Trueman Show

(down below in english) Es ist ein kleines bisschen kalt, weshalb eine Jacke gewünschte Wärme spendet und man sieht heimlich einem komischen Vogel in gelb karierter Shorts über grauer Trainingshose beim Bambusstöcke in den Strand stecken zu.
Er verfolgt dabei ganz offensichtlich einen Plan, denn die Konstruktion wird immer wieder begutachtet und umgestaltet. Ich höre nichts, außer sanftem Meeresrauschen, obwohl er nur wenige Schritte von mir entfernt seiner Arbeit nachgeht.

Dann geht er, genauso plötzlich und leise wie er gekommen ist, wirft keinen prüfenden Blick zurück und verschwindet in den kleinen mit Bambusfarnen besetzten Hügeln, als plötzlich die Sonne auftaucht und ihre Strahlen auf die Wolkendecke legt.

Ich muss unweigerlich die Augen schließen und durchatmen, da die Wärme ganz zärtlich mein Gesicht streichelt. Irgendwie verspüre auch ich Tatendrang, aber halte mich zurück, denn ich will die Ruhe nicht stören.

Es fühlt sich alles ein bisschen unwirklich an, befreit von Raum und Zeit, weil einfach nichts einen nötigt oder an Pflichten erinnert. Kein Jogger und kein Auto, das kreuzt. Nur ein Spatz, der gemütlich hopsend auf Futtersuche mein Blickfeld entert.

Schön, zu schön, um diesem Frieden den Namen Sonntag oder auch nur Tag oder Morgen zu verleihen. Zu wohlig um sich überhaupt zu bewegen. Ich fühle mich ein wenig wie eine Kulisse in einem Bild, die mit liebevollen Pinselstrichen gemalt gehört, als wolle der Moment sagen „jetzt bitte still halten“.

Und da:Zwei Schüsse hinter mir. Dumpf, gar nicht brachial, ein bisschen wie eine Basedrum, die einen Takt anschlägt, der den Tag bestimmen wird. Aber dennoch hoffe ich, dass der Jäger hinter mir kein Glück hatte und Rebhuhn oder Wildschwein flüchten könnten. Denn auch wenn heute die Qualität von jüngster Tag hat, ist es dennoch kein Tag zum Sterben.

Bis morgen,

Euer Ulf

Trueman show
It’s a little bit cold, which is why a jacket provides the desired warmth and secretly watches a funny bird in yellow checked shorts over gray tracksuit bottoms sticking bamboo sticks into the beach.
He is clearly following a plan, because the construction is constantly being inspected and rearranged. I hear nothing but the gentle sound of the sea, even though he is only a few steps away from me, going about his work.

Then he leaves, just as suddenly and quietly as he came, never glancing back and disappearing into the small hills covered in bamboo, when the sun suddenly appears, casting its rays on the cloud cover.

I inevitably have to close my eyes and take a deep breath as the warmth caresses my face tenderly. Somehow, I also feel a thirst for action, but I hold back because I don’t want to disturb the peace.

It all feels a little unreal, freed from space and time, because there is simply nothing to force you or remind you of your duties. No joggers or cars crossing the road. Just a sparrow that enters my field of vision, leisurely hopping in search of food.

Beautiful, too beautiful to give this peace the name Sunday or even just day or morning. Too pleasant to even move. I feel a little like a backdrop in a painting that should be painted with loving brushstrokes, as if the moment wants to say „please hold still now“.

And then: two shots behind me. Muffled, not at all brute, a bit like a base drum that strikes a beat that will define the day. But I still hope that the hunter behind me wasn’t lucky and that the partridge or wild boar might flee. Because even if today has the quality of the most recent day, it’s still not a day to die.

See you tomorrow,

Your Ulf

Sehnsucht zum Frühstück

(Down below in english) Die Sonne geht unter, die Sonne geht auf,… Die Sonne geht auf,…. Die…., ja wo ist sie denn? Ist sie bei euch in Deutschland oder bei den Kollegen in Spanien oder Marokko? Hier ist sie jedenfalls nicht. Gut, man kann schon wieder die Hand vor Augen erblicken,aber Sonne? Ich meine diesen gelben Punkt, der es immer so schön warm macht und das kleine Dorf hier samt Umgebung in so freundliches Licht wie in einem kitschigen Film taucht.

