked in the evening and for dessert we had chocolate pudding and a little snack.

I fell happily back into bed and said to Silvana: „You know what I used to say, don’t you?“ – „Yes“ she grinned at me and we knew that our time here was coming to an end. It couldn’t get any better, we stroked ourselves blissfully to sleep and were woken up this morning by low-flying birds.

This happens more often here because there is an airfield nearby, but today it was more disturbing than usual. So I put my nose to the wind and saw Katharina’s empty seat and also remembered [Saja’s] last words „Tomorrow I’m going to the hot springs“.

It’s time for us too, I realized. Not because it’s suddenly stupid, but because it’s time to say goodbye. We can leave because the winter is over and we have arrived in a new life. Jannis and Turkey are waiting and our hearts are ready for something new.

Yes, we’ll manage the meetings here until Thursday with dignity and without stress, but on Friday we’ll fill up the tank and head for the laundrette we trust. Not in one piece, but with the odd stop at hot springs or other insider tips that have been confided in us over the years, but we’ll lace up, wake up St. Anthony and get back to doing what we’ve chosen as our purpose in life – traveling.

See you tomorrow,

Your Ulf

Sonne, Strand und Küsschen

(down below in english) Ich weiss, es ist schon beinahe ekelig, wie glücklich wir sind. Jeden Morgen dieses “ die unfassbar schöne Sonne am traumhaften Strand“, ich hätte schon aufgehört, mich zu lesen, weil ich uns wie eines dieser Youtubepaare gesehen hätte.

Aber deshalb schreibe ich auch von anderen Dingen, denn natürlich ist hier nicht nur eitler Sonnenschein, oder anders gesagt: Hier finden auch Friktionen statt, aber eben meist zu Sonnenschein, der es der Seele einfach unmöglich macht, lange zu granteln.

Das Schönste ist aber, dass man hier unter Gleichgesinnten ist: Punks, Weltreisender Frauen mit geheimnisvollen Tattoos, Bankkauffrauen, die auf modernste Weise Liebe und Autonomie in ihrem Mercedes Sprinter verbinden, Lebenstrainer aus Polen, die unter britischer Flagge ihre Einsamkeit suchen und eine Portugisin, die 500 Meter weiter ihre Einsamkeit sucht ohne das andere Gleichgesinnte dabei im Weg sind

Man sieht sich beim spazieren, plauscht mal kürzer, mal länger bei Frühstück oder Kaffee, tauscht Erfahrungen aus und lauscht ganz ohne Vorbehalte, was andere motiviert hat, diesen oder einen ähnlichen Lebensweg zu beschreiten.

Man kennt sich kaum und spricht dennoch über Probleme oder Steuern, als sei man gemeinsam aufgewachsen.
Schaut morgens kurz, was der ein oder andere Wegabschnittsgefährte grad erlebt und freut sich ganz neidfrei über fremdes Glück oder leidet mit denen, denen es nicht so gut geht. Meist kann man nichts tun, außer das Gefühl zu geben oder anzunehmen, auf dieser Art von Lebensweg nicht allein zu sein.

Mut zusprechen, Wärme teilen und helfen wo man kann. So einfach kann es sein, wenn man sich einfach von Pseudopflichten im Kopf befreit.
Klar, auch hier müssen die Menschen Geld verdienen, aber weit weniger als in der jeweiligen Heimat. Hier wird der Job nicht zu einer skalaren Orientierung, in die man sich einzuordnen hat, sondern zu einem spannenden Gesprächsthema und manchmal gar zur Inspiration. Interessant, wie oder was Du machst.

Und dazu Sonne, Strand und Küsschen. Was will man mehr?

Bis morgen,

Euer Ulf

Sun, beach and kisses
I know, it’s almost disgusting how happy we are. Every morning this „the unbelievably beautiful sun on the gorgeous beach“, I would have stopped reading myself already because I would have seen us like one of those Youtube couples.

But that’s why I write about other things, because of course it’s not all vain sunshine here, or to put it another way: there’s friction here too, but mostly sunshine that simply makes it impossible for the soul to grumble for long.

But the best thing is that you are among like-minded people here: punks, globetrotting women with mysterious tattoos, bank clerks who combine love and autonomy in their Mercedes Sprinter in the most modern way, life coaches from Poland looking for solitude under the British flag and a Portuguese woman looking for solitude 500 meters away without other like-minded people in the way

You see each other on a walk, chat sometimes for a short time, sometimes longer over breakfast or coffee, share experiences and listen without reservations to what motivated others to take this or a similar path in life.

