Wenn sogar der Preis der Liebe ein Geschenk ist

Man sagt ja, dass Alter nur eine Zahl ist, aber spätestens, wenn man wie ich auf die 50, mittlerweile zu rennt, wird es persönlich.

Plötzlich, beinahe über Nacht, verträgt man den Alkohol nicht mehr, irgendwie ist die Bewegungsfreiheit eingeschränkt, was auch am zunehmenden Gewicht liegt, da der Stoffwechsel sich verlangsamt und der Geist träge wird. Süßigkeiten zur Seelen Beruhigung werden „sich gegönnt, obwohl man weiß: Eine wirklich gute Idee ist das nicht.

Und aus den Fressattacken nachts, wird still und leise eine angehängte Pinkelpause, aber irgendwie kommt nicht viel.

Oh, oh….

Ich muss einiges ändern, dachte ich und überlegte, wo ich anfange. Die Zitrone morgens vorm Kaffee zur Reinigung der Leber, wurde ja schon länger zur Routine, da ich noch zu gerne Abends Bier trinke, auch keine gute Idee.

Also langsam. Der morgendliche Säureangriff, so sagte mir eine ehemalige Schülerin, würde mit der Zugabe von frisch geriebenem Ingwer, Honig und Kurkuma, nicht nur Leber reinigend, sondern auch entschlackend wirken. Eine kleine Optimierung eines bereits bekanntem Ritual, das schaffe ich, ging es mir durch den Kopf und tunte die allmorgendliche Routine. Nein, ich bin noch nicht wieder schlank, aber es wirkt(e), die ersten Kilos purzelten.

Jetzt wird es Zeit, endlich den verhassten Fressattaken zu begegnen. Das war schon schwerer, aber in Verbindung mit einem absoluten Süßigkeiten Verbot und jedwedem Verzicht auf Cola light, was ich literweise trank, war das aber nur ein kurzer kalter Entzug, denn der nervos machende Zucker und die Zucker suggerierung durch Sacharin als Zuckerersatz in der Cola, verminderten den Heißhunger, sodass ich nach etwa vier Wochen über den allnächtlichen Heißhunger hinweg war; Pinkeln, wollte ich trotzdem, aber so richtig laufen wollte es auch nicht.

Als Angsthase, mied ich den Arzt wie der Teufel das Weihwasser und dachte, die Natur hat für vieles eine Lösung, weshalb ich mich über die Inhaltsstoffe von Prostatamedikamenten informierte: Omega 3 Säuren, Beta Karotin, Zink, Selen und Brennesselwurzel. Klingt eklig und machen wir uns nichts vor: Ist es auch.

Dem Beta Karotin Mangel begegne ich somit seit zwei Wochen mit einem Glas Karottensaft etwa einer Stunde nach der Ingwer Zitrone Kur.
Aber in welchen Lebensmitteln Selen drin ist, wusste ich nicht, also besorgte ich mir Zink(ja Spinat und Fisch/Omega 3 kommt mit gutem Olivenöl/wieder Omega 3 aus Griechenland, dass auch im  richtigen Salat/Zink, also Kopf, Feld und Rucola) Selen hoch dosiert als Narungsergänzung dienen und, um diesen ganzen Blog nich über zu strapazieren, gleich Magnesium fur Knochen und Nerven sowie ebenfalls hoch dosiertes Vitamin D, gegen den Sonnenentzug und die mindestens zwei Liter Cola light sowie jeder Tasse Kaffee täglich bis auf die erste ersetzte ich durch Brenesseltee.

Mein Frühstücksgedeckt aus Müsli mit Nüssen Ciasamen, Leinsam und Kürbiskernen sowie drei Tabletten und dass Schwarzbrot statt meist Brötchen als Abendbrot, gleichen schon erschreckend denen eines Opas, aber was soll ich sagen? Es wirkt.

Da habe ich mir die zwei Bier Abends beinahe verdient, obwohl ich dieses Ritual und die Zigaretten, wenn ich nervös oder gelangweilt bin, unbedingt auch noch kompensiert werden müssen; aber laut Internetdoktor kommt Montag schon mein Gras auf Rezept, was man auch als Öl fur den Tee bekommen kann

Dann kann es ja doch noch was werden mit dem 100. Geburtstag.

Obwohl, wer will schon alleine 100 Jahre alt werden?