Alle Vögel sind schon da, die Ziegenglocken Leuten und sogar ich bin schon wach. David Hume hatte wohl doch Recht als er sagte, dass wir uns an Ursache und Wirkung nur gewöhnt haben, weil zwei verschiedene Bilder wie laufende Nase und Tempo sich im Winter regelmäßig berühren.

Aber Dunkelheit und Sonne scheinen diesem Gesetz hier wohl nur in der Regel zu folgen. Na ja, ich muss eh gleich arbeiten und meine erste Prüfung stellen, vielleicht will sich das helle Zentrum unserer Galaxie diesen peinlichen Moment ersparen. Wir sind ja alle nur Menschen?

Dann werde ich jetzt mal nicht mehr auf die warten und mich anziehen, wahrscheinlich hat sie einfach nur verschlafen und will mir, wie ich gestern nur mal verdeutlichen, dass man nichts für selbstverständlich nehmen sollte.

Es sei ihr gegönnt, der kleine Ofen wärmt ja auch und es ist vielleicht besser, dass ich meine liebe Freundin auch mal vermisse, um sie wieder richtig schätzen zu lernen. Immerhin können wir ja auch im Haus das Licht anmachen, was ja auch irgendwie ein nicht unspektakuläres Wunder ist, oder nicht?

Aber wenn sie jemand sieht, dann wäre es lieb ihr zu sagen, dass ich sie wirklich vermisse, denn selbst Silvana lächelt mich nicht immer so freundlich an wie die gute alte Sonne. Aber ihr „guten Morgen Kuss“ ist verlässlicher, beinahe so zuverlässig wie das Meet and Greet von laufender Nase und Tempo.

Bis morgen, (hoffentlich auch du, liebe Sonne,)

Euer Ulf

Longing for breakfast

The sun sets, the sun rises,… The sun rises,…. The…., where is she? Is it with you in Germany or with your colleagues in Spain or Morocco? It’s certainly not here. Well, you can see your hand in front of your eyes again, but the sun? I mean that yellow dot that always makes it so nice and warm and bathes the little village here and its surroundings in such a friendly light like in a cheesy movie.

All the birds are already here, the goat bells are ringing and even I’m already awake. David Hume was probably right when he said that we have only become accustomed to cause and effect because two different images such as a runny nose and speed regularly touch in winter.

But darkness and sunshine only seem to follow this law here as a rule. Well, I have to go to work and take my first test anyway, maybe the bright center of our galaxy wants to spare itself this embarrassing moment. We’re all only human?

Well, I’m not going to wait for her and get dressed, she’s probably just overslept and just wants to show me, like I did yesterday, that you shouldn’t take anything for granted.

I don’t begrudge her it, the little stove is warming too and perhaps it’s better that I miss my dear friend once in a while to learn to really appreciate her again. After all, we can turn the light on in the house, which is somehow a miracle that is not unspectacular, isn’t it?

But if anyone sees her, it would be nice to tell her that I really miss her, because even Silvana doesn’t always smile at me as friendly as the good old sun. But when her „good morning kiss is more reliable, almost as reliable as the meet and greets of runny nose and speed.

See you tomorrow, (hopefully you too, dear sun)

Your Ulf

Sechs Menschen, ein Ziel

(down below in english) In dem Weihnachtslied „leise rieselt der Schnee“ lautet die zweite Zeile „still und starr ruht der See“ und genauso erstrahlt jener, der vor uns liegt. Nicht vereist und der Wald um uns glänzt auch nicht weihnachtlich, aber friedlich, so friedlich wie einer im Wunderland von Alice.

Umrandet von Schilf, Bambus und anderen Gewächsarten strahlt der Frieden mit einer unaufdringlichen Ruhe uns an.

