„Die Perspektive ist fertig“

(down below in english) Hier, in einer unspektakulären Einöde, hinter Olivenhainen und Orangenbäumen, scheinen wir endlich angekommen.

Es ist nicht so, dass wir ewig bleiben, aber dieser Platz bleibt, so wie er jetzt ist, für immer in unseren Herzen. Keine Palmen, keine Müllcontainer und keine Touristen. Nur ein kleiner Schrain für Gläubige erinnert daran, dass es hier auch andere Menschen gibt oder gab.

Die Wucht der Wellen ist so gleichmäßig gewaltig, dass man die Schönheit kaum ertragen kann und ihr Rauschen scheint fast lauter als die Tiefflieger, die auch hier in Griechenland jetzt wieder so oft zu vernehmen sind wie zu Zeiten, als ich noch ein kleiner Junge war.

Hier gibt die Natur den Ton an, weißt den Menschen ihren Platz zu und zelebriert die Gezeiten so, wie sie einst begonnen haben.

Auf dem Weg zu dieser verlassenen Einöde streiften wir Kilometer von Gewächshäusern mit all jenem Gemüse und Obst, dass bei uns, auch jetzt tief im Winter, bei Schnee und Eis so selbstverständlich in den Regalen liegt, als würde da, wo jetzt unser Jürmann steht, ein Lidl beheimatet sein.

Aber hier sind Lidl und Co ganz weit weg. Statt dessen findet man in der benachbarten Gemeinde einen kleinen Supermarkt, der sie alle in Preis und Freundlichkeit in den Schatten stellt.

Hier wohnen ehrliche Leute mit ehrlichen Bedürfnissen. Kein Reisebüro oder kläffende Köter vor prunkvollen Villen. Nur ein kleiner Münsterländer mit Kuhglocke um den Hals begrüßte uns, um direkt danach wieder zwischen wildem Geäst zu verschwinden.

Dieses liebe Tier gierte nicht nach Lebensmitteln und Streicheleinheiten wie so viele andere freilaufende Haustiere hier, dieser Hund ist ein geliebtes und versorgtes Tier und sieht darüber hinaus noch aus wie der Liebling meiner Kindheit Aggy.

Hier kann ich endlich zu schreiben beginnen und die Arbeit genießen. Hier möchte Silvana nähen und Yoga machen. Hier möchte man ausruhen, denn das nächste Abenteuer kommt bestimmt; nur hoffentlich nicht gleich morgen.

Ob dem so ist, erfahrt ihr und erfahren Sie in 24 Stunden,

Euer Ulf

„The perspective is ready!“
Here, in an unspectacular wasteland, behind olive groves and orange trees, we finally seem to have arrived.

It’s not as if we’ll stay forever, but this place, as it is now, will remain in our hearts forever. No palm trees, no garbage containers and no tourists. Only a small shrine for believers reminds us that there are or were other people here too.

The force of the waves is so uniformly powerful that you can hardly bear the beauty and their roar seems almost louder than the low-flying planes that can be heard here in Greece as often now as when I was a little boy.

Here, nature sets the tone, assigns people their place and celebrates the tides as they once began.

On the way to this deserted wasteland, we passed miles of greenhouses with all the fruit and vegetables that are so commonplace on our shelves, even now in the depths of winter, in the snow and ice, as if a Lidl was located where our Jürmann is now.

But here, Lidl and Co are a long way away. Instead, there is a small supermarket in the neighboring community that puts them all in the shade in terms of price and friendliness.

Honest people with honest needs live here. No travel agencies or yapping dogs in front of magnificent villas. Only a small Münsterländer with a cowbell around his neck greeted us, only to disappear again immediately afterwards among the wild branches.

This dear animal was not craving food and cuddles like so many other free-roaming pets here, this dog is a loved and cared for animal and also looks like my childhood favorite Aggy.

Here I can finally start writing and enjoy the work. This is where Silvana wants to sew and do yoga. This is where you want to rest, because the next adventure is sure to come, but hopefully not tomorrow.

You will find out in 24 hours,

Your Ulf

Wie ein Korn Zucker in schwarzem Kaffee

Wie ein Korn Zucker in schwarzem Kaffee

Das Leben im Van ist aufregend. Man sieht ständig Neues und begegnet überall Menschen, die so verschieden sind und dennoch eines gemeinsam haben: Sehnsucht.

Ob Schweizer, Italiener, Russen, Grienchen Deutsche oder andere, es wechseln Alter, Haut und Sprache, aber die meisten sind auf der Suche nach dem Ich, das so begierig nach Ruhe und dennoch meist mit Abenteuern beschäftigt ist.

Egal ob im Wagen etwas nicht funktioniert, ein Supermarkt gesucht oder Enge kultiviert werden muss, das einsame Ich eines jeden, macht aus der Suche nach dem Glück eine individuelle Erfahrung.

Denn es ist das gleiche Ich, das zu Hause die Fernbedienung und unterwegs den Löffel nicht finden kann. Es flucht und freut sich in der gleichen Sprache, in der es immer Emotionen ausgedrückt hat. Es bleibt sich immer treu, auch wenn sich noch so vieles ändert.

Wie könnte es auch anders sein, denn es ist ja dieses Ich das flüchtet und diese Seele die begehrt. Man hofft täglich darauf, dass man es bändigt, es sich neu determiniert und alte Gewohnheiten ablegt, aber die Seele ist träge.

Jedes neue Ereignis wird mit der Erfahrung eines ganzen Lebens reflektiert. Und jeden Tag kommen bei mir beispielsweise nur 24 Stunden Neues zu 411720 Stunden Altlast hinzu. Das ist wie ein Korn Zucker in schwarzem Kaffee oder ein Sandkorn Westfalen an unendlich langen Strand.

Bis ich also statt beispielsweise „danke“, „echaristio“ denke und nicht nur sage, ist mein ganzer Körper wahrscheinlich schon selbst wieder zu Staub geworden.

