Donnerstag

(Down below in english) Gewitter sind in Griechenland mehr als nur Donner und Blitze, deshalb sind sie im Jürmann auch immer ein echtes Erlebnis.

Plötzlich wird es durch die kleinen Fenster taghell und der Wind rüttelt wie ein Geldeintreiber am Zuhause, während es so furchterregend donnert, dass man sich wie ein Kind fühlt.

Man bekommt eine Ahnung davon wie Mann sich vor gut 2000 Jahren gefühlt hat, als der Irminsul, einer alten Eiche gehuldigt wurde.

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wurde der Gott Donhar so um Gnade gebeten, dass er nicht Haus und Hof in Brant setzte.



Subtrahiert man nun in unserem Falle das Vorleben, spürt man, wie verzweifelt die Germanen (Kriegerische, Wilde – lat. Gere=Krieg) waren, als Karl der Große diesen Baum im Zuge der Christianisierung fällen ließ.

Wer einmal nicht schlafen konnte, weil alles wackelt und Donner wie Blitze einen das Fürchten lehren, indem Sie einem die eigene Nichtigkeit beweisen, bekommt Respekt vor der Natur und weiss, wer hier wen Untertan gemacht hat.

Mag sein, dass Karl wirklich nur beste Absichten hatte, als er dem Haidenglauben den Gar ausmachen wollte, aber womit hat er das Recht, den Menschen ihre Hoffnung zu nehmen?

Vielleicht wollte er auch nur zeigen, dass, wer die Irminsul fällt, auch den Donner kontrolliert, aber wenn ich Abends oder Nachts zucke, weil Donhar sein Unwesen treibt, wünsche ich mir eine alte Eiche und keinen Karl den Großen.

Bis morgen,

Euer Ulf

Thursday  (Day of Thunder)

Thunderstorms in Greece are more than just thunder and lightning, which is why they are always a real experience at the Jürmann.

Suddenly it becomes as bright as day through the small windows and the wind shakes your home like a bill collector, while it thunders so terrifyingly that you feel like a child.

You get an idea of how people felt a good 2000 years ago when they paid homage to the Irminsul, an ancient oak tree.

In the night from Wednesday to Thursday, the god Donhar was asked for mercy so that he would not set the house and farm on fire.

If you now subtract the previous life in our case, you can sense how desperate the Germanic tribes (warriors, savages – lat. Gere = war) were when Charlemagne had this tree felled in the course of Christianization.

Anyone who has ever been unable to sleep because everything is shaking and thunder and lightning teach you to fear by proving your own nothingness gains respect for nature and knows who has subjugated whom.

It may be that Charlemagne really only had the best of intentions when he wanted to put an end to the belief in sharks, but what right does he have to take away people’s hope?

Maybe he just wanted to show that whoever falls the Irminsul also controls the thunder, but when I twitch in the evening or at night because Donhar is up to mischief, I wish for an old oak tree and not Charlemagne.

See you tomorrow,

Your Ulf

Kleine Werbepause

Beim Blick auf die weißen Schaumkronen der Wellen, erinnere ich mich an eine Werbung, bei der Wildpferde wie in einer Fabel daraus hervor galoppieren. Mit schnaubenden Nüstern und angezogenen Vorderläufen gestaltet sich aus Wassertropfen lebendiges Leben und symbolisiert so die Lebenskraft, die in Wasser steckt.

Ich kann nicht anders, als immer wieder beim Blick an den Strand dieses beeindruckende Bild zu halluzinieren und dabei an meine Zeit als Werber zurück zu denken, in der es meine Aufgabe war, in solch faszinierenden Bildern die Moderne zu verkaufen.

Mein Porsche ließ die Sonne untergehen und bündelte so „Naturgewalten“ und mein Mercedes goss mit seinen Abgasen Blumen oder spielte in Queensland mit dem Auspuff Didgeridoo. Alles war erlaubt, solange die Bildidee zum Träumen einlud, indem eine Symbiose von Technik und Natur diese Versöhnung als frohe Botschaft die Massen zum konsumieren einlud.

Wenn ein Amarok den Homo sapiens Sapiens dahin brachte, wo noch keiner war, oder zur Arbeit, dann ging mein Herz auf und wenn man meine Ideen klaute, wie bei der Start/Stop Automatik, dem ersten Stillstand, der Fortschritt bedeutete, wurde ich nur wütend darüber, dass ich dafür nicht bezahlt wurde, aber nicht, weil es eine Einladung zur Umweltverschmutzung war.

Wenn mein Porsche 911 GT3 RS mit dem Verbrennen von unzähligen Litern Benzin Rekorde aufstellte, dann galt es, diese zu brechen und nicht, endlich mit diesem Irrsinn aufzuhören.

Und als ich es feiern sollte, dass man mit Lidl Kaffee so viel Geld sparen würde, jedoch „mit dem „Sozialen“ kam, verlor ich meinen Job. Solche Menschen warben für sich selbst mit dem Namen „Freunde“ und als ich irgendwann den Irrsinn verstand und kündigte, würde ich für dumm erklärt, denn man kann doch nicht einen gut dotierten Job nur wegen sensibler Animositäten aufgeben. „Wovon willst Du denn in den Urlaub fahren?“,fragte man mich allen Ernstes.

