Des Kaisers neue Kleider

Endlich im neuen Leben angekommen

(down below in english) Wir sind in der Nähe von Preveza, einem Ort, dessen Name aus dem Albanischen stammt: Durchgang, und so fühlt es sich auch an.

Nicht weil Prevesa hässlich ist, oder wir das Gefühl haben nicht da zu sein. Sondern Silvana und ich gehen grad durch eine Tür. Wir verlassen unser altes Ich, das alte Leben und betreten die Welt der Nomaden.

Ab jetzt scheint es, ist unser Zuhause unterwegs, da wo wir stehen. Jeden Tag woanders und jeden Tag anders. Ich spüre noch, wie ungewohnt sich des Kaisers neue Kleider anfühlen und auch, wie sehnsüchtig manche Facette in mir nach alten Routine giert, aber es ist zu spät. Ich kann nicht mehr Deutschland, bin aber auch kein Grieche.

Ich bin Traveler, fühle mich wie ein Bergsteiger, der auf dem jeweiligen Berg seine Heimat fühlt, den er grad besteigt, unfähig, je wieder vom Küchentisch nur auf hohes Gestein im Internet zu schauen, ohne es besteigen zu wollen. Und ich spüre wie nie, dass ich schreiben muss.

Das Schreiben ist meine Aufgabe mit der ich wie Gaugin und andere leben und überleben will und muss. Und auch hierbei spüre ich das Tor, denn es ist ungeschönt da, diese Gewissheit, dass dies wahrscheinlich ein Überlebenskampf wird.

Ich werde für Schreibarbeit nie gut bezahlt werden. Die Aufgabe für mich persönlich besteht darin, mein Leben darauf einzurichten.

Ich will nicht mehr mehr verdienen wollen, weil mein Lebensstil nach etwas giert, das es nicht braucht. Mein Leben braucht Stift und Papier, maximal einen Rechner, eine Leinwand quasi. Sonst nichts.

Und da sind wir auch bei der zweiten Baustelle. Ich muss mich damit versöhnen, kein Maler zu sein, wie ich so lange sein wollte. Ich bin kein Maler. Ich bin Schriftsteller und vielleicht deshalb darin gut, weil ich wie ein Maler denke.

Ich male mit Worten, Bilder, wie sie sich mir aufdrängen und wenn man mir wie van Gogh sagt, sie seien scheiße, dann wird mich das nicht mehr an mir selbst zweifeln lassen. Und hinter Prevesa, diesem wunderschönen kleinen Hafenstädtchen werde ich auch hoffentlich irgendwann begreifen, dass es mir auch keine Befriedigung geben kann, wenn sich das nach meinem Tot ändert, oder wenn dies zu Lebzeiten passiert.

Ich bin endlich das, was ich immer sein wollte: Künstler und Künster sind nicht Gestalter im Auftrag eines Publikums sondern nur im Auftrag der Seele.

Bis morgen,

Euer Ulf

Thanks to all who read me!!!!

The emperor’s new clothes
We are near Prevesa, a place whose name comes from the Albanian: Passageway, and that’s how it feels.

Not because Prevesa is ugly or because we don’t feel like we’re there. It’s because Silvana and I are walking through a door. We are leaving our old selves, our old lives, and entering the world of nomads.

From now on, it seems, our home is on the move, wherever we are. Every day somewhere new and every day different. I can still feel how unfamiliar the emperor’s new clothes feel and also how longingly some facets of me yearn for the old routine, but it’s too late. I can no longer do Germany, but I’m not Greek either.

I am a traveler, I feel like a mountaineer who feels at home on the mountain he is climbing, unable to ever again look from the kitchen table at the high rock on the Internet without wanting to climb it. And I feel more than ever that I have to write.

Like Gaugin and others, I want and have to live and survive with writing. And here, too, I can feel the gate, because it is there, unadorned, this certainty that this will probably be a struggle for survival.

I will never be paid well for writing. The task for me personally is to set my life up for it.

I don’t want to want to earn more because my lifestyle craves something that doesn’t need it. My life needs pen and paper, a computer at most, a screen so to speak. Nothing else.

And that brings us to the second construction site. I have to reconcile myself to not being a painter, as I wanted to be for so long. I am not a painter. I’m a writer and perhaps I’m good at it because I think like a painter.


I paint with words, images as they come to me, and if, like Van Gogh, I’m told they’re shit, it won’t make me doubt myself anymore. And behind Prevesa, this beautiful little harbor town, I will also hopefully realize at some point that it can’t give me any satisfaction if it changes after I die, or if it happens while I’m alive.

I am finally what I always wanted to be: artists are not creators on behalf of an audience but only on behalf of the soul.

See you tomorrow,

Your Ulf

Siga, siga

(down below in english) Seit wir im Land der Helen sind, bin ich langsamer geworden. Ich sitze oft wie Heraklit am Wasser und denke „man kann nicht zweimal in den gleichen Fluss springen“, und auch Epicur, der Einmalige, mit seinem genügsamen Hedonismus ist seit einiger Zeit weit mehr als nur ein weiser Theoretiker.

