So viel, so viel!

So viel Glück, weil viele meiner Schülerinnen und Schüler plötzlich so viel besser werden und auch in meinem und unserem Leben derzeit endlich auch einmal ein bisschen Ruhe Einzug halten konnte. Und gleichzeitig so viel Elend in Kriegsgebieten und auch medial unbeleuchtetem Leben und Familien, die unter der Last einer ewig sinnlos ambitionierten Gesellschaft zusammenbrechen, da sie an den suggerierten Optionen nicht ernsthaft partizipieren können.

Eine omnipräsente Hoffnung, die doch für so viele nur ein Schlag ins Gesicht ist, denn ihnen steht sie nicht zur Verfügung, weil sie zu arm, zu alt, zu klein, zu dick, zu feminin oder zu fremd sind.

In den USA sprach man 1776 vom right of persume of happyness“, also dem Recht auf das Streben nach Glückseligkeit, was jeder habe. Konjunktiv, versteht sich, denn welches Recht hat man, wenn beispielsweise die Mühlen der Bürokratie allein schon durch ihre Trägheit reale Chancen als dummdreiste Naivität entlarven, denn wer ernsthaft glaubt, dass alle Menschen gleich sind und darüber hinaus der Auffassung sind, dass  Staat und Staatlichkeit ernsthaft den Schwachen der Gesellschaft wohlwollend zugewandt ist, der glaubt auch, dass jeder seines eigenen Glückes Schmied ist.

Gewiss, das Glück ist mit denen die sich selbst aktiv auf die Suche danach machen, aber längst nicht jeder hat die Macht oder Möglichkeit zu suchen.

So viel, was es noch zu tun gibt, so viel, was in der Macht der Unzähligen Priviliegierten steckt, die nicht erkennen, dass ihre geballte Quantität für individuelle Gleichberechtigung verantwortlich ist.

Es geht dabei aber nicht um ostentative Revolution, sondern gelebte Solidarität, im Bus, an der Ampel, im Supermarkt und an der Wahlurne.

Proletarier aller Länder vereinigt Euch, nicht gegen die Oberschicht, sondern mit ihr. Überzeugt sie und Euch und alle, das liebevolles Miteinander der Anfang von mehr Zufriedenheit ist. Wer zufrieden ist will nicht mehr und wenn keiner nach mehr giert, muss auch keinem was weggenommen werden.

So viel, so viel, so viel …

In english

So much, so much!
So much happiness, because many of my students are suddenly improving so much and a little peace and quiet could finally enter my life and ours. And at the same time, so much misery in war zones and in lives and families that are not covered by the media, who are collapsing under the burden of an eternally senselessly ambitious society because they cannot seriously participate in the options suggested to them.An omnipresent hope that is nothing but a slap in the face for so many, because it is not available to them because they are too poor, too old, too small, too fat, too feminine, or too foreign.In the US in 1776, people spoke of the “right to pursue happiness,” which everyone has. Subjunctive, of course, because what rights do you have when, for example, the mills of bureaucracy, through their inertia alone, expose real opportunities as brazen naivety? Anyone who seriously believes that all people are equal and, moreover, believes that the state and statehood are seriously benevolent towards the weak in society, also believes that everyone is the architect of their own fortune.Certainly, fortune favors those who actively seek it, but not everyone has the power or opportunity to seek it

There is so much still to be done, so much that lies within the power of the countless privileged who fail to recognize that their collective strength is responsible for individual equality.But this is not about ostentatious revolution, but about solidarity in action, on the bus, at the traffic lights, in the supermarket, and at the ballot box.Proletarians of all countries, unite, not against the upper class, but with them. Convince them, yourselves, and everyone else that loving coexistence is the beginning of greater satisfaction. Those who are satisfied want no more, and if no one craves more, no one needs to have anything taken away from them.So much, so much, so much…

Offenbarungseid

Meine verehrten Leserinnen und Leser wissen, dass ich ein kritischer, ja mürrischer Mensch bin, der oft mit sich und der Welt hadert und ich danke allen, die in meinen Worten mehr als nur Verdruss, sondern den verzweifelten Versuch erkennen, mit der Welt und sich ins Reine zu kommen.

Ob nun meine lakonische und oft despektierliche Art auf Erziehung oder anderem beruht, möchte ich an dieser Stelle nicht verifizieren, sondern mich meinen Schwächen widmen. Jenen Punkten in meinem Gebaren, die ich vielleicht mit etwas Mühe selbst korrigieren kann, denn beim reflektierten Blick in meine Seele muss ich mir eingestehen, dass ich für sehr viel Leid in meiner Persönlichkeit selbst verantwortlich gezeichnet werden kann.