Heute stehe ich mit Silvana im Jürmann am Strand und noch immer verfolgen mich die Dämonen der Vergangenheit, denen ich teilweise selbst und freiwillig Tür und Tor zu meiner Seele gestatte und ich weiss nicht, ob ich mich freuen sollte, dass ich mit jedem Bild an meine Entwicklung erinnert werde oder bedauere, dass ich bei Wellen, nicht einfach nur an Wasser denken kann.

Bis morgen,

Euer Ulf

HiShort commercial break
Looking at the white whitecaps on the waves, I remember an advertisement in which wild horses gallop out of them like in a fable. With snorting nostrils and raised forelegs, drops of water are transformed into living life, symbolizing the life force that lies in water.

I can’t help but hallucinate this impressive image every time I look at the beach and think back to my time as an advertiser, when it was my job to sell modernity in such fascinating images.

My Porsche let the sun go down and thus bundled „forces of nature“ and my Mercedes watered flowers with its exhaust fumes or played the didgeridoo in Queensland with its exhaust pipe. Everything was allowed as long as the image idea invited you to dream, in that a symbiosis of technology and nature invited the masses to buy this reconciliation as good news.

When an Amarok took Homo sapiens Sapiens where no one had gone before, or to work, my heart soared and when my ideas were stolen, as with the automatic start/stop system, the first standstill that signified progress, I only got angry that I wasn’t paid for it, but not because it was an invitation to pollute the environment.

If my Porsche 911 GT3 RS was setting records by burning countless liters of gasoline, it was to break them, not to finally stop this madness.

And when I was supposed to celebrate the fact that Lidl coffee would save so much money, but „came up with the „social“, I lost my job. People like that advertised themselves as „friends“ and when I eventually understood the madness and quit, I was declared stupid, because you can’t give up a well-paid job just because of sensitive animosities. „What do you want to go on vacation for?“ I was asked in all seriousness.

Today I’m standing on the beach with Silvana at Jürmann and I’m still haunted by the demons of the past, some of which I have voluntarily allowed to enter my soul and I don’t know whether I should be happy that I’m reminded of my development with every picture or regret that I can’t just think of water when I see waves.

See you tomorrow,

Your Ulf

Emanzipation

(down below in english) Tief in mir brodelt es noch immer und wenn ich genau darüber nachdenke, brodelt es schon lange. Ich hab es nur nicht gemerkt. Ignorant und selbstverliebt habe ich mit drei Kilo Hirn gedacht, dass ich besser weiss was mein Körper braucht, als die etwa 75 anderen Kilo.

Schokolade, Bier, Fleisch, Cola: Ich kann das nicht mehr, weil alles in mir nach Erlösung schreit. Bitte nicht!

Und dennoch habe ich nichts geändert. Aber seit einiger Zeit horche ich tiefer in mich rein, Frage mich wie ich Hunger haben kann, obwohl ich so voll bin, dass ich kaum laufen kann.

Mein Mikrobiom schreit aus Leibeskräften nach Alternativen und mein Ego versucht unentwegt lauter zu sein.

Jetzt ist Schluss damit. Wenn ich nach zwei Bier Tags drauf matschig im Kopf bin, dann werde ich sie jetzt weglassen und wenn ich nachts nicht schlafen kann, liegt das nicht an Problemen, kann es nicht, denn ich habe keine. Allein mein Körper fleht um Gnade: Bitte vergiftet mich nicht weiter.

Mag sein, dass das am Alter liegt, aber ich glaube nicht nur. Denn ist es nicht logisch, dass man und Frau am Meer nach Fisch verlangen statt nach Salami?

Alle Angeln und ich fresse Kuh, überall wachsen Orangen, aber mein Zucker ist Schokolade und die Luft ist so frisch wie im Labor künstlich produziert und ich rauche. Und weil es mir dann Abends notwendigerweise schlecht geht,nehm ich ein Bier zum beruhigen oder so.

Geht es noch ignoranter?!

Damit ist jetzt Schluss. Ab heute höre ich auf mich und nicht auf meinen Kopf. Kaufe wie gestern einen gebrauchten Replay Pullover für einen Euro im Vintage Store, arbeite am besten Rechner den ich je hatte, einem Gebrauchten und verzichte mit jedem Tag mehr auf die tägliche Dosis Gift.

Mag sein, dass das für Adi das Richtige war, aber Ulf kann darauf verzichten.

Nicht als bester Verzichtet der Welt von jetzt auf gleich, sondern als Mensch in seiner Kontingenz; immer ein bisschen mehr. Ich muss einfach nur auf mich hören.

Bis morgen,

Euer Ulf

Emancipation


It’s still bubbling deep inside me and if I think about it carefully, it’s been bubbling for a long time. I just didn’t realize it. Ignorant and self-absorbed, I thought with three kilos of brain that I knew better what my body needed than the 75 or so other kilos.