You hardly know each other and yet you talk about problems or taxes as if you had grown up together.
You take a quick look in the morning to see what one or the other fellow traveler is currently experiencing and, without envy, rejoice in other people’s happiness or suffer with those who are not doing so well. In most cases, there is nothing you can do except give or accept the feeling that you are not alone on this kind of life journey.

Encourage, share warmth and help where you can. It can be that simple if you just free yourself from pseudo obligations in your head.
Sure, people have to earn money here too, but far less than in their home country. Here, the job doesn’t become a scalar orientation that you have to fit into, but an exciting topic of conversation and sometimes even an inspiration. It’s interesting how or what you do.

Plus sun, beach and kisses. What more could you want?

See you tomorrow,

Your Ulf

Geld kann ja jeder

(down below in english) Sie schläft noch, während ich einen kleinen Plausch mit der Sonne halte und daran denke, dass ich schon so lange nicht mehr über die Frau geschrieben habe, die das alles hier möglich macht. Mich trägt und erträgt, mir wie kein Mensch zuvor vertraut und darüber die Kraft gibt, an mich und uns zu glauben.

Meine Frau, Silvana, die den ganzen Laden zusammenhält. Kocht, putzt, den Jürmann inspiziert und repariert und mit ihrer liebenswürdigen Art Nachbarn animiert uns Plätzchen und Kuchen zu bringen sowie ganz nebenbei deren und meine Hosen näht und Kleider stopft.

Meine mutige, toughe, liebenswerte und tapfere Ehefrau, mehr als Fels in der Brandung, Lieblingsmensch oder angetraute. Denn ohne sie wären wir nicht hier und ich nicht so glücklich und motiviert wie noch nie in meinem Leben.

Ich mache Fehler, sie macht weiter. Ich bin krank und sie mir eine Wärmflasche. Ich verdiene ein paar Kröten, aber sie kauft für uns davon alles und mehr, was wir für ein schönes Leben brauchen.

Jeden Tag gehen wir bei Chez Silvana Essen und im Hotel SiLVANa schlafen. Sie bringt mich sogar dazu freiwillig zu Duschen, weil wir eine richtig geil komfortable Nasszelle mit heißem Wasser haben und wenn ich zu hibbelig bin für den technischen Aufbau meiner digitalen Lehrstunden, macht sie aus unserem Schlafzimmer mein Büro und geht anschließend am Strand Englisch lernen.

Was für ein Glück, was für ein Mensch, was für eine Frau? Das einzige was meiner Silvana noch fehlt ist, dass sie selbst begreift wie unbeschreiblich sie ist.

Ich liebe Dich und jeden Tag mehr, mit jeder Faser und allem was du hast und bist. Dein Gang, Dein Lächeln und meist sogar Deine schlechte Laune, wenn Du denn mal welche hast. Du würdest nie aufzählen, um mir Deine Liebe zeigen zu wollen.

Du kommst plötzlich irgendwann einfach lachend in meine Arme und küsst mich wie nur Du es kannst und wisperst, beinahe nebenbei ich liebe Dich.

Wenn ich es nicht schon getan hätte ich würde Dich jeden Tag wieder heiraten; aber Du schläfst ja noch,


Dein Ulf

Anyone can have money
She’s still asleep while I have a little chat with the sun and think about how it’s been so long since I’ve written about the woman who makes all of this possible. She carries me and puts up with me, trusts me like no other person before and gives me the strength to believe in myself and us.

My wife, Silvana, who holds the whole place together. She cooks, cleans, inspects and repairs the Jürmann and, with her kind nature, encourages neighbors to bring us cookies and cakes as well as sewing their and my pants and darning clothes.

My courageous, tough, lovable and brave wife, more than a rock in the surf, a favorite person or a loved one. Because without her, we wouldn’t be here and I wouldn’t be as happy and motivated as I’ve never been in my life.

I make mistakes, she carries on. I’m ill and she gives me a hot water bottle. I earn a few bucks, but she buys everything and more for us that we need for a good life.

