Bis zum bitteren Ende

Als Herr K. In „das Schloss“ in den kleinen Ort kam umfing ihn ein Unwohlsein. Er gehörte nicht zu jenen im Schloss, die die Regeln aufstellen, unter denen alle litten, aber auch nicht zu den Leidtragenden.

Er war, wie man heute sagen würde “ nicht Fisch und nicht Fleisch“. Er war ein Außenstehender, dessen Welt nicht vorgesehen war. Und diese Welt, hatte er sich selbst geschaffen. Nicht absichtlich, sondern seine Determination zwang ihm eine Perspektive auf das Sein auf, die er mit keinem teilen konnte.

Wie sehr bemühte er sich, einem Teil anzuschließen. Wie sehr umfing ihn die Sehnsucht irgendwo dazu zu gehören, aber man ließ ihn einfach nicht teilhaben.

Man sprach mit ihm und über ihn, aber nicht wie über einen Nachbarn, sondern wie über einen Außerirdischen.  „Der da, als das da, das was keiner kannte und allen Angst machte und deshalb zum extern sein verdammte.

Am Ende soll er gestorben sein, einsam, mit der Billigung über den Winter bleiben zu können, danach könne er ja weiter sehen.

Herr M. War auch ein Herr K, nur eben nicht in tschechischen Landen, sondern in Griechenland. Er war kein Grieche, aber auch kein Deutscher mehr, auch wenn diese Nationalität in seinem Ausweis vermerkt war. Aber er konnte nicht zurück, denn mit jenen Menschen Verband ihn nichts mehr, außer dem roten Heftchen, in dem sein Name vermerkt war.

Selbst wenn er gewollt hätte, hätte er nicht zurück gekonnt, denn dort, wo Mercedes und Siemens heute Synonym wie damals das Etikett „Land der Dichter und Denker“ steht, verachtete man größtenteils seine scheinbar sinnlose Opposition.

Das kann nichts werden. Nicht, weil es nicht möglich war, sondern weil man selbst vor der Herausforderung „alternativer Lebensentwürfe“ aufgrund von stillschweigend er Akzeptanz resignierte.

Man kann ja eh nichts machen und wenn es einer oder eine doch machte, dann müsste man dies doch verurteilen, weil man sich ja sonst selbst, zumindest insgeheim, eingestehen müsste, dass man selbst diese Kraft oder Opferbereitschaft für ein Lebensideale nicht in der Lage wäre zu tragen.

In english

To the bitter end
When Mr. K. came to „the castle“ in the small town, he was surrounded by a feeling of unease. He was not one of those in the castle who set the rules that everyone suffered under, but neither was he one of those who suffered.

He was, as they would say today, „neither fish nor fowl“. He was an outsider whose world was not intended. And he had created this world for himself. Not intentionally, but his determination forced a perspective on existence on him that he could not share with anyone.

How hard he tried to join a part of it. How much he was surrounded by the longing to belong somewhere, but he was simply not allowed to participate.

People talked to him and about him, but not like a neighbor, but like an alien. „That one, as that one, the one that nobody knew and that scared everyone and was therefore condemned to be external.

In the end he is said to have died, lonely, with the agreement that he could stay for the winter, after which he could continue to see.

Mr. M. was also a Mr. K, but not in the Czech Republic, but in Greece. He wasn’t Greek, but he was no longer German either, even if this nationality was noted on his identity card. But he couldn’t go back, because nothing connected him to those people except the red booklet in which his name was written.

Even if he had wanted to, he would not have been able to go back, because where Mercedes and Siemens are now synonymous with the label “land of poets and thinkers”, his seemingly pointless opposition was largely despised.

Nothing could come of it. Not because it wasn’t possible, but because people resigned themselves to the challenge of “alternative lifestyles” due to tacit acceptance.

You can’t do anything anyway and if someone did, you would have to condemn it, because otherwise you would have to admit to yourself, at least secretly, that you were not able to carry this strength or willingness to sacrifice for an ideal life.

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