Bis zum bitteren Ende

Als Herr K. In „das Schloss“ in den kleinen Ort kam umfing ihn ein Unwohlsein. Er gehörte nicht zu jenen im Schloss, die die Regeln aufstellen, unter denen alle litten, aber auch nicht zu den Leidtragenden.

Er war, wie man heute sagen würde “ nicht Fisch und nicht Fleisch“. Er war ein Außenstehender, dessen Welt nicht vorgesehen war. Und diese Welt, hatte er sich selbst geschaffen. Nicht absichtlich, sondern seine Determination zwang ihm eine Perspektive auf das Sein auf, die er mit keinem teilen konnte.

Wie sehr bemühte er sich, einem Teil anzuschließen. Wie sehr umfing ihn die Sehnsucht irgendwo dazu zu gehören, aber man ließ ihn einfach nicht teilhaben.

Man sprach mit ihm und über ihn, aber nicht wie über einen Nachbarn, sondern wie über einen Außerirdischen.  „Der da, als das da, das was keiner kannte und allen Angst machte und deshalb zum extern sein verdammte.

Am Ende soll er gestorben sein, einsam, mit der Billigung über den Winter bleiben zu können, danach könne er ja weiter sehen.

Herr M. War auch ein Herr K, nur eben nicht in tschechischen Landen, sondern in Griechenland. Er war kein Grieche, aber auch kein Deutscher mehr, auch wenn diese Nationalität in seinem Ausweis vermerkt war. Aber er konnte nicht zurück, denn mit jenen Menschen Verband ihn nichts mehr, außer dem roten Heftchen, in dem sein Name vermerkt war.

Selbst wenn er gewollt hätte, hätte er nicht zurück gekonnt, denn dort, wo Mercedes und Siemens heute Synonym wie damals das Etikett „Land der Dichter und Denker“ steht, verachtete man größtenteils seine scheinbar sinnlose Opposition.

Das kann nichts werden. Nicht, weil es nicht möglich war, sondern weil man selbst vor der Herausforderung „alternativer Lebensentwürfe“ aufgrund von stillschweigend er Akzeptanz resignierte.

Man kann ja eh nichts machen und wenn es einer oder eine doch machte, dann müsste man dies doch verurteilen, weil man sich ja sonst selbst, zumindest insgeheim, eingestehen müsste, dass man selbst diese Kraft oder Opferbereitschaft für ein Lebensideale nicht in der Lage wäre zu tragen.

In english

To the bitter end
When Mr. K. came to „the castle“ in the small town, he was surrounded by a feeling of unease. He was not one of those in the castle who set the rules that everyone suffered under, but neither was he one of those who suffered.

He was, as they would say today, „neither fish nor fowl“. He was an outsider whose world was not intended. And he had created this world for himself. Not intentionally, but his determination forced a perspective on existence on him that he could not share with anyone.

How hard he tried to join a part of it. How much he was surrounded by the longing to belong somewhere, but he was simply not allowed to participate.

People talked to him and about him, but not like a neighbor, but like an alien. „That one, as that one, the one that nobody knew and that scared everyone and was therefore condemned to be external.

In the end he is said to have died, lonely, with the agreement that he could stay for the winter, after which he could continue to see.

Mr. M. was also a Mr. K, but not in the Czech Republic, but in Greece. He wasn’t Greek, but he was no longer German either, even if this nationality was noted on his identity card. But he couldn’t go back, because nothing connected him to those people except the red booklet in which his name was written.

Even if he had wanted to, he would not have been able to go back, because where Mercedes and Siemens are now synonymous with the label “land of poets and thinkers”, his seemingly pointless opposition was largely despised.

Nothing could come of it. Not because it wasn’t possible, but because people resigned themselves to the challenge of “alternative lifestyles” due to tacit acceptance.

You can’t do anything anyway and if someone did, you would have to condemn it, because otherwise you would have to admit to yourself, at least secretly, that you were not able to carry this strength or willingness to sacrifice for an ideal life.

Die Show muss weiter geh’n

„Wer will meinen Willen brechen?“, dachte sich Herr M und saß fassungslos vorm Rechner, der mitten im Gewitter kein Internet mehr vorwies. Stunden haben sie ausgeharrt und den Motor laufen lassen, um genug Strom für die Sitzung zu haben, aber als es dann soweit war: „rien ne vas plus“, nichts ging mehr.

Einen kurzen Augenblick herrschte Sprachlosigkeit zwischen Herrn M und seiner Frau aber dann schafften sie es doch, die Starre in den Gliedern zu überwinden, um ins nächst gelegene Dort zu fahren, denn dort könnte man noch eine Internetkarte kaufen.

Freilich dauerte es Stunden,  bis das Handy wieder auf Empfang stand, aber wenigstens konnte Herr M allen Bescheid sagen. Jetzt nur noch täglich früh morgens wieder vom Strand in die Stadt auf einen Parkplatz fahren, sodass man über diese wieder ausreichend Empfang hatte, damit Unterricht wieder möglich war.

Aber solange wollte Frau M nicht warten. Sie versuchte wirklich alles, um ihren Mann mit alter Qualität wieder online zu schicken, bis ihr die Idee kam, mit einem anderen Kabel das offensichtlich vom Blitz lädierte zu ersetzen. And IT fuckng works!