Ich bin es, der sich immer wieder der morbiden Verlockung des Elendes hingibt, indem ich Nachrichten sehe, dessen tragisches Dasein von mir nicht verändert werden kann und ich bin es, der aus Begierde nach körperlicher Zuneigung immer wieder Pornographie konsumiere, obwohl ich doch sehr glücklich verheiratet bin.

All das und vieles mehr, befriedigt aber nur oberflächliche Begierden. Das Resultat ist jedoch, dass ich diese negativen, optimierten oder destruktiven Bilder als Logos meine wahren Erfahrungen und Erlebnisse diskreditieren lasse.

Sie tauchen mein ganzes Sein in eine Farbe, die es in der Realität nicht nur nicht gibt, sondern die darüber hinaus dem wahren Kern eines jeden Moments die Strahlkraft nehmen und mich Immerfort in einem Karussell der Sorgen einkerkern.

Ich komme nicht raus aus Sorgen, Missmut und Selbstkasteiung, weil es unmöglich ist, diese beiden völlig verschiedenen Welten miteinander zu versöhnen. Die digitale Welt ist nicht real und die Realität nicht digital, wie also mit digitalen Lösungsansätzen reale Probleme lösen?

Es geht nicht. Das einzige was die virtuelle Welt kann, ist die Realität zu relativieren. Sie sorgt für den Wunsch nach Optimierung durch Vergleiche, wie dem berühmten Synonym für die Absurdität im Exemplar von Apfel und Birne.

Ich weiss nicht, ob ich dieser omnipräsenten Versuchung wie der des Baums der scheinbaren Erkenntnis im Paradies meiner subjektiven Realität je entfliehen kann, aber ich werde nie müde werden, es immer weiter zu versuchen und wenn Nietzsche, den ich sehr schätze, Recht hat, ist sogar dieses ewige Scheitern das Los meines unendlichen Seins ist was ich nur dann nicht nur ertrage sondern schätze, wenn ich das Scheitern lieben lerne, indem ich das nicht erreichen nicht mehr Scheitern sondern genießen lerne.

Mein Leben ist das nicht erreichen idealisierter Ziele  und es liegt genau darin meine einzigartige Persönlichkeit verborgen, denn wenn das Erreichen für alle möglich und mein wie unser Dasein wäre sinnlos, weil wir doch darin dann gleich wären und wenn zwei Seins eins sein können, ist doch eines völlig überflüssig.

In english

Declaration of bankruptcy

My dear readers know that I am a critical, even grumpy person who often struggles with himself and the world, and I thank all those who see in my words more than just vexation, but rather a desperate attempt to come to terms with the world and myself.Whether my laconic and often disrespectful manner is due to my upbringing or other factors, I do not wish to verify at this point, but rather devote myself to my weaknesses.

Those aspects of my behavior that I may be able to compensate for with some effort, because when I take a reflective look into my soul, I must admit that I myself can be held responsible for a great deal of suffering in my personality.It is I who repeatedly succumb to the morbid temptation of misery by watching news reports whose tragic existence I cannot change, and it is I who, out of a desire for physical affection, repeatedly consume pornography, even though I am very happily married.

All this and much more, however, only satisfies superficial desires. The result, however, is that I allow these negative, optimized, or destructive images to discredit my true experiences and adventures.They immerse my entire being in a color that not only does not exist in reality, but also robs every moment of its true essence and keeps me constantly spinning in a carousel of worry.

I can’t escape my worries, discontent, and self-flagellation because it’s impossible to reconcile these two completely different worlds. The digital world is not real and reality is not digital, so how can digital solutions solve real problems?

It’s not possible. The only thing the virtual world can do is relativize reality. It creates a desire for optimization through comparisons, such as the famous synonym for the absurdity of this in the example of apples and pears.I don’t know if I will ever be able to escape this omnipresent temptation, like that of the tree of apparent knowledge in the paradise of my subjective reality, but I will never tire of trying, and if Nietzsche, whom I greatly admire, is right, even this eternal failure is the fate of my infinite being, which I can only bear and appreciate if I learn to love failure by learning to enjoy not achieving rather than failing.

My life is the failure to achieve idealized goals; this is precisely where my unique personality lies hidden, for if achievement were possible for everyone, my existence, like ours, would be meaningless, because we would then be equal, and if two beings can be one, one is completely superfluous.