Chocolate, beer, meat, cola: I can’t do it anymore because everything inside me is screaming for release. Please don’t!

And yet I haven’t changed anything. But for some time now I’ve been listening deeper into myself, asking myself how I can be hungry even though I’m so full I can hardly walk.

My microbiome is screaming at the top of its lungs for alternatives and my ego is constantly trying to be louder.

Now it’s over. If I’m muddy in the head after two beers the next day, then I’ll leave them out now and if I can’t sleep at night, it’s not because of problems, it can’t be because I don’t have any. It’s just my body begging for mercy: please don’t poison me any more.

It may be due to age, but I don’t think it’s just that. After all, isn’t it logical that men and women by the sea crave fish instead of salami?

Everyone fishes and I eat cow, oranges grow everywhere, but my sugar is chocolate and the air is as fresh as if it were artificially produced in a laboratory and I smoke. And because I necessarily feel bad in the evening, I take a beer to calm down or something.

Could it get any more ignorant?

That’s over now. From today onwards, I’ll listen to myself and not my head. Like yesterday, I’ll buy a second-hand Replay sweater for one euro at the vintage store, work on the best computer I’ve ever had, a second-hand one, and do without the daily dose of poison more and more every day.

Maybe that was the right thing for Adi, but Ulf can do without it.

Not as the best renunciate in the world from now on, but as a human being in his contingency; always a little more. I just have to listen to myself.

See you tomorrow,

Your Ulf

Opfer und Täter

(down below in english) Silvana und ich kommen eigentlich aus völlig verschiedenen Welten, aber wie sagt man über das Verhältnis von Hund und Herrchen: Man wird sich mit der Zeit immer ähnlicher.

Gut, ich werde nicht in ein paar Monaten zur Frau und Silvana nicht zum Männlein, aber es ist auch an uns zweifelsfrei erkennbar, wie wir uns einander annähern. Am stärksten merkt man das beim Humor.

Natürlich haben wir in mancherlei Hinsicht gemeinsam notwendigen Sarkasmus entwickelt, aber nicht nur das, wir spüren, wenn ein Lachen notwendig ist und setzten gezielt wie ein Chirurg sein Skalpell im Alltag Pointen, die dem Leben die richtige Würze geben.

Friktionen dafür gibt es genug und Anlässe auch, denn immerhin leben wir in einem antiken Van. Logisch, dass man sich da nicht selten auf die Füsse tritt, weshalb das beim Witz eigentlich nicht mehr passieren kann, denn jede Schwachstelle in, an und um uns musste zwangsläufig dabei schon einmal mit einem dreckigen Lacher geehrt werden.

Graue Haare, Falten, Brüste, ihre wie meine und Hygiene, meine fehlende und ihre leidenschaftliche.

„Weißt Du eigentlich wie sehr ich die Sonne vermisst habe“ wird von ihr mit einem “ die Dusche leider nicht“ gekontert und wenn ich einfach nicht in den Quark komme, weißt sie mich darauf hin, dass ich ihr bitte nicht zu ähnlich werden soll.

Und gestern, als ich hunderte Male von Nominativ und Subjekt sprach, meinte sie dass ich das Objekt zu oft vergessen, woraufhin ich meinte, dass sie kein Objekt, sondern mehr eine adverbiale Bestimmung sei.

Dann gibt es einen Lacher und im Anschluss eine Nackenschelle, oft auch umgekehrt, aber Ärger gibt es dann so gut wie nie, denn wir beide wissen, wie wichtig Lachen ist und wie sehr wir den anderen brauchen, nicht nur als Stichwortgeber.

Apropos, heute ist in Griechenland Weiberfastnacht, Mal schauen, wer unser Opfer wird, hier sieht man ja fast nur Männer.

Bis morgen,

Euer Ulf

Victim and perpetrator
Silvana and I actually come from completely different worlds, but as they say about the relationship between dog and master: We become more and more alike over time.

Well, I won’t become a woman in a few months and Silvana won’t become a man, but there’s no doubt that we’re getting closer to each other. This is most noticeable in our sense of humor.

Of course, we have developed the necessary sarcasm together in some respects, but not only that, we can sense when a laugh is needed and, like a surgeon using a scalpel, we make targeted puns in everyday life that add the right spice to life.

There are enough frictions and occasions for this, because after all, we live in an antique van. Logically, it’s not uncommon to step on each other’s toes, which is why this can’t really happen with jokes anymore, because every weak spot in, on and around us has inevitably had to be honored with a dirty laugh.

Grey hair, wrinkles, breasts, hers like mine and hygiene, my lack of it and her passionate one.

„Do you know how much I’ve missed the sun“ is countered by her with „unfortunately not the shower“ and when I just can’t get into the swing of things, she tells me not to be too much like her.

And yesterday, when I talked about nominative and subject hundreds of times, she said that I forget the object too often, whereupon I said that she is not an object, but more of an adverbial determination.

Then there’s a laugh and then a neck slap, often the other way round, but there’s hardly ever any trouble because we both know how important laughter is and how much we need each other, not just as a cue.