Silvana meinte gestern“ das Meer schreit immer förmlich „los Guck mich an. Ich bin schön!“ Der See flüstert nur „schön, dass ihr da seid“.

Aber er heißt nicht nur uns willkommen, sondern auch ein Schweizer Pärchen, mit dem wir gestern beim Tee über Reiseerfahrungen sprachen. Es war so angenehm schön, endlich Gleichgesinnte zu treffen, die mit noch weniger Komfort als wir den gleichen Schritt gewagt haben.

In einem T3 sind Larissa und Lou seit September unterwegs und entdecken mit gleicher Neugierde wie wir, die gleichen Stellen mit anderen Augen. Sie haben ebenfalls alles aufgegeben und sich auf den Weg gemacht, um Menschen wie uns zu begegnen, obwohl wir jeweils nicht vorher voneinander wissen konnten.

Es war schön, mit Lou in der naheliegenden Therme Wasser zu holen, während Silvana sich mit Larissa unterhielt. Und als die beiden weiter fuhren gen Süden, winkten wir uns zum Abschied wie Freunde, die schon einmal vorfahren „Wir sehen uns auf Kreta“.

Dann erkundeten Silvana und ich noch die bereits geschlossene Therme mit heißen Quellen mitten im Felsen und Eisvögeln über der Wasseroberfläche. Erneut ein „lost place“ der die Fantasie beflügelte und uns Händchen haltend ein behagliches Schweigen genießen ließ.

Auf dem Rückweg trafen wir dann auf zwei junge Frauen aus Freiburg, die auf dem Rad dieses versteckte Kleinod erreichten. Bis tief in die Nacht saßen wir beisammen und sprachen über alles, was uns im Leben begegnete und so irgendwie zur jeweiligen Weggabelung führte, die, kurz vor Olympia ein Kennenlernen provozierte.

Zwei junge Frauen um die 30, allein mit dem Rad in Griechenland da sage noch einer, dass Silvana und ich mutig seien. Wir waren tief beeindruckt von ihrem Mut und ihrer Lebensfreude und sie wissbegierige Zuhörer unserer Geschichten, die zugegeben meist von mir vorgetragen wurden.

Wir lachten und sinnierten bei heißem Kakao über Kosovo, Bosnien, Montenegro, den Schwarzwald und Münster, während ein malerischer Sternenhimmel uns zu beschützen schien. Gleich treffen wir uns in Olympia, vielleicht. Vielleicht auch nicht, aber vergessen werden wir alle Vier ganz bestimmt nicht.

Bis morgen,

Euer Ulf

Six people, one goal
In the Christmas carol „the snow is falling softly“, the second line reads „still and frozen the lake rests“ and that is exactly how the one in front of us shines. Not icy and the forest around us doesn’t shine like Christmas either, but peaceful, as peaceful as one in Alice’s Wonderland.

Surrounded by reeds, bamboo and other plants, the peace radiates towards us with an unobtrusive calm.

Silvana said yesterday“ the sea always literally screams „Look at me. I am beautiful!“ The lake only whispers „it’s nice that you’re here“.

But it doesn’t just welcome us, but also a Swiss couple with whom we talked about our travel experiences over tea yesterday. It was so nice to finally meet like-minded people who had dared to take the same step with even less comfort than us.

Larissa and Lou have been traveling in a T3 since September and are discovering the same places with the same curiosity as us, but with different eyes. They have also given up everything and set off to meet people like us, even though we couldn’t have known about each other beforehand.

It was nice to get water with Lou in the nearby thermal baths while Silvana chatted with Larissa. And as the two of them drove on south, we waved goodbye like friends who had already driven up to say „See you in Crete“.

Silvana and I then explored the already closed thermal baths with hot springs in the middle of the rock and kingfishers above the surface of the water. Another „lost place“ that fired the imagination and allowed us to hold hands and enjoy a cozy silence.

On the way back, we met two young women from Freiburg who had reached this hidden gem on their bikes. We sat together until late into the night and talked about everything we encountered in life that somehow led us to the fork in the road that provoked us to get to know each other shortly before Olympia.

