
Wie oft hatte ich auf dieser Reise schon Bammel (2) ,wenn uns mal wieder die Seitentür flöten ging(3). Ich könnte dann kotzen (4) und mir geht es mies (5), weil uns der nötige Kies (6) fehlt. Übrigens auch, wenn es aufgrund undichter Stellen im Jürmann mal wieder wie Hechtsuppe (7) zieht.
Wir sind halt nicht so betucht (8) wie andere, denk ich mir dann oft und freue mich gleichzeitig darüber, dass wir verdammt oft Massel (9) haben, oder bin ich vielleicht einfach ausgekocht(10)er als andere, obwohl ich aus einem Kaff (11) komme?
Nein, blau (12) machen ist nicht, für so einen Tinnef (13) hat man im Jürmann keine Zeit. Wenn die Technik versagt, muss man Tacheles(14) reden, den Stuss(15) überlassen wir anderen.
Bei all dem Tohuwabohu (16) gibt es natürlich hin und wieder Zoff (17), aber auch Jubel (18), denn wir machen schon lange nicht mehr um alles ein großes Bohai (19).
Das großkotzige (20) Schachern (21)ist für Pleitegeier (22) wie uns ja eh nicht das Richtige.
Wenn der kleine Ganove (23) mit seiner Ischa/e (24) auf Tour ist, heißt es täglich Hals und Beinbruch (25). Wir sind ja nicht im Urlaub, unser Leben ist Maloche (26) ganz ohne zu schnorren (27), auch an Silvester.
Wenn sich also alle einen guten Rutsch (28) wünschen, schmusen(29) wir einfach kess (30) miteinander und grüssen nur die Mischpoke (31), während andere mit einem Techtelmächtel (32) zum Jahreswechsel alles riskieren und Kneipen mit Sekt und Bier den großen Reibach (33) machen.
Wir verramschen (34) einfach alles, ziehen eine billige Kluft (35) an, schickern (36) uns einen und freuen uns schon auf den nächsten Schlamassel (37).
Und wem das nicht koscher (38) ist, kann gern was von Fakenews mauscheln (39). Wir werden uns nie einschleimen (40).
Aber zugegeben: so ein Leben schlaucht (41) ganz schön.
Euer Ulf
Alphabetische Erklärung (entnommen von: https://www.jewiki.net/wiki/Liste_deutscher_W%C3%B6rter_aus_dem_Hebr%C3%A4ischen_und_Jiddischen):
ausgekocht raffiniert, klug; aus dt. aus-, -ge- und hebr. חכם chacham, chochem „weise, klug“
Bammel vielleicht über das Jiddische (furchtsamer Mensch) aus dem hebräischen baal emoh „Furchtsamer“, aus בַּעַל baal = Herr und ema = Angst.
Beisel, Beize, Beiz Kneipe; vom hebräischen בַּיִת bajit über das Jiddische bajis (beide Haus) ins Deutsche übernommen, insbesondere im süddeutschen Sprachbereich. Im Wienerischen werden Kneipen als „Beisl“ bezeichnet.