Anamnese


Da wachse ich in einer scheinbar aufgeklärten Welt auf und merke mit beinahe 50 erst, welchem Trugschluss ich unterlag.

Die Moderne, der Geist der sogenannten Erleuchtung beflügeln meinen Geist nicht nur, sondern legen ihn in Ketten. Da es mir nicht vergönnt war, das stetige Wachsen des sogenannten Wissens begleiten zu können, musste ich mich mit der Quintesenz begnügen. Einem Ergebnis, dass nur noch wie die Lösung einer mathematischen Aufgabe existierte.

„Das ist so“, ohne es in Frage zu stellen, geschweige denn, deren Entdeckern, die mir, wenn überhaupt mir nur namentlich begegneten, besaßen keine Gesichter, sondern nur Dogmen, dir mir von -wenn überhaupt- nur halbweisen Replikatoren indoktriniert wurden.

Nicht ich war verbohrt und ignorant, sondern die hörigen Lehrmeister in X-ter Generation, dessen Karrieren zufällig in den Gefilden meiner damaligen Welt strandeten.

Man gehorchte, nicht weil man glaubte, sondern weil der Mut zum Infragestellen fehlte und so wurde aus Fremdem, egal welchem, Falsches, da die kritische Perspektive zum prinzipiellen Sakrileg an der heiligen Kuh Wissenschaft diskreditiert wurde und der moderne Scheiterhaufen Media nur eine Zukunft für renitente Zweifler kannte: die anonyme Verbrennung an den Holzbalken der Kommentarspalten.

Wer ist also der Giftzahn im Geflecht der postpostmodernen, der Wirt oder der Parasit, der doch nur die einzige Möglichkeit ergriff, die ihm blieb, der natürlich, beinahe alternativlose Wunsch des Überlebens.

Tbc.

In english

Anamnesis


I grew up in a seemingly enlightened world and only realized at the age of almost 50 what a fallacy I had been laboring under.

Modernity and the spirit of so-called enlightenment not only inspire my mind, but also shackle it. Since I was not fortunate enough to be able to accompany the steady growth of so-called knowledge, I had to content myself with the quintessence. A result that existed only as the solution to a mathematical problem.

“That’s the way it is,” without questioning it, let alone its discoverers, who, if I encountered them at all, only by name, had no faces, only dogmas indoctrinated into me by replicators who were, if anything, only half-wise.

It was not I who was stubborn and ignorant, but the subservient teachers of the umpteenth generation, whose careers happened to strand in the realms of my world at that time.

People obeyed, not because they believed, but because they lacked the courage to question, and so everything foreign, no matter what it was, became wrong, because critical perspective was discredited as a fundamental sacrilege against the sacred cow of science, and the modern media stake knew only one future for rebellious doubters: anonymous burning at the wooden beams of the comment columns.

So who is the poisonous tooth in the web of post-postmodernism, the host or the parasite, who only seized the only opportunity left to him, the natural, almost unavoidable desire to survive?

Tbc.

Albert Schweitzer lässt grüßen

Es ist doch interessant, wie sehr der Mensch bzw. Die Menschen davon überzeugt sind, dass ihr Geist sie zu einer besonderen Spezies macht, dabei ist doch bereits bewiesen, dass das, was wir Geist nennen, nur eine subjektive Perspektive auf die Welt ist.

Alles was wir wissen ist Erfahrung, die auf sehr dünnem Eis gebaut ist. Trial and Error nach dem Kinderspielmotto: Gehört nun die Kugel oder das Quadrat in jenes vorgestanzte Loch.

Und dennoch feiern wir uns unentwegt für „das Runde muss ins Runde.

Ich bin freilich nicht der Erste und wahrscheinlich auch nicht der Letzte, der das sagt. David Hume, war uns da weit voraus.

Das heißt nach Karl Popper, meines Erachtens richtig erkannt nicht, dass alles Wissen Bullshit ist, aber dass unser Wissen dennoch mehr Nichtwissen als Wissen enthält, auch wenn wir uns mit fatalistischen Hypothesen immer ein kleines Stück in die richtige Richtung bewegen.

Aber obwohl wir das wissen und durch unendliche Jahre der Ignoranten Dogmatiken der Wissenschaft bereits einhellig bewiesen haben, dass ungewöhnliche Fragen nicht zwingend absurde Fragen sind, ist die Wissenschaft die wahrscheinlich egomanste Sachegruppe, die es in der Menschheit je gegeben hat.

