WE are a mid 40 couple and exploring the world with our Van Jürmann an old Renault Master. Follows US in our deep souls and around the world, thank you so much. and this ist our YouTube Channel: https://youtube.com/@ulfmunstermann5913?feature=shared ! Check it Out!
Nous sommes un couple de la quarantaine et nous explorons le monde avec notre Van Jürmann, une vieille Renault Master. Suivez-nous dans nos profondeurs d'âme et autour du monde, merci beaucoup. Et voici notre chaîne YouTube : https://youtube.com/@ulfmunstermann5913?feature=shared ! A découvrir ! Somos una pareja de cuarentones que exploramos el mundo en nuestra Van Jürmann, una vieja Renault Master. Síganos en las profundidades de nuestras almas y alrededor del mundo, muchas gracias. ¡Y aquí está nuestro canal de YouTube: https://youtube.com/@ulfmunstermann5913?feature=shared!
¡Échale un vistazo!
In der deutschen Heimat gibt es ein Kinderlied, das so beginnt:“ Es regnet, Gott segnet, die Erde wird nass. Mach mich nicht nass, mach mich nicht nass, mach nur die anderen Kinder nass“.
Wir sind wohl gerade diese anderen Kinder, denn seit Tagen regnet es beinahe ununterbrochen, sodass statt Sonne überall nur noch Pfützen, ach was sage ich: Seen zu sehen sind.
Locker30 Zentimeter Tiefe haben diese omnipräsenten Tümpel, sodass wir uns, auch weil die Heizung kaputt ist, auf einen Campingplatz verzogen haben.
Hier gibt es Strom für den Heisslüfter, immer noch Strand und mehr und eine Taverne, dir sogar noch geöffnet hat, wenn mein Unterricht um kurz vor elf in der Nacht beendet ist.
Messwein, sozusagen, nicht kostenlos, aber dennoch ein Gottesgeschenk, wenn des Nachts endlich alle Polster wieder getrocknet sind und wir nur noch ins Bett fallen möchten.
Nein, uns geht es nicht schlecht, es ging und nur schon mal besser.
In english
Business as usual There is a children’s song in Germany that begins like this: „It’s raining, God is blessing, the earth is getting wet. Don’t get me wet, don’t get me wet, just get the other children wet“.
We must be those other children, because it’s been raining almost non-stop for days, so instead of sunshine there are only puddles, oh what am I saying: lakes everywhere.
These omnipresent puddles are easily30 centimetres deep, so we have moved to a campsite, partly because the heating is broken.
There’s electricity for the hot fan, still a beach and more, and a taverna that’s still open when my lessons finish at just before eleven at night.
Mass wine, so to speak, not free, but still a godsend when all the cushions are finally dry again at night and all we want to do is fall into bed.
No, we’re not feeling bad, we’ve just been better.
Es kann sein, dass es Länder wie Indonesien gibt, die mehr Sonnentage haben und in Kroatien sind einige Strände vielleicht noch mehr gestaltet wie ein Idyll auf Postkarten, aber hier in Griechenland kommt noch etwas hinzu: Die Menschen.
Diese unaufdringliche Freundlichkeit, die Liebe zur unbeschreiblichen Schönheit der eigenen Heimat und die entspannte Ruhe mit der man den großen und kleinen Katastrophen des Lebens begegnet, machen Griechenland nicht nur zu einem der schönsten, sondern auch liebenswertesten Flecken der Welt.
Natürlich ist auch hier nicht alles Gold, das glänzt und auch hier gibt es Dinge, die verbesserungswürdig sein könnten, aber erstens: Wo gibt es das nicht? Und zweitens: Hier ist Optimierung nicht Lebensinhalt, sondern “ nice to have“.
Wo sonst fahren die Menschen vor oder nach der Arbeit mal eben in die Natur? Kurz inne halten, durchatmen, zu sich kommen und beim Blick auf die Wellen und Sonne eben runter kommen?
Wo hält man auch mal gerne 20 Minuten vor einer Schaf, Kuh oder Ziegenherde ohne gestresst zu hupen, weil ein vermeintlich wichtiger Termin drückt? Man ist in den Bergen und dort sind immer noch die Menschen zu Gast und nicht die Tiere. Man wartet, grüßt schlussendlich den Hirten und fährt seiner Wege.