beseibeln seiwel, seibel זבל [‚zɛvɛl] „Mist, Kot“ betrügen, wörtl. „bescheißen“
betucht[1] betuch „sicher, vertrauenswürdig“ baṭuaḥ, batuach „vertrauenswert“, von בָּטַח batach „vertrauen“ Im heutigen, deutschen Sprachgebrauch im Sinne von „wohlhabend“; entgegen dem Sprachgefühl nicht von Tuch abgeleitet
blau (~ sein, machen) be-lo בלא [bɛ’lɔ] „mit nichts, ohne“ betrunken, faul, nichts leistend; siehe aber auch Blau machen
Bohai (dt.) bzw. Pahöll[2](österr.) paihe „Lärm“ Streit, Aufregung, Krawall, Getöse
Chuzpe חוצפה Chuzpe חֻצְפָּה Chuz’pa, [χuts’pa] Frechheit, Dreistigkeit
dufte, tofte;[1] (österr.) toffe טוֹב toff „gut“ טוֹב tov „gut“ über die Gaunersprache ins Berlinische
einseifen (jdn. ~)[3] sewel (Hebr. זבל [‚zɛvɛl]) „Mist, Kot“ Die ursprüngliche Bedeutung z. B. in „einseifen beim Rasieren“. Die übertragene Bedeutung „betrügen, jdm. etw. einreden“ möglicherweise durch Anpassung an Rotwelsch „beseiwelen“ aus Westjiddisch „sewel“ = „Dreck“
Eizes, Ezzes (Pl.) עצה = Ratschlag Tipps, Ratschläge
flöten gehen[3] פליטה plejta [plɛj’ta] „entrinnen, entkommen“ Möglicherweise über Jiddisch und Rotwelsch aus derselben Quelle wie Pleite
Ganove[1] גנב gannaw, [ga’nav] „stehlen“
geschlaucht schlacha „zu Boden werfen“ erschöpft
großkotzig prahlerisch; aus dt. groß und hebr. kozin „vornehm, reich“ oder qazin „Anführer“
Haberer חַבֵר chaver (=Freund, Kumpel), plural: חַבֵרִים chaverim (=Freunde) Die in Österreich, vor allem im mittelbairischen Sprachgebiet nördlich der Alpen gebräuchliche „Haberer“ oder „Hawara“ bedeutet zumeist Freund oder Kumpel[4], wird aber auch synonym zu „Mann“[5] (nicht im ehelichen Sinn) oder Liebhaber – hier auch verniedlicht „Habschi“ oder in Vorarlberg „Habi“[6] – gebraucht. Das Adjektiv verhabert und die Verhaberung klingt wenig wertschätzend für verbunden in „Seilschaft“ und Freunderlwirtschaft.
Hals- und Beinbruch הצלחה וברכה Hassloche uWroche, [has’lo’χə uv’roχə] הצלחה וברכה Hazlacha uWracha, [hatsla’χa uvra’χa] Hals- und Beinbruch ist eine Verballhornung und stammt aus dem hebräischen hazlacha uwracha (= „Erfolg und Segen“). Dieser Glückwunsch wurde von Juden beim Abschluss eines Geschäfts in der jiddischen Form hazloche und broche ausgesprochen und von deutschsprachigen Zuhörern als Hals- und Beinbruch verstanden.
Hechtsuppe „Es zieht wie Hechtsuppe“ kommt möglicherweise aus dem jiddischen hech supha und bedeutet „starker Wind“. Allerdings ist diese Etymologie noch unglaubwürdiger als „Guter Rutsch“: a) Es gibt keinen einzigen Textbeleg in der (älteren wie modernen) jiddischen Literatur (für „Hechtsuppe“ ebenso wenig wie für hech supha). b) Es kann einen solchen Beleg nicht geben, denn „hech supha“ ist mit vollem Endvokal im Jiddischen nicht möglich; dort herrscht eine – der germanischen Entwicklung angeglichene – Endsilbenabschwächung nach Betonung der vorletzten Silbe im Wort. Bereits die Transkription mit /ph/ statt /f/ zeigt, dass „supha“ ein Wort nichtjiddischer Herkunft ist.
Ische אישה – Ischa – Frau umgangssprachlich; aus der Sicht eines Jungen, eines jungen Mannes: Mädchen, junge Frau
Kaff Das im Deutschen in manchen Regionen gebräuchliche Wort für „unbedeutendes, kleines Dorf, in dem nichts los ist“ kommt über das Jiddische vom hebräischen Wort כָּפָר kafar (= „Dorf“). Im EWD wird der Ausdruck allerdings auf Gav (Romani für ‚Dorf‘) zurückgeführt. (W.Pfeifer, Etymologisches Wörterbuch des Deutschen, München: dtv 1995, S.607).
kapores (gehen, sein) kapores [ka’pores] kaparot כפרות [kapa’ʁɔt] jiddisch bzw. als Wendung shluggen kapores. Nach einem jüdischen Brauch zu Jom Kippur, bei dem Hühner als „Sühneopfer“ stellvertretend für die Sünden einer Person dargebracht werden.
Kassiber, kassibern [kaˈsiːbɐ] כּתיבֿה jidd. kesive „Brief, Geschriebenes“ כְּתִיבָה keṯīvā(h), „(das) Schreiben“ genaue Grundform strittig.
kess „frech“, „schneidig“, „flott“, nach der jidd. Aussprache des Buchstabens Chet, der für Weisheit (Chochma) steht
Kies כִיס kiss [kis] Kies im Sinne von Geld geht auf das Wort kis (= „Geldbeutel“) zurück.