Eigentlich ist meine ganze Gesundheit und all mein Wohlbefinden nur ein netter Nebeneffekt, denn Silvana geht es sukzessive psychisch immer schlechter. Sie leidet unter der Einsamkeit auf der Insel und unter der menschlichen Kälte am Arbeitsplatz unerträgliche Qualen und brauch grad dringender denn je einen Partner, der die Nerven behält und immer fur sie da ist.

Während meine wundervolle Tochter, die ich über alles liebe möglicherweise einem Verlust ihres Vaters mit Stärke begegnen könnte, kann, darf und will ich meine ebenso geliebte Frau auf keinen Fall alleine lassen.

Das Letzte was sie braucht, ist ein körperliches und seelisches Wrack an ihrer Seite.

Und ich brauche doch nichts mehr als sie!

English

If even the price of love is a gift


They say age is just a number, but at the latest when, like me, you’re barreling toward 50, it starts to feel personal.


Suddenly—almost overnight—you can’t handle alcohol anymore. Somehow your range of movement is restricted too, which is also due to the increasing weight, because your metabolism slows down and your mind becomes sluggish. Sweets to “calm the soul” get treated as a little indulgence, even though you know: it’s not really a good idea.


And the nighttime binge-eating attacks quietly turn into an added bathroom break—but somehow not much comes out.
Uh-oh…


I have to change a few things, I thought, and I considered where to start. The lemon in the morning before coffee to “cleanse the liver” had already become routine for quite a while, since I still enjoy drinking beer in the evening far too much—also not a good idea.


So, slowly. The morning acid attack, as a former student told me, would not only cleanse the liver but also have a detoxifying effect if you add freshly grated ginger, honey, and turmeric. A small optimization of an already familiar ritual—I can manage that, I thought, and I tuned my morning routine. No, I’m not slim again yet, but it worked (or works): the first kilos started to drop.


Now it’s time to finally confront those hated binge attacks. That was harder, but combined with a strict ban on sweets and cutting out cola light entirely—which I drank by the liter—it was only a short, cold withdrawal. Because the sugar that makes you nervous, and the sugar illusion from saccharin as a sugar substitute in the cola, reduced the cravings, so after about four weeks I’d gotten over the nightly hunger pangs; I still wanted to pee, but it still didn’t really want to flow properly.


As a scaredy-cat, I avoided the doctor like the devil avoids holy water and thought nature has a solution for many things, which is why I looked into the ingredients of prostate medications: omega-3 fatty acids, beta-carotene, zinc, selenium, and nettle root. Sounds disgusting—and let’s not kid ourselves: it is.


So I’ve been addressing a beta-carotene deficiency for two weeks now with a glass of carrot juice about an hour after the ginger-lemon cure. But I didn’t know which foods contain selenium, so I got myself zinc (yes: spinach and fish/omega-3 comes with good olive oil—omega-3 again—from Greece, which also goes into the right salad/zinc, meaning head lettuce, lamb’s lettuce, and arugula), high-dose selenium as a dietary supplement, and—so as not to overstrain this whole blog—magnesium right away for bones and nerves, plus high-dose vitamin D as well, against sun deprivation. And the at least two liters of cola light, as well as every cup of coffee each day except the first, I replaced with nettle tea.


My breakfast spread—muesli with nuts, chia seeds, flaxseed, and pumpkin seeds, plus three tablets—and the black bread instead of rolls for dinner already look frighteningly like something a grandpa would do, but what can I say? It works.


I’ve practically earned my two beers in the evening, even though that ritual—and the cigarettes when I’m nervous or bored—absolutely still need to be compensated for too; but according to the internet doctor, my prescription weed is already coming on Monday, which you can also get as an oil for tea.


So maybe the 100th birthday can still happen after all.


Although—who wants to live to 100 alone?
Actually, my whole health and well-being are just a nice side effect, because Silvana is gradually doing worse and worse psychologically. She suffers from the loneliness on the island and from the human coldness at the workplace—unbearable torment—and right now she needs a partner more urgently than ever, someone who keeps their nerve and is always there for her.


While my wonderful daughter—whom I love more than anything—might be able to face the possible loss of her father with strength, I cannot, must not, and do not want to leave my equally beloved wife alone under any circumstances.


The last thing she needs is a physical and emotional wreck by her side.


And I need nothing more than her!

Neuland in Sicht

Oh man, es ist Zeit geworden. Silvana und ich bekommen langsam einen Sesshaftigkeits und Inselkoller. Ja, auch hier auf Norderney ist es ein spannendes Abenteuer, erst gestern ist mir gar inmitten der wilden Schneelandschaft ein junger Hirsch begegnet, so als wäre er ein humanoider Nachbar. Auf in Aug standen wir uns in maximal zwei Meter Distanz gegenüber.