Two young women in their 30s, alone on their bikes in Greece – someone else said that Silvana and I were brave. We were deeply impressed by their courage and zest for life and they were eager listeners to our stories, which were admittedly mostly told by me.

We laughed and mused over hot cocoa about Kosovo, Bosnia, Montenegro, the Black Forest and Münster, while a picturesque starry sky seemed to protect us. We’ll meet in Olympia soon, maybe. Maybe not, but all four of us will definitely not forget.

See you tomorrow,

Your Ulf

Der Mond ist aufgegangen

(down below in english) Wenn Hunde zirpen und Grillen bellen, dann kann ich nicht schlafen, weil meine Gedanken einfach nicht zur Ruhe kommen wollen.

Dann ist einfach zu viel passiert, um zu schlummern und ich ziehe leise Schuhe und Hose über, um spazieren zu gehen. Mir hilft es, dass der Mond scheint und nicht die Sonne, denn das dunkle Himmelszelt erleichtert es ungemein, alle nicht schweigen wollenden Gedanken wie Wäsche an funkelnde Sterne zu hängen, ohne dabei von beeindruckender Natur abgelenkt zu werden.

In solchen Momenten frag ich mich, warum gegenüber, in weiter Ferne, am anderen Ende des Meeres noch Licht brennt. Sitz da vielleicht auch grad ein Er oder eine Sie, mit einem vergangenem Tag im Kopf, der zu viele Stunden hatte, um das Erlebte in einem Traum zu verarbeiten?

Einst war ich jemand, der dann den Fernseher einschaltete. Heute weiß ich, das nichts besser ist, als Ferne sehen. Eine endlose Weite, ohne Werbung und Alternativprogramm. Nur ich, mein Kopf und ganz viel Ruhe.

Manchmal kann es Stunden dauern, bis endlich wieder Hunde bellen und Grillen zirpen. Manchmal so lange, bis sich bereits wieder die Sonne zeigt. Heute nicht.

Denn im Hintergrund höre ich Silvana im Schlaf lachen und freue mich, noch einige nachtblaue Stunden dicht an sie gekuschelt einfach nur zu schlafen und von den Wellen zu träumen, die jetzt so still wie ein Teppich vor mir liegen und gleich schon wieder als Wasserstraße das arbeitende Leben willkommen heißt.

Gute Nacht und bis Morgen,

Euer Ulf

The moon has risen

When dogs chirp and crickets bark, I can’t sleep because my thoughts just won’t settle down.

Then just too much has happened to slumber and I quietly put on shoes and pants to go for a walk. It helps me that the moon is shining and not the sun, because the dark canopy of the sky makes it immensely easier to hang all thoughts that do not want to be silent like laundry on twinkling stars without being distracted by impressive nature.

At such moments, I ask myself why there is still a light on the other side, far away, at the other end of the sea. Is there perhaps a he or a she sitting there, with a past day in the head, which had too many hours to process the experience in a dream?

Once I was someone who then turned on the television. Today I know that nothing is better than watching far away. An endless expanse, without advertising and alternative programs. Just me, my head and a lot of peace.

Sometimes it can take hours until finally dogs bark and crickets chirp again. Sometimes so long, until the sun already shows itself again. Not today.

Because in the background I can hear Silvana laughing in her sleep and I’m happy to just sleep for a few more night-blue hours snuggled up close to her and dream of the waves that now lie as still as a carpet in front of me and will soon welcome the working life as a waterway again.

Good night and see you tomorrow,

Your Ulf

Apokalypse now!

(Down below in english) Jetzt um 11 erinnert nur noch der feuchte Boden und die unfassbar reine Luft an die Blitze und den Donner, die vor wenigen Stunden noch das friedliche Umland zwischen Berghöhen und  Korfu mit einem Spektakel inszenierten, das meines Erachtens seines Gleichen sucht.

Eigentlich begann alles mit einem unfassbar schönen Sonnenuntergang, der mit einer so selbstverständlichen Ruhe die Wolken in Tiefosa tauchte, dass nicht nur uns der Atem stockte.