Kluft[1] qĕlippä „Schale, Rinde“ im Sinne von Kleidung, über das Rotwelsche
Kohl reden, verkohlen[1] kol qôl „Gerücht“
koscher ככּשר [‚kojʃɛr] ככּשר Kascher, [ka’ʃɛʀ] koscher bedeutet ursprünglich „tauglich, gesund“ (im modernen Hebräisch bedeutet „cheder kosher“ Fitnessraum). Mit Koscher bezeichnen die Juden Speisen, die nach der Tora erlaubt sind.
kotzen qoz „Ekel“ speien. Bei Wolfgang Pfeifer, Etymologisches Wörterbuch des Deutschen, München: dtv 1995, S.723 anders erklärt (lautmalerisch aus spätmhd. und frühneuhochd. koppen, koppeln etc.)
Maloche מְלָאכָה melā(‚)ḵā(h) Schwerstarbeit Das hebräische Ausgangswort hat die Bedeutung „Arbeit“. Gebräuchlich vor allem im Ruhrdeutschen und Berlinerischen.
Massel מזל Masal [ma’zal] mazel (= Glück). Sprichwort: Massel wie a Goi (Nichtjude).
Masen, Masel מזל Masal [ma’zal] mazel (= Glück). Sprichwort: „a Mas’n hom“ oder „a Mas’l hom“ (Glück haben), in Bayern und Österreich gebräuchlich[7]
mauscheln moischele „Moses“ מֹשֶׁה mosche „Moses“ oder מָשָׁל maschal „Gleichnisrede; Spruch; Stichelrede“ hinter vorgehaltener Hand flüstern
meschugge משוגע (Meschugge) [me’ʃuge] מְשׁוּגָע (Meschugga) [meʃu’ga] Das jiddische Wort für „verrückt“ geht auf das hebräische meschuga zurück, das verrückt, wahnsinnig bedeutet.[8]
Mezíe/Mezzie (fem., End-e gesprochen) Gelegenheitskauf, Schnäppchen
mies[1] mis „schlecht, widerlich“ mĕ’is „schlecht, verächtlich“ im 19. Jh. aus dem Rotwelschen ins Berlinische gelangt
Mischpoke, Mischpoche משפחה Mischpoche [miʃ’puχe] מִשְׁפָּחָה Mischpacha [miʃpa’χa] Familie, Gesellschaft, Bande
Pleitegeier פליט (Plitt) פליט (Palit, [pa’lit]) Der Pleitegeher leitete sich vom hebräischen Wort pleta (Flucht) und dem deutschstämmigen Wort „gehen“ ab; in der westjiddischen Form wird das hebräischstämmige Wort lautlich systemhaft verändert zu plajte (Diphthongierung und Endsilbenabschwächung) und das deutschstämmige Wort „gehen“ erscheint in der westjiddischen Form als gajen. Die feststehende jiddische Wendung plajte gajen bedeutete ursprünglich „auf die Flucht gehen/fliehen“; der plajte-gajer war derjenige, der auf die Flucht ging, also floh. Durch volksetymologische Umdeutung wurde aus dem – in der westjiddischen Lautung – homophonen „Geher“ der Aasvogel „Geier“.
Ramsch (stammt möglicherweise auch von mhd. râm) rama’ut רָמָאוּת [rama’ut] „Betrug“ wertloses Zeug
Reibach רווח Rewach, [‚revaχ] Das Wort Reibach kommt von rewah und bedeutet „Gewinn“. Heute meist im Sinne von „hohem“ Gewinn verwendet. In Ostösterreich auch als „Rewag“ im Sinn von „Nutzen, Vorteil“ gebräuchlich: „Das hat keinen Rewag“[9] Ugs. auch: Rebbach.
schachern sakar שכר sa’χaʀ
„Lohn“ unlauteren Handel treiben
schächten שחט (schachat, [ʃa’χat])
„schlachten“ rituell richtig schlachten
Schamass Schund, wertloser Kram.