Speaking of which, today is Women’s Carnival in Greece, so let’s see who will be our victim, as you almost only see men here.

See you tomorrow,

Your Ulf

A bisserl was is immer

Der Schein trügt

(down below in english) In einem normalen Zuhause ist ein Wasserrohrbruch oder ein verstopftes Klo eine echte Katastrophe. Sowas kann uns dank Boxio Trenntoilette und Miniwasserversorgung aus Fässern nicht passieren.

Unser verstopftes Klo heißt: festgefahren und unser Wasserrohrbruch heißt Computer kaputt.
Sagen wir so, die Küche ist wieder trocken aber der Klempner ist erst auf dem Weg, denn ich muss ja vorher noch Unterricht geben.

Wir spielen also heute DMAX, Ulf, 47 Lehrer aus echtem Schrot und Korn begrüßt heute seine Kandidaten aus der Kiesgrube am Strand.
Wer wir die Challenge, härtester Kiesel gewinnen und am Ende an der Abschleppkette hängen?

Wir sind aber froh, dass ein special Guest sein Kommen angekündigt hat und mit Pickup die Herausforderung annimmt:

Die männliche Galaktica aus Hallo Spencer, der unerschrockene Waschmaster Jiannis Margaritis. Einen herzlichen Applaus also für den, ohne den der Jürmann ein Strandgut würde und Ulf zum Tier. Gut, dass Superwoman die Ruhe behalten hat und alles regelt, denn: Auf jedem Van der fährt und steht sorgt eine dafür das was geht und das ist sie.

Und ich? Ich werde alle Kräfte auf’s ruhig bleiben konzentrieren und mich in buddhistischer Ruhe üben, sodass am Ende der Jürmann nicht in Jürgens umgetauft werden muss.

Ich liebe Dich Honeybunny (Honigbiene)
Und ich, Silvana, liebe Dich smasching pumkin (zerplatzende Wassermelone).

Und allen anderen:

Bis morgen,

Euer


Ulf

Der Held!

There’s always something wrong
In a normal home, a burst water pipe or a blocked toilet is a real disaster. Thanks to our Boxio urine-diverting toilet and mini water supply from barrels, this can never happen to us.

Our blocked toilet means: stuck and our burst water pipe means broken computer.
Let’s put it this way, the kitchen is dry again but the plumber is still on his way because I have to give lessons first.

So today we’re playing DMAX, Ulf, 47 teachers made of real grit and grist, welcomes his candidates from the gravel pit on the beach.
Who will win the hardest pebble challenge and end up on the tow chain?

But we are glad that a special guest has announced his arrival and is taking on the challenge with a pickup truck:

The male Galactica from Hello Spencer, the intrepid washmaster Jiannis Margaritis. So a hearty round of applause for him, without whom Jürmann would be flotsam and Ulf would be an animal. It’s a good thing Superwoman kept her cool and sorted everything out, because: On every van that drives and stands, there’s one person who makes sure that things work, and that’s her.

And me? I’m going to concentrate all my energy on staying calm and practising Buddhist tranquillity so that Jürmann doesn’t have to be renamed Jürgens in the end.

I love you Honeybunny (honeybee)
And I, Silvana, love you smashing pumkin (bursting watermelon).

And to everyone else:

See you tomorrow,

Your


Ulf

Siga, siga

(down below in english) Seit wir im Land der Helen sind, bin ich langsamer geworden. Ich sitze oft wie Heraklit am Wasser und denke „man kann nicht zweimal in den gleichen Fluss springen“, und auch Epicur, der Einmalige, mit seinem genügsamen Hedonismus ist seit einiger Zeit weit mehr als nur ein weiser Theoretiker.

Ich spüre in diesem dünn besiedelten Land, wie der Geist der Philosophie omnipräsent ist. Griechenland ist Natur, die zum Verweilen einlädt. Und die Griechen, die sich stolz Anhänger der Göttin Helena nennen, versuchen nur selten, das Rad der Zeit ein bisschen schneller zu drehen, denn sie spüren die Endlichkeit und relativieren alles an ihr.

Nichts ist ewig, keiner unsterblich und wenn einer die Natur besiegt, dann kann sie es nur selbst sein.

Hier, wo Aristoteles (der Beste), Platon, der Flache, (wegen seiner Pläte) und Sokratis, der mir hier sogar als Mechaniker begegnete, sich seit über 2400 Jahren den Schirlingsbecher (Giftbecher) in die Hand geben, werde auch ich wieder zum Sterblichen. Aber nicht von der Medizin oder Politik, sondern von der Zeit, die im Wechsel der Positionen von Sonne, Wolken, Mond und Sterne, der hier schneller von Statten geht als überall wo ich bisher war.

Man spürt, dass man nur einige dieser Phänomene sehen kann. Dass es vor einem so war und nach einem so sein wird. Ob Orkan, Weltkrieg oder vielleicht irgendwann als Erfinder einer Zeitmaschine.