Hier grüßt (meist) jeder jeden, ob arm oder reich und hier hilft man sich, wenn man kann und fragt und wenn nicht, dann nicht und man ist sich nicht böse oder drängt sich auf. Und man ist nicht berechnend nett, sondern weil Nettigkeit das Leben für alle leichter und schöner macht.
Hier in Griechenland erfindet man kein Handy, sondern genießt, wenn es mal nicht klingelt. Hier hat man Ruhe und alles was man als gestresster und vom Leben getriebener Schreiberling braucht. Und was noch?
Natürlich einen Jiannis, denn ohne Freunde geht auch in Griechenland nichts und Jiannis ist glücklicherweise unser Freund geworden.
Und wenn er mal keine Zeit hat, scheint hier sogar meist im Winter die Sonne und das Vitamin D von 300 Tagen Sonne im Jahr verweist dunkle Gedanken nicht ins Jenseits, aber zumindest auf die billigen Plätze.
Eigentlich fehlen nur noch Max, Alfredo Mama Bärbel und natürlich mein Engel, aber jeder sucht ja sein eigenes Glück und Griechenland ist ja nicht aus der Welt.
In english
Paradise found It may be that there are countries like Indonesia that have more days of sunshine and in Croatia some beaches are perhaps even more like an idyll on a postcard, but here in Greece there is something else: the people.
This unobtrusive friendliness, the love for the indescribable beauty of their homeland and the relaxed calmness with which the big and small catastrophes of life are met make Greece not only one of the most beautiful, but also one of the most endearing places in the world.
Of course, not all that glitters here is gold and there are things that could be improved, but firstly, where is that not the case? And secondly, optimization is not the purpose of life here, but a „nice to have“.
Where else do people take a trip into nature before or after work? Where else do people stop for a moment, take a deep breath, come to their senses and calm down while looking at the waves and the sun?
Where else do you stop for 20 minutes in front of a herd of sheep, cows or goats without honking your horn in stress because you have a supposedly important deadline? You’re in the mountains and it’s still the people who are the guests, not the animals. You wait, finally greet the shepherd and go your way.
Here (mostly) everyone greets everyone else, whether rich or poor, and people help each other if they can and ask, and if they can’t, they don’t and they don’t get angry or impose on each other. And people are not calculatingly nice, but because being nice makes life easier and nicer for everyone.
Here in Greece, you don’t invent a cell phone, you enjoy it when it doesn’t ring. Here you have peace and quiet and everything you need as a stressed and life-driven hack. And what else?
Jiannis, of course, because you can’t do without friends in Greece and Jiannis has fortunately become our friend.
And if he doesn’t have time, the sun shines here even in winter and the vitamin D from 300 days of sunshine a year doesn’t banish dark thoughts to the afterlife, but at least to the cheap places.
The only things missing are Max, Alfredo, Mama Bärbel and of course my angel, but everyone is looking for their own happiness and Greece is not out of the world.
Guten Morgen in die Runde. Bitte entschuldigt, dass ich einige Tage nicht geschrieben habe, aber ich musste einfach ein wenig die Sonne und Ruhe genießen, denn irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich das derzeit erstmalig kann.
Irgendwie ist die Bürde einer omnipräsenten Last von mir gefallen. Endlich kann ich durchatmen, ohne den Versagensdruck von früher zu spüren.
Es ist,wie es ist und das ist gut so, denn nicht nur laut Leibnitz kann es ja nicht besser sein, nie. Und er muss es wissen, denn er sagte das, obwohl er nie eine Frau an seiner Seite hatte (oder könnte er das genau deshalb sagen?!).
Nein,ich freue mich unendlich, dass Silvana mit mir unterwegs ist, wer weiss, was ich gemacht hätte, wenn ich allein gewesen wäre. Aber sie passt nicht nur gut auf mich auf, sondern bereichert mein Leben mit jedem Tag.
Wie klein sind doch Sorgen, die man teilen kann und wie schön ist Glück, wenn es gemeinsam genossen wird.
Deshalb freue ich mich auch schon jetzt auf Silvanas Zahnarzttermin, denn: Ist die „Katze gesund, freut sich der Mensch“.
In english
Weekend Good morning everyone. I apologize for not writing for a few days, but I just had to enjoy the sun and peace and quiet for a bit, because somehow I feel like I’m able to do that for the first time.
Somehow the burden of an omnipresent burden has fallen off me. I can finally take a deep breath without feeling the pressure to fail that I used to.