Every day we eat at Chez Silvana and sleep at the Hotel SilSILVANa. She even makes me take a shower voluntarily because we have a really cool, comfortable wet room with hot water and when I’m too fidgety for the technical set-up of my digital lessons, she turns our bedroom into my office and then goes to learn English on the beach.

What luck, what a person, what a woman? The only thing missing from my Silvana is that she herself realizes how indescribable she is.

I love you more and more every day, with every fiber and everything you have and are. Your walk, your smile and usually even your bad mood, if you ever have one. You would never list to show me your love.

At some point, you suddenly just come into my arms laughing and kiss me as only you can and whisper, almost incidentally, that I love you.

If I hadn’t already done so, I would marry you again any day; but you’re still asleep,


Your Ulf

Happy Birthday lieber Jürmann

(down below in english) Du Ulf auf Rädern, der in kürzester Zeit vom Transporter zum Zuhause wurde. Du, wiedergeboren in Horstmar und in Dubrovnik von den Toten auferstanden bist, hast uns nicht nur in Dir, manche unruhige Nacht gekostet. Wir haben uns wie zu junge Eltern auf Dich gefreut, Dich mit jeder Kinderkrankheit lieber gewonnen und gegen alle Widerstände auf die Straßen gebracht, die unsere Welt bedeuten sollten.

In sechs Monaten wurde aus Dir, einem alten Transporter, nahe Düsseldorf ein meist beweglicher Lebensmittelpunkt für verlorene Seelen, die noch nicht wussten, was Du für eine Aufgabe sein wirst.

Unser letztes Geld haben wir auf über 4000 Kilometern in Dich gesteckt, und dabei nicht nur viel über uns, sondern auch über Dich gelernt. Wie groß du kleiner Transporter sein kannst und wie sensibel Deine Bremsen, Dein Getriebe, Turbo und Keilriemen ist.

An und in Dir würde Silvana zur Mechatronikerin und ich zum Lehrer.

Auf mikrigster Bodenfläche hast Du uns gelehrt, wie man sich bei schlechter Laune aus dem Weg gehen kann, ohne Dich zu verlassen und wie man mit einem langsamen Rechner Geld verdient.

Durch Östereich, Italien, Slowenien, Bosnien, Kroatien, Montenegro und Albanien hast du uns nach Griechenland gebracht und streckst die Schnauze schon wieder Richtung Türkei.

Oh Jürmann, Du französisches Problemkind gepaart mit Deutscher Improvisationskunst. Wie sehr lieben wir Dich, dank der von Silvana eingebauten Heizung, auch wenn Du uns in Kloster Andechs den Küchenschrank zu Füßen legtest und mit munterem Lichtspiel immer wieder gezeigt hast, wie sehr Du Dir unsere Aufmerksamkeit wünscht.

Nein, der TüV mag Dich nicht, aber mach Dir nichts daraus immer sagen Deine Leute Du siehst doch viel jünger aus. Mit Deinen schmuddeligen Knien, wenn Deine Holme Wasser ziehen, nehmen ich mir eine Zigarette wenn Abschleppseil legt Dich an Kette, ja Deine Beulen hier und da, waren vor einem Jahr noch gar nicht da.

Aber auch nicht das Wasser, warm, und im Becken Dein Spülhahn, die Batterien Lithium, brachten mein Schatzi beinahe um. Solaranlage viele Kabel alles liegt auf Deiner Gabel, die trotz wengen Pferdestärken uns Deine Willenskraft ließ merken.

An Hängen und im tiefstem Kiesbett träge, standest Du manchmal recht schräge. Wer will schon einen Hymer haben, wenn er sich kann an Jürmann laben?

So hoffen wir, trotz der Blessuren, das Du mit uns noch manche Spuren, in diese Welt gedenkst zu machen und immer wieder bringst zum lachen. Denn was wären, Sie und ich, ohne Rappelkiste Dich.

Dein Ulf

Happy Birthday dear Jürmann
You Ulf on wheels, who went from van to home in no time at all. You, reborn in Horstmar and resurrected from the dead in Dubrovnik, cost us many a restless night, and not only in you. We looked forward to you as if you were too young, we loved you more with every childhood illness and, against all odds, took you onto the streets that were to be our world.

In six months, you, an old van near Düsseldorf, became a mostly mobile center of life for lost souls who did not yet know what you would be.

We invested the last of our money in you, driving over 4000 kilometers, and learned a lot not only about ourselves, but also about you. How big you little transporter can be and how sensitive your brakes, gearbox, turbo and V-belt are.