Ganz wie die Kirche, wir entscheiden was geht und was nicht geht. Gut, sie schickt einen nicht auf den Scheiterhaufen, aber sie gibt ungewöhnliche Geiste der Lächerlichkeit preis, was in der modernen Welt durchaus eine ähnliche Qualität haben kann, in der „Gesicht wahren“ die höchste Stufe der Selbsterhaltung durch Akzeptanz in der Gruppe darstellt.

Ich Frage mich deshalb, ist Geist nun Fluch oder Segen?! Nein, eigentlich Frage ich mich das nicht, denn wenn Milliarden Bienen durch alltruistischen Habitus der Spezies am Dienlichsten sind, ohne die Sinnhaftigkeit zu hinterfragen, fragt sich der Mensch früher oder später immer: Ist das wohl gut (für mich, als wenn ich für ein ganzes Gefüge relevanter sei als die Bindung von Energien zu einem Gefüge, in diesem Falle mit dem Namen Ulf.

Es ist vor lauter bürokratischem Irrsinn kein Platz mehr für Fantasie, obwohl die Menschheit nichts weiter gebracht hat als Fantasie.

Wir glauben mehr an 1+1 gleich 2 als an die Liebe, was immer das ist, obwohl diese weit davor schon stattgehabt haben muss (Perfekt, vollendete Gegenwart).

Warum ich das erneut schreibe?

Weil ich erstens soeben wissenschaftlicher Leugnung von der Schippe sprang, die sich aufgrund wissenschaftlicher Errungenschaften überhaupt erst glauben lues und 2. Weil ich schon bald erneut über die Theorie der Buchstabenbedeutung schreiben werde, was man in der philosophischen Fakultät Münster diese Hypothese bereits im Keim als „welche dot com Adresse hat dir den Blödsinn gesteckt?“ diskreditierte.

In english


Albert Schweitzer sends his regards
It is interesting how convinced humans are that their minds make them a special species, even though it has already been proven that what we call the mind is only a subjective perspective on the world.

All we know is experience, which is built on very thin ice. Trial and error, like the children’s game: does the ball or the square fit into that pre-cut hole?

And yet we constantly celebrate ourselves for “the round must go into the round.”

I am certainly not the first and probably not the last to say this. David Hume was way ahead of us.

According to Karl Popper, this does not mean, in my opinion, that all knowledge is bullshit, but that our knowledge nevertheless contains more ignorance than knowledge, even if we are always moving a little bit in the right direction with fatalistic hypotheses.

But even though we know this and have already unanimously proven through endless years of ignorant scientific dogmatism that unusual questions are not necessarily absurd questions, science is probably the most egomaniacal group that has ever existed in humanity.

Just like the church, we decide what is acceptable and what is not. Well, it doesn’t send you to the stake, but it exposes unusual minds to ridicule, which can have a similar effect in the modern world, where “saving face” represents the highest level of self-preservation through acceptance in the group.

So I ask myself, is the mind a curse or a blessing? No, actually I don’t ask myself that, because when billions of bees are most useful to the species through their altruistic behavior, without questioning the meaning of it, sooner or later humans always ask themselves: Is this good (for me, if I am more relevant to an entire structure than the binding of energies to a structure, in this case with the name Ulf.

There is no room for imagination anymore due to sheer bureaucratic madness, even though humanity has achieved nothing but imagination.

We believe more in 1+1 equals 2 than in love, whatever that is, even though it must have existed long before that (perfect, completed present).

Why am I writing this again?

Because, first of all, I have just escaped scientific denial, which only believes itself because of scientific achievements, and secondly, because I will soon be writing again about the theory of the meaning of letters, which the philosophy faculty in Münster has already nipped in the bud as “which dot com address gave you this nonsense?”discreditated

Silvana und Ulf


Es war einmal vor langer Zeit, da lebten eine Frau und ein Mann in ihrem Auto, das sie Jürmann nannten. Sie fuhren mit ihm durch große Teile Europas und erlebten in allen Herren Ländern nur Freundlichkeit.

Als aber der Tag kam, an dem der Jürmann zum Tüv musste, zeigte sich das Leben von seiner hässlichen Seite, denn die Auflagen waren hoch und die Rechnungen höher, weshalb sich Silvana und Ulf trennen mussten. Silvana arbeitete fortan auf einer kleinen Insel, währen Ulf bei einem vermeintlichen Freund irgendwo im Wald Unterschlupf fand.