Sein Blick war frisch und neugierig, mit einer Idee von Skepsis, aber nicht, weil ich ein Mensch war, daran war er offensichtlich gewöhnt, denn er floh, selbst dann nicht, als ich näher kam. Es war mehr die Frage, warum ich noch hier bin. Ich, Ulf.

Ich hätte weinen können, denn natürlich wollte ich, wollten wir schon längst wieder rollend das Leben genießen.

24 Stunden später ging ich wieder die Stille, ich meine natürlich Stelle, oder beides?! entlang, wo ich jenem eben besungenem hoheitlichen Tier begegnet bin und fühlte ein unbeschreibliches Gefühl von Hoffnung in mir, was sich später bestätigte. Dergestalt, dass Silvana mit der Werkstatt unseres Vertrauens gesprochen hat und mir als Quintesens offenbarte: Wenn ich im April hier aufhöre, ist das Jürmann wieder fahrbereit.

Freude schönster Götterfunken: Es geht wieder los.

In english

New territory in sight
Oh man, it’s about time. Silvana and I are slowly getting settled in and feeling cabin fever. Yes, even here on Norderney it’s an exciting adventure. Just yesterday, I encountered a young deer in the middle of the wild snowy landscape, as if he were a humanoid neighbor. We stood face to face, no more than two meters apart.


His gaze was fresh and curious, with a hint of skepticism, but not because I was a human being; he was obviously used to that, because he didn’t flee, even when I got closer. It was more a question of why I was still here. Me, Ulf.
I could have cried, because of course I wanted, we wanted, to be back on the road enjoying life again.


Twenty-four hours later, I walked along the silence, I mean of course my job, or both?! where I encountered the majestic animal I just sang about and felt an indescribable feeling of hope within me, which was later confirmed. Silvana spoke to our trusted repair shop and revealed to me the quintessence: if I stop here in April, the Jürmann will be ready to drive again.


Joy, the most beautiful spark of the gods: we’re on the road again.

2026

Das neue Jahr nimmt Fahrt auf. Das ist gut, denn für Lethargie bleibt kaum Platz. Der Schnee um uns herum hüllt alles ein wenig in gefrorener Starre und lädt so zur Betrachtung einer winterlichen Momentaufnahme ein.

Plötzlich ist eine vermeintliche Katastrophe kein Prozess, der in der Vergangenheit begründet und in die Zukunft reicht, sondern wie ein Blattloser Ast, der seine ganz eigene Faszination ausstrahlt.

Die Sonne, die all morgendliche über den Schneelandschaften erstrahlt wird dabei zur glühenden Leidenschaft, die ihre Ansprüche erhebt: Folge mir! Sieh nach oben! Hier findest Du die Wärme, nach der deine geschundene Seele sich so sehr sehnt.“

Ich vertraue Dir, Feuerball aus Stickstoff, Helium und anderen ineinander verschmelzen den Elementen und Molekülen. Du lässt alles schmelzen und wandelst die brachiale Gewalt in sympathische Wärme.

Danke.

In english

2026


The new year is picking up speed. That’s good, because there’s hardly any room for lethargy. The snow around us envelops everything in a frozen stillness, inviting us to contemplate a winter snapshot.


Suddenly, a supposed catastrophe is no longer a process rooted in the past and extending into the future, but rather like a leafless branch that radiates its own unique fascination.


The sun, which shines over the snowy landscapes every morning, becomes a glowing passion that makes its demands: Follow me! Look up! Here you will find the warmth that your battered soul so desperately longs for.“
I trust you, fireball of nitrogen, helium, and other elements and molecules fused together. You melt everything and transform brute force into pleasant warmth.


Thank you.

Hoffen verboten

Es fällt mir schwer zu schreiben, da mir gefühlt der Boden entzogen wird. Ich bekomme Lob für meinen Unterricht von denen die kommen aber viele kommen nicht mehr.

Ich ertrage es, mit größter Anstrengung zur Wurde, aber es fällt Grad schwer an mich zu glauben.

So viel billig, dass ich nicht mithalten kann. So viel Desinteresse, dass es kaum zu ertragen ist. Durchhalten sagt mein Lebensmensch. Aber wie?

Wie immer geb ich alles und fühle mich mehr und mehr wie ein Eimer der sich leert.was jetzt? Was dann? Ich muss wohl Grobes verbrochen haben, dass ich mich so gestraft fühle.