Schickse שיקסע שֶקֶץ (šeqeẓ), „Unreines, Abscheu“ Im Jiddischen hieß Schickse oder Schiksa dann „Christenmädchen“ und wurde oft als Schimpfwort verwendet.
schicker, angeschickert, beschickern, beschickert שיכּור shiker שִׁכּוֹר šikōr angetrunken, betrunken
Schlamassel שלימזל (Schlimasel) Unglück; Gegenstück zu „Massel“; „Schlamassel ham“ – bedrückende Sorgen haben; „in einem Schlamassel stecken“ – sich in einer recht aussichtslosen Situation befinden. Siehe auch Schlemihl.
schleimen, einschleimen schelem [‚ʃɛlɛm] „Erstattung; Dank“ od. schalmon [ʃal’mɔn]
Bestechungsgabe schmeicheln
Schmiere שמירה [‚ʃmirə] שמירה [ʃmi’ʀa] Schmiere (=Wache) stehen von shmíra (= Wache).
Schmieren- זמרה simrah [zim’ʀa] (= Gesang) Schmiere(-ntheater, -nkomödie) im Sinn einer Schauspielbühne
Schmock dummer oder unbeliebter Mensch; abgeleitet aus Schmoo (also jemand der „Mist baut/macht“).
Schmonzes Unsinn, abgeleitet aus Schmoo.
Schmonzette rührseliges, dramatisch wertloses Stück; aus Schmonzes
Schmoo Begriff für Schmuck im Sinne von Tand bzw. Tinnef, z. B. auch in Variante: „Schmuh machen“ = „Mist bauen“
schmusen mit jemandem zärtlich sein, jemandem schmeicheln; über das Rotwelsche in der Bedeutung „schwatzen“ oder „schmeicheln“, aus dem jiddischen schmuo (Plural schmuoss), „Gerücht, Erzählung, Geschwätz“
Schnorrer[1] שנאָרער Da Bettelmusikanten oft mit Lärminstrumenten wie der Schnarre durch die Lande zogen, wurde die jiddische Nebenform Schnorre des Instrumentennamens auf die Musikanten übertragen.
schofel[1] schophol „niedrig“ šạfạl „niedrig“ über das Rotwelsche ins Deutsche gelangt
Shaygets sheqetz nichtjüdischer Junge oder nichtjüdischer junger Mann (unsauberes Tier, ekelhafte Kreatur, Scheusal, Lump, widerspenstiger Bursche, nichtjüdischer Bursche lt. Megiddo)
Shiksa weibliche Form von Shaygets, bedeutet auch Flittchen, leichtes Mädchen. Siehe Schickse
Stuss[1] שטות schtus [ʃtus] „Unsinn, Narrheit“ šêtûṭ „Unsinn, Narrheit“
Tacheles reden[10][1] תכלית tachles „Zweck, zweckmäßiges Handeln“ תכלית tachlit offen und deutlich reden, Klartext, mit einem Sinn oder Ziel
Techtelmechtel Techtelmechtel ist ein Reimwort, indem das Wort tachti (= „heimlich“) um ein l erweitert (techtl) in leichter Variation (mechtl) wiederholt wird.
Tinnef[1] טינוף tinnef טינוף ṭinnûf [ti’nuf] „Kot, Schmutz“ Tinnef im Sinne von „nutzlose Ware“ kam im 19. Jahrhundert aus der Gaunersprache ins Deutsche.
unbetamt taam טעם [‚taʔam] „Geschmack, Nuance, Charme, Schliff“ ungeschickt
zocken צחאָקן zchocken „spielen“ צחוק „lachen“ spielen, Glücksspiele machen
Zoff sa’af זעף Streit, Zank oder Unfrieden.
Zores[1] צרות zores [tsores] „Sorgen“ צרות zarot [tsa’ʀɔt] „Sorgen, Kummer“ Ärger, Streit, Durcheinander
Kommt auch vor in der Wendung „(gib ihm) Saures“
Wörter aus dem Hebräischen
Wörter aus der Bibel
Deutsch Hebräisch IPA (hebräische Aussprache) Anmerkungen
Amen אמן (amen) „So sei es.“ [a’mɛn] Das Schlusswort beim Gebet kommt über die griechische Sprache aus dem Hebräischen und drückt das Einverständnis des Betenden mit dem soeben Gesprochenen aus. Das Wort ist verwandt mit emunah = „Vertrauen“.