Kein Passant, kein Camper, ja selbst die Kellner im benachbarten Fischrestaurant konnten sich diesem Zauber entziehen. Alle standen mit offenen Mündern am Pier und ließen sich von Sonnenstrahlen wie im Märchen verzaubern und nach nur 20 Minuten war alles vorbei und der Himmel dunkel.

Es hatte etwas von Theaterathmosphäre, wenn die Lichter im Saal erlischen und das Publikum tuschelnd auf die Vorstellung wartet, die sich wie im wahren Leben so lang Zeit ließ, bis auch der Letzte sich gesetzt hat um das anstehende Schauspiel nicht unpfleglich zu unterbrechen.

Die ersten Regentropfen ergossen sich dann gegen 10, aber erst nach zwei in der Früh begann sich der Wind zu Böen zu formieren, die wenig später orkanartig ihr Unwesen treiben sollten.

Bühne frei!

Mit einem urplötzlichen KAWUMM!!, das nur Shakespeare annähernd so hätte inszenieren können, erbebte der Boden bis der Jürmann wackelte und das, was bis dato als unschuldige Tröpfchen bekannt war, schmetterte aus allen Richtungen auf alles, was sich der Natur in den Weg zu setzen schien.

Jeder Blitz, ein brennendes Inferno der Lüfte und jeder Donner die Pauke des Allmächtigen.

Flash for fantasy

Wer jetzt noch schlief, der ruhte in Frieden!

Und ich, vom Regen tropfnass und mit eingefrohrenem Lächeln im Gesicht mittendrin, bis gegen sieben die Sonne den Vorhang erzwang und das Saallicht wieder zu entzünden schien.

Zugabe!

Euer Ulf

Wir freuen uns über jede auch noch so kleine Spende, unter:

https://paypal.me/@Silvana379

Apocalypse now!

Now at 11 only the damp ground and the incredibly pure air reminds of the lightning and thunder, which just a few hours ago staged the peaceful surrounding countryside between mountain heights and Corfu with a spectacle that in my opinion is without equal.

Actually, it all began with an incredibly beautiful sunset that bathed the clouds in deep Pink with such a self-evident calm that not only we took our breath away.

No passerby,no camper, yes even the waiters in the neighboring fish restaurant could escape this magic. All stood with open mouths on the pier and let themselves be enchanted by sunbeams like in a fairy tale and after only 20 minutes everything was over and the sky was dark.

It had something of a theater atmosphere when the lights in the hall go out and the audience waits, whispering, for the performance, which took its time, as in real life, until even the last one sat down so as not to interrupt the upcoming spectacle in an uncaring manner.

The first raindrops poured down around 10, but it was only after two in the morning that the wind began to form gusts that were to make hurricane-force winds a little later.

Clear the stage!

With a sudden KAWUMM!!! that only Shakespeare could have staged in such a way, the ground shook until the Jürmann shook and what was known until then as innocent droplets smashed from all directions on everything that seemed to get in the way of nature.

Every flash of lightning, a burning inferno of the air and every thunder the timpani of the Almighty.

Those who were still asleep now, rested in peace!

And I, dripping wet from the rain and with frozen smile in the face in the middle of it, until around seven the sun forced the curtain and seemed to light the hall light again.

Encore!

Your Ulf

Ich sehe den Sternenhimmel…

(Down below in english) Die Luft auf dem Hügel, der unsere derzeitige Notunterkunft beheimatet, wird Nachts langsam kühl, was der sternenklaren Nacht keinerlei Faszination nimmt.


Im Gegenteil, manchmal, in Momenten wie heute zum Beispiel, wenn einen die Vorfreude nicht schlafen lässt, verleiht einem eine kuschelige Decke sogar die letzte Nuance Behaglichkeit, die fehlt, um aus einem besonderen Moment etwas Einmaliges zu machen.


Leider, oder vielleicht sogar notwendig für Ihre Fantasie als Leserinnen oder Leser, ist die Kamera unseres Mobiltelefons so erbärmlich, dass Cassoipaia und andere Sternenbilder die just über mir funkeln, mit ihr nicht befriedigend festgehalten werden können.