Oder will man mich prüfen? Mal wieder und wieder? Gott Lob bin ich nicht allein, sonst würde ich wohl wieder in alte, selbstzerstörerische Rituale verfallen,, aber es ist wirklich gefühlt derzeit nur die Scheiße bis zum Hals, die den Kopf über Wasser hält.

Aber noch ist der Blick nach vorn, allein ich sehe nur noch Lebensnebel. Überall.
Vielleicht ist mir vergönnt, dass darin auch viel kommendes Unbehagen unkenntlich bleibt.
Ich könnte die Gewissheit nicht ertragen.

Wir müssen unbedingt bald wieder fahren.
Meine Seele dürstet nach Erleichterung, Befreiung und all dem, was die Gedichtsmuskeln wieder lächeln macht.

Es wird so sein, denn das Hoffen hab ich mir verboten. Denn wer hofft, hat die Hoffnung eigentlich doch schon längst verloren.

Und jetzt: die Werbung.

In english

Hope forbidden

It’s hard for me to write because I feel like the ground is being pulled out from under me. I get praise for my teaching from those who come, but many no longer come.

I endure it with the greatest effort to maintain my dignity, but it’s hard to believe in myself right now.

So much cheapness that I can’t keep up. So much disinterest that it’s almost unbearable. Persevere, says my partner. But how?

As always, I give my all and feel more and more like a bucket emptying. What now? What next? I must have done something terrible to feel so punished.

Or are they testing me? Again and again? Thank God I’m not alone, otherwise I would probably fall back into old, self-destructive rituals, but right now it really feels like I’m up to my neck in shit, just keeping my head above water.

But I’m still looking ahead, only I can see nothing but the fog of life. Everywhere.

Perhaps I am fortunate that much of the discomfort to come remains unrecognizable in it.

I couldn’t bear the certainty.

We absolutely have to go again soon.

My soul thirsts for relief, liberation, and everything that makes the poetry muscles smile again.

It will be so, because I have forbidden myself to hope. For those who hope have actually already lost hope long ago.

And now: the commercial break.

You make me swing

Dis Dur dances. Da ein Cis. Schwingungen sind alles. Ob groß oder klein, dick oder dünn, alt oder jung.in dem was uns ungleich macht, also maximal 2 Prozent DNA, sitzen die Schwingungsunterschiede von Bach und Mozart, Ulf und Dir.

Ich schwinge, also bin ich. Ulf. Silvana, Weihnachtsmann, auch Ulf als Weihnachtsmann.

Die dritte Kerze. Alles wird ein kleines bisschen schneller. Bald die Vierte. Wieder.

Und ich kann nichts dagegen tun, also genieße ich’s. Schwinge absichtlich ein bisschen langsamer, um das Schwingen zu fühlen, das von Middelberg hinter dem Glastresen als Schwingung unter der von „was kann ich für Sie tun“, an mich gerichtet ist und sich über Schaufenster, Hausecken und Büsche verflüchtigend in meine Schwingungen mischt.

Also manchmal, wenn mein Dis Dur dances. Und da ein Cis. Ist da vielleicht gar kein Objektives. Sondern nur die günstige Gelegenheit aus den exakt richtig entfernten Schwingungen von Bagger, Zähneputen und „was kann ich für Sie tun“ zu und von meiner Schnecke (dudum dsch)  Hammer, und Amboss.

Dann bin ich das einzige etwas, das Dis Dur dancing und dann ein Cis hört, oder besser ist..

Das macht mir den Bagger fast sympatisch..

In Englisch

You make me swing

D major dances. A C sharp. Vibrations are everything. Whether big or small, thick or thin, old or young. In what makes us different, i.e. a maximum of 2 percent DNA, lie the vibrational differences between Bach and Mozart, Ulf and you.

I vibrate, therefore I am. Ulf. Silvana, Santa Claus, Ulf as Santa Claus too.

The third candle. Everything gets a little bit faster. Soon the fourth. Again.

And I can’t do anything about it, so I enjoy it. I deliberately vibrate a little slower to feel the vibration coming from Middelberg behind the glass counter as a vibration beneath the “what can I do for you” directed at me, mixing with my vibrations as it dissipates over shop windows, house corners, and bushes.

So sometimes, when my D major dances. And there’s a C sharp. Maybe there’s no objective. But only the favorable opportunity from the exactly right vibrations of excavators, tooth brushing, and “what can I do for you” to and from my snail (dudum dsch) hammer and anvil.