So, wie mir von meiner Mutter die Freundlichkeit beigebracht wurde, so werde ich sie an jeden Platz der Welt zurückgeben. Jeden Tag wird in jedem Wort und Gedanken meine Wut auf das Leben seinen Tribut fordern.

Das einzige was sich ändern kann, nicht muss, ist meine Perspektive darauf. Ich kann nur mich lieben lernen wie den Sonnenaufgang hier am Pelepones. Mein Ich zur friedlichen Woge vor mir machen, die manchmal plätschert und manchmal Kapriolen schlägt, aber am Ende das gleiche Wasser bleibt, das es seid Anbeginn der Zeit ist.

Es zählt nicht seine Wellen, um sich zu beruhigen wie ich meine Atemzüge.

Das Meer ist nur nicht sauer auf sich, weil die Welt grad nicht zu seiner Emotion passt. Es nimmt sich den Raum den es braucht und steht sich nicht selber im Weg. Es genügt sich, weil es sich nicht verändern will, sondern einfach ist. Jeden Tag wieder, jeden Tag anders und dennoch jeden Tag das selbe Wasser wie zuvor.

Aber das Meer ist auch nicht ohne mich so wie es ist. Denn gibt es diese Schönheit, wenn sie nicht erkannt wird?

So thank you for reading und danke, dass ich für Sie schreiben darf.

Bis morgen,

Euer Ulf

Like a grain of sugar in black coffee

Life in a van is exciting. You constantly see new things and meet people everywhere who are so different and yet have one thing in common: Longing

Whether Swiss, Italian, Russian, Grien, German or other, age, skin and language change, but most of them are in search of the self that is so eager for peace and yet mostly preoccupied with adventure.

Whether it’s something not working in the car, looking for a supermarket or cultivating confinement, everyone’s lonely self makes the search for happiness an individual experience.

Because it’s the same me that can’t find the remote control at home or the spoon on the road. It curses and rejoices in the same language in which it has always expressed emotions. It always remains true to itself, no matter how much changes.

How could it be otherwise, because it is this ego that flees and this soul that desires. You hope every day that you can tame it, that it will re-determine itself and discard old habits, but the soul is inert.

Every new event is reflected with the experience of a lifetime. And every day, for example, I only add 24 hours of new to 411720 hours of old. That’s like a grain of sugar in black coffee or a grain of Westphalian sand on an endlessly long beach.

So by the time I think „echaristio“ instead of just saying „thank you“, for example, my whole body has probably turned to dust again.

Just as I was taught kindness by my mother, I will return it in every place in the world. Every day, in every word and thought, my anger at life will take its toll.

The only thing that can change, not has to, is my perspective on it. I can only learn to love myself like the sunrise here on the Pelepones. To turn my self into a peaceful wave in front of me that sometimes ripples and sometimes capers, but in the end remains the same water it has been since the beginning of time.

It doesn’t count its waves to calm itself down like I count my breaths.

The mee is just not angry with itself because the world doesn’t match its emotions at the moment. It takes the space it needs and doesn’t stand in its own way. It suffices itself because it doesn’t want to change, it simply is. Every day again, every day different and yet every day the same water as before.

But the sea is not as it is without me. Because does this beauty exist if it is not recognized?

So thank you for reading and thank you for letting me write for you.

See you tomorrow,

Your Ulf


Oh black Lady

(Down below in english) Aufwachen an diesem Strand ist wie sich jeden Tag an einem anderen Platz zu befinden. Denn hier ist die Wassermasse des Mittelmeers immer wieder eine andere.

Als wir ankamen, war sie türkisblau und der Strand karibisch schön. Hell weiche Sandmassen so weit das Auge reichte und Wellen so freundlich schön, dass kein Foto die Einmaligkeit festhalten konnte.

Kurze Zeit später zeigte Poseidon, wie viel Kraft in ihm stecken kann. Gestein, in Massen, als hätten unzählige Radlader ihre Schaufeln nachts ununterbrochen mit Kieseln gefüllt, säumten den Strand und verliehen der Atmosphäre den Klang von Eiswürfeln in einem Whiskyglas. Gluckgluckgluckgluckgluck.Gluckgluckgluckgluckgluck.

Dann wurde es ruhig, die Wellen, wie glatt gebügelt, bildeten einen dunkelblauen Teppich aus Wasser, der nur die Sonne spiegeln sollte. Und der Strand bildete den Rahmen dieses Kunstwerks aus Milliarden kleiner Körnchen, die alle einst Kiesel oder gar Felsbrocken waren. Kein Plätschern, keine Schaumkrone, einfach nur Spiegel einer unendlichen Schönheit.

Und heute erstrahlt das Meer wie eine Königin der Nacht. Als habe sie die Schwärze der Dunkelheit in sich aufgenommen, um sich von ihr als Seetank zu befreien. Die black Lady spuckt Algen, als müsse sie sich davon wie bei Raucherkatharr befreien.

Jede Woge abertausende Kilo pechschwarzes Etwas, dass den Strand in beängstigender Schönheit erstrahlen lässt. Und die Wolken am Himmel verdunkeln die Sonne, damit sie nicht den düsteren Eindruck mit freundlichem Licht verwässern solle.

Ich weiss nicht, ob das alles eine Reminiszenz an den Klimawandel oder schlicht ein Abbild wechselnder Gezeiten ist, aber in mir ruft das Rauschen heute Warnrufe der Zeit ins Ohr: Pass auf mich auf.

Ich habe Dich gehört und gesehen habe ich die die düsteren Zeichen einer warnenden Natur.
Wir müssen aber gemeinsam Acht geben, dass die Schönheit der Welt nicht dauerhaft vom Ausfluss des Argwohns wütender Meere getrübt wird.

Bis morgen von anderer Stelle,

Euer Ulf

Oh black lady
Waking up on this beach is like standing in a different place every day. Because the waters of the Mediterranean here are always different.

When we arrived, it was turquoise blue and the beach was Caribbean in beauty. Bright, soft masses of sand as far as the eye could see and waves so friendly and beautiful that no photo could capture their uniqueness.