Aber oh weh, der Freund entpuppte sich als Tyrann und so kam es, dass Ulf immer mehr ertragen und bezahlen musste, weshalb seine liebe Frau ihm Verbot, weiter beim Waldschrein zu wohnen. Nie wieder sollte seine Seele von diesem kauzigen Waldöhi mit Belehrungen und Schimpftiraden maltretiert werden. Nie wieder sollte dieser ungehobelte Kauz rülpsend, furzend und vulgär schimpfend den kleinen Mann foltern. Nie wieder sollte der kleine Ulf mit einem Messer im Bett schlafen müssen, weil er Angst um sein Leben hat.

Deshalb mietete er sich bald ein Auto, um zu seiner Frau zu fahren. Bis der Jürmann hier fertig war, sollte noch Zeit ins Land gehen, aber Silvana und Ulf hatten Angst um das Leben des schmuddeligen aber liebenswürdigen Mann, der doch einfach nur seine Ruhe wollte.

Wie das mit dem Abhauen klappen sollte, wusste der kleine Mann noch nicht, aber er sammelte alle Dukaten und legte los, lieber arm als tot, dachte er sich und legte mit den Vorbereitungen los.

Und wenn er nicht gestorben ist, dann geht die Geschichte bald weiter, aber eines war sicher, dieses Land der komischen Deutschen würde er nie wieder sehen, wenn er einmal weg sein würde.

English

Silvana and Ulf
Once upon a time, long ago, there lived a woman and a man in their car, which they called Jürmann. They drove it through large parts of Europe and experienced nothing but kindness in every country they visited.

But when the day came for Jürmann to undergo its MOT, life showed its ugly side, because the requirements were high and the bills were even higher, which is why Silvana and Ulf had to separate. From then on, Silvana worked on a small island, while Ulf found shelter with a supposed friend somewhere in the forest.

But alas, the friend turned out to be a tyrant, and so it came to pass that Ulf had to endure and pay more and more, which is why his dear wife forbade him from continuing to live at the forest shrine. Never again would his soul be tormented by this eccentric forest dweller with lectures and tirades. Never again would this uncouth oddball torture the little man with his burping, farting, and vulgar ranting. Never again would little Ulf have to sleep with a knife in his bed because he feared for his life.

So he soon rented a car to drive to his wife. It would be some time before Jürmann was finished here, but Silvana and Ulf feared for the life of the grubby but lovable man who just wanted to be left in peace.

The little man didn’t yet know how he would manage to escape, but he gathered all his ducats and set off, thinking better to be poor than dead, and began his preparations.

And if he didn’t die, then the story will soon continue, but one thing was certain: once he was gone, he would never see this land of strange Germans again.

Die durch die Hölle gehen

Es ist, zumindest für mich, meist so, dass egal ob gut oder schlecht, das jeweilige Ereignis im Kontext zu einer Katastrophe oder zu einem Wunder wird.

Schade ist, dass bei sich anschließendenden guten Ereignisse die Freude mit jedem neuen Ereignis abnimmt. Man sich also wie bei einer Droge an das Hochgefühl gewöhnt und sich der Ausstoß von Glückshormonen  sukzessive reduziert, während bei „schlechten“ Ereignissen mit jedem Neuen, die Frustration, Resignation und manchmal auch Depression zunimmt.

Es sind also nicht die Niederlagen selbst, sondern ihre Quantität, die zu nachhaltigen Problem führen. Zu dumm, dass mit zunehmender Negativhaltung die Erwartung, oder in diesem Falle Befürchtung zur sich selbst erfüllenden Prophezeiung wird.

Man könnte sagen, wir befinden uns emotional und Mental im Bereich der mathematisch negativen Wurzel aus negativen Zahlen, will meinen: minus mal minus ergibt nicht plus, sondern ein fettes Minus.

Und wie kommt man da raus? Nur atmen, Erfahrungen Aus lenden, im Jetzt leben, Altes und Neues gleich wieder vergessen. Den geistigen Weißabgleich sozusagen.

Na dann gleiche ich mal ab. Hoffentlich sind alle Ichs mit ihm einverstanden.

In english

Those who go through hell
At least for me, it is usually the case that, regardless of whether it is good or bad, the event in question becomes a catastrophe or a miracle in context.

It’s a shame that when good events follow, the joy diminishes with each new event. It’s like getting used to the high of a drug, and the release of happiness hormones gradually decreases, while with “bad” events, with each new one, frustration, resignation, and sometimes even depression increase.