Aber halt, kann man den in Mitleidenschaft gezogenen Kabelmeter nicht heraus schneiden und überbrücken? „Wir haben ja  noch Klemmen“. Und so bastelte und überlegte sie, bis schlussendlich gegen 11 wieder alles funktionierte. Besser denn je.

Herr M konnte es nicht glauben und streichelte sich die Plauze : „ich bin zu alt für den Scheiss“ und sackte in sich zusammen, während seine Frau das Bier öffnete und sich einen kräftigen Schluck „Mythos“ gönnte, wie passend.

Und während sie mit der Wagenheizung das Schlafzimmer wärmten, fing es draussen wieder an zu regnen.

In english

The show must go on!

“Who wants to break my will?” thought Mr. M and sat stunned in front of the computer, which had no internet in the middle of a thunderstorm. They waited for hours and kept the engine running to get enough power for the session, but when the time came: “rien ne vas plus”, nothing worked anymore.

There was a brief moment of speechlessness between Mr. M and his wife but then they managed to overcome the rigidity in their limbs to drive to the nearest shop, because they could still buy an Internet card there.

Of course, it took hours for the cell phone to get reception again, but at least Mr. M was able to let everyone know. The only thing left to do now was to drive from the beach to the town to a parking lot early in the morning every day so that they would have sufficient reception again for lessons to be possible.

But Mrs. M didn’t want to wait that long. She really tried everything to get her husband back online with the old quality, until she had the idea of replacing the cable that had obviously been damaged by lightning with another one. And IT fuckng works!

But wait, can’t the damaged cable meter be cut out and bridged? “We still have clamps”. And so she tinkered and pondered until finally, at around 11 o’clock, everything was working again. Better than ever.

Mr. M couldn’t believe it and stroked his bunvh: “I’m too old for this shit” and slumped down, while his wife opened the beer and took a big swig of “Mythos”, how fitting.

And while they were warming the bedroom with the car heater, it started to rain again outside.

Der Prozess

„Irgendwer musste Herrn K. verraten haben.“ So beginnt „der Prozess“ von Franz Kafka und Herr M. fühlte sich ähnlich.

Er saß am Strand und fühlte sich schuldig. Gewiss, es war eine abstrakte Schuld, aber so wie Herr K. Bemerkte Herr M. Auch nicht, dass er es war, der sich anklagte.

Jedes Gesicht was er sah und jede Person der er begegnete schien wie ein Kläger, denn für all die Niederschläge in seinem Leben musste es doch einen Schuldigen geben und man hat ihm seit frühester Kindheit beinahe eingeprügelt, dass man nur selbst für sein Glück und damit auch für sein Unglück verantwortlich sein musste.

Aber wie kann man schuldig sein, wenn man doch nichts gemacht hat?, dachte er sich und vergaß dabei, dass man ja nicht absichtlich Fehler begangen haben musste, um dennoch welche begangen zu haben.

Das Auto, die Hunde und all die Herausforderungen, die ihm auf einem Silbertablett beinahe täglich zum Frühstück zuwinkten waren ja immerhin von ihm provoziert, denn er war es ja, der sich unabsichtlich oder nicht, in jene Bedroullien manövrierte.

Wie also weiter machen, mit dem geknickten Selbstbewusstsein, das in jeder Faser nach Schuld schrie, ja beinahe erwartete, einfach nur, weil das Gute so selten das Schlimme unterbrach?

Es ist ein bisschen wie bei der Torwächter Analogie, das Leben, was er führte, war sein Tor des Lebens und auch wenn der Wächter ihm nicht erlaubte hindurchzuschreiten, musste er dieses doch durchschreiten, er muss eben nur begreifen, dass er es war, der sich sagte „du darfst hier nicht durch“.

Wenn er es nicht tat, dann würde er sich selbst das Leben nehmen, „wie einem reudigen Hund“ und wenn er es wagt, kann alles passieren. Aber eben auch nur dann, dass alles wieder gut würde.

Er musste es riskieren und er war fest entschlossen das zu wagen. „Es gibt ja nur diese eine Chance“, dachte er sich, denn zum Sterben war er noch nicht bereit.

In english

The trial
„Someone must have betrayed Mr. K.“ This is how „The Trial“ by Franz Kafka begins and Mr. M. felt the same way.

He sat on the beach and felt guilty. Certainly, it was an abstract guilt, but just like Mr. K., Mr. M. didn’t realize that it was he who was being accused.

Every face he saw and every person he met seemed like a plaintiff, because there had to be someone to blame for all the setbacks in his life and it had almost been beaten into him since early childhood that he had to be responsible for his own happiness and therefore also for his misfortune.

But how can you be guilty if you haven’t done anything? he thought to himself, forgetting that you don’t have to have made mistakes on purpose to have made them.

The car, the dogs and all the challenges that waved at him on a silver platter for breakfast almost every day were, after all, provoked by him, because he was the one who unintentionally or not maneuvered himself into those threats.

So how could he go on with his bruised self-confidence, which screamed guilt in every fiber, almost expected it, simply because the good so rarely interrupted the bad?

It’s a bit like the gatekeeper analogy, the life he led was his gate of life and even if the gatekeeper didn’t allow him to walk through it, he had to walk through it, he just had to realize that it was him who said to himself „you can’t go through here“.

If he didn’t, he would take his own life, „like a rude dog“ and if he dared, anything could happen. But only then would everything be all right again.

He had to risk it and he was determined to take the chance. „There’s only one chance,“ he thought to himself, because he wasn’t ready to die yet.