A short time later, Poseidon showed just how much power he can have. Rocks in masses, as if countless wheel loaders had continuously filled their shovels with pebbles at night, lined the beach and lent the atmosphere the sound of ice cubes in a whisky glass. Chortle chuddle chuddle chuddle chuddle chuddle chuddle.

Then it became calm, the waves, as if ironed smooth, formed a dark blue carpet of water that only reflected the sun. And the beach formed the frame of this work of art made of billions of small grains, all of which were once pebbles or even boulders. No ripples, no whitecaps, just a mirror of infinite beauty.

And today the sea shines like a queen of the night. As if she had absorbed the blackness of darkness in order to free herself from it as a sea tank. The black lady spews algae as if she has to rid herself of it like a smoker’s catarrh.

Every wave is thousands of kilos of pitch-black something that makes the beach glow with frightening beauty. And the clouds in the sky darken the sun so that it doesn’t dilute the gloomy impression with friendly light.

I don’t know whether this is all a reminiscence of climate change or simply a reflection of the changing tides, but today the noise calls out to me as a warning of the times: Take care of me.

I have heard you and I have seen the gloomy signs of a warning nature.
But together we must take care that the beauty of the world is not permanently tarnished by the outpouring of the suspicion of angry seas.

See you tomorrow from another place,

Your Ulf

Mittendrin statt nur dabei

(down below in english) „Irgendwie vergeht die Zeit grad schneller als sonst“, stellte meine Liebste heute Morgen fest und ich musste ihr beipflichten, denn als ich in die Sonne schaute, war mir auch nicht so, als wenn seit gestern schon vier Tage vergangen waren.

Aber sich nicht auf schlechten Wetterbericht verlassen können, ist doch auch mal eine gute Nachricht zum Zigarettenfrühstück mit schwarzem Kaffee, sinnierte mein Kopf und wollte im gleichen Moment meinen Körper zum Strand tragen.

Bis uns dann meine klitschnassen Schuhe ins Auge fielen: „Ach ja, das hab ich ja ganz vergessen“. Es sind zwar keine 96 Stunden vergangen, aber ich war gestern Abend so nass, als hätte ich die besagten vier Tage im Regen gestanden, denn beim Nachtspaziergang weilte ich kurz am Pier, die wilden Wassermassen beobachtend, als sich mitten im meditativen Moment eine bestimmt  drei Meter Höhe Welle anschlich und mich, gemütlich mit einem Bier bewaffnet, grinsend unter sich begrub.

Überraschung! Eigentlich wollte ich doch nur Zuschauer dieses Neptunspektakels sein und nicht mittendrin weilen, wenn starke Böen das Mittelmeer wie ein Reiter aufpeitschen. Dennoch habe ich nur lachen können, weil ich mich so freute, dass ich mich an einem so faszinierenden Ort befinden darf.

Wann konnte ich das letzte Mal echtes Sauwetter so genießen? Wann  bin ich jemals freiwillig bei Starkregen spazieren gewesen? Und wann waren mir Zukunft und Vergangenheit so egal wie gestern, als die Palmen sich bogen und das Bier nach Salzwasser schmeckte?

Ich glaube, noch nie! Es scheint so, als bin ich meinem Ziel, alles loszulassen und einfach nur noch jeden Tag für sich als Wunder intensiv so zu erleben, als wäre er der Letzte, ein ganzes Stück näher gekommen.

Ganz ohne Schuhe und Navi, einfach nur dem inneren Kompass gefolgt, mit Silvana an der Hand und Liebe im Herzen.

Bis morgen Ihr da draußen, Jenseits der Fluten. Passt gut auf Euch auf.

Euer Ulf


In the thick of it

instead of just being there
„Somehow time is passing faster than usual“ my sweetheart said this morning and I had to agree with her, because when I looked at the sun, I didn’t feel as if four days had passed since yesterday.

But not being able to rely on bad weather reports is also good news for a cigarette breakfast with black coffee, my head mused and at the same time wanted to carry my body to the beach.

Until my soaking wet shoes caught our eye: „Oh yes, I forgot all about that. Not 96 hours have passed, but last night I was as wet as if I’d been standing in the rain for the four days in question, because I was out for a short walk at night on the pier, watching the wild masses of water, when in the middle of a meditative moment, a wave three meters high crept up and buried me under it, grinning and comfortably armed with a beer.

Surprise! Actually, I only wanted to be a spectator of this Neptune spectacle and not be in the middle of it when strong gusts whipped up the Mediterranean like a rider. Nevertheless, I could only laugh because I was so happy to be in such a fascinating place.

When was the last time I was able to enjoy really bad weather like this? When have I ever voluntarily gone for a walk in heavy rain? And when have I been so indifferent to the future and the past as I was yesterday, when the palm trees bent and the beer tasted of salt water?

I don’t think ever! It seems as if I’ve come a lot closer to my goal of letting go of everything and simply experiencing each day as a miracle in its own right, as if it were the last.

Without any shoes or GPS, just following my inner compass, with Silvana by my side and love in my heart.

See you out there tomorrow, beyond the floods. Take good care of yourselves.

Your Ulf

96 Stunden ohne Ausweg

(down below in english) In letzter Zeit wurden die Regentage mehr und mehr, bis sie heute den Punkt erreicht haben, an dem das friesische das karibische Wetter überwiegt.

Das ist eigentlich gar nicht so unschön, denn die Wellen sind atemberaubend schön und der Wind saust um den Jürmann, dass es drinnen beinahe knistert wie vor einem Lagerfeuer.

Ungünstig ist, dass wir kein Vorzelt haben und das schmuddelige Nass den Eingang völlig unter Wasser stellt.

Wie also rein und raus, ohne aus unserem Zuhause eine Schlammgrube zu machen und: wie geht man sich auf vier Quadratmetern aus dem Weg, wenn das Wohnzimmer nicht betreten werden kann?

Gar nicht. Man muss sich zusammen kuscheln und sich bemühen, wenig zu reden. Denn Stress schwängert die Atmosphäre. Man kann sich einfach nicht aus dem Weg gehen und die verhangenen Fenster verschließen neben den Ritzen auch den Horizont, den die Seele doch so dringend zum Atmen braucht.