It is what it is and that’s a good thing, because it can’t be any better, not just according to Leibnitz. And he must know, because he said that even though he’s never had a woman by his side (or could that be exactly why he said that?!).
No, I’m incredibly happy that Silvana is traveling with me, who knows what I would have done if I had been alone. But she not only looks after me well, she also enriches my life every day.
How small worries are when you can share them and how wonderful happiness is when you enjoy it together.
That’s why I’m already looking forward to Silvana’s dentist appointment, because: If the „cat is healthy, the human is happy“.
Den ganzen Tag werfen wir uns gegenseitig Ignoranz vor und bemerken doch meist nicht, das wir selbst nicht besser sind. Kategorisierung en, Verallgemeinerungen. Wenn wir ratlos sind, suchen wir nicht bei uns die Schuld sondern ausschließlich bei den anderen.
Und wenn ein Versuch zur Versöhnung fehl schlug, wird unsere persönliche Meinung als Wahrheit in Zement gegossen. Ich hab es versucht, der oder die andere hat nicht so reagiert, wie ich es mir wünsche, also ist das Gegenüber ein Arschloch und ich bin Gott, weil ich im Recht bin, ist doch klar.
Nichts ist klar. Oft ist man selbst nicht besser als das kritisierte Gegenüber. Das ist die Wahrheit, das ist die rote Pille, der wir uns meist verweigern. Ich bin da nicht anders, aber ich will das nicht sein. Ich will Versöhnung und werde dafür immer alles geben. Auch wenn ich oft vorher das Porzellan schon zerbrochen habe.
Ich glaube, dass den Menschen von allen anderen Lebewesen unterscheidet, dass er oder sie oder es die Meinung ändern kann, wenn man will. Die Frage ist nur will man?
Ich will! Ich bin hochsensibel und kann sowie will diesen Kampf gegen den schwachen Geist in mir nicht verlieren. Ich will Frieden und weiss, dass das nur möglich ist, wenn man bei allen Diskrepanzen nicht negiert, dass man selbst Teil des bedrückenden, oft unüberwindlich scheinenden Problems ist.
Vielleicht reicht dieses Indiz des guten Willens, um zumindest die Möglichkeit der Versöhnung steht’s lebendig zu halten: im kleinen privaten Leben und im Großen und Ganzen.
Wer das kategorisch ausschließt will keinen Frieden sondern nur Recht und wer um jeden Preis Recht (behalten) will, ist ein Bemitleidenswetter Charakter. Aber wir sind Menschen und deshalb kann diese Schwäche im Charakter zu jedem Zeitpunkt angegangen werden. Man muss nicht gleich ein erfolgreicher Friedensstifter sein,aber immer bereit sein, es werden zu wollen; weil man und Frau und alle dazwischen und außerhalb es kann.
In english
Condition for peace All day long we accuse each other of ignorance and yet usually fail to realize that we ourselves are no better. We categorize and generalize. When we are at a loss, we don’t blame ourselves but only the others.
And if an attempt at reconciliation fails, our personal opinion is cast in cement as the truth. I tried, the other person didn’t react the way I wanted them to, so the other person is an asshole and I am God because I am in the right.
Nothing is clear. You are often no better than the person you are criticizing. That’s the truth, that’s the red pill that we usually refuse to take. I’m no different, but I don’t want to be. I want reconciliation and will always give my all for it. Even if I have often broken the china beforehand.
I believe that what distinguishes humans from all other living beings is that they can change their minds if they want to. The only question is do you want to?
I want to! I am highly sensitive and cannot and do not want to lose this battle against the weak spirit within me. I want peace and I know that this is only possible if, despite all the discrepancies, I don’t deny that I myself am part of the oppressive, often seemingly insurmountable problem.
Perhaps this sign of good will is enough to at least keep the possibility of reconciliation alive: in small private lives and in the big picture.
Anyone who categorically excludes this does not want peace but only justice, and anyone who wants to be (or remain) right at all costs is a pitiable character. But we are human and therefore this weakness in character can be addressed at any time. You don’t have to be a successful peacemaker right away, but always be prepared to want to be one; because you and your wife and everyone in between and outside can do it.
Ich bin und war in den letzten zwei Jahren und davor in so vielen Ländern als Adolf zu Gast und bin überall als Freund empfangen worden, selbst in der Türkei.