Dein Sein ist endlich, weil Du nie alles erleben kannst. Und diese Endlichkeit, nur sie allein, macht nur für Dich, Dein Leben und alles darin und daran besonders.

Und hier in Griechenland spürt man, wenn man das verstanden hat, braucht man weder ewig leben noch schnell sein, denn der Lauf der Zeit, die nur ein Steigbügel der Fantasie zum Begreifen des Ichs ist, lässt sich weder überlisten noch beeinflussen.

Der Fluss wechselt sein Wasser und der Mensch sich, ob Letzterer eingreift oder nicht, weil nur das Notwendigkeit des Seins ist.

Bis morgen,

Euer Ulf

Siga, Siga (slow, slow)



Since we’ve been in the land of Helena, I’ve slowed down. I often sit by the water like Heraclitus and think: „You can’t jump into the same river twice“, and even Epicurus, the one and only, with his simple hedonism, has long been much more than a wise theorist.

In this sparsely populated country, I have the feeling that the spirit of philosophy is omnipresent. Greece is a nature that invites you to linger. And the Greeks, who proudly call themselves followers of the goddess Helena, rarely try to turn the wheel of time a little faster, because they sense finiteness and relativize everything around them.

Nothing is eternal, no one is immortal, and if anyone can conquer nature, it can only be him.

Here, where Aristotle (the best), Plato the Flat (because of his platitudes) and Socrates, whom I even met here as an engineer, have been shaking hands for over 2400 years, I become mortal again. But not through medicine or politics, but through time, which passes faster here with the changing position of the sun, the clouds, the moon and the stars than anywhere I’ve been before.

You have the feeling that you can only see some of these phenomena. That it was like this before you and will be like this after you. Be it a hurricane or a world war, or maybe one day as the inventor of a time machine.

Your existence is finite because you can never experience everything. And this finiteness, that alone, makes your life and everything it contains something special.

And here in Greece, you feel that once you understand this, you don’t have to live forever or be fast, because time, which is just a stirrup for the imagination to catch, cannot be fooled or influenced.

The river changes its water and man changes himself, whether he interferes or not, for that alone is the necessity of existence.

See you tomorrow,

Your Ulf

*Wer ist Franjo?

(down below in english) Wie schreibt man Briefe, Einkaufszettel, Nachrichten oder Blogs wie diesen? Die meisten werden sagen, dass man „einfach“ Gedanken, also das, was man sagen will, in Buchstaben umwandelt und niederschreibt, getippt oder mit einem Stift.

Das stimmt aber nur bedingt, zumindest bei mir, denn so wie oben „beschrieben“ formuliere ich nur Einkaufszettel. Aber Briefe und Blogs entstehen anders und Nachrichten könnte ich gar nicht schreiben. Denn das oberste Gebot bei Nachrichten ist Sachlichkeit, auch wenn sich nur noch wenige daran zu halten scheinen.

Nachrichten müssen von jedweder Sprachpoesie und Fantasie befreit sein. Ein Umstand, der, wie ich finde, in Sprachen wie Französisch gar nicht möglich ist. Nachrichten sind noch nicht einmal wie Mathe, denn Nachrichten stellen nur da, was (angeblich) ist, ganz ohne Konklusio. Nachrichten sind vielleicht wie: Da steht eine zwei, irgendwo da noch eine und guck mal, da ist ein Kreuz. Wir sind also weit entfernt von „2+2“ und erst Recht von „= 4“.


Wie gesagt, ich könnte das nicht, zumindest nicht so. Deshalb ist es gut, dass ich keine Nachrichten schreibe, denn ich würde mit Bildern anreichern und so eloquent wie möglich aus zwei arabischen Reminiszenzen eine Geschichte machen, dessen Logik meinem Denken und meiner Fantasie verpflichtet ist.

Deshalb überlasse ich etwas, das auf den ersten Blick gleich ist anderen, die das besser können. Denn ich kann nicht so denken.

In meinem Geist gibt es keine schnörkellosen Bilder, ja nicht einmal Klare. Ein Auto sieht in meinem Kopf immer anders aus, je nachdem, wann es auftaucht. Mal hat es vier Räder, mal einen Motor, mal ist es farbig, oder ein bestimmter Ton oder ein Gefühl wie Zahnschmerzen und zu wieder anderen Zeiten ist es nur eindeutig nicht da.

Meine Gedanken sind Multifunktionswerkzeuge ohne einer Verwendungsverpflichtung. Physikalische Gesetze und somit auch Orthographie und Grammatik sind nur Optionen, die beim Darstellen von etwas, das sich erst im Prozess gestaltet, praktische Stilmittel oder Werkzeuge sind die mal helfen, Bilder mit Worten zu malen und manchmal stören, wie Motorlärm beim Konzentrieren.

Ich geben zu, nicht selten benutze ich auch die gedanklichen Notwendigkeiren des Lesers, von denen ich weiss, dass diese oft jenen Logik verpflichtet ist, um Friktionen in ihrem Geist zu provozieren. Dann machen Blumen plötzlich Lärm oder ein Komma wird zur Gedanken,Pause, wo sie der Lehrer kritisieren würde.