Und wenn ich wie gleich im Schlafzimmer 1,5 Stunden Nachhilfe geben muss, kann Silvana nur daneben sitzen, weil wir kein Schlauchboot haben, um den Strand als Ausweg zu nutzen.

Aber wir sind ja schwierige Situationen gewöhnt und haben uns auch schon eine neue Disputkultur angewöhnt, aber vier Tage Regen sind 96 Stunden Schitwetter und das ist viel Potential um gute Vorsätze schon Mal zu vergessen.

Aber wir haben es uns gemütlich gemacht und genießen auch die Qualität der Stille, in der man trotz Enge und gegenseitigem auf den Füßen stehen, einfach dem Plätschern der Tropfen lauschen kann ohne alles zu kommentieren.

Man kann sagen, wir haben uns verändert und sind an den Herausforderungen gewachsen, aber der Strom hier im Hippiebunker und die Reminiszenz Internet der Moderne gepaart mit Kopfhörern helfen auch, wenn man sich mal vorne auf dem Beifahrersitz oder hinten im Bett einfach in sich zurück ziehen will, denn auch das geduldigeste Herz kann zwar viel ertragen, aber keine 24 Stunden ABBA.

Bis morgen,

Euer Ulf

96 hours with no way out
Lately, the rainy days have become more and more frequent, until today they have reached the point where the Frisian outweighs the Caribbean weather.

It’s actually not so bad, because the waves are breathtakingly beautiful and the wind is whipping around the Jürmann, making it almost crackle inside like a campfire.

The unfortunate thing is that we don’t have an awning and the dingy water completely submerges the entrance.

So how do we get in and out without turning our home into a mud pit and: how do we get out of each other’s way on four square meters if we can’t enter the living room?

Not at all. You have to cuddle up together and try not to talk too much. Because stress impregnates the atmosphere. You simply can’t avoid each other and the past windows close off not only the cracks but also the horizon that the soul so urgently needs to breathe.

And when I have to tutor for 1.5 hours in the bedroom, as I’m about to do, Silvana can only sit next to me because we don’t have an inflatable boat to use the beach as an escape route.

But we’re used to difficult situations and have already got used to a new culture of debate, but four days of rain is 96 hours of skiing weather and that’s a lot of potential for forgetting good intentions.

But we’ve made ourselves comfortable and enjoy the quality of the silence, in which you can simply listen to the splashing of the drops without commenting on everything, despite the close quarters and standing on each other’s feet.

You could say we’ve changed and grown to meet the challenges, but the electricity here in the hippie bunker and the reminiscence of the modern Internet paired with headphones also helps when you just want to withdraw into yourself in the front passenger seat or in the back of the bed, because a patient heart can endure a lot, but not 24 hours of ABBA.

See you tomorrow,

Your Ulf

Prometheus

(down below in english) Bedecke deinen Himmel Zeus,
mit Wolkendunst.
Und übe, dem Knaben gleich, der Disteln köpft.

So beginnt der junge Goethe seiner Wut auf Gottheiten Luft zu machen und mir klingen seine Worte wie Donnerhall in den Ohren, wenn der Wind wie auf Helgoland wütet und dazu Blitze aus den Bergen auf uns nieder preschen.

Urgewalten bahnen sich hier ihren Weg, ohne Rücksicht auf Verluste. Wer sich nicht in Sicherheit gebracht hat, wird von orkanartigen Regenfällen wie von einem Lasso umschlungen und vom. Wind in die wilden Fluten gestoßen.

Der Schall aufeinanderprallender Luftmassen direkt über uns, läßt den Jürmann erzittern und unsere Blicke stieren ergriffen durch die Fenster in ein Spektakel, das Wagner nicht besser hätte inszenieren können.

Hier in Griechenland beginnt der Winter nicht sanft mit hinabfallenden Blättern als Herbst. Hier folgt er auf Frühling oder Sommer. Am gleichen Tag, bleibt dann manchmal nur 20 Minuten und verschwindet genauso schnell wieder.

Aber wenn er so plötzlich auftaucht, wie ein ungebetener Gast an Weihnachten, dann werden kleine Hunde an der Leine ihres Herrchens zu Drachen und vier Quadratmeter zu einem Liebesnest, dass nie wieder verlassen werden möchte. Es sei denn, es wird gleich wieder Sommer.

Bis morgen,

Euer Ulf

Cover your sky Zeus,

with cloudy haze.
And practice like the boy who beheads thistles.

This is how the young Goethe begins to vent his anger at deities and his words ring in my ears like thunder when the wind rages as if on Heligoland and lightning flashes down on us from the mountains.

Elemental forces make their way here, regardless of the consequences. Those who have not taken shelter are lassoed by hurricane-like downpours and thrown into the wild waters by the wind. wind into the wild floods.

The sound of colliding air masses directly above us makes the Jürmann tremble and our gazes stare through the windows into a spectacle that Wagner could not have staged better.

Here in Greece, winter does not begin gently as autumn with falling leaves. Here it follows spring or summer. On the same day, it sometimes lasts only 20 minutes and disappears just as quickly.

But when it appears as suddenly as an uninvited guest at Christmas, small dogs on their master’s leash become dragons and four square meters become a love nest that never wants to be left again. Unless it’s about to be summer again.

See you tomorrow,

Your Ulf

Willkommen und Abschied

(Down below in english) Gestern war es soweit, wir sind wieder gestartet. Raus aus der Comfort Zone Igoumenitsa zurück ins Abenteuer. Ein letztes Gyros mit unseren neuen Freunden Andrea und Nikita in der Stadt und dann los Richtung Süden.

Und beide überkam ein wenig Wehmut, man könnte fast sagen Heimweh, als wir um die Ecke Richtung Parga bogen. Das kleine örtchen an der Grenze zu Albanien war uns mit seiner unscheinbaren Schönheit und ihren freundlichen Bewohnern wie Gästen ans Herz gewachsen.