Man half uns wo man könnte, vergab Meir meine Fehler und oft naive Dummheit und jetzt muss ich miterleben, wie meine Heimat einen Salto rückwärts ins Jahr 1933 macht. Ich bin nicht nur erschüttert, sondern gekränkt, weil eine politische Elite den Geist von 2006″die Welt zu Gast bei Freunden“, mit den Füßen tritt.
Natürlich möchte ich die schlimmen, dramatischen Vorfälle nicht negieren oder kleinteden, aber dennoch bleiben das Ausnahmen. Ich darf das sagen,denn ich habe seit über einem Jahr mittlerweile unzählige Schüler aus vielen dieser Länder unterrichtet, vor denen man jetzt Angst schürt. Ich sage mit Freude, dass die vielen Menschen aus den verschiedensten Nationen mit den unterschiedlichsten kulturellen Unterschieden mit die Nettesten sind, denen ich je begegnet bin.
Wie kann man nur so verbohrt sein, um aus Einzelfällen allgemeine Unwahrheiten zu sedieren?
Da sind junge Frauen und Männer, oft kaum 18 Jahre alt, die mit Mut und Hoffnung Familie und Heimat verlassen, um ihren Horizont tausende Kilometer vom Kinderzimmer entfernt mit viel Engagement meine Heimatsprache lernen wollen, jeden Tag allen Herausforderungen einer völlig Fremden Kultur begegnen und so ein Arschgesicht wie Merz will ihnen die Schuld für tragische Attentate geben, die passieren, weil Menschen ohne Perspektive irgendwann durchdrehen?!
Ich fasse es nicht!
Ich weiss, der Täter von Magdeburg war Arzt und ein Schläfer, aber wie viele deutsche Psychopathen schlafen in Kastrop Rauxel, München, Hamburg oder Berlin und warten auch nur auf ihre Rachegelegenheit.
Gott sei Dank hat gestern das Gewissen gesagt und hoffentlich haben alle geschnallt, um was es am23. Februar geht. Vielleicht sind wir schon bald die Asyl suchenden.
In english
Bewahre of the beginnings
I am and have been a guest in so many countries as Adolf in the last two years and have been received as a friend everywhere, even in Turkey.
People helped us wherever they could, forgave Meir for my mistakes and often naive stupidity, and now I have to witness my homeland doing a somersault backwards to 1933. I am not only shocked, but offended, because a political elite is trampling on the spirit of 2006 „the world as a guest at a friend’s house“.
Of course, I don’t want to negate or minimize the terrible, dramatic incidents, but they are still exceptions. I am allowed to say this because I have taught countless students from many of these countries for over a year now, of which people are now stirring up fear. I am happy to say that the many people from the most diverse nations with the most diverse cultural differences are some of the nicest people I have ever met.
How can you be so stubborn as to sedate general untruths from individual cases?
There are young women and men, often barely 18 years old, who leave their families and homelands with courage and hope in order to broaden their horizons thousands of kilometers away from their childhood home, who are committed to learning their native language, who face all the challenges of a completely foreign culture every day, and an asshole like Merz wants to blame them for tragic attacks that happen because people without prospects go crazy at some point…!
I can’t believe it!
I know the perpetrator in Magdeburg was a doctor and a sleeper, but how many German psychopaths are sleeping in Kastrop Rauxel, Munich, Hamburg or Berlin and are also just waiting for their opportunity for revenge?
Thank God conscience spoke yesterday and hopefully everyone realized what the23. February. Perhaps we will soon be the ones seeking asylum.
Auf unserem Ritt werde ich fast täglich daran erinnert, wie klein die Welt eigentlich ist und ich rede nicht vom geflügelten Wort, über das man zum Ausdruck bringt, dass man Menschen aus der Heimat in der Fremde trifft( was mir auch schon mit einer Ex-Freundin aus Hamburg in Venice Beach bei L.A. passierte), sondern wirklich von der realen kleinen „Kugel“ im Weltall, die unentwegt als Teil der sich selbst drehenden Milchstraße um die Sonne kreist.
Denn hier in Kanali, obwohl nur 450 Kilometer von Kalamata entfernt, geht die Sonne satte 18 Minuten später auf als dort, wo uns mal wieder eine Katastrophe zum Aufbrechen zwang. Und während hier jetzt grad die Sonne scheint, schneit es keine 400 Kilometer weiter im Kontinentinnern. Unglaublich, oder?
Und in 2000 Kilometern südlich, ist man schon mitten in Afrika, wo derzeit die Sonne so brennt, wie hier im Sommer.