So it is not the defeats themselves, but their quantity that leads to lasting problems. It’s too bad that with an increasingly negative attitude, expectations, or in this case fears, become a self-fulfilling prophecy.

You could say that emotionally and mentally, we find ourselves in the realm of the mathematical negative root of negative numbers, meaning: minus times minus does not equal plus, but a big fat minus.

And how do you get out of that? Just breathe, learn from experience, live in the present, forget the old and the new right away. A mental white balance, so to speak.

Well, then, I’ll balance it out. Hopefully, all my selves will agree with him.

Über die Erbsünde des bösen Wolfes

Als noch nicht Barthaare sondern Talgbeulen mein Gesicht zierten, träumte ich mich oft die die kuschelige Behaglichkeit meines derzeitigen Snatch-Refugiums, in dem ich zu den lodernden Flammen im Puppenofen ein Buch lesen.

Freilich hasste ich früher das Lesen, aber ich tat dies mit solcher Inbrunst, dass sie nur in Neid ihren Ursprung finden könnte, denn insgeheim Bewunderte ich die Qualität in ein Buch wie in einem Ozean festgehaltener Erinnerungen einzutauchen, noch heute erwische ich mich zu häufig beim Seitencheck, dass ich bisher zwar den Zeh schon ins Wasser gestreckt habe, aber noch nicht gesprungen bin.

Wenn ich lese, also physisch untätig bin, geissel ich mich für meine dogmatische Faulheit, obwohl es doch wesentlicher Teil meiner Berufung, also meines Ichs ist.

Selten wird die Lethargie der Konsumsicht, auch beim Lesen, von der Neugierde auf Kommendes durchbrochen.

Heute haben sich aber Reißzähne hineingebohrt. Ein Jagdinstinkt des Positivismus fröstelt mich. Aber als Steppenwolf habe ich das Lachen verlernt, in meiner Blinden Ohnmacht der moralischen Selbst- und Weltgeisselung.

Mit jedem Wort meiner Poesie habe ich die Blutnägel in den leidenden Leichnam Harry Hallers geschlagen aber wurde von Pablo getröstet.
Unzählige Logen der Glückseligkeit und ich betrete zielsicher die Katastrophen.

Sie sollen die verfluchte Radiomusik des Lebens anhören lernen, sollen den Geist hinter ihr verehren, sollen über den Klimbim in ihr lachen lernen. Fertig

sagte Mozart und bot mir als Pablo oder umgekehrt oder so eine Zigarette an.

Ja, ich habe das Traumkabinett mit Wirklichkeit entweiht. Aber ich darf wieder kommen.

In english


On the original sin of the big bad wolf
When my face was adorned not with facial hair but with sebaceous cysts, I often dreamed of the cozy comfort of my current snatch refuge, where I would read a book by the blazing flames in the doll stove.

Of course, I used to hate reading, but I did so with such fervor that it could only have originated in envy, because secretly I admired the quality of immersing myself in a book like an ocean of memories. Even today, I still catch myself too often checking the pages, having dipped my toe in the water but not yet taken the plunge.

When I read, i.e., when I am physically inactive, I chastise myself for my dogmatic laziness, even though it is an essential part of my calling, i.e., my self.

Rarely is the lethargy of consumerism, even when reading, broken by curiosity about what is to come.

Today, however, fangs have dug into it. A hunting instinct of positivism chills me. But as a steppe wolf, I have forgotten how to laugh, in my blind powerlessness of moral self-flagellation and world flagellation.

With every word of my poetry, I have driven the blood nails into the suffering corpse of Harry Haller, but I was comforted by Pablo.
Countless lodges of bliss, and I unerringly enter the catastrophes.

They should learn to listen to the cursed radio music of life, they should worship the spirit behind it, they should laugh at the trinkets in it.

said Mozart, offering me a cigarette as Pablo, or vice versa, or something like that.

Yes, I have desecrated the dream cabinet with reality. But I am allowed to come back.

Blog geschrieben

Wer will schickt mir eine Mailadresse. Da schicke ich ihn hin.

WHO ist interested,please send mailadress, I send IT to you.

Ich trinke, also bin ich


Wenn der Morgen Gen Wochenende graut und hoffentlich nicht umgekehrt, genieße ich die Zeit im warmen Bett, während in diesem Falle das Teewasser für den Fichtennadeltee kocht.