Aber wir hatten den Jürmann ja als mobiles Heim gedacht und so freuten wir uns auch auf das, was uns jetzt erwarten würde.

Und wir würden wahrlich nicht enttäuscht. Traumstrände, so weit das Auge reicht und jeder einzelne war ein Erlebnis. Dennoch, wir spürten, das uns die letzten Wochen verändert haben. Ein Traumstrand ist ein Traumstrand, aber wir bekamen Lust auf Menschen. Es muss ja nicht gleich Istanbul sein.

Also verließen wir eine einsame Lagune, schön wie in „the beach“ nur, weil wir den Kaffee vergessen haben und fuhren weiter. Diesmal ohne Navi, nur die Nase im Wind und den Blick in die Ferne, bis wir Parga erreichten.

Unbeschreiblich schön, wie die niederländischen Antillen. Einsame kleine Inseln, bewohnt wie von Jim Knopf, vor einer kleinen Bucht, die von den Menschen liebevoll gestaltet wurde. Nur ein paar Hotels, dessen Auffahrten für uns jedoch wirklich unpassierbar waren. Natürlich der einzige Grund, warum wir nicht einkehren.

Wir genossen also den Sonnenuntergang, auch wenn es ein wenig wolkig war und fuhren später glückselig in einen weiteren, noch kleineren Ort, wo wir heute erwachten. Hier, wo wir endlich an unseren Kaffee dachten und genau zwischen vereinzelten Häusern und einem Strand, an dem die Wellen 50 Meter lang auslaufen, werden wir bleiben, sagten wir uns und lächelten in den Regenbogen

Nur für ein paar Tage versteht sich. Wie immer.

Bis morgen,

Euer Ulf

Welcome and farewell

Yesterday was the day, we took off again. Out of the comfort zone of Igoumenitsa and back into adventure. One last gyros with our new friends Andrea and Nikita in the city and then off south.

And both of us were a little nostalgic, you could almost say homesick, as we turned the corner towards Paga. We had grown fond of the small village on the border with Albania with its unassuming beauty and friendly inhabitants and guests.

But we had thought of the Jürmann as a mobile home and so we were looking forward to what awaited us.

And we were not disappointed. Dream beaches as far as the eye could see and every single one was an experience. Nevertheless, we felt that the last few weeks had changed us. A dream beach is a dream beach, but we were in the mood for people. It doesn’t have to be Istanbul.

So we left a lonely lagoon, beautiful as in „the beach“ only because we forgot the coffee and drove on. This time without a satnav, just our noses in the wind and a view into the distance until we reached Paga.

Indescribably beautiful, like the Dutch Antilles. Lonely little islands, inhabited as if by Jim Knopf, in front of a small bay that has been lovingly landscaped by the people. There were only a few hotels, but their driveways were really impassable for us. The only reason why we didn’t stop off, of course.

So we enjoyed the sunset, even if it was a little cloudy, and later drove blissfully to another, even smaller town, where we woke up today. Here, where we finally thought of our coffee and right between scattered houses and a beach where the waves run out for 50 meters, we will stay, we said to ourselves and smiled into the rainbow

Just for a few days, of course. As always.

See you tomorrow,

Your Ulf

In einem Bild von Monet

(down below in english) Gibt es was Schöneres, als morgens AUSGESCHLAFEN die Sonne aufgehen zu sehen? Den Wellen wie in einem Testbild zu lauschen und zu schweigen?

Einfach Dasein. Jeder Tag an dem etwas nicht funktionierte und jeder Ärger, sind in diesem Moment vergessen.

Das Rauschen wirkt wie ein Besen im Geist, der allen Unmut und jede Windung an friktionale Aktivität einfach hinaus geleitet.

Dass das Mikrophon gestern bei der Nachhilfe nicht funktionierte, vergessen. Das ich so gerädert von einer Millionen Aufgaben die Augen schon um zwei Uhr Nachmittags kaum noch aufhalten konnte, ad Acta gelegt, das ich keinen Tabak mehr habe? Egal.

Schlaf, das Ibuprophen des Gestressten, hat seine Erwartungen mehr als erfüllt. Ich fühle mich wie am jüngsten Tag, nichts erwartend, außer dem, dass es bitte so friedlich bleibe. Bewegtes Standbild ohne Sorgen und Nöte. Was auch immer der Tag bringen mag, hier werde ich es einfach aussitzen.

Geblendet von der Morgensonne die Augen schließen und den salzigen Geschmack des Meeres inhalieren.

Im Jetzt wie hier, erfüllen sich alle Hoffnungen und Wünsche, die unseren Entschluss zu gehen motivierten.

Angekommen in einem Postkartenidyll, in einem Traum, den so viele Maler und Poeten zu manifestieren suchten.

Ich sitze in einem Bild von Monet oder Casper David Friedrich. Mein Umfeld sind die Bilder zu den unzähligen Worten von Thomas Mann. Und meine Seele genießt die Pinselstriche eines Schöpfers, an den ich im Alltag nicht glauben will.

Wenn ich irgendwann sterbe, wird dieser Moment mein letzter Gedanke sein. An diesem Strand wird mich der Fährmann des Jenseits abholen und auf die die andere Seite bringen.

Hier und jetzt, kann ich fühlen und sehen, wie die transzendente Vorstellung von innerem Frieden,Gestalt annimmt.

Bis morgen,

Euer Ulf

In a painting by Monet

Is there anything more beautiful than watching the sun rise in the morning at sunrise, SLEEPING OUT? Listening to the waves as if in a test painting and remaining silent?

Simply being. Every day that didn’t work out and every annoyance are forgotten in this moment.

The noise acts like a broom in the mind that simply channels out all resentment and every twist and turn of frictional activity.

I forget that the microphone didn’t work yesterday during tutoring. That I was so exhausted from a million tasks that I could barely keep my eyes open at two o’clock in the afternoon, put aside the fact that I no longer have any tobacco? Never mind.

Sleep, the ibuprophene of the stressed-out, has more than fulfilled its expectations. I feel like it’s Judgment Day, expecting nothing but that it would please stay this peaceful. A moving still image without worries or hardship. Whatever the day may bring, I’ll just sit it out here.

