Das Leben geht weiter- jetzt erst recht

Es regnet, mal wieder, während Silvana und ich schweigend nebeneinander liegen. Ein behagliches Schweigen,wie es die Frau mit der ich schon so lange auf vier Quadratmetern wohne kurz zuvor nannte.

Im Gegensatz zu gestern, wo wir beide sehr aneinander rasselten und wirklich die Fetzen flogen, denn unsere Nerven liegen blank.

Diese Zeit  konfrontiert uns nämlich mit unzähligen Herausforderungen, die gepaart mit unseren individuellen Lebenswegen alles andere als eine Willkommenskultur bereithält.

Das Stehen ist oft schwer, das Wetter, wie Eingangs erwähnt kein angenehmer Begleiter und das mit den Jobs im digitalen Zeitalter alles andere als leicht, denn wo man hinschaut, versucht einen der Druck des allgemeinen Wirtschaftswachstums abzuziehen, finanziell und moralisch.

Das führte gestern zu einer Auseinandersetzung wie einem Wolkenbruch indem die verletzten Seelen wie Kumuluswolken aufeinander prallten sowie Donner in Form von oohnmächtigem Geschrei und Regen in Verzweiflungstränenergüssen hernieder gingen.

Es war nicht der erste Streit und wird auch wohl nicht der letzte gewesen sein, aber meine anschließende Beichte der Verzweiflung kam noch nie so zum Vorschein.

Man hat so wenig in der Hand, wenn man Moral im Herzen, Lebensjahre auf dem Buckel und nur wenig Geld in den Taschen hat, konstatierte ich aus subjektiver Perspektive und die Frau meines Lebens hörte zu und schwieg.

Ich sagte gestern, dass die Fahrt mit dem Jürmann für mich wie die Demokratie ist, nicht der beste Weg, aber mir fällt kein besserer ein.

Was kann ich tun, um wieder mit ehrlicher Arbeit vernünftiges Geld zu verdienen? Kellnern, in Bars und Kneipen dieser Welt, die wir mit und ohne Jürmann zukünftig aufsuchen werden und ich kann mich zusammen reißen, nicht mehr der Verzweiflung zu erliegen. Ich bin nicht allein, das ist doch schon was und zudem weiss ich, dass sich nach digitalen Jobs zu suchen nicht lohnt.

Ich werde die Welt nicht mit noch mehr Scheiß überschwemmen, den die Welt nicht braucht, aber ertränken, sie, nicht mich, ist ein guter Kompromiss; und derzeit ein alternativloser.

In english

Life goes on – now more than ever
It’s raining, once again, while Silvana and I lie next to each other in silence. A comfortable silence, as the woman I’ve lived with for so long in four square meters called it just before.

In contrast to yesterday, when the two of us were really rattled and our nerves were on edge.

These times confront us with countless challenges that, coupled with our individual life paths, are anything but welcoming.

Standing is often difficult, the weather, as mentioned at the beginning, is not a pleasant companion and jobs in the digital age are anything but easy, because wherever you look, the pressure of general economic growth is trying to pull you away, financially and morally.

Yesterday, this led to a clash like a cloudburst, with wounded souls colliding like cumulus clouds, thunder in the form of impotent screams and rain in the form of desperate tears.

It wasn’t the first argument and it probably won’t be the last, but my subsequent confession of despair has never been more apparent.

You have so little in your hands when you have morals in your heart, years of life under your belt and very little money in your pockets, I stated from a subjective perspective and the woman of my life listened and remained silent.I said yesterday that the Jürmann ride is like democracy for me, not the best way, but I can’t think of a better one.

What can I do to earn decent money again with honest work? Waitressing in the bars and pubs of this world, which we will visit in the future with and without Jürmann, and I can pull myself together to stop succumbing to despair. I’m not alone, that’s something, and I also know that it’s not worth looking for digital jobs.

I’m not going to flood the world with more shit that the world doesn’t need, but drowning them, not me, is a good compromise; and currently one with no alternative.

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