Wochenende

Freitag und frei. Nomen est Omen, sozusagen. Und wir genießen es, das für unsere Verhältnisse nichts passiert ist. Der Jürmann fährt, die Ringe sind noch auf unseren Fingern, der ATM spuckte noch nen Hunni und es ist auch abends um  acht noch 15 Grad warm.

Jetzt noch schnell einkaufen, kochen und dann mit einem guten Film ab ins Bett.

Ich wünschte, dass ich Mama und Bärbel jetzt bei mir hätte, denn ich glaube, diese beiden haben derlei Glück noch mehr verdient als wir. Denn diese beiden Menschen sind immer für mich bzw uns da, halfen immer, wenn wir sie brauchten.


Euer Ulf

En English

Weekend!
Friday and free. Nomen est omen, so to speak. And we enjoy the fact that nothing has happened by our standards. The Jürmann is driving, the rings are still on our fingers, the ATM is still spitting out a hunny and it’s still 15 degrees at eight in the evening.

Now it’s time to go shopping, cook and then go to bed with a good movie.

I wish I had my mom and Bärbel with me now, because I think they deserve this kind of happiness even more than we do. Because these two people are always there for me or us, always helping us when we need them.


Your Ulf


En francaise

Le week-end !
Vendredi et libre. Nomen est omen, pour ainsi dire. Et nous profitons du fait que rien ne s’est passé selon nos critères. Le Jürmann roule, les bagues sont toujours à nos doigts, le distributeur automatique de billets crache toujours un centime et il fait toujours 15 degrés à huit heures du soir.

Il est temps de faire les courses, de cuisiner et de se coucher avec un bon film.

J’aimerais avoir ma mère et Bärbel avec moi, car je pense qu’elles méritent ce genre de bonheur encore plus que nous. Car ces deux personnes sont toujours là pour moi ou pour nous, elles nous aident toujours quand nous avons besoin d’elles.


Ton Ulf

En Español

Fin de semana.
Viernes y libre. Nomen est omen, por así decirlo. Y disfrutamos del hecho de que no ha pasado nada según nuestros estándares. El Jürmann está conduciendo, los anillos siguen en nuestros dedos, el cajero automático sigue escupiendo un hachazo y todavía hace 15 grados a las ocho de la tarde.

Ahora una compra rápida, cocinar y luego a la cama con una buena película.

Me gustaría tener a mamá y a Bärbel conmigo ahora, porque creo que se merecen este tipo de felicidad incluso más que nosotros. Porque estas dos personas siempre están ahí para mí o para nosotros, siempre nos han ayudado cuando los hemos necesitado.
Tu Ulf

Die coolste Oma der Welt

Heute ist ein trauriger Tag. Ein sehr trauriger und was diesen Tag noch unfassbar trauriger macht ist, dass ich erst heute erfahren habe, was bereits am 29. Dezember passierte:

Die Cousine meines Vaters ist verstorben.

Sie war eine rüstige beinahe Kette rauchende Rentnerin, die digitaler unterwegs war, als so mancher digital native.

Ihre Fernbedienung für’s TV war ein I Pad, ihre Rente führte sie ins Restaurant und ihre Selbstständigkeit beeindruckend.

Eigentlich haben wir uns erst vor knapp 10 Jahren kennen gelernt und wenn ich ehrlich bin, waren wir nur selten einer Meinung, obwohl wir uns (für mich) gefühlt sehr ähnlich waren.

Sie machte ihr Ding, immer. Sie trotzte dem frühen Tod ihres Mannes mit Lebenslust und dem Alter mit Gelassenheit.

Von ihrem Lungenkrebs haben wir erst im Oktober erfahren, wer weiss, wie lange er sie schon quälte, aber mich würde auch nicht wundern, wenn er wirklich erst so spontan kam und kurz und knapp beendete, was kein Leiden verdient hat.

Sie war streitbar. Sie war angriffslustig und nie nachtragend. Mit ihr könnte ich oft diskutieren, wozu Menschen in meinem Alter nicht in der Lage waren.

Nicht konsensual, aber leidenschaftlich.

Ihr letzter Kommentar an mich war: Scheißegal, Hauptsache wir gehören zu den Guten.

Gibt es ein besseres Schlusswort?

Ich werde Dich sehr vermissen Bobby,

Für immer Dein Chaot

In english

The coolest grandma in the world

Today is a sad day. A very sad one and what makes this day even sadder is that I only found out today what happened on December 29th:

My father’s cousin passed away.

She was a sprightly, almost chain-smoking pensioner who was more digitally savvy than many digital natives.

Her remote control for the TV was an I Pad, her pension took her to a restaurant and her independence was impressive.

We actually only met almost 10 years ago and, to be honest, we rarely saw eye to eye, even though we felt very similar (to me).

She did her thing, always. She defied the early death of her husband with a zest for life and age with composure.

We only found out about her lung cancer in October, who knows how long it had been plaguing her, but I wouldn’t be surprised if it really came so spontaneously and ended what no suffering deserved.

She was belligerent. She was feisty and never held grudges. I could often argue with her, which people my age weren’t capable of doing.

Not consensual, but passionate.

Her last comment to me was: ‚I don’t give a shit, the main thing is that we’re one of the good guys.

Is there a better closing?