Nein, Omas Apotheke ist nicht sehr schmackhaft, aber als Variante mit frisch gepresster Zitrone zur Regeneration der Leber (aus guter Gewohnheit), hilft diese Hexenküche gegen Bronchitis und Atemwegsinfekten, die sich mit latenter Sprachlosigkeit ankündigen.

Sie merken, es mangelt nicht an Wortlosigkeit, sondern an der Qualität des Sprechens, die ein wenig so klingt, als würden die Nadelspitzen dieses übersäuerten Bodens jede Klangwelle in ihre Einzelteile zerreißen; zugegeben: ich übertreibe ein wenig.

Aber ich übertreibe, wenn ich meine SchülerInnen rekapitulieren, indem ich zusammenfassen: Kein Haus erkauft an Nicht-Deutsche und  schlechterer medizinischen Versorgung bei der deutschen Sprache nicht Mächtigen.

Selbst beim Anblick von friedlichem Herbstgrün, läßt sich das nur schwer verdauen. Das „ich bin ja nicht fremdenfeindlich, aber“, hat seine giftigen Tentakeln in alle Gesellschaftsschichten erstreckt.

Es wird wieder dem hohen Priester der Fremdenfeindlichkeit gehuldigt, weil man nicht bereit ist, sich als Teil der Lösung dessen zu betrachten, was das viel und selbst kritisierte Problem darstellt.

Die beste aller möglichen Welten (Leibniz) hat ein Identitätsproblem!

Wenn jeder alles (haben) kann sind alle gleich und das wiederspricht dem Potentialprinzip des Seins als Basisbedingung der sich expressieren müssenden Einmaligkeit, da das Sein sonst sinnlos wäre.

Ich glaube, Fichtennadeltee mit Zitrone ist ein guter individualitätsibdikator. Wer trinkt außer Marco und mir schon das, was einem über den Solarzellen hängt?

Wir, aber jeder auf seine Art, mehr Identität kann ich eh nicht „handlen“.

In english



I drink, therefore I am

When the morning dawns on the weekend, and hopefully not the other way around, I enjoy my time in my warm bed while the water for my spruce needle tea boils.

No, Grandma’s pharmacy isn’t very tasty, but as a variation with freshly squeezed lemon to regenerate the liver (out of good habit), this witch’s brew helps against bronchitis and respiratory infections, which announce themselves with latent speechlessness.

You see, it’s not a lack of speech, but rather the quality of speech, which sounds a little as if the needle tips of this overly acidic soil were tearing every sound wave into its individual parts; admittedly, I’m exaggerating a little.

But I exaggerate when I recapitulate my students by summarizing: No house is bought from non-Germans, and  poorer medical care for those who do not speak German.

Even at the sight of peaceful autumn greenery, this is difficult to digest. The phrase “I’m not xenophobic, but” has spread its poisonous tentacles into all strata of society.

The high priest of xenophobia is being worshipped again because people are not willing to see themselves as part of the solution to what is a much-criticized problem.

The best of all possible worlds (Leibniz) has an identity problem!

If everyone can have anything, then everyone is equal, and that contradicts the principle of potentiality of being as a basic condition of uniqueness that must be expressed, because otherwise being would be meaningless.

I believe spruce needle tea with lemon is a good indicator of individuality. Who else besides Marco and me drinks what hangs above the solar cells?

We do, but each in our own way; I can’t “handle” any more identity than that anyway.

Primzahlcharakteristik als Hedonismushypothese

17. Oktober
Okto steht für acht (gregorianischer Kalender), obwohl wir doch den 10. Monat haben. Ein ideales Symbol für die Absurdität die im Laufe von Bedeutungsevolution von Sprache entstehen kann.

Und die 17 der Tagesnummer dieses 10. vormals achten Monats des Jahres unterstreicht mit ihrer Primzahlcharakteristik die Unendlichkeit aller Möglichkeiten, die nur durch die Absurdität einer notwendigen Kontingenz gerecht werden kann.

Perfekte Bedingungen, um zur Stunde 11, ebenfalls eine Primzahl, den Jürmann auf Resituierung also Wiedererlangung der Fahrtüchtigkeit unter deutschen Bedingungen(wieder Primzahlcharakteristik) zurück zu erlangen.

Die Qualität der Barzahlung steht dabei zugunsten des Jürmanns, die des TÜVs steht dieser diametral gegenüber.

Man könnte sagen, dass die Chancen 50:50 stehen.