Blinded by the morning sun, I close my eyes and inhale the salty taste of the sea.

In the now, as here, all the hopes and wishes that motivated our decision to leave are fulfilled

Arrived in a postcard idyll, in a dream that so many painters and poets have tried to manifest.

I am sitting in a painting by Monet or Casper David Friedrich. My surroundings are the paintings to the countless words of Thomas Mann. And my soul enjoys the brushstrokes of a creator I don’t want to believe in in everyday life.

When I die one day, this moment will be my last thought. On this beach, the ferryman of the afterlife will pick me up and take me to the other side.

Here and now, I can feel and see the transcendent idea of inner peace taking shape.

See you tomorrow,

Your Ulf

Ein Sonntag wie im Bilderbuch

(down below in english) Wenn man das Gesicht wie ein Hund gierig auf einen langen Hals aus einer gemütlichen Betthöhle in die Wärme streckt und die einzelnen Strahlen die Lippen zu trocknen beginnen, denkt man normalerweise nicht an November, sondern an Frühling.

Und wenn die ersten Töne, die das Ohr an den Geist senden muss nicht Nachrichten oder ein Wecker sind, sondern Spatzengezwitscher, dass von Nahrung erzählt, die sich am Rande der rauschenden Wellen befinden soll, dann darf sogar die erste Zigarette ein wenig zu stramm gedreht sein. Denn der frisch aufgebrühte Kaffee übernimmt gerne die meditative Aufgabe des Objekts der Begierde, als Ursprung kleiner Wölkchen den Blick zu fesseln um zu träumen.

Eigentlich haben wir das fast täglich, aber das menschliche Naturell ist oft viel zu träge, ähnliche Naturereignisse jedes Mal aufs Neue wie ein einmaliges Wunder zu genießen. Es sucht nach Gemeinsamkeiten mit bereits Erlebten und will alles zu einer konstruktiven Routine pragmatisieren.

Wenn die Sonne so scheint, kann man ideal die Batterien laden oder braun werden, noch Kleinigkeiten am Jürmann optimieren oder wenigstens spazieren gehen, alles nur nicht inne halten. Kein Gedanke wird an Genuss „verschwendet“, denn: Zeit ist Geld.

Das die Seele ohne diese stillen Momente zugrunde geht, weil sie alles noch so kleine Erlebte immer wieder verarbeiten muss, wird dabei oft vergessen.

Wenn bei einer Erkältung der Körper nach Ruhe schreit, weil einem beispielsweise die Glieder schmerzen, ist es selbstverständlich richtig, (nicht zwingend gut), sich auszuruhen.

Aber die Seele beschwert sich nicht laut und schreit „Stopp, Hilfe! Ich brauche Ruhe zum Verarbeiten der Gedanken als Emotionen“.

Denn die Seele ist wie die Ohren. Sie kann sich auch nicht einfach verschließen und sich wie Augen für kleine Momente verschnaufen. Sie arbeitet wie eine scheinbar unkaputbare Maschine unaufhörlich weiter.

Bis sie streikt und plötzlich alles nur noch dunkel sieht und keinen Ausweg aus dem schönsten Paradies als wahr genommene Hölle offeriert.
Dann ist es meist zu spät für einfach nur Ruhe. Denn man hat ganz „en passent“ das Genießen verlernt, weil man sich in dieser Wahrnehmung zu wenig geschult hat.

Dann wird die unerträgliche Stille eines friedlichen Jetzt zur unerträglichen Belastung, weil sie nicht zu Geld gemacht werden kann sondern nur eine Möglichkeit bietet: Sie zu genießen.

Wir haben uns vorgenommen dieses „Genießen“, wie eine hohe Kunst die man als Kind einfach geschenkt bekam, wieder zu erlernen.
Jeden Tag beginnen wir, wie beim Fahrrad fahren oder laufen lernen, der Seele Ruhe zu gönnen, allein von der Aussicht angetrieben, es irgendwann wieder zu können, genießen. Nur dass wir am Ende nicht von A noch B gelangen, sondern in einem zufriedenen Ich ankommen.

Das nennt man dann oft inneren Frieden. Ich nenne eudemonaia, von einem guten Dämon beseelt sein, wie der Grieche sagt oder kurz: Glückseligkeit.

jetzt muss ich aber Schluss machen, denn mein Jetzt sagt, es ist just eine ideale Gelegenheit zu üben.

Bis morgen,

Euer Ulf

A Sunday like in a picture book

When you stretch your face like a dog greedily onto a long neck from a cozy bed cave into the warmth and the individual rays begin to dry your lips, you don’t normally think of November, but of spring.

And if the first sounds that the ear has to send to the mind are not news or an alarm clock, but the chirping of sparrows telling of food that is supposed to be on the edge of the rushing waves, then even the first cigarette may be rolled a little too tightly. Because the freshly brewed coffee is happy to take on the meditative task of the object of desire, as the source of little clouds to captivate the gaze in order to dream.

We actually do this almost every day, but the human nature is often far too lazy to enjoy similar natural phenomena anew every time, like a unique miracle. It looks for similarities with what it has already experienced and wants to pragmatize everything into a constructive routine.

When the sun is shining like this, you can ideally recharge your batteries or get a tan, optimize little things on the Jürmann or at least go for a walk, just don’t stop for anything. No thought is „wasted“ on enjoyment, because: Time is money.

The fact that the soul perishes without these quiet moments because it has to process everything it experiences, no matter how small, is often forgotten.

If you have a cold and your body is crying out for rest because your limbs are aching, for example, it is of course right (but not necessarily good) to rest.

But the soul doesn’t complain loudly and shout „Stop, help! I need rest to process my thoughts as emotions“.

Because the soul is like the ears. It cannot simply close itself off and take a breather for a few moments like eyes. It continues to work like a seemingly unbreakable machine.

Until it goes on strike and suddenly sees everything as dark and offers no way out of the most beautiful paradise as a perceived hell.
Then it is usually too late to simply rest. Because you have forgotten how to enjoy things „en passent“ because you have not trained yourself enough in this perception.