I will miss you very much Bobby,

Forever your mess

En francaise

La grand-mère la plus cool du monde

Aujourd’hui est un jour triste. Très triste et ce qui rend ce jour encore plus incroyablement triste, c’est que je n’ai appris qu’aujourd’hui ce qui s’était déjà passé le 29 décembre :

La cousine de mon père est décédée.

C’était une retraitée robuste, qui fumait presque à la chaîne et qui était plus numérique que beaucoup de digital natives.

Sa télécommande pour la télévision était un I Pad, sa retraite l’a menée dans un restaurant et son indépendance était impressionnante.

En fait, nous nous sommes rencontrés il y a à peine dix ans et, pour être honnête, nous étions rarement d’accord, même si nous nous ressemblions beaucoup (pour moi).

Elle a fait son truc, toujours. Elle a bravé le décès prématuré de son mari avec sa joie de vivre et la vieillesse avec sérénité.

Nous n’avons appris son cancer du poumon qu’en octobre, qui sait depuis combien de temps il la tourmentait, mais cela ne m’étonnerait pas non plus qu’il soit vraiment apparu si spontanément et qu’il ait mis fin en très peu de temps à quelque chose qui ne méritait aucune souffrance.

Elle était belliqueuse. Elle était agressive et jamais rancunière. Avec elle, je pouvais souvent discuter, ce que les personnes de mon âge n’étaient pas capables de faire.

Pas de manière consensuelle, mais avec passion.

Son dernier commentaire à mon égard était : „On s’en fiche, l’essentiel est de faire partie des bons“.

Y a-t-il une meilleure conclusion ?

Tu vas beaucoup me manquer, Bobby,

Pour toujours

El Español

La abuelita más guay del mundo

Hoy es un día triste. Uno muy triste y lo que lo hace aún más triste es que hoy me he enterado de lo que pasó el 29 de diciembre:

Falleció la prima de mi padre.

Era una jubilada alegre, casi fumadora empedernida, con más conocimientos digitales que muchos nativos digitales.

Su mando a distancia para la televisión era un I Pad, su pensión la llevaba a un restaurante y su independencia era impresionante.

En realidad nos conocimos hace casi 10 años y, para ser sincera, rara vez coincidíamos, aunque nos sentíamos muy parecidas (a mí).

Ella hacía lo suyo, siempre. Desafió la muerte prematura de su marido con ganas de vivir y envejeció con serenidad.

No supimos de su cáncer de pulmón hasta octubre, quién sabe cuánto tiempo llevaba atormentándola, pero no me sorprendería que realmente surgiera de forma tan espontánea y acabara con lo que ningún sufrimiento merecía.

Era beligerante. Era peleona y nunca guardaba rencor. A menudo podía discutir con ella, cosa que la gente de mi edad era incapaz de hacer.

No consensuadas, sino apasionadas.

Su último comentario para mí fue: ‚Me importa una mierda, lo principal es que seamos de los buenos‘.

¿Hay un cierre mejor?

Te echaré mucho de menos Bobby,

Por siempre tu lío

Richtig kann doch jeder (haben)

Das nenne ich mal richtig gut


Komisch, oder? Wir leben anscheinend in der besten Welt die es je gab. Alles, selbst die kleinste Information auf einem Zettelchen ist schön: perfekt mittig gesetzt, in einer einheitlichen Schriftart und Schriftgröße, kurz: Selbst ein Satz wie „Was für ein Chaos“ erstrahlt in perfekter Harmonie und Ordnung.

Man könnte fast meinen, dass es für jeden ein Kinderspiel ist, perfekt zu sein. Dann kommt aber das Aber!

Aber ich bin noch jung, muss angeblich noch lernen, weiss nichts und kann dennoch alles wissen, angeblich.

Denn, warum lernen schuften und üben, wenn es doch für alles eine KI oder einen mechanischen Profi gibt, der mir jedes Problem abnimmt und in perfekter Harmonie kredenzt?

Ja warum? Und vor allem: Warum sollte ich das machen, wenn ich es vergeigen kann und eine Maschine nicht? Warum in Konkurrenz zum Perfekten treten?

Ich merke das täglich in meinen Stunden, denn viele meiner SchülerInnen haben signifikante Versagensängste. Sie schweigen mehr, als dass sie reden und wenn sie sprechen, entschuldigen sich viele schon im Vorhinein prophylaktisch für potentielle Fehler. Das tut mir als Lehrer weh, denn ich finde, dass Sprachen lernen und auch alles andere natürlich Spaß machen muss, denn nur mit Freude lernt man wirklich.

Und nichts ist langweiliger und anstrengender als richtig.

Meine größte Aufgabe scheint also, nicht Grammatik, sondern Mut zu Fehlern beizubringen. Genieße die Freiheit etwas machen zu können, was keine Maschine machen kann: etwas falsch oder besser gesagt ungesehen selten und genieße, dass man aus Fehlern mehr lernt als aus Perfektion, denn diese kann nur eines: Enthusiasmus und Ehrgeiz im Keim ersticken.

Und in dieser Aufgabe bin ich wirklich gut, denn ich mache alles anders und mache nur noch, weil neu geiler ist als schön, denn schön ist eine Konvention, während neu immer eine ganz neue Welt bedeutet,

Bis morgen,

Euer Ulf

In english


Anyone can (have) the right thing,
right? We seem to live in the best world there ever was. Everything, even the smallest piece of information on a piece of paper is beautiful: perfectly centered, in a uniform font and font size, in short: even a sentence like „What a mess“ shines in perfect harmony and order.