Aber ich bin eben kein Lehrer, zumindest nicht, wenn ich schreibe und selbst wenn ich einer bin, ermutige ich meine Schüler mutig zu sein, beim Anwenden von Grammatik und Rechtschreibung Kreativität walten zu lassen, denn Sprache soll doch Gedanken in Schrift verbindlichen und nicht umgekehrt.

Sprache ist in erster Linie der Verdeutlichung von Wunschdenken verpflichtet: Ich wünsche mir Dieses oder Jenes und so glaube ich, versteht das -der oder die-, der ich mich anvertraue, am besten.

Alles andere ist eine Kastration von Persönlichkeit. Nur wenn der kleine Ulf Fater mit „F“ schreibt, dann sieht er Franjo,* bei „Vater mit V“ sieht er jemanden ganz anderes, auch wenn das keiner verstehen kann.

Bis morgen,

Euer Ulf

*Who is Franjo?

How do you write letters, shopping lists, messages or blogs like this one? Most people will say that you „simply“ convert thoughts, i.e. what you want to say, into letters and write them down, typed or with a pen.

But that’s only partly true, at least for me, because I only formulate shopping lists as „described“ above. But letters and blogs are written differently and I couldn’t write messages at all. Because the top priority for news is objectivity, even if few people seem to adhere to it.

News must be free of any linguistic poetry and fantasy. A circumstance that, in my opinion, is not even possible in languages such as French. News is not even like math, because news only states what (supposedly) is, without any conclusion. Messages are perhaps like: There’s a two, somewhere there’s another one and look, there’s a cross. So we are a long way from 2+2 and even further from „=4“.
As I said, I couldn’t do it, at least not like this, so it’s good that I don’t write news, because I would enrich it with images and make a story out of two Arabic reminiscences as eloquently as possible, the logic of which is committed to my thinking and my imagination.

That’s why I leave something that is the same at first glance to others who can do it better. Because I can’t think like that.

There are no straightforward images in my mind, not even clear ones. A car always looks different in my head, depending on when it appears. Sometimes it has four wheels, sometimes an engine, sometimes it is colored, or a certain sound or a feeling like a toothache and at other times it is just clearly not there.

My thoughts are multifunctional tools without any obligation to use them. Physical laws and thus also orthography and grammar are only options that are practical stylistic devices or tools that sometimes help to paint pictures with words and sometimes interfere like engine noise when concentrating.

I admit that I often use the reader’s mental necessities, which I know are often bound by logic, to provoke friction in their minds. Then flowers suddenly make noise or a comma becomes a pause for thought, where it would criticize the teaching.

But I’m not a teacher, at least not when I’m writing, and even if I am, I encourage my students to be brave, to be creative in their use of grammar and spelling, because language is supposed to translate thought into writing, not the other way around.

Language is first and foremost committed to clarifying wishful thinking: I wish for this or that and so I think -the one or the ones- I confide in understand this best.

Anything else is a castration of personality. Only when little Ulf writes Fater with an „F“ does he see Franjo,* when he sees „Father with a V“ he sees someone completely different, even if nobody can understand that.

See you tomorrow,

Your Ulf


„In German ,you have to write „Vater“ (father) with „v“, i did IT with „f“

Tief aus der Seele

(down below in english) Wir sind heute hoch gefahren. Sehr hoch, beinahe bis zum Anfang unserer Tour in Griechenland und je näher wir unserem Ziel kamen, desto schlimmer wurde es. Erst überholte man uns rechts, dann das Selbe mit 90 in einer 30 Zone, dann mit Lichthupe. In Patras waren wir dann so verwirrt von all dem Ehrgeiz, dass wir die Fähre nicht finden sollten. Wir sollten nicht günstig reisen oder gar genießen, wir sollen zahlen. Deshalb werden wir geduldet. 150 Kilometer und 60 Euro gebühren und den Sprit mussten wir auch noch zahlen.

Die 60 Euro hätte ich gern Jiannis gegeben, in bar, weil er braucht sie, aber Griechenland geht mit seinen Ärmsten um wie Europa mit Griechenland, ausnehmen, bis nichts mehr da ist. Fahrt über Autobahnen für viel Geld zu Euren Scheissjobs, hasst  Euer Leben, glorifiziert die Dekadenz, kauft Euch als Erdbeerpflücker Marlboro aber lauft zur Arbeit oder haust in Baracken.

Feiert unsern Ruhm mit Eurer Armut, kauft und konsumiert, was Ihr Euch nicht leisten könnt, damit wir denken auf dem richtigen Weg zu sein. Giert nach Mehr, was ihr nie bekommt und braucht, denn nur so können wir uns darüber freuen es zu haben. Wir brauchen keinen Porsche, sondern nur Euren Neid. Und damit ihr auch wisst, dass ihr es nicht verdient habt, nicht mal mit Arbeit, zahlt ihr 25 Prozent Mehrwertsteuer, die wir uns auf den Fidschies sparen.