Then the unbearable silence of a peaceful now becomes an unbearable burden because it cannot be turned into money but only offers one possibility: To enjoy it.

We have resolved to relearn this „enjoyment“, like a fine art that was simply given to us as a child.
Every day, like learning to ride a bike or walk, we begin to give our souls a rest, driven solely by the prospect of being able to enjoy it again at some point. Only that in the end we don’t get from A to B, but arrive in a satisfied self.

This is often called inner peace. I call it eudemonaia, being animated by a good demon, as the Greeks say, or in short: bliss.

But now I have to stop, because my now says it’s just the perfect opportunity to practise.

See you tomorrow,

Your Ulf

Endlich Weihnachten!

(down below in english) Zimtsterne, Mandelschnecken, Mandarinenduft und Schnee, dass sind für die meisten Weihnachtsmerkmale. Aber für Kinder sind es in erster Linie Geschenke, Geschenke, Geschenke!

Ich bin grad ein Kind und weil es gestern so viele Geschenke gab, wie es sie nur an Weihnachten gibt, fühl ich mich heute wie Weihnachten, obwohl die Rentiere Wildschweine sind und mein Christstollen ein Butterbrot.

Wollen wir zusammen auspacken?

Erst das Größte! Die Verpackung sieht irgendwie langweilig aus. Was da wohl drin ist?

Eine Standheizung! Wie geil ist das denn?! Die hab ich mir ja schon so lange gewünscht. Und sie funktioniert, oh danke lieber Weihnachtsmann, danke!

Oh, da steht da ja Silvana drauf, ups! Darf ich sie trotzdem mal anmachen? Aber erst weiter auspacken.

Was ist das? Ein Umschlag? Bestimmt eine Postkarte von der Rüschentante mit viel Blabla und wenig Geld, egal. Mal gucken.

Nee, ich glaub es nicht! Ein Job als Lehrer! Ich krieg den Mund nicht mehr zu! Das heißt, wir dürfen bleiben? Ehrlich? Oh man, ich bin so aufgeregt.

Und da ist ja noch ein Umschlag! Von Nikki. Wer war das noch gleich? Ah ja, dass ist die Medientante aus der Nähe von Mainz, oder? Die schreibt mir? Was die wohl will?

Nee, ne? Guck Mal Silvana,noch ein Job! Als Chatmoderator! Jetzt kann ich auch mit meiner Lust zu schreiben Geld verdienen! Ich glaub das sind die schönsten Weihnachten, die ich je erlebt habe, findest du nicht auch mein Schatz?

Ja, kleiner Ulf das ist wirklich toll und guck Mal, was ich bekommen habe:

Einen Shunt, damit wir den Batteriestand prüfen können und ein Litiumbatterie Ladegerät! Jetzt sind wir völlig unabhängig!

Und hier! Guck doch mal! Eine Warmwasserpumpe und eine Dusche! Jetzt kann ich endlich jeden Tag die Haare waschen.

Aber was ist das? Wer klopft denn da? Ich geh Mal gucken.

Ah, die Sonne, sie fragt, ob wir mit zum Strand gehen! 

Ich bin gleich wieder da!

Euer Ulf

Christmas at last!


Cinnamon stars, almond buns, the scent of mandarin and snow – for most people these are the hallmarks of Christmas. But for children, it’s first and foremost presents, presents, presents!

I’m a child right now and because there were so many presents yesterday, as there are only at Christmas, I feel like Christmas today, even though the reindeer are wild boars and my Christmas stollen is a sandwich.

Shall we unwrap together?

First the biggest one! The packaging looks kind of boring. I wonder what’s inside.

A parking heater! How cool is that? I’ve wanted one for so long. And it works, oh thank you dear Santa, thank you!

Oh, it says Silvana on it, oops! Can I turn it on anyway? But let’s unpack it first.

What’s that? An envelope? Probably a postcard from the frilly aunt with lots of blah blah blah and not much money, never mind. Let’s see.

No, I don’t believe it! A job as a teacher! I can’t keep my mouth shut! Does that mean we can stay? Really? Oh man, I’m so excited.

And there’s another envelope! From Nikki. Who was that again? Ah yes, that’s the media lady from near Mainz, isn’t it? She’s writing to me? I wonder what she wants?

No, no? Look Silvana, another job! As a chat moderator! Now I can earn money with my desire to write! I think this is the best Christmas I’ve ever had, don’t you agree, my darling?

Yes, little Ulf, that’s really great and look what I got:

A shunt so we can check the battery level and a lithium battery charger! Now we are completely independent!

And here! Look at this! A hot water pump and a shower! Now I can finally wash my hair every day.

But what’s that? Who’s that knocking? I’ll go and have a look.

Ah, the sun, it’s asking if we’re going to the beach! 

I’ll be right back!

Your Ulf

Wollen wir zusammen auspacken?

Erst das Größte! Die Verpackung sieht irgendwie langweilig aus. Was da wohl drin ist?

Eine Standheizung! Wie geil ist das denn?! Die hab ich mir ja schon so lange gewünscht. Und sie funktioniert, oh danke lieber Weihnachtsmann, danke!

Oh, da steht da ja Silvana drauf, ups! Darf ich sie trotzdem mal anmachen? Aber erst weiter auspacken.

Was ist das? Ein Umschlag? Bestimmt eine Postkarte von der Rüschentante mit viel Blabla und wenig Geld, egal. Mal gucken.

Nee, ich glaub es nicht! Ein Job als Lehrer! Ich krieg den Mund nicht mehr zu! Das heißt, wir dürfen bleiben? Ehrlich? Oh man, ich bin so aufgeregt.

Und da ist ja noch ein Umschlag! Von Nikki. Wer war das noch gleich? Ah ja, dass ist die Medientante aus der Nähe von Mainz, oder? Die schreibt mir? Was die wohl will?