You could almost think that it’s child’s play for everyone to be perfect. But then comes the but!

But I’m still young, supposedly still have to learn, know nothing and yet can know everything, supposedly.

After all, why learn, toil and practice when there’s an AI or a mechanical professional for everything, who takes every problem off my hands and serves it up in perfect harmony?

Why is that? And above all: why should I do it if I can mess it up and a machine can’t? Why compete with perfection?

I realize this every day in my lessons, because many of my students have significant fears of failure. They are silent more than they speak and when they do speak, many apologize in advance prophylactically for potential mistakes. That hurts me as a teacher, because I think that learning languages and everything else has to be fun, of course, because you can only really learn if you enjoy it.

And nothing is more boring and exhausting than doing it right.

So my biggest task seems to be to teach not grammar, but the courage to make mistakes. Enjoy the freedom of being able to do something that no machine can do: something wrong, or rather, unseen rare and enjoy the fact that you learn more from mistakes than from perfection, because the latter can only do one thing: nip enthusiasm and ambition in the bud.

And I’m really good at this task, because I do everything differently and only do it because new is cooler than beautiful, because beautiful is a convention, while new always means a whole new world,

See you tomorrow,

Ulf

En francaise

Tout le monde peut (avoir) raison
Bizarre, non ? Il semble que nous vivions dans le meilleur des mondes. Tout, même la plus petite information sur un petit bout de papier, est beau : parfaitement centré, dans une police et une taille de caractères uniformes, bref, même une phrase comme „Quel bordel“ brille d’une harmonie et d’un ordre parfaits.

On pourrait presque penser que c’est un jeu d’enfant pour tout le monde d’être parfait. Mais alors, il y a un « mais » !

Mais je suis encore jeune, je dois soi-disant encore apprendre, je ne sais rien et pourtant je peux tout savoir, soi-disant.

En effet, pourquoi apprendre et s’entraîner alors qu’il existe une IA ou un professionnel de la mécanique pour tout, qui se charge de tous mes problèmes et me les sert en parfaite harmonie ?

Oui, pourquoi ? Et surtout : pourquoi devrais-je le faire si je peux me planter et qu’une machine ne le peut pas ? Pourquoi entrer en concurrence avec le parfait ?

Je le constate tous les jours dans mes cours, car beaucoup de mes élèves ont une peur significative de l’échec. Ils se taisent plus qu’ils ne parlent et, lorsqu’ils parlent, beaucoup s’excusent d’avance de manière prophylactique pour les erreurs potentielles. En tant qu’enseignant, cela me fait mal, car je trouve que l’apprentissage des langues et de tout le reste doit bien sûr être un plaisir, car on n’apprend vraiment qu’avec plaisir.

Et il n’y a rien de plus ennuyeux et de plus fatigant que d’apprendre correctement.


Ma plus grande tâche semble donc être d’enseigner non pas la grammaire, mais le courage de faire des erreurs. Profite de la liberté de pouvoir faire quelque chose qu’aucune machine ne peut faire : quelque chose de faux ou plutôt de rare sans être vu et profite du fait que l’on apprend plus des erreurs que de la perfection, car celle-ci ne peut faire qu’une chose : étouffer l’enthousiasme et l’ambition dans l’œuf.

Et dans cette tâche, je suis vraiment bon, car je fais tout différemment et je ne fais plus que parce que le nouveau est plus excitant que le beau, car le beau est une convention, tandis que le nouveau signifie toujours un tout nouveau monde,

A demain,

votre Ulf

El Español

Cualquiera puede (tener) lo correcto,
¿verdad? Parece que vivimos en el mejor mundo que jamás haya existido. Todo, hasta la más pequeña información en un papel, es bello: perfectamente centrado, en un tipo y tamaño de letra uniformes, en fin: hasta una frase como „Qué lío“ brilla en perfecta armonía y orden.

Casi se podría pensar que es un juego de niños que todos sean perfectos. Pero entonces llega el ¡pero!

Pero aún soy joven, supuestamente aún tengo que aprender, no sé nada y sin embargo puedo saberlo todo, supuestamente.

Después de todo, ¿para qué aprender, esforzarse y practicar cuando hay una IA o un profesional mecánico para todo, que me quita todos los problemas de encima y me los sirve en perfecta armonía?

¿Por qué? Y sobre todo: ¿por qué debería hacerlo si yo puedo estropearlo y una máquina no? ¿Por qué competir con la perfección?

Me doy cuenta de esto cada día en mis clases, porque muchos de mis alumnos tienen un miedo importante al fracaso. Callan más que hablan y, cuando hablan, muchos se disculpan de antemano profilácticamente por posibles errores. Eso me duele como profesor, porque creo que aprender idiomas y todo lo demás tiene que ser divertido, por supuesto, porque sólo se puede aprender de verdad si se disfruta.

Y no hay nada más aburrido y agotador que aprender bien.

Así que mi mayor tarea parece ser enseñar no gramática, sino el valor de cometer errores. Disfrutar de la libertad de poder hacer algo que ninguna máquina puede hacer: algo mal, o mejor dicho, algo que no se ve y disfrutar del hecho de que se aprende más de los errores que de la perfección, porque esta última sólo puede hacer una cosa: cortar de raíz el entusiasmo y la ambición.