On and in you, Silvana would become a mechatronics engineer and I would become a teacher.

You taught us how to get out of the way in a bad mood without leaving you and how to earn money with a slow computer.

Through Austria, Italy, Slovenia, Bosnia, Croatia, Montenegro and Albania, you brought us to Greece and are already stretching your snout towards Turkey again.

Oh Jürmann, you French problem child paired with German improvisational skills. How much we love you, thanks to the heating installed by Silvana, even though you laid the kitchen cupboard at our feet in Kloster Andechs and showed us again and again how much you wanted our attention with a lively play of light.

No, the TÜV doesn’t like you, but don’t worry, your people always say you look much younger. With your grubby knees, when your spars draw water, I take a cigarette when the tow rope puts you on a chain, yes, your dents here and there weren’t even there a year ago.

But neither was the water, warm, and your tap in the sink, the lithium batteries almost killed my sweetheart. Solar system, many cables, everything is on your fork, which, despite little horsepower, made us realize your willpower.

Sluggish on slopes and in the deepest gravel bed, you sometimes stood at quite an angle. Who wants a Hymer when they can enjoy Jürmann?

So we hope, despite your wounds, that you will continue to make your mark on this world with us and make us laugh again and again. Because what would you and I be without Rappelkiste?

Your Ulf

Frühlingserwachen

(down below in english) An unserer Wagenburg am Strand entsteht jeden Morgen die Welt. Man hört nur das Rauschen der Wellen, hin und wieder einen Jogger hecheln und die kleinen Vögel, die bald nach Deutschland fliegen.
Und alles vor einem Himmel, der auf einer kleinen Nebeldecke ruht, aus denen Berge erwachsen und die einen sanften übergang zu Wolken bilden, hinter denen gegen halb acht die Sonne erscheint.
Jeder hier, der Computerspezialist aus England, die Portugiesin, für die unsere Fluchtnacht nur ein Schauer war, sowie die ehemalige Bankkauffrau, die nicht aus ihrem Mercedes an in das neue Wohnmobil ihrer Freundes ziehen mag, ist still.
Man und Frau sitzen oder liegen im jeweiligen Bett und genießt das allmorgendlich Ritual der Weltentstehung.
Worte, so scheint es, sind zu gewöhnlich für so ungewöhnlich schöne Momente. Vielleicht werden sie auch wie von mir in einen Blog getippt, aber nicht gesprochen. Die Ruhe ist laut genug für den ersten Kaffee.
Hier haben die Augen noch Zeit, das sehen zu lernen, verfolgen die Möwen über dem Meer oder hängen an Morgentau von Pflanzen, die auf grünen Hälsen das Sonnenlicht inhalieren.
Griechenland hat Zeit, spürt man hier, wo man sich überflüssiger Zivilisation entzieht. Hier macht keiner das Radio an, um die Nachrichten zu hören, oder schimpft, dass man gleich arbeiten muss. Hier nickt man sich zu und nimmt sich die Zeit für unbeschreibliches Frühlingserwachen.
Hier ist kein Platz für Ablenkung, den hier will man das erleben was ist und alles, was nicht urwüchsig ist stört.
Hier bringt man sich Nussecken, flickt Kleider oder schreibt, nur damit alles so bleiben kann wie es ist.
2023, 24 und 25. Hier gibt es keine Zahlen, sondern nur ein Jetzt. Immer wieder und immer wieder einmalig und selbst das ist schon zu viel Schönheit für zwei Augen und eine Seele.

Man kann eben nicht alles haben. Aber mehr geht nicht.