Then I am the only thing that hears D sharp dancing and then a C sharp, or better…

That almost makes me like the excavator…

Rom[]antik

Ich schreibe einen Blog, ich schreibe an meinem Buch, ich schreibe einen Blog. Ja, es war eine scheinbar kleine Blume mit nur drei Blättern. Ich hätte also das Ergebnis auch schon vorher wissen können. Böse Zungen könnten gar behaupten, dass ich mir schon vorher Aussichten, was ich gemacht habe.

Man könnte sagen,ich wusste schon vorher, wie die Antwort auf meine vermeintliche Frage lauten wird/gelautet haben wird.

Warum stellte ich dann überhaupt die Frage und begann nicht gleich mit dem Blog,oder habe ich das sogar?!

Und wenn Blog, warum Blog und nicht Buch oder so? Denn ich bin wie alle. Ich giere nach mehr auf Reserve. Gut zu wissen, gut zu haben. Ist es noch da? Ah gut, es ist noch da, aber halt, warum nicht mehr, warum so wenig. Das muss sich ändern. Ich muss handeln, Verantwortung für die Reserve die sich mit Geld so allgemeingültig wie möglich erfüllen lässt.

Alles lässt sich kaufen. Mord. Betrug. Lust. Not.

Gut, dass man alles bezahlen kann! Sogar Verantwortung. Wozu noch selbst denken, wenn künstliche Intelligenz das so viel besser und schneller kann.

Meiner Verantwortung gerecht geworden, indem ich alles bezahle, mit Geld.

Hab ich Geld, hab ich keine Sorgen, denn Sorgen sind die Furcht vor der Folge, einer eigenen Verantwortung nicht gerecht worden zu sein.

Das einzige, was man daraus lernen kann ist, dass die Allgemeinheit größtenteils genau nach dieser Maxime lebt.

Eigentlich kann man beinahe immer schon vorher wissen, wenn man kurz mal hinschaut, an welcher Blume das Gegenüber mit welcher monetär propositionierten Frage laboriert.

Und dann schaue ich kurz auf mein Kleeblatt mit vier Blättern. Ich habe einfach zu früh aufgehört zu zählen. Hat keiner mit gerechnet, außer mir vielleicht. Die Antwort wusste ich wohl schon vorher. Obwohl, vielleicht ging es ja gar nicht um Geld; aber worum dann?(!)

In english

Romanticism

I write a blog, I write my book, I write a blog. Yes, it was a seemingly small flower with only three petals. So I could have known the outcome beforehand. Malicious tongues might even claim that I already knew what I was doing.

You could say that I already knew what the answer to my supposed question would be/would have been.

So why did I even ask the question and not just start the blog, or did I even do that?!

And if a blog, why a blog and not a book or something? Because I’m like everyone else. I crave more in reserve. Good to know, good to have. Is it still there? Ah, good, it’s still there, but wait, why not more, why so little? That has to change. I have to act, take responsibility for the reserve that can be fulfilled as universally as possible with money.

Everything can be bought. Murder. Fraud. Lust. Need.

It’s good that you can pay for everything! Even responsibility. Why think for yourself when artificial intelligence can do it so much better and faster?

I have fulfilled my responsibility by paying for everything with money.

If I have money, I have no worries, because worries are the fear of the consequences of not having fulfilled my own responsibility.

The only thing we can learn from this is that the general public largely lives according to this maxim.

Actually, if you take a quick look, you can almost always tell in advance which flower your counterpart is struggling with and which monetary proposition they are considering.


And then I glance briefly at my four-leaf clover. I simply stopped counting too soon. No one expected it, except perhaps me. I probably knew the answer all along. Although, maybe it wasn’t about money at all; but what then?

Der reißende Fluß des Lebens


Es wird derzeit ein bisschen viel. Zeug holen, Jürmann reparieren inkognito leben, Firma aufbauen und die letzten zwei Jahre auch noch in den Gliedern.


Ich bin müde und ausgelaucht vom stetig unstetig sein, meine Seele schreit nach Ruhe und freut sich auf die Weihnachtszeit, in der ich nur vorbereiten muss und Alfredo besuchen kann, sonst nichts.


Mama macht sich ein bisschen Sorgen, das spüre ich und hoffe, dass ich diese grauen Wolken vertreiben kann. Ich möchte doch, dass es allen gut geht.


Ich hätte nicht gedacht, dass mich das Alter bei meinem Tempo irgendwann einholt, aber jetzt spüre ich, es hat mich, wie beim Fangen spielen mit den Fingerspitzen noch berührt: Hab Dich!