Als wir vor gut zwei Jahren losfuhren, standen die Chancen schlechter. Auch wenn die Aufbruchseuphorie derzeit zugegeben schon sehr pragmatisch getränkt sind, ist der Idealismus nicht geschrumpft, sondern gewachsen.

Zwei Jahre wohne ich also nun schon in unserem Zuhause, das so klein wie es ist, meine ganze Welt geworden ist, in der meine Waldfee nur kurz zum Biogasanlage Selbstbau entflogen scheint.

Das Wichtigste, was ich auf diesem Weg gelernt habe, ist die Zivilisationsreduktion als Noradrenalin, Serotonin und Oxitozin Elexir im antiproportional perfekt orchestrierten Lebensqualitätsbooster.

Die Abwesenheit nach dem Prinzip aus den Augen- aus dem Sinn, reduziert die Konsumepigenese auf ein Minimum.

Die Reperatur des Jürmanns ist so eine. Und aufgrund ihrer Seltenheit eine Willkommene. Und wenn man ständigen Konsum umdenkt, kostet mich diese Verlockung maximal das Dreifache eines klassisch postpostmodernen Zivilisationsalltag, in dem keine Suppen Selbst zubereitet werden und Apfelsaft wie Tee einen ökologischen Fußabruck einer schwarzen Null entspricht.

Wenig Dinge bedeutet wenig Pseudoverabtwortung und mehr Lebenspotenzial. Und genau darin kann der natürliche „Verantwortungübernehmenwollentrieb“(wohl nur im Deutschen so darstellungsmoglich. Schon wieder).

Ich will Verantwortung übernehmen, aber als Lust und nicht Last und alles zu genießen heißt nichts zerstören wollen und das hat dies, wie praktisch, aufwandfrei implizit.

Und dennoch: Am 17. muss wohl mit richtig abstraktem Geld entlohnt werden. Wie praktisch, dass ich mir dieses am seltensten realisieren muss, um meiner Weltkontingenz entsprechen zu müssen.

Aber schwach werden ich dennoch hin und wieder.

Gut, denn wenn ich es nie machte, hätte ich es nicht mehr und den errudierenden Jürmann schon, auf den ich zumindest noch nicht verzichten will und deshalb kann.

Eine Heizung, auch wenn sie aus China kommt, ist nämlich schon geil.

English

Prime number characteristic as hedonism hypothesis

October 17
Okto stands for eight (Gregorian calendar), even though we are in the 10th month. An ideal symbol for the absurdity that can arise in the course of the evolution of meaning in language.

And the 17 of the day number of this 10th, formerly eighth, month of the year, with its prime number characteristic, underlines the infinity of all possibilities that can only be justified by the absurdity of a necessary contingency.

Perfect conditions for regaining the Jürmann’s roadworthiness under German conditions (again a prime number characteristic) at hour 11, also a prime number.

The quality of cash payment is in the Jürmann’s favor, while that of the TÜV is diametrically opposed to it.

One could say that the odds are 50:50.

When we set off a good two years ago, the odds were worse. Even though the euphoria of departure is currently very pragmatic, idealism has not diminished, but grown.

So I have been living in our home for two years now, which, small as it is, has become my whole world, from which my forest fairy seems to have flown away only briefly to build a biogas plant.

The most important thing I have learned along the way is that reducing civilization is like an elixir of norepinephrine, serotonin, and oxytocin in an inversely proportional, perfectly orchestrated quality-of-life booster.
Absence, based on the principle of “out of sight, out of mind,” reduces consumer epigenesis to a minimum.


Jürmann’s repair is one such example. And because of its rarity, it is welcome. And if you rethink constant consumption, this temptation costs me at most three times as much as a classic post-postmodern everyday life of civilization, in which no soups are prepared by hand and apple juice, like tea, has an ecological footprint of zero.


Fewer things means less pseudo-responsibility and more life potential. And that is precisely where the natural “desire to take responsibility” comes in (probably only possible to express in German. Again).
I want to take responsibility, but as a pleasure and not a burden, and enjoying everything means not wanting to destroy anything, which, how convenient, is implicitly effortless.


And yet: on the 17th, I will probably have to pay with really abstract money. How convenient that I rarely have to realize this in order to comply with my world contingency.
But I still get weak from time to time.


Good, because if I never did it, I wouldn’t have it anymore, and I would have the erudite Jürmann, whom I don’t want to do without, at least not yet, and therefore can’t.

A radiator,  even from China, is awesome, after all.