Bis morgen,

Euer Ulf

Early morning awakening
Every morning, the world begins at our wagon castle on the beach. All you can hear is the sound of the waves, the occasional jogger panting and the little birds that will soon be flying off to Germany.
And all against a sky that rests on a small blanket of mist, from which mountains emerge and form a gentle transition to clouds, behind which the sun appears around half past seven.
Everyone here, the computer specialist from England, the Portuguese woman for whom our night of escape was just a shower, and the former bank clerk who doesn’t want to move out of her Mercedes and into her friend’s new camper van, is quiet.
Man and woman sit or lie in their respective beds and enjoy the morning ritual of the world coming to life.
Words, it seems, are too common for such unusually beautiful moments. Perhaps they are typed into a blog, as I did, but not spoken. The silence is loud enough for the first coffee.
Here, the eyes still have time to learn to see, following the seagulls over the sea or hanging on to morning dew from plants that inhale the sunlight on green necks.
You can sense that Greece has time here, where you can escape superfluous civilization. Here, nobody turns on the radio to listen to the news or complains that they have to go to work straight away. Here, people nod to each other and take the time for an indescribable spring awakening.
There is no room for distraction here, because here you want to experience what is, and everything that is not natural disturbs you.
Here you bring yourself nut corners, mend clothes or write, just so that everything can stay as it is.
2023, 24 and 25 – there are no numbers here, just a now. Again and again and again unique and even that is too much beauty for two eyes and one soul.

You can’t have everything. But more is not possible.

See you tomorrow,

Your Ulf

Tabula rasa

(down below in english) Wir mussten gestern umziehen, weg vom Strand mit dem idealen Internet zu dem, der durch seine Ruhe besticht.

Manchmal muss man zu seinem Glück gezwungen werden. Denn hier ist es traumhaft. Vereinzelte Vögel am Horizont, Wellenrauschen und eine Sonne, die es nur gut mit einem meint. Kein verlogenes „na wie geht es Dir?“ Keine Nachricht, in der steht, dass man leider umdisponieren muss, weil, keine identitäre Profilierungssucht, die, wenn man selbst ein Problem hat zum Yoga muss und echauffiert ist, wenn der Knecht grad seinen Schreibtisch ordnet.

Eine kleine Wolke aus dem Mund, weil die Nacht noch Spuren der Kälte für den Tag hinterlassen hat und Frieden in der Sprache die jeder versteht und verstehen will: Sonnenstrahlen auf Morgentau.

Hier, in diesem, unserem kleinen Paradies, gibt es keine Wochentage oder Rechnungen, nur andere Reisende, die selbst auf der Suche nach dieser Ruhe sind und in der Ferne ein Schiff, dass symbolisiert, dass irgendwo in der eigenen Seele auch mal eine Sehnsucht nach mehr steckte.

Aber diese Sehnsucht ist in mir gestillt, wie Durst nach einem Kaltgetränk. Nichts weiter als eine Erinnerung an ein Imperfekt, mit dem sich jetzt andere rumzuschlagen haben.

Nie wieder Angst, egal vor was, nie wieder Selbstzweifel, weil andere an einem zweifeln könnten. Ich bin zufrieden mit mir, mit mir im Reinen, wie ich es noch nie war und dieses Glück lasse ich mir von keinem mehr kaputt machen.

Nie wieder.

Lieber gern wenig gezahlt bekommen als ungern viel. Nie wieder Bringschuld. Ich habe immer getan was ich konnte, mehr geht nicht und ich weiss das, und hier, kann ich mich auch endlich damit versöhnen, dass ich damit zufrieden bin.

Und Silvana? Sie fragt mich nur, ob ich auch einen Kaffee will, grüsst im Vorbeigehen kurz unsere gemeinsame Freundin, kuschelt sich wieder in die Decke und haucht sanft: Ist das schön hier.

Mehr geht nicht.

Bis morgen,

Euer Ulf

Tabula rasa
We had to move yesterday, away from the beach with the ideal internet to the one that impresses with its tranquillity.

Sometimes you have to be forced to be happy. Because it’s a dream here. A few birds on the horizon, the sound of the waves and a sun that only means well with you. No mendacious „how are you?“ No messages telling you that you unfortunately have to change your plans because you have to go to yoga when you have a problem and you’re so upset when your servant is tidying his desk.

A small cloud from the mouth, because the night has left traces of the cold for the day, and peace in the language that everyone understands and wants to understand: sunbeams on morning dew.

Here, in this, our little paradise, there are no weekdays or bills, only other travellers who are themselves in search of this peace and a ship in the distance that symbolizes that somewhere in your own soul there was once a longing for more.

But this longing is quenched in me, like a thirst for a cold drink. Nothing more than a reminder of an imperfection that others now have to deal with.

No more fear, no matter what, no more self-doubt because others might doubt you. I’m happy with myself, at peace with myself like I’ve never been before and I won’t let anyone ruin this happiness.

Never again.