Halleluja הַלְּלוּיָהּ (hallelu jah) „Preiset Jah!“ [halɛlu’ja]
Hephata aramäisch Effata = ‚Öffne dich‘; hebr.: הִפָּתַח (hipatach) [hipa’taħ] o. [hipa’taχ] Name bestimmter diakonischer Einrichtungen
Jubel[1] יובל (jobel) „Schall des Widderhorns“ [jo’vɛl] Das Widderhorn wurde u. a. zum alle 49 Jahre eintretenden Halljahr geblasen, in dem Felder und Weingärten nicht bebaut werden durften. In der Vulgata mischte sich die lat. Wiedergabe des hebr. Wortes mit dem vlat. jubilum „das Jauchzen“ aus lat. iubilare „jauchzen“, aus dieser Vermischung entstanden annus iubilaeus, daraus Jubeljahr, iubilaeum, daraus Jubiläum, und iubilarius, daraus Jubilar. Von diesen Bedeutungen zu unterscheiden sind das gleichlautende Jubel „Jauchzen, Frohlocken“ und das zugehörige Verb jubilieren, das bereits in mhd. Zeit aus lat. iubilare entlehnt wurde.
Messias[1] משיח (maschiach) „Gesalbter“ [ma’ʃiaχ] abgeleitet vom Verb mạšaḥ „salben“. Im Griechischen wurde daraus wörtlich übersetzt christos, daraus lat. christus.
Rabbiner/Rabbi רב (rav) [rav] über Griechisch und Kirchenlateinisch vom hebräischen Ehrentitel rabbi, eigtl. „mein Lehrer“
רבּי (rabbí) „mein Lehrer“, davon jiddisc rebbe [ra’bi]
guter Rutsch ראש (rosch) „Kopf, Anfang“ „Guter Rutsch“ bedeutet eigentlich „Guter (Jahres-)Anfang“.
Herkunft ist umstritten. Siehe auch Artikel zu guter Rutsch.
Sabbat שבת (schabbat) „Ruhepause“ [ʃa’bat] Aus dem hebräischen Schabbat wurde über das volksgriechische Sambaton der deutsche Samstag.
Schibboleth שִׁבּׁלֶת (schibboleth) „Getreideähre“ [ʃi’bɔlɛt] Kennwort der sozialen oder regionalen Herkunft, aus Ri 12,5–6 EU: „Bist du ein Ephraimiter? Wenn er nein sagte, forderten sie ihn auf: Sag doch einmal ‚Schibboleth‘. Sagte er dann ‚Sibboleth‘, weil er es nicht richtig aussprechen konnte, ergriffen sie ihn und machten ihn dort an den Fluten des Jordan nieder.“
Tohuwabohu תהו ובהו (tohu wabohu) „wüst und wirr“ [‚tɔhu va’vɔhu] übernommen aus Gen 1,2 EU
In english
Quite (-)zockt (1) – Vanlife in Yiddish
How often have I had the jitters (2) on this trip when the side door broke again (3). It makes me want to vomit (4) and I feel bad (5) because we don’t have the necessary gravel (6). Incidentally, this also happens when it draws like pike soup (7) due to leaks in the Jürmann.
We’re just not as well-off (8) as others, I often think to myself, and at the same time I’m pleased that we’re often in a mess (9), or maybe I’m just more cooked up (10) than others, even though I come from a small town (11)?
No, turning blue (12) is not an option, there’s no time for that kind of nonsense (13) at Jürmann. If the technology fails, you have to talk straight (14), we leave the nonsense (15) to others.
With all the hullabaloo (16), there is of course the occasional row (17), but there is also rejoicing (18), because we have long since stopped making a big bohai (19) about everything.
Big-headed (20) haggling (21) is not the right thing for broke vultures (22) like us anyway.
When the little hoodlum (23) is on tour with his isha/e (24), it’s neck and neck (25) every day. We’re not on vacation, our life is all about working hard (26) without scrounging (27), even on New Year’s Eve.
So when everyone wishes each other a Happy New Year (28), we just cuddle (29) with each other and only greet the mongrels (31), while others risk everything with a little bit (32) at the turn of the year and pubs make a killing (33) with champagne and beer.
We simply sell (34) everything off, put on a cheap outfit (35), get (36) ourselves a drink and look forward to the next mess (37).
And if that’s not kosher (38) for you, you’re welcome to talk about fake news (39). We will never suck up (40).
But admittedly, a life like this (41) is pretty exhausting.