Y soy muy bueno en esta tarea, porque lo hago todo de forma diferente y sólo lo hago porque lo nuevo mola más que lo bonito, porque lo bonito es una convención, mientras que lo nuevo siempre significa un mundo completamente nuevo,

Hasta mañana,

Ulf

Am Anfang war die Stille

Wie oft habe ich auf unserer Tour gedacht, dass es jetzt los geht und immer wieder lehrte mich das Leben, dass dem nicht der Fall war.

Erst jetzt, schweigend am Strand spüre ich, das ist der eigentliche Anfang. Es ist wie beim Suchen einer kreativen Idee.

Der Impuls anzufangen lässt Lebensentwürfe noch und nöcher aufploppen, aber der Kenner weiss, dass die ersten 100 rausmüssen, bevor eine erste würdige Idee kommt. Würdig, weil wirklich anders. Losgelöst von Altlasten, frei von Pseudowünschen.

Jetzt bin ich still. Spreche kaum noch hundert Worte am Tag, weil ich das Gefühl habe, das alles schon gesagt ist. Jedes Wort ein Widerkeulen vergangener Wahrheiten. Ich will das nicht mehr.

Es ist wirklich alles gesagt. Nichts ist mehr wichtig, weil jede Idee schon ihre Schwächen offenbart hat. In der Stille, dem Schweigen, dem Moment des Suchens und nicht Findens, hier verbirgt sich die Relevanz.

Meine Mama sagte, dass mein Leben mit knapp drei Jahren Schweigen begann. Wahrscheinlich habe ich viel zugehört, abgewartet, das Bewusstsein, noch nicht konstruktiver Teil der Sprecher zu sein, ließ mich schweigen und danach 45 Jahre Reden wie ein Wasserfall.

Jetzt fühlt es sich an, als ist alles gesagt. Ich muss wohl erst wieder lange schweigen und zuhören, bis ich mich wieder äussere.

Es fühlt sich gut an. Das Gefühl der Schuld wird kleiner und das Gefühl des unwürdig seins auch, denn, wer nicht weiss, wer ich bin, weil ich es nicht Preis gebe,kann zwar mutmaßen, aber Wissen?

Ein Kavalier genießt und schweigt, sagt man. Dann tue ich mal so als sei ich einer.

Euer Ulf

In english

In the beginning was the silence
How often did I think on our tour that we were about to start and life taught me time and again that this was not the case.

Only now, in silence on the beach, do I realize that this is the real beginning. It’s like searching for a creative idea.

The impulse to get started makes life plans pop up one after the other, but the connoisseur knows that the first 100 have to come out before the first worthy idea is born. Worthy, because really different. Detached from old burdens, free from pseudo-wishes.

Now I’m quiet. I hardly speak a hundred words a day because I have the feeling that everything has already been said. Every word is a rehash of past truths. I don’t want that anymore.

Everything really has been said. Nothing is important anymore because every idea has already revealed its weaknesses. In the stillness, the silence, the moment of searching and not finding, this is where the relevance is hidden.

My mom said that my life began with almost three years of silence. I probably listened a lot, waited, the awareness that I was not yet a constructive part of the speakers kept me silent and then 45 years of talking like a waterfall.

Now it feels like everything has been said. I’ll probably have to be silent and listen for a long time before I speak out again.It feels good. The feeling of guilt diminishes and so does the feeling of being unworthy, because if you don’t know who I am because I don’t reveal it, you can speculate, but knowledge?

A gentleman enjoys and keeps quiet, they say. Then I’ll pretend to be one.

Your Ulf

En francaise

Au début, il y avait le silence
Combien de fois ai-je pensé, au cours de notre tournée, que c’était le moment de commencer et la vie m’a toujours appris que ce n’était pas le cas.

Ce n’est que maintenant, en silence sur la plage, que je sens que c’est le vrai début. C’est comme chercher une idée créative.

L’impulsion de commencer fait éclore des projets de vie en tous genres, mais le connaisseur sait que les 100 premiers doivent être sortis avant qu’une première idée digne n’apparaisse. Digne, car vraiment différente. Débarrassée de l’héritage, libre de pseudo-désirs.

Maintenant, je me tais. Je ne prononce plus guère que cent mots par jour, parce que j’ai l’impression que tout a déjà été dit. Chaque mot est un refrain de vérités passées. Je ne veux plus de ça.

Tout a vraiment été dit. Plus rien n’a d’importance, car chaque idée a déjà révélé ses faiblesses. C’est dans le silence, dans le moment où l’on cherche et où l’on ne trouve pas, c’est là que se cache la pertinence.

Ma maman m’a dit que ma vie avait commencé par un peu moins de trois ans de silence. J’ai probablement beaucoup écouté, attendu, la conscience de ne pas encore faire partie de manière constructive des intervenants m’a fait me taire, puis 45 ans de discours comme une cascade.

Maintenant, j’ai l’impression que tout a été dit. Il faudra sans doute que je me taise à nouveau longtemps et que j’écoute avant de m’exprimer à nouveau.

Ça fait du bien. Le sentiment de culpabilité diminue et le sentiment d’indignité aussi, car celui qui ne sait pas qui je suis, parce que je ne le révèle pas, peut certes supposer, mais savoir ?

On dit que la galanterie se savoure et se tait. Alors je vais faire comme si j’en étais un.

Votre Ulf

El Español

Al principio fue el
silencio Cuántas veces pensé en nuestro viaje que estábamos a punto de partir y una y otra vez la vida me enseñó que no era así.