I’d rather be paid a little than a lot. No more debt. I’ve always done what I could, I can’t do more and I know that, and here I can finally reconcile myself to the fact that I’m happy with that.

And Silvana? She just asks me if I want a coffee too, says a quick hello to our mutual friend as we walk past, snuggles back into the blanket and breathes softly: „It’s lovely here.

That’s all I can do.

See you tomorrow,

Your Ulf

Lieber Max,

(down below in english)

Lieber Max,
mein lieber guter bester Freund, bevor Du morgen in Dein Schweigekloster fährst, möchte ich Dich noch kurz vollabern, denn heute ist ein so schöner Tag, dass ich nicht umhin kann, mich einmal bei Dir zu bedanken.

Seit jetzt etwa 15 Jahren bist Du nun schon an meiner Seite und selten hat “ in guten wie in schlechten Zeiten“ besser gepasst, als bei uns. Obwohl Freunde wohl nicht unterschiedlicher sein können als wir. Gibt es eigentlich überhaupt etwas, bei dem wir nicht antiproportional gestrickt sind?

Ja, eines fällt mir ein, bei der Sehnsucht.

Ich weiss noch genau, wie ich zum Vorstellungsgespräch nach München kam. Es lief alles schief, der LKW-Fahrer, der mich mitnahm, ließ mich Nachts um drei am Flughafen raus, die Bewerbungsmappe war nicht ausgedruckt und der Copyshop hatte geschlossen.

Als ich das Gebäude neben der Senffabrik erreichte, stank ich nach Frustbier und Schweiß und mein zukünftiger Vorgesetzter war ein Spießer. Gut, dass ihm meine Arbeiten, die er ausdruckte so gut gefielen, dass seine letzten Worte waren „wann kannst Du anfangen?“ Denn sonst hätte ich nie beim Golfen auf Schulfluren den Mann kennenlernen können, mit dem ich so gut geistiges Ping Pong spielen kann.

Vom ersten Tag an funktionierten wir, ohne, dass wir uns gegenseitig charakterlich erklären mussten. Klar, ich war ich seit jeher die Labertasche, aber Du hast immer wie mit einem mentalen Skalpell meine Gedanken seziert und filetiert, aus durchgeknallten Scheiß großes Kino gemacht und mich sogar bei Dir einziehen lassen. Wohl der einzige Mensch der Welt, der mich nicht omnipräsent daran erinnerte, was für ein anstrengender Sack ich bin.

Auf sonntäglichen Museumstouren lachten wir über Deine Erlebnisse in Paraguay und meine in Mexiko und festigten dabei ein Band, dass weit über Sympathie hinausging. Wenn ich in Salzburg bei einem Wurstfabrikant zeigen sollte, was ich kann, warst Du natürlich dabei und hast mit mir Parkbänke getestet und ein Hotelbett geteilt und wenn ich mich in meinem Frust verloren habe, hast Du mir meinen Kopf wieder zurechtgerückt.

Oder wenn uns Messen in Frankfurt zu langweilig waren, bist Du mit mir eine Nacht nach Marseille geflogen, einfach so. Wie geil! Mit Dir war ich erstmalig im Auftrag des Herrn unterwegs.

Du bliebst immer der stille Teilhaber all meiner Gedanken und tanzender Freund am Rhein, mit dem ich unzählige Kilometer spaziert bin und meine Hochzeit feiern durfte. Du bist wirklich der einzige, auf den ich mich in meinem Leben immer verlassen konnte, was bestimmt sehr oft nicht leicht war. Du hast mich, wie Silvana jetzt, immer so genommen wie ich war. Nicht schön aber selten.

Wenn ich nicht wusste wohin mit mir, hast Du Dir meinen Scheiss angehört und wenn meine Welt zusammenbrach, mehr als einmal, hast Du mit der Mechanik eines Psychologen aus meinen Aussagen Fragen an mich formuliert und mir geholfen, mir selbst die fehlende Antwort zu geben und ganz selten, konnte ich sogar für Dich da sein.

Und selbst jetzt, wo ich in Griechenland bin und nur selten Deine Stimme wirklich höre, denke ich oft an Dich „Jordan Peterson hat dazu mal gesagt“, klingt es dann in meinen Ohren oder „der Dude macht das schon“.