Seid stolz auf Geld, nicht auf Euch, verkauft Eure Seele für unseren Status Quo, giert vom Boden und betet uns an. Uns, die dem Geld den Wert geben, indem wir ihm diesen entziehen. Wir geben Euch den Namen Inflation dafür, damit ihr nicht auf die Idee kommt es Betrug zu nennen.

Füllt mit Eurer Gier nach Utopia unser Paradies mit Reichtum, den wir nur brauchen, damit wir von Euch unterscheidbar bleiben.

Denn, wir sind wie ihr, aber solange ihr glaubt, das wir anders sind, können alle so weitermachen wie es ist. Und sein wie ehrlich, das wollen wir doch beide.

Euer Ulf

Deep from the soul
We drove up today. Very high, almost to the start of our tour in Greece and the closer we got to our destination, the worse it got. First we were overtaken on the right, then the same thing at 90 in a 30 zone, then with headlights flashing. In Patras, we were so confused by all the ambition that we couldn’t find the ferry. We. Shouldn’t travel cheaply or even enjoy it, we should pay. That’s why we are tolerated. 150 kilometers and 60 euros in fees and we also had to pay for the fuel.

I would have liked to give Jiannis the 60 euros, in cash, because he needs them, but Greece treats its poorest like Europe treats Greece, ripping them off until there’s nothing left. Drive on highways for a lot of money to your shitty jobs, hate your life, glorify decadence, buy Marlboro as a strawberry picker but walk to work or live in shacks.

Celebrate our glory with your poverty, buy and consume what you can’t afford to make us think we’re on the right track. Crave for more of what you never get and need, because only then can we be happy to have it. We don’t need a Porsche, we just need your envy. And to let you know that you don’t deserve it, not even with work, you pay 25 percent VAT, which we save in Fiji.

Be proud of money, not of yourselves, sell your soul for our status quo, crave the. Soil and worship us. Us, who give money its value by taking it away. We give you the name inflation so that you won’t think of calling it fraud.

With your greed for utopia, fill our paradise with wealth, which we only need so that we remain distinguishable from you.

Because we are like you, but as long as you believe that we are different, we can all carry on as we are. And let’s be honest, that’s what we both want.

Your Ulf

Über die Konstruktivität von doofen Ideen

(down below in english) Oh man, wenn ihr mich fragt, bekommt das Leben gerade ein wenig zu viel Alltagsfeeling. Ich arbeite zu viel und genieße zu wenig, weshalb ich auch zwei Tage nicht gechattet habe. Es war einfach mal wieder Zeit, Abends mir Silvana zu sprechen, statt mit jenen, die nicht selten begründet allein sind.

Denn Silvan hört viel zu selten das von mir, was ich allabendlich in Kasernen, Wohn- und Schlafzimmer der Republik sende.

Allerdings fand sie gestern viele meiner Ideen doof, weshalb ich ab heute wohl wieder chattet und meine Liebe wieder mit Talern zum Ausdruck bringe. Strafe muss sein.

Aber gestern konnten wir dennoch unseren Kompass mal wieder richten. Sprachen über unsere Ziele und wie es sie zu erreichen möglich sein könnte, nämlich mit nähen und schreiben. Bis jetzt, so stellten wir fest, haben wir uns eingelebt, Rituale entwickelt und uns in unserem neuen Leben als Vanlifer gefestigt.

Aber nun gilt es, die Autonomie zu nutzen. wieder mehr Zeit im Wohnzimmer zu verbringen und weniger im Büro. Anfangs mussten wir beweisen, dass man so Geld verdienen kann, jetzt heißt es das Wie etwas spinozistischer zu interpretieren und wenn es nur deshalb ist, damit ich weniger oder gar endlich ganz aufhöre zu rauchen, denn das kostet so viel wie mindestens die Hälfte meiner Nächte vorm Rechner.

Bitte versteht mich nicht falsch, der Job macht mir Spaß denn ich liebe das Schreiben, aber der kleine Ulf in mir kann nicht allabendlich die unendliche Einsamkeit ertragen, die meine Gesprächspartner oft deprimiert, vielleicht, weil ich selbst so oft und lange alleine war.

Drei Mal die Woche möchte ich einsamen „formally Ichs“ widmen, aber dreimal will ich auch andere Dinge schreiben und einmal die Woche soll der ganze Tag und Abend Silvana gehören, auch wenn sie meine Ideen doof findet. Wer weiss, vielleicht sind sie es ja wirklich und werden dann wieder besser?

Bis morgen,

Euer Ulf

On the constructiveness of stupid ideas


Oh man, if you ask me, life is getting a little too much of a daily grind right now. I’m working too much and enjoying myself too little, which is why I haven’t chatted for two days. It was just time to talk to Silvana again in the evening instead of those who are often alone for good reason.

Silvana hears far too little of what I say every evening in the barracks, living rooms and bedrooms of the Republic.

However, she found many of my ideas stupid yesterday, which is probably why I’m chatting again from today and expressing my love with coins again. Punishment is necessary.