Jeden Morgen, wenn ich mit dem ersten Kaffee gen Himmel schaue und die Wolken ziehen sehe, werde ich daran erinnert. Denn hier, wo keine Zivilisation den Blick in die Weite verstellt, kann man über ihre Geschwindigkeit nur staunen.
In wenigen Momenten schieben sich unzählige kleine Schäfchenwolken zu einem schwarzen Teppich zusammen und ergießen sich meist nur eine Stunde oder zwei wie aus Kübeln, um dann, weil unzählige Winde aus verschiedenen Richtungen sie wieder in kleinste Tupfer zerreißen, alle Menschen hier wieder die Kraft der Sonne spuren lassen.
Man wird sich seiner Marginalität bewusst. Du bist, wie die kleinen Spatzen hier nur ein notwendiger Teil, der als Spielball der Zeit, das Rad des Lebens im Fluss hält.
Das hätte mich früher deprimiert, aber heute macht es mich glücklich, weil es mir die Last nimmt, alles selbst in der Hand zu haben.
Ich hab nichts in der Hand, obwohl die Erde so klein ist. Wenn man also klug ist, versucht man nicht zu regeln oder verstehen, sondern genießt nur das kurzweilige Geschenk, dieses Wunder einen kleinen Augenblick in der Unendlichkeit erleben zu dürfen.
Und morgen? Wer weiss das schon?
In english
Like a sparrow in the wind
On our ride, I am reminded almost daily of how small the world actually is and I’m not talking about the winged word used to express that you meet people from home in a foreign country (which has already happened to me with an ex-girlfriend from Hamburg in Venice Beach near L.A.), but really about the real little „ball“ in space, which constantly orbits around the sun as part of the self-rotating Milky Way.
Because here in Kanali, although only 450 kilometers away from Kalamata, the sun rises a full 18 minutes later than where a catastrophe forced us to leave. And while the sun is shining here, it’s snowing less than 400 kilometers further inland. Unbelievable, isn’t it?
And 2000 kilometers south, you’re already in the middle of Africa, where the sun is currently burning like it does here in summer.
I am reminded of this every morning when I look up at the sky with my first coffee and see the clouds rolling in. Because here, where no civilization obscures the view into the distance, you can only marvel at their speed.
In just a few moments, countless small fleecy clouds gather into a black carpet and usually only pour down for an hour or two as if from buckets, only to be torn apart again into tiny specks by countless winds from different directions, leaving everyone here to feel the power of the sun again.
That would have depressed me in the past, but today it makes me happy because it takes away the burden of having everything in my own hands.
I have nothing in my hands, even though the earth is so small. So if you’re smart, you don’t try to regulate or understand, you just enjoy the fleeting gift of being able to experience this miracle for a small moment in infinity.
Irgendwie kommt alles immer anders und man gewöhnt sich daran, dass auf nichts Verlass ist. Aber hey, wir hätten es schon vorher wissen müssen und immerhin wissen wir es jetzt.
Es fühlt sich gut an, wenn man nicht mehr erwartet. Denn Erwartungen machen selbst die schönste Überraschung zur Prognose, die seltenst ihr Versprechen hält. Heute Morgen haben wir beispielsweise mit schlechtem Wetter, also wirklich schlechtem mit kübelweise Regen rechnen sollen, statt dessen haben wir nur keine Sonne erwartet und das trat ein, mehr nicht.
Kein Regen, kein Sturm, kein Unwetter und dank Jiannis läuft auch sonst alles. Ich glaub wir sind angekommen im Unterwegssein.
Das Leben ist schön, auch wenn es einem in die Eier tritt, denn immerhin lebt man dann ja noch.
Ja, es ist gepflastert von Niederschlägen, aber immerhin haben wir immer ein Haus am Meer und mit fortlaufedem Jahr auch immer öfter Sonne; und uns.
In english
Payroll entry from January 29, 2025 Somehow everything always turns out differently and you get used to the fact that you can’t rely on anything. But hey, we should have known beforehand and at least we know now.
It feels good when you no longer expect anything. Because expectations turn even the best surprise into a forecast that rarely keeps its promise. This morning, for example, we were expecting bad weather, really bad weather with buckets of rain, but instead we expected no sun and that’s all that happened.
No rain, no storms, no thunderstorms and thanks to Jiannis everything else is going well. I think we’ve arrived at being on the road.