Aber während man als Kind dann immer verärgert ist, nicht schnell genug gewesen zu sein, freue ich mich insgeheim darauf durchatmen zu können.


2026 wird nicht leichter. Gestern habe ich den Jürmann gesehen und es gibt viel zu tun, aber die Vorfreude auf Sommer, Palmen, Sonnenschein ist groß.


Gut, dass ich Silvana bei mir habe, allein hätte ich die Kraft die ich brauche nicht, aber sie schwimmt, ruhig wie ein Baumstamm neben mir im Fluss des Lebens als ein omnipräsentes: Halt dich an mir fest.


Das tut gut.

In english

The rushing river of life
Things are getting a bit much at the moment. Getting stuff, repairing Jürmann, living incognito, building up the company, and the last two years still weighing heavily on me.
I’m tired and worn out from constantly being on the go, my soul is crying out for peace and quiet and looking forward to Christmas, when all I have to do is prepare and visit Alfredo, nothing else.


Mom is a little worried, I can sense that, and I hope I can dispel these gray clouds. I want everyone to be well.


I didn’t think that age would catch up with me at my pace, but now I feel it has touched me, like playing tag with my fingertips: Gotcha!


But while as a child you are always annoyed at not being fast enough, I am secretly looking forward to being able to take a deep breath.
2026 won’t be any easier. Yesterday I saw Jürmann and there is a lot to do, but I am really looking forward to summer, palm trees, and sunshine.


It’s good that I have Silvana with me, because on my own I wouldn’t have the strength I need, but she swims calmly like a log next to me in the river of life as an omnipresent: Hold on to me.


That feels good.

Ich habe gekündigt

Tiefe Inspiration

Selbst ich, als meine Finger die Worte schreiben “ Hiermit stehe ich….. ab sofort nicht mehr zur Verfügung“, war überrascht über die prâzise Deutlichkeit und den Entschluss wollen mit dem ich sie in diesem Moment zu digitalem Papier brachte, aber ich merkte auch, es ging nicht anders, nicht mehr, so nicht weiter.

Es war weniger die Entlohnung(auch wenn sie mich zugegebenermaßen schon länger wütend machte), als eine bornierte Doktrin des Devotismus, die von mir vor einer Obrigkeit verlangte, die ihre sichauf bodenlose Mexime begründete, die sich selbst widersprechen und außer Selbstverherrlichung keine Begründung vorweisen konnte.

Ohne Beispiele anzuführen, da mir nachtreten unwürdig erscheint, ist dieses Kapitel beendet. Denn für mich zählt die Autentizität meiner selbst, die die einzige Basis konstruktiven Unterrichts sein kann.

Mein Job ist nicht moralischer Pädagoge zu sein, sondern Vehikel der Sprache, die die Grenzen unserer Welt erweitern kann.

An meinem Unterricht soll jeder wachsen können, meine Studenten und ich, wobei ich als Teil der Realität dieser Aufgabe nur dann gerecht werden kann, wenn ich in der Lage bin, ihr nachzukommen, indem ein Minimum zahlt. Nur dann kann ich zahlungsunfähige, warum auch immer mitfördern.

Vielleicht war meine Entscheidung objektiv falsch, aber subjektiv war sie für mich unvermeidbar, da mir ein „weiter so“ den Blick ins eigene Spiegelbild, dem ich bei jeder Sitzung ausgesetzt bin, unerträglich machte.

Nur wer sich selbst liebt kann andere lieben und ich hätte mich nicht weiter lieben können, womit meine Entscheidung kein dummer Entschluss gewesen sein kann, denn wenn ich ihn nicht getroffen hätte, wäre ich zumindest seelisch gestorben, was in conclusio dem gleichen Ergebnis, nicht mehr dieser Lehrkörper zu sein, entsprochen hätte.

Zum Glück, oder Gott sei Dank, das weiß ich noch nicht, habe ich eine Frau an meiner Seite, die diesen Entschluss mit mir trägt, bedingungslos.

Und allein diese Erkenntnis, dass ich so geliebt werde, wie ich bin, wäre mir ohne diesen Schritt vielleicht für immer verborgen geblieben. Was wäre das für ein Verzicht gewesen. Kein Geld der Welt oder unendliches Sein, hätte diesen Erkenntnisverlust kompensieren können.

Ich kann nur hoffen, dass auch meine Mama Monika, weiterhin zu ihrem so streitbaren Sohn steht und den Glauben daran, dass alles, genauso wie es passiert, gut ist, nie verliert, denn mit ihr fing alles an und ohne sie wäre ich nicht, was ich bin.