But yesterday we were still able to set our compass straight again. We talked about our goals and how it might be possible to achieve them, namely by sewing and writing. So far, we realized, we have settled in, developed rituals and established ourselves in our new life as vanlifers.

But now we have to make the most of our autonomy and spend more time in the living room and less in the office. In the beginning, we had to prove that we could earn money this way, but now we have to interpret the how in a more spinozistic way, even if it’s just so that I smoke less or even finally stop smoking altogether, because that costs as much as at least half of my nights in front of the computer.

Please don’t get me wrong, I enjoy my job because I love writing, but the little Ulf in me can’t bear the endless loneliness that often depresses my conversation partners every evening, perhaps because I’ve been alone so often and for so long myself.

Three times a week I want to devote to lonely „formally me“, but three times I also want to write other things and once a week the whole day and evening should belong to Silvana, even if she thinks my ideas are stupid. Who knows, maybe they really are and then they’ll be better again?

See you tomorrow,

Your Ulf

Sonne, Strand und Küsschen

(down below in english) Ich weiss, es ist schon beinahe ekelig, wie glücklich wir sind. Jeden Morgen dieses “ die unfassbar schöne Sonne am traumhaften Strand“, ich hätte schon aufgehört, mich zu lesen, weil ich uns wie eines dieser Youtubepaare gesehen hätte.

Aber deshalb schreibe ich auch von anderen Dingen, denn natürlich ist hier nicht nur eitler Sonnenschein, oder anders gesagt: Hier finden auch Friktionen statt, aber eben meist zu Sonnenschein, der es der Seele einfach unmöglich macht, lange zu granteln.

Das Schönste ist aber, dass man hier unter Gleichgesinnten ist: Punks, Weltreisender Frauen mit geheimnisvollen Tattoos, Bankkauffrauen, die auf modernste Weise Liebe und Autonomie in ihrem Mercedes Sprinter verbinden, Lebenstrainer aus Polen, die unter britischer Flagge ihre Einsamkeit suchen und eine Portugisin, die 500 Meter weiter ihre Einsamkeit sucht ohne das andere Gleichgesinnte dabei im Weg sind

Man sieht sich beim spazieren, plauscht mal kürzer, mal länger bei Frühstück oder Kaffee, tauscht Erfahrungen aus und lauscht ganz ohne Vorbehalte, was andere motiviert hat, diesen oder einen ähnlichen Lebensweg zu beschreiten.

Man kennt sich kaum und spricht dennoch über Probleme oder Steuern, als sei man gemeinsam aufgewachsen.
Schaut morgens kurz, was der ein oder andere Wegabschnittsgefährte grad erlebt und freut sich ganz neidfrei über fremdes Glück oder leidet mit denen, denen es nicht so gut geht. Meist kann man nichts tun, außer das Gefühl zu geben oder anzunehmen, auf dieser Art von Lebensweg nicht allein zu sein.

Mut zusprechen, Wärme teilen und helfen wo man kann. So einfach kann es sein, wenn man sich einfach von Pseudopflichten im Kopf befreit.
Klar, auch hier müssen die Menschen Geld verdienen, aber weit weniger als in der jeweiligen Heimat. Hier wird der Job nicht zu einer skalaren Orientierung, in die man sich einzuordnen hat, sondern zu einem spannenden Gesprächsthema und manchmal gar zur Inspiration. Interessant, wie oder was Du machst.

Und dazu Sonne, Strand und Küsschen. Was will man mehr?

Bis morgen,

Euer Ulf

Sun, beach and kisses
I know, it’s almost disgusting how happy we are. Every morning this „the unbelievably beautiful sun on the gorgeous beach“, I would have stopped reading myself already because I would have seen us like one of those Youtube couples.

But that’s why I write about other things, because of course it’s not all vain sunshine here, or to put it another way: there’s friction here too, but mostly sunshine that simply makes it impossible for the soul to grumble for long.

But the best thing is that you are among like-minded people here: punks, globetrotting women with mysterious tattoos, bank clerks who combine love and autonomy in their Mercedes Sprinter in the most modern way, life coaches from Poland looking for solitude under the British flag and a Portuguese woman looking for solitude 500 meters away without other like-minded people in the way

You see each other on a walk, chat sometimes for a short time, sometimes longer over breakfast or coffee, share experiences and listen without reservations to what motivated others to take this or a similar path in life.

You hardly know each other and yet you talk about problems or taxes as if you had grown up together.
You take a quick look in the morning to see what one or the other fellow traveler is currently experiencing and, without envy, rejoice in other people’s happiness or suffer with those who are not doing so well. In most cases, there is nothing you can do except give or accept the feeling that you are not alone on this kind of life journey.

Encourage, share warmth and help where you can. It can be that simple if you just free yourself from pseudo obligations in your head.
Sure, people have to earn money here too, but far less than in their home country. Here, the job doesn’t become a scalar orientation that you have to fit into, but an exciting topic of conversation and sometimes even an inspiration. It’s interesting how or what you do.

Plus sun, beach and kisses. What more could you want?

See you tomorrow,

Your Ulf