Nee, ne? Guck Mal Silvana,noch ein Job! Als Chatmoderator! Jetzt kann ich auch mit meiner Lust zu schreiben Geld verdienen! Ich glaub das sind die schönsten Weihnachten, die ich je erlebt habe, findest du nicht auch mein Schatz?

Ja, kleiner Ulf das ist wirklich toll und guck Mal, was ich bekommen habe:

Einen Shunt, damit wir den Batteriestand prüfen können und ein Litiumbatterie Ladegerät! Jetzt sind wir völlig unabhängig!

Und hier! Guck doch mal! Eine Warmwasserpumpe und eine Dusche! Jetzt kann ich endlich jeden Tag die Haare waschen.

Aber was ist das? Wer klopft denn da? Ich geh Mal gucken.

Ah, die Sonne, sie fragt, ob wir mit zum Strand gehen! 

Ich bin gleich wieder da!

Euer Ulf

Christmas at last!
Cinnamon stars, almond buns, the scent of mandarin and snow – for most people these are the hallmarks of Christmas. But for children, it’s first and foremost presents, presents, presents!

I’m a child right now and because there were so many presents yesterday, as there are only at Christmas, I feel like Christmas today, even though the reindeer are wild boars and my Christmas stollen is a sandwich.

Shall we unwrap together?

First the biggest one! The packaging looks kind of boring. I wonder what’s inside.

A parking heater! How cool is that? I’ve wanted one for so long. And it works, oh thank you dear Santa, thank you!

Oh, it says Silvana on it, oops! Can I turn it on anyway? But let’s unpack it first.

What’s that? An envelope? Probably a postcard from the frilly aunt with lots of blah blah blah and not much money, never mind. Let’s see.

No, I don’t believe it! A job as a teacher! I can’t keep my mouth shut! Does that mean we can stay? Really? Oh man, I’m so excited.

And there’s another envelope! From Nikki. Who was that again? Ah yes, that’s the media lady from near Mainz, isn’t it? She’s writing to me? I wonder what she wants?

No, no? Look Silvana, another job! As a chat moderator! Now I can earn money with my desire to write! I think this is the best Christmas I’ve ever had, don’t you agree, my darling?

Yes, little Ulf, that’s really great and look what I got:

A shunt so we can check the battery level and a lithium battery charger! Now we are completely independent!

And here! Look at this! A hot water pump and a shower! Now I can finally wash my hair every day.

But what’s that? Who’s that knocking? I’ll go and have a look.

Ah, the sun, it’s asking if we’re going to the beach! 

I’ll be right back!

IiYour Ulf



Wollen wir zusammen auspacken?

Erst das Größte! Die Verpackung sieht irgendwie langweilig aus. Was da wohl drin ist?

Eine Standheizung! Wie geil ist das denn?! Die hab ich mir ja schon so lange gewünscht. Und sie funktioniert, oh danke lieber Weihnachtsmann, danke!

Oh, da steht da ja Silvana drauf, ups! Darf ich sie trotzdem mal anmachen? Aber erst weiter auspacken.

Was ist das? Ein Umschlag? Bestimmt eine Postkarte von der Rüschentante mit viel Blabla und wenig Geld, egal. Mal gucken.

Nee, ich glaub es nicht! Ein Job als Lehrer! Ich krieg den Mund nicht mehr zu! Das heißt, wir dürfen bleiben? Ehrlich? Oh man, ich bin so aufgeregt.

Und da ist ja noch ein Umschlag! Von Nikki. Wer war das noch gleich? Ah ja, dass ist die Medientante aus der Nähe von Mainz, oder? Die schreibt mir? Was die wohl will?

Nee, ne? Guck Mal Silvana,noch ein Job! Als Chatmoderator! Jetzt kann ich auch mit meiner Lust zu schreiben Geld verdienen! Ich glaub das sind die schönsten Weihnachten, die ich je erlebt habe, findest du nicht auch mein Schatz?

Ja, kleiner Ulf das ist wirklich toll und guck Mal, was ich bekommen habe:

Einen Shunt, damit wir den Batteriestand prüfen können und ein Litiumbatterie Ladegerät! Jetzt sind wir völlig unabhängig!

Und hier! Guck doch mal! Eine Warmwasserpumpe und eine Dusche! Jetzt kann ich endlich jeden Tag die Haare waschen.

Aber was ist das? Wer klopft denn da? Ich geh Mal gucken.

Ah, die Sonne, sie fragt, ob wir mit zum Strand gehen!

Ich bin gleich wieder da!

Euer Ulf

Christmas at last!
Cinnamon stars, almond buns, the scent of mandarin and snow – for most people these are the hallmarks of Christmas. But for children, it’s first and foremost presents, presents, presents!

I’m a child right now and because there were so many presents yesterday, as there are only at Christmas, I feel like Christmas today, even though the reindeer are wild boars and my Christmas stollen is a sandwich.

Shall we unwrap together?

First the biggest one! The packaging looks kind of boring. I wonder what’s inside.

A parking heater! How cool is that? I’ve wanted one for so long. And it works, oh thank you dear Santa, thank you!

Oh, it says Silvana on it, oops! Can I turn it on anyway? But let’s unpack it first.

What’s that? An envelope? Probably a postcard from the frilly aunt with lots of blah blah blah and not much money, never mind. Let’s see.

No, I don’t believe it! A job as a teacher! I can’t keep my mouth shut! Does that mean we can stay? Really? Oh man, I’m so excited.

And there’s another envelope! From Nikki. Who was that again? Ah yes, that’s the media lady from near Mainz, isn’t it? She’s writing to me? I wonder what she wants?

No, no? Look Silvana, another job! As a chat moderator! Now I can earn money with my desire to write! I think this is the best Christmas I’ve ever had, don’t you agree, my darling?

Yes, little Ulf, that’s really great and look what I got:

A shunt so we can check the battery level and a lithium battery charger! Now we are completely independent!

And here! Look at this! A hot water pump and a shower! Now I can finally wash my hair every day.

But what’s that? Who’s that knocking? I’ll go and have a look.

Ah, the sun, it’s asking if we’re going to the beach!

I’ll be right back!

Your Ulf