In english

https://youtu.be/CduA0TULnow?si=jzsu_SdIkJbOQDuk

I quit
Even I, as my fingers typed the words “I hereby resign… effective immediately,” was surprised by the precise clarity and determination with which I put them down on digital paper at that moment, but I also realized that there was no other way, no more, not like this.

It was less about the pay (although I admit it had been making me angry for some time) than a narrow-minded doctrine of submissiveness that demanded I obey an authority based on bottomless maxims that contradicted themselves and could offer no justification other than self-glorification.

Without citing examples, as I consider it beneath me to kick someone when they’re down, this chapter is closed. For me, what counts is my own authenticity, which is the only basis for constructive teaching.

My job is not to be a moral educator, but a vehicle for language that can expand the boundaries of our world. Everyone should be able to grow from my teaching, my students and I, whereby I can only do justice to this task as part of reality if I am able to fulfill it by paying a minimum.

Only then can I support those who are insolvent, for whatever reason. Perhaps my decision was objectively wrong, but subjectively it was unavoidable for me, as continuing as before made it unbearable for me to look at my own reflection, which I am confronted with at every session.

Only those who love themselves can love others, and I could not have continued to love myself, which means that my decision cannot have been a foolish one, because if I had not made it, I would at least have died emotionally, which in conclusion would have led to the same result, namely no longer being a member of the teaching staff.

Fortunately, or thank God, I don’t know yet, I have a woman by my side who supports this decision unconditionally. And without taking this step, I might never have realized that I am loved just as I am.

What a sacrifice that would have been. No amount of money in the world or infinite existence could have compensated for this loss of insight.I can only hope that my mother Monika will continue to stand by her combative son and never lose her belief that everything is good just as it happens, because it all started with her and without her I would not be who I am.

Der Himmelreiter

Wohl an, mein Herz, du treue Seele, die mich durch dieses Leben trägst. Du hast genug gelitten und ertragen, vorbei ist jetzt das Leid.

Angefüllt mit Bildern und Gefühlen, die sich in keinem Buchstabenkorsett eindrucksvoller präsentieren können als in meiner Erinnerung.

Fern dessen, was sich Realität schimpft, gedeiht all jenes zu neuer Blüte, was angereichert durch Fantasie in nie geglaubt er Einmaligkeit von nun an, wie aus einem übervollen Kruge in die Welt ergießen muss, ohne Hoffnung je verstanden werden zu können.

Und dennoch muss es fließen. Düfte und Schmerz, Glück und Leid können nicht länger eingeschlossen weiter sein.

Es gibt so manche lange Weile und wusste, eh es mir bewusst, dass das heute kommen wird und alles ändert.

Es zählt kein Wie, kein Was und schon gar  kein Fürwen, allein die befreiende Kraft einer notwendigen Kartasis, die mich so lang im Dornröschenschlaf, dem Gefängnis einer Selbstkasteiung gefangen hielt.

Wohl an mein Herz, ich löse die Zügel, entferne den Sattel um dich endlich ins Unendliche galoppieren zu lassen.

Auf das ein kalter Wind auf nackter Haut lebendiger ist als jede kuschelige Bequemlichkeit der Verdrängung.

In english

The Sky Rider
Well done, my heart, you faithful soul that carries me through this life. You have suffered and endured enough; now the suffering is over. Filled with images and feelings that cannot be presented more impressively in any written form than in my memory.

Far from what is called reality, all that is enriched by imagination flourishes into new bloom, never believed to be unique, and from now on must pour out into the world like an overflowing jug, without hope of ever being understood. And yet it must flow.

Scents and pain, happiness and suffering can no longer be kept locked away. There have been many long moments, and I knew, even before I was aware of it, that today would come and change everything.

It doesn’t matter how, what, and certainly not for whom, only the liberating power of a necessary catharsis that kept me captive for so long in a deep sleep, the prison of self-mortification.

Well, my heart, I loosen the reins, remove the saddle to finally let you gallop into infinity. May a cold wind on bare skin be more alive than any cozy comfort of repression.

Es kotzt mich an!

Seit meinem Studium versuche ich mich der sogenannten Weltliteratur zu nähern und werde immer wütender, denn oftmals, nicht immer(!) entpuppt sich sogenannte echte Sprache wie ein psyeudokitschiges Geschenkpapier, in das gestrickte Socken verpackt sind.