Der einzige Wehrmutstropfen ist wohl, dass der Dritte im Bunde das Ratpack verlassen hat. Aber ich bin froh, dass Du, wer sonst, noch in Kontakt mit ihm stehst, denn es gibt wohl keinen, der einen Freund wie Dich so gut gebrauchen kann wie er.

Danke, dass es Dich gibt Dude,

Dein Freund Adi, Ulf oder welche Bezeichnung dir grad in den Kopf kommt, ich weiss ja, dass ich gemeint bin, bei wem denn sonst?!

Dear Max,
My dear best friend, before you leave for your silent monastery tomorrow, I would like to give you a quick shout-out because today is such a wonderful day that I can’t help but thank you.

You’ve been by my side for about 15 years now and rarely has „for better or for worse“ been a better fit than with us. Although friends couldn’t be more different than we are. Is there actually anything that we are not antiproportionally knitted?

Yes, one thing comes to mind, when it comes to longing.

I remember exactly how I got to the job interview in Munich. Everything went wrong, the truck driver who gave me a lift dropped me off at the airport at three in the morning, the application folder hadn’t been printed out and the copy store was closed.

When I arrived at the building next to the mustard factory, I reeked of frustration beer and sweat and my future supervisor was a philistine. It’s a good thing he liked the work he was printing out so much that his last words were „when can you start?“ Because otherwise I would never have been able to meet the man with whom I can play intellectual ping pong so well while playing golf in school corridors.

From day one, we worked together without having to explain each other’s character. Sure, I’ve always been the blabbermouth, but you always dissected and filleted my thoughts like a mental scalpel, made great cinema out of crazy shit and even let me move in with you. Probably the only person in the world who didn’t constantly remind me what an exhausting sack of shit I am.

On Sunday museum tours, we laughed about your experiences in Paraguay and mine in Mexico and strengthened a bond that went far beyond sympathy. When I had to show what I could do at a sausage factory in Salzburg, you were of course there to test park benches and share a hotel bed with me, and when I lost myself in my frustration, you set me straight.

Or when trade fairs in Frankfurt were too boring for us, you flew with me to Marseille for a night, just like that. How cool! I was traveling with you for the first time on behalf of the Lord.

You were always a silent partner in all my thoughts and a dancing friend on the Rhine, with whom I walked countless kilometers and celebrated my wedding. You really are the only person I could always rely on in my life, which was certainly not always easy. Like Silvana now, you always took me as I was. Not nice but rare.

When I didn’t know what to do with myself, you listened to my bullshit and when my world collapsed, more than once, you formulated questions for me from my statements with the mechanics of a psychologist and helped me to give myself the missing answer and very rarely, I could even be there for you.

And even now, when I’m in Greece and rarely really hear your voice, I often think of you „Jordan Peterson once said this“, it sounds in my ears or „the Dude will do it“.

The only downer is probably that the third member has left the Ratpack. But I’m glad that you, who else, are still in contact with him, because there’s probably no one who can use a friend like you as much as he can.

Thank you for being there Dude,

Your friend Adi, Ulf or whatever name comes into your head, I know that you mean me, who else?
who else?!

Der Küchenchef enpfielt


(Down below in english) Jeden Tag werden etwa 10 Millionen Essensbilder gepostet. Egal ob kulinarische Leckerbissen oder verbrannter Toast, die digitale Festplatte ist voll von Bildern, die kein Mensch braucht. Der Vorteil dabei scheint, dass das digitale Gehirn nicht aktiv in dem Sinne leben muss, dass es all diese Menüs und andere mehr oder weniger erinnerungswürdige Momente zur Bestreitung anstehender 24 Stunden braucht.

Beim menschlichen Gehirn ist das anders. Jeden Tag kommen auch hier neue Bilder, Töne und Gefühle zum bisher wahrgenommen hinzu und, ob man es will oder nicht, alles Vergangene gestaltet die Perspektive, mit der man das Zukünftige betrachtet.

Wenn ich also jetzt meinen Kaffee genieße, bestimmt sogar meine ehemalige Englischlehrerin Frau Brumberg, Nomen est Omen, wie er mir schmeckt.

Man kann also fast sagen, dass es einem Wunder gleichkommt, dass ich überhaupt noch genießen kann. Glücklicherweise ist dem ganz und gar nicht so, denn es gibt unendlich viel, was ich wie ein Neugeborenes genießen kann. Aber die Nacht gehörl leider nicht dazu.