Blick vom Balkon bei Nacht


Aber wie könnte man solch astronomisches Spektakel auch bannen, wenn einem kein Weltraumteleskop zur Hand ist?


Die Patentochter von Silvana kann ein Lied davon singen, denn sie lag bereits einige Male in der Heimat mit mir des Nachts unter freiem Himmel und war fasziniert von faszinierenden Erscheinungen wie Sternschnuppen, ohne dass es digital auch nur annähernd reproduzierbar oder nacherlebbar gemacht hätte werden können.

Dubrovniks dark side

Solche Momente sind einsame Erinnerungen für die Ewigkeit, die einem nur ganz alleine gehören (können), denn sie sind die Anker für persönliche Erfahrungen des Erlebten oder bevorstehenden Tages, die erst über ihre subjektive Perspektive zu wahrer größe gereiften.


Oder können Sie sich vorstellen, wie ich im großen Wagen grad den Jürmann wieder erkenne, mit dem wir schon Freitag wieder auf Tour sein werden?


Sehen Sie, wie ich in Europa meine Silvana identifiziere, wie sie freudig auf mich als Sternzeichen Widder zurennt?


Vielleicht können Sie sich eine Idee vom Glück in meinem Kopf machen, wenn die blau beleuchtete Brücke, die unterm Himmelszelt weit in die Nacht über den Hafen strahlt, meine Gedanken an funktionierende 12Volt Steckdosen im Jürmann lenkt, dessen ebenfalls blaues Licht mir vielleicht schon übermorgen Nacht, nach unvergesslichen Momenten unter freiem Himmel in Montenegro bei der Rückkehr ins kuschelige mobile Bett den Weg weist.


Vielleicht, aber vielleicht hab ich Sie auch grad an etwas erinnert, von dem ich keine Ahnung haben kann und  an das Sie bei funkelnden Sternen denken.

Bis morgen,

Ihr Ulf

P.s. ich freue mich, wenn Sie mir mit Kommentaren, Likes oder gar Weiterempfehlungen zeigen, dass Ihnen dieser Blog gefällt, vielen Dank.

(English Version)

I See the starry Sky…


The air on the hill that is home to our current emergency shelter is getting chilly at night, which doesn’t take away any of the fascination of the starry night.


On the contrary, sometimes, in moments like this for example, when the anticipation won’t let you sleep, a cozy blanket even gives you the last nuance of comfort that is missing to make something unique out of a special moment.


Unfortunately, or perhaps even necessary for your imagination as readers, the camera of our cell phone is so pathetic that Cassoipaia and other constellations twinkling just above me cannot be satisfactorily captured with it.


But how could you capture such astronomical spectacle if you don’t have a space telescope at hand?


The goddaughter of Silvana can sing a song of it, because she lay already some times in the homeland with me at night under free sky and was fascinated by fascinating phenomena like shooting stars, without it could have been made digitally even approximately reproducible or relive.
Such moments are lonely memories for eternity, which (can) only belong to you all alone, because they are the anchors for personal experiences of the experienced or upcoming day, which only matured to true greatness through their subjective perspective.

At the port of Dubrovnik by night


Or can you imagine how I recognize the Jürmann in the big car, with whom we will be on tour again on Friday?


Do you see how I identify my Silvana in Europe, how she joyfully runs towards me as the star sign Aries?


Maybe you can get an idea of the happiness in my head, when the blue illuminated bridge, which shines under the sky tent far into the night over the harbor, directs my thoughts to functioning 12Volt sockets in the Jürmann, whose likewise blue light shows me the way perhaps already the day after tomorrow night, after unforgettable moments under the open sky in Montenegro when returning to the cozy mobile bed.


Maybe, but maybe I just reminded you of something that I can have no idea and that you think at twinkling stars.

See you tomorrow,

your Ulf

P.s. I am happy if you show me with comments, likes or even recommendations that you like this blog, thank you very much.