Sólo ahora, en silencio en la playa, me doy cuenta de que éste es el verdadero comienzo. Es como buscar una idea creativa.

El impulso de ponerse en marcha hace que los planes de vida surjan uno tras otro, pero el entendido sabe que tienen que salir los 100 primeros antes de que nazca la primera idea digna. Digna, porque realmente diferente. Desprendido de viejas cargas, libre de pseudodeseos.

Ahora estoy tranquilo. Apenas pronuncio cien palabras al día porque tengo la sensación de que ya se ha dicho todo. Cada palabra es un refrito de verdades pasadas. Ya no quiero eso.

Ya está todo dicho. Ya nada es importante porque cada idea ya ha revelado sus debilidades. En la quietud, el silencio, el momento de buscar y no encontrar, es donde se esconde la relevancia.

Mi madre decía que mi vida empezó con casi tres años de silencio. Probablemente escuché mucho, esperé, la conciencia de que aún no era una parte constructiva del interlocutor me mantuvo en silencio y luego 45 años de hablar como una cascada.

Ahora parece que ya está todo dicho. Probablemente tendré que permanecer en silencio y escuchar durante mucho tiempo antes de volver a hablar.

Das Jahr des Schweigens

2023 war das Jahr des Aufbruchs, des Neuanfangs, das Jahr des alte Zöpfe abschneidens. Es war ein gutes Jahr, auch wenn es qualitativ erst in der letzten Hälfte dazu geworden ist.

Dann kam 2024, das Jahr der Euphorie und Hoffnung, aber auch das Jahr der Entscheidungen,freilich auch der, die für einen getroffen wurden. Vielleicht ganz gut, denn so manche Entscheidung war ein solches Dilemma, dass man froh sein kann, nicht jede Unpopuläre selbst getroffen haben zu müssen

Ende 2024 fühlte sich dann ein bisschen an wie der 8. Mai 1945. Der Krieg war verloren und die Welt liegt zumindest moralisch total in Trümmern.

Das Gute daran, es muss nichts mehr schön geredet werden,man nimmt einfach alles so wie es ist, objektiv die ganze und subjektiv die kleine eigene Welt.

Ich lasse deshalb 2025 einfach passieren. All mein Bangen, egal ob Jürmann Fahrtauglichkeit oder anderes, verändert sich nicht, ob ich drüber schreibe oder nicht

Die Wahl besteht zwischen zum frustrierten Arschloch werden oder schweigen, ganz ohne hoffen, einfach nichts sagen und möglichst nichts denken.

Ja, so mache ich das, es macht zwar nichts besser, aber auch nicht viel schlimmer, zumindest pflegt es meinen  kleinen Weltfrieden.

Ein Anfang, Bis morgen,

Euer Ulf

In english

The year of silence
2023 was the year of new beginnings, the year of cutting away old habits. It was a good year, even if it only became one in terms of quality in the last half.

Then came 2024, the year of euphoria and hope, but also the year of decisions, including those that were made for us. Perhaps quite well, because some decisions were such a dilemma that you can be glad you didn’t have to make every unpopular one yourself

At the end of 2024, it felt a bit like 8 May 1945. The war was lost and the world was in ruins, at least morally.

The good thing about it is that nothing needs to be glossed over, you just take everything as it is, objectively the whole world and subjectively your own little world.

So I’ll just let 2025 happen. All my worries, regardless of whether Jürmann is fit to drive or anything else, don’t change whether I write about it or not

. The choice is between becoming a frustrated asshole or staying silent, without any hope, simply saying nothing and thinking nothing if possible.

Yes, that’s what I do, it doesn’t make anything better, but it doesn’t make it much worse either, at least it maintains my little peace in the world.

A start, see you tomorrow,

your Ulf

En francaise

L’année du silence
2023 a été l’année du renouveau, du nouveau départ, l’année où l’on s’est débarrassé des vieilles habitudes. C’était une bonne année, même si elle ne l’est devenue qualitativement que dans la dernière moitié.

Puis vint 2024, l’année de l’euphorie et de l’espoir, mais aussi l’année des décisions, certes, mais aussi de celles qui ont été prises pour soi. C

‚est peut-être une bonne chose, car certaines décisions ont été un tel dilemme que l’on peut se réjouir de ne pas avoir dû prendre soi-même toutes les décisions impopulaires

. 2024 ressemble un peu au 8 mai 1945. La guerre est perdue et le monde est en ruines, du moins moralement.

L’avantage, c’est qu’il n’y a plus besoin d’embellir quoi que ce soit, on prend tout simplement les choses comme elles sont, objectivement le monde entier et subjectivement son propre petit monde.

Je laisse donc passer 2025. Toutes mes angoisses, qu’il s’agisse de l’aptitude à conduire de Jürmann ou d’autre chose, ne changent pas, que j’écrive ou non à ce sujet

. Le choix est entre devenir un connard frustré ou se taire, sans aucun espoir, simplement ne rien dire et si possible ne rien penser.

Oui, c’est comme ça que je fais, ça n’améliore rien, mais ça n’aggrave pas non plus la situation, au moins ça entretient ma petite paix mondiale.

Un début, à demain,

votre Ulf

El Español

El año del silencio
2023 fue el año de los nuevos comienzos, el año de cortar con los viejos hábitos. Fue un buen año, aunque sólo llegó a serlo en términos de calidad en la última mitad.