Life is beautiful, even if it kicks you in the balls, because at least you’re still alive.
Yes, life is paved with rain, but at least we always have a house by the sea and more and more sun as the year progresses; and us.
Guten Abend in die Runde und liebe Grüße aus Kanali in der Nähe von Preveza, dem nördlichen Griechenland, wo wir just stehen.
Im Gegensatz zum letzten Jahr, als wir hier aufschlugen, ist derzeit sogar das Wetter ganz schön, auch wenn es morgen wieder regnen soll. Aber das ist uns beiahe egal, denn wir genießen die Ruhe bzw. die Ereignislosigkeit mit rauschenden Wellen im Hintergrund so sehr, dass ich sogar tagsüber zwei Stunden schlafen kann.
Neue Kraft für neue Herausforderungen und Abenteuer tanken, denn dieses Jahr soll ja endlich auch wieder Neues im Sinne von erfreulich Ungesehenem unser Leben bereichern.
Die Fahrt vorgestern hat uns wieder richtig Lust gemacht und auch das Wiedersehen mit Jiannis gestern ist großartig gewesen. Samstag wollen er und ich auch mal wieder zusammen losgehen; nötig haben wir es beide so wie meine Silvana und seine Aristhea, die uns endlich mal los sind.
In diesem Sinne beschließt Herr M heute seinen Katastrophenfreien Blog und. Schaut seiner Frau noch ein wenig beim Backen zu, bevor er gleich noch ein wenig Unterricht geben muss.
Bis bald in und mit diesem Theater.
In english
And another wonderful day at the beach comes to an end Part Ii
Good evening everyone and greetings from Kanali near Preveza in northern Greece, where we are currently located.
In contrast to last year, when we arrived here, the weather is actually quite nice at the moment, even if it is supposed to rain again tomorrow. But we don’t really care, because we are enjoying the peace and quiet and the lack of events with the sound of the waves in the background so much that I can even sleep for two hours during the day.
Recharge our batteries for new challenges and adventures, because this year should finally enrich our lives with something new in the sense of something pleasantly unseen.
The trip the day before yesterday really whetted our appetite again and the reunion with Jiannis yesterday was also great. He and I want to go out together again on Saturday; we both need it as much as my Silvana and his Aristhea, who have finally got rid of us.
On this note, Mr. M concludes his disaster-free blog today and. Watch his wife bake for a while before he has to give a few more lessons.
Ich habe ADHS und das ist nicht meine Schuld, aber mein Problem. Denn ich kann einfach nicht nicht denken. Ich denke immer, an Probleme von gestern und Herausforderungen von morgen und wenn dort keine zu finden sind, dann mache ich es wie Axel Springer (der deutsche Rupert Murdoch, sozusagen), ich suche welche.
Aber das muss ich nicht oft, denn 1. Gibt es immer genug Rest- und Müllgedanken im Kopf und 2. Sorgt meine innere Unruhe und Konzentrationsschwäche für ständige Baustellen die es zu kompensieren gilt oder für die ich mich entschuldigen bzw. Rechtfertigen muss; oftmals nur vor mir selbst.
All das lässt mich unter dem omnipräsenten Damoklesschwert des „ungenügens“ leiden, da die meisten, inklusive mir selbst, mein Problem nur für eine Disziplinlosigkeit halten.
Aber es fehlt mir nicht an Disziplin, es mangelt mir an der Fähigkeit, mich nicht ablenken zu lassen. Denn jedes Ereignis kann wichtig sein, damit ich auf alles vorbereitet bin, um dem Vorwurf „Dummheit schützt vor Strafe nicht“ zu vermeiden.
Es gibt für mich nichts Schwereres, als Fokus, deshalb suche ich mir immer Aufgaben, die meine volle Aufmerksamkeit erfordern. Leider sorgt das jedoch nicht selten dafür, dass man mir Ignoranz vorwirft „das kannst du doch mal eben machen“, Nein, „das kann doch nicht zu viel verlangt sein“ doch.
Ich weiß, mit diesem Blog, kann ich das Problem nicht lösen, aber es ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, meinen größten Kritiker davon zu überzeugen, das mein Verhalten und Problem nicht selbst verschuldet ist: Mir selbst.
P.s. danke Silvana and David, dass ihr mich so dabei unterstützt, meine Angst vor dieser Herausforderung zu verlieren.