Your Ulf
En francaise
Tout à fait (-)zocké (1) – Vanlife en yiddish
Combien de fois ai-je eu la trouille (2) pendant ce voyage, quand la porte latérale a lâché (3). J’ai envie de vomir (4) et je me sens mal (5) parce qu’il nous manque le gravier nécessaire (6). D’ailleurs, c’est aussi le cas quand il y a des fuites dans le Jürmann et qu’il y a des courants d’air (7).
Nous ne sommes pas aussi aisés (8) que d’autres, me dis-je alors souvent, tout en me réjouissant du fait que nous avons souvent des problèmes (9), ou peut-être suis-je tout simplement plus cuit (10) que d’autres, bien que je vienne d’un trou perdu (11) ?
Non, il n’est pas question de faire l’école buissonnière (12), on n’a pas le temps pour ce genre de bêtises (13) chez Jürmann. Quand la technique est défaillante, il faut parler tacheles(14), nous laissons les conneries(15) aux autres.
Dans tout ce tohu-bohu (16), il y a bien sûr de temps en temps des querelles (17), mais aussi des réjouissances (18), car cela fait longtemps que nous ne faisons plus un grand bohai (19) pour tout.
Les échecs (21) grandiloquents (20) ne sont de toute façon pas faits pour les fauchés (22) comme nous.
Quand le petit voyou (23) est en tournée avec son Ischa/e (24), c’est tous les jours cou et jambe cassés (25). Nous ne sommes pas en vacances, notre vie, c’est la malbouffe (26), sans compter (27), même à la Saint-Sylvestre.
Même si tout le monde se souhaite une bonne année (28), nous (29) nous câlinons simplement (30) les uns les autres et ne saluons que la population mélangée (31), tandis que d’autres risquent tout avec un Techtelmächtel (32) pour la nouvelle année et que les bars font le plein de champagne et de bière (33).
Nous, on brade (34) simplement tout, on enfile une tenue bon marché (35), on s’en envoie (36) une et on se réjouit déjà de la prochaine pagaille (37).
Et si vous n’êtes pas d’accord (38), vous pouvez toujours parler de fakenews (39). Nous ne ferons jamais de lèche (40).
Mais il faut bien avouer qu’une vie pareille, ça fatigue (41).
Votre Ulf
En Español
Quite (-)zockt (1) – Vanlife en Yiddish
Cuántas veces he tenido los nervios (2) en este viaje cuando la puerta lateral se rompió de nuevo (3). Me dan ganas de vomitar (4) y me siento miserable (5) porque no tenemos la gravilla necesaria (6). Por cierto, esto también ocurre cuando se escurre como sopa de lucio (7) debido a fugas en el Jürmann.
Simplemente no estamos tan bien (8) como otros, pienso a menudo para mis adentros, y al mismo tiempo me alegro de que a menudo estemos hechos un lío (9), ¿o tal vez es que yo estoy más cocido (10) que otros, a pesar de venir de un pueblo pequeño (11)?
No, no es posible ponerse azul (12), no hay tiempo para esas tonterías (13) en Jürmann. Si la tecnología falla, hay que hablar claro (14), la basura (15) se la dejamos a otros.
Con todo el barullo (16), por supuesto que hay discusiones (17) de vez en cuando, pero también hay regocijo (18), porque hace tiempo que hemos dejado de hacer un gran bohai (19) por todo.
Regatear (20) a lo grande (21) no es propio de buitres en quiebra (22) como nosotros.
Cuando el pequeño rufián (23) está de gira con su isha/e (24), todos los días estamos a la par (25). No estamos de vacaciones, nuestra vida consiste en trabajar duro (26) sin gorronear (27), incluso en Nochevieja.
Así que cuando todo el mundo se desea (28) Feliz Año Nuevo, nosotros (29) simplemente nos abrazamos (30) y nos limitamos a saludar a los mestizos (31), mientras otros lo arriesgan todo con un poco (32) en fin de año y los pubs se forran (33) con champán y cerveza.
Nosotros simplemente vendemos (34) todo, nos ponemos un traje barato (35), nos (36) tomamos una copa y esperamos con impaciencia el próximo lío (37).
Y si eso no es kosher (38) para ti, eres bienvenido a hablar de noticias falsas (39). Nunca haremos la pelota (40).
Pero hay que admitir que una vida así (41) es bastante agotadora.
Tu Ulf