Luego llegó 2024, el año de la euforia y la esperanza, pero también el de las decisiones, aunque también de las que se tomaron por ti. Tal vez eso sea bueno, porque algunas decisiones fueron tal dilema que puedes alegrarte de no haber tenido que tomar tú mismo todas las impopulares

Al final de 2024, se sintió un poco como el 8 de mayo de 1945. La guerra estaba perdida y el mundo en ruinas, al menos moralmente.

Lo bueno de todo esto es que no hay que restar importancia a nada, simplemente lo tomas todo tal y como es, objetivamente el mundo entero y subjetivamente tu pequeño mundo.

Así que dejaré que pase 2025. Todas mis preocupaciones, independientemente de si Jürmann está en condiciones de conducir o cualquier otra cosa, no cambiarán si escribo sobre ello o no

. La elección está entre convertirme en un gilipollas frustrado o permanecer en silencio, sin ninguna esperanza, simplemente sin decir nada y sin pensar nada si es posible.

Sí, eso es lo que hago, no mejora nada, pero tampoco lo empeora mucho, al menos mantiene mi pequeña paz en el mundo.

Un comienzo, hasta mañana,

tu Ulf

The „King“ has left the building

Seit nunmehr knapp einer Woche bin ich wieder nicht mehr der Gleiche. Kein Bier, keine Kippen, kein Business as usually mehr.nie wieder.

Nein, ich spüre keine Entzugserscheinungen wie schlechte Laune oder Gereiztheit, ich bin eher in mich gekehrt und beinahe verunsichert irritiert, weil Kippe mit und ohne Bier einfach ein gelerntes Ritual in bekanntem Selbstzweifel darstellten.es war so bekannt, dass es von vielen sogar oft als Selbstvertrauen bezeichnet wurde, sogar von mir. Dabei war und ist es nur Ausdruck der Schwäche. Ich bin so schwach, dass ich schon sauer auf mich bin

Sauer weil ich mich wieder und wieder so betrogen habe.Ich kann ich kaum in den Spiegel blicken. Ich schäme mich vor mir selbst. Einer Persönlichkeit die nicht viel mehr als Süchte war.

Und jetzt habe ich Angst, nicht vorRückfällen, sondern davor, dass ich mich nie vom Kompensieren dieser Schwäche jemals ganz emanzipieren werde.

Ich will glücklich nicht rauchen und nicht unglücklich mein Leben lang damit aufhören.

Ja ich will,

Euer Ulf

In english

The „King“ has left the building
I haven’t been the same for almost a week now. No more beer, no more fags, no more business as usual – never again.

No, I don’t feel any withdrawal symptoms such as a bad mood or irritability, I’m more introverted and almost insecurely irritated, because fags with and without beer were simply a learned ritual in known self-doubt.it was so well known that it was even often described by many as self-confidence, even by me. But it was and is just an expression of weakness. I am so weak that I am already angry with myself

because I have betrayed myself again and again.I can hardly look in the mirror. I am ashamed of myself. A personality that was little more than addiction.

And now I’m afraid, not of relapses, but that I’ll never fully emancipate myself from compensating for this weakness.

I want to be happy not smoking and not unhappy quitting for the rest of my life.

Yes I do,

your Ulf

En francaise

The „King“ hast left the building
Depuis maintenant près d’une semaine, je ne suis plus le même. Plus de bière, plus de cigarettes, plus de business as usually.plus jamais.

Non, je ne ressens pas de symptômes de sevrage comme la mauvaise humeur ou l’irritabilité, je suis plutôt replié sur moi-même et presque déstabilisé, car fumer une cigarette, avec ou sans bière, représentait simplement un rituel appris dans un doute de soi connu.c’était si connu que beaucoup l’ont même souvent qualifié de confiance en soi, même moi. Alors qu’il n’était et n’est que l’expression de la faiblesse. Je suis si faible que je m’en veux déjà

de m’être trompée ainsi à plusieurs reprises.Je peux à peine me regarder dans le miroir. J’ai honte de moi-même. Une personnalité qui n’était rien de plus que des addictions.

Et maintenant, j’ai peur, non pas des rechutes, mais du fait que je ne pourrai jamais m’émanciper complètement de la compensation de cette faiblesse.

Je veux être heureux de ne pas fumer et malheureux d’arrêter toute ma vie.

Oui, je le veux,

votre Ulf

El Español

El „Rey“ ha abandonado el edificio
. No he vuelto a ser el mismo desde hace casi una semana. No más cerveza, no más cigarrillos, no más negocios como siempre – nunca más.

No, no siento ningún síntoma de abstinencia como mal humor o irritabilidad, estoy más introvertido y casi inseguramente irritado, porque los pitillos con y sin cerveza eran simplemente un ritual aprendido en la familiaridad con uno mismo.Era tan familiar que incluso a menudo era descrito por muchos como autoconfianza, incluso por mí. Pero era y es sólo una expresión de debilidad. Soy tan débil que ya estoy enfadado conmigo mismo

porque me he traicionado una y otra vez y apenas puedo mirarme al espejo. Me avergüenzo de mí misma. Una personalidad que era poco más que adicción.

Y ahora tengo miedo, no a las recaídas, sino a que nunca me emanciparé del todo de compensar esta debilidad.

Quiero ser feliz sin fumar y no infeliz dejándolo el resto de mi vida.

Sí,

tu Ulf