In english
My biggest critic
I have ADHD and it’s not my fault, but it is my problem. Because I simply can’t think. I always think about yesterday’s problems and tomorrow’s challenges and if there are none to be found, then I do like Axel Springer (the German Rupert Murdoch, so to speak), I look for some.
But I don’t have to do that often, because 1. there are always enough residual and garbage thoughts in my head and 2. my inner restlessness and lack of concentration means that I am constantly having to compensate for construction sites or for which I have to apologize or justify myself; often only to myself.
All of this makes me suffer under the omnipresent sword of Damocles of „inadequacy“, as most people, including myself, think my problem is just a lack of discipline.
But I don’t lack discipline, I lack the ability not to be distracted. Because every event can be important so that I am prepared for everything, in order to avoid the accusation that „stupidity is no defense against punishment“.
There is nothing harder for me than focus, so I always look for tasks that require my full attention. Unfortunately, this often leads to me being accused of ignorance, „you can just do that“, no, „that can’t be too much to ask“.
I know I can’t solve the problem with this blog, but it’s a first step in the right direction to get my biggest critic off my back.
I know I can’t solve the problem with this blog, but it’s a first step in the right direction to convince my biggest critic that my behavior and problem is not self-inflicted: myself.
P.s. Thank you Silvana and David for helping me to lose my fear of this challenge.
Es ist so ein geflügeltes Wort, das in der modernen Welt seine Bedeutung verliert “ die Zeit heilt alle Wunden“, aber auf diesem Weg merkt man den Ursprung und seine Wahrhaftigkeit.
Jeder Tag ist neu und jeder Moment einmalig und all das was einem widerfährt ist schon kurz nach dem „schlimmen“ Ereignis nur noch eines von vielen, denn das Leben ist voll davon. Zugegeben, auf diesem Weg merken wir es besonders, aber wir realisieren auch so langsam, dass es eigentlich immer so war, nur das auf diesem Ritt die vermeintliche Sicherheit fehlt.
Aber was ist im Grunde an einer kaputten Solaranlage anders als an einer kaputten Waschmaschine? Nichts.
Aber je länger wir unterwegs sind, desto mehr Menschen begegnen uns, denen genau das Gleiche oder Ähnliches passiert ist. Wir sind keine Ausnahme, wir sind die Regel, wir haben uns nur noch nicht genug vom alten Leben emanzipiert. Wir sind geistig immer noch in den gemütlichen vier Wänden aus Stein, wir wollten es nur nicht wahr haben, aber genau das hat sich geändert. Wir sind umringt von Menschen mit Idealen und Problemen von uns, allein der absurde Wunsch anders zu sein, hat uns distanziert und uns einsam gemacht.
Wir sind es nicht. Wir sind nur eben nicht Klaus und Petra, die morgen zum Kaffee kommen sondern Ulf und Silvana. Das ist alles. Und ehrlich gesagt fühlt sich das gar nicht mehr doof, sondern gut an und wir hoffen schon insgeheim, dass wir sie Weihnachten in Marokko wieder sehen, denn das ist auch ihr Plan und sie sind kein Stück reicher als wir; nur an Erfahrung, denn sie sind schon doppelt so lange unterwegs und wir freuen uns, von ihren Erfahrungen profitieren zu können.
In english
You are only as alone as you make yourself lonely It is a saying that has lost its meaning in the modern world „time heals all wounds“, but on this path you realize its origin and its truthfulness.
Every day is new and every moment is unique and everything that happens to you is just one of many shortly after the „bad“ event, because life is full of them. Admittedly, we notice it particularly on this path, but we also slowly realize that it has actually always been like this, only that the supposed security is missing on this ride.
But what is actually different about a broken solar system than a broken washing machine? Nothing.
But the longer we are on the road, the more people we meet who have had exactly the same or similar things happen to them. We are not the exception, we are the rule, we just haven’t emancipated ourselves enough from the old life. We are still mentally in the cozy four walls of stone, we just didn’t want to admit it, but that is exactly what has changed. We are surrounded by people with ideals and problems of our own, but the absurd desire to be different has distanced us and made us lonely.
It’s not us. We’re just not Klaus and Petra, who are coming for coffee tomorrow, but Ulf and Silvana. That’s all. And to be honest, it no longer feels stupid, it feels good and we secretly hope that we will see them again in Morocco at Christmas, because that is also their plan and they are not a bit richer than us; only in experience, because they have been traveling twice as long and we are happy to be able to benefit from their experiences .