Wenn es draussen dunkel wird, scheint sich auch mein Geist zu verdunkeln. Beinahe jede Nacht fühlt es sich so an, als blättere ich sämtliche Erinnerungsalben meines Lebens durch, wobei ich mit Themen wie „schlimmste Erinnerungen aller Zeiten zu beginnen scheine und erst gegen sechs bei Zoé, Silvana oder Kalamatas ankomme.

Es ist nicht so, vielleicht leider, dass ich mich daran erinnere, aber ich wache jede Nacht unzählige Male auf und bin gerädert vom Kopfkino, bis der Wecker um sieben Klingelt und der Autor dieses Blogs aufstehen muss.

Ich habe so viel auf dieser Reise zum guten wenden können, aber wenn es um durschlafen geht fühle ich mich wie ein Fisch der fliegen soll, ich kann es einfach nicht. Die unzähligen verkochten Mahlzeiten aus in der Schule sitzen bleiben oder anderer versalzener Erinnerungen auf der Festplatte meines Superrechners, wollen jede Nacht betrachtet werden, als ob mein RAM dächte, dass ohne diese kein Leben möglich wäre.

Ich weiss, dass das Quatsch ist und da ich alles von Freud gelesen habe, habe ich sogar eine Ahnung davon, was mein persönlicher Yogibär mir damit sagen will, aber den Schritt, diese schwatzen Gedanken wie unweigerlich verstreichende Sekunden und Stunden einfach ziehen zu lassen, gelingt mir einfach noch nicht.

Aber vielleicht ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt, sich genau dieser Baustelle zu widmen, denn alles andere in meinem Leben hat sein Ziel erreicht. Jetzt gilt es also, einfach nur das Gute zu genießen.Wer hätte gedacht, das eine scheinbar so herrliche und dankbare Aufgabe, die schwerste Hürde in einem Leben sein kann?

Aber ehrlich, es gibt doch keinen einzigen Grund, davor Angst zu haben, denn man muss ja nicht Verbrannte Toasts verdauen lernen sondern ausschließlich, Gambas, Hähnchen, Filetsteaks und Schokopudding.

Vielleicht fehlte bisher einfach der Hunger, aber jetzt ist er da!

Bis morgen,

Euer Ulf

The chef recommends
Around 10 million food pictures are posted every day. Whether culinary delicacies or burnt toast, the digital hard disk is full of pictures that nobody needs. The advantage of this seems to be that the digital brain does not have to live actively in the sense that it needs all these menus and other more or less memorable moments in order to cope with the upcoming 24 hours.

The human brain is different. Every day, new images, sounds and feelings are added to what we have already perceived and, whether we like it or not, everything in the past shapes the perspective with which we view the future.

So when I enjoy my coffee now, even my former English teacher Mrs. Brumberg, nomen est omen, determines how it tastes to me.

So you could almost say it’s a miracle that I can still enjoy it at all. Fortunately, that’s not the case at all, because there are so many things I can enjoy like a newborn. But unfortunately, the night is not one of them.

When it gets dark outside, my mind seems to darken too. Almost every night it feels like I’m leafing through all the memory albums of my life, where I seem to start with topics like „worst memories ever“ and only get to Zoé, Silvana or Kalamatas around six.

It’s not, perhaps sadly, that I remember, but I wake up countless times every night and I’m choked up from the head cinema until the alarm clock rings at seven and the author of this blog has to get up.

I’ve managed to turn so much of this trip around, but when it comes to sleeping through the night I feel like a fish that’s supposed to fly, I just can’t do it. The countless overcooked meals from sitting at school or other salty memories on my supercomputer’s hard drive want to be looked at every night, as if my RAM thinks that life is impossible without them.

I know this is nonsense and having read all of Freud, I even have an idea of what my personal yogi bear is trying to tell me, but I just can’t yet take the step of letting these chattering thoughts pass like inevitable seconds and hours.

But perhaps now is exactly the right time to dedicate myself to this construction site, because everything else in my life has reached its destination. So now it’s time to simply enjoy the good: who would have thought that such a seemingly wonderful and rewarding task could be the hardest hurdle in life?

But honestly, there’s not a single reason to be afraid of it, because you don’t have to learn to digest burnt toast, only prawns, chicken, fillet steaks and chocolate pudding.

Maybe I just wasn’t hungry before, but now I am!

See you tomorrow,

Your Ulf