Erst vorgestern begann ich mit Ulysses von James Joyce, den Tagesaufzeichnungen eines Wandelnden durch Dublin.

Ernsthaft?! Sprach der vulgäre Dubliner Bürger zu Beginn des 20. Jahrhunderts über Aristoteles und Shakespeare?

Interessant, womit sich irische Arbeiter beschäftigen konnten, während man im benachbarten Großbritanien als Proletarierer unter der Sklaverei absurder Industrialisierung zu leiden hatte.

Und in Dantes göttlicher Komödie wird über 500 Seiten die Absurdität katholischer Kirche hergezogen, indem mindestens, wenn nicht sogar mehr zitiert, denn kritisiert wird.

Für mich ist das alles Anbieten an eine Elite, um von ihr ernst genommen zu werden.

Wenn intelligent verschroben, dann bitte Thomas Mann, der schreibt wahrhaftig schwer und sehr akademisch, aber ich glaube ihm. Er versucht seine Protagonisten wenigstens, nicht er selbst sein zu wollen.

Oder Tucholsky, das liebe versaute Kurtchen aus Berlin, wahrhaft ein Poet und Könner. Sein Esprit ist nicht exaltiert, sondern subversiv spürbar, -wenn man will – und ignorierbar, wenn nicht und dennoch kann man seine Werke genießen, auch ohne Abitur.

Und Herrmann Hesse, dem man vielleicht angebliche LSD Tripps nachsagt. Er schreibt aber über echte Persönlichkeiten und existenzielle Auseinandersetzungen mit sich selbst und nicht als Roman verpackte Doktorarbeiten ohne Quellenangaben.

Dostojewski, ein literaischer Philosoph, wahrlich. Diese Objektivität, die er aus dialektischen Charaktersubjektiven besonders in den Brüdern Karamasow zum Ausdruck bringt, ist ein seltenes Phänomen, dem  das gelingt, was nur wenigen vorbehalten ist. Kann man das nicht einfach akzeptieren und sich selbst als fehlbaren Möchtegern akzeptieren?

Ich versuche das, was mir nicht oft gelingt, aber ich versuche es wenigstens. Wenn Bullshitbingo, dann doch bitte begründet, in notwendig intellektuellen Protagonisten wie beispielsweise dem Mann ohne Eigenschaften.

Mich grauts mittlerweile vor Büchern aus Klassikerlisten, weil ich von selbstverliebten Autoren, bei denen das schriftstellerische Talent nur zur akademischen Anlyse reichte, in der Uni wahrlich genug Folterknechte der kranken und nach Verständnis gierenden Seele erlebt habe.

In english

It makes me sick!
Since my studies, I have been trying to approach so-called world literature and am becoming increasingly angry, because often, not always(!), so-called real language turns out to be like pseudo-kitschy wrapping paper in which knitted socks are wrapped.Just the day before yesterday, I started reading Ulysses by James Joyce, the daily notes of a man walking through Dublin.Seriously?!

Did the vulgar Dublin citizen of the early 20th century talk about Aristotle and Shakespeare?It’s interesting to see what Irish workers might have been preoccupied with, while in neighboring Great Britain, the proletariat suffered under the slavery of absurd industrialization.And in Dante’s Divine Comedy, the absurdity of the Catholic Church is dragged through the mud for over 500 pages, with at least as many quotations as criticisms.

For me, this is all pandering to an elite in order to be taken seriously by them.If we’re talking about intelligent eccentricity, then please, Thomas Mann, who writes in a truly difficult and very academic style, but I believe him.

At least he doesn’t try to make his protagonists be like himself.Or Tucholsky, the dear dirty Kurtchen from Berlin, truly a poet and a master. His wit is not exalted, but subversively palpable if you want it to be and ignorable if you don’t, and yet you can enjoy his works even without a high school diploma.

And Hermann Hesse, who is rumored to have taken LSD. But he writes about real personalities and existential struggles with himself, rather than doctoral theses packaged as novels without references.

Dostoyevsky, a literary philosopher, indeed. This objectivity, which he expresses through dialectical character subjects, especially in The Brothers Karamazov, is a rare phenomenon that achieves what only a few are capable of. Can’t we just accept that and accept ourselves as fallible wannabes?

I try to do that, which I don’t often succeed at, but at least I try. If you’re going to spout bullshitbingo, then please justify it with necessary intellectual protagonists such as The Man Without Qualities.

I now dread books from classic lists because I have experienced enough torturers of sick souls hungry for understanding at university from self-obsessed authors whose literary talent was only sufficient for academic analysis.