
Selbst ich, als meine Finger die Worte schreiben “ Hiermit stehe ich….. ab sofort nicht mehr zur Verfügung“, war überrascht über die prâzise Deutlichkeit und den Entschluss wollen mit dem ich sie in diesem Moment zu digitalem Papier brachte, aber ich merkte auch, es ging nicht anders, nicht mehr, so nicht weiter.
Es war weniger die Entlohnung(auch wenn sie mich zugegebenermaßen schon länger wütend machte), als eine bornierte Doktrin des Devotismus, die von mir vor einer Obrigkeit verlangte, die ihre sichauf bodenlose Mexime begründete, die sich selbst widersprechen und außer Selbstverherrlichung keine Begründung vorweisen konnte.
Ohne Beispiele anzuführen, da mir nachtreten unwürdig erscheint, ist dieses Kapitel beendet. Denn für mich zählt die Autentizität meiner selbst, die die einzige Basis konstruktiven Unterrichts sein kann.
Mein Job ist nicht moralischer Pädagoge zu sein, sondern Vehikel der Sprache, die die Grenzen unserer Welt erweitern kann.
An meinem Unterricht soll jeder wachsen können, meine Studenten und ich, wobei ich als Teil der Realität dieser Aufgabe nur dann gerecht werden kann, wenn ich in der Lage bin, ihr nachzukommen, indem ein Minimum zahlt. Nur dann kann ich zahlungsunfähige, warum auch immer mitfördern.
Vielleicht war meine Entscheidung objektiv falsch, aber subjektiv war sie für mich unvermeidbar, da mir ein „weiter so“ den Blick ins eigene Spiegelbild, dem ich bei jeder Sitzung ausgesetzt bin, unerträglich machte.
Nur wer sich selbst liebt kann andere lieben und ich hätte mich nicht weiter lieben können, womit meine Entscheidung kein dummer Entschluss gewesen sein kann, denn wenn ich ihn nicht getroffen hätte, wäre ich zumindest seelisch gestorben, was in conclusio dem gleichen Ergebnis, nicht mehr dieser Lehrkörper zu sein, entsprochen hätte.
Zum Glück, oder Gott sei Dank, das weiß ich noch nicht, habe ich eine Frau an meiner Seite, die diesen Entschluss mit mir trägt, bedingungslos.
Und allein diese Erkenntnis, dass ich so geliebt werde, wie ich bin, wäre mir ohne diesen Schritt vielleicht für immer verborgen geblieben. Was wäre das für ein Verzicht gewesen. Kein Geld der Welt oder unendliches Sein, hätte diesen Erkenntnisverlust kompensieren können.
Ich kann nur hoffen, dass auch meine Mama Monika, weiterhin zu ihrem so streitbaren Sohn steht und den Glauben daran, dass alles, genauso wie es passiert, gut ist, nie verliert, denn mit ihr fing alles an und ohne sie wäre ich nicht, was ich bin.
In english
I quit
Even I, as my fingers typed the words “I hereby resign… effective immediately,” was surprised by the precise clarity and determination with which I put them down on digital paper at that moment, but I also realized that there was no other way, no more, not like this.
It was less about the pay (although I admit it had been making me angry for some time) than a narrow-minded doctrine of submissiveness that demanded I obey an authority based on bottomless maxims that contradicted themselves and could offer no justification other than self-glorification.
Without citing examples, as I consider it beneath me to kick someone when they’re down, this chapter is closed. For me, what counts is my own authenticity, which is the only basis for constructive teaching.
My job is not to be a moral educator, but a vehicle for language that can expand the boundaries of our world. Everyone should be able to grow from my teaching, my students and I, whereby I can only do justice to this task as part of reality if I am able to fulfill it by paying a minimum.
Only then can I support those who are insolvent, for whatever reason. Perhaps my decision was objectively wrong, but subjectively it was unavoidable for me, as continuing as before made it unbearable for me to look at my own reflection, which I am confronted with at every session.
Only those who love themselves can love others, and I could not have continued to love myself, which means that my decision cannot have been a foolish one, because if I had not made it, I would at least have died emotionally, which in conclusion would have led to the same result, namely no longer being a member of the teaching staff.
Fortunately, or thank God, I don’t know yet, I have a woman by my side who supports this decision unconditionally. And without taking this step, I might never have realized that I am loved just as I am.
What a sacrifice that would have been. No amount of money in the world or infinite existence could have compensated for this loss of insight.I can only hope that my mother Monika will continue to stand by her combative son and never lose her belief that everything is good just as it happens, because it all started with her and without her I would not be who I am.