Ich spüre in diesem dünn besiedelten Land, wie der Geist der Philosophie omnipräsent ist. Griechenland ist Natur, die zum Verweilen einlädt. Und die Griechen, die sich stolz Anhänger der Göttin Helena nennen, versuchen nur selten, das Rad der Zeit ein bisschen schneller zu drehen, denn sie spüren die Endlichkeit und relativieren alles an ihr.

Nichts ist ewig, keiner unsterblich und wenn einer die Natur besiegt, dann kann sie es nur selbst sein.

Hier, wo Aristoteles (der Beste), Platon, der Flache, (wegen seiner Pläte) und Sokratis, der mir hier sogar als Mechaniker begegnete, sich seit über 2400 Jahren den Schirlingsbecher (Giftbecher) in die Hand geben, werde auch ich wieder zum Sterblichen. Aber nicht von der Medizin oder Politik, sondern von der Zeit, die im Wechsel der Positionen von Sonne, Wolken, Mond und Sterne, der hier schneller von Statten geht als überall wo ich bisher war.

Man spürt, dass man nur einige dieser Phänomene sehen kann. Dass es vor einem so war und nach einem so sein wird. Ob Orkan, Weltkrieg oder vielleicht irgendwann als Erfinder einer Zeitmaschine.

Dein Sein ist endlich, weil Du nie alles erleben kannst. Und diese Endlichkeit, nur sie allein, macht nur für Dich, Dein Leben und alles darin und daran besonders.

Und hier in Griechenland spürt man, wenn man das verstanden hat, braucht man weder ewig leben noch schnell sein, denn der Lauf der Zeit, die nur ein Steigbügel der Fantasie zum Begreifen des Ichs ist, lässt sich weder überlisten noch beeinflussen.

Der Fluss wechselt sein Wasser und der Mensch sich, ob Letzterer eingreift oder nicht, weil nur das Notwendigkeit des Seins ist.

Bis morgen,

Euer Ulf

Siga, Siga (slow, slow)



Since we’ve been in the land of Helena, I’ve slowed down. I often sit by the water like Heraclitus and think: „You can’t jump into the same river twice“, and even Epicurus, the one and only, with his simple hedonism, has long been much more than a wise theorist.

In this sparsely populated country, I have the feeling that the spirit of philosophy is omnipresent. Greece is a nature that invites you to linger. And the Greeks, who proudly call themselves followers of the goddess Helena, rarely try to turn the wheel of time a little faster, because they sense finiteness and relativize everything around them.

Nothing is eternal, no one is immortal, and if anyone can conquer nature, it can only be him.

Here, where Aristotle (the best), Plato the Flat (because of his platitudes) and Socrates, whom I even met here as an engineer, have been shaking hands for over 2400 years, I become mortal again. But not through medicine or politics, but through time, which passes faster here with the changing position of the sun, the clouds, the moon and the stars than anywhere I’ve been before.

You have the feeling that you can only see some of these phenomena. That it was like this before you and will be like this after you. Be it a hurricane or a world war, or maybe one day as the inventor of a time machine.

Your existence is finite because you can never experience everything. And this finiteness, that alone, makes your life and everything it contains something special.

And here in Greece, you feel that once you understand this, you don’t have to live forever or be fast, because time, which is just a stirrup for the imagination to catch, cannot be fooled or influenced.

The river changes its water and man changes himself, whether he interferes or not, for that alone is the necessity of existence.

See you tomorrow,

Your Ulf

Palace Hotel Ballroom im Norden

Frühstück von Jiannis Guitare Murphy

(down below in english) Es war ein besonderer Tag, der erste März 2024. Denn wir waren endlich wieder im Waschsalon. Es fühlte sich an, als wären wir nach Hause gefahren.
Der bekannte kleine Ort durch den sich zu „boom, boom, boom boom, in Kopf und Herzen,  der Jûrmann vorbei am Opel Astra gleichen Baujahres schob und dann, wie bei Muttern, dieses bekannte Dröhnen der Waschmaschinen, hinter dem unser Matt Guitare Murphy sein Tagwerk erledigte.

Am liebsten hätte ich gerufen „ma’am, ich hätte gerne zwei trockene Scheiben Toast, zwei gebratene Brathähne und eine Cola“ und wie im Film hat sich Jiannis umgedreht und uns mit einem breiten Lächeln und offenen Armen empfangen „Scheiße, die Blues Brothers!“

Wir haben uns vorher erst einmal gesehen, vor etwa vier Monaten und uns danach, wie vor hundert Jahren näher kennen gelernt, mit erst kleinen und dann längeren Nachrichten, die wir, motiviert von meinem Blog, sukzessive täglich austauschten.

Ich hab seine Aretha Franklin Aristhea nie gesehen, aber kannte sie gefühlt schon so genau, als hätte Jiannis sie auf einer Tour durch die Nacht mit uns kennengelernt.

Aber sie befürchtet zu Recht nicht, das wir ihren Mann entführen wollten, auch wenn bei der Umarmung von uns Vieren James Brown gerufen hätte „Siehst Du dieses Licht“ und alle im Chor geantwortet hätten „Die Bänd, wir bringen die Bänd wieder zusammen“.

Es gibt nicht viele Leute, deren Anwesenheit ich jemals so genossen habe wie die von Jiannis, seiner Frau, seiner Mutter und dem kauzig lächelnden Vater. Alle schienen zu wissen, das wir im Auftrag des Herrn unterwegs sind und das es gut ist, die good old Blues Brothers Boys band wieder spielen zu sehen, denn everybody, needs Somebody to Love und alle so „i need you you you“.

Bis morgen,

Euer


Ulf

Palace Hotel Ballroom up north


It was a special day, the first of March 2024, because we were finally back at the laundrette. It felt like we had gone home.
The familiar little town through which the Jûrmann pushed past the Opel Astra of the same model year to the sound of „boom, boom, boom boom“ in my head and heart and then, just like at my mother’s, the familiar roar of the washing machines behind which our Matt Guitare Murphy was doing his daily work.

I would have loved to shout „ma’am, I’d like two slices of dry toast, two fried roosters and a Coke“ and just like in a movie, Jiannis turned around and welcomed us with a broad smile and open arms „Shit, the Blues Brothers!“

We’d only seen each other once before, about four months ago, and then got to know each other better, like a hundred years ago, with first short and then longer messages that we gradually exchanged every day, motivated by my blog.

I never saw his Aretha Franklin Aristhea, but I felt I already knew her as well as if Jiannis had met her on a tour through the night with us.

But she rightly didn’t fear that we were going to kidnap her husband, even if, as the four of us embraced, James Brown had shouted „See that light“ and everyone had replied in chorus „The band, we’re getting the band back together“.

There are not many people whose presence I have ever enjoyed as much as that of Jiannis, his wife, his mother and the oddly smiling father. Everyone seemed to know that we are on a mission from the Lord and that it’s good to see the good old Blues Brothers Boys band playing again, because everybody, needs Somebody to Love and everybody is like „i need you you you“.

See you tomorrow,

Your
Ulf

Lecka!

*Wer ist Franjo?

(down below in english) Wie schreibt man Briefe, Einkaufszettel, Nachrichten oder Blogs wie diesen? Die meisten werden sagen, dass man „einfach“ Gedanken, also das, was man sagen will, in Buchstaben umwandelt und niederschreibt, getippt oder mit einem Stift.

Das stimmt aber nur bedingt, zumindest bei mir, denn so wie oben „beschrieben“ formuliere ich nur Einkaufszettel. Aber Briefe und Blogs entstehen anders und Nachrichten könnte ich gar nicht schreiben. Denn das oberste Gebot bei Nachrichten ist Sachlichkeit, auch wenn sich nur noch wenige daran zu halten scheinen.

Nachrichten müssen von jedweder Sprachpoesie und Fantasie befreit sein. Ein Umstand, der, wie ich finde, in Sprachen wie Französisch gar nicht möglich ist. Nachrichten sind noch nicht einmal wie Mathe, denn Nachrichten stellen nur da, was (angeblich) ist, ganz ohne Konklusio. Nachrichten sind vielleicht wie: Da steht eine zwei, irgendwo da noch eine und guck mal, da ist ein Kreuz. Wir sind also weit entfernt von „2+2“ und erst Recht von „= 4“.


Wie gesagt, ich könnte das nicht, zumindest nicht so. Deshalb ist es gut, dass ich keine Nachrichten schreibe, denn ich würde mit Bildern anreichern und so eloquent wie möglich aus zwei arabischen Reminiszenzen eine Geschichte machen, dessen Logik meinem Denken und meiner Fantasie verpflichtet ist.

Deshalb überlasse ich etwas, das auf den ersten Blick gleich ist anderen, die das besser können. Denn ich kann nicht so denken.

In meinem Geist gibt es keine schnörkellosen Bilder, ja nicht einmal Klare. Ein Auto sieht in meinem Kopf immer anders aus, je nachdem, wann es auftaucht. Mal hat es vier Räder, mal einen Motor, mal ist es farbig, oder ein bestimmter Ton oder ein Gefühl wie Zahnschmerzen und zu wieder anderen Zeiten ist es nur eindeutig nicht da.

Meine Gedanken sind Multifunktionswerkzeuge ohne einer Verwendungsverpflichtung. Physikalische Gesetze und somit auch Orthographie und Grammatik sind nur Optionen, die beim Darstellen von etwas, das sich erst im Prozess gestaltet, praktische Stilmittel oder Werkzeuge sind die mal helfen, Bilder mit Worten zu malen und manchmal stören, wie Motorlärm beim Konzentrieren.

Ich geben zu, nicht selten benutze ich auch die gedanklichen Notwendigkeiren des Lesers, von denen ich weiss, dass diese oft jenen Logik verpflichtet ist, um Friktionen in ihrem Geist zu provozieren. Dann machen Blumen plötzlich Lärm oder ein Komma wird zur Gedanken,Pause, wo sie der Lehrer kritisieren würde.

Aber ich bin eben kein Lehrer, zumindest nicht, wenn ich schreibe und selbst wenn ich einer bin, ermutige ich meine Schüler mutig zu sein, beim Anwenden von Grammatik und Rechtschreibung Kreativität walten zu lassen, denn Sprache soll doch Gedanken in Schrift verbindlichen und nicht umgekehrt.

Sprache ist in erster Linie der Verdeutlichung von Wunschdenken verpflichtet: Ich wünsche mir Dieses oder Jenes und so glaube ich, versteht das -der oder die-, der ich mich anvertraue, am besten.

Alles andere ist eine Kastration von Persönlichkeit. Nur wenn der kleine Ulf Fater mit „F“ schreibt, dann sieht er Franjo,* bei „Vater mit V“ sieht er jemanden ganz anderes, auch wenn das keiner verstehen kann.

Bis morgen,

Euer Ulf

*Who is Franjo?

How do you write letters, shopping lists, messages or blogs like this one? Most people will say that you „simply“ convert thoughts, i.e. what you want to say, into letters and write them down, typed or with a pen.

But that’s only partly true, at least for me, because I only formulate shopping lists as „described“ above. But letters and blogs are written differently and I couldn’t write messages at all. Because the top priority for news is objectivity, even if few people seem to adhere to it.

News must be free of any linguistic poetry and fantasy. A circumstance that, in my opinion, is not even possible in languages such as French. News is not even like math, because news only states what (supposedly) is, without any conclusion. Messages are perhaps like: There’s a two, somewhere there’s another one and look, there’s a cross. So we are a long way from 2+2 and even further from „=4“.
As I said, I couldn’t do it, at least not like this, so it’s good that I don’t write news, because I would enrich it with images and make a story out of two Arabic reminiscences as eloquently as possible, the logic of which is committed to my thinking and my imagination.

That’s why I leave something that is the same at first glance to others who can do it better. Because I can’t think like that.

There are no straightforward images in my mind, not even clear ones. A car always looks different in my head, depending on when it appears. Sometimes it has four wheels, sometimes an engine, sometimes it is colored, or a certain sound or a feeling like a toothache and at other times it is just clearly not there.

My thoughts are multifunctional tools without any obligation to use them. Physical laws and thus also orthography and grammar are only options that are practical stylistic devices or tools that sometimes help to paint pictures with words and sometimes interfere like engine noise when concentrating.

I admit that I often use the reader’s mental necessities, which I know are often bound by logic, to provoke friction in their minds. Then flowers suddenly make noise or a comma becomes a pause for thought, where it would criticize the teaching.

But I’m not a teacher, at least not when I’m writing, and even if I am, I encourage my students to be brave, to be creative in their use of grammar and spelling, because language is supposed to translate thought into writing, not the other way around.

Language is first and foremost committed to clarifying wishful thinking: I wish for this or that and so I think -the one or the ones- I confide in understand this best.

Anything else is a castration of personality. Only when little Ulf writes Fater with an „F“ does he see Franjo,* when he sees „Father with a V“ he sees someone completely different, even if nobody can understand that.

See you tomorrow,

Your Ulf


„In German ,you have to write „Vater“ (father) with „v“, i did IT with „f“

Wenn Engel reisen

(Down below in English) Ein bisschen weh tat es schon, unser Winterquartier, den liebgewonnenen Bouka Beach zu verlassen. Aber nahende Einfamilienhäuser auf Rädern haben es uns dann doch erleichtert, Roger, den Hund, den man hier gemeinsam mit allen anderen aufpäppelte, „good Bye“ zu sagen.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge haben wir uns überwunden und sind Meer, Bergen und Blumen winkend davongefahren.

Die ersten Kilometer waren wieder ein bisschen wie beim ersten Mal, es kribbelte im Bauch, ich musste mich wieder ans längere Fahren und auch an die wechselnden Höhenmeter gewöhnen, aber es hat sich mehr als gelohnt, denn obwohl es wolkig war und nach Regen aussah, erwartete uns ein echtes Paradies aus wildem Wuchs und flüssigem Christall.

Zwischen Bergen aus unzähligen satten Grüntönen, gesprenkelt von gelben, weißen und blutroten Blumen mit Chanonartigem Vogelgesang, lag versteckt ein Garten Eden, der nur wirklich uns allein zu gehören schien.

Sonne spiegelte sich in Silvanas Augen und türkisfarbenem Quellwasser und meisselte mit Leichtigkeit aus meiner brummigen Schnute ein überwältigtes Lächeln. Man schmeckte den Frühling so intensiv, dass man es erst im Rückblick wahrhaft genießen konnte, was für eine dekadente Schönheit sich da vor uns präsentierte.


Es war und ist zu facettenreich und unbeschreiblich für ein echtes Dasein, um zu begreifen, welch unglaubliches Naturschauspiel wir dort erleben konnten. Wir durchschritten wahrhaft die doors of perception. Silvana gluckste vor Glück wie ein Kind zwischen all den Farnen, Steinen sprudelnden Wasserfällen und mit offenem Mund staunendem Ulf.

Wir mussten irgendwann einfach weiter, bevor wir begonnen hätten, den Baum der Erkenntnis zu suchen und konnten erst 100 Kilometer später erahnen, welch Geschenk uns da offenbart wurde.

Und heute Morgen ist auch plötzlich all die Wehmut von vor 24 Stunden purer Vorfreude gewichen. Gleich können wir endlich wieder weiter unseren Ritt auf der Waiküre reiten, denn was soll schon passieren, wenn Engel reisen?

Bis morgen,

Euer Ulf

When angels travel
(Down below in English) It was a little painful to leave our winter home, our beloved Bouka Beach. But the approaching detached houses on wheels made it easier for us to say „goodbye“ to Roger, the dog who was being nursed here along with everyone else.

With one laughing and one crying eye, we got over ourselves and drove off waving to the sea, mountains and flowers.

The first few kilometers were a bit like the first time, my stomach tingled, I had to get used to riding for longer and to the changing altitude, but it was more than worth it, because although it was cloudy and looked like rain, a real paradise of wild growth and liquid Christall awaited us.

Hidden between mountains of countless lush shades of green, dotted with yellow, white and blood-red flowers with chanonlike birdsong, lay a Garden of Eden that really seemed to belong to us alone.

The sun was reflected in Silvana’s eyes and turquoise spring water, easily chiseling an overwhelmed smile from my grumpy muzzle. You could taste the spring so intensely that you could only truly enjoy the decadent beauty that presented itself to us in retrospect.

It was and is too multifaceted and indescribable for a real existence to comprehend what an incredible natural spectacle we were able to experience there. We truly passed through the doors of perception. Silvana gurgled with happiness like a child among all the ferns, gushing waterfalls and Ulf’s open-mouthed amazement.

At some point we simply had to move on before we could start looking for the tree of perception and only 100 kilometers later were we able to guess what a gift had been revealed to us.

And this morning, all the melancholy of 24 hours ago suddenly gave way to pure anticipation. We can finally continue our ride on the Waiküre, because what can happen when angels travel?

See you tomorrow,

Your Ulf

Start the engine

Reminiszenz an das Kind im Manne, unsere Dusche

(down below in english) Es ist soweit, wir fahren weiter. Der Faulpelz schreit „neeiiiin“ aber die kleine Silvana und der kleine Ulf wollen endlich los. Wie Kinder bei denen endlich die Sommerferien begonnen haben, hopsen sie auf imaginären Betten und freuen sich „Wir fahren heute zu den Wasserfällen, wir fahren heute zu den Wasserfällen“, während Mama und Papa Bär alles aufzählen, was eine Weiterfahrt verzögern könnte,“ich bin noch gar nicht richtig wach“ und “ ich brauche erstmal einen Kaffee“, aber der kleine Ulf grinst freundlich „Hier, hab ich schon gemahacht“

Und bevor ich es noch sagen kann, liegt auch schon die Morgenzigarette samt Feuerzeug an der Tür. Ich merke, wie mich die Euphorie ansteckt, das breite Lächeln auf dem dicklichen Gesicht, dem es egal ist, das wir vorher noch Wasser holen und den Van richten müssen.

Ein beinahe nervtötendes „ich helfe Dir“ und überambitioniertes „soll ich schon mal die Powerbox anschließen?“ wird dabei von Silvana mit buddhistischer Ruhe ertragen und der Frust über so viel Energie in die Decken geflüstert. Denn eigentlich haben die Kleinen ja Recht, weiss sie.

Erst gestern Abend haben sich beide in einem Gespräch noch einmal über die Reise, ihre Ziele und Intentionen unterhalten. In der Nacht noch schwor man sich „der Worte sind genug gewechselt, nun lasset endlich Taten folgen“, aber der Unterschied zu 20-jährigen ist, das die Trägheit kultiviert wurde „noch fünf Minuten“ oder „gleich, ja?“ Sind zu Allzweckwaffen geworden, die jeden Impuls im Keim zerstören können.

Nur gut, dass wir uns vor knapp sechs Monaten schon ganz anders aufgerafft haben, die Leinen der Routinen lösten und einfach losfuhren, denn dies ist grad das stärkste Moment, um sich selbst zu überzeugen. „Es lohnt sich“ wissen wir, schauen in die Sonne, streicheln den kleinen Ichs über den Kopf und genießen den Kaffee. Aber fünf Minuten haben wir noch.

Bis morgen,

Euer Ulf

Start the engine


The time has come, we’re driving on. The lazy one screams „nooooo“ but little Silvana and little Ulf finally want to get going. Like children who have finally started their summer vacation, they hop on imaginary beds and are happy „We’re going to the waterfalls today, we’re going to the waterfalls today“, while mummy and daddy bear list everything that could delay the journey „I’m not really awake yet and need a coffee first“ but little Ulf grins friendly „Here, I’ve already made it“

And before I can say it, the morning cigarette and lighter are already at the door.I notice how the euphoria infects me, the broad smile on the chubby face, who doesn’t care that we have to fetch water and fix the van first.

An almost annoying „I’ll help you“ and an overambitious „Shall I plug in the power box?“ Silvana endures this with Buddhist calm and whispers her frustration about so much energy into the blankets, because she knows that the little ones are actually right.

Just last night, the two of them had another conversation about the trip, their goals and intentions. That night, they swore „enough words have been exchanged, now let’s finally take action“, but the difference to 20-year-olds is that the inertia has been cultivated „five more minutes“ or „right away, yes?“. Have become all-purpose weapons that can destroy any impulse in the bud.

It’s just as well that we pulled ourselves together in a completely different way almost six months ago, loosened the ropes of our routines and simply set off, because this is the strongest moment to convince ourselves. „It’s worth it“, we know, looking into the sun, stroking the little me over the head and enjoying the coffee. But we still have five minutes left.

See you tomorrow,

Your Ulf

Ich könnte singen

(down below in Englisch) Schule, Einkaufen, Apotheke schreiben, Wasser holen und Regen, nicht nur unsere physischen Akkus sind leer, sondern auch die Lithium gehen auf dem Zahnfleisch, kurz:

Sehr geehrte Fahrgäste, der Intermaster Jürmann von Horstmar um die Welt über Patras, Jiannistown und Izmir verspätet sich um etwas 24 Stunden. Grund für die Verzögerung ist einfach noch keine Lust.

Denn es ist grad sooooooo schön hier! Die Sonne scheint ich hab frei und der Herr sah, dass es gut war/ist.

Frühstück, auch wenn es aktuell nur Kippe und Kaffee ist, am Meer, geblendet von der Sonne, die immer gute Laune hat (gut, Silvana sagt: Die kann ja auch kommen und gehen wann sie will“).

Meine Inbrunst will “ Die Sonne, die Sonne und Du, gehörn dazuhuhuhu“ singen, aber ich möchte mit meim Günther Gabriel Organ nicht alles kaputt machen.

„Ja, sche is, gell Spatzerl?“
„Spatzerl?“

(Leichtes Schnarchen aus dem Schlafwagenabteil)

Ich schenk mir besser das „die Fahrscheine bitte und betrachte dabei „Deine Spuren im Sand“.

Bis morgen,

Ihr ewiger Stenz

Aber „oder so“ ginge

I could sing


School, shopping, writing to the chemist, fetching water and rain, not only are our physical batteries empty, but the lithium is also running on empty, in short:

Dear passengers, the Intermaster Jürmann from Horstmar around the world via Patras, Jiannistown and Izmir is delayed by about 24 hours. The reason for the delay is simply that we are not in the mood yet.

Because it’s sooooooo beautiful here right now! The sun is shining, I’m free and the Lord saw that it was/is good.

Breakfast, even if it’s currently just a fag and coffee, by the sea, dazzled by the sun, which is always in a good mood (well, Silvana says: „It can come and go whenever it wants“).

My fervor wants to sing „Die Sonne, die Sonne und Du, gehörn dazuhuhuhu“, but I don’t want to ruin everything with my Günther Gabriel organ.

„Yes, it is, right Spatzerl?“
„Spatzerl?“

(Light snoring from the sleeping compartment)

I’d better give myself the „tickets please and look at „your tracks in the sand“.

See you tomorrow,

Your eternal Stenz

So isses

(down below in english) In der Stufe des Wagens sitzen und den Morgen nicht zu begrüßen, sondern zu beobachten, ihn einfach auf mich wirken zu lassen, ist ein wahres Geschenk des Himmels.

Hier drängt sich nichts auf, ohne mein Ich. Dann lausche ich meinem Tinnitus, fühle das Alter in den Knochen und sinnieren über Lebensbaustellen.

Aber nicht wie einst mit Gedanken wie „mehr Sport oder weniger Arbeiten“, sondern mit „das bin ich“. Hier, wo just die Wolken vor der Sonne stehen, gibt es nichts, was mich optimieren will oder dazu ermutigt. Ich fühle einfach in mich rein und lerne Genügsamkeit, Verständnis und die Lektion, wie vergänglich alles ist, nur ohne Druck.

Ich spüre, wie ich meinen Kategorienkatalog verändere, meine Wut loslassen kann und die Sehnsucht kultiviere, zufrieden zu sein. Man kann nichts wieder gut machen, nichts besser oder richtig, ja nicht mal anders.

Leben als ich, mit bald 48 Jahren Geschichte, die den kleinen Mann auf diese Stufe setzten, mit einer nießenden Silvana im Hintergrund und  einer kleinen Träne im Auge.

48 Jahre intensives Sein mit unfassbar schönen Momenten und unbeschreiblichen Niederlagen die ich alle so verdient habe, wie sie mir widerfahren sind.

Eigentlich hab ich mich ganz gut geschlagen, so mein Resüme, denn ich bin stolzer Vater, glücklicher Ehemann und Reisender in Griechenland, der es sogar geschafft hat, sich mit seiner Mutter wieder zu versöhnen. Und ab heute ohne die Bürde des Gedankens, einer Reflexion, denn vorbei ist nicht mehr als ein Bild im Kopf, das meinen Blick auf das Jetzt prägt. Und, es gut ist.

Bis morgen,

Euer Ulf

That’s how it is


Sitting on the step of the car and not greeting the morning, but observing it, simply letting it work its magic on me, is a true gift from heaven.

Nothing imposes itself here, without my ego. Then I listen to my tinnitus, feel the age in my bones and ponder life’s building blocks.

But not with thoughts like „more sport or less work“ as I once did, but with „this is me“. Here, where the clouds stand in front of the sun, there is nothing that wants to optimize me or encourages me to do so. I simply feel inside myself and learn frugality, understanding and the lesson of how fleeting everything is, only without pressure.

I can feel myself changing my catalog of categories, letting go of my anger and cultivating the longing to be content. You can’t make anything right again, nothing better or right, not even different.

Living as me, with almost 48 years of history that put the little man on this level, with a riveting Silvana in the background and a little tear in my eye.

48 years of intense existence with unbelievably beautiful moments and indescribable defeats, all of which I deserved as they happened to me.

Actually, I’ve done quite well, I think, because I’m a proud father, a happy husband and a traveler in Greece who has even managed to reconcile with his mother. And as of today, without the burden of thought, of reflection, because the past is nothing more than an image in my head that shapes my view of the present. And, it is good.

See you tomorrow,

Your Ulf

Bauer sucht Frau

(down below in english) und jetzt das Wetter. Es ist bewölkt und diesig bei fiesen Nieselregen und gefühlten 12 Grad. Man könnte auch sagen “ Hallo Niedersachsen“. Deshalb geben wir jetzt auch direkt ab zu Inka Bause. „Hall Inka“ -„Hallo Gerd. Ich bin hier heute in Griechenland in der Nähe von Kalamata, wo man wie immer schon seit sieben auf den Beinen ist, denn so ein Vanleben auf dem Acker nimmt keine Rücksicht auf „Schietwetter“ sagt man hier, nicht wahr?“ – „Jo“. Das neben mir ist übrigens der ungemütliche Ulf, der Tag ein Tag aus mit 100 Pferdestärken dafür sorgt, dass man in der gesamten Republik mit Texten versorgt wird.
Hallo Gerd“ -„Calimera Inka“.
„Calimera, das ist hier die Landessprache und heißt sowas wie Moin, Moin. Ich sag dann auch mal Calimera uriger Ulf. Du suchst also eine Frau, die mit dir an diesem tollen Strand mit echt nordischen Temperaturen morgens Müsli und Kaffee teilt um im Anschluss die Camper zu verscheuchen, stimmt das?“
(Nicken)
„Wie sollte diese Traumfrau denn sein?“
„No jo, sie muss morgens vor mir aufsteh’n, Kaffee machen, mein Büro aufbau’n un nicht so viel snacken, nicht?!“
„Das klingt nach einem echten Aschenputtel das der ungeduldige Ulf sucht. Aber wir wollen an dieser Stelle auch nicht zu viel verraten. Nur soviel, das die sympathische Silvana, eine frohgemute Bäckereiverkäuferin aus Horstmar sich mit dem Jürmann auf den Weg zu unserem Ulf gemacht hat und die beiden gleich hier.auf vier Quadratmetern so manchen Frust ohne Schnaps runter schlucken muss. Bleiben Sie also dran. Ich geb zurück ins Studio.

Bis morgen

Eure Labertasche des Vertrauens

Farmer seeks wife


„And now the weather. It’s cloudy and hazy with a nasty drizzle and what feels like 12 degrees. You could also say „Hello Lower Saxony“. That’s why we’re going straight to Inka Bause. „Hello Inka“ – „Hello Gerd. I’m here today in Greece near Kalamata, where, as always, people have been on their feet since seven, because such a van life in the field doesn’t take „bad weather“ into account, don’t they say here?“ – „Yes.“ By the way, the guy next to me is the uncomfortable Ulf, who works day in, day out with 100 horsepower to ensure that you are supplied with texts all over Germany.
Hello Gerd“ – „Calimera Inka“.
„Calimera, that’s the local language here and means something like Moin, Moin. I’ll say Calimera quaint Ulf. So you’re looking for a woman to share muesli and coffee with you on this great beach with really Nordic temperatures in the morning and then scare the campers away, is that right?“
(Nodding)
„What would this dream woman be like?“
„No yo, she has to get up before me in the morning, make coffee, set up my office and not snack so much, right?“
„That sounds like a real Cinderella that impatient Ulf is looking for. But we don’t want to give too much away at this point. Just so much that the likeable Silvana, a cheerful bakery saleswoman from Horstmar, has made her way to our Ulf with Jürmann and the two of them have to swallow a lot of frustration right here on four square meters without a schnapps. So stay tuned. I’ll return to the studio.

See you tomorrow

Your trusted chatterbox

Die Zeichen stehen auf Abschied

(down below in english) „Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es auch noch nicht zu Ende“, hörte man früher von mir, wenn es Grund zur Klage gab.
Und gestern gab es weiss Gott Grund zur Klage, denn erneut ist uns die Tür aus den Angeln gefallen.

Aber diesmal nicht ein bisschen, sondern ganz. Sämtliche Schrauben und diverse Muttern haben sich gelöst und einige waren sogar ganz verschwunden. Geübt im Improvisieren und dank unseres netten Nachbarn [Saja] könnten wir aber mit selbst für uns verwunderlich viel Geschick natürlich alles wieder hin bekommen.

Ein souveräner Blick in den Werkzeugkasten, Ersatzschraube und Mutter gesucht, Gelenke eingesetzt, hier und da ein bisschen geruckelt und gedrückt, Zack, war alles wieder so gut wie neu. Danach noch unter die heiße Dusche und im Anschluss bei Feierabendbier und Zauberzigarette ein unfassbar netter Plausch zum Sonnenuntergang.

Und obwohl das alles schon genug Glück für mindestens drei Tage war, hat Silvana Abends sogar noch gekocht und zum Nachtisch gab es Schokopudding und Pläztchen.

Ich fiel glücklich zurück ins Bett und sagte zu Silvana: „Du weißt, was ich früher immer sagte, oder?“ – „Ja“ grinste sie mich an und wir wussten, dass unsere Zeit hier jetzt zu Ende geht. Besser kann es nicht werden, streichelten wir uns seelig in den Schlaf und wurden heute morgen von Tieffliegern geweckt.

Das gibt es hier häufiger, weil ein Flugplatz in der Nähe ist, aber heute störte es mehr als sonst. Ich steckte also die Nase in den Wind und erblickte den leeren Platz von Katharina und erinnerte mich auch an [Sajas] letzte Worte „Morgen fahr ich zu den heißen Quellen“.

Es ist auch für uns Zeit, merkte ich. Nicht weil es plötzlich doof ist, sondern weil die Zeichen auf Abschied stehen. Wir können gehen, weil der Winter vorbei ist und wir im neuen Leben angekommen sind. Jannis, und die Türkei warten und unsere Herzen sind bereit für Neues.

Ja, die Sitzungen bis Donnerstag werden wir hier in Würde und ohne Stress bewältigen, aber am Freitag wird vollgetankt und der Weg Richtung Waschsalon des Vertrauens angegangen. Nicht am Stück, sondern mit dem ein oder anderen Stop an heißen Quellen oder anderen Geheimtipps, die man sich uns im Laufe der Zeit anvertraute, aber wir schnüren die Schnürsenkel, wecken den heiligen Antonius und machen wieder das, was wir uns als Lebensinhalt ausgesucht haben, wir reisen.

Bis morgen,

Euer Ulf

The signs say goodbye

„And if it’s not good yet, then it’s not over yet,“ I used to say when there was reason to complain.
And God knows there was reason to complain yesterday, because the door fell off its hinges again.

But this time not a little, but completely. All the screws and various nuts had come loose and some had even disappeared completely. However, thanks to our friendly neighbor [Saja] and with a surprising amount of skill, we were able to put everything back together again.

A confident look in the toolbox, a search for a replacement screw and nut, inserting the joints, a little tugging and pushing here and there, and bang, everything was as good as new again. Afterwards, a hot shower and then an incredibly nice chat over an after-work beer and a magic cigarette as the sun went down.

And although all that was enough happiness for at least three days, Silvana even cooked in the evening and for dessert we had chocolate pudding and a little snack.

I fell happily back into bed and said to Silvana: „You know what I used to say, don’t you?“ – „Yes“ she grinned at me and we knew that our time here was coming to an end. It couldn’t get any better, we stroked ourselves blissfully to sleep and were woken up this morning by low-flying birds.

This happens more often here because there is an airfield nearby, but today it was more disturbing than usual. So I put my nose to the wind and saw Katharina’s empty seat and also remembered [Saja’s] last words „Tomorrow I’m going to the hot springs“.

It’s time for us too, I realized. Not because it’s suddenly stupid, but because it’s time to say goodbye. We can leave because the winter is over and we have arrived in a new life. Jannis and Turkey are waiting and our hearts are ready for something new.

Yes, we’ll manage the meetings here until Thursday with dignity and without stress, but on Friday we’ll fill up the tank and head for the laundrette we trust. Not in one piece, but with the odd stop at hot springs or other insider tips that have been confided in us over the years, but we’ll lace up, wake up St. Anthony and get back to doing what we’ve chosen as our purpose in life – traveling.

See you tomorrow